Römisches Militärlager


Castrum ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Siehe auch: Castrum (Begriffsklärung).
Rekonstruktionsversuch des mittelkaiserzeitlichen Hilfstruppenkastells Biriciana am Limes in Bayern.
Modell des römischen Legionslagers in Bonn

Das Römische Militärlager (lat. Castrum, Einzahl; Castra, Mehrzahl; für: befestigter Ort; auch Kastell, von lateinisch castellum, Verkleinerungsform von castrum), war ein wesentliches Element des römischen Heerwesens. Zusätzlich zu seiner Funktion als Ausgangspunkt für militärische Operationen oder als kurzfristiger Standort vor Schlachten hatten insbesondere die ständigen Garnisonen aufgrund ihrer Wirtschaftskraft wesentlichen Anteil an der Romanisierung der eroberten Gebiete. Zahlreiche Städtegründungen gehen auf ursprünglich militärische Standorte der Römer zurück.

Die Größe der Anlagen richtete sich nach den jeweiligen Erfordernissen, wobei es neben Garnisonen auch Nachschublager gab. Ebenso sind militärische Fundplätze bekannt, die möglicherweise unter anderem spezielle Aufgaben zu erledigen hatten. Ein wesentlicher Faktor für den Umfang römischer Kastelle ist zudem die historische Entwicklung in Zusammenhang mit den baulichen Strukturen, da sich deren Aussehen im Laufe der Jahrhunderte stark wandelte.

Quellen

Neben den archäologischen Grabungen an den architektonischen Resten bildet besonders die schriftliche Überlieferung eine wesentliche Grundlage zum Verständnis römischer Lager. Zwei militärtheoretische Schriften der Antike sind hierzu besonders wichtig. Das eine ist ein nur unvollständig erhaltener, kurzer Text mit dem Titel De munitionibus castrorum (Von den Befestigungen der Kastelle), der aus einem Sammelwerk stammt, das ein Vermessungstechniker namens Hyginus Gromaticus zusammengestellt hat. Hygin ist allerdings nicht der Autor dieser militärischen Schrift unbekannten Ursprungs. Daher wird er in der Fachliteratur im Zusammenhang mit De munitionibus castrorum auch als Pseudo-Hygin bezeichnet. Der Entstehungszeitraum dieser Schrift wird mit dem 1. oder 2. Jahrhundert n. Chr. in Verbindung gebracht. Das andere Werk, Epitoma rei militaris (Abriss des Militärwesens), stammt von Flavius Vegetius Renatus und wurde im 4. Jahrhundert n. Chr. geschrieben. Vegetius schöpft aus einer Vielzahl von teils wesentlich älteren Quellen, die mehr als ein halbes Jahrtausend römischer Militärgeschichte umfassen. Da er diese Quellen jedoch nicht einzeln nennt, vermischen sich in der Schrift viele Aspekte einer jahrhundertelangen Entwicklung des römischen Heerwesens zu einem heute größtenteils nicht sauber trennbaren Surrogat. In der Forschung wird diese Schrift daher sehr vorsichtig verwendet. Ein anderer Autor, der griechische Historiker Polybios, bringt Einzelheiten römischer Marschlager vom Ende des 3. bis zur Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. Hundert Jahre später erwähnt Caesar viele Einzelheiten über die Bauweise der Lager zu seiner Zeit. Das Militärwesen der Kaiserzeit, wird durch Flavius Arrianus greifbar, der als Historiker zur Zeit Kaiser Hadrians bekannt ist. Daneben bilden bei Ausgrabungen aufgefundene Dokumente, Briefe und Urkunden sowie Steininschriften eine wichtige Quelle.[1]

Grundformen während der Prinzipatszeit

Der Ursprung der späteren festen Kastellbauten war das Feldlager der römischen Republik. Der Aufbau eines solchen Lagers war straff vereinheitlicht, da es nach jedem Marsch gegen Abend neu errichtet werden musste. Dazu war es notwendig, dass die große Zahl der Menschen, die an einer militärischen Operation teilnahmen, zu jeder Zeit wusste, was zu tun war und wie sie sich in dem Lager zurechtzufinden hatten. Diese Abläufe folgten einer stets gleichen Mechanik, die jede Art von Nachfragen erübrigte. Daher war ein rascher und professioneller Lageraufbau auch in Ausnahmesituationen gewährleistet. Aufgrund dieser Vorgaben war es ein bezeichnendes Merkmal des römischen Marschlagers, dass es keine Rücksichten auf das Gelände nahm, in dem es entstand. Das Ideal eines reibungslosen Zusammenspiels, das auf unnötige Kommunikation verzichtete und sich auf das Wesentliche beschränkte, war ein wichtiger Baustein für den Erfolg Roms.

Die Einhaltung der rechteckigen oder quadratischen Grundform sowie die Innenbebauung eines Kastells konnten bereits bei den leichtbefestigten längerfristigen Lagern der späten Republik stark vom Normschema abweichen, wenn es die Bedingungen erforderlich machten. Insbesondere die Standlager während der Eroberungszüge in Germanien zur Zeit des Augustus (31 v. Chr. – 14 n. Chr.) weichen in einigen Fällen deutlich von der Regelkonzeption ab. Mit dem Ausbau und der Befestigung der Grenzen während der nachfolgenden Generationen werden die Vorgaben deutlich straffer gehandhabt. Mit den gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen des 3. Jahrhunderts setzen sich nach grundlegenden militärischen Reformen neue, individueller zu handhabende Grundmodelle für den Aufbau von Kastellen durch, die nicht nur vielfach versuchen, den gewählten Standort strategisch bestmöglich zu nutzen, sondern auch den bisherigen kasernenartigen Garnisonscharakter zugunsten festungsartiger Bauweisen aufgeben.

Römisches Kastell; die obere Seite ist dem Feind zugewandt 1 Principia 2 Via Praetoria 3 Via Principalis 4 Porta Principalis Dextra (rechtes Tor) 5 Porta Praetoria (Haupttor) 6 Porta Principalis Sinistra (linkes Tor) 7 Porta Decumana (Hintertor) Die Straße von der Porta Decumana bis zur Via Principalis ist die Via Decumana

Die ständigen römischen Kastelle der Kaiserzeit wurden bis in das 3. Jahrhundert n. Chr. nach einem offensichtlich stark vereinheitlichten Grundschema angelegt. Sie folgten in ihrer Anlage dem Prinzip der älteren Marschlager. Die sehr häufig rechteckige Lagerumwehrung besaß zumeist abgerundete Ecken, in denen Wachtürme standen. Nach allen vier Himmelsrichtungen öffnete sich meist je ein Tor, durch das die vier Lagerhauptstraßen rechtwinkelig traten und im Mittelpunkt des Kastells zusammenliefen. Die wichtigste Ausfallstraße war die Via praetoria, welche zum Haupttor (Porta praetoria; 5) hinausführte. Dort befand sich auch die Prätorialfront, die dem Feind zugewandte Lagerseite. Zu den beiden Schmalseiten führte die Via principalis dextra und die Via principalis sinistra an deren Endpunkt die Porta principalis dextra (4; das rechte Tor) und die Porta principalis sinistra (6; das linke Tor) lag. Rückwärtig befand sich die Via decumana, die mit der Porta decumana (7) korrespondierte. Am Kreuzungspunkt der beiden Hauptstraßen, genannt Locus gromae, nach dem Vermessungsinstrument Groma, mit dem das Lager von hier aus vermessen wurde, lagen die Principia (1), das Stabsgebäude. Meist links oder rechts des Stabsgebäudes befand sich das Praetorium, das Wohnhaus des Kommandeurs sowie der Getreidespeicher (Horreum). Der Bereich zwischen der Via principalis und der Porta praetoria wurde Praetentura (Vorderlager) genannt, der Bereich zwischen der Rückseite des Stabsgebäudes und der Porta decumana hieß Retentura (Hinterlager). Nach Hygin verläuft die Via quintana parallel zur Via principalis, jedoch hinter dem Mittelstreifen des Lagers (Latera praeetorii). Eine weitere wichtige Straße befindet sich im Intervallum, dem Raum zwischen Wehrmauer/Wall und der angrenzenden Innenbebauung des Kastells. Dort führt die Lagerringstraße (Via sagularis) rund um alle Baulichkeiten der Anlage. Innerhalb der Befestigung konnte es verschiedenste Einrichtungen geben, die sich nach den jeweiligen Erfordernissen richteten.

Marschlager

Das Lager des Polybios

Das Marschlager einer Doppellegion mit Verbündeten nach Polybios im 2. Jahrhundert v. Chr.

