Phuan (Ethnie)


Die Phuan (auch Tai Puan, Thai Phuan oder Lao Phuan, Phouan, Phu Un, thailändisch: ชาวไทพวน, ชาวลาวพวน, Aussprache: [pʰuːan]) sind eine Ethnie in Thailand und Laos.

Siedlungsraum

Die eine Hälfte der insgesamt etwa 200.000 Menschen zählenden Phuan siedelt in kleineren Gebieten im Nordosten von Thailand, dem Isaan, die andere Hälfte in der Provinz Xieng Khouang in Laos. Die Mehrheit der thailändischen Phuan befindet sich in der Provinz Udon Thani. In Laos sind sie nahe der Ebene der Tonkrüge zu finden.

Religion

Die Phuan sind ganz überwiegend Buddhisten der Theravada-Richtung.

Kultur

Die Sprache der Phuan besteht neben dem Thailändischen, das als Amtssprache von Thailand in allen Schulen gelehrt wird. Im Gegensatz zu den anderen Sprachen der nordöstlichen Minderheiten wird Phuan weiterhin im Alltag verwendet.

Handgewebte Textilien sind charakteristische Erzeugnisse der Phuan-Gemeinschaften; insbesondere das gestreifte oder gemusterte pakama (auch: pakaoma; ผ้าขาวม้า), ein vielseitig verwendetes Tuch für Männer, z. B. als kurzer Sarong, als Gürtel, Hals- oder Kopftuch, und der pasin tinjok (ผ้าซิ่นตีนจก), ein langer Rock für Frauen. Die Sitten und Gebräuche der Phuan ähneln denen der anderen Tai-Gruppen im Isaan und in Laos. Eine Besonderheit stellt die Begleitung von Novizen in den Tempeln dar, meist vor dem Songkran-Fest, dem traditionellen thailändischen Neujahrsfest: Elefanten begleiten die Neuankömmlinge bis vor das Tempelgelände.

Literatur

  • Peoples of the Buddhist World. 2004

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