Pockenepidemie an der Pazifikküste Nordamerikas 1862


Die Pockenepidemie an der Pazifikküste Nordamerikas von 1862 wurde vom Dampfschiff Brother Jonathan von Kalifornien nach Victoria eingeschleppt. Sie war in Kalifornien, genauer San Francisco, ausgebrochen und erreichte Victoria am 12. März 1862. Mit dem Entschluss, die um die Stadt lagernden Indianer zu vertreiben, verbreitete sich die Krankheit bis nach Alaska im Norden und bis zum Puget Sound im Süden. Während die nichtindigene Bevölkerung durch Impfungen geschützt war, fielen der Krankheit von April bis Dezember 1862 wahrscheinlich rund 14.000 Ureinwohner zum Opfer, vielleicht die Hälfte der Gesamtbevölkerung.

Von Kalifornien nach Victoria

Am 12. März 1862 legte die Brother Jonathan mit rund 350 Passagieren an Bord, meist Goldsuchern, nachmittags an. Sie waren von Nachrichten über Goldfunde im heutigen Idaho angezogen worden, doch verhinderte der überaus kalte Winter 1861/62, dass sie weiterzogen. Captain Samuel DeWolf führte das erste Schiff des Jahres nordwärts. Nur 100 bis 125 Passagiere hatten das Ziel Victoria, die anderen wollten weiter. Das Schiff trug 60 Tonnen Fracht für die Stadt, einschließlich 75 Schafe und 21 Mulis. Die Goldsucher nutzten die 24-stündige Fahrtunterbrechung zum Besuch von Grog Houses und Bordellen, in denen auch indianische Prostituierte arbeiteten. Am nächsten Tag gegen 16 Uhr ließ Captain DeWolf mit 400 Passagieren wieder ablegen, diesmal Richtung Columbia River.

Der Ausbruch

Bereits am 18. März schrieb der Daily British Colonist, die lokale Tageszeitung, einer der Passagiere habe Pocken gehabt, am 20. März tauchte ein zweiter Erkrankter auf. Am 24. brachte die Oregon ebenfalls mindestens einen Pockenkranken aus San Francisco mit. In den folgenden Tagen erschienen Berichte über Pockentote in Kalifornien, wo es angeblich bereits über 2.000 Fälle gab.

Doch die Inkubationszeit beträgt 12 Tage, in denen die Infizierten hochgradig ansteckend sind, man ihnen die Krankheit aber nicht anmerkt. Zudem genügen dem Virus Decken oder Kleider zur Übertragung. Den Anfang macht ein hohes Fieber, dann Kopf- und Gliederschmerzen, dann übergibt sich der Erkrankte. Nach zwei, drei weiteren Tagen entwickelt sich ein Ausschlag im Gesicht, an Händen und Füßen. Nun erreicht der Patient die höchste Ansteckungsgefahr und die Ausschläge verteilen sich über den ganzen Körper. Dann folgen die gefürchteten Eiterbläschen, die oftmals zu großen Eiterblasen zusammenwachsen. Rund einen Monat nach der Ansteckung trocknen die Bläschen und fallen ab. Wer überlebt, hat zahlreiche Pockennarben; viele sind erblindet. War die Krankheit erst einmal ausgebrochen, gab es keine Hilfe. Nur Quarantäne konnte die Verbreitung stoppen. Wer noch nicht erkrankt war, konnte geimpft werden.

Entsprechend titelte der Daily British Colonist mit „Quarantine“ und am folgenden Tag hieß es „Die Krankheit, so fürchten wir, wird eine traurige Verwüstung unter den Indianern anrichten, wenn nicht strenge Gesundheitsmaßnahmen ergriffen werden“. Doch nur wer sich freiwillig meldete, sollte entsprechend versorgt werden.

