Obelisken in Rom


Obelisk auf dem Lateransplatz
Kupferstich von Giovanni Battista Piranesi (1748)
Antike Obeliskenspitze aus den Kapitolinischen Museen

Rom ist die Stadt mit den meisten antiken Obelisken und wird daher auch die Stadt der Obelisken genannt. Acht altägyptische und fünf antike römische Obelisken sind im Stadtgebiet aufgestellt, ein weiterer wird gerüchteweise in der Nähe der Kirche San Luigi dei Francesi vermutet. Die Obelisken wurden größtenteils von den römischen Kaisern aus Ägypten nach Rom gebracht, einige auch direkt in Rom angefertigt. Von den Päpsten wurden sie wieder aufgerichtet und an neuen Standorten aufgestellt. Teilweise sollten sie als Wegweiser für Pilger dienen, wie etwa vor dem Lateran oder bei Santa Maria Maggiore.

Eine Sonderstellung nimmt der im 20. Jahrhundert geschaffene Mussolini-Obelisk ein, der am 4. November 1932 von Mussolini auf dem Foro Mussolini (heute Foro Italico) eingeweiht wurde. Bis zum Jahr 2005 stand zudem eine antike äthiopische Stele in der Stadt.

Übersicht

Die Obelisken sind nach Herkunft und erhaltener Höhe aufgelistet.[1][2][3]

Herkunft Erhaltene Höhe Gewicht Name Standort Geokoordinaten
Ägyptisch 34 m ~460 t Lateranense Piazza San Giovanni 41° 53′ 12,6″ N, 12° 30′ 17,2″ O41.88683333333312.504777777778
Ägyptisch 25 m ~326 t Vaticano Petersplatz 41° 54′ 8,1″ N, 12° 27′ 26,1″ O41.9022512.45725
Ägyptisch 23,84 m ~263 t Flaminio Piazza dei Popolo 41° 54′ 38,6″ N, 12° 28′ 34,8″ O41.91072222222212.476333333333
Ägyptisch 21,79 m ~214 t Solare Montecitorio 41° 54′ 2,5″ N, 12° 28′ 43,2″ O41.90069444444412.478666666667
Ägyptisch 06,34 m ~000? Macuteo Piazza della Rotonda 41° 53′ 57,6″ N, 12° 28′ 36,3″ O41.89933333333312.47675
Ägyptisch 06 m ~000? Dogali Viale delle Terme di Diocleziano 41° 54′ 7,8″ N, 12° 29′ 50,9″ O41.90216666666712.497472222222
Ägyptisch 05,47 m 00~5 t Minerveo Piazza della Minerva 41° 53′ 52,7″ N, 12° 28′ 39,2″ O41.89797222222212.477555555556
Ägyptisch 02,68 m ~000? Matteiano Villa Celimontana 41° 53′ 0,2″ N, 12° 29′ 43,2″ O41.88338888888912.495333333333
Römisch 16,54 m 0~93 t Agonalis Piazza Navona 41° 53′ 56,3″ N, 12° 28′ 23,1″ O41.89897222222212.473083333333
Römisch 14,7 m ~000? Esquilino Piazza dell’Esquilino 41° 53′ 53,4″ N, 12° 29′ 51″ O41.89816666666712.4975
Römisch 14,7 m ~000? Quirinale Piazza del Quirinale 41° 53′ 56,7″ N, 12° 29′ 11,9″ O41.89908333333312.486638888889
Römisch 13,92 m ~000? Sallustiano Santa Trinità dei Monti 41° 54′ 22,1″ N, 12° 28′ 59,6″ O41.90613888888912.483222222222
Römisch 09,35 m 0~18 t Pinciano Monte Pincio 41° 54′ 38,9″ N, 12° 28′ 47,1″ O41.91080555555612.47975
Äthiopisch 24 m ~000? Obelisk von Axum Piazza di Porta Capena Reloziert nach Äthiopien
Italienisch 17,4 m ~300 t Mussolini-Obelisk Foro Italico 41° 55′ 54,9″ N, 12° 27′ 31,8″ O41.93191666666712.458833333333

