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Kastell Schirenhof


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Kastell Schirenhof
Limes ORL 64 (RLK)
Strecke (RLK) Rätischer Limes,
Strecke 12
Datierung (Belegung) um 150 n. Chr. bis
um 244/47 n. Chr.
Typ Kohortenkastell
Einheit Cohors I Flavia Raetorum
Größe 157 m × 130 m = 2 ha
Bauweise Steinkastell
Erhaltungszustand Kastellplatz weitgehend unüberbaut; oberirdisch nicht sichtbar; Kastellbad konserviert
Ort Schwäbisch Gmünd
Geographische Lage 48° 47′ 12,1″ N, 9° 46′ 36,9″ O48.7866944444449.7769166666667
Vorgelagert Kleinkastell Kleindeinbach (nordwestlich)
Kleinkastell Freimühle (nordwestlich)
Kleinkastell Hintere Orthalde (nordöstlich)
Das Kastell mit dem bisher erforschten Vicusbereich

Das Kastell Schirenhof, auch als Etzelsburg bekannt, ist ein ehemaliges römisches Kohortenkastell das heute im Stadtgebiet von Schwäbisch Gmünd, auf den Fluren des Schirenhof im Ostalbkreis, Baden-Württemberg, liegt. Es wurde in der Zeit um 150 n. Chr. an einer Bergzunge mit Blick über die Rems zum dahinterliegenden Rätischen Limes errichtet, der 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe erhobenen worden ist.

Lage

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Lage des Kastells wie sie Steimle in seinem Grabungsbericht dokumentierte

Der gut gewählte Platz dieser auf dem Boden der römischen Provinz Raetia gegründeten antiken Befestigung befindet sich auf halber Höhe eines südöstlich-nordwestlich ausgerichteten Bergsporns über der Rems. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tales, rund einen Kilometer entfernt in nordwestlicher Richtung, befand sich das Kleinkastell Freimühle[A 1], das ebenfalls auf einem kleinen Sporn am östlichen Ausgang des Rotenbachtales lag. Begibt man sich von diesem Kleinkastell einen weiteren Kilometer quer durch das Rotenbachtal nach Nordwesten einen steilen Hang hinauf, gelangt man zu einem weiteren antiken militärischen Standort, dem bereits auf dem Gebiet der römischen Provinz Germania superior errichteten Kleinkastell Kleindeinbach, das rund 50 Meter von der Holzpalisade des Limes entfernt war. Nur ein paar Meter östlich dieser kleinen Anlage, beim Abstieg in das Rotenbachtal, begann die Provinz Raetia mit der rätischen Steinmauer, die sich bis zur Donau hinzog. Dendrochronologische Untersuchungen haben in diesem Tal ein genaues Baudatum ermitteln können. Die dort verarbeiteten Hölzer wurden im Winter 163/164 geschlagen und 164 erbaut.[1] Allerdings ist nicht ganz klar, ob das dort geborgene Holz tatsächlich aus der Palisade und nicht von einer kurz dahinterliegenden Brücke stammt.[2] Das Grenzgebiet von Germania superior und Raetia war im Limesbereich ungewöhnlich dicht mit römischen Militärstützpunkten belegt. Auch die Nähe der Kohortenkastelle Lorch am Rand der Provinz Germania superior und Schirenhof in Rätien scheinen diesen Eindruck zu bestätigen. Beide sind nur rund sieben Kilometer voneinander entfernt. Vielleicht wird hier ein gewisses eigenständiges Handeln der für die Provinzverwaltung Verantwortlichen sichtbar. Besonders der nur in Rätien durchgeführte Ausbau der Reichsgrenze in Stein könnte hierfür ein Beleg sein.

Forschungsgeschichte

Landschaftsmodell mit dem Kastell Schirenhof im oberen Bildbereich, dem Kleinkastell Freimühle in der Bildmitte und dem Kleinkastell Kleindeinbach mit dem Limes am unteren Bildrand.