Da die Pockenimpfung bereits 1798 in England entdeckt und bereits seit 1837 am Puget Sound eingesetzt wurde, forderte die besagte Tageszeitung die Bürger auf, sich impfen zu lassen. Am 1. April schätzte man, dass jeder zweite geimpft war. Dabei lebten in Victoria rund 5.000 Menschen, davon die Hälfte Weiße. Die umliegende Indianerbevölkerung dürfte ähnliche Zahlen aufgewiesen haben, mindestens 1.600 lebten in der Umgebung, über 2.000 kampierten zum Handeln in Stadtnähe.

Dr. John Sebastian Helmcken (1824-1920) impfte rund 30 Songhees. Schon am 1. April tauchte die Nachricht von einem ersten kranken Indianer auf. Doch nur Dr. Helmcken reagierte, indem er am 16. April weitere 30 Indianer impfte. Unermüdlich setzte er diese Arbeit fort und impfte wohl über 500 von ihnen. Wahrscheinlich entstand ein kurzfristiger Mangel an Impfstoff. Doch spätestens Anfang Mai war wieder genug davon verfügbar.

Als die Krankheit in den Lagern vor der Stadt ausbrach, flohen die Songhees auf eine Insel in der Haro Strait. Sie stellten sich damit selbst unter Quarantäne. Nur dieser Stamm überlebte die beginnende Katastrophe mit nur wenigen Opfern.

Pater Leon Fouquet, ein katholischer Missionar, impfte 3.400 Indianer entlang des Fraser River. Gleichzeitig erhielten andere Missionsstationen an der Strait of Georgia und im Puget Sound Impfstoff. Auch diese Stämme wurden kaum von der tödlichen Krankheit getroffen.

Verantwortlich für die Abwehr der Gefahr waren aber eigentlich nicht die Missionare und Ärzte, sondern das Abgeordnetenhaus der Kolonie Vancouver Island. Die erst 1843 gegründete Stadt Victoria hatte nämlich noch keinen Stadtrat und keinen Bürgermeister. Sowohl der Arzt Dr. William Tolmie (1812-1886) als auch Dr. John Helmcken waren Mitglieder der Versammlung, Helmcken war sogar ihr Sprecher, und er galt als einer der einflussreichsten Männer der Kolonie. Die beiden waren seit 1833 bzw. 1850 offizielle Ärzte der Hudson’s Bay Company, die die Herrschaft im Namen Großbritanniens ausübte.

Schon 1837 hatten Nachrichten von einer Pockenepidemie im Norden von British Columbia die Company erreicht. Die Pocken erreichten damals den Puget Sound und Dr. Tolmie sollte Indianer bei Fort Nisqually impfen. 1853 impfte er dort abermals zahlreiche Indianer, als die Pocken an der Washingtoner Küste grassierten, die seit 1846 zu den USA gehörte. Ähnlich agierte Dr. Helmcken. Die beiden Ärzte wussten also, was in solchen Fällen zu tun war.

Die Rolle des Gouverneurs James Douglas

James Douglas hatte die Wirkung der Pocken bereits 1836/37 und 1847/48 kennen gelernt. Er schlug daher der Provinzialversammlung am 27. März 1862 vor, ein isoliertes Krankenhaus für alle Pockenfälle einzurichten. Das neunköpfige House of Assembly, zu dem die beiden Ärzte zählten, beriet vier Tage später über den Vorschlag, wobei Dr. Helmcken sich gegen eine Zwangsverbringung in ein ebenso abzulehnendes Hospital aussprach. Er warf dem Gouverneur Aktionismus vor. Die neun Mitglieder des Gremiums votierten für den Bau eines passenden Gebäudes neben dem vorhandenen Hospital, weigerten sich aber, die Freiheit der Entscheidung jedes einzelnen einzuschränken, selbst über die Impffrage zu entscheiden. Nur ein Herr Burnaby sprach sich für den Vorschlag Douglas' aus, trotz der Freiheitsbeschränkung und trotz der Kosten.