Das abendliche, von Wall und Graben umwehrte Marschlager der römischen Armee stellt sich nach den beiden überlieferten Plänen teilweise recht verschieden dar. Das von Polybios im 2. Jahrhundert v. Chr. vorgestellte bausteinartige Konzept ist für eine Doppellegion, Reiterei, Verbündete, Hilfstruppen und Leibgarde vorgesehen, insgesamt 18.600 Mann. Dieser Bauplan eines rund 600 × 600 Meter (je 2017 römische Fuß) großen, quadratischen Lagers mit je einem Tor an jeder Längsseite, konnte ohne Schwierigkeiten auch auf kleinere Truppenkontingente herunter gerechnet werden. Vom zukünftigen Standort des Praetoriums, dem Feldherrenzelt aus, wurde mit der Vermessung des Flächenrasters begonnen, wobei im Gelände mehrfarbige Fähnchen zum Einsatz kamen. die Fläche vor dem Feldherrenzelt wurde Principia genannt. Nach diesem Wort erhielt die Lagerstraße, die diesen Platz in ihrer Mitte durchschnitt, den Namen Via principalis. Diese Straße war bei Polybios rund 30 Meter (100 Fuß) breit. Die Via praetoria sollte indes nur die halbe Breite besitzen. Links und rechts des Praetoriums befand sich das Forum und das Quaestorium daran grenzen ebenfalls links- und rechtsseitig die Zelte der teilberittenen Leibgarde, der Equites und Pedites extraordinarii an. Vor diesen Einrichtungen, lagerten entlang der Via principalis die zwölf Legionstribunen, je sechs pro Legion. Hinter diesen Einrichtungen war der Standort für Hilfstruppen aller Art vorgesehen. Auf der gegenüberliegenden Seite der Via principalis wurde Platz für die beiden Legionen sowie für die Verbündeten geschaffen. Während die Legionäre gestaffelt entlang der Via praetoria untergebracht wurden, lagerten die Verbündeten in dem verbleibenden Raum zwischen dem Intervallum und den Legionen. Das Intervallum, der rund um im Inneren des Lagers von den Truppen unbewohnte verbleibende Raum war bei Polybios rund 60 Meter (200 Fuß breit). Der Platz wurde benötigt um im Verteidigungsfall die Bewegungsfreiheit der Soldaten nicht zu beschränken, die Zelte außerhalb der Reichweite von Geschossen zu halten und das im Tross mitlaufende Vieh sowie die Beute sicher zu halten.[2]

Das Lager des Pseudo-Hygin

Das Lager für drei Legionen und Hilfstruppen nach De munitionibus castrorum.

Erst viele Generationen später, vom Ende des 1. oder aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. ist ein weiteres Idealmodell zum römischen Marschlager durch den Pseudo-Hygin überliefert. Die offensichtlichen Unterschiede zwischen diesem und dem Lager des Polybios könnten eine konzeptionelle Entwicklung der Marschlager anzeigen, die es sicherlich gegeben haben muss, da sich die römische Armee seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. deutlich in ihrem Aufbau und der Militärtechnik verändert hatte. Das ebenfalls mit Wall und Graben ausgestattete, 687 × 480 Meter (2320 × 1620 Fuß) große rechteckige Nachtlager der Schrift De munitionibus castrorum ist für drei Legionen, Hilfstruppen und die kaiserliche Leibgarde, zusammen rund 40.000 Mann, vorgesehen und besaß abgerundete Ecken (Spielkartenform). Wie bereits die Mannschafts- und Flächenangabe zeigt, war dieses Castrum wesentlich dichter belegt, als der republikanische Vorgänger. Der um das Lager gelegte Graben sollte mindestens 1,50 Meter (5 Fuß) tief und 0,90 Meter (3 Fuß) breit ausgehoben werden. Mit dem gewonnenen Aushub war dann ein 2,40 Meter (8 Fuß) breiter und 1,80 Meter (6 Fuß) hoher Erdwall anzulegen, der sich nach innen zu hinter dem Graben befand und das Lager schützen sollte. Im Wall konnten je nach örtlichen Bedingungen auch Rasensoden und Steine zur Befestigung mitverwendet werden. Die Brustwehr hatte aus Holzpfosten oder Flechtwerk zu bestehen. Mit den Pfosten könnten in der Schrift die beidseitig angespitzten Pila muralia gemeint sein, die offenbar von jeder Stubengemeinschaft (Contubernium), der kleinsten Einheit des römischen Heeres, auf Maultieren mitgeführt wurden. Vor den vier Toren, von denen sich je eines an jeder Seite der Anlage befand, hatten die Legionäre etwas versetzt zum Hauptgraben kurze Gräben (Titula) anzulegen, die ein direkt vorgehendes Eindringen in das Lager erschweren sollten. Die Via principalis, welche die an den Längsseiten liegenden Einlässe (Porta principalis dextra und Porta principalis sinistra) verband, sollte mit einer Breite von knapp 18 Metern (60 Fuß) vermessen werden. Die dem Feind zugewandte Porta praetoria an einer der Schmalseiten war über die das Vorderlager durchlaufende Via praetoria mit der Via principalis rechtwinklig verbunden. Genau hinter dem Schnittpunkt hatte das Praetorium in den Latera praetorii seinen Standort zu finden. Auf diesem Mittelstreifen sollte außerdem das Auguratorium für die Opferhandlungen sowie das Tribunal für die Ansprachen des Kommandeurs untergebracht sein. Daneben hatten im Mittelstreifen die Zelte des Stabes und der kaiserlichen Leibgarde (Praetorianer) zu stehen. Die äußeren Bereiche dieses Lagerteils sollte für die ersten Legionskohorten und die Vexillarii (Feldzeichenträger) der beiden privilegierten Legionen reserviert werden. In der Praetentura war entlang der Via principalis den Legionslegaten und -tribunen Platz zu machen. Weitere Einrichtungen in diesem Lagerteil sollten die Scholae (Versammlungsplätze) der ersten Legionskohorten sein. Sodann hatten die Quartiere der Reitereien zu folgen und darauf die erste Legionskohorte der nicht so vornehmen Legion. Außerdem war im Vorderlager die Feldschmiede (Fabrica), das Lazarett (Valetudinarium) sowie die Tierklinik (Veterinarium) untergebracht. Nach De munitionibus castrorum hatten hier auch die Marine, Pioniere und Aufklärer ihren Zeltplatz. Die Latera praetorii sollten an ihrer Rückseite mit der Via quintana abschließen. Dahinter begann die Retentura. Dort befand sich direkt hinter dem Praetorium das Quaestorium. Neben der Verwaltung war dieser Bereich für die Unterkunft des Lagerpräfekten vorgesehen. Zudem hatten hier die Hilfstruppen zu lagern und es war Platz für die Beute und Gefangenen zu schaffen. Die 2. bis 10. Kohorte der drei Legionen, die als Elite galten, waren mit ihren Zelten direkt entlang der Umwallung untergebracht und umschlossen damit alle anderen Lagereinrichtungen. Dies ist ein wichtiger Unterschied zum Lager des Polybios, bei dem nicht die Legion, sondern die Verbündete und Hilfstruppen im Außenbereich saßen. Zwischen den Legionskohorten in der Außenzone und dem Wall war die Lagerringstraße im 18 Meter (60 Fuß) breiten Intervallum vorgesehen. Die kleineren Nebengassen entlang der Zeltreihen wurden Viae vicinariae genannt und hatten zwischen 10 und 20 Fuß (rund 3 bis 6 Meter) breit zu sein.[3]

Standlager, Garnisonen

Das republikanische Marschlager bildete die strukturelle Ausgangsbasis für die sich erst in der frühen Kaiserzeit herausformenden festen Garnisonen. Diese je nach Größe der Befestigung in sich variierende normierte Konzeption blieb bis in die Spätantike erhalten. Spätestens unter Kaiser Diokletian (284 – 305 n. Chr.) sind vollkommen neue Architekturformen eingeführt worden. Festungsartig ausgebaute Stützpunkte mit wechselnden Grundrissen lösten die bisherigen standardisierten Kasernen ab.

Frühe bis mittlere Kaiserzeit

Längerfristiges Kastell des Belagerungsrings um die jüdische Festung Masada, gesehen vom Festungsberg, 72/73 n. Chr.

Standlager wurden für einen mehr oder minder langfristigen Einsatz errichtet. In vielen Fällen reichte es den römischen Militärs, die Anlagen als reine Holz-Erde-Kastelle mit Erdwällen auszuführen und nach Intervallen von 20 bis 30 Jahren von Grund auf zu erneuern. Teilweise wurden zu einem bestimmten Zeitpunkt in diesen Garnisonen nur wichtige Teile eines Bauwerks, wie das Fahnenheiligtum im Stabsgebäude (Principia) oder beheizbare Räume am Wohnhaus des Kommandanten, in Stein ausgebaut, während bei den übrigen Strukturen die Holzbauweise erhalten blieb. Einige in Holz-Erde-Technik errichtete Standlager wie das Kleinkastell Burlafingen an der Donau haben trotz einer Nutzungsdauer von rund zehn Jahren keine feste Innenbebauung erhalten. Meist aus zeitlich nicht absehbaren Gegebenheiten wurde vielfach in die Errichtung eines Steinkastells investiert, wobei es alle möglichen Abstufungen des steinernen Ausbaus je nach Grad der Wichtigkeit gegeben hat. In aller Regel ist bei diesen Anlagen zumindest die Umwehrung entsprechend befestigt worden. Besonders in den römischen Grenzregionen kann beobachtet werden, dass auf erste Holz-Erde-Lager häufig ein weitgehender Ausbau in Steintechnik erfolgte. Während bei den Garnisonen der Hilfstruppen die Mannschaftsbaracken jedoch auch in solchen Befestigungen zumeist als Fachwerkgebäude entstanden, wurden die festen Legionsstandorte meist vollständig in Steinbauweise verwirklicht. Besonderer Wert wurde vielfach auf eindrucksvolle Torbauten und repräsentative Stabsgebäude gelegt. Etliche der in den Principia errichteten Hallen standen mit ihren Ausmaßen und den Spannweiten der Decken großer städtischer Architektur in nichts nach.