Bereits Ende des 14. Jahrhundert ist der Name „Etzelsburg“ für das Kastell belegt. Man brachte die damals noch stehenden Mauern mit Attila, dem Hunnenkönig, in Verbindung, der als König Etzel unter anderem durch das Nibelungenlied weiterlebte.[3]

Von einem barocken Chronisten der Stadt Schwäbisch Gmünd, dem Ratsherren Friedrich Vogt (1623–1674), ist zu erfahren, dass das „Schloss“ in alten Schriften als „Etzelburg“ genannt wurde. Doch schon zu Vogts Zeiten waren die Reste als billiger Steinbruch bis auf den Grund abgetragen. Nur Teile der Grabenanlage sind damals offenbar noch sichtbar gewesen. Erst der Hofdomänenrat, Weinbaufachmann und Altertumsforscher Carl Christoph Friedrich Gok (1776–1849), ein Halbbruder des Dichters Friedrich Hölderlin, vermutete 1847, dass das angebliche Schloss auf dem Schirenhof wohl einst ein römisches Kastell gewesen war.[4] Erste moderne Nachgrabungen fanden noch vor Gründung der Reichs-Limes-Kommission (RLK) unter Anleitung des pensionierten Generalstabschefs des württembergischen Heeres, Eduard von Kallee, sowie durch Major Heinrich Steimle in den Jahren 1886 bis 1888 statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgten nur einzelne Notgrabungen im fast unbekannt gebliebenen Lagerdorf (Vicus), das nun zur Überbauung und damit Zerstörung freigegeben worden war. Nur durch Inkrafttreten des baden-württembergischen Denkmalschutzgesetzes vom 1. Januar 1972 wurde es den Archäologen in Schwäbisch Gmünd möglich, vor den noch immer anhaltenden Zerstörungen zumindest in größerem Umfang als bisher den Untergrund zu sondieren und in gegebenen Fällen wichtige Areale als Grabungsschutzgebiete für die Zukunft zu sichern.[5]

Unter der Leitung des Professors für provinzialrömische Archäologie, Hans Ulrich Nuber, wurde das vor dem westlichen Lagertor gelegene Kastellbad, das bereits 1893 erstmals angegraben worden war, 1972/73 vollständig freigelegt und 1975 in restauriertem Zustand für die Öffentlichkeit freigegeben. Ursache für diese neuen Grabungen war eine bevorstehende Überbauung. Das bot die Gelegenheit, die bisherigen, teils nur ansatzweise erfolgten Grabungen der späteren RLK, eingehend zu vertiefen.[6] 1977 erfolgte die Erforschung des bislang unbekannt gebliebenen Brandgräberfeldes. 1999 wurde das inzwischen mehrfach teilrenovierte Bad vollständig saniert, wobei die Wind und Wetter ausgesetzte antike Mauersubstanz weitgehend durch gleich aufgeführte Mauerteile ersetzt worden ist.[7] 2005 erfolgte eine geomagnetische Prospektion fast der gesamten Kastellfläche.[8] Das Kastell Schirenhof ist heute ein archäologisches Denkmal.

Baugeschichte

Datei:ORL 64 tab 02 pic 01 Grundriss.jpg
Grundriss des Kastells nach den zwischen 1886 bis 1888 aufgenommenen Befunden

Die Forschung konnte anhand von Befunden im Kastellbad nachweisen, dass die auf zahlreichen Ziegelstempeln und dem Fragment einer Genius-Statue genannte Cohors I Flavia Raetorum seit der Gründung der Garnison Schirenhof die Stammtruppe stellte und vermutlich in den Alamanneneinfällen ab 233 untergegangen ist. Spätestens kurz nach 244/47 haben die letzten Soldaten den Platz geräumt. Das Lager unterstand dem Befehlshaber der Ala II Flavia milliaria p.f. im Kastell Aalen.[9]

Aufgrund des bis heute geborgene Fundguts sowie Untersuchungen an den Bauhölzern aus dem Vicus, die Fälldaten für die Jahre 139 (±6) sowie 150 (±6)[10] und 165 (±10)[11] festschreiben, ergibt sich eine Kastellgründung in der Regierungszeit des Kaisers Antoninus Pius (138–161) um 150 n. Chr.. Ein hölzernes Vorgängerkastell konnte Nuber bei seinen Grabungen nicht entdecken.[12]

Umwehrung

Von der rund 157 × 130 Meter (= 2 ha) großen Befestigungsanlage untersuchte die Reichs-Limes-Kommission hauptsächlich Teile des Grabens, der rund 1,20 m breiten Umfassungsmauer, das rechte und rückwärtige Tor, sowie das Fahnenheiligtum in den Principia, dem Stabsgebäude. Es konnte aufgrund der Nachgrabungen Nubers 1972[13] festgestellt werden, dass die Anlage von drei[14] hintereinanderliegenden Spitzgräben umgeben ist, die an den vier Zufahrten aussetzten. Die Abstände zwischen diesen Gräben fielen unterschiedlich aus; so war der äußerste und mittleren weiter voneinander entfernt als der mittlere vom innersten.