Der Verlauf

Mitte April 1859 hatte man 2.235 Indianer in den Lagern um Victoria gezählt. Dazu zählten vor allem Tsimshian (44 %), Haida (26 %), Tlingit (15 %), Bella Bella (Heiltsuk) (8 %) und Kwakiutl von Fort Rupert (7 %). Natürlich schwankten diese Zahlen jahreszeitlich, da manches Kanu mehrere tausend Kilometer zurücklegen musste, um nach Victoria zu gelangen, doch kann man um diese Zeit wohl mit rund 2.000 Indianern rechnen.

Der anglikanische Missionar Reverend Alexander Garrett bemerkte die Krankheit bei den Tsimshian am 13. oder am 20. April, jedenfalls an einem Sonntag. Bereits am 26. April berichtete der Daily British Colonist von 20 Toten in den letzten Tagen, vier allein am Vortag. Die Befürchtung ging um, der ganze Stamm könnte ausgelöscht werden. Zwei Tage später schätzte man die Zahl der Toten des Stammes bereits auf 300.

Es gab aber auch Stimmen, die sich eher um die Ansteckung von Weißen durch Indianer sorgten, oder die einfach störte, dass die Indianer überall in der Stadt waren, im Theater, den Straßen, in Hotels und Restaurants, als Hauspersonal. Zeitungsleute propagierten eine Haltung, bei der die Lösung dieses „Problems“ um jeden Preis an oberster Stelle stand.

Am 9. Mai trug Reverend Georg Hill in sein Journal ein: „Ich bin durch die Hyda und Bella Bella Camps gegangen und fand dreizehn Fälle und einen toten Körper. Noch nie habe ich so schreckliche Szenen von Tod, Elend, Schmutz und Leiden gesehen.“ Schon am 14. Mai prognostizierte das Lokalblatt eine Ausbreitung der Epidemie bis Sitka. Am 27. Mai fabulierte man schon davon, dass bei fortgeschriebener Sterberate binnen zwei Jahren ein Indianer des Nordens eine Kuriosität sein werde. Offenbar wurden einige der Bewohner bereits von Panik ergriffen.

Vertreibung

Der Commissioner of Police Joseph Pemberton gab am 28. Mai Befehl, dass die Tsimshians innerhalb eines Tages die Region verlassen sollten, und dass das Kanonenboot Grappler dabei „helfen“ sollte. Auch sollten die Indianer aus der Stadt selbst entfernt werden. Zwei Tage später waren alle Tsimshian abgezogen. Auch Tlingit und Haida begannen den Aufbruch. Am 11. Juni zwang die Polizeitruppe rund 300 Menschen, die Gegend zu verlassen und in ihre Herkunftsgebiete zurückzukehren. Das Kanonenboot Forward zog 15 Tage lang 26 Kanus, voll mit Indianern, nordwärts bis Fort Rupert. Dazu gehörten 20 Haida-Kanus, fünf Kanus anderer Stämme von Haida Gwaii und eines von den Tlingit. Schon auf dem Weg nach Norden brachen erste Pockenfälle aus.

Am 21. Juni schrieb der Daily British Colonist: „Wie sind die Mächtigen gefallen! Noch vor vier Jahren ... waren sie der Schrecken der Küste; heute, von gebrochenem Geist und verweichlicht ... ziehen sie nordwärts, den Keim einer widerlichen Krankheit in sich, die Wurzel schlagen und bei den zu Hause gebliebenen Freunden den Ruin und die Zerstörung herbeiführen wird. Bei der derzeitigen Sterblichkeitsrate können nur wenige Monate verstreichen, bis die Nördlichen Indianer dieser Küste nur noch in der Geschichte existieren.“

Ende Juni waren fast alle Indianer um Victoria vertrieben, doch noch im Juli gab es dort einige Überlebende. Innerhalb Victorias traten kaum noch neue Fälle auf. Wie so oft in solchen Fällen betrachtete mancher Schreiberling die Elenden mit Verachtung.

