Präkolumbisches Peru

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Präkolumbisches Peru

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Peru mit seiner trockenen Pazifikküste, den feuchtwarmen Gebieten des Amazonasregenwaldes und der hohen beschneiten Gipfel der Anden bot seiner sich zwischen 2.500 und 3.500 m erstreckenden Sierra günstige landwirtschaftliche Bedingungen (gleichmäßiges Klima, fruchtbarer Boden) und begünstigte so die Besiedlung des Andenraums. Ähnliches galt für den Altiplano, ein abflussloses steppenartiges Gebiet zwischen 3.000 und 4.500 m mit dem Titicacasee.

Wann die ersten Menschen nach Südamerika einwanderten, ist unbekannt. Man nimmt heute an, dass der Andenraum über die Landenge von Panama besiedelt wurde.

Die vorkolumbische Zeit wird im Allgemeinen in 7 Epochen gegliedert.

Präkeramische Epoche (4000–1800 v. Chr.)

Die präkeramische Epoche (4000–1800) begann mit dem Sesshaftwerden der Menschen und mit dem Beginn der Landwirtschaft. Die Andenbewohner hielten kaum Tiere (im Wesentlichen Meerschweinchen, Lama und Hund), bauten aber reichlich Gemüsesorten an: Kartoffeln, Erdnüsse, Chili... Die Baumwollweberei ermöglichte auch einfache künstlerische Betätigung. In dieser Zeit wurden vermutlich die ersten Sakralgebäude errichtet. Grabbeigaben aus nicht einheimischem Stein oder aus ecuadorianischen Muscheln lassen einen Austausch mit fremden Kulturen vermuten.

Keramische Epoche (1800–900 v. Chr.)

Mit der Erfindung der Keramik begann die keramische Epoche (1800–900). Um 1700 v. Chr. wird der Bau der ersten großen sakralen Anlagen datiert. Bewässerungstechnik wurde eingeführt, um die trockenen Gebiete des Andenraums nutzbar zu machen. Ton wird erstmals zur Fertigung einfacher Kunstgegenstände genutzt. An der Küste wurden große von Häusern umgebene Tempelanlagen errichtet, die von Priestern regiert und von Kriegern unterstützt wurden. Das waren vermutlich die ersten Staaten in Peru.

Früher Horizont (900–300 v. Chr.)

In der präkolumbischen Zeit werden Epochen, wo eine Hochkultur mehrere Völker einigte, Horizont genannt. Der frühe Horizont (900–300) begann mit dem Aufstieg der Chavinkultur, resp. mit dem Untergang der Küstenkulturen. Entscheidender kultureller Faktor dieser Zeit war die Fähigkeit der Metallverarbeitung. Diese Zeit gilt als der Ursprung der Peruanischen Kultur. Woher das Volk Chavin kam und wie es sich ausbreitete, ist unbekannt. Sie errichteten große Tempelanlagen, deren Ausmaß erst wieder in der Inkazeit erreicht wurde. Die Tempelorte wurden um 300 aus bis heute ungeklärten Umständen verlassen; die religiösen Ideen lebten aber auch nach dem Untergang der Chavinkultur weiter. Typisch für die Chavinkultur ist der Cupisnique Stil, eine Kombination aus Flachreliefen und Einritzungen meist in schwarzem Ton.

Frühe Zwischenzeit (300 v. Chr. bis 600 n. Chr.)

In der frühen Zwischenzeit (300 v. Chr. bis 600 n. Chr.), nach dem Zusammenbruch der Chavin, zerfiel Peru in kleine Staaten, von denen die einen die ganze Epoche überlebten, und andere, die nach kurzer Zeit wieder zerfielen („Regionalismus“). Diese Zeit verzeichnete einen Niedergang der Architektur. Typisch ist der Vicusstil, wo auf Keramikflaschen und Töpfen Tiere oder Menschen dreidimensional darstellt werden. Die ersten Sonnen- und Mondpyramiden wurden errichtet.

Mittlerer Horizont (600–1000)

Bei der Einigung im mittleren Horizont (600–1000) bildeten sich die Huari- und die Tiahuanaco-kultur heraus. Die ersten Städte ausgestattet mit schachbrettartigem Straßenmuster und von Verteidigungswällen umgeben entstanden. Die Tiahuanacos verbreiteten sich friedlich. Sie etablierten einen durch die gemeinsame Religion zusammengehaltenen Gottesstaat. Die kriegerischen Huaris hingegen zwangen den eroberten Regionen ihre Kunst und Religion auf.

Seit dieser Epoche wurde ein Schöpfergott verehrt. Typisch für den Huaristil sind bemalte und mit Flachreliefen verzierte Tongefäße. Wie diese Kulturen miteinander kommunizierten und wer sie beherrschte, ist unbekannt. Im 10. Jahrhundert wurden die Ansiedlungen plötzlich aus bis heute ungeklärten Umständen verlassen. Die Huarikultur bildet das kulturelle Fundament der Kultur der Inka.

Späte Zwischenzeit (1000–1450)

Nach dem Zerfall der Huari entwickelte sich in der späten Zwischenzeit (1000–1450) die Chimukultur. Sie hinterließ künstlerisch ausgereifte Metallarbeiten und Keramiken. Ihre Hauptstadt Chan-Chan ist einmalig im präkolumbischen Peru. Diese Kultur wurde auch ein Opfer der Expansion der Inka.

Später Horizont (1450–1533)

Im späten Horizont (1450–1533), der letzten Epoche des präkolumbischen Peru, bildete sich mit den Inka die letzte große einigende Kraft aus. Dank ihrer schlagkräftigen Armee schufen sie in kürzester Zeit ein riesiges Imperium mit einem gut ausgebauten Straßennetz. Typisch für diese Zeit sind Kunstwerke aus massivem Gold. Diese Zeit endete mit der Eroberung des durch einen Erbfolgekrieg geschwächten Inkareichs.

Siehe auch

  • Geschichte Perus

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