Die Prätorialfront, die zum Feind gerichtet Seite des Lagers, lag im Nordwesten. Dort befand sich auf der anderen Talseite der Limes. Das westlich gelegene Tor, die Porta principalis dextera, besaß eine zweispurige Zufahrt, die von zwei rechteckigen Tortürmen flankiert wurde. Das rückwärtige Tor, die Porta decumana, besaß ebenfalls zwei Zufahrten. Die Tortürme waren hier jedoch von dem selten beobachteten halbrund hervorspringenden Typ, wie er auch beim Kastell Weißenburg festgestellt werden konnte. Es wird davon ausgegangen, dass der halbrund ausgeformten Tortyp gegen Ende des 2. Jahrhunderts entstand und in Rätien sein Vorbild beim Legionslager Regensburg hat.[15] Die Luftbildarchäologie hat ein genaueres Bild über die restlichen Architektur der Umwehrung möglich gemacht. Es wurde festgestellt, dass alle vier Zufahrten doppeltorig waren und das Lager an seinen vier abgerundeten Ecken je einen Turm besaß. Weitere Türme befanden sich zwischen den Ecken und Toren. Der zwischen Türmen und Toren liegende, an die Außenmauer gelehnte Erdwall, auf dem die Soldaten einst ihren Wachdienst verrichteten, war vier Meter breit. Der Erhaltungszustand dieser steinernen Außenmauer beschränkte sich bei den Grabungen Nubers auf die unterste Fundamentlage. Die hinter der Walanschüttung liegende Lagerringstraße (Via sagularis) wurde mit einer Breite von 11 Metern vermessen. An ihrer Begrenzung zum Lagerinneren lief ein Wassergräbchen. An der Porta principalis dextera fand sich ein Wasserriß, der schon in römischer Zeit aufgefüllt worden war. Aus den untersten Füllschichten wurde Terra sigillata, die in der Mitte des 2. Jahrhunderts hergestellt worden war, geborgen. Es wurde festgestellt, dass die Bilderschüsseln Drag. 37 aus den Rheinzaberner Werkstätten des Ianu(arius) I und Reginus I stammten. Für die genauere Datierung des Kastells ist besonders der Zeitpunkt der Auffüllung dieses Wasserrisses bedeutend. Sein Beginn ist fast quer vor dem Westtor und führt hangabwärts. Daher muss er zugeschüttet worden sein, als die Straße vom Tor zum Kastellbad angelegt worden ist.[12]

Innenbebauung

Von der Innenbebauung ist nur der rückwärtige Teil der Principia näher bekannt, da es zur Strategie der Reichs-Limes-Kommission zählte, dieses Bausegment vorrangig zu ergraben. Hier erhofften sich die Ausgräber interessante Funde, da das Fahnenheiligtum nicht nur die Standarte der Einheit, sondern im Keller darunter die Truppenkasse barg. Das Auffinden alter Münzen in bestimmten historischen Bodenschichten kann mit Hilfe der Numismatik viele wertvolle Rückschlüsse auf einen ergrabenen Baukomplex zulassen. Auf dem Schirenhof wurde sogar Verwaltungspersonal der Principia durch die Nennung eines Liberarius Cohortis I Raetorum bekannt geworden.[16] Diese Inschrift befand sich auf dem Bruchstück der schon weiter oben genannten Genius-Statue und kann durch die dort ebenfalls genannte Weiheformel In Honorem Domus Divinae (zu Ehren des göttlichen Kaiserhauses) auf die Zeit frühestens ab der Mitte des 2. Jahrhunderts datiert werden.

[In H(onorem)
D(omus) D(ivinae) Genio
Tabularii] [Aur(elius ?) F]
idelis Lib[rar(ius) Coh(ortis
primae)] Raet [orum]

Übersetzung:

Zu Ehren des göttlichen Kaiserhauses. Dem Schutzgeist des Archivs (Tabularium). Aur(elius ?) Fidelis, Archivar der Ersten Kohorte der Rätier.