Spätantike

Das rückwärtige spätantike Donaukastell Castra ad Herculem in Ungarn. Ausgehendes 3. oder frühes 4. Jahrhundert; Innenbebauung des späten 4. Jahrhunderts.

Im Verlauf des 3. Jahrhunderts vollzogen sich im Römischen Reich zahlreiche Veränderungen, die auch das Militär betrafen. Aufgrund des verstärkten Drucks, dem sich Rom im Norden und Osten (vgl. Sassaniden) ausgesetzt sah, wurde die Grenzverteidigung reformiert. Viele der älteren limites wurden aufgegeben, und man zog sich an leichter zu verteidigende Grenzen, besonders Flüsse, zurück. In der Spätantike entstand daher ein neuer Kastelltyp, der nicht mehr viel mit denen der frühen und mittleren Kaiserzeit gemein hatte. Der Übergang lässt sich gut an den Kastellen entlang von Rhein, Donau und an der Sachsenküste nachvollziehen. Die neuen militärischen Stützpunkte waren wesentlich stärker befestigt als die Kastelle der ersten beiden Jahrhunderte nach Christus und ähnelten oft bereits mittelalterlichen Burgen. Endre Toth sieht die Herkunft der frühen U- und fächerförmigen Türme des 3. Jahrhunderts in den Balkanprovinzen Mösien und Skytien.[4] Die fachliche Diskussion zur Entwicklung einzelner Baukörper in spätantiken Kastellen ist noch nicht abgeschlossen. Diese Art der Militärarchitektur blieb bis ins 6. Jahrhundert üblich. Große Festungsbauprogramme führten vor allem die Kaiser Diokletian, Valentinian I. und Justinian I. durch.

Durch die vielfach zu beobachtende Verkleinerung der Kastellflächen beziehungsweise die Anpassung der Bebauung an neue Truppenstrukturen und oftmals zahlenmäßig reduzierte Einheiten kam es in der Spätzeit auch zu Abbrüchen und Umnutzungen der bisherigen Innenbebauung. So wurde das Fahnenheiligtum der mittelkaiserzeitlichen Principia des pannonischen Kastells Százhalombatta-Dunafüred (Matrica) in nachvalentinianischer Zeit als Abfallgrube umgenutzt.[5]

Typen von kleineren Standlagern

Unter den kleineren Lagertypen finden sich auch die Auxiliarkastelle. Das bedeutet, dass dort Auxiliartruppen zur Besetzung zählten. Principia, Kommandantenwohnhaus und Mannschaftsunterkünfte fanden sich bei Alen-, Kohorten- und Numeruskastellen meist in der gleichen Lage wie beim Legionslager.

Alenkastelle

Die Reitertruppen der Alen bestanden entweder als ala quingenaria aus knapp 500 oder als ala milliaria (doppelte Ala) aus bis zu 1.000 Mann. Mit dem nötigen Platz für die Pferde wurden Lagergrößen bis zu 60.000 m² erreicht.

Kohortenkastelle

Dort fand eine Kohorte entweder als cohors quingenaria peditata (Infanteriekohorte) mit etwa 480 Mann, als cohors quingenaria equitata (teilberittene Infanteriekohorte) mit rund 500 bis 800 Mann, als cohors milliaria peditata (doppelte Infanteriekohorte) mit rund 1.000 (mille) Mann oder als cohors milliaria equitata (doppelte teilberittene Infanteriekohorte) mit über 1.000 Mann Besatzung auf je nach Bedürfnissen etwa 15.000–40.000 m² Platz.

Numeruskastelle

Bei einer Größe von 6.000 bis 8.000 m² kamen in Numeruskastellen etwa 150 Mann der Aufklärungseinheiten (Numeri) unter.

Kleinkastelle

Das in claudinischer Zeit für rund zehn Jahre belegte Kleinkastell Burlafingen an der Donau

Kleinkastelle hatten oft nur eine Größe von 300 m². Die Besatzungsstärke schwankte zwischen 12 und 80 Mann. In der Urform gab es nur ein Tor und einen Graben. Der Innenausbau war entweder U-förmig angeordnet, oder bei zwei gegenüberliegenden Toren lagen die Mannschaftsbaracken links und rechts der Straße. Oft waren nicht militärische Gründe für die Anlage solcher Kleinkastelle ausschlaggebend, sondern eine Kontrollfunktion des Menschen- und Warenverkehrs an Eintrittsstellen in das Limesgebiet.

Burgi

(Hauptartikel: Burgus)

Burgus (lat., Pl. Burgi) oder auch turris[6]) ist eine von den Römern entlehnte germanische Bezeichnung für turmartige kleinere Kastelle der Spätantike, die teilweise auch mit einem Außenwerk und umlaufenden Gräben versehen waren.

Einrichtungen in einem Kastell

Umwehrung

Holz-Erde-Konstruktionen

Nachgebaute Reihe von Pila muralia auf einem Erdwall. In Wirklichkeit waren die Pfähle innerhalb einer Einheit wohl nicht so einheitlich, wie hier dargestellt

Mit Wall, Graben, Pfählen und Flechtzäunen schützten sich die Römer in den Marschlagern. Die hölzernen Pila muralia (Mauerspeere), welche neben ihrer Funktion als doppelseitig angespitzte Schanzpfähle auch als Wegsperren hätten eingesetzt werden können, wurden an einigen römischen Garnisonsorten der Kaiserzeit, wie dem Ostkastell Welzheim, in sehr gutem Zustand angetroffen. Ab welchem Zeitpunkt und wie umfassend sich die römische Armee dieser Pfähle bediente, ist unbekannt. Die bisher aufgefundenen Pila sind trotz einer grundsätzlichen Normierung ihres Aussehens teil sehr unterschiedlich gearbeitet. So variierten die Höhen und der Durchmesser teils beträchtlich.[7] Es wird angenommen, dass die aufgefundenen Pfähle mit einer Seite ihrer Spitze in die Wallkronen der Marschlager gerammt wurden.

Achteckiger Wehrturm der spätrömischen Festung Constantia (Konstanz)

Insbesondere im 1. Jahrhundert n. Chr. waren auch viele dauerhafte militärische Standorte nicht immer durch steinerne Mauern geschützt. Aufgrund der verschiedenen vor Ort aufgefundenen Verhältnisse, haben die Römer diese Lager mit unterschiedlichen Techniken umwehrt, darunter auch Lilia. Als stabile und sichere Konstruktion wurde das aus dem altitalischen Städtebau übernommene System von zwei gegenüberliegenden steinernen Mauerschalen verwendet, deren Zwischenraum nachträglich mit festgestampfter Erde verfüllt worden ist. Das römische Militär passte dieses Grundkonzept den jeweiligen Umständen an. So wurden Rasensodenziegel (Caespites) ausgestochen und anstelle der Steinmauern verwendet, andernorts übernahmen unterschiedliche Holzkonstruktionen diese Funktion. Es wurden auch Lehmwälle und senkrechte Rasensodenmauern mit Steinfüllung errichtet, wie am südenglischen Kastell Hod Hill.[8] Eine von vielen Möglichkeiten waren mit Erde verfüllte Trockenmauerschalen, wie sie unter anderem am Kastell Hesselbach, Bauphase B, vorkamen.[9]

All diese Bauten besaßen Brustwehren mit Zinnen aus Holzbalken oder Flechtwerk, die Verteidiger standen auf dem Wall. Zusätzlich waren Wehrtürme oder Wehrplattformen installiert. Um einen sicheren Stand dieser Holz-Erde-Konstruktionen zu gewährleisten, musste für einen standfesten und trockenen Untergrund gesorgt werden. Daher wurden Bettungen aus Reisig, Zweigen, Holzbalken und Steinen eingesetzt. Auch die Wälle selbst konnten durch Holzeinlagen wie Balken, Reisig und Äste versteift werden. Die Aufgänge zu diesen Anlagen konnten Rampen oder Treppen sein.

Die Rekonstruktion eines solchen Kastells wird zurzeit in Pohl gebaut.