Ausbreitung Richtung Norden

Am 17. Mai erreichten die Kanus der Tsimshians Fort Simpson. Sie waren die ersten, die vor Victoria vertrieben worden waren. Entsprechend der Inkubationszeit von rund zwei Wochen traten bis Ende Mai nur Krankheitsfälle unter den Vertriebenen auf. Bei den Nuxalk wusste man sich nicht anders zu helfen, als die Erkrankten in die Wälder zu bringen, ihnen eine Decke und zwei, drei Lachse mitzugeben und sie sterben zu lassen. Die Erfolglosigkeit der Medizinmänner setzte sie unter ungeheuren Druck, denn ihr Mühen war ohne jeden Erfolg.

Am 12. Juni erreichten die Nachrichten von diesem Desaster Victoria. Captain Shaff vom Schoner Nonpareil berichtete, dass binnen weniger Tage Hunderte um Fort Simpson und Fort Rupert fortgerissen worden seien. Die nordwärts geschleppten Indianer seien schnell gestorben. Bei den ersten Anzeichen habe man die Kranken ausgesetzt, ihnen Brot, Fisch und Wasser, dazu ein Tuch als Zeltersatz mitgegeben. Captain Osgood von der Northern Light berichtete ähnliches von den Bella Bella oder Heiltsuk, und meinte, sie seien fast ausgerottet. 12 Meilen nördlich von Nanaimo sah er zwölf Tote in der Sonne verfaulen, Captain Whitford sah dort, wie er am 11. Juli berichtete, über 100 Tote. Von einer Gruppe von 60 Haida seien bis Mitte Mai 40 verstorben, berichtete Osgood.

Pater Brabant, ein katholischer Missionar, war 1862 bei den Hesquiaht, einem Stamm der später so genannten Nuu-chah-nulth an der Nordwestküste von Vancouver Island. Sein Tagebuch vermerkt im Oktober 1862, dass 15 „Mouetsats“ (Mowachaht) an Pocken gestorben seien. Sie wollten nun aus Rache genauso viele Hesquiaht töten. Am 14. Oktober kam ein Kanu vom Nootka Sound, doch aus Angst verwehrte man das Landerecht. Es war Tom, ein Missionar mit seiner Familie. Brabant impfte sie, berichtet zugleich von Panik, Geschrei und Geheul, von Medizinmännern, die „abergläubisch“ predigten.

Die Frau des Häuptlings der Hesquiaht war am 16. Oktober tot, Brabant versuchte den ganzen Stamm zu impfen, doch schon nach der Messe traten am 17. Oktober drei Pockenfälle auf, zwei waren bereits am 18. Oktober tot. Keiner wagte es, sie zu begraben. Ein Makah und sieben andere halfen schließlich. Doch die Toten wurden nur in ein Kanu gepackt und mit einem Brett bedeckt, weil es so heftig stürmte. Die Schwester des Häuptlings erkrankte und starb am 20. Oktober. Auch Peter schien nun die Pocken zu haben.

Von den Mowachaht wird berichtet, dass jeder, der beim Beerdigen half, selbst an den Pocken erkrankte. Ein Indianer wurde vertrieben, weil er in Victoria gewesen war, das zu Recht als Herd der Krankheit erkannt wurde. Alle Indianer kamen zur Messe und sangen, ansonsten herrschte erdrückende Stille. Brabant schaffte es nun gerade noch, die Toten in den Wald zu werfen. Doch am 21. und 22. Oktober schien sich die Lage zu bessern, denn Peter gesundete.[1]