Bekannt ist auch, dass die Principia , die wie das gesamte Lager architektonisch einem Normplan folgten, eine große, als rechteckiger Querriegel vorgelagerte Mehrzweckhalle besaßen. Weiter wurde festgestellt, dass das stets im rückwärtigen Teil des Stabsgebäudes liegende Fahnenheiligtum eine halbrunde Apsis hatte. Da die Ausgestaltung des Heiligtums mit Apsiden in den Kastellen der germanischen Provinzen erst seit Mitte des 2. Jahrhunderts üblich geworden war,[17] überschneidet sich dieser bauliche Befund mit der dendrologische Einordnung der Bauhölzer aus dem Vicus, die ebenfalls in diese Zeit fallen. Auffallend sind die Ähnlichkeiten der Schirenhofer Principia zur Kommandantur im Kastell Unterböbingen. Es wurde vermutet, dass hier die gleiche Planungsgrundlage vorliegt.[7] Im Kastellareal konnten zudem Schmelztigel zur Bronzeverarbeitung festgestellt werden.[18]

Bau- oder Ehreninschrift

Datei:ORL 64 tab 02 pic 02-05 Inschriften.jpg
Inschriften aus dem Kastell (1886–1888)

1888 stießen die Ausgräber an der Porta principalis dextra auf eine einstige Bau- oder Ehreninschrift. Diese bestand aus grauem Sandstein, in den der Text leicht vertieft vorgemeißelt worden ist. Anschließend hatte man vergoldete, rund 1 mm dicke Bronzebuchstaben in diese Vertiefungen eingelegt und mit Eisenstiften, die an den Buchstabenecken saßen, in 20 mm tiefen Bohrlöchern verkittet. Die Platte war einst so stark zerschlagen, dass nur noch ein größerer und ein kleiner, nichtssagender Brocken aufgefunden wurden. Auf dem größeren Stück ist der Buchstabe „N“ fast vollständig erhalten sowie die oberen beiden Nagellöcher der darunterliegenden Zeile. Einer der wenigen lose aufgefundenen Bronzebuchstaben passt offensichtlich genau in dieses erhaltene „N“. Insgesamt sind folgende Buchstaben in lesbarem Zustand aufgefunden worden: A, I, N, T, T, X. Von einem weiteren „T“ blieb nur der obere Querstrich erhalten, ein „A“ und ein „M“ waren noch fast zur Hälfte erhalten. Von einem „S“ der deutlich gekrümmte Mittelteil. Einem Buchstaben mit einer Rundung ist zu einem Viertel aufgefunden worden. Die RLK ergänzte ihn zu einem „O“, auch ein „G“ wäre denkbar. Ein letzter Buchstabe, dessen Serifen verstümmelt sind, ist als „I“ zu betrachten. Die Buchstaben haben verschiedene Höhen, was daran denken lässt, dass sie in unterschiedlichen Zeilen saßen. 90–88 mm hoch sind I, N, T sowie vermutlich die beschädigten Buchstaben A, O, S. Rund 86 mm sind A, M, T und vielleicht das beschädigte „I“. Am kleinsten fällt das „X“ aus, das 75 mm hoch ist. Von den Proportionen her ordnet der ORL auch das fragmentarische „T“ in diese Zeile. Barbara Pferdehirt hat daran gedacht, die Schirenhofer Inschrift in Zusammenhang mit den gleich gestalteten Bronzebuchstabeninschriften Kaiser Caracallas (211–217) aus den Kastellen Eining, Kösching, Faimingen, Steinkirchen, Böbingen, Saalburg und Feldberg zu setzen,[19] wobei sie Pförring, Oberhochstatt und Pfünz nicht erwähnte. Den gleichen Gedanken vertritt auch Thomas Fischer.[20] Im ORL wurde überlegt, die fast gleichhohen größten Buchstaben als „ANTO[N]I[NV]S“ zusammenzusetzen.

Kastellbad

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Kastellbad nach den Befunden der Grabungen zwischen 1886 bis 1888.
Das Kastellbad in seiner zeitlichen Abfolge, hauptsächlich nach Befunden Steimles 1893 und Nubers 1972/73. Unklar ist die Entwicklung im Bereich des Caldariums.
Rekonstruktionsversuch des Bades während seiner größten Ausdehnung. Blick von Norden.
Blick von Norden auf das Bad, Zustand 1993.
Zustand des Bades 2008 nach der grundlegenden Sanierung von 1999.

