Römisches Schlachtfeld bei Kalefeld


Das Römische Schlachtfeld bei Kalefeld ist ein archäologischer Fundplatz nahe dem Kalefelder Ortsteil Wiershausen im Landkreis Northeim in Niedersachsen. Auf einer Fläche von zunächst 2,0 × 0,5 Kilometer (Stand April 2009) wurden im Erdreich Fundstücke gefunden, die auf ein Gefecht zwischen Römern und Germanen in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts n. Chr. hindeuten, weshalb der Schauplatz in der Forschung auch oft als Schlachtfeld am Harzhorn bezeichnet wird. Ende 2010 wurde in etwa drei Kilometer Entfernung ein weiteres umfangreiches Fundareal entdeckt. Beide Fundorte werden von den mit den Untersuchungen beauftragten Wissenschaftlern als spektakuläre Entdeckung von außerordentlicher wissenschaftlicher Bedeutung bewertet, es sei neben der Fundregion Kalkriese das am besten erhaltene antike Schlachtfeld in Europa.[1] Es biete weltweit die einzigartige Möglichkeit, archäologische Hinterlassenschaften einer im Gefecht befindlichen römischen Armee zu untersuchen.[2] Es handelt sich neben den Römerlagern Hedemünden und Bentumersiel sowie der Fundregion Kalkriese um eine der wenigen größeren römischen Fundstellen im norddeutschen Raum.

Ausgrabungsareal von 2011 auf dem Kamm des Harzhorns. Foto von 2012, ein Jahr nach den Untersuchungen
Ausgrabungsareal von 2012 im Kammbereich, abgedeckt mit Planen

Entdeckung

Lage des Fundgebietes
Verbotsschild zu Metalldetektoren und Raubgrabungen im archäologischen Untersuchungsgebiet

Laut einer Sage befand sich am Harzhorn, einem Geländesporn über dem Nettetal unweit des Kalefelder Ortsteils Wiershausen, einst eine Burg.[3] In ihr sollen die Ritter Oldit und Dudit gelebt haben. Als ihre Burg im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, gründeten sie Oldenrode und Düderode.

Auf der Suche nach dieser mittelalterlichen Burg entdeckten Hobbyarchäologen als Sondengänger im Jahr 2000 den Fundbereich auf dem Harzhorn. Erst die Zuordnung eines der Fundstücke als vermutlich römisch veranlasste die Entdecker im Juni 2008, die zuständige Kreisarchäologin in Northeim zu informieren.[4]

Die im Spätsommer 2008 einsetzenden archäologischen Untersuchungen deuteten darauf hin, dass das Gebiet im frühen 3. Jahrhundert n. Chr. Schauplatz einer militärischen Auseinandersetzung war. Die öffentliche Bekanntgabe der Entdeckung mit Präsentation der Fundstücke am 15. Dezember 2008 sorgte deutschlandweit für Aufsehen. Sie wurde vom niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann und vom Landrat des Landkreises Northeim vorgenommen.[5] In Medienberichten war aufgrund der Pressemitteilung des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur[6] von einem archäologischen Jahrhundertfund und der Römerschlacht bei Kalefeld die Rede.

Lage

Der Vogelberg mit dem Harzhorn (links), von Nordosten gesehen, im rechten Bildbereich steil abfallende Hänge
Der Vogelberg mit flach abfallenden Hängen, von Südwesten gesehen, das Harzhorn rechts

Das Fundgebiet befindet sich etwa einen Kilometer nordöstlich von Wiershausen auf dem etwa zwei Kilometer langen und bewaldeten Höhenzug Vogelberg, der in Ost-West-Richtung verläuft. Das engere Fundgebiet ist der östliche Bereich des Vogelberges, der hier die Bezeichnung Harzhorn trägt und spornähnlich in Richtung Osten ausgebildet ist. Die Erhebung läuft als natürliche Barriere auf den östlich gelegenen Harz zu und kann in Nord-Süd-Richtung nur durch einen schmalen Pass auf der Route einer historischen Handels- und Heerstraße entlang der Leine durchquert werden. Diesen Passbereich nutzen heute die Bundesautobahn 7 und die Bundesstraße 248 auf einem etwa 300 Meter breiten Geländestreifen. Unmittelbar an diesem Gelände wird eine Grünbrücke gebaut, um die beiden größten Waldgebiete Niedersachsens, Harz und Solling, für nicht flugfähige Wildtiere zu vernetzen.[7]

Das Fundgebiet befindet sich nicht im Bereich des tieferliegenden Passes, sondern auf dem Höhenzug Harzhorn, wo die Hänge steil nach Norden abfallen und nur an wenigen Stellen passierbar sind. Laut der Arbeitshypothese vom Dezember 2008 (siehe unten) hätten germanische Truppen den Passbereich für die Richtung Süden heimkehrenden Römer versperrt. Die römischen Truppen hätten daraufhin den Pass über den Höhenzug umgangen und dort unter anderem über den steilen Nordhang einen Durchgang mit einem erfolgreichen Infanterieangriff und Fernwaffenunterstützung (Torsionsgeschütze, Pfeile) freigekämpft.