Ausbreitung Richtung Süden

Die Ausbreitung nach Süden erfolgte Richtung Puget Sound. Am 19. April berichtete der Daily British Colonist, ein Bürger in Port Townsend sei Opfer der Pocken geworden. Eine Gruppe Tsimshians fuhr südwärts - warum, lässt sich nur vermuten -, passierte den Ort und kampierte bei Port Ludlow. Am 19. Mai berichtete das Blatt in Victoria, sie seien alle krank oder bereits tot. Ob dies nur Gerüchte waren, ist unklar, die Zeitungen in der Puget Sound-Region haben nichts darüber berichtet. Immerhin gab es zwei Zeitungen namens Olympia, dann die Port Townsend und Steilacoom. Am 10. April schrieb der Steilacoom’s Puget Sound Herald: „Zwischen Feuerwasser und den Pocken ... versprechen die roten Männer dieser Region, bald ganz zu verschwinden“. Ansonsten schrieben die Blätter nur ab, was in Victoria kolportiert wurde.

Eugène Casimir Chirouse[2] (nicht zu verwechseln mit seinem Neffen Eugène-Casimir Chirouse), der katholische Missionar in der Indian Reservation von Tulalip (beim späteren Everett), schrieb zwischen Anfang Mai und Ende September über den Verlauf der Epidemie. 400 Indianer seien geimpft worden und bis August seien nur drei den Pocken zum Opfer gefallen. Bei den wenig weiter entfernten Indianern seien hingegen zahlreiche Opfer zu beklagen.

Der für die Makah Reservation zuständige Indian Agent Henry Webster schrieb im August 1863, die Makah seien wegen ihrer isolierten Lage am Cape Flattery verschont worden, und weil der Arzt Joseph Davies den überwiegenden Teil des Stammes geimpft habe.

Nach dem Indian Agent S. D. Howe gab es einige Opfer unter den Nooksack, direkt an der Grenze. Auch die S'Klallam erlitten große Verluste.

Von den Elliott Bay Indians erlebte ein Junge die Epidemie und berichtete nach über 60 Jahren vom Ausbruch der Krankheit bei Seattle. Dort, so berichtete er, hatten die Indianer ein Haus von 60 mal 30-40 Fuß, das am späteren Pioneer Square stand. Es diente als eine Art Krankenhaus. Eindringlich beschrieb er, wie die Medizinmänner versuchten, ihre Patienten zu retten. Er berichtet von Schwitzhütten und Sprüngen ins kalte Wasser, und vor allem davon, dass die Panik im Stamm dafür sorgte, dass jeder Heiler nur drei Kranke behandeln durfte. Starben diese, war das auch sein Todesurteil. In der Region gab es fortan keinen einzigen Medizinmann mehr - ob sie flohen oder getötet wurden, sei dahingestellt. Wenn wir der Beschreibung der Rituale glauben dürfen, so sorgten die Medizinmänner damit selbst dafür, dass sie sich infizierten.

Am 30. Juni 1863 schrieb der Arzt in der Puyallup-Reservation, C. H. Spinning, er habe während des letzten Jahres 254 Indianerpatienten behandelt, 7 seien verstorben, doch erwähnt er keinen Fall von Pocken. Bei den Nisqually wurde im September 1863 berichtet, es habe 12 Tote gegeben, aber auch hier ist unklar, ob dies auf die Pocken zurückgeht.

In der Chehalis-Reservation, zwischen Olympia und Columbia River, berichtete der Indian Agent A. R. Elder, die Gesundheit der dortigen Indianer sei viel besser als am Puget Sound, da sie weiter abseits von den „Sünden“ der Weißen lebten. Offenbar breitete sich die Epidemie nicht weiter nach Süden aus.

Zeitungen in Washington und Kalifornien berichteten ausgesprochen wenig über das Desaster. San Francisco zögerte, überhaupt zu berichten. Eine Zeitung in Port Townsend, der Washington Standard, konstatierte: „die Zeitungen in San Francisco vermeiden jeden Hinweis auf die Existenz von Pocken in der Stadt”. Ein Blatt in Olympia meinte, die Blätter hätten Angst, unangemessene Aufregung und Aktionismus zu provozieren.