Tore (Portae)

1970 durch die Royal Engineers ausgeführter Rekonstruktionsversuch des Osttores am Kastell Baginton, Großbritannien.[10]

In den Marschlagern wurden keine Tore errichtet. Als Annäherungshindernis war dort in Form von Gräben das Titulum (Schutzgraben) oder die Äußere und Innere Clavicula (eine Art Brustwehr mit kleinem Graben) vor den Zugängen vorgesehen. Torbauten, von denen das römische Lager in der Regel je eines an seinen zwei Flanken und Stirnseiten besaß, wurden erst mit den festeren und festen Kastellen üblich. Diese vier Zugänge besaßen eigene Namen, die sich an jeder Garnison wiederholten. Das dem Feind zugewandte Tor hieß Porta praetoria, der rückwärtige Einlass wurde Porta decumana genannt und die beiden seitlichen Tore hießen Porta principalis sinistra sowie Porta principalis dextra. Im Grundriss ähnelten sich die Torbauten der der frühen und mittleren Kaiserzeit. Mit dem Aufkommen neuer Tor- und Kastellformen in der Spätantike, die auch runde, oder mehreckige Türme besitzen konnten, werden die Baumuster der Garnisonen und hölzernen Militärstandorte konstruktionsbedingt deutlich stärker voneinander abgewichen sein. An vielen Standorten der mittleren Kaiserzeit konnte festgestellt werden, dass die Porta decumana als rückwärtiger Auslass deutlich kleiner ausgeführt gewesen ist, als die drei anderen Torbauten.

In ihrer einfachsten Bauausführung, die bei Holz- und Steinkastellen vorkommen kann, wurde auf jegliche Art von Turm verzichtet. Insbesondere Kleinkastelle weisen diese Bauart häufiger auf, doch sind sie speziell auch bei den hölzernen Auxiliargarnisonen mehrfach beobachtet worden, wobei es Varianten gibt. Für die Forschung besteht die Schwierigkeit, festzustellen, ob das ein oder andere Tor einen Turm besessen hat oder nicht. Wenn, dann stand dieser Turm direkt über dem Zugang. Archäologisch nachweisbar sind indes meist nur die Pfostenlöcher, die wenige Erkenntnisse zu dem einstigen Überbau zulassen. Das gleiche gilt für die in Stein ausgebauten Kastelle. Auch hier geben die Fundamente nur selten Auskunft über das aufgehende Mauerwerk.

Die Reste der ursprünglich doppelspurigen Porta praetoria, des Nordtores des Legionslagers Regensburg aus dem 2. Jahrhundert n. Chr.
Kastell Theilenhofen: Die konkave Krümmung der Porta decumana mit dem eingewölbten Torzugang sowie den zeichnerisch ergänzten Befunden zur Holzbrücke.

Auch bei den hölzernen und steinernen Toren mit quadratischen oder rechteckigen, seitlich flankierenden Türmen können mehrerer Bauarten unterschieden werden. So gab es Torbauten, bei denen die Seitentürme mauerbündig abschlossen, bei anderen sprangen die Türme mehr oder minder weit aus der Kastellmauer hervor. Die letztere Bauweise lässt sich bereits in flavischer Zeit beobachten, bleibt zunächst jedoch seltener und ist zunächst wohl eher ein die Architektur betonendes Element. Erst nach der Mitte des 2. Jahrhunderts werden diese Torturmbauten immer häufiger und massiver befestigt. Ihr stark hervorkragendes Merkmal lässt sich bereits unter Kaiser Commodus (180 bis 192 n. Chr.) nutzen, um seitliche Schießscharten anzubringen, wie dies am Kastell Niederbieber der Fall war. Eine weitere, seltener zu beobachtende Torvariante der mittleren Kaiserzeit ist der U-förmige Turm, wie er auch an Stadttoren eingesetzt wurde. Das bekannteste militärische Beispiel stammt aus der Zeit um 170 n. Chr. und wurde in monumentaler Ausführung als Porta Praetoria des Legionskastells Castra Regina (Regensburg) errichtet. Dieses Tor war möglicherweise Vorbild für deren Nachbau an anderen rätischen Auxiliarstandorten, wie am Kastell Schirenhof und Weißenburg. Noch seltener ist eine konkave Krümmung, wie sie beim Kohortenkastell Theilenhofen ergraben wurde. Dieser Bau gehört in die antoninische Epoche. Weitere bekannte Beispiele finden sich am Legionslager im österreichischen Carnuntum und im Legionslager Lambaesis in Algerien.

Datei:KK Hesselbach Rekonstruktion Tor.jpg
Rekonstruktionsversuch nach Dietwulf Baatz: Porta Praetoria am Kastell Hesselbach, Innenansicht der Umwehrung C (zwischen 140 und 150 n. Chr.) mit Türsturzlünetten
Die Porta praetoria des Ostkastells in Welzheim am Limes. Eine der wenigen wissenschaftlich geleiteten Rekonstruktionen der 1980er Jahre an der ehemaligen römischen Grenze.[11]
Rekonstruktionsversuch der Porta praetoria am bayerischen Kastell Pfünz nach Vorstellung von Fischer (2008) und Angaben aus Johnson/Baatz (1987). Entstanden in den Jahren des Kaisers Antoninus Pius (138 – 161).
Datei:Rekonstruktion Bauinschrift.jpg
Bauinschrift vom Donaukastell Comagena (Tulln) in Österreich.

Bei allen Varianten waren ein- oder zweispurige Zufahrten möglich. Über der überwölbten Zufahrt befand sich der ein- oder zweigeschossige Wehrgang. Dieser konnte überdacht, mit Fenstern oder offen, mit Brüstung und Zinnen ausgeführt sein. Auch die zumeist wohl mindestens zweigeschossigen Türme waren der Witterung entsprechend überdacht oder mit einem Zinnenkranz ausgestattet. Die Dachdeckung konnte mit Tonziegeln und Schieferplatten geschehen. Nicht nachzuweisen, aber beispielsweise bei leichteren Türmen durchaus denkbar sind Holzschindeln[12] oder Reetdächer. Doch auch bei fest ausgebauten Militäranlagen fehlen häufig Ziegel- oder Steinschindeln, so dass auch hier mit einer alternativen, vergänglichen Dachdeckung zu rechnen ist. Aufgrund von noch aufrecht stehenden Kastelltoren beziehungsweise Zeichnungen, die frühe Forscher von damals noch besser erhaltenen Toren angefertigt haben sowie anhand von Befunden, die im gesamten ehemaligen römischen Reichsgebiet zusammengetragen wurden, lässt sich heute ein relativ klares Bild der grundsätzlichen Torgestaltung gewinnen, wenn auch viele Einzelheiten zu den Details an den meisten Garnisonsplätzen für immer unbekannt bleiben werden. Ausgesprochen häufig setzten die Römer beim Bau von Fensteröffnungen den Bogen ein. Er kann bei etlichen Torbauten durch den Fund von Keilsteinen nachgewiesen werden. Eine architektonische Eigenheit der Wehrbauten am Main und am Odenwaldlimes war die bogenförmige Betonung der Maueröffnungen durch steinerne Fenster- oder Türsturzlünetten.[13] Das dazugehörige Fenster oder die entsprechende Türe hatten in dieser Region an ihrem Scheitelpunkt einen waagrechten Abschluss über dem eine halbkreisförmige, verzierte Lünette eingemauert war. Auch am nordenglischen Kastell Birdoswald wurden solche Lünetten im Schutt der Lagertore ergraben. Unter dem reichhaltigen Architekturmaterial, das bei den archäologischen Untersuchungen vielfach entdeckt wird, sind sehr häufig Gesimse, welche die Wehrmauer und Tore waagrecht untergliederten, sowie teils verzierte Fenster- und Türstürze, die einen Blick auf gestalterische Eigenheiten unterschiedlicher Garnisonsplätze preisgeben. Am Legionslager Bou Njem im heutigen Libyen, war der oberste Keilstein an der einspurigen Nordzufahrt mit einem römischen Adler verziert. Ein wichtiges Element, das sich nicht nur an den Hauptzufahrten fand, war die oft monumentale Bauinschrift aus der mindestens hervorging, unter welchem Kaiser und von welcher Truppe der Bau ausgeführt worden war. Häufig fand häufig die Nennung des Truppenkommandeurs, des Statthalters und manchmal sogar die der jeweils amtierenden Konsuln statt, durch die eine jahrgenaue Datierung der Inschrift möglich wird. Damit erhält die Forschung den Zeitpunkt für die Errichtung des jeweiligen Steinbaus. Diese Inschriften waren in der Regel mittig über den Bögen der Zufahrt eingelassen. Die Torbauten wie die gesamten Wehrmauern eines Kastells waren zumindest sehr häufig weiß verputzt. Um ein besonders imposantes Aussehen vorzutäuschen, wurden auf diesen Putz regelmäßige, größere Quadersteine durch Einritzungen in den Putz imitiert. Diese Ritzungen wurden dann mit roter Farbe nachgezogen.[14][12] Am Kastell Ellingen konnte nur ein einfacher weißer Verputz festgestellt werden, wobei es die Ausgräber jedoch offenließen, ob nicht doch ein roter Fugenstrich vorhanden gewesen ist.[15] Die Inschriften waren mit leuchtend weißem Stuck überzogen, wobei die vertieften Buchstaben und Zahlen ebenfalls mit Rot ausgefüllt wurden. In einigen Kastellen am Obergermanisch-rätischen Limes, sowie entlang der Donaugrenze wurden zumeist aus dem Verbund gerissene vergoldete Metallbuchstaben gefunden die häufig mit dem Besuch Kaiser Caracallas an der Reichsgrenze in Verbindung gebracht werden, der 213 n. Chr. stattfand.[16] Daher ist bekannt, dass es auch in dieser Form Ehren- und Bauinschriften gegeben hat. Die Zugänge zu den Steintürmen waren stets ebenerdig und konnten sich an der Turmrückseite oder an deren Flanke unter der Tordurchfahrt befinden. Von ihren aus gelangten die Soldaten nicht nur in die oberen Stockwerke, denn das Erdgeschoss diente auch als Aufenthaltsraum für die Torwache.