Forscherteam

Grabungsleiter Michael Meyer auf dem Ausgrabungslände, 2012

Nach der ersten Fundmeldung 2008 bildete sich zur Suche und Koordination des weiteren Vorgehens ein Forscherteam. Ihm gehören die Kreisarchäologin des Landkreises Northeim Petra Lönne, der Bezirksarchäologe Michael Geschwinde vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege (Stützpunkt Braunschweig) sowie vom Landesamt der Grabungstechniker Thorsten Schwarz und der Prospektionstechniker Michael Brangs an.

In Erweiterung dazu bildete sich das Forschungsprojekt Harzhorn zur weiteren wissenschaftlichen Begleitung.[8][9] Ihm gehören der provinzialrömische Archäologe Günther Moosbauer von der Universität Osnabrück, der Numismatiker Frank Berger vom Historischen Museum Frankfurt, Felix Bittmann vom Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung, der niedersächsische Landesarchäologe Henning Haßmann und der Prähistoriker Michael Meyer vom Institut für prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin an. Beratend wirkt der emeritierte Althistoriker Horst Callies von der Universität Hannover mit. Finanziell gefördert wird das Forschungsprojekt Harzhorn durch das Forschungsförderprogramm „PRO Niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Fundsuche

Seit den ersten Funden im Jahre 2008 hält die Suche im näheren und weiteren Untersuchungsgebiet um das Harzhorn an. Da anhand der bisherigen Fundstücke die Anwesenheit einer größeren römischen Armeeeinheit anzunehmen ist, wird nach weiteren Kampfplätzen, Auf- und Abmarschwegen sowie nach Lagerplätzen geforscht, ohne dass ein Ende der Fundsuche absehbar ist. Die archäologische Prospektion dazu führt ein Team der Kreisarchäologie Northeim und des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege durch. Zum Einsatz kommt dabei die Schlachtfeldarchäologie, deren wichtigstes Werkzeug zur Erforschung von Schlachtfeldern das Metallsuchgerät ist. Auf diese Weise ist der größte Teil der bisher rund 2000 Artefakte (Stand: 2011) gefunden worden, die vorbehaltlich weiterer Untersuchungen aus dem fraglichen Zeitraum stammen.

2009 wurden bei den Prospektionsmaßnahmen an einem Steilhang Reste eines römischen Trosswagens gefunden, der im Gefecht hinuntergestürzt sein könnte. Dabei wurden neben Wagenteilen Hufschuhe aus Eisen gefunden, die auf Maultiere als Zugtiere schließen lassen. Am Nordhang des Harzhorns fanden sich größere Konzentrationen an Waffen, die auf ein sehr heftiges Aufeinandertreffen der Gegner deuten. So steckten in einem kleinen Hangbereich etwa 40 Katapultprojektile aus Torsionsgeschützen in der Erde. Anhand ihrer Ausrichtung ließ sich die Schussrichtung rekonstruieren.[10] Insgesamt handelt es sich bei den Fundstücken größtenteils um Waffen und Waffenteile, darunter rund 50 Pfeilspitzen, etwa 130 Katapultprojektile, Speerspitzen, Rüstungsteile sowie Nägel von Legionärssandalen (Caligae). Weitere Funde waren römische Hufeisen, Reste eines Kettenhemdes, eine silberne Hülsenscharnierfibel, Zeltheringe und eine Gürtelgarnitur. Elf gefundene Münzen waren für die zeitliche Einordnung von Bedeutung. Darunter befanden sich neun Silberdenare aus der Zeit der severischen Kaiser und zwei Münzen, deren Prägung sich auf 228 n. Chr. unter Kaiser Severus Alexander festlegen ließ. Im weiteren Umfeld des Harzhorns wurden bisher weniger Waffenteile im Boden geortet. Das kann durch schwächeres Kampfgeschehen, Plünderung, Überlagerung durch Hangabrutsche und vor allem durch schlechtere Erhaltungsbedingungen im Boden begründet sein. Für die Störung von Fundsituationen kommt an manchen Stellen auch die mittelalterliche Anlage von Wölbackerfluren bis hinauf in steilere Hanglagen infrage.

Weiteres Fundgebiet

Vorstellung von Funden des neuen Fundgebietes bei einer Pressekonferenz im Januar 2012 im Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege. Von links nach rechts: Günther Moosbauer, Petra Lönne, Michael Wickmann, Johanna Wanka, Stefan Winghart, Henning Haßmann

Bereits im Jahre 2009 begannen im weiträumigen Umfeld der Fundstelle Prospektionen, bei denen auch das historische Wegenetz berücksichtigt wurde. Die systematische Suche, insbesondere mit Metalldetektoren, wurde auf einen Umkreis von bis zu zehn Kilometer in Richtung Seesen und Northeim ausgedehnt. Dabei lieferte das eingesetzte Airborne-Laserscanning-Verfahren ein plastisches Geländemodell unter Ausschaltung der störenden Vegetation durch Wald. 2010 wurde in rund drei Kilometer Entfernung südwestlich vom Harzhorn ein weiteres Fundareal am Kahlberg entdeckt.[11] Zu den dort gemachten Funden gehören unter anderem ein Teil eines römischen Helms und zwei Denare, die sich in das Zeitspektrum der bereits gefundenen Münzen am Harzhorn einfügen. Zwei dort gefundene Pila wurden vermutlich im Kampf verbogen. Außerdem wurden eine kleine Axt und ein Nackenjoch eines Zugtieres gefunden. Wegen der gefundenen Wagen- und Zugtierausrüstungen lässt dies auf ein Gefecht des römischen Trosses schließen, bei dem vor allem Nahkampfwaffen wie Lanzen zum Einsatz kamen.

