Musikethnologie


Jaap Kunst im Frühjahr 1930 auf Nias in Indonesien. Regelmäßig versammelte sich eine Menschenmenge bei Tonaufzeichnungen um den Phonographen.

Musikethnologie, auch Ethnomusikologie, früher Vergleichende Musikwissenschaft, ist innerhalb der Musikwissenschaft eine Nachbardisziplin der Historischen Musikwissenschaft und zugleich ein Teilbereich der Ethnologie. Sie untersucht klangliche, kulturelle und soziale Aspekte von Musik und Tanz.

Der englische Begriff ethnomusicology wurde 1950 von Jaap Kunst programmatisch eingeführt, um in der bis dahin comparative musicology („Vergleichende Musikwissenschaft“) genannten Disziplin den Schwerpunkt von einer vergleichenden Analyse musikalischer Strukturen und Stile in Richtung auf eine stärkere Betrachtung der kulturellen Zusammenhänge im Untersuchungsgebiet zu verschieben.

Forschungsansätze

Musikethnologie beschäftigt sich mit der musikalischen Praxis und den Strukturen der Musik, interpretiert Musik als soziale Interaktion und als global zirkulierendes Identitätssymbol gesellschaftlicher Gruppen. In ihren Ansätzen unterscheidet sich die Disziplin von der Historischen Musikwissenschaft, in deren Zentrum die Opusmusik der abendländischen Kunstmusik und die Notentext-Hermeneutik abendländisch-europäischer Musiktheorie steht. Für die Historische Musikwissenschaft ist die Bedeutung der Musik als Kunstform die das Fachgebiet begrenzende Voraussetzung, während die Musikethnologie die unterschiedlichen Vorstellungen von Musik selbst erforscht und die Frage der Bedeutung von Musik zum Thema macht. Daher bestimmte der US-amerikanische Musikethnologe Jeff Todd Titon Musikethnologie einfach als die Erforschung von Menschen, die Musik machen. Mit der Popularmusikforschung, der Musiksoziologie und der Musikpsychologie teilt die Musikethnologie zahlreiche Fragestellungen und Methoden.

Bis in die 1950er Jahre lag der musikethnologische Forschungsbereich schwerpunktmässig bei der außeuropäischen traditionellen Musik. Seither wird Musikethnologie umfassender betrachtet. Der Forschungsbereich umfasst traditionelle Musik (Volksmusik) und außeuropäische Kunstmusik; des Weiteren Popularmusik einschließlich Jazz, Musik von Subkulturen, Regionalmusikkulturen sowie neue, hybride Musikformen, die aus dem durch Migration und Reisen beförderten Zusammenspiel von Musikern aus unterschiedlichen Musikkulturen entstanden sind (Transkulturalität). Heute werden musikethnologische Methoden auch auf die abendländische Kunstmusik angewendet.

Allgemein haben zunehmender kultureller Austausch und digitale Verbreitungsmöglichkeiten von Musik die Fragestellungen und Methoden der Musikethnologie erweitert, die nun teilweise auf die Musikpädagogik Einfluss nehmen.

Geschichtliche Entwicklung

Die amerikanische Musikethnologin Frances Densmore (1867–1957) macht 1916 eine phonographische Aufnahme mit dem Blackfoot Mountain Chief

Das Sammeln und die analytische Beschreibung von außereuropäischer Musik stand im deutschsprachigen Raum am Anfang der musikethnologischen Forschung. Da die weltweit praktizierte Musik zum großen Teil nur mündlich überliefert wurde und wird, hatten Musikethnologen zu Anfang ihrer Forschungstätigkeit im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts methodische Schwierigkeiten mit der Dokumentation der Musik. 1877 hatte Thomas Alva Edison den Phonographen erfunden. Dadurch konnten Tonaufzeichnungen gemacht werden, um die Strukturen der Musik später zu analysieren.

