Richard Engelmann (* 13. Dezember 1844 in Nebra (Unstrut); † 28. September 1909 in Graz) war ein deutscher klassischer Archäologe, Gymnasiallehrer und Journalist.

Engelmann studierte an den Universitäten in Berlin und Halle, wo er Schüler von Alexander Conze war und 1868 promoviert wurde. Von 1868 bis 1904 war er Lehrer am Friedrichsgymnasium in Berlin und ab 1868 Mitarbeiter für archäologische Themen in der Vossischen Zeitung. 1870–1871 bereiste er Italien und Griechenland mit dem Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts. Er war Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts und befasste sich vor allem mit griechischer und römischer Dichtung und Mythologie und der Archäologie Roms und Pompejis. Seine populären Schriften (insbesondere sein Bilder-Atlas zum Homer) fanden weite Verbreitung und wurden teilweise auch ins Englische übersetzt. 1903 wählte ihn das Österreichische Archäologische Institut zum korrespondierenden Mitglied.[1]

Schriften

  • De Ione - dissertatio archaeologica (1868)
  • Beiträge zu Euripides (1882)
  • Bilder-Atlas zum Homer (1889)
  • Bilder-Atlas zu Ovids Metamorphosen (1890)
  • Pompeji (1898)
  • Archäologische Studien zu den Tragikern (1900)
  • Antike Bilder aus römischen Handschriften in phototypischer Reproduction (1909)

Literatur

  • Houben (Hrsg.): Die Sonntagsbeilage der Vossischen Zeitung 1858–1903. Bibliographisches Repertorium II. Berlin 1904, S. 758–759 (s. v. Engelmann, Richard)
  • Professor Richard Engelmann † In: Vossische Zeitung Nr. 456 (29. September. 1909, Morgen-Ausgabe)
  • Michaela Zavadil: Ein trojanischer Federkrieg. Sitzungsberichte der phil.-hist. Klasse 781, Veröffentlichungen der Mykenischen Kommission 29. Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2009, ISBN 978-3-7001-6505-7, S. 394–395.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Beilage zur Verordnungsblatte für den Dienstbereich des Ministeriums für Kultus und Unterricht. Jahrgang 1903, Wien 1903, Stück XIII, S. 167.