Ägyptische Obelisken

Lateranense

Obelisk auf dem Lateransplatz

Der größte aller Obelisken in Rom – Lateranense – ist 32,18 Meter hoch und steht heute auf der Piazza San Giovanni in Laterano vor der Lateranskirche. Ursprünglich für Thutmosis III. (reg. 1479-1458 v. Chr.) geschaffen und östlich vom Tempel des Amun in Theben aufgestellt, wurde er 337 von Konstantin I. von Karnak nach Alexandria gebracht. Das ursprüngliche Ziel des Obelisken war nicht Rom, sondern Konstantinopel, das Konstantin 330 zur neuen Hauptstadt des römischen Reiches gemacht hatte. Der Kaiser starb aber 337, und der Stein blieb zunächst in Alexandria liegen. Auf dem Sockel ist zu lesen, dass Konstantins Sohn, Kaiser Constantius II., den Obelisken nach Rom überführen und 357 im Circus Maximus als Geschenk an den Senat und das römische Volk aufstellen ließ. Über die Überführung dieses größten römischen Obelisken berichtet Ammianus Marcellinus, dass ein Schiff von imposanter Größe gebaut wurde, das mit dreihundert Ruderern bemannt war.

Nach einem Erdbeben stürzte der Obelisk später um, zerbrach in mehrere Stücke, wurde liegen gelassen und vergessen. Erst 1587 wurde er im Auftrag von Papst Sixtus V. ausgegraben und 1588 von Domenico Fontana, der seine Signatur hinterließ, an seinen heutigen Standort gebracht und restauriert. Auf der Spitze wurde das Kreuz als Symbol der christlichen Macht befestigt. Von der Basis mussten bei der Dritt-Aufstellung vier palmi (ca. 300 mm) abgeschlagen werden, um eine sichere Standfläche zu erhalten. Der Obelisk war ursprünglich 33,10 Meter hoch und etwa 500 Tonnen schwer.

Vaticano

Der Obelisk auf dem Petersplatz

Ein 25 m hoher unbeschrifteter Obelisk steht mitten auf dem Petersplatz vor dem Petersdom. Plinius der Ältere erwähnt einen unbeschrifteten Obelisk des Pharaos Nektanebos II.[4] Da der Obelisk auf dem Petersplatz der einzige ohne Inschrift ist, ist angenommen worden, dass es sich um diesen Obelisken handelt. Dies ist jedoch auszuschließen, da der von Plinius erwähnte Obelisk zu seiner Zeit noch in Alexandria gestanden haben soll.

Der Obelisk wurde von Gaius Cornelius Gallus, dem ersten römischen Präfekten von Ägypten unter Augustus, in Alexandria aufgestellt, wie eine nach dem Sturz des Gallus gelöschte, aber zu rekonstruierende Inschrift zeigt. Plinius[5] berichtet, Caligula habe den Obelisken auf einem eigens dafür konstruierten Schiff nach Rom bringen lassen und auf der Spina des Circus des Caligula und später des Nero aufstellen lassen. Dieser Circus befand sich an der Stelle des heutigen Petersdoms und wurde von diesem bzw. dem konstantinischen Vorgängerbau teilweise überbaut. Es handelt sich um den einzigen antiken Obelisken in Rom, der nicht umgestürzt war.

Bereits sehr früh wurde der Obelisk mit dem Martyrium des heiligen Petrus in Verbindung gebracht und deshalb „Pyramis Beati Petri“ genannt. Nach einer anderen Überlieferung soll sich in der bronzenen Kugel auf der Spitze eine goldene Urne mit der Asche Iulius Caesars befunden haben.

Die antike Weiheinschrift lautet:

DIVO CAESARI DIVI IULII F AUGUSTO Dem vergöttlichten Caesar Augustus, Sohn des Divus Iulius (des vergöttlichten Gaius Iulius Caesar)
TI CAESARI DIVI AUGUSTI F AUGUSTO (und) dem Tiberius Caesar Augustus, Sohn des vergöttlichten Augustus,
SACRUM geweiht.
Aufrichtung des Obelisken 1586

1586 unter Papst Sixtus V. wurde er von Domenico Fontana, der in seinem Buch Della transportatione dell' obelisco Vaticano e delle fabriche di Sisto V (Rom, 1590) selbst über diese Leistung berichtet, an seinem heutigen Standort aufgestellt. Er ist somit der erste Obelisk, der in der Neuzeit in Rom aufgerichtet wurde. Fontana musste zunächst den Obelisken umlegen, ihn dann an seinen neuen Standort transportieren und dort wieder aufrichten. Bei einem Gewicht von über 300 Tonnen wurden 150 Pferde, 900 Männer und 47 Seilwinden benötigt. Unter die Weiheinschrift des Papstes hat Fontana selbst seine Signatur gesetzt: Dominicus Fontana ex pago Mili agri Novocomenis transtulit et erexit. „Domenico Fontana aus dem Bezirk Melide im Gebiet von Neu-Como hat – diesen Obelisken – hierhin gebracht und aufgerichtet.“