Zu Beginn wurde außereuropäische Musik vor dem normativen Hintergrund der abendländischen Musik betrachtet und in Verbindung mit dem Weltbild der soziokulturellen Evolution entwicklungsgeschichtlich auf einer bestimmten Stufe eingeordnet. Innerhalb dieses Rahmens legte der Österreicher Guido Adler ab 1885 die Ziele für eine Historische Musikwissenschaft zunächst in Prag, dann in Wien fest. In dieser Zeit postulierte Hugo Riemann in seiner Musiktheorie eine naturgesetzlich begründete Tonleiter und Harmonie, die universell gültig zu sein habe, die jedoch abweichende außereuropäische Musiksysteme nicht zu beschreiben vermochte.

Musikethnologie im deutschsprachigen Raum

Die Voraussetzungen für eine Musikethnologie wurden in Berlin durch Carl Stumpf (1848–1936) geschaffen. Sein 1893 gegründetes Psychologisches Institut an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin ermöglichte den Forschungs- und Lehrbetrieb für psychologische Fragestellungen im Bereich außereuropäischer Musik. An Musikinstrumenten aus dem damaligen Siam wurden umfangreiche Tonhöhenmessungen vorgenommen. Stumpf beauftragte seinen Assistenten, den Musikethnologen Erich von Hornbostel (1877–1935) und den Psychologen Otto Abraham (1872–1926) mit dem Aufbau einer musikwissenschaftlichen Sammlung, die Tondokumente und Studien zusammentrug. 1905 erhielt diese Dokumentation mit dem zugrundeliegenden Konzept einer Vergleichenden Musikwissenschaft als Berliner Phonogramm-Archiv innerhalb des Psychologischen Instituts einen organisatorischen Rahmen. In erster Linie wurde hier ausgewertet, was andere Forscher im Feld zusammengetragen hatten. Bis 1914 fand diese Feldforschung überwiegend in deutschen Kolonien statt.

Von Hornbostel beeinflusste in Berlin zwischen 1900 und der nationalsozialistischen Machtergreifung eine Reihe von Musikwissenschaftlern. Hierzu zählen Curt Sachs (1881–1959), Robert Lachmann (1892–1939), Mieczyslaw Kolinski (1901–1981), Kurt Huber (1893–1943)und Abraham Zvi Idelsohn (1882–1938). Alle waren Juden und hatten bis spätestens 1933 das Land verlassen. Richard Wallaschek (1860–1917) entwickelte in London eine Theorie zur psychologischen Wahrnehmung von Musik. Erich Stockmanns Schwerpunkt war neben der europäischen Volksmusik die Vermittlung von außereuropäischer Musik allgemein. In der Schweiz prägte Hans Oesch (1926-1992) die Musikethnologie.