Rund 100 Meter westlich des Kastells lag unmittelbar über dem Steilabfall einer Hangkante das zu fast jedem römischen Militärlager gehörende Bad. Die in Schirenhof aufgedeckte Anlage misst 48 × 25 Meter und zählt typologisch zu den Reihenbädern. Die Ausgräber unter Nuber konnten drei Bauphasen feststellen.

Phase I

Die älteste um die Mitte des 2. Jahrhunderts[21] errichtete Anlage besaß einen in Holzfachwerkbauweise errichteten Versammlungsraum, die Basilica (B), der auf der Nordseite des Bades lag. Von hier aus betrat man den ältesten Teil des Auskleidebereiches, dem Apodyterium (A1). Sich nach rechts begebend folgte das Kaltbad, Frigidarium F1; südlich schloss sich ein weiteres Kaltbad (F2) mit Wanne an. Dieser Raum könnte nach Nuber in der Frühphase jedoch ein Schwitzbad (Sudatorium) enthalten haben.[22] Anschließend betrat der Besucher ein Laubad, das Tepidarium (T2). Es folgte als letzte Raumgruppe der Bereich der Warmbäder (Caldaria). Dahinter befand sich die Heizanlage (Praefurnium) mit den Warmwasserkesseln (Vasa).

Phase II

Die zweite Bauperiode, die glänzendste für das Bad, war eine Zeit der Vergrößerung. Das Apodyterium (A2) ist nach Osten erweitert worden, westlich setzte man an das kleinere Frigidarum eine halbrunde Apsis an (F3). Dafür wurde das große Kaltbad hypokaustiert und in ein Tepidarium (T1) umgewandelt. Im Winkel von Auskleideraum und diesem Tepidarium entstand möglicherweise ein Schwitzbad Sudatorium. Das zweite Laubad T2 erhielt eine beheizte Apsis. Der anschließende Bereich der Warmbäder wurde nach Nuber „um ein Beträchtliches nach Süden erweitert."[23] Wie diese Erweiterung im Einzelnen ausgesehen hat, ist aufgrund des Fundzustandes nicht klar gesichert. Offensichtlich wurde in dieser Zeit auch die Wanne in den Raum C2 eingebaut. Während des ersten großen Alamanneneinfalls 233 n. Chr. rechnen die Forscher mit einer Zerstörung der Therme und des Vicus. Eine Münze aus dem Jahr 228 wurde unter einem verkohlten Holzfußboden im Apodyterium gefunden. Erst danach ist der Raum umgebaut worden.[21]

Phase III

Die Folgen jener Kriegsjahre müssen verheerend gewesen sein; das römische Leben im vorgeschobenen rätischen Grenzgebiet erholte sich nie wieder vollständig von diesem Schlag. Wie an den meisten modern dokumentierten Limesplätzen ist auch die Schirenhofer Badeanlage nach diesen Einfällen nur noch in sehr reduzierter, primitiver Form wiederrichtet worden. Oft lässt sich auch dokumentieren, dass die Bauqualität nun minderwertiger geworden war. Vielfach wurde von den Archäologen Abbruchmaterial aus damaligen Kriegsruinen in neueren römischen Gebäuden wiedergefunden. Die hölzerne Basilica ist nicht wieder errichtet worden, durch ihren Bereich leitete man nun eine Auffanggraben für Hangwasser. Das Apodyterium schrumpfte um die Hälfte,[23] sein östlicher Teil wurde verfüllt,[24] im anschließenden, aufgegebenen Frigidarium (F1) entstand eine Toilette. Sowohl das eventuelle Sudatorium sowie die beiden Laubäder waren nun nicht mehr zu beheizen. Raum S soll zudem ebenfalls verfüllt worden sein.[24] Im Tepidarium T2 wurde eine Kaltwasserwanne eingebaut. Lediglich im südlichsten Bereich der Anlage, dem alten Warmbad, funktionierte das Hypokaustensystem noch. Die westlichen Anbauten, die Apsis F3 am Frigidarium sowie der Anbau C4 am Caldariums waren nach Baubefund wohl ebenfalls nicht mehr in Betrieb.