Immerhin forderte der Puget Sound Herald vom 3. April die Bürger auf, sich sofort impfen zu lassen, falls die Krankheit die Region erreiche. Auch sollten sie Vorsicht beim Besuch betroffener Gebiete walten lassen. Andere Blätter forderten zur Sicherheit die Entfernung der Indianer - statt sie zu impfen -, was auch moralisch und gesellschaftlich von Vorteil sei.

The North-West (Port Townsend) stellte am 24. Mai fest: „Die Indianer sind eine abscheuliche und arbeitsscheue Rasse, von keinerlei irdischem Nutzen für sich oder sonst irgend jemanden - abgesehen von den Ärzten - und ihre Gegenwart zieht ... weiße Strolche an, die ... ein unstetes Leben durch Verkauf von schlechtem Whisky führen. Diese Zügellosen sind viel schlimmer als die Pocken... Lasst uns die Indianer in die Reservate schicken, wo sie hingehören... die Gesellschaft würde sich verbessern und stärken und freie Liebe (free-love) und Atheismus würden weniger Anhänger an den Ufern des Puget Sound finden.“

Folgen

Ende Juni begannen vor Victoria die furchtbaren Aufräumarbeiten. Die Leichen wurden mancherorts mit Steinen beschwert und in zwei nahegelegene Buchten geworfen. Noch am 28. Juni 1863 schätzte der Daily British Colonist, dass auf einem einzigen Acre allein 1000 bis 1200 Nördliche Indianer lagen. Nach späteren Schätzungen kostete die Epidemie 15.000 Indianer das Leben, was etwa der Hälfte aller Bewohner entspricht.

Doch nicht alle Stämme waren gleichermaßen betroffen. Am schlimmsten traf es Südalaska. Allein die Tlingit verloren wohl 1.450 Stammesmitglieder, rund 60 % der Gesamtzahl. Die Heiltsuk verloren 1.150, nur 500 überlebten. Auf Haida Gwaii und Prince of Whales Island starben wohl 4.700 Haida, nur 1.600 überlebten. Von den 13 Dörfern bestanden 1882 nur noch sieben, um 1900 sogar nur noch zwei, ganze Clans verschwanden, die Gesellschaftsstruktur wurde zerstört. Damit endeten auch die gefürchteten Raubzüge gegen die südlichen Indianerstämme.

Am 17. Juni 1862 brachte es die Daily Press aus Victoria auf den Punkt: „... Was wird man in England sagen?, wenn es bekannt wird, dass eine Indianerbevölkerung um Victoria unterstützt und ermutigt wurde, bis die Pocken von San Francisco eingeführt wurden. Sie, die als die Krankheit unter ihnen wütete... dem Untergang überlassen wurden, mitten in einer christlichen Gemeinschaft, die von ihnen fett geworden war seit vier Jahren ... die nicht zum Guten Samariter wurde und versuchte, die Wirkungen der Krankheit durch medizinische Mittel zu lindern, stattdessen diese Leute fortschickte in den Tod und die Krankheit an der Küste verstreute. Die Zerstörung vielleicht der ganzen indianischen Rasse in den Britischen Besitzungen am Pazifik mit ihnen schickend... Es gibt eine entmenschlichende Einfältigkeit über die Behandlung der Indianer, die wirklich furchtbar ist... Wie leicht wäre es gewesen, die Stämme fortzuschicken, als die Krankheit in der Stadt bemerkt wurde, und wenn sich einige der Indianer angesteckt hätten, hätte man in einiger Entfernung von Victoria einen Platz einrichten können, bis sie sich erholt hätten..., was sie mit medizinischer Hilfe aller Wahrscheinlichkeit nach getan hätten... Die Obrigkeiten haben die Arbeit der Ausrottung (extermination) begonnen - lasst sie fortfahren ... Nie gab es eine abscheulichere Indianerpolitik als unsere.“

Anmerkungen

  1. Colonist, 11. Juli 1875, zitiert nach: Leona Taylor and Dorothy Mindenhall, “Index of Historical Victoria Newspapers,” Victoria’s Victoria, http://www.victoriasvictoria.ca/, 2007.
  2. Einen Eindruck von Chirouse bekommt man durch ein Foto von Chirouse und von fünf weiteren Missionaren in British Columbia (etwa 1859-1869 aufgenommen) (Chirouse oben links).

