Kernic


Die Allée couverte von Kernic (auch von Guinirvit) liegt in der Gemeinde Plouescat, im Finistère in der Bretagne in Frankreich. Am Nordstrand der Bucht (Anse de Kernic) befindet sich die relativ gut erhaltene Megalithanlage aus Granitplatten mit einer, bis auf ihre Ostseite erhaltenen Einfassung.

Die leicht trapezoide Grabkammer ist neun Meter lang. Der etwa drei Meter lange Vorraum wird durch eine Platte von der Kammer getrennt. Vor dem Eingang finden sich Spuren einer Freifläche von 8 x 4 Meter, die als Kultplatz diente. Bei der Grabung im Jahre 1983 fand man nach einer Meereserosion Feuersteinklingen und Keramik aus der Spätphase der Nutzung der Anlage um 2000 v. Chr.

Die Nordküste des Finistère ist reich an herausragenden prähistorischen Monumenten. Hier sind vor allem die riesigen Menhire von Brignogan, Kerloas oder Kergariou zu nennen, die zu den höchsten in Europa gehören.

Meeresspiegelanstieg

Anstieg des Meeresspiegels in den letzten 24.000 Jahren. Seit dem Bau der Anlage etwa 4000 v. Chr. stieg er nurmehr um etwa fünf Meter

Einige Allées couvertes werden, wie Kernic, heute bei Flut überspült. Sie sind Beleg für das Ansteigen des Meeresspiegels seit der Jungsteinzeit, in der die Anlagen nicht derart meernah errichtet wurden. Ein anderes Beispiel ist die Allée couverte am Nordstrand von Curnic westlich von Guissény. Der Menhir von Penloïc (oder Penglaouic) bei Loctudy (Finistère) an der Mündung des Flusses von Pont-l'Abbe ragt vier Meter aus dem Schlick. Der im Neolithikum auf festem Boden errichtete Menhir liegt etwa 0,75 m unter dem heutigen mittleren Meeresspiegel, die Basis liegt noch etwa 0,50 m tiefer.

Siehe auch

Literatur

  • Jacques Briard (Text), Nicolas Fediaevsky (Fotos): Mégalithes de Bretagne. Neuaufl. Édition Ouest-France, Rennes 1992, ISBN 2-7373-1167-5.

Weblinks

48.656666666667-4.21510Koordinaten: 48° 39′ 24″ N, 4° 12′ 54″ W


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