Mit dem Standort des Obelisken beschäftigte sich eine eigene Kongregation. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Petersplatz noch sein mittelalterliches Aussehen, so dass weder die Kolonnaden Gian Lorenzo Berninis noch die Fassade Carlo Madernos als Anhaltspunkt genommen werden konnten. Möglich wäre aber eine Ausrichtung an der Längsachse der Kirche gewesen. Nachdem am 24. August 1586 an der vorgesehenen Stelle ein Modell errichtet worden war, stellte man den Obelisken schließlich 3,8 Meter nördlich der Längsachse auf.

Flaminio

Obelisk auf der Piazza del Popolo

Der Obelisk Flaminio im Zentrum der Piazza del Popolo ist 23,9 Meter hoch (mit Basis und Kreuz 36,50 Meter) und damit der zweithöchste nach dem Obelisken auf der Piazza San Giovanni in Laterano. Er ist von vier Löwen im ägyptischen Stil umgeben. Der Obelisk wurde von Sethos I. begonnen und von Ramses II. vollendet und 1200 v. Chr. in Heliopolis aufgerichtet. Augustus brachte ihn um 10 v. Chr. nach Rom und ließ ihn auf der Spina des Circus Maximus aufstellen. Dort stand er bis ins frühe Mittelalter. Irgendwann stürzte er um und wurde von Schutt, Erde und Abfällen zugedeckt. 1471 wurde er von Leone Battista Alberti entdeckt, dann aber wieder vergessen. 1589 ließ Papst Sixtus V. den Obelisken an seinen heutigen Standort verbringen und durch seinen Architekten Domenico Fontana dort aufstellen. An der Spitze ließ er sein Wappen, drei Berge gekrönt von einem Stern, anbringen. Dieses Wappen findet man auch auf den Obelisken vor dem Lateran und auf dem Petersplatz. Giuseppe Valadier schuf dann bei der Neugestaltung des Platzes zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Brunnen mit ägyptischen Figuren, der den Obelisken heute umschließt.

Die antike Weiheinschrift ist identisch mit der des Obelisken auf der Piazza Montecitorio, des zweiten Obelisken, den Augustus nach Rom brachte. Drei Seiten des Hieroglyphen-Textes stammen von Sethos I., die vierte von seinem Sohn Ramses II.. Es handelt sich um eine Anrufung des Gottes Horus, in der auch erwähnt wird, dass Sethos den Obelisken in Anu (Heliopolis) aufgestellt hat.

Solare

Obelisk vor dem Palazzo di Montecitorio

Vor dem Palazzo Montecitorio steht der Obelisk Solare, mit einer Höhe von 21,79 m (ohne Basis und Kugel auf der Spitze) der fünftgrößte Obelisk Roms. Er wurde im 6. vorchristlichen Jahrhundert unter Pharao Psammetich II., dem dritten König der 26. Dynastie (595–589 v. Chr.), in Heliopolis errichtet. Augustus brachte ihn zwischen 12 und 10 v. Chr. nach Rom und ließ ihn auf dem Marsfeld aufstellen, wo er als Gnomon (Zeiger) für die gigantische – 1748 wieder entdeckte – Sonnenuhr diente. 1748 unter Papst Benedikt XIV. wurde der Stein hinter dem Palazzo Montecitorio – heute Piazza del Parlamento – wiederentdeckt, wovon dort eine Inschrift Benedikts XIV. berichtet. Erst 1792 unter Papst Pius VI. wurde er unter Verwendung von Material der zerstörten Ehrensäule für Antoninus Pius renoviert und an seinem heutigen Platz aufgestellt. In einer Inschrift auf dem Sockel lässt Pius VI. ausdrücklich erwähnen, dass Benedikt XIV. den Obelisken einfach liegengelassen habe.