Spätantikes Clavicula-Tor am Kastell Eining

Am Ende des 3. Jahrhunderts, zu Beginn der Spätantike, lassen sich gänzlich neue festungstechnische Konzeptionen für die festen römischen Militärstandorte nachweisen. Bereits zu dieser Zeit wurden die neuen Normen selbst in weit entfernten Provinzen umgesetzt, wie die runden Tortürme der südenglischen Kastelle an der Sachsenküste zeigen.

Stabsgebäude (Principia)

Hauptartikel: Principia (Stabsgebäude)

Die Befunde der Magnetometermessungen 2007 an den Principia von Theilenhofen in Kombination mit Ergebnissen der Altgrabung. Erkennbar sind bauliche Merkmalen der Zeit vor und nach der Mitte des 2. Jahrhunderts n. Chr.

Die Principia (Mehrzahlwort!) waren das verwaltungsmäßige und religiöse Zentrum an fast jedem befestigten militärischen Standort. Von der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum Beginn der Spätantike folgte ihr Aufbau einem standardisierten Grundrissschema.[17] Durch seine Lage am Schnittpunkt der wichtigsten Straßenachsen eines Kastells wird die Bedeutung dieses Gebäudekomplexes unterstrichen. In der Literatur wird daher auch das Wort Mittelgebäude für dieses Bauwerk verwendet. Das Aussehen dieser Mittelgebäude war in den Jahrhunderten einer Vielzahl von Veränderungen unterworfen.

Wohnhaus des Kommandanten (Praetorium)

Auf Feldzügen war der Kommandeur eines römischen Heeres in einem Zelt untergebracht, das inmitten des Marschlagers aufgestellt wurde. Dieses Zelt wurde als Praetorium bezeichnet. In den dauerhafteren Lagern der späten Republik, wie sie besonders durch die Eroberungszüge in Spanien bekannt geworden sind, entwickelte sich daraus das Wohnhaus des Kommandeurs, das damals noch mit den Principia verbunden war. Möglicherweise fand die letztendliche Trennung dieser beiden Baueinheiten erst in der frühen Kaiserzeit statt. In Feldlagern blieb diese Einheit jedoch weiterhin gewahrt, wie der Befund des Lagers B der Umschließung von Masada zeigt (72/73 n. Chr.). Vom Grundriss her orientierte sich das kaiserzeitliche Praetorium zumeist an der Architektur traditioneller italischer Wohnbauten im Stil der Peristylhäuser. Diese Architektur war schon vor der römischen Epoche im städtischen Wohnbau des östlichen Mittelmeerraumes beheimatet gewesen. In den meisten Fällen gruppierten sich vier reichlich Platz bietende Flügel um einen länglich-rechteckigen bis quadratischen Portikushof. Dieses Schema wurde nicht nur bei den in Steinbauweise errichteten Kommandantenhäusern verwirklicht, sondern findet sich auch bei den Holz-Erde-Kastellen. In den meisten Hilfstruppengarnisonen der frühen und mittleren Kaiserzeit war das Praetorium in der Latera praetorii, dem Mittelstreifen eines Kastells nahe dem Stabsgebäude zu finden. Waren bereits den augusteiischen Legionslagern Peristylhäuser für die Tribunen bekannt, finden sie sich an den Standorten der Auxiliare erstmals während der Regierungszeit des Kaisers Claudius (41 – 54 n. Chr.), so in den Kastellen Hofheim am Taunus und Oberstimm.[18] Viele spätantike Militärstandorte verzichteten auf ein spezielles Wohnhaus für den Kommandanten beziehungsweise es lässt sich aufgrund der individuellen Strukturen dieser Anlagen nicht eindeutig identifizieren. Doch hält sich das Peristylhaus in den Kastellen bis ins 4. Jahrhundert. Im rumänischen Kastell Dinogetia haben sich bauliche Strukturen des ausgehenden 3. oder frühen 4. Jahrhunderts erhalten, die einer früh- und mittelkaiserzeitlichen Kommandantenvilla entsprechen. Ähnliches wurde im Kastell Caernarfon, Wales, vorgefunden.

Unbekannt ist, wie viele Menschen der Haushalt des Kommandeurs neben der Dienerschaft umfasste. War es unter Augustus selbst hohen Offizieren nicht gestattet, ihre Gattinnen mit in die Garnisonen zu nehmen,[19] wurde dieses Verbot für die Befehlshaber später gelockert und aufgehoben. Viele Frauen mögen ihren Männern dennoch nicht direkt in die Kastelle der Grenzregionen gefolgt sein, andere wohnten möglicherweise in etwas weiter entfernten größeren Ansiedlungen oder in besser ausgebauten Lagerdörfern, die einem gehobenen Anspruch genügten. Zeugnisse von Familien sind jedoch sehr selten. So starb die junge Frau des Publius Crepereius Verecundianus, eines Kohortenpräfekten des limesnahen Kastells Pfünz, in der etwas weiter südlich gelegenen Siedlung Nassenfels.[20] Im nordenglischen Kastell Birdoswald am Hadrianswall gibt ein Grabstein vom Anfang des 3. Jahrhunderts Aufschluss über die Anwesenheit der Familie des Tribuns Aurelius Iulianus am Garnisonsort. Er wurde für dessen einjährigen Sohn errichtet.[21] Die gelegentlich in Abfallgruben und aufgelassenen Brunnen der Kastelle zu findenden Schuhe von Frauen und Kindern, beispielsweise im Ostkastell von Welzheim, sind kein Nachweis für Offiziersfamilien in den Kastellen. Sie zeugen lediglich vom Leben in den Lagerdörfern.

Das eher privat gestaltete Praetorium hält sich in vielen Fällen nicht ganz so genau an die rasterartigen Vorgaben eines Kastells der mittleren Kaiserzeit. Einige besaßen unregelmäßigere Grundrisse mit opulenten Bädern wie im schottischen Kastell Mumrills am Antoninuswall, andere versuchten sich mit einer Arkadenfront zur Straße hin ganz in geradliniger architektonischer Strenge wie in Oberstimm. Reste von bemaltem Wandverputz, Steinestrichböden (Opus signinum) und Fensterglasbruchstücke sowie Unterflur- und Wandheizungen zeugen vom Komfort, den sich auch die Kommandeure der Hilfstruppenkastelle leisteten. Im nordenglischen Kastell Bewcastle am Hadrianswall hatten die Handwerker sogar profilierte Marmorplatten verarbeitet. Einige Praetorien besaßen Anbauten mit Wirtschaftshöfen, die Ställe, Scheunen und Schuppen umfassten, andere grenzten an Gärten. Als frühestes Beispiel für ein Kommandantenhaus mit Anbau gilt ebenfalls Kastell Hofheim während der Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr.

Getreidespeicher (Horreum)

Antoninisches Horreum des Kastells Pfünz mit Nebengebäude unbekannter Nutzung. Der Speicher war zweigeteilt, die hölzernen Pfeiler auf denen der Fußboden lag, wurden bei dieser Altgrabung nicht erkannt.
Doppelhorreum im Saalburgmuseum. 1906 nach damaligem Forschungsstand rekonstruiert. Das Gebäude war in der Antike verputzt und besaß statt der heute angebrachten Steintreppen wahrscheinlich hölzerne, überdachte Laderampen.
Antoninisches Horreum des Kastells Theilenhofen mit starken Wandvorlagen. Die hölzernen Pfeiler auf denen der Fußboden lag, wurden bei dieser Altgrabung ebenfalls nicht erkannt.
Horreum des Kastells Aalen vom Hoftypus, um 165 n. Chr. Die möglichen Trennwände im Inneren waren wie der Fußboden wohl aus Holz und sind vergangen.

