Martin Andreas Stadler (* 1973 in München) ist ein deutscher Ägyptologe.

Martin Andreas Stadler legte 1992 das Abitur in München ab. 1993/94 studierte er Architektur an der Technischen Universität München. Von 1994 bis 1997 studierte er an der Universität Würzburg Ägyptologie, Klassische Archäologie, Geschichte. 1997/1998 war er Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und studierte Ägyptologie an der University of Oxford. 1998 folgte der Master of Studies in Oriental Studies (Egyptology) in Oxford. Stadler absolvierte anschließend ein Promotionsstudium in Ägyptologie (Hauptfach), Klassische Archäologie (Nebenfach), Geschichte (Nebenfach) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 2001 machte er den Magister in Würzburg. 2002 promovierte er dort. Anschließend war Stadler von 2002 bis 2006 wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Ägyptologie der Universität Würzburg. 2006 wurde er Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Ägyptologie der Universität Würzburg. 2007 erfolgte die Habilitation im Fach Ägyptologie und die Ernennung zum Akademischen Rat im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit. 2009 wurde er von der Universität Würzburg mit dem Röntgenpreis ausgezeichnet, der an herausragende Nachwuchswissenschaftler vergeben wird. Im Wintersemester 2009/10 hatte er eine Lehrstuhlvertretung für Ägyptologie an der Universität Tübingen. 2011 wurde Stadler zum Heisenberg-Professor für altägyptische Kulturgeschichte in ptolemäisch-römischer Zeit ernannt und zugleich Lehrstuhlinhaber für Ägyptologie an der Universität Würzburg.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die ägyptische Religion, religiöse Traditionen, die ägyptische Funerärkunst, die Demotistik und die demotische Literatur. 2009 wurde ihm von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für drei Jahre die Summe von 300.000 Euro für die Erforschung des Tempels von Dime bewilligt.

Schriften

  • Weiser und Wesir. Studien zu Vorkommen, Rolle und Wesen des Gottes Thot im ägyptischen Totenbuch. Tübingen 2009, ISBN 978-3-16-149854-1.
  • (bearb.): Der Totenpapyrus des Pa-Month. (= Paris, Bibliothèque Nationale de France. [P. Bibl. nat.] 149). Wiesbaden 2003, ISBN 3-447-04651-1.

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