Einige weitere deutschsprachige Vertreter der Musikethnologie sind
  • Birgit Abels, seit März 2011 Professorin für Kulturelle Musikwissenschaft/Musikethnologie am Musikwissenschaftlichen Seminar der Georg-August-Universität Göttingen, Forschungsschwerpunkte Südostasien und Pazifik
  • Regine Allgayer-Kaufmann (* 1950), Professorin für Vergleichende Musikwissenschaft an der Universität Wien, Forschungen in Brasilien
  • Raymond Ammann, Schweizer, Dozenturen an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und der Universität Basel, Forschungen in der Südsee, unter anderem bei den Kanak und in Vanuatu
  • Max Peter Baumann (* 1944)
  • Wolfgang Bender (* 1946), gründete an der Universität Mainz das Archiv für afrikanische Musik, als Ethnologe mehrfach in Afrika
  • Rudolf Maria Brandl (* 1943), ethnologische und musikwissenschaftliche Ausbildung in Wien, 1982 bis 2008 Professur an der Georg-August-Universität Göttingen. Schwerpunkte Südosteuropa, China
  • Helmut Brenner (* 1957), Schwerpunkt Lateinamerika, Volkslied in Österreich
  • Klaus-Peter Brenner (* 1958), Georg-August-Universität Göttingen, Schwerpunkte in Afrika und der Türkei
  • Dieter Christensen (* 1932), Professor und Leiter des Center for Ethnomusikology an der Columbia University. Feldforschungen in der Türkei, Mexiko und Oman, Veröffentlichungen zur Musik der Kurden, Balkan, Neuguinea und Musik von Tuvalu
  • Veit Erlmann, Professor für Music History an der University of Texas at Austin. Forschungsschwerpunkt Afrika, besonders Kamerun, Niger und Südafrika
  • Franz Foedermayr (* 1933), 1973–1999 Lehrstuhl für Vergleichende Musikwissenschaft an der Universität Wien
  • Gerd Grupe (* 1955), Professor für Ethnomusikologie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Schwerpunkt Musik des subsaharischen Afrika, afroamerikanische Musik und Gamelan
  • Gerlinde Haid (1943–2012), ehemals Professorin an der Universität für Musik in Wien, Schwerpunkt alpenländische Volksmusik
  • Gerhard Kubik (* 1934), afrikanische und afroamerikanische Musik, umfangreichste Sammlung traditioneller afrikanischer Musik, abgelegt im Phonogrammarchiv Wien
  • Josef Kuckertz (1930–1996), ehemals Professor am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln, Feldforschungen in Indien und Iran. Habilitationsschrift über südindische Musik
  • Wolfgang Laade (* 1925), emeritierter Professor der Universität Zürich, seine umfangreiche Sammlung von Musikinstrumenten, Tonaufnahmen und Printmedien wird am Center for World Music der Universität Hildesheim archiviert.
  • Robert Lach (1874–1958), Professor für vergleichende Musikwissenschaft an der Universität Wien
  • Ernst Lichtenhahn (* 1934), emeritierter Professor der Universität Neuchâtel und der Universität Zürich, Feldforschungen in Westafrika
  • Tiago de Oliveira Pinto, Professor am Institut für Sozialanthropologie an der Universidade de São Paulo, seit 2006 an der Universität Hamburg, seit 2009 am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena, Feldforschungen in Brasilien, Südostasien und Afrika
  • Kurt Reinhard (1914–1979). Leiter des Berliner Phonogramm-Archivs, 1957–1977 Professor für Vergleichende Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Schwerpunkte: türkische und chinesische Musik
  • Rüdiger Schumacher (1953–2007), ehemals Professor am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln, Feldforschungen auf Java und Bali. Weitere Schwerpunkte: Theorie der Musikethnologie und Kirchenmusik
  • Marius Schneider (1903–1982), ab 1933 Leiter des Berliner Phonogramm-Archivs. Kulturhistorische Theorien
  • Tilman Seebass (* 1939), emeritierter Professor am Institut für Musikwissenschaft Innsbruck, Schwerpunkt Indonesien
  • Artur Simon (* 1938), 1972–2003 Leiter der Abteilung Musikethnologie am Ethnologischen Museum in Berlin, Sammlung Berliner Phonogramm-Archiv. Forschungsschwerpunkte Sudan, Sumatra und die Musik Neuguineas
  • Marcello Sorce Keller (* 1947), Schwerpunkt Musiksoziologie
  • Erich Stockmann (1926–2003), Forschungsschwerpunkte: Musikinstrumente, osteuropäische Musik
  • Wolfgang Suppan (* 1933), Forschungsschwerpunkte: österreichische Volksmusik
  • Raimund Vogels, Professor am Institut für Musikpädagogische Forschung an der Hochschule für Musik in Hannover. Seit April 2011 Direktor des Center for World Music der Universität Hildesheim

Weitere europäische Länder

Von Hornbostel wurde auch der niederländische Musikethnologe Jaap Kunst (1891–1960) zur Sammlung außereuropäischer Musik angeregt. Kunst wurde mit seinen theoretischen Arbeiten und Feldaufnahmen zum führenden Kenner indonesischer Gamelan-Musik. Die heutige französische Musikethnologie geht auf André Schaeffner (1895–1980) zurück, der das Fachgebiet 1928 am Musée de l'Homme in Paris etablierte. Im Unterschied zu vielen deutschen Kollegen unternahm er ausgedehnte eigene Feldforschungen, die ihn in die französischen Kolonien nach Westafrika führten.

Während die westeuropäischen Musikwissenschaftler sich in ihren Anfängen vor allem auf außereuropäische Musik bezogen, waren es in Ungarn und Rumänien Komponisten wie Béla Bartók, Zoltán Kodály und Constantin Brăiloiu, die nach 1900 begannen, ihre eigene nationale Volksmusik zu sammeln und systematisch aufzuzeichnen. Damit schufen sie Grundlagen einer allgemeinen Musikethnologie. Die auf Wachswalzen in den Dörfern aufgenommene traditionelle Musik beeinflusste teilweise ihr kompositorisches Werk und ist in Archiven für die Nachwelt erhalten.