Ausgrabungen

Einer der Grabungsschnitte im Jahr 2012

In den Hangbereichen herrschen für die Hinterlassenschaften im basischen Bodenmilieu mit Kalkstein im Untergrund und einer dünnen Oberbodendeckschicht größtenteils ideale Erhaltungsbedingungen. In flachen Bereichen mit abgeschwemmtem Boden hat anscheinend die Humusschicht zur Fundzersetzung beigetragen.

Die archäologischen Ausgrabungen unter Leitung des Prähistorikers Michael Meyer führen Studenten des Instituts für prähistorische Archäologie der Freien Universität Berlin durch, wobei in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 jeweils mehrwöchige Grabungskampagnen stattfanden.[12] Sie konzentrierten sich auf mögliche Befestigungsanlagen, Knochenfunde und Bereiche, in denen die Prospektion mit Metallsuchgeräten bisher keine Fundstücke ergab. Im Rahmen der Ausgrabungen wurde in einer lehmverfüllten Grube der vollständige Vorderbereich eines Pferde- oder Maultierskeletts ausgegraben. Im Mittelpunkt der vierwöchigen Ausgrabung im August 2012 stand der östliche Bereich des Bergrückens, wo bei früheren Prospektionen mit Metallsuchgeräten eine hohe Konzentration an Schuhnägeln gefunden wurde.[13] Bei der Grabung wurden drei rund 14 Meter lange und bis zu 4,5 Meter breite Grabungsschnitte angelegt, in denen Sandalennägel, Pfeilspitzen, Katapultbolzen und eine Speerspitze gefunden wurden.[14]

Fundstücke

Ein außergewöhnlicher Fund war Ende 2010 eine gut erhaltene, fast 2,5 Kilogramm schwere und nahezu 45 Zentimeter lange römische Dolabra. Auf einer Seite waren die Zeichen LEG IIII S A eingraviert.[15] Der Archäologe Günther Moosbauer entschlüsselte[16] gemeinsam mit dem Althistoriker Rainer Wiegels die Inschrift.[17] Sie ordneten das Werkzeug anhand der eingeschlagenen Schriftzeichen der Legio IIII Flavia Severiana Alexandriana (bzw. Legio IIII Flavia Felix) zu.[18][19][20][21] Diese Einheit, die im 3. Jahrhundert in ihrem Stammlager Singidunum (heute Belgrad) in der römischen Provinz Moesia superior (Obermösien) stationiert war, galt als besonders schlagkräftig.[22] Der Fund wird als weiterer Beleg für die Beteiligung von Legionären an dem Gefecht gewertet.[23] Prinzipiell ist zwar möglich, dass die Dolabra zuletzt in fremden Händen war, doch kann dies als unwahrscheinlich gelten.

Fotos von Fundstücken aus dem 2010 entdeckten Fundgebiet

Kampfrekonstruktion

Im Rahmen der Prospektionsmaßnahmen ab 2008 fanden Archäologen auf der Höhe des Harzhorns an zwei Stellen Katapultspitzen von Torsionsgeschützen und vermuten eine weitere Stelle im Tal nahe der heutigen Bundesstraße.[24] Seither fanden am früheren Kampfplatz mehrfach Schussversuche mit nachgebauten Torsionsgeschützen statt, um die Durchschlagskraft, Schussentfernung sowie Schussrichtung zu rekonstruieren. Die Geschütze waren jeweils so aufgebaut, dass sie in die Richtung feuerten, wo die Katapultspitzen ausgegraben worden sind.[25] Am 23. November 2012 führten Wissenschaftler und Studierende der Universitäten Osnabrück und Trier sowie der Universität der Bundeswehr Hamburg Schussversuche mit sechs zum Teil unterschiedlichen Geschütznachbauten durch.[26] Die bis zu 200 Kilogramm schweren Feldgeschütze, deren historische Vorbilder zwischen 200 v. Chr. bis 400 n. Chr. zum Einsatz kamen, wurden von Studierenden der Universitäten und einer Schülergruppe des Gymnasiums Ising gebaut.[27] Die Tests in Gegenwart des provenzialrömischen Archäologen Günther Moosbauer führten zu der Annahme, dass die damalige Schussentfernung am Harzhorn bei 150 Metern gelegen haben könnte. Die Geschosse können anderen Versuchen zufolge bis zu 300 Metern weit fliegen.

