Ricardo André Frantz (User:Tetraktys) / CC BY-SA 3.0

Korenhalle des Erechtheions

Kore, Plural Koren (von attisch κόρη kórē „Mädchen“, „Jungfrau“; auch κούρη kúrē (Homer), κώρα kōra (dorisch), κόρα kóra (Lesbos-Attisch); griechischer Plural: κόραι, auch κούραι, κώραι ko(u)rai) bezeichnet in der archaisch-griechischen Bildhauerei eine meist aus Marmor gefertigte, ursprünglich auch bemalte Skulptur.

Sie stellt ein bekleidetes Mädchen dar, das in der Regel mit geschlossenen Beinen (oder den linken Fuß ein wenig vorgesetzt) mit gerader Körperhaltung dasteht. Die Arme hängen oft seitlich an ihrem Körper herab oder ein Arm ist angewinkelt und trägt ein Weihgeschenk. In der Regel tragen sie einen Peplos oder einen Chiton.

Derartige Koren wurden nicht nur als frei stehende Skulpturen, sondern auch in der Architektur griechischer Tempel anstelle von Säulen verwendet und als Karyatiden bezeichnet. Am bekanntesten sind die Koren bzw. Karyatiden des Erechtheions der Akropolis in Athen, die dem sog. Reichen Stil (430–410 v. Chr.) zugeordnet werden.

Siehe als männliches Pendant auch: Kouros.

Im weiteren Sinne wurden jegliche Mädchenstatu(ett)en in Griechenland κόραι („Mädchen“) genannt, so auch die Damen darstellenden Tanagra-Figuren.

Literatur

  •  Katerina Karakasi: Archaische Koren. Hirmer, München 2001, ISBN 3-7774-8840-2.
  •  Marion Meyer, Nora Brüggemann: Kore und Kouros. Weihegaben für die Götter. Phoibos Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-901232-80-0.
  •  Mary Stieber: The Poetics of Appearance in the Attic Korai. Univ. of Texas Pr., Austin 2004, ISBN 0-292-70180-2.
  •  Jürgen Franssen: Votiv und Repräsentation. Statuarische Weihungen archaischer Zeit aus Samos und Attika. Verlag Archäologie und Geschichte, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-935289-36-8.

Weblinks

 <Lang> Commons: Kore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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