Der englische Psychologe Charles Samuel Myers (1873–1946) nahm 1898 an der völkerkundlichen Cambridge Expedition zur Torres-Straße und nach Sarawak teil, von wo er als Erster Musikaufnahmen mitbrachte. Charles Russell Days Werk über südindische Musik The Music and Musical Instruments of Southern India and the Deccan erschien erstmals 1891, Arthur Fox Strangways beschrieb in The Music of Hindostan 1914 die nordindische Musik. Der irische Musikwissenschaftler Henry George Farmer (1882–1965) konzentrierte sich auf die arabische Musikgeschichte und beschrieb deren Einfluss auf die europäische Musik.

Zu den Begründern der Musikethnologie Afrikas in Großbritannien gehört Arthur M. Jones (1889–1980), der als Missionar in Sambia tätig und von 1952 bis 1966 Dozent für afrikanische Musik an der School of Oriental and African Studies in London war. Der englische Musikethnologe deutscher Abstammung Klaus Wachsmann (1907–1984) gilt als ein Pionier der afrikanischen Musikforschung. Von 1937 bis 1957 lebte er als protestantischer Missionar in Uganda, wo er zugleich Feldforschung betrieb und eine umfangreiche Sammlung afrikanischer Musikinstrumente anlegte. 1963–1968 hatte er eine Professur an der University of California.

Percival Kirby (1887–1970) gilt als Pionier der Musikforschung in Südafrika. Der Großteil seiner Studien, in denen er sich auf traditionelle afrikanische Musik konzentrierte und westliche Einflüsse auszuschließen versuchte, stammt aus den 1930er Jahren. Hugh Tracey (1903–1977) legte eine umfangreiche Sammlung mit Tonaufnahmen aus Schwarzafrika an, die auf über 200 Langspielplatten veröffentlicht wurden. John Blacking (1928–1990) kam 1953 zunächst als Assistent von Tracey nach Südafrika. Den immer nur kurzzeitigen Aufenthalt bei einer Volksgruppe zu dem Zweck, Tonaufnahmen anzufertigen, fasste er bald als zu begrenzenden Faktor. Daher trennte er sich von Tracey und betrieb von 1956 bis 1958 anthropologische Forschung bei den Venda, von deren Musik- und Ritualpraxis er umfangreiche Aufzeichnungen mitbrachte. 1969 kehrte Blacking nach Großbritannien zurück und übernahm einen Lehrstuhl an der Queen’s University of Belfast.[1]

Vereinigte Staaten

John Comfort Fillmore (1843–1898) war Schüler von Hugo Riemann und betrieb in dessen Nachfolge eine auf die europäische Musikkultur bezogene Historische Musikwissenschaft. Nach dem Studium von Klaviermusik und Harmonielehre spezialisierte er sich auf indische Musik. 1894 erschien nach Feldforschungen in Indien A Study of Indian Music.

Frances Densmore (1867–1957) begann 1907 mit systematischen Tonaufnahmen bei nordamerikanischen Indianern, deren Musik sie mit europäischer Notation festzuhalten versuchte. Vom Beginn ihrer Feldforschungstätigkeit an versuchte sie, die Musik der einzelnen Stämme in ihrem kulturellen und religiösen Zusammenhang darzustellen und so ein komplexes Bild von der jeweiligen Stammeskultur zu vermitteln.

Der ausschließlich auf das Anlegen einer Sammlung ausgerichteten Tätigkeit der frühen Musikforscher versuchte George Herzog (1901–1984) eine theoretische Grundlage zu geben. In den 1920er Jahren studierte er bei von Hornbostel in Berlin und anschließend an der Columbia University bei Franz Boas und Ruth Benedict, die als Anthropologen einen prägenden Einfluss auf die Musikethnologie Anfang des 20. Jahrhunderts ausübten. Unter ihrem Einfluss lernte Herzog die Musik innerhalb des jeweiligen kulturellen Zusammenhanges zu verstehen. Klanganlysen wurden mit Fragen des täglichen Gebrauchs und der gesellschaftlichen Funktion von Musik verknüpft.