Fundbewertung und Arbeitshypothese

Anhand der archäologischen Funde am Harzhorn gilt bisher nur als sicher, dass ein Angriff mit Katapultprojektilen und durch Bogenschützen von Norden nach Süden stattfand. Die verantwortlichen Wissenschaftler glauben, dass die gefundenen Artefakte römischen Legionären und Auxiliartruppen zuzuordnen sind. Zunächst wollten Archäologen nicht völlig ausschließen, dass es sich um eine Auseinandersetzung germanischer Stämme gehandelt habe, ausgerüstet mit Waffen aus römischer Produktion.[28] Durch andere Funde, etwa aus dem Thorsberger Moor in Schleswig-Holstein, weiß man, dass im 3. Jahrhundert zahlreiche innergermanische Konflikte ausgetragen wurden, wobei die Krieger römische Waffen benutzten. Weitere Funde, darunter die zahlreichen Katapultprojektile aus Ballisten (Torsionsgeschütz) unter den Fundstücken am Harzhorn, sprechen nach Ansicht der Wissenschaftler jedoch inzwischen eindeutig dafür, dass hier eine größere römische Einheit, bestehend aus Infanterie, Bogenschützen, schwerer Kavallerie und Artillerie, in einen heftigen Kampf verwickelt worden war; denn davon, dass Germanen diese römische Kriegstechnik je eingesetzt hätten, ist bislang nichts bekannt. Die Stärke der Römer wird derzeit auf mindestens zwei Kohorten (1000 Mann) bis hin zu 8000 Mann geschätzt. Auch andere Fundstücke belegen inzwischen eindeutig die Präsenz kaiserlicher Soldaten. Da sie Torsionsgeschütze und Reisewagen mitführten, kann es sich bei ihnen nicht nur um einen Stoßtrupp gehandelt haben. Aus zeitgenössischen literarischen Quellen wie Herodian weiß man, dass die kaiserlichen Truppen im frühen 3. Jahrhundert oft in mehreren Säulen von jeweils einigen tausend Mann marschierten; um eine solche Marschsäule könnte es sich auch in diesem Fall gehandelt haben.

Einer Arbeitshypothese zufolge ist es wahrscheinlich, dass sich die römischen Truppen auf dem Rückmarsch aus dem Norden befanden. Der nach Süden führende Pass war offenbar von Feinden versperrt worden, wobei durch die bisherigen Ausgrabungen aber bisher keine Spuren einer Sperre, wie Verhaue oder Pfostenlöcher von Palisaden, nachgewiesen wurden. Die Legionäre mussten sich ihren Weg unter massivem Waffeneinsatz über den Höhenzug erkämpfen, statt durch die zu damaligen Zeit möglicherweise versumpfte Niederung zu marschieren. Zunächst dürfte versucht worden sein, die Anhöhe zu stürmen; nach dem mutmaßlichen Scheitern dieser ersten Attacke verlegten sich die Römer wohl auf den Einsatz von Fernwaffen. Umgekehrt ist auch möglich, dass der Einsatz der Ballisten dem Sturmangriff der Infanterie voranging. Die Fundsituation spricht dabei für einen Erfolg der römischen Einheit dank ihrer überlegenen Militärtechnik. Dass die Römer aber zugleich relativ viel Material auf dem Schlachtfeld zurückließen, deutet darauf hin, dass sie sich weiterhin bedroht fühlten und trotz des mutmaßlichen Sieges rasch weiterzogen.

Als Geschehen ist ebenso ein Überfall der Germanen auf einen römischen Tross möglich.

Das 2010 entdeckte weitere Fundareal, etwa drei Kilometer vom Harzhorn entfernt, mit Zeichen einer bewaffneten Auseinandersetzung lässt ebenfalls darauf schließen, dass es eine weiträumige Militäroperation der Römer gab, die wie erwähnt mutmaßlich in mehreren Säulen marschierten.

Zeitliche Einordnung

Datei:065 Maximinus I Thrax.jpg
Denar mit dem römischen Kaiser Maximinus Thrax

Wegen des frühen Fundes einer Münze, die den Kaiser Commodus (180–192) abbildet, sowie aufgrund der Ausrüstungsgegenstände vermuteten die Wissenschaftler zunächst lediglich, dass der Kampf nach 180 n. Chr. (Herrschaftsantritt des Commodus) und vor der Mitte des 3. Jahrhunderts, als sich die Ausrüstung der römischen Armee erheblich veränderte, stattgefunden haben müsse. Als hypothetische Datierung wurde dabei anfangs allgemein das frühe 3. Jahrhundert erwogen, wobei vor allem die Zeit der Germanienfeldzüge des römischen Kaisers Caracalla (211–217) in Frage kam. Neue Fundmünzen aus der Zeit der Kaiser Elagabal (218–222) und Severus Alexander (222–235) erlauben inzwischen eine weitere zeitliche Eingrenzung; sie schließen den Germanienkrieg Caracallas nun als Kontext aus und deuten nunmehr mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auf die Regierungszeit des Kaisers Maximinus Thrax (235–238) hin.[29] Der Numismatiker Frank Berger datierte die Schlacht zunächst etwas vorsichtiger auf den Zeitraum zwischen 230 und 235 n. Chr. Die jüngste bislang gefundene eindeutig datierbare Münze, ein Silberdenar aus dem Jahr 228, bildet als Schlussmünze einen Terminus post quem (siehe oben). Damit ist der frühestmögliche Zeitpunkt des Gefechts festgelegt.[30] Einige gefundene Speerspitzen hatten zudem noch alte, unverkohlte Holzreste in ihrem Schaft, die mit der C14-Methode auf ein Alter von etwa 1800 Jahren (+/– 30 Jahre) datiert wurden. Ähnlich, mit der Enddatierung auf 240 n. Chr., fiel die Analyse von ausgegrabenen Knochenresten eines Zugtieres aus.

