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Der Mord an Brestir und Beinir fand um 970 auf Stóra Dímun, Färöer, statt und ist eine Episode der Färingersaga und somit der Geschichte der Wikingerzeit auf den Färöern.

Auslöser für diese Verschwörung gegen die beiden mächtigen Brüder Brestir und Beinir aus Skúvoy, die über die Hälfte der Färöer herrschten, war der Streit zwischen Einar und Eldjarn im Jahr zuvor (siehe dort). Ihr Widersacher Havgrímur von Hov schmiedete in der Folge eine Koalition zusammen, bei der der Großbauer Tróndur í Gøtu billigend im Hintergrund blieb, während dessen Onkel Svínoyar-Bjarni für eine aktive Teilnahme gewonnen werden konnte – beide für immense materielle Gegenleistungen auf Lebenszeit.

Brestir und Beinir hatten neben ihrem Stammsitz in Skúvoy auch den Hof auf Stóra Dímun. Von dort aus bewirtschafteten sie die unbewohnte Insel Lítla Dímun. Im Frühjahr 970 fuhren sie so zu der kleinen schwer zugänglichen Felseninsel, um dort wie gewohnt ihre Schafe weiden zu lassen. Mit dabei waren ihre jeweiligen Söhne Sigmundur Brestisson und Tóri Beinirsson, damals 9 beziehungsweise 11 Jahre alt.

Auf dem Rückweg begegneten sie drei Booten mit jeweils 12 bewaffneten Männern an Bord, die sich ihnen in den Weg stellten, um sie an der Weiterfahrt zu hindern. Der Überlieferung zufolge suchten sie sich einen anderen Landeplatz auf der Insel und verschanzten sich in den Klippen. Havgrímur, Svínoyar-Bjarni und ihre Männer setzten ihnen dort nach, während Tróndur mit seiner Bootsbesatzung am Ufer wartete. Der Kampf blieb zunächst unentschieden, und so soll sich Havgrímur an Tróndur mit Bitte um aktive Hilfe gewendet haben, was jener aber verneinte – schließlich waren sie 24 zu 2, also klar in der Übermacht. Havgrímur griff erneut an. Am Ende waren Brestir und Beinir getötet, aber auch Havgrímur und fünf seiner Leute fielen.

Sigmundur und Tóri wurden so Zeugen, wie ihre beiden Väter getötet wurden.

Tróndur í Gøtu, der sich während des Kampfes in sicherem Abstand hielt, soll vorgeschlagen haben, die beiden Söhne (Sigmundur und Tóri) zu töten, damit sie sich nicht später rächen können. Svínoyar-Bjarni, der den Kampf überlebte, weigerte sich, und so kamen sie überein, dass Tróndur die beiden Jungen mit zu sich nach Gøta nehmen solle, um sie dort großzuziehen. Auch Havgrímurs 10-jähriger Sohn Øssur Havgrímsson wurde von Tróndur adoptiert. Tróndur í Gøtu hatte so faktisch die vollständige Macht über die Färöer erlangt.

Brestir und Beinir wurden in Skúvoy bestattet, Havgrímur in Hov.

Literatur

  • Carl Gottlob Friedrich Küchler, Die Faeröer: Studien un Wanderfahrten, G. Müller (Hrsg.) 1913, S. 18.
  • Volver arriba ↑ Saga Book of the Viking Society for Northern Research, Band 23, 1990, S. 61.
  • G.V.C. Young: Færøerne. Fra vikingetiden til reformationen. København: Rosenkilde og Bakker, 1982
  • Færøyingesagaen, Flatøybok, Saga bok, 2014, Band 1, S. 257

Weblinks

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