Von 1932 bis 1935 hatte Herzog einen Lehrstuhl an der Yale University inne. Zu dieser Zeit entfalteten seine Theorien, die auf ethnologischen Studien und vergleichenden Untersuchungen von Volksmusik und schriftlosen Sprachen beruhten, die größte Wirkung. Die kurze Schrift Music in the Thinking of the American Indian („Musik im Denken der nordamerikanischen Indianer“) von 1938 trägt bereits im Titel den Versuch, Musik von innerhalb der Kultur zu begreifen. Seine Erklärungen zur Nicht-Universalität der Musiksprache sind allgemeiner Konsens geworden.[2]

Es entstand in Anlehnung an die Berliner Vergleichende Musikwissenschaft die Culture Area Theory, die ab den 1950er Jahren als kulturvergleichender ethnologischer Forschungsansatz für die gesamte fachwissenschaftliche Ausbildung den Rahmen bildete. Ähnliche Vorstellungen wurden in den Vereinigten Staaten auch von Curt Sachs vertreten, der ab 1937 an der New York University lehrte, und nach 1950 ebendort durch den Hornbostel-Schüler Mieczyslaw Kolinski.

Afrika – Kultur als dynamisches System

Afrikanische Musikstile und Traditionen werden heute nicht mehr als statisch und geschichtslos beschrieben. Durch Vergleich der zu unterschiedlichen Zeiten gemachten Tonaufzeichnungen lassen sich stilistische Entwicklungen nachvollziehen. Problematisch ist die Einteilung in traditionelle und populäre Musik. Als „traditionell“ wird eine in einen kulturellen und meist rituellen Kontext in einer bestimmten Region eingebundene Musik bezeichnet, die zur Identifikation und Abgrenzung einer ethnischen Gruppe dient. Dabei ist diese Musik auch „populär“, in dem sie ein größeres Publikum anzieht. Nun werden allgemein Musikstile als populär bezeichnet, die in ihrer Aufführungspraxis und dem Verständnis nach der Unterhaltung dienen, weit verbreitet und somit der westlichen Popmusik ähnlich sind. Zugleich wurde auch eine einstmals nur lokal praktizierte, traditionelle Musik durch Wanderbewegungen, insbesondere durch Arbeitsmigration in einem größeren Gebiet verbreitet.

Ab Mitte des 20. Jahrhunderts kam durch in der westlichen Forschungstradition ausgebildete afrikanische Musikethnologen eine neue Sehweise in die Betrachtung afrikanischer Musik, die auf den bisherigen, einseitig von außen auf den Kontinent gerichteten Blick einen Dialog zwischen Afrikanern und europäischen / US-amerikanischen Musikethnologen folgen ließen. Afrikaner, die ihr Lebensumfeld einer wissenschaftlichen Betrachtung unterziehen, ähneln, indem sie die eigene Person einbeziehen, außenstehenden Forschern, die ihre Erwartungen und Arbeitsumstände bei der teilnehmenden Beobachtung zur Sprache bringen.

Der kulturelle Dialog findet seit den 1960er Jahren nicht nur auf abstrakter wissenschaftlicher Ebene statt, sondern wird im persönlichen Verhältnis zwischen den Forschern, die aus unterschiedlichen Kulturen stammen konkret. Joseph H. Kwabena Nketia (* 1921) aus Ghana ist Komponist und gilt als der führende afrikanische Musikwissenschaftler. Nketias The Music of Africa von 1974 wurde zum Standardwerk.[3]1963 erhielt er eine Professur an der Universität von Ghana in Accra. Im selben Jahr wurde er für ein Semester an die University of California (UCLA) eingeladen, im Gegenzug kam Mantle Hood, der Gründer der dortigen musikethnologischen Abteilung für eine Gastprofessur nach Accra.

