Meister des Registrum Gregorii / Public domain

Scheibenfibel


Otto der Große, mit prunkvoller Scheibenfibel dargestellt
Alamannische Scheibenfibel des 6. Jahrhunderts mit Almandin- und Beineinlagen
Merowingerzeitliche Scheibenfibeln des 6. und 7. Jahrhunderts mit Edelstein- und Filigranauflage
Goldscheibenfibeln aus dem Fürstengrabhügel Sonnenbühl (La-Tène-Zeit)

Eine Scheibenfibel ist eine Form der Fibel, das heißt einer Gewandspange, -schnalle, -klammer oder -nadel zum Zusammenhalten der Kleidung, mit einer scheibenförmigen, oft reichverzierten Platte als Abdeckung über der Nadelkonstruktion. Bis über fünf cm durchmessende Scheibenfibeln sind im Frühmittelalter in der Regel Bestandteile der Frauentracht [1], deutlich kleinere Exemplare wurden ab der Karolingerzeit aber auch von Männern getragen. Bekannte Fibeln dieser Art stammen aus der Völkerwanderungszeit und den angrenzenden Jahrhunderten, so die Scheibenfibeln aus Soest oder aus der niedersächsischen Gemeinde Holle.

Viele Scheibenfibeln haben goldverzierte Einlegearbeiten mit Schmucksteinen, sind emailliert oder tauschiert oder haben eine Auflage aus Gold- oder Silberblech. Die bekannte Reiterscheibe von Pliezhausen war ehemals die Auflage einer Scheibenfibel.

Siehe auch

Literatur

weitere Quellen

  1. http://www.isionline.de/~rp44568/frauenkleider.html

Weblinks


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