Die antike Weiheinschrift lautet:

IMP CAESAR DIVI F Imperator Caesar Augustus
AUGUSTUS Sohn des vergöttlichten (Caesar)
PONTIFEX MAXIMUS Pontifex Maximus
IMP XII COS XI TRIB POT XIV Imperator zum 12., Konsul zum 11., Inhaber der tribunizischen Gewalt zum 14. Mal
AEGUPTO IN POTESTATEM nachdem Ägypten unter die Herrschaft
POPULI ROMANI REDACTA des römischen Volkes gebracht war
SOLI DONUM DEDIT hat (diesen Obelisken) der Sonne zum Geschenk gegeben

Die meisten der ägyptischen Inschriften sind erodiert und kaum lesbar. Lediglich eine Aufzählung der Namen und Titel des Königs ist gut zu entziffern: Der goldene Horus, verschönert die beiden Länder, geliebt von Aton, Herr von Heliopolis, König von Ober- und Unterägypten, geliebt von Re-Harakhti, der die Weiße Krone erlangte und die Doppelte Krone vereinte, Psammetich, geliebt von den Seelen Heliopolis.

Macuteo

Der Obelisk vor dem Pantheon

Auf der Piazza della Rotonda vor dem Pantheon befindet sich ebenfalls ein Obelisk auf einem Brunnen. Er wurde 1575 ausgegraben (nach anderen Angaben bereits zwei Jahrhunderte früher) und zunächst vor der Kirche San Ignazio auf der Piazza di S. Macuto aufgestellt. 1711 ließ ihn Papst Klemens XI. auf einer spätbarocken Brunnenanlage vor dem Pantheon aufstellen. Im Pyramidion – der Spitze des Obelisken – befinden sich zwei Namenskartuschen Ramses II. Der 6,34 m hohe Obelisk wurde allerdings auch für ein Werk der römischen Zeit wie der Obelisk auf der Piazza Navona gehalten. Auch er stand in der Antike in Kaiser Domitians Heiligtum der Isis, also in unmittelbarer Nähe des Pantheons.

Der Obelisk bildet ein Paar mit dem Granitstumpf in der Villa Mattei, gemeinsam standen sie einst im Heiligtum des Amun-Re in Heliopolis.[6] Siehe Obelisken_in_Rom#Matteiano

Dogali

Dogali-Obelisk im Park an der Viale delle Terme di Diocleziano

Der Obelisk Dogali mit einer Höhe von 6,34 Meter ist der letzte in Rom wiederentdeckte und neu aufgestellte Obelisk. Er stand ursprünglich wie die Obelisken der Piazza Navona, der Piazza della Minerva und vor dem Pantheon im Gebiet des Iseum Campense, wo er am 20. Juni 1883 bei der heutigen Kirche Santa Maria sopra Minerva durch den italienischen Archäologen Rodolfo Lanciani gefunden wurde. Vier Jahre später, am 5. Juni 1887, wurde er zum Gedenken an die italienischen Gefallenen der Schlacht von Dogali auf dem Vorplatz des römischen Hauptbahnhofes, der Stazione Termini, aufgestellt. Bei Dogali hatte im Januar 1887 der Negus Johannes die in Äthiopien einmarschierten Italiener besiegt. Im Sockel wurden die Namen der 548 Gefallenen aufgezählt und der Platz erhielt den Namen Piazza del Cinquecento, also Platz der Fünfhundert. 1925 wurde der Obelisk im Rahmen der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes in die Viale delle Terme di Diocleziano umgesetzt. 1937 ließ Mussolini am Sockel eine Bronzedarstellung des Löwen von Judah anbringen. Diese verschwand allerdings nach dem Einmarsch der Alliierten am Ende des Zweiten Weltkrieges.

Ursprünglich stammt der Obelisk aus dem Sonnenheiligtum in Heliopolis, wo er von Ramses II. errichtet wurde. Ein Zwillingsobelisk befindet sich heute im Boboli-Garten in Florenz. Eine Kopie des Zwillings steht aber auch noch in Rom, nämlich im Garten der Villa Medici.

Minerveo

Berninis Elefant auf der Piazza della Minerva

Ein Meisterwerk ist der Elefant auf der Piazza della Minerva, der den kleinsten Obelisken in Rom (5,47 Meter) auf seinem Rücken trägt.[7] Ercole Ferrata schuf den Elefanten nach einem Entwurf Berninis. Der Obelisk Minerveo aus rotem Granit stand ursprünglich in der ägyptischen Stadt Sais, wo er von Pharao Psammetich II. errichtet wurde. In Rom wurde er vor dem Tempel der Isis aufgestellt und 1665 im Garten des Dominikaner-Klosters Santa Maria sopra Minerva wieder gefunden. 1667 entschied Papst Alexander VII. Chigi, den Obelisken vor der Kirche des Klosters aufzustellen. Der Dominikaner Domenico Paglia schlug vor, ihn auf sechs kleine Hügel zu stellen, wie sie im Wappen der Chigi zu sehen sind, mit einem Hund an jeder Ecke als Hinweis auf die Dominikaner, die domini canes (Hunde des Herrn). Der Papst lehnte den Plan ab und beauftragte Bernini.