Zu den Vertretern einer schwarzafrikanischen Musikethnologie zählt deren Pionier aus Sierra Leone, George Ballanta (1893–1961), der Negro Spirituals untersuchte. Der ghanaische Komponist und Musikwissenschaftler Ephraim Amu (1899–1995) kehrte nach seinem Musikstudium in London 1941 nach Ghana zurück, wo er seine Aufgabe als Bewahrer einer traditionellen afrikanischen Kultur sah. Er unterrichtete in den 1960er Jahren an der von Nketia eingerichteten Musikabteilung an der Universität in Accra. In seinen Kompositionen, die zu einem Bindeglied zwischen Tradition und Moderne wurden, verband er westliche Harmonien mit afrikanischer Rhythmik. Da er die westliche Notation als ungeeignet für die Beschreibung dieser Rhythmik erkannte, legte er in einer theoretischen Untersuchung die Grundlagen für eine geeignete Notation fest.[4] Thomas Ekundayo Phillips (1884–1969) aus Nigeria blieb seinen Wurzeln in der afrikanischen Kirchenmusik verbunden. Er war zugleich Organist, Komponist, Lehrer und Wissenschaftler. Von ihm stammt die erste, von einem Einheimischen geschriebene, wissenschaftliche Abhandlung über afrikanische Musik (Yoruba Music. African Music Society, Johannesburg 1953).[5] In den Biographien aller afrikanischen Musikwissenschaftler – die zugleich Musiker und Komponisten waren – auch in der von Seth Dzifanu Cudjoe (1910–1984), einem ausgebildeten Arzt im Umfeld des ghanaischen Präsidenten Kwame Nkrumah, zeigt sich eine Hinwendung zu den afrikanischen Wurzeln, nachdem sie eine Zeit lang in westlichen Ländern studiert hatten. Ihre Teilnahme an der panafrikanischen Bewegung war der Ausdruck einer antikolonialen politischen Einstellung. Die theoretische Erfassung der Musik fand zeitgleich mit einem Wandel der Aufführungspraxis statt: Die in einem besonderen kulturellen Zusammenhang stehende Musik gelangte aus einem Kreis von Zuschauern, die ebenso Teilnehmer am musikalischen Geschehen waren, vor ein unbeteiligt zuhörendes Publikum auf eine Bühne. Diese Befreiung und Verbreitung der Musik nach westlichem Modell war häufig verbunden mit ihrer – und der Komponisten – neuen politischen Rolle innerhalb der afrikanischen Nationalbewegung.[6]

Zur nächsten Generation gehört der 1935 in Lagos geborene Akin Euba, dessen Arbeiten als Komponist und als Musikethnologe wie selbstverständlich von einem kulturübergreifenden Verständnis geprägt sind. Seine Kompositionen der Neuen Musik streben eine Synthese mit der eigenen Yoruba-Musiktradition an; der in London und Los Angeles ausgebildete Musiker untersuchte in seiner späteren musikethnologischen Dissertation die Yoruba-Trommelsprache, also die in Gedichtform übersetzbaren Tonaufnahmen und ihren kulturellen Zusammenhang.

Der im Kongo geborene Kazadi wa Mukuna studierte ab 1961 an der UCLA in Kalifornien, wo er 1978 promovierte. Seit 1989 ist er Professor für Musikethnologie an der Kent State University. Neben Forschungen zur Musik seines Heimatlandes beschäftigt er sich hauptsächlich mit dem Einfluss der afrikanischen Musik in Brasilien.[7]

Neue Konzepte

Der mit dem englischen Begriff entrainment – hier mit „Einschwingen“ übersetzt – bezeichnete Forschungsansatz versteht Musik, insbesondere den Rhythmus, als biologisch geprägtes Phänomen. Daraus ergibt sich eine Biomusikologie, die den evolutionären Aspekten des menschlichen Musizierens nachgeht. Menschen versuchen sich mit wiederholenden Körperbewegungen ihrer Umwelt anzugleichen. Der Rhythmus in der Musik wird mit einer vergleichenden Perspektive untersucht, wodurch sich das kollektive Musizieren als ein entrainment-Prozess darstellt: Die Teilnehmer gleichen unbewusst ihren Rhythmus einander an und bleiben diesem Rhythmus selbst nach plötzlichen Unterbrechungen treu. Einer der ersten Musikethnologen, der darauf hinwies, war Alan Lomax im Artikel The Cross-cultural Variation of Rhythmic Style von 1982.[8] Der Rhythmus bildet den Rahmen für die Identifikation mit der Gruppe. Daraus lässt sich folgern, dass Musik nicht allein als schöpferische Kunst von Einzelnen, sondern in der Gemeinschaft als Musik im Alltag erschaffen wird. Die Überlegung setzt einen entsprechenden Kulturbegriff voraus.[9]