Damit ergibt sich in der Kombination des numismatischen und archäologischen Befundes mit den Ergebnissen der naturwissenschaftlichen Untersuchungen ein Zeitfenster von 228 bis etwa 240 n. Chr. Der aktuellen Einschätzung zufolge (2012) wird für am wahrscheinlichsten gehalten, dass das Kampfgeschehen am Harzhorn sich im Sommer oder Herbst 235 n. Chr. ereignete und in den Kontext des großen Germanienfeldzugs des Maximinus Thrax gehört.[31]

Geschichtliche Einordnung

Bedeutsam ist in diesem Zusammenhang die Nachricht der spätantiken Historia Augusta (Max. duo. 12,1), Kaiser Maximinus sei im Jahr 235 von Mainz aus mit seinen Truppen zwischen 300 (trecenta) und 400 (quadringenta) Meilen tief in germanisches Gebiet vorgestoßen, was in der Tat dem nördlichen Niedersachsen entspräche.[32] Da man eine solche Operation aber für unmöglich hielt, wurde diese Angabe der Handschriften in den neuzeitlichen Editionen des Textes stets zu triginta und quadraginta (30 bzw. 40 Meilen) „korrigiert“ – angesichts der Funde von Kalefeld vermutlich ein schwerer Irrtum.[33] 233 hatten Germanen römisches Gebiet verwüstet, 235 kam es dann unter dem neuen Kaiser Maximinus zu dem bereits von Severus Alexander vorbereiteten Gegenschlag Roms. Dafür, dass die Legio IIII Flavia Felix in diesem Feldzug eine besondere Rolle spielte, spricht der Umstand, dass sie von Maximinus den Ehrennamen Legio IIII Flavia Maximiniana erhielt, also nach ihm selbst benannt wurde.[34] Dies könnte eine Auszeichnung für besondere Tapferkeit, mutmaßlich während des Germanienfeldzuges, gewesen sein. Dass die Legion an einer expeditio Germaniae teilnahm, ist daneben auch durch die Grabinschrift des Aurelius Vitalis, eines ihrer Soldaten, aus Speyer belegt.[35] Der Archäologe Michael Meyer ist nach mehrjährigen Ausgrabungskampagnen am Harzhorn mittlerweile sicher, dass Maximinus Thrax das römische Heer am Harzhorn angeführt hat.[36]

Die Historia Augusta berichtet weiter, man habe germanische Verbände in einer großen „Schlacht im Moor“ (proelium in palude) besiegen können, an der der Kaiser persönlich beteiligt gewesen sei. Maximinus sei zeitweilig von seinem Heer getrennt worden und in einen Sumpf geraten, bevor seine Truppen ihn hätten befreien können. Dabei sei es zu einem schweren Gefecht gekommen, das angesichts des sehr feuchten Geländes geradezu einer Art Seeschlacht geglichen habe. Ob diese knappe, literarisch überformte Schilderung sich auf das Schlachtfeld bei Kalefeld beziehen lässt, ist bislang unklar. Fest steht aber, dass der Kaiser seinen Feldzug als großen Sieg feiern ließ und dem römischen Senat in einem schriftlichen Bericht mitteilte, er habe Germanien bezwungen (Max. duo. 12,5).

Der griechische Geschichtsschreiber Herodian, der im Unterschied zum Verfasser der Historia Augusta (dem sein Werk als eine Quelle diente) ein Zeitgenosse der Ereignisse war, berichtet:

Maximinus drang tief in germanisches Gebiet vor, machte viel Beute und überließ seinen Truppen alles Vieh, dessen man habhaft wurde. Die Germanen indessen hatten die Ebenen und die baumlosen Gegenden geräumt und sich in die Wälder und Sümpfe zurückgezogen, so dass die Kämpfe dort stattfinden würden, wo die dicht stehenden Bäume die Geschosse und Pfeile ihrer Feinde wirkungslos machen sollten, und wo die tiefen Moore die Römer bedrohen würden, die die Landschaft nicht kannten […]. Und so fanden die meisten Gefechte in solchen Gebieten statt, und hier geschah es auch, dass der Kaiser selbst und sehr mutig an einer Schlacht teilnahm: Als die Germanen sich in eine große, feuchte Senke zurückzogen und die Römer zögerten, ihnen nachzufolgen, stürzte sich Maximinus selbst in die Niederung, bis das Wasser bis zum Bauch seines Pferdes stand; und so hieb er auf die Feinde ein, die ihn umringten. Da fassten die Soldaten, beschämt darüber, dass sie ihren Kaiser, der an ihrer Stelle kämpfte, derart im Stich ließen, Mut und griffen ebenfalls an. Eine große Zahl Männer fiel auf beiden Seiten, doch während viele Römer ihr Leben ließen, wurde fast die ganze barbarische Armee vernichtet, und der Kaiser war der hervorragende Mann auf dem Schlachtfeld […]. Noch weitere Kämpfe fanden statt, bei denen Maximinus aufgrund seiner persönlichen Beteiligung Ruhm erwarb, da er stets eigenhändig mitfocht und in jedem Gefecht der beste Krieger auf dem Schlachtfeld war […]. Er drohte und war entschlossen, alle germanische Stämme bis hin zum Meer zu besiegen und zu unterwerfen.[37]

Als es Winter wurde, zog sich der Kaiser mit seinen Männern an den Rhein zurück. In den beiden folgenden Jahren bekämpfte er die germanischen Stämme nördlich der Donau; doch die Feldzüge fanden ein abruptes Ende, als Maximinus im Sechskaiserjahr 238 den Tod fand.[38]