An den meisten festen größeren Kastellplätzen der Kaiserzeit konnten Getreidespeicher aufgedeckt werden. Auch in der Spätantike sind diese Bauten für die Archäologie anhand ihres typischen Aussehens noch nachweisbar. Die Horrea standen meist auf dem Mittelstreifen (Latera praetorii) eines Kastells, in einigen Fällen auch im angrenzenden Bereich der Retentura, der rückwärtigen Lagerzone, an der Via quintana. Ein Merkmal der Speicherbauten ist ihre häufige Nähe zu den Principia; an manchen militärischen Standorten des 2. Jahrhunderts n. Chr. sind in diesem Zusammenhang bauliche Verdichtungen zu beobachten, bei denen das Horreum mit dem Stabsgebäude fast zu einer Einheit verschmilzt. Da in der Spätantike aufgrund der baulichen Individualisierung der Garnisonen vielfach keine Kommandanturen oder Verwaltungstrakte mehr zweifelsfrei nachzuweisen sind, kann zu diesem Punkt keine eindeutige Aussage mehr gemacht werden. Manche Lager besitzen nur einen Getreidespeicher, andere zwei oder mehr. Speziell in Versorgungslagern kann fast der gesamte Kastellbereich von Horrea bebaut sein und nur noch ein kleiner Abschnitt für Unterkünfte und Verwaltung freistehen, wie im nordenglischen Lager South Shields, das unter Kaiser Septimius Severus (193 bis 211 n. Chr.) ausgebaut wurde. In einigen Lagern kommen Doppelhorrea vor, wie im Kastell Niederbieber. In der Pfünzer Garnison befand sich einer der Getreidespeicher sogar vor den Toren des Lagers.

Es lassen sich zwei grundsätzliche zwei Arten von Horrea unterscheiden. Den bekanntesten und häufig genutzten Typus des länglich-rechteckigen Steinbaus mit meist kräftigen Wandvorlagen und Holzfußböden, die von steinernen oder hölzernen Pfeilern oder Mauerunterzügen über dem Bodenniveau getragen wurden sowie den sogenannten Hoftypus, bei dem sich die Räume um einen rechteckigen Innenhof gruppieren, wie dies beispielsweise am Kastell Aalen nachgewiesen wurde. Daneben waren auch hölzerne Getreidespeicher bekannt. Wie sich bei besser erhaltenen Horrea zeigte, war dem oftmals an der Via principalis liegenden Eingang dieser Bauten eine hölzerne Laderampe vorgelagert, die offensichtlich durch das weit vorgezogene Dach des Gebäudes vor Regen geschützt blieb. Das Dach wurde von hölzernen Ständern oder von Steinsäulen in Form eines Portikus getragen, wie dies am Kastell Corbridge in Northumberland nachgewiesen wurde. Dort haben sich auch die steinernen Grundmauern des Speichers hervorragend erhalten. Dadurch konnte festgestellt werden, dass es in regelmäßigen Abständen schmale länglich-hohe Lüftungsöffnungen gegeben hat, die nochmals mittig durch einen einfachen Steinpfeiler unterteilt worden sind. Stattdessen konnte es auch hölzerne und eiserne Gitter an diesen Unterflurbelüftungen geben. Sinn der Belüftung des gelagerten Getreides war es, das Schüttgut so trocken wie möglich zu halten, um es längerfristig lagern zu können. Die erhöhte Lage über dem Erdboden schütze auch vor Schädlingen. Das Getreide wurde offen in die Horrea geschüttet, weshalb auf den Wänden ein besonders hoher Druck lag, der durch die Wandvorlagen abgefangen wurde.

Latrinen

Mannschaftstoilette im nordenglischen Kastell Housesteads am Hadrianswall. Im Hintergrund ist der Spülwasserbehälter zu sehen.

Um unter anderem ein gesundes Umfeld an den Garnisonsorten zu schaffen, hat das römische Militär versucht, die aus Italien bekannten sanitären Maßstäbe auch an den entlegensten Orten des Reiches zu verwirklichen. Bis ins 20. Jahrhundert führten auch in den Industriestaaten Seuchen zu verheerenden Bevölkerungsverlusten. Mangelnde Hygiene hat weltweit ganze Armeen geschwächt, Krankheiten haben Völkerschaften dezimiert. Diese Gefahren galt es zu minimieren, um die römischen Soldaten stets schlagkräftig zu halten. Ein wichtiger Aspekt war daher die Entsorgung der Fäkalien. Der gesonderte Umgang mit den Exkrementen war in einer Zeit, als nicht unwesentliche Teile der Bevölkerung aufgrund fehlender Medikamente an Darmparasiten litten, besonders wichtig. Dabei wurde an etlichen Kastellplätzen versucht, mithilfe von Kanalsystemen Spülwassertoiletten einzurichten, die ein manuelles Ausräumen der Aborte minimierten beziehungsweise unnötig machten.

Während die Offiziere zumeist eigene Latrinen besaßen, musste sich die Truppe mit Mannschaftstoiletten begnügen. Der Nachweis dieser Einrichtungen ist in der Vergangenheit nicht immer gelungen, trotzdem geht die Forschung von einer relativ vereinheitlichten Toilettenkultur an den Kastellplätzen aus, wenn auch in den kurzfristigen Feldlagern aber auch an den in Stein befestigten Militärposten vielfach nur oder zumindest teilweise mit einfachen Aborten in Form der „Donnerbalken“ zu rechnen ist, wie man sie bis in die Gegenwart kennt. Beim römischen Militär wurde zu diesem Zweck eine längliche Grube in den Boden eingelassen und ein einfacher Holzbau mit Sitzgelegenheiten und Überdachung darüber gestellt. Nachdem die Grube verfüllt war, musste eine neue ausgehoben und die alte zugeworfen werden. Diese Art der Latrinen stand vorzugsweise dicht hinter den Umwehrungen an der Lagerringstraße (Via sagularis). Ihr Nachweis gelang beispielsweise am Kastell Künzing anhand der vertorften Grubenfüllung. Der dort untersuchte Abtritt war 1,4 Meter tief, 14 Meter lang und 2 Meter breit. Der Rauminhalt zeigt, dass dieser „Donnerbalken“ viele Jahre in Betrieb geblieben ist. Pfostenlöcher deuten auf den hölzernen Oberbau hin. Es konnte festgestellt werden, dass die Besatzung des Kastells trotz der allgemeinen Hygienemaßnahmen erheblich mit dem relativ harmlosen Peitschenwurm Trichuris trichiura verseucht gewesen sein muss.[22] Nur in größeren Mengen führt dieses auch heute noch recht häufig vorkommende Tier zu Durchfall und Blutungen, in äußerst seltenen Fällen gar zu Darmverschluss. In den Kopfbauten der Mannschaftsbaracken, die von den Zenturionen und eventuell auch anderen Offizieren bewohnt worden sind, befand sich deren Privattoilette. Die Entsorgung dieser Einrichtungen geschah häufig über holzverschalte Kanäle. Diese mündeten in kurzfristigeren Holz-Erde-Lagern häufig in Sickergruben, besser ausgebaute Toiletten besaßen eine abwassergespülte Kanalisation. Diese konnte auch an die Gemeinschaftslatrinen angeschlossen sein. Voraussetzung für eine funktionsfähige Spülung war eine gewisse Hanglage des Kastells wobei die Mannschaftstoilette, die am meisten Wasser benötigte, am tiefsten Punkt liegen musste.[23] Im südholländischen Kastell Alphen aan den Rijn (Albaniana) wurde eine frühe Fachwerkbaracke aus der Mitte des 1. Jahrhunderts ergraben, in der sich der rechteckige, 0,9 × 2,5 Meter große Toilettenraum des Zenturios mit kanalisiertem WC erhalten hatte. Gleichartige Latrinen wurden auch im Kastell Valkenburg (Praetorium Agrippinae) ergraben.[24] Die Zenturionentoilette aus Alphen aan den Rijn enthielt Reste des Kornwurmes, der teilweise das Getreide der Einheit befallen haben muss. Während des Mahlvorgangs war er zerrieben worden und kam so in die Nahrungskette. Außerdem fanden sich tausende Eier des Peitschenwurms, des Spulwurms und in erheblich geringerem Maße des Bandwurms. In der frühkaiserzeitlichen Latrine des Schweizer Kastells Zurzach wurde zusätzlich der Rinderbandwurm gefunden. Hingegen trafen die Ausgräber im Kastell Ellingen nur auf den Peitschenwurm.[25]

Eine besonders aufwändige Spültoilette besaßen die Mannschaften des nordenglischen Kastells Housesteads am Hadrianswall im 2. Jahrhundert n. Chr. Die in hadrianischer Zeit erbaute, mindestens zweiperiodige rechteckige Latrine mit zwei gegenüberliegenden hölzernen Sitzreihen war gänzlich in Stein ausgebaut und besaß an ihrer Rückseite einen großen, viereckigen Wassertank mit dessen Hilfe die Spülung gewährleistet wurde. Das Brauchwasser floss anschließend in den unterhalb gelegenen Kastellgraben. Vor den Sitzen befand sich am Boden eine in die Steinfliesen eingelassene flache Rinne, die Frischwasser führte. Sich bückend, konnten darin die Schwämme eingetaucht und gereinigt werden, die anstelle von Toilettenpapier verwendet wurden. Die mittig in der Latrine zwischen den gegenüberliegenden Sitzreihen befindlichen beiden Handwaschbecken wurden ursprünglich von einer Druckwasserleitung gespeist. Ähnliche WC-Anlagen wurden unter anderem im Kastell Saalburg und im Kastell Großkrotzenburg am Main gefunden. Solch komfortable sanitäre Anlagen, wie bei der römischen Armee, hat wohl kein Heer vor dem 20. Jahrhundert wieder besessen. Aus dem Dienstplan einer Legionsabteilung in Ägypten, vom 2. Oktober 87 n. Chr. geht hervor, dass der Soldat M. Longinus A ... zum Toilettenreinigen abkommandiert worden ist.[22]

Kastellbäder

Das kleine Militärbad am Kastell Osterburken.

