Stefanie Martin-Kilcher (* 5. Juli 1945) ist eine Schweizer Provinzialrömische Archäologin.

Leben

Ab 1964 studierte sie an der Universität Basel Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Volkskunde. 1973 wurde sie bei Ludwig Berger mit der Dissertation „Das römische Gräberfeld von Courroux“ promoviert. Von 1973 bis 1980 arbeitete sie Teilzeit für verschiedene Projekte für die Archäologische Bodenforschung Basel-Stadt, das Römermuseum Augst und den Archäologischen Dienst des Kantons Bern. Von 1980 bis 1987 bearbeitete sie als Projekt des Schweizerischen Nationalfonds und des Amtes für Museen und Archäologie des Kantons Baselland „Die römischen Amphoren aus Augst und Kaiseraugst“. Von 1988 bis 1997 war sie Leiterin, bis 2002 wissenschaftliche Begleiterin der Auswertung der Grossgrabungen im Vicus Vitudurum (Oberwinterthur-Unteres Bühl) im Auftrag der Kantonsarchäologie Zürich. 1992 habilitierte sie sich an der Universität Bern und wurde dort 1996 a.o. Professorin, 1997 o. Professorin für Archäologie der Römischen Provinzen. 2010 wurde sie emeritiert.

Ihre Forschungsschwerpunkte bilden vor allem Handel und Austausch, Religion sowie Gesellschaft und Kulturwandel, insbesondere auch im Spiegel der Grabsitten.

Seit 1988 ist sie korrespondierendes Mitglied der Deutschen Archäologischen Instituts, seit 2011 korrespondierendes Mitglied des Österreichischen Archäologischen Instituts.

Verheiratet war sie mit dem Archäologen Max Martin (1939–2016).

Literatur

  • Christa Ebnöther, Regula Schatzmann (Hrsg.): Oleum non perdidit. Festschrift für Stefanie Martin-Kilcher zu ihrem 65. Geburtstag (= Antiqua 47). Archäologie Schweiz, Basel 2010, ISBN 978-3-908006-39-8 (mit Schriftenverzeichnis).

Weblinks