Literatur

  • Robert Boyd: The Coming of the Spirit of Pestilence: Introduced Infectious Diseases and Population Decline among Northwest Coast Indians, 1774-1874, Seattle: University of Washington Press 1999
  • Harry Greyson: A History of Victoria 1842-1970, Victoria: The Victoria Observer Publishing Co. Ltd. 1970
  • Dorothy Blakey Smith (Hrsg.): John Sebastian Helmcken, The Reminiscences of Doctor John Sebastian Helmcken, Vancouver: University of British Columbia Press 1975
  • Robert T. Boyd, George M. Guilmet, David L. Whited, Nile Thompson: The Legacy of Introduced Disease: The Southern Coast Salish, in: American Indian and Culture Research Journal 15/4 (1991) 1-32
  • Kiran van Rijn: “Lo! the Poor Indian!” Colonial Responses to the 1862-63 Smallpox Epidemic in British Columbia and Vancouver Island, in: CBMH/BCHM 23,2 (2006) 541-560.

Siehe auch

Weblinks


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20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
25.09.2020 Mathew Stewart, Richard Clark-Wilson, Paul S. Breeze, Klint Janulis, Ian Candy, Simon J. Armitage, David B. Ryves, Julien Louys, Mathieu Duval, Gilbert J. Price, Patrick Cuthbertson, Marco A. Bernal, Nick A. Drake, Abdullah M. Alsharekh, Badr Zahrani, Abdulaziz Al-Omari, Patrick Roberts, Huw S. Groucutt, Michael D. Petraglia. Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
DOI: 10.1126/science.abe8476
25.09.2020 Martin Petr, Mateja Hajdinjak, Qiaomei Fu, Elena Essel, Hélène Rougier, Isabelle Crevecoeur, Patrick Semal, Liubov V. Golovanova, Vladimir B. Doronichev, Carles Lalueza-Fox, Marco de la Rasilla, Antonio Rosas, Michael V. Shunkov, Maxim B. Kozlikin, Anatoli P. Derevianko, Benjamin Vernot, Matthias Meyer, Janet Kelso Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
DOI: 10.1101/2020.03.09.983445
21.09.2020 Philomena Konstantinidis Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
DOI:
21.09.2020 Catherine Crockford, Liran Samuni, Linda Vigilant, Roman M. Wittig Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
DOI: 10.1126/sciadv.aaz5746
21.09.2020 Wang H, Matzke-Karasz R, Horne DJ, Zhao X, Cao M, Zhang H, Wang B Älteste Spermien der Welt
DOI: 10.1098/rspb.2020.1661
17.09.2020 Ammie K. Kalan et al. Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
DOI: 10.1038/s41467-020-18176-3
15.09.2020 Adriano Orsingher, Silvia Amicone, Jens Kamlah, Hélène Sader & Christoph Berthold Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
DOI: 10.15184/aqy.2020.4
09.09.2020 Andrea Picin et al. Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
DOI: 10.1038/s41598-020-71504-x
09.09.2020 Hai Cheng, Haiwei Zhang, Christoph Spötl, Jonathan Baker, Ashish Sinha, Hanying Li, Miguel Bartolomé, Ana Moreno, Gayatri Kathayat, Jingyao Zhao, Xiyu Dong, Youwei Li, Youfeng Ning, Xue Jia, Baoyun Zong, Yassine Ait Brahim, Carlos Pérez-Mejías, Yanjun Cai, Valdir F. Novello, Francisco W. Cruz, Jeffrey P. Severinghaus, Zhisheng An, R. Lawrence Edwards Das letzte Zucken der Eiszeit
DOI: 10.1073/pnas.2007869117
03.09.2020 J. Burger et al. Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
DOI: 10.1016/j.cub.2020.08.033
03.09.2020 Rupert Gebhard & Rüdiger Krause Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
DOI:
03.09.2020 Pedro A. López-García, Denisse L. Argote & Michael C. Thrun Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