Folgen für die Geschichtswissenschaft

Die Ereignisse bei Kalefeld spielten sich über 200 Jahre nach der Varusschlacht und den Feldzügen des Germanicus (bis 16 n. Chr.) ab. Diese Vorgänge stellten das Ende des römischen Versuchs dar, den gesamten Raum bis zur Elbe fest in das Imperium einzubeziehen. Allerdings dehnten die Römer in der darauffolgenden Zeit ihre Grenzbefestigungen auf germanisches Gebiet aus, um die Verteidigungslinien zu verkürzen, und integrierten damit auch das fruchtbare Dekumatland in ihr direktes Herrschaftsgebiet. Doch römischer Einfluss reichte über die Provinzgrenzen hinaus. Die Forschung weist seit langem auf das hohe Maß an kultureller und wirtschaftlicher Interaktion zwischen dem Römischen Reich und der Magna Germania hin. Bis ins späte 4. Jahrhundert werden zudem immer wieder römische Feldzüge nach Germanien erwähnt, die zumeist der Abschreckung oder Rache dienen sollten.

Die eindeutige Feststellung einer so späten römischen Militäraktivität so weit nordöstlich des Rheins hat dennoch eine bedeutende Wirkung auf die bisherige Darstellung der römischen Geschichte auf heutigem deutschem Boden,[39] nicht zuletzt in Hinblick auf die Bewertung literarischer Quellen zu diesem Zeitraum.

Römische Quellen – namentlich Cassius Dio, Herodian und die besagte Historia Augusta – berichten von größeren Feldzügen östlich des Rheins und nördlich der Donau im 3. Jahrhundert, insbesondere für die Regierungszeit der Kaiser Caracalla (im Jahr 213) und, wie gesagt, Maximinus Thrax (im Jahr 235). Dies ist unter Althistorikern seit langem bekannt. Für diese literarische Überlieferungen fehlte bis 2008 aber ein archäologischer Beleg in der Magna Germania. Vor allem aber war sich die Forschung über den tatsächlichen Radius dieser Militäroperationen im unklaren und nahm in aller Regel nur sehr begrenzte militärische Unternehmungen in relativer Nähe zum Limes an. Die wenigen anderslautenden Hinweise in literarischen Quellen galten als unglaubwürdige Übertreibung.

Hierin liegt die hauptsächliche historische Bedeutung des Fundortes bei Kalefeld: Wenn sich die bisherige Interpretation der Funde bestätigen sollte, so war das Innere Germaniens tatsächlich noch im 3. Jahrhundert Ziel römischer Militäroperationen. Dass römische Legionäre in der Zeit der beginnenden Reichskrise des 3. Jahrhunderts nicht nur im Limesvorland operierten, sondern bis ins heutige Norddeutschland vorstießen, hätten bis 2008 die wenigsten Forscher für möglich gehalten. Literarischen Quellen zufolge dienten die römischen Feldzüge nämlich vor allem der begrenzten Vorfeldsicherung der römischen Reichsgrenze an Rhein und Donau sowie (im Rahmen von Vergeltungsfeldzügen) dem Schutz des Dekumatlandes, das um 260 dennoch geräumt wurde (Limesfall). Erwägen muss man nun aber, dass sich der direkte römische Einfluss, gegebenenfalls eben militärisch untermauert, womöglich noch 225 Jahre nach der Varusschlacht viel weiter in das Innere Germaniens erstreckte, als man lange Zeit annahm.

Präsentation

Dauereinrichtung vor Ort

Datei:Harzhorn Fundstücke mit Harzhornlogo.jpg
Pressepräsentation von Fundstücken auf dem Tisch, dahinter touristisches Logo zur Harzhorn-Schlacht
Vorübergehender Informationspunkt der Archäologie des Landkreises Northeim in einem ausrangierten Bus am Harzhorn

Nach umfangreichen Prospektionen und Fundbergungen wurde im Mai 2010 das Fundgebiet des Harzhorns der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seither finden für Besucher regelmäßig Führungen über das Gelände statt, die von ausgebildeten Harzhorn-Guides vorgenommen werden. Außerdem sollen im Fundgebiet Infopunkte eingerichtet werden.[40] Die Fundstücke sind wegen anhaltender Restaurierungen und Untersuchungen bisher (2012) noch nicht ausgestellt.

Seitens des Landkreises Northeim sowie der Gemeinden Kalefeld und Bad Gandersheim ist vorgesehen, das Gelände unter dem Slogan „Römerschlacht am Harzhorn“ als archäologisches Freilichtmuseum touristisch zu nutzen. Dazu wurde ein Logo entwickelt und als Markenzeichen gesichert. Die Technische Hochschule Aachen erarbeitete ein touristisches Konzept, das am 9. Mai 2012 bekannt gegeben wurde.[41] Demnach soll die touristische Erschließung in drei Stufen erfolgen. Unter Federführung des Landkreises Northeim[42] wird bis zur geplanten Niedersächsischen Landesausstellung „Römer in Niedersachsen“ 2013 in Braunschweig auf dem Gelände eine touristische Infrastruktur mit Wegen, Schildern und einer Info-Box aufgebaut.[43] Die zweite Stufe ab 2015 besteht in der regionalen Einbindung mit Radwegen sowie dem Bau eines Aussichtsturms und einer Anbindung an das Römerlager Hedemünden durch eine „Römer-Autobahn“. Am Ende könnte ab dem Jahr 2015 ein Besucherzentrum für fünf Millionen Euro entstehen.

