La Loge-au-Loup


La Loge-au-Loup

Bei der Allée couverte La Loge-au-Loup (auch Loge-aux-Loups, deutsch: „Hütte des Wolfs oder der Wölfe“) des Typs arcboutée beziehungsweise à dalles inclinées handelt es sich um eine Anlagenart, die es nur in der Bretagne in Frankreich gibt. Die Anlagen dieses Typs stellen die einfachste Form eines umbauten Raumes unter Verwendung von Megalithen dar.

Das Besondere ist, dass die Seitensteine der Allee strebewerkartig gegeneinander gestellt sind und auf horizontale Decksteine verzichtet wurde. Die Anlagen dieses Typs sind jünger als die sonstigen Megalithanlagen der Region und erscheinen zwischen 3000 und 2500 v. Chr.

Die fälschlich mitunter auch als Dolmen bezeichnete La Loge-au-Loup liegt bei Trédion im Morbihan und ist ein seltenes, dazu nicht sortenreines Denkmal, eine einzigartige Chimäre dieses Typs. Die „Hütte des Wolfs“ besitzt oberhalb des Strebewerks noch einen gewaltigen Deckstein, der auf außen stehenden Tragsteinen ruht. Es wird davon ausgegangen, dass die gesamte Strebewerkkonstruktion einst auf diese Weise überdeckt war. Das nordwest-südost orientierte Denkmal mit dem Zugang im Südosten, hat eine (Rest)-Länge von neun Metern und ist im Strebewerkbereich etwa 1,5 m breit. Ein etwa 14,0 m × 5,0 m messender Rest des einstigen deckenden Steinhügels ist noch erkennbar.

Ähnliche Anlagen sind die von Coat Menez Guen in Melgven, von Goulet-Riec in Riec-sur-Belon, von Castel-Ruffel bei Saint-Goazec oder von Lesconil Ti ar C’horriged - Haus der Gobelins genannt, alle im Finistère.

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