Samburu


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Samburu beim Feuermachen

Die Samburu sind ein Krieger- und Nomadenvolk im Norden Kenias. Ihre Sprache ist, wie die ihrer nahen Verwandten Massai, das Maa. Der Stammesname leitet sich von Samburr ab, dem traditionellen Lederbeutel, der zum Transport von Fleisch und Honig von den Samburu auf dem Rücken getragen wird. Ihre Lebensgrundlage ist das Vieh: Kühe, Ziegen und Schafe sowie zum Teil Kamele. Sie ernähren sich von dessen Milch, manchmal vermischt mit Blut. Außerdem werden Wurzeln und Rinde zu Suppen verkocht. Nur zu besonderen Anlässen gibt es Fleisch. Man kocht auch Reis, Kartoffeln und Kidneybohnen. Tomaten, Karotten und Zwiebeln werden ebenfalls zum Kochen verwendet.

Völlig verschmäht werden Schwein und Fisch. Vereinzelt werden auch Hühner gehalten, obwohl kaum jemand Eier isst. Die Hühner sind fast ausschließlich zum Verkauf bestimmt. Salat kennt man nicht und würde ihn wohl auch nicht verzehren, da alles Essbare gekocht sein muss.

Die Samburu gehen auch nicht auf die Jagd von Wildtieren, weshalb im Gegensatz zu den Gebieten der Nachbarvölker, in ihrem Lebenraum noch viel Wild lebt. Im großen und ganzen leben die Samburu im Einklang mit der Natur und ihren Lebewesen, solange sie oder ihre Herden nicht von Wildtieren ernsthaft angegriffen werden.

Chai (schwarzer Tee mit viel Milch und Zucker) wird mehrmals täglich getrunken und jedem Besucher serviert. Kaffee oder andere Getränke hingegen werden weniger konsumiert.

Die portablen Häuser der Samburu bestehen aus Schlamm und Dung oder Fellen und Grasmatten, die von Pfählen getragen werden.

Auf dem Stammesgebiet der Samburu liegt auch ein Nationalreservat, das Samburu National Reserve. Unterbrochen von einigen felsigen Hügeln ist die Landschaft geprägt von offener Grassavanne und Dornbuschsavanne. Die Lebensader des 165 Quadratkilometer[1] großen Reservats ist der Uaso Nyiro-Fluss.

Samburu-Frauen, welche vergewaltigt oder misshandelt wurden, haben statt eines Frauenhauses gleich ein ganzes Dorf aufgebaut [2], Umoja.

Literatur

  • Elisabeth Ott: Nkanyit und Gewalt. Häusliche Gewalt gegen Frauen in Samburu zwischen Tradition und Willkür. Weißensee-Verlag, ISBN 3-89998-022-0
  • Christina Hachfeld-Tapukai: Mit der Liebe einer Löwin - Wie ich die Frau eines Samburu-Kriegers wurde. Ehrenwirth, ISBN 3-431-03619-8

Weblinks

Einzelnachweise

  1. World Database on Protected Areas – Samburu National Reserve (englisch)
  2. 360 Grad Reportage, arte, kenia, das Dorf der Frauen, le village des femmes, gesendet 24. Jan. 2008

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