Blechartige Niemberger Fibeln mit tütenförmigem Fuß

Die Niemberger Fibel ist eine archäologische Fundgattung der frühen Völkerwanderungszeit (375 bis 450 n. Chr.), die auf einem Gräberfeld bei Niemberg im Saalekreis entdeckt und für die Niemberger Gruppe namengebend wurde.[1]

Diese Fibelform charakterisiert bezüglich Fundspektrum und Verbreitung der völkerwanderungszeitlichen Formengruppe in Mitteldeutschland mehr als alle anderen Fibelformen die Völkerwanderungszeit Mitteldeutschlands.[2]

Die formenkundliche Analyse der Niemberger Fibel lieferte dem Prähistoriker Berthold Schmidt die Grundlage für die Chronologie der Völkerwanderungszeit, die bis heute für die Ur- und Frühgeschichte Mitteldeutschlands angewendet wird.[3]

Literatur

  • Walter Schulz: Die Fibeln des Begräbnisplatzes von Niemberg, Saalkreis. In: Mannus 16, 1924, S. 99–111.
  • Berthold Schmidt: Das frühvölkerwanderungszeitliche Gräberfeld von Niemberg, Saalkreis. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte 48. Halle an der Saale 1964, S. 315–332.
  • Berthold Schmidt: Stand und Aufgaben der Frühgeschichtsforschung im Mittelelbe-Saale-Gebiet. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte 65. Halle an der Saale 1982, S. 145–172.
  • Jan Bemmann: Die Niemberger Fibeln und die Chronologie der Völkerwanderungszeit in Mitteldeutschland. In: Slovenská Archaeológia 49, 2001, S. 59–101 (Digitalisat).

Anmerkungen

  1. Siehe Walter Schulz: Die Fibeln des Begräbnisplatzes von Niemberg, Saalkreis. In: Mannus 16, 1924, S. 99–111; vgl. Berthold Schmidt: Das frühvölkerwanderungszeitliche Gräberfeld von Niemberg, Saalkreis. In: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte 48. Halle an der Saale 1964, S. 315–332.
  2. Jan Bemmann: Die Niemberger Fibeln und die Chronologie der Völkerwanderungszeit in Mitteldeutschland. In: Slovenská Archaeológia 49, 2001, S. 59–101, hier S. 59.
  3. Jan Bemmann: Die Niemberger Fibeln und die Chronologie der Völkerwanderungszeit in Mitteldeutschland. In: Slovenská Archaeológia 49, 2001, S. 59–101, hier S. 59.