Sabiren


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Die Sabiren waren ein spätantikes Volk, das in der Kaspische Senke vor der Ankunft der Awaren siedelte.

Die Sabiren scheinen ein Turkvolk gewesen zu sein, möglicherweise mit hunnischem Ursprung, doch bleibt vieles unsicher. Sie lebten vor allem in der pontischen Steppe, die im Osten vom kaspischen Meer, im Westen durch das Schwarze Meer und im Süden durch den Kaukasus begrenzt wurde.

Um die Mitte des 5. Jahrhunderts schlugen sie mehrere benachbarte Stämme, darunter die Onoguren. Die Sabiren waren teils mit den persischen Sassaniden, teils mit den Oströmern alliiert. Im frühen 6. Jahrhundert (um 515) drangen sie in den Kaukasusraum und weiter nach Kleinasien vor. In den 570er Jahren erleiden sie eine Niederlage gegen die Oströmer und werden teils umgesiedelt. Kurz darauf wurden die Reste der Sabiren wohl zunächst von den Awaren erobert und danach von den Kök-Türken. Sie verschwanden jedenfalls aus den byzantinischen Geschichtsaufzeichnungen. In armenischen und arabischen Quellen werden jedoch Sevordik und Savardija erwähnt, die mit den Sabiren identisch sein dürften.

Es wird teils angenommen, dass ein Stamm oder Rest der Sabiren genannt Suaren sich an der mittleren Wolga niederließ, wo sie später mit den Wolga-Bulgaren verschmolzen. Tatsächlich wurde eine der früheren Städte der Wolga-Bulgaren Suar oder Suwar genannt. Heute nehmen manche Historiker der Tschuwaschen an, dass ihre Nation teilweise auf die Sabiren zurückgeht.

Gewisse russische Historiker, u.a. Lew Gumiljow glauben, dass der slawische Stamm der Sewerjanen, Bewohner der Kiewer Rus und später von Russland und der Ukraine, die ethnische Gruppe genannt Sewrjuki Nachkommen der Sabiren sein könnten. Gumilew hebt dabei heraus, dass die Sewrjuki sich von den anderen Russen und Ukrainern bis zum 17. Jahrhundert unterschieden und dass es immer noch Orte gibt mit daran angelehnten Namen gibt, wie etwa Nowgorod-Sewerski. Gumilew stimmt dabei mit denen überein, die annehmen, dass die Sabiren ein Teil der Hunnen waren, aber dabei nicht aus dem Turk-Bereich abstammen, sondern vielmehr den Ugriern zuzuordnen seien.

Literatur

  • Burchard Brentjes, L. Bretanizki, B. Weimarn: Die Kunst Aserbaidschans vom 4. bis zum 18. Jahrhundert. Leipzig 1988, S. 11
  • Burchard Brentjes: Die Ahnen Dschingis-Chans. Berlin 1988, S. 111
  • Walter Pohl: Die Awaren. Ein Steppenvolk in Mitteleuropa 567–822 n. Chr. 2. Auflage. Beck, München 2002, S. 24ff.

Weblinks


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