Dessen Vorschlag mit dem Elefanten geht wohl auf den Roman Hypnerotomachia Poliphili von Francesco Colonna zurück, in dem ein künstlicher Elefant "elephantina machina" mit einem Obelisken vorkommt und abgebildet ist.[8] Da Paglia warnte, nur mit seinen vier Beinen werde der Elefant den Obelisk nicht tragen können, ließ man unter seinem Bauch einen massiven Sockel stehen und versteckte ihn unter einer breiten, bis zum Boden reichenden Satteldecke. Der Sockel, auf dem die Skulptur steht, trägt die Inschrift:

Sapientis Aegypti/ insculptas obelisco figuras/ ab elephanto/ belluarum fortissima/ gestari quisquis hic vides/ documentum intellige/ robustae mentis esse/ solidam sapientiam sustinere.[9]

Das heißt sinngemäß, der Elefant zeige, dass es eines robusten Geistes bedürfe, um eine solide Weisheit auszuhalten. Das Wort robust spielt dabei auf die Eiche im Wappen der Familie della Rovere und des Papstes Alexander VII. Chigi an. Julius II. della Rovere hatte seinen Bankiers, den Chigi, gestattet, den sechs Hügeln in ihrem Wappen die Eiche der della Rovere beizufügen. Julius II. verdankte den Namen und das Wappen della Rovere seinerseits seinem Onkel Sixtus IV., der beides von einer Turiner Familie übernommen hatte, mit der er nicht einmal verwandt war.

Matteiano

Obelisk im Park der Villa Celimontana

Der Matteiano ist ein relativ unbekannter Obelisk, bzw. ein Bruchstück von 2,68 Metern Höhe und befindet sich im Garten der Villa Celimontana. Es handelt sich um den Zwilling des Obelisken vor dem Pantheon. Er stammt also auch aus dem Tempel des Ra in Heliopolis und wurde dort durch Ramses II. zwischen 1304 und 1237 v. Chr. errichtet. Er wurde von den Römern nach Rom gebracht und vermutlich im Iseum Campense, dem Heiligtum der Isis, aufgestellt.

Wohl seit dem 14. Jahrhundert stand der Obelisk auf dem Kapitol in der Nähe von Santa Maria in Aracoeli, wo er 1407 zum ersten Mal erwähnt wird. Im Zuge einer Umgestaltung des Kapitols wurde er 1542 abgebaut, aber nicht wieder aufgerichtet. 1582 wurde der Obelisk vom Senat der Stadt Rom dem adligen Kunstsammler Ciriaco Mattei geschenkt, der ihn am 11. September 1587 im Garten der Villa Mattei auf dem Caelius aufstellen ließ. In den folgenden Jahrhunderten verfiel die Villa und der Obelisk stürzte erneut um. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts (1817 oder 1820) ließ der spanische Staatsmann Manuel de Godoy den Obelisken an seinem heutigen Standort erneut aufstellen, als er einige Zeit in der Villa Celimontana lebte.

Infolge der Wirren der Zeit hatte sich der Obelisk so verkürzt, dass man ihn durch einen passend geschnittenen Granitblock ergänzte.

Römische Obelisken

Agonalis

Obelisk auf der Piazza Navona

Der 16,55 m hohe Obelisk Agonalis erhebt sich über Berninis Vierströmebrunnen in der Mitte der Piazza Navona. In einer der Inschriften auf der Basis des Obelisken heißt es: OBELISCUM AB IMP ANT CARACALLA ROMAM ADVECTUM, also der von Caracalla nach Rom gebrachte Obelisk sei aus den Trümmern des Circus Castrensis auf die Piazza Navona gebracht worden. Tatsächlich stammt er ursprünglich vom Tempel der Isis des Kaisers Domitian, der sich an der Stelle der heutigen Kirche Santa Maria sopra Minerva befand. Wahrscheinlich wurde er durch Kaiser Maxentius zu Beginn des 4. Jahrhunderts im Circus des Maxentius an der Via Appia aufgestellt. Dieser Obelisk wurde auch nicht, wie die Inschrift behauptet, von Caracalla als Beute aus Ägypten nach Rom gebracht, sondern ausdrücklich für den Isis-Tempel angefertigt. An seinem jetzigen Standort wurde er 1649 unter der Herrschaft Papst Innozenz X. aufgestellt, der entgegen der Tradition auf der Spitze des Obelisken kein Kreuz, sondern die Taube mit dem Ölzweig, das Wappensymbol der Familie Pamphilj, anbringen ließ. Der alte Familienpalast der Pamphilj (heute brasilianische Botschaft) steht ebenfalls an der Piazza Navona neben der Kirche Sant' Agnese in Agone.