Das Militär konnten nun nur noch kurzzeitig die Stabilität im Gebiet nördlich der Donau sichern. Nach dem Abzug der Truppen kurz nach 244/47 ist die Therme endgültig und ohne Gewalteinwirkung zerfallen.[25]

Fundgut

Als Streufunde fanden sich Toiletten-, Schmuck- und Trachtgegenstände wie Nadeln und Fibeln. Doch auch Waffen und militärische Ausrüstungsgegenstände wurden geborgen.[24]

Quellnymphe

Im Bad aufgefundene Statue einer Quellnymphe

Der Ausgräber Steimle berichtet, dass nach Abschluss der Grabungen in der Therme 1893 „der Schirenhofbauer das Badegebäude des Steinmaterials wegen“ abbrach. Erst während dieser Abbrucharbeiten kam die später bekannt gewordene Quellnymphe innerhalb des Kastellbades aus dem Boden. Da das damalige Geschehen nicht dokumentiert wurde, bleibt unbekannt, in welchem Raum der Bauer die Steinarbeit auffand.[23] Die Steinskulptur, eine provinzialrömische Arbeit, wird dem 2./3. Jahrhundert zugerechnet.

Later

Als einzige Inschrift kam ein Ziegel (Later) mit Anweisungen für die örtliche Militärziegelei ans Licht. Die daneben aufgefundenen beiden Stempel waren schon aus anderen Grabungsbereichen am Schirenhof bekannt. Der eine Stempel nannte die Cohors I Raetorum, der andere einen Secundius. Eines der geborgenen Later-Fragmente zeigte beide Stempel auf einem Stück. Dies deutet darauf hin, dass Secundius für die Militärziegelei tätig war. Alle Stempel gehörten in die Frühphase des Bades, Nuber fand sie ausschließlich als Spolien vermauert.[23]

Keramik

Zahlreiche Ess- und vor allem Trinkgeschirre kamen ans Licht. Die im Bad aufgefundene Terra sigillata ermöglichte es, den Baubeginn in die Mitte des ersten Jahrhunderts zu legen. Die meisten Stücke stammten aus Rheinzaberner Frühproduktionen. Dazu gehören die Produkte der Hersteller Comitialis, Consta und Natalis. Ein einzelnes Bruchstück Drag. 37 konnte in das Heiligenberger Offizin des Ianu(arius) verortet werden. Fraglich ist ein Fragment aus Blickweiler/Eschweilerhof. Die späteste Terra sigillata entdeckten die Ausgräber im Abwasser- und Wasserauffanggraben. Dabei handelt es sich um Material aus sogenannte „schwäbische“ Töpfereien (Waiblingen, Manufaktur des Tertius) und um Rheinzaberner Produkte des Iulius II–Iulianus I und Victor I.[23][26]

Münzen

Im Schutt des Bades wurden 1972/73 über 50 Münzen, die von republikanischen Prägungen bis in die Mitte des 3. Jahrhunderts reichten, geborgen. Zu den damals aufgefundenen Münzen zählt ein kleiner Schatz. Besonders wertvoll war ein Sesterz der Didia Clara (193 n. Chr.). Als Schlussmünze fand sich ein Stück aus der Regierungszeit des Kaisers Philippus Arabs, geprägt 244/47.[21]

Vicus und Brandgräberfeld

Die nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte geschlossene Überbauung, aber auch Hangerosionen, haben dafür gesorgt, dass der Vicus des Kastells nur spärlich bekannt geworden ist. Einzelbefunde zeigen, dass sich das Lagerdorf im Norden Westen und Süden der Militäranlage erstreckte. 150 Meter südöstlich des Kastells wurden kleine rechteckige, mit Hypokaustenheizungen ausgestattete Räume entdeckt, die wohl zu den typischen, in Holzbauweise errichteten Streifenhäusern des Dorfes gehörten. Wie im Kastell selber fanden sich auch im Vicus Werkstätten zur Metallverarbeitung.[18] 50 Meter westlich des Kastells und nördlich des Kastellbades wurde ein sehr schlecht erhaltener größerer Gebäudekomplex aufgedeckt. Bei den zwei südlichsten der erfaßten Räume konne eine Hypokaustenheizung festgestellt werden. Im nördlicheren dieser Zimmer standen der Fußboden noch auf Stubensandsteinsäulen. Das Praefurnium konnte im Norden ermittelt werden.[12] Hans Ulrich Nuber hat versucht, diesen umfassenden Bau als Villa des Kommandanten anzusprechen. In dem Bereich dieses Gebäudes wurde auch eine Weiheinschrift aufgefunden, die Silvanus, dem Gott der Hirten und Wälder gewidmet war.