DOI: 10.1109/ACCESS.2020.3016244
26.08.2020 Dragana Filipović, John Meadows, Marta Dal Corso, Wiebke Kirleis et al. Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
DOI: 10.1038/s41598-020-70495-z
26.08.2020 Davide Delpian, Thorsten Uthmeier Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
DOI: 10.1371/journal.pone.0236548
17.08.2020 Paula J Reimer, William E N Austin, Edouard Bard, Alex Bayliss et al. Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
DOI: 10.1017/RDC.2020.41
06.08.2020 Spiekman Stephan N.F. et al. Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
DOI: 10.1016/j.cub.2020.07.025
06.08.2020 Gerald Mayr, Thomas Lechner, Madelaine Böhme Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
DOI: 10.1007/s10336-020-01799-0
04.08.2020 Schüßler, D., Blanco, M.B., Salmona, J., Poelstra, J., Andriambeloson, J.B., Miller, A., Randrianambinina, B., Rasolofoson, D.W., Mantilla-Contreras, J., Chikhi, L., Louis, E.E. Jr., Yoder, A.D., Radespiel, U. Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
DOI: 10.1002/ajp.23180
31.07.2020 Felix J. Augustin & Andreas T. Matzke & Michael W. Maisch & Juliane K. Hinz & Hans-Ulrich Pfretzschner Bisher älteste Bissspuren von Säugetieren auf Dinosaurierknochen entdeckt
DOI: 10.1007/s00114-020-01688-9
30.07.2020 Shaddai Heidgen, Elena Marinova, Raiko Krauß, Oliver Nelle, Martin Ebner, Tanja Märkle, Tatiana Miranda, Jörg Bofinger, Stefan Klingler, Annett Junginger Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
DOI: 10.1016/j.quaint.2020.05.038
30.07.2020 Mayr, G., P. D. Gingerich, and T. Smith 55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
DOI: 10.1080/02724634.2020.1769116
25.07.2020 Sandra A. Heldstab, Karin Isler, Caroline Schuppli, Carel P. van Schaik Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
DOI: 10.1126/sciadv.abb4685
25.07.2020 Hugo Zeberg, Michael Dannemann, Kristoffer Sahlholm, Kristin Tsuo, Tomislav Maricic, Victor Wiebe, Wulf Hevers, Hugh P.C. Robinson, Janet Kelso and Svante Pääbo Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
DOI: 10.1016/j.cub.2020.06.045
20.07.2020 Nicholas J. Conard, Maria Malina Werkzeug-Satz aus Elfenbein
DOI:
16.07.2020 Díez Díaz et al. Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
DOI: 10.3389/feart.2020.00160
14.07.2020 Magdalena Krajcarz, Maciej T. Krajcarz, Mateusz Baca, Chris Baumann, Wim Van Neer, Danijela Popović, Magdalena Sudoł-Procyk, Bartosz Wach, Jarosław Wilczyński, Michał Wojenka, Hervé Bocherens Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1918884117
14.07.2020 Karapunar, B., Werner, W., Fürsich, F. T. & Nützel, A. Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
DOI: 10.1127/pala/2020/0098
09.07.2020 Haruda A. et al. Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
DOI: 10.1038/s41598-020-67798-6
07.07.2020 Columbu Andrea, Chiarini Veronica, Spötl Christoph, Benazzi Stefano, Hellstrom John, Cheng Hai and De Waele Jo Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
DOI: 10.1038/s41559-020-1243-1
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
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27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
DOI:
03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
DOI:
01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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