An einer anderen Stelle ist an der Basis von NILOTICIS AENIGMATIBUS EXARATUM LAPIDEM die Rede, was sich sinngemäß übersetzen lässt mit der mit nilotischen Rätseln beschriebene Stein. Gemeint sind hiermit natürlich die Hieroglyphen und nicht die nilotische Sprachgruppe. Athanasius Kircher versuchte im Jahre 1650 im Auftrag Papst Innozenz X. eine erste Übersetzung der Inschrift des Obeliscus Pamphilius, die er in einem gleichnamigen Buch veröffentlichte. Diese Übersetzung entsprang aber eher der Phantasie, da ohne den 1799 gefundenen Stein von Rosette und die Leistung von Jean-François Champollion eine korrekte Übersetzung zu dieser Zeit noch nicht möglich war.

Ansicht der Rückseite von Santa Maria Maggiore mit dem Obelisken

Esquilino

Der Obelisk Esquilino befindet sich hinter der Kirche Santa Maria Maggiore auf der Piazza dell’Esquilino. Er ist das Gegenstück zum Obelisken auf der Piazza del Quirinale und wurde unter Papst Leo X. 1519 am Mausoleum des Augustus ausgegraben, zunächst aber nicht wieder aufgerichtet. Sixtus V. ließ den Obelisken 1587 bei Santa Maria Maggiore aufstellen. Er sollte den Pilgern, die aus Richtung Norden kamen, als Wegweiser dienen.

Datei:Quirinal-obelisk.jpg
Obelisk vor dem Quirinals-Palast

Quirinale

Vor dem Quirinalspalast steht ein 14,8 Meter hoher Obelisk ohne jede Inschrift auf der Piazza del Quirinale. Dieser Obelisk wurde vermutlich im Auftrag Domitians als Kopie eines ägyptischen Obelisken gefertigt und stand ursprünglich zusammen mit einem identischen Gegenstück vor dem Mausoleum des Kaisers Augustus. Er wurde 1781 von Pius VI. ausgegraben und 1786 vor der päpstlichen Sommerresidenz aufgestellt.

Der Obelisk ist flankiert von Statuen der Dioskuren Castor und Pollux mit ihren Pferden und bekrönt den Dioskurenbrunnen. Diese römischen Marmorgruppen, deren Vorbilder Phidias und Praxiteles zugeschrieben werden, standen vor den Thermen Konstantins und wurden bereits unter Sixtus V. von Domenico Fontana auf dem Quirinalsplatz aufgestellt.

Sallustiano

Sallustiano

Der Obelisk Sallustiano krönt die Spanische Treppe: Er steht vor der Kirche Santa Trinità dei Monti. Der 14 Meter hohe Stein wurde in Ägypten aus Rosenquarz gemeißelt und unbeschriftet nach Rom gebracht. Erst dort wurden die Hieroglyphen angebracht. Hierbei handelt es sich um eine Kopie des Obelisken auf der Piazza Montecitorio.

Die Inschrift auf dem Sockel gibt einen Hinweis auf den Fundort des Obelisken. Papst Pius VI. nennt den Obelisken dort OBELISCUM SALLUSTIANUM. Die Gärten des Sallust lagen in der Antike zwischen dem Quirinal und dem Pincio. Dort, in der Nähe des heutigen Deutschen Archäologischen Instituts, stand der Obelisk noch bis ins 8. Jahrhundert. Im 16. Jahrhundert wird dann in zeitgenössischen Berichten davon gesprochen, dass er, in mehrere Teile zerbrochen, am Boden lag. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde er zunächst zum Lateran gebracht, aber dort nicht aufgestellt.