Abguss des 1976/77 aufgefundenen Grabsteins mit einer Totenmahlszene.

Im Bereich des südöstlichen Kastellvorgeländes konnte der von Südwest nach Nordost laufenden Rest einer Straße ausgemacht werden. Sicherlich traf diese Trasse einst auf die Porta decumana. Nur ein weiterer Steinbaurest konnte hier erfasst werden. Durch die geborgene Keramik ist eine Datierung auf die Zeit zwischen 190/210 möglich. Das lange gesuchte Brandgräberfeld wurde noch weiter südöstlich der Garnison entdeckt. Es lag zu beiden Seiten einer am Kastell nach Süden vorbeiführenden antiken Straßentrasse. Auf 0,35 ha konnten 310 Bestattungen, meist Verbrennungen, gesichert werden. Man geht davon aus, dass damit rund die Hälfte des gesamten Friedhofs bekannt geworden ist. Als Grabbeigaben fanden sich reich verzierte rätische Ware, Terra sigillata, Glas und auffallend viele[7] Öllämpchen. Daneben konnten Schmuck und Metallgegenstände geborgen werden. Das Fundgut macht eine Datierung ins 2./3. Jahrhundert sicher. Die Grablege eines besonders wohlhabenden Schirenhofener Einwohners wurde ebenfalls aufgedeckt. Es bestand aus einer mit Stubensandsteinplatten errichteten Grabkammer (Grab 148). An deren Nordseite hatte man zusätzlich ein kleines pfeilerartiges Grabmal aufgestellt. Auf einem der Sockel (80 cm hoch), gleichfalls aus örtlichem Stubensandstein geschlagen, befindet sich eine schwer zu entziffernde Inschrift mit einer Darstellung des auf seiner Kline ruhenden Verstorbenen, dem ein Sklave einen Becher Wein reicht. Solche sogenannten „Totenmahlreliefs“ sind sehr häufig im Rheinland aufgefunden worden.

Fundverbleib

Viele Funde, besonders Terra sigillata, aber auch Münzen und die Quellnymphe sind im Museum im Prediger in Schwäbisch Gmünd zu besichtigen.

Denkmalschutz

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Kleinfunde aus der Zeit der „Reichsgrabung“ (1886–1888)

Das Kastell Schirenhof und die erwähnten Bodendenkmale sind als Abschnitt des Obergermanisch-Rätischen Limes seit 2005 Teil des UNESCO-Welterbes. Außerdem sind die Anlagen Kulturdenkmale nach dem Denkmalschutzgesetz des Landes Baden-Württemberg (DSchG). Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig. Zufallsfunde sind an die Denkmalbehörden zu melden.