Eine vergleichende Untersuchung musikalischer Strukturen, der Grammatik der musikalischen Sprache, soll mit Hilfe von Datenverarbeitung und Computerauswertung unter anderem die Anteile der feststehenden Regeln und der improvisierten Anteile des jeweiligen musikalischen Stils unterscheiden lassen. Computergestützte Analysemethoden bilden keinen eigenständigen Forschungsansatz, werden aber in verschiedenen Ländern zusätzlich experimentell angewandt.[10]

Musizieren als Grundlage

Der US-Amerikaner Alan Parkhurst Merriam (1923–1980) verstand in seinem Werk The Anthropology of Music von 1964 Musik einmal als Teil der kulturellen Verhaltensweisen („music in culture“) und unabhängig davon als Klangerzeugung. Dagegen war für Mantle Hood (1918–2005), der bei Jaap Kunst studierte und mehrere Werke über indonesische Musik verfasste, Musikethnologie untrennbar Teil der Kultur und schlicht das Studium aller Musik bei jeder Gelegenheit. Für Hood war der Ausgangspunkt musikethnologischer Beschäftigung das praktische Erlernen der zu untersuchenden Musik. Unter dem Begriff „bi-musicality“ forderte er das Erlernen mindestens einer zweiten Musikkultur, um sozial integriert zu sein und die Musik in der Kultur von innen heraus verstehen zu können. Wurde diese Herangehensweise bei ihrer Veröffentlichung in den 1960er Jahren noch kontrovers diskutiert, so ist sie mittlerweile weitgehend akzeptiert worden.[11] Die teilnehmende Beobachtung schließt denn das Erlernen der jeweiligen Musikinstrumente ausdrücklich ein. Diese ist beispielsweise für den Ethnologen und Musikwissenschaftler Gerhard Kubik in Afrika und für John Baily in Afghanistan, ein Schüler von John Blacking, die notwendige Voraussetzung für theoretische Forschung. Beide treten auch als Musiker in Erscheinung.

Dass Musik als Kultur studiert werden soll, ist unbestritten. Das Konzept einer Bi-Musikalität birgt jedoch für einige Musikethnologen die Gefahr, dass die Unterschiede vor den Gemeinsamkeiten betont werden und damit indirekt die alte Trennung in das „Eigene“ und das „Fremde“ bestätigt wird. Das Akzeptieren der Unterschiede könnte die Suche nach einer grundlegenden Verwandtschaft der Musikkulturen behindern. John Blacking forderte bereits, dass eine einzige Methode der Musikanalyse gesucht werden solle, die für jede Musik geeignet sei. Die Idee einer Weltmusiktheorie wird von dem Musikethnologen (Schwerpunkt Indonesien), Komponisten und Musiker Michael Tenzer (* 1957) zwar für unrealistisch gehalten, in seinen eigenen Kompositionen für europäische Kammermusik und für Gamelan tritt dafür das Universelle der Musik bereits in den Vordergrund.[12]

Siehe auch

  • Musikästhetik
  • Musiksoziologie
  • Musikpsychologie
  • Universalien der Musikwahrnehmung