Erst 1789 wurde er an seinem jetzigen Standort aufgestellt. Um seine Errichtung an dieser Stelle hatte es einen langen Streit zwischen dem Papst und dem französischen König gegeben. Der Papst wollte mit der Errichtung auf der vom französischen König bezahlten und in Auftrag gegebenen Treppe sein Primat gegenüber dem französischen König Ludwig XV. zum Ausdruck bringen, der sich mit einem Reiterstandbild dort verewigen lassen wollte. Lange Jahre geschah nichts und erst in den Jahre 1787 bis 1789, als der französische König zunehmend andere Sorgen hatte, wurde der Obelisk durch Papst Pius VI. aufgerichtet.

Die am ursprünglichen Standort in den Gärten des Sallust verbliebene originale Basis des Obelisken wurde unter Benito Mussolini 1926 auf dem Kapitol aufgestellt und zum „Altar der gefallenen Faschisten“ umgestaltet.

Pinciano

Antinous-Obelisk auf dem Pincio

Der Pinciano oder Antinous-Obelisk ist ein original römischer Obelisk von 9,25 Meter Höhe. Er befindet sich auf dem Pincio in der Viale dell’Obelisco. Ursprünglich stand er auf dem Grab des Antinous, des Geliebten Kaiser Hadrians, der 130 bei einer Nilfahrt ertrank. Da der Obelisk an der Porta Maggiore entdeckt wurde, ging man zunächst davon aus, dass sich dort das Grab befunden haben muss. Inzwischen vermutet man das Grab eher in den Gärten des Palatin. Hadrian richtete für seinen verstorbenen Geliebten einen Kult ein, der zur Errichtung mehrerer Heiligtümer und eben auch des Obelisken führte. Nach Hadrians Tod wurde der Kult um Antinous verfolgt und der Name verfiel der damnatio memoriae. Da der Obelisk mit Hieroglyphen beschriftet war, überstand er die Verfolgung, der die übrigen Heiligtümer zum Opfer fielen.

Im 3. Jahrhundert wurde er von seinem ursprünglichen Standort entfernt und auf der Spina des Circus Varianus vor der Porta Maggiore aufgestellt. 1589 gelangte der Obelisk in den Garten das Kardinals Barberini, wurde aber nicht aufgestellt. Dies geschah erst 1822 an seinem heutigen Standort.

Der Obelisk stammt nicht aus Ägypten, sondern wurde in Rom aus Rosengranit gehauen und mit einer Gedenkinschrift aus Hieroglyphen versehen. Die Inschrift entwarf vermutlich ein ägyptischer Priester, der in Rom lebte.

Auf der Ostseite bittet Antinous, der mit Osiris gleichgesetzt wird, Re um Erlösung und um Belohnung Hadrians, der diesen Obelisken errichten ließ. Auf der Nordseite wird unter anderem berichtet, dass in der Stadt Antinoupolis, die Hadrian in Besa, wo Antinous ertrank, errichten ließ, eine Wettkampfstätte gegründet wurde. Von der Gründung der Stadt und der Errichtung und Ausstattung eines Tempels für Antinous-Osiris wird auch auf der Südseite berichtet. Die Westseite enthält eine Lobpreisung des Antinous-Osiris mit der Bitte an Thot, seine Seele zu erretten.

Restliche Obelisken

Obelisk von Axum am ursprünglichen Standort. Gemälde von Henri Salt

Obelisk von Axum

Auf der Piazza di Porta Capena stand eine 24 Meter hohe, wegen ihrer Ähnlichkeit meist als Obelisk bezeichnete Stele, die von Mussolini 1937 nach Rom gebracht und vor dem ehemaligen Kolonialministerium aufgestellt worden war. Sie war ursprünglich wohl zwischen 100 und 300 n. Chr. in der heiligen Stadt Axum in Äthiopien errichtet worden. Die von Italien nach dem Zweiten Weltkrieg zugesicherte Rückführung nach Äthiopien verzögerte sich jahrzehntelang. Im Mai 2002 traf ein Blitz den Obelisken und beschädigte ihn stark. Am 25. April 2005 wurde der letzte von drei Abschnitten mit einer russischen Antonow-Maschine nach Äthiopien zurückgebracht. Nach der Restaurierung wurde die Stele 2008 wieder an ihrem Originalstandort in Axum aufgestellt.[10]

Mussolini-Obelisk

Der Mussolini-Obelisk aus Carrara-Marmor ist einer der größten Monolithen, die im 20. Jahrhundert hergestellt wurden. Der Obelisk mit vergoldeter Spitze, der knapp 300 Tonnen wiegt, markiert seit seiner Einweihung am 4. November 1932 mit einer Länge von 17,40 Metern das Zentrum des damaligen Foro Mussolini, das im Norden von Rom liegt (Municipio XX). In dem Obelisken ist der Schriftzug MVSSOLINI DVX („Mussolini, der Führer“) in großen Lettern und ein Symbol der italienischen Faschisten, das auch ein Bestandteil des Wappens des Duce ist, das Liktorenbündel, eingeschlagen. Diese Schauseite wird nachts von starken Scheinwerfern angestrahlt.

