Kunama (Volk)


Datei:Kunama Eritrea.JPG
Kunama-Mann in Gash-Barka, Eritrea

Die Kunama sind eine äthiopide ethnische Gruppe im Hochland Süd-Eritreas. Sie machen mit 107.000 Angehörigen rund 2,5 % der Bevölkerung Eritreas aus (Stand 2001). Ihre Sprache, das Kunama, gehört zum Nilosaharanischen.

Sie sind nilotischen Ursprungs, ursprünglich alle Anhänger einer Naturreligion. Sie leben jetzt in einem muslimischen Umfeld und sind außerdem Ziel von Missionierungsversuchen der Katholischen Kirche. Etwa die Hälfte der Kunama hält noch an ihrem Naturglauben fest, die Hälfte hat bereits den Islam angenommen, andere das Christentum.

Die Kunama sind matrilinear organisiert, vererbt wird also von der Mutter an die Tochter, nicht vom Vater auf den Sohn. Die Frauen genießen mehr Freiheiten und Entscheidungsgewalt als die Frauen der anderen Volksgruppen. Die Kunama sind außerdem die einzige Gruppe in Eritrea, die keine Frauenbeschneidung kennt.


Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Aufgrund des Krieges, aber auch aufgrund der An- und Umsiedlungspolitik der eritreischen Regierung werden die Kunama aus ihren früheren Siedlungszusammenhängen herausgerissen und stärker mit den anderen Volksgruppen gemischt, was den Erhalt ihrer Kultur zusätzlich gefährdet. Verarmung würde den Verlust der eigenen Kultur noch beschleunigen, den Status der Frauen senken.

Siehe auch

  • Liste der Ethnien in Äthiopien

Diese Artikel könnten dir auch gefallen