Ende 2012 wurden die Planungen zur ersten Ausbaustufe im Jahre 2013 bekannt, für die Kosten von rund 620.000 Euro veranschlagt werden. Dazu gehören der Bau eines Zufahrtsweges, eines Besucherparkplatzes, eines Info-Gebäudes sowie die Aufstellung von Info-Stationen im Gelände.[44]

Temporäre Ausstellung

Eine öffentliche Präsentation der Schlacht am Harzhorn sowie des Lebens von römischen Legionären und Germanen im 3. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung von Kaiser Maximinus Thrax ist im Jahre 2013 als Niedersächsische Landesausstellung im Braunschweigischen Landesmuseum geplant, wofür das Land Niedersachsen insgesamt eine Million Euro der insgesamt 1,8 Millionen Euro Ausstellungskosten bereitstellt.[45][46] Die Schau findet vom 1. September 2013 bis zum 19. Januar 2014 statt.[47] Bei der Ausstellung ist unter anderem geplant, das Schlachtfeldgelände mit einem 3D-Modell zu präsentieren, das gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt entworfen wird. An Ausstellungsgegenständen sind 600–800 Exponate der 2500 Fundstücke vom Schlachtfeld sowie eine zeitgenössische Büste von Maximus Thrax aus den Kapitolinischen Museen in Rom vorgesehen.[48]

Begleitet wird die Landesausstellung im Themenzusammenhang durch Projekte des Naturhistorischen Museums Braunschweig (Wildes Germanien) und des Herzog Anton Ulrich-Museums (Römer und Germanen beim Schachspiel).[49]

Filmdokumentationen

  • Rätsel Römerschlacht, Fernsehdokumentation des NDR Fernsehens von 2008[50]
  • Die Schlacht am Harzhorn – Roms letzter Feldzug nach Germanien (Dokumentation, 2010)[51]
  • Roms Rache, Dokumentation in der Reihe ZDF-History (Ausstrahlung 6. November 2011, online)
  • Terra X – Deutschlands Supergrabungen, ZDF-Fernsehsendung, 2012

Literatur

  • Ulrike Biehounek: Die Revanche der Römer. In: Bild der Wissenschaft. Heft 6, 2010, S. 84–89.
  • Michael Geschwinde u. a.: Roms vergessener Feldzug. In: 2000 Jahre Varusschlacht. Konflikt. Herausgegeben von Museum und Park Kalkriese. Theiss, Stuttgart 2009, S. 228 ff.
  • Gustav Adolf Lehmann: Imperium und Barbaricum. Neue Befunde und Erkenntnisse zu den römisch-germanischen Auseinandersetzungen im nordwestdeutschen Raum – von der augusteischen Okkupationsphase bis zum Germanien-Zug des Maximinus Thrax (235 n. Chr.). Wien 2011, S. 102 ff.
  • Ralf-Peter Märtin: Die Rache der Römer. National Geographic, Juni 2010, S. 66–93.