Der Obelisk ist keineswegs ein Monument unter anderen, sondern der Schlusspunkt der städtebaulichen Vorstellungen Mussolinis; er stellt Mussolini als Schöpfer eines Staates und einer Ära des Faschismus dar.[11]

Bildergalerie

Siehe auch

  • Liste römischer Monolithen

Literatur

  • Géza Alföldy: Der Obelisk auf dem Petersplatz in Rom. Ein historisches Monument der Antike. Winter, Heidelberg 1990, ISBN 3-533-04283-9 (Sitzungsberichte der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philosophisch-Historische Klasse, 1990, 2).
  • Klaus Bartels: Roms sprechende Steine. 2. Auflage, von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-2690-4.
  • Ernst Batta: Obelisken. Ägyptische Obelisken und ihre Geschichte in Rom. Insel, Frankfurt a. M. 1986, ISBN 3-458-32465-8 (Insel-Taschenbuch, 765).
  • Richard Hillinger, Christian E. Loeben: Obelisken. Heliopolis, Luxor, Kairo, Byblos, Rom, Benevento, Istanbul, Urbino, Florenz, Kingston Lacy, München, Paris, Durham, London, New York, Berlin. Ausstellung im italienischen Saal der Landshuter Stadtresidenz vom 23.5. bis 2.6.1992. Stadt Landshut, Landshut 1992, ISBN 3-927612-06-5.
  • Hugo Meyer (Hrsg.): Der Obelisk des Antinoos. Eine kommentierte Edition. Fink, München 1994, ISBN 3-7705-2913-8.
  • Reinhard Raffalt: Concerto Romano. Prestel, München 1955; 14. Ausg. 1999, ISBN 3-7913-2236-2.
  • Eckart Peterich: Rom. 2. Auflage, Prestel, München 1998, ISBN 3-7913-2043-2.
  • Samuel Ball Platner, Thomas Ashby: A Topographical Dictionary of Ancient Rome. Oxford University Press, London 1929, S. 366–371 (online).
  • Armin Wirsching: Wie die Obelisken um die Zeitenwende und im 4. Jahrhundert aufgerichtet wurden. In: Gymnasium Band 113, Heft 4, 2006, S. 329–358.
  • Armin Wirsching: Obelisken transportieren und aufrichten in Ägypten und in Rom. Books on Demand, Norderstedt 2007 (2. Aufl. 2010), ISBN 978-3-8334-8513-8.
  • Cesare D'Onofrio: Gli obelischi di Roma. Rom 1967

Weblinks

 <Lang> Commons: Obelisken in Rom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Carola Vogel: Exkurs 1: Römische Obelisken auf einen Blick In: Labib Habachi: Die unsterblichen Obelisken Ägyptens. überarbeitete und erweiterte Neuauflage, von Zabern, Mainz 2000, ISBN 3-8053-2658-0, S. 103–113.
  2. Nur Flaminio: Armin Wirsching (2007): Obelisken transportieren und aufrichten in Ägypten und in Rom. Books on Demand, Norderstedt, ISBN 978-3-8334-8513-8, S. 72.
  3. Nur Dogali: Lawrence Richardson (1992): A New Topographical Dictionary of Ancient Rome. The Johns Hopkins University Press, ISBN 0-8018-4300-6, S. 274.
  4. Plinius, Naturalis historia 36, 67.
  5. Plinius, Naturalis historia 36, 69–70.
  6. L’Osservatore Romano. Nr. 25 / 2010, S. 5.
  7. http://roma.andreapollett.com/S1/roma-c1.htm
  8. elephantina machina
  9. http://swastika-info.com/images/europa/denmark/elefanten-obelisk/index.htm
  10. Mission accomplished: Aksum Obelisk successfully reinstalled (engl.).
  11. Nanni Baltzer: Noi dobbiamo creare (…) un’arte dei nostri tempi, un’arte fascista“ (Mussolini). Fotografie und Architektur im Faschismus. In: Thesis, Wissenschaftliche Zeitschrift der Bauhaus-Universität Weimar. 2003, Heft 4, S. 180 f. (PDF).
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