Zu den Einrichtungen zählten auch Badehäuser bzw. Thermen mit Hypokaustenbeheizung.

Rekonstruierte Gebäude des römischen Lagers Arbeia in England (Kommandantenhaus und Kaserne)

Unterkünfte

In den Unterkünften wurde die organisatorische Gliederung der Legion beibehalten. Jede Gruppe (contubernium, Zeltgemeinschaft) hatte einen Schlafraum, der über eine Feuerstelle verfügte und einen Vorraum für die Ausrüstung und evtl. vorhandenes unfreies Personal. Teilweise befand sich vor diesen zwei Räumen noch ein Laubengang. Die zehn Räume der Centurie waren in einer Reihe angeordnet. Am Kopfende befand sich die Unterkunft des Centurios, des Optios und der weiteren Dienstgrade. Das Platzverhältnis von einfachen Soldaten zu Centurio betrug dabei ca. 1:10–1:12.

Weitere Bauten

Ein Standlager konnte neben den obigen Gebäuden noch Stallungen, Lazarett (Valetudinarium) und Werkstätten umfassen. Neben den Metallwerkstätten gab es teilweise regelrechte Bauhöfe im oder am Lager, da die Legion auch für viele Bauaufgaben in ihrem Bereich zuständig war. So tragen sehr viele Ziegel, auch außerhalb militärischer Bauten, Legionsstempel.

Lagerumfeld

Siedlungen

Rekonstruierte Wandmalerei aus dem Vicus des in Österreich gelegenen Kastells von Tulln.

Um ein Standlager bildete sich rasch eine Siedlung (Vicus) von zivilem Begleitpersonal der Legion, welches von Werkstätten, Händlern, Wirtschaften bis zu den Lebensgefährtinnen und Familien der offiziell unverheirateten Legionäre reichte.

Diese Siedlung (canabae) bildete zusammen mit dem eigentlichen Lager die Keimzelle zur Romanisierung der jeweiligen Provinz, wobei die Romanisierung in unmittelbarer Grenznähe, durch die größere Zahl von Militärlagern, meist stärker oder schneller war als im Hinterland. Teilweise bildete sich, etwa bei den Batavern am Niederrhein eine eigene Militärkaste heraus, die mehrere Jahrhunderte lang die jeweilige Legion oder auch das gesamte Heer ergänzte.

Begräbnisplätze

Weiterhin befand sich auch der Friedhof außerhalb des Lagers. Eine der größten Gräberstätten dieser Art wurde beim Kastell Gelduba entdeckt.

Entwicklung zu Städten

Aus römischen Kastellen und ihren Vici entstanden oftmals bedeutende Städte, wobei bereits die Römer teils auf ältere, einheimische Siedlungsstandorte zurückgegriffen haben. Manche neuzeitliche Stadt entstand in nachrömischer Zeit auch in der Peripherie des antiken Vorgängers und nutzte diesen als billigen Baustofflieferanten.

Beispiele

Römischer Name Späterer Name Land
Castrum Apulum Alba Iulia (Weißenburg) Rumänien
Augusta Vindelicorum Augsburg Deutschland
Augusta Raurica Kaiseraugst Schweiz
Bonnensia, Bonna Bonn Deutschland
Aquincum Budapest Ungarn
Arrabona Györ Ungarn
Castellum apud Confluentes Koblenz Deutschland
Castra Mogontiacum Mainz Deutschland
Novaesium Neuss Deutschland
Castra Batava / Boiotro Passau Deutschland
Castra Regina Regensburg Deutschland
Rigomagus Remagen Deutschland
Argentorate Straßburg Frankreich
Castra Ulcisia Szentendre Ungarn
Biriciana Weißenburg in Bayern Deutschland
Aquae Mattiacorum Wiesbaden Deutschland
Veldidena Wilten, heute Stadtteil von Innsbruck Österreich
Vindobona Wien Österreich
Vindonissa Windisch AG Schweiz
Lauriacum Enns/OÖ Österreich
Favianis Mautern/NÖ Österreich
Carnuntum Bad Deutsch-Altenburg Österreich
Civitas Vangionum / Borbetomagus Worms Deutschland
Colonia Ulpia Traiana Xanten Deutschland
Eboracum York Großbritannien
Singidunum Belgrad Serbien
Viminatium Kostolac Serbien
Nida Heddernheim, Stadtteil von Frankfurt am Main Deutschland
Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) Köln Deutschland

Siehe auch

Literatur

Allgemein

  • Marcus Junkelmann: Die Legionen des Augustus. 7., durchgesehene Auflage. Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-0886-8. (= Kulturgeschichte der antiken Welt, 33)
  • Harald von Petrikovits: Die Innenbauten römischer Legionslager während der Prinzipatszeit. Westdeutscher Verlag, Opladen 1975, ISBN 3-531-09056-9. (= Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Band 56)
  • Harald von Petrikovits: Die Spezialgebäude römischer Legionslager. In: Harald von Petrikovits: Beiträge zur römischen Geschichte und Archäologie, Band 1. Rheinland-Verlag, 1976, ISBN 3-792-70288-6.

Deutschland

  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage. Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-786-12347-0, S. 308ff.
  • Jörg Fassbinder: Neue Ergebnisse der geophysikalischen Prospektion am Obergermanisch-Raetischen Limes. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes. 4. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 27./28. Februar 2007 in Osterburken. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 3), S. 155–171, insbesondere S. 163–167.
  • Thomas Fischer, Erika Riedmeier Fischer: Der römische Limes in Bayern. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2120-0.
  • Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0-351-2, S. 94 ff.
  • Dieter Planck, Willi Beck: Der Limes in Südwestdeutschland. 2. völlig neubearbeitete Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0496-9.
  • Gerda von Bülow: Der Limes an der unteren Donau von Diokletian bis Heraklios. Vorträge der Internationalen Konferenz, Svištov, Bulgarien (1. – 5. September 1998). Nous, Sofia 1999, ISBN 954-90387-2-6.

Großbritannien

  • Richard J. Brewer: Roman fortresses and their legions. Society of Antiquaries, London 2000, ISBN 978-0-85431-274-0.
  • J. Collingwood Bruce's: Handbook to the Roman Wall. Society of Antiquaries of Newcastle upon Tyne, 2006, ISBN 0-901082-65-1.
  • Anne Johnson, bearb. von Dietwulf Baatz: Römische Kastelle des 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. in Britannien und in den germanischen Provinzen des Römerreiches. 3. Auflage, Zabern, Mainz 1990, ISBN 3-8053-0868-X, (Kulturgeschichte der antiken Welt, 37)
  • David J. A. Taylor: The forts on Hadrian's Wall: a comparative analysis of the form and construction of some buildings. Archaeopress, 2000, ISBN 1-84171-076-8.
  • Henner von Hesberg: Gestaltungsprinzipien römischer Militärarchitektur. In: Das Militär als Kulturträger in römischer Zeit. Schriften des Archäologischen Instituts der Universität Köln, Köln 1999