Literatur

  • Philip V. Bohlman: World Music. A very short Introduction. Oxford University Press, Oxford 2002, ISBN 0-19-285429-1 (Very short introduction 65)
  • Steven Feld: Sound and Sentiment. Birds, Weeping, Poetics, and Song in Kaluli Expression. University of Pennsylvania Press, Philadelphia 1982, ISBN 0-8122-1299-1 (Dissertation, Indiana University 1979)
  • Dieter Christensen und Artur Simon: Musikethnologie. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Sachteil 6, 1997, Sp. 1259–1291
  • Mantle Hood: The Ethnomusicologist. Kent State University Press, Kent, Ohio 1982, ISBN 0-87338-280-3 (+ 3 Schallplatten)
  • Jaap Kunst: Ethnomusicology. A study of it’s nature, its problems, methods and representative personalities to which is added a bibliography. Martinus Nijhoff, Den Haag 1959, 3. Aufl. 1974 (Erstauflage: Musicologia. A Study of the Nature of Ethnomusicology, Its Problems, Methods, and Representative Personalities. 1950)
  • Alan P. Merriam: The Anthropology of Music. Northwestern University Press, Evanston 1964; 4. Aufl. 2000, ISBN 0-8101-0607-8
  • Bruno Nettl: The Study of Ethnomusicology. Twenty-nine Issues and Concepts. University of Illinois Press, Urbana 1983; 2. Aufl. 2005, ISBN 978-0-252-03033-8.
  • Jennifer C. Post: Ethnomusicology. A Research and Information Guide (Routledge Music Bibliographies). Routledge Chapman & Hall, New York 2003, Neuaufl. 2011, ISBN 978-0-415-87977-4.
  • Anthony Seeger: Why Suyá sing? A musical Anthropology of an Amazonian People. University Press, Urbana, Ill. 2004, ISBN 0-252-07202-2 (Nachdr. d. Ausg. Cambridge 1987).
  • Henry Stobart (Hrsg.): The New (Ethno)Musicologies. Scarecrow Press, Lanham 2008, ISBN 978-0-8108-6101-5 (Europea; 8).
  • Jeff T. Titon (Hrsg.): Worlds of Music. An Introduction to Music of the World's Peoples. SCL Publ., Belmont, CA 2009, ISBN 978-0-534-59539-5 (Nachdr. d. Ausg. New York 1996).
  • John Lawrence Witzleben: Whose Ethnomusicology? Western Ethnomusicology and the Study of Asian Music. In: Ethnomusicology, Bd. 41 (1997), Heft 2, S. 220–242, ISSN 0014-1836.
  • Deborah Wong: Ethnomusicology and Difference. In: Ethnomusicology, Bd. 50 (2006), Heft 2, S. 259–279, ISSN 0014-1836

Weblinks

 <Lang> Commons: Ethnomusicology – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. John Blacking. Webseite hrsg. von Suzel Ana Reily und Lev Weinstock, Queen's University of Belfast
  2. Bruno Nettl und Philip Vilas Bohlmann (Hrsg.): Comparative Musicology and Anthropology of Music: Essays on the History of Ethnomusicology. University of Chicago Press, Chicago 1991, S. 270–272
  3. Kofi Agawu: Nketia’s „The Music of Africa“ and the Foundations of African Musicology. (PDF; 175 kB) Paper für Symposium in Accra, September 2003
  4. Ephraim Amu. africa-can.org
  5. Thomas Ekundayo Phillips. Ntama, Journal of African Music and Popular Culture, 10. Januar 2007
  6. Nick Nesbitt: African Music, Ideology, and Utopia. Research in African Literatures, Bd. 32, Nr. 2, 2001, S. 175–186
  7. Kazadi wa Mukuna, Ethnomusicology. The Hugh A. Glauser School of Music
  8. Alan Lomax: The Cross-cultural Variation of Rhythmic Style. In: Martha Davis (Hrsg.): Interaction Rhythms: Periodicity in Communicative Behavior. Human Sciences Press, New York 1982, S. 149–74
  9. Martin Clayton, Rebecca Sager und Udo Will: In time with the music: The concept of entrainment and its significance for ethnomusicology. (PDF; 962 kB) ESEM CounterPoint, Bd. 1, 2004
  10. George Tzanetakis, Ajay Kapur, W. Andrew Schloss, Matthew Wright:Computational Ethnomusicology. (PDF; 3,8 MB) Journal of interdisciplinary music studies. volume 1, issue 2, 2007, S. 1–24
  11. Tim Rice: In Memoriam Mantle Hood. Professor of Ethnomusicology, Emeritus. University of California
  12. Michael Tenzer (University of British Columbia): Categorizing Periodicity. (PDF; 143 kB) SEM conference Honolulu, 18. November 2006

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04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
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16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
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12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
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29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
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08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
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06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
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03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
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27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
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23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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