Weblinks

Anmerkungen

  1. Michael Geschwinde, Petra Lönne, Günther Moosbauer unter Mitarbeit von Michael Brangs und Thorsten Schwarz: Das Geheimnis der Dolabra. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 4/2011
  2. Das Schlachtfeld am Harzhorn: Neue archäologische Untersuchungen 2009 und 2010. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 1/2011, S. 25.
  3. H. Danne: Sagen aus Olderode-Düderode, auf der Website der Ortschaft Düderode
  4. Erste Römerfunde vor zehn Jahren, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 6. Januar 2010
  5. Römisches Schlachtfeld am Harzrand entdeckt, Archäologie Online, 15. Dezember 2008
  6. Petra Wundenberg: Archäologischer Jahrhundertfund, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur (Pressemitteilung), 15. Dezember 2008
  7. Wildautobahn quert A7 am Harzhorn, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 21. November 2011
  8. Michael Meyer: Römisches Schlachtfeld auf dem Harzhorn bei Northeim, Freie Universität Berlin, 2009
  9. Die Römerschlacht am Harzhorn, GeschiMag, das Online-Magazin für Geschichte, 20. April 2009
  10. Ulrike Biehounek: Die Revanche der Römer, Bild der Wissenschaft Online 6/2010
  11. Römer kämpften auch am Kahlberg – Pionieraxt gibt viele Aufschlüsse, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 11. Januar 2012
  12. Eva Werler: Neue Grabungen am Harzhorn, Norddeutscher Rundfunk Online, 9. August 2011
  13. Start der diesjährigen Ausgrabungskampagne : Römisch-germanisches Schlachtfeld 
Harzhorn, Deutschland today, 1. August 2012
  14. Schlachtfeld am Harzhorn: 20 Archäologiestudenten bei Sommergrabung, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 22. August 2012
  15. Roms vierte Legion führte Krieg in Germanien, Die Welt, 8. Januar 2012
  16. Martin Sommer: Roms vergessene Schlacht, Kreiszeitung Online, 12. Januar 2012
  17. Dankwart Guratzsch: Sensationsfund : Geschichte Großgermaniens vor der Neuinterpretation, Die Welt, 11. Januar 2012
  18. Michael Geschwinde, Petra Lönne, Günther Moosbauer unter Mitarbeit von Michael Brangs und Thorsten Schwarz: Das Geheimnis der Dolabra. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 4/2011
  19. Dietmar Vonend: Das Geheimnis der Dolabra führt in das Jahr 235. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 1/2012
  20. Inschrift auf Streitaxt : Römische Legion aus Serbien am Harzhorn, Göttinger Tageblatt, 11. Januar 2012
  21. Florian Arnold: Wie die Axt im Germanenwalde, Braunschweiger Zeitung Online, 11. Januar 2012
  22. Thomas Brock: Römischer Waffenfund : Die Axt vom Harzhorn, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Januar 2012
  23. Michael Geschwinde, Petra Lönne, Günther Moosbauer unter Mitarbeit von Michael Brangs und Thorsten Schwarz: Das Geheimnis der Dolabra. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 4/2011
  24. Schlacht am Harzhorn: Germanen im Kreuzfeuer (mit Videofilm), Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 23. November 2012
  25. Nachgebaut : Römer-Artillerie auf antikem Schlachtfeld getestet, Die Welt, 23. November 2012
  26. Antikes Kriegsgerät getestet : Römische Artillerie feuert auf Harzhorn, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 23. November 2012
  27. Römische Feldgeschütze am Harzhorn, Universität Osnabrück (Pressemitteilung), 23. November 2012
  28. Vorsichtige Zweifel äußerte zunächst etwa der Althistoriker Ralf Urban von der Universität Erlangen-Nürnberg: „Die Römer warfen keine Waffen weg“ : Erlanger Althistoriker hat Zweifel am Sensationsfund (Interview), Nürnberger Zeitung, 16. Dezember 2008; Sensationsfund: Forscher entdecken Reste römischer Waffen, Spiegel Online, 11. Dezember 2008
  29. Andreas Austilat: Geschichte : Die Römerschlacht an der Autobahn, Tagesspiegel, 26. August 2010
  30. Ralf-Peter Märtin: Die Rache der Römer, National Geographic 6/2010, S. 66 ff.
  31. Das Schlachtfeld am Harzhorn: Neue archäologische Untersuchungen 2009 und 2010. In: Berichte zur Denkmalpflege in Niedersachsen 1/2011
  32. Allgemein zum Feldzug (mit Berücksichtigung der Schlacht) siehe nun Gustav Adolf Lehmann: Imperium und Barbaricum. Neue Befunde und Erkenntnisse zu den römisch-germanischen Auseinandersetzungen im nordwestdeutschen Raum – von der augusteischen Okkupationsphase bis zum Germanien-Zug des Maximinus Thrax (235 n. Chr.). Wien 2011, S. 102–112.
  33. Vgl. zu der fraglichen Textstelle auch K.-P. Johne: Die Römer an der Elbe. Berlin 2006, S. 262 f., der aber noch einen Kopierfehler und einen bescheidenen Umfang des Feldzugs annimmt
  34. AE 1952, 186
  35. ILS 2310
  36. Nicolaus Schröder: Römerschlacht im Harz : Archäologen legen das Schlachtfeld eines recht unbekannten Feldzugs frei, Deutschlandfunk, 17. September 2012
  37. Herodian 7,2,5–9
  38. Vgl. dazu Henning Börm: Die Herrschaft des Kaisers Maximinus Thrax und das Sechskaiserjahr 238. In: Gymnasium 115, 2008, S. 69–86.
  39. Berthold Seewald: Schlachtfeld entdeckt : Hier metzelten Römer die Germanen nieder, Die Welt, 15. Dezember 2008
  40. Neue Funde bei Dögerode steigern Interesse, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 12. Januar 2012
  41. Das Erlebniszentrum am römisch-germanischen Schlachtfeld soll bis 2015 kommen : Zwei Schritte fürs Harzhorn, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 20. April 2012
  42. Schaugelände am Römer-Schlachtfeld soll 2013 fertig sein : Kreis Northeim will das Harzhorn selbst erschließen, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 29. Juni 2012
  43. Bis 2013 erste Wege, Schilder und Info-Box für Römer-Gelände, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 10. Mai 2012
  44. Kreis-Denkmal-Stiftung fördert Harzhorn, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 20. Dezember 2012
  45. Land fördert Harzhorn, Deutschland today, 22. November 2011
  46. „Roms vergessener Feldzug" : Landesausstellung 2013 zeigt römische Armee in Aktion, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 30. Dezember 2012
  47. Imke Caselli: Die Römer kommen nach Braunschweig, Norddeutscher Rundfunk, 1. Oktober 2012
  48. Ausstellung: Schlacht am Harzhorn wird wieder lebendig, Hessische/Niedersächsische Allgemeine Online, 1. Oktober 2012
  49. Die Römer kommen! live-PR.com, 4. Oktober 2012
  50. „45 Min – Rätsel Römerschlacht“: spannender archäologischer Krimi über einen Sensationsfund, Norddeutscher Rundfunk, 30. August 2010
  51. Florian Dedio, Georg Schiemann: Die Schlacht am Harzhorn – Roms letzter Feldzug nach Germanien, Cinefacts, 2010

51.83238310.104976Koordinaten: 51° 49′ 57″ N, 10° 6′ 18″ O


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