Ungarn

Einzelne Kastelle

Deutschland

  • Dietwulf Baatz: Kastell Hesselbach und andere Forschungen am Odenwaldlimes. Gebr. Mann, Berlin 1973, ISBN 3-7861-1059-X (Limesforschungen, Band 12)
  • Dietwulf Baatz: Römische Wandmalereien aus dem Limeskastell Echzell, Kr. Büdingen (Hessen). Vorbericht. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 1968.
  • Tilmann Bechert: Germania inferior. Eine Provinz an der Nordgrenze des Römischen Reiches. Verlag Pillipp von Zabern, Mainz 2007, ISBN 3-8053-2400-6.
  • Bernhard Beckmann: Neuere Untersuchungen zum römischen Limeskastell Miltenberg-Altstadt. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 2004, ISBN 3-7847-5085-0.
  • Hermann Heinrich Büsing: Römische Militärarchitektur in Mainz. Verlag Phillipp von Zabern, Mainz 1982, ISBN 3-8053-0513-3.
  • Thomas Fischer: Kastelle Ruffenhofen, Dambach, Unterschwaningen, Gnotzheim, Gunzenhausen, Theilenhofen, Böhming, Pfünz, Eining. In: Jochen Garbsch (Hrsg.): Der römische Limes in Bayern. 100 Jahre Limesforschung in Bayern. Ausstellungskataloge der Prähistorischen Staatssammlung 22, 1992, 37 ff.
  • Eveline Grönke: Das römische Alenkastell Biricianae in Weißenburg in Bayern. Die Grabungen von 1890 bis 1990. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2318-2.
  • Martin Kemkes und Markus Scholz: Das Römerkastell Aalen. Erforschung und Rekonstruktion des größten Reiterkastells am UNESCO-Weltkulturerbe Limes. Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2057-3.
  • Klaus Kortüm: Das Welzheimer Alenlager. Vorbericht zu den Grabungen im Westkastell 2005/2006. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes. 4. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 27./28. Februar 2007 in Osterburken. Theiss, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, (= Beiträge zum Welterbe Limes, 3), S. 123–139.
  • Michael Mackensen, Angela von den Driesch: Frühkaiserzeitliche Kleinkastelle bei Nersingen und Burlafingen an der oberen Donau. C.H. Beck, München 1987, ISBN 3-406-31749-9.
  • Dieter Planck: Welzheim. Römische Kastelle und Zivilsiedlung. In: Die Römer in Baden-Württemberg. 3. Auflage. Theiss, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0287-7, S.&611ff.
  • Dieter Planck: Untersuchungen im Westkastell von Welzheim, Rems-Murr-Kreis. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg. Konrad Theiss Verlag. Stuttgart 1989. S 126–127.
  • Hans Schönberger: Kastell Künzing-Quintana. Mann Verlag, Berlin 1975, ISBN 3-7861-2225-3.
  • Markus Scholz: Zwei Wirtschaftsbauten im Limeskastell Aalen. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Forschungen zur Funktion des Limes, Band 2. Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2117-6, (= 3. Fachkolloquium der Deutschen Limeskommission 17./18. Februar 2005 in Weißenburg i. Bay.), S. 107–121.
  • Andreas Thiel: Die Wehrtürme des Westkastells von Welzheim, Rems-Murr-Kreis. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg. Band 20. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1999. S. 94–96.
  • Carol van Driel-Murray, Hans-Heinz Hartmann: Das Ostkastell von Welzheim, Rems-Murr-Kreis. Theiss, Stuttgart 1999, ISBN 3-8062-1077-2.
  • Harald von der Osten-Woldenburg: Elektro- und geomagnetische Prospektion des Welzheimer Ostkastells, Rems-Murr- Kreis. In: Archäologische Ausgrabungen in Baden-Württemberg. Konrad Theiss Verlag 1993. S. 135–140.
  • Siegmar von Schnurbein: Die römischen Militäranlagen bei Haltern. Bodenaltertümer Westfalens 14, Münster 1974
  • Friedrich Winkelmann: Das Kastell Pfuenz. In: Ernst Fabricius, Felix Hettner, Oscar von Sarwey (Hrsg.): Der obergermanisch-raetische Limes des Roemerreiches B VII Nr. 73 (1901).
  • Werner Zanier, Angela von den Driesch, Corinna Liesau: Das römische Kastell Ellingen. Verlag Phillipp von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1264-4.

Ungarn

  • Gábor Finály: Castra ad Herculem. In: Arch. Ért. XXVII (Archaeologiai Értesítő), Budapest 1907, S. 45–47. (in ungarischer Sprache)
  • Endre Tóth: Die spätrömische Militärarchitektur in Transdanubien. In Archaeologiai Értesitő 134. Budapest 2009.

Rumänien

  • Alexandru Barnea: La forteresse de Dinogetia à la lumière des dernieres fouilles archéologiques. In: Studien zu den Militärgrenzen Roms III. 13. Internationaler Limeskongreß. Aalen 1983. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1986, ISBN 3-8062-0776-3, S. 447–450.

Spanien

  • Adolf Schulten: Numantia: Die Ergebnisse der Ausgrabungen 1905–1912. Bruckmann Verlag. 27

Großbritannien

  • John N. Dore, John P. Gillam: The Roman fort at South Shields, Excavations 1875–1975. Society of. Antiquaries of Newcastle upon Tyne Monograph 1, 1979.
  • Peter Howard: Birdoswald Fort on Hadrian's Wall: a history and short guide. Frank Graham 1976, ISBN 0-85983-083-7.
  • Edward John Phillips: Corbridge: Hadrian's Wall east of the North Tyne. Oxford University Press 1977, ISBN 0-19-725954-5.

Spezielle Themen

  • Tilmann Bechert: Römische Lagertore und ihre Bauinschriften. Ein Beitrag zur Entwicklung und Datierung kaiserzeitlicher Lagertorgrundrisse von Claudius bis Severus Alexander. In: Bonner Jahrbücher 171, S. 201 ff. Habelt, Bonn 1971.
  • Rudolf Fellmann: Principia – Stabsgebäude. Limesmuseum, Aalen 1983, (= Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands, 31)

Weblinks

 <Lang> Commons: Römische Militärlager – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 13 – 21.
  2. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 38 – 40.
  3. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 40 – 41.
  4. Endre Toth: Die spätrömische Militärarchitektur in Transdanubien. In Archaeologiai Értesitő 134. Budapest 2009, S. 49.
  5. Péter Kovács: The late Roman Army. In: Zsolt Visy (Hrsg.): The Roman army in Pannonia. Teleki Lázló Foundation 2003, ISBN 963-86388-2-6, S. 33.
  6. Tacitus, Agricola 14, 1; 20, 3; Babylonischer Talmud, Mo'eds Katan 28b
  7. Dieter Planck, Willi Beck: Der Limes in Südwestdeutschland. 2. völlig neubearbeitete Auflage. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0496-9. S. 94–96, Abb.
  8. Dietwulf Baatz: Limesforschungen XII. Studien zur Organisation der Römischen Reichsgrenze an Rhein und Donau. Mann Verlag, Berlin 1973, ISBN 3-7861-1059-X, S. 14.
  9. Dietwulf Baatz: Bauten und Katapulte des römischen Heeres. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06566-0, S. 62.
  10. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 101–103.
  11. Dieter Planck: Restaurierung und Rekonstruktion römischer Bauten in Baden-Württemberg. In: Günter Ulbert, Gerhard Weber (Hrsg.): Konservierte Geschichte? Antike Bauten und ihre Erhaltung. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1985, ISBN 3-8062-0450-0, S. 149–150.
  12. 12,0 12,1 Dietwulf Baatz: Der römische Limes: archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. Mann Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-7861-1701-2, S.. 36. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Baatz36“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  13. Marion Mattern: Römische Steindenkmäler aus Hessen südlich des Mains sowie vom bayerischen Teil des Mainlimes. Corpus Signorum Imperii Romani. Deutschland Bd. 2,13, S. 31, Kat-Nr. 148.
  14. Dietwulf Baatz: Limesforschungen XII. Studien zur Organisation der Römischen Reichsgrenze an Rhein und Donau. Mann Verlag, Berlin 1973, ISBN 3-7861-1059-X, S. 20.
  15. Werner Zanier, Angela von den Driesch, Corinna Liesau: Das römische Kastell Ellingen. Verlag Phillipp von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1264-4, S. 23.
  16. Barbara Pferdehirt: Die Keramik des Kastells Holzhausen. Mann Verlag, Berlin 1976, ISBN 3-7861-1070-0, S. 18.
  17. R. Fellmann: Principia. In: Reallexikon der germanischen Altertumskunde, Band 23. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-11-017535-5, S. 159.
  18. Hans Schönberger: Kastell Oberstimm. Mann Verlag, Berlin 1978, ISBN 3-7861-1168-5, S. 80ff.
  19. Sueton, Augustus 24.
  20. AE 1913, 131.
  21. Roman Inscriptions of Britain (RIB) 1, 1919 = CIL 7, 289.
  22. 22,0 22,1 Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 235.
  23. Marcus Junkelmann: Panis militaris – Die Ernährung des römischen Soldaten oder der Grundstoff der Macht. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2332-8, S. 26.
  24. Marcus Junkelmann: Panis militaris – Die Ernährung des römischen Soldaten oder der Grundstoff der Macht. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2332-8, S. 27.
  25. Marcus Junkelmann: Panis militaris – Die Ernährung des römischen Soldaten oder der Grundstoff der Macht. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1997, ISBN 3-8053-2332-8, S. 28.

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Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
08.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
07.04.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
05.04.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
02.04.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
02.04.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
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30.03.2021
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29.03.2021
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Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
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Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
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20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
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Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
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Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
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20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
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12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
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23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
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21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
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25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
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18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
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18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
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05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
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28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
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07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
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02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
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02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
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25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
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15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
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11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
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02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
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27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
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08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
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22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
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27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
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28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
DOI: 10.1038/nature14448
02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
DOI: 10.1126/science.aaa1343
04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
DOI:
05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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