Siehe auch

Literatur

  • Dietwulf Baatz: Der Römische Limes. Archäologische Ausflüge zwischen Rhein und Donau. 4. Auflage, Gebr. Mann, Berlin 2000, ISBN 3-786-12347-0, S. 253f.
  • Christiane Herb: Die Römer in Schwäbisch Gmünd. Ein forschungsgeschichtlicher Überblick. In: Gabriele Seitz (Hrsg.): Im Dienste Roms. Festschrift für Hans Ulrich Nuber. Greiner, Remshalden 2006, ISBN 3-935383-49-5, S.&129–132, mit ausführlicher Bibliographie.
  • Johann Baptist Keune: Schierenhof. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band II A,1, Stuttgart 1921, Sp. 407–408.
  • Hans Ulrich Nuber: Neue Römerfunde im Kreis Schwäbisch Gmünd in Einhorn – Zeitschrift für Stadt und Kreis Schwäbisch Gmünd, Jahrgang 7, Heft 39, Einhorn-Verlag, Schwäbisch Gmünd 1960.
  • Hans Ulrich Nuber: Schirenhof, Schwäbisch Gmünd. Kohortenkastell und Lagerdorf am raetischen Limes. In: Die Römer in Baden-Württemberg, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1976.
  • Hans Ulrich Nuber: Ausgrabungen auf dem Schirenhof (Schwäbisch Gmünd). Studien zu den Militärgrenzen Roms II, Rheinland Verlag/Habelt, Köln/Bonn 1977, ISBN 3-7927-0270-3, S. 225–229.
  • Hans Ulrich Nuber: Schwäbisch Gmünd in frühgeschichtlicher Zeit. In: Stadtarchiv Schwäbisch Gmünd (Hrsg.): Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd. Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0399-7, S. 25–41.
  • Hans Ulrich Nuber: Schwäbisch Gmünd. In: Dieter Planck (Hrsg.): Die Römer in Baden-Württemberg. Römerstätten und Museen von Aalen bis Zwiefalten. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3806215553.
  • Dieter Planck, Willi Beck: Der Limes in Südwestdeutschland. 2., völlig neubearbeitete Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0496-9.
  • Dieter Planck: Der römische Brandgräberfriedhof von Schwäbisch Gmünd/Schirenhof, Ostalbkreis. In: Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte in Württemberg und Hohenzollern e. V. (Hrsg.): Archäologische Ausgrabungen 1977. Bodendenkmalpflege in den Regierungsbezirken Stuttgart und Tübingen. Gentner, Stuttgart 1978, S. 67–74.
  • Walter Sölter (Hrsg.): Das römische Germanien aus der Luft. 2. Auflage, Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1983, ISBN 3-7857-0298-1.
  • Andreas Thiel: Vor- und Frühgeschichte, S. 15–21 in Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg. Stadt Schwäbisch Gmünd, Band I: Stadtgeschichte, Stadtbefestigung, Heiligkreuzmünster. Deutscher Kunstverlag, München und Berlin 2003, ISBN 3-422-06381-1.
  • Dieter Planck: Neue Ausgrabungen am Limes, Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands (Schriften des Limesmuseums Aalen) 12, A. W. Gentner Verlag, Stuttgart 1975, S. 22–23.

Grabungsbericht der Reichs-Limes-Kommission:

Weblinks

 <Lang> Commons: Kastell Schirenhof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: RE:Schierenhof – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Bernd Becker: Fällungsdaten Römischer Bauhölzer anhand einer 2350jährigen Süddeutschen Eichen-Jahrringchronologie. In Fundberichte aus Baden Württemberg. Band 6, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1981, ISBN 380621252X, S. 369–386.
  2. Wolfgang Czysz, Frank Herzig: Neue Dendrodaten von der Limespalisade in Raetien. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Neue Forschungen am Limes, Band 3. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8062-2251-7, S. 191.
  3. Zur Traditionsbildung siehe Überlieferungen über das Schloss Hetzelburg, 1837 aufgezeichnet von Pfarrer Gottfried Eyth. Nach Staatsarchiv Ludwigsburg F 169 Bü 122 abgedruckt von Klaus Graf, Kleine Beiträge zum historischen Erzählen in Schwäbisch Gmünd, in: einhorn-Jahrbuch 1991, S. 99–114, hier S. 100f. E-Text; Derselbe, Heroisches Herkommen online; Derselbe; Gmünder Chroniken im 16. Jahrhundert, 1984, S. 165 online.
  4. Hans Ulrich Nuber: Schwäbisch Gmünd in frühgeschichtlicher Zeit. In: Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0399-7, S. 26.
  5. Hans Ulrich Nuber: Schwäbisch Gmünd in frühgeschichtlicher Zeit. In: Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0399-7, S. 26–27.
  6. Hans Ulrich Nuber: Ausgrabungen auf dem Schirenhof (Schwäbisch Gmünd). In: Studien zu den Militärgrenzen Roms II Kommissionsverlag Rudolf Habelt, Bonn 1977, ISBN 3-7927-0270-3, S. 225.
  7. 7,0 7,1 7,2 Britta Rabold, Egon Schallmayer, Andreas Thiel: Der Limes, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1461-1, S. 100.
  8. Jürgen Obmann (Hgrs.): Limesentwicklungsplan Baden-Württemberg. Schutz, Erschließung und Erforschung des Welterbes. Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart, Esslingen 2007. S. 41.
  9. Marcus Junkelmann: Die Reiter Roms, Teil II, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1991, ISBN 3-8053-1139-7, S. 84 f.
  10. Dieter Planck, Willi Beck: Der Limes in Südwestdeutschland. 2. völlig neubearbeitete Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0496-9, S. 108.
  11. Wolfgang Czysz, Frank Herzig: Neue Dendrodaten von der Limespalisade in Raetien. In: Andreas Thiel (Hrsg.): Forschungen zur Funktion des Limes, Band 2. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-2117-6, S. 185.
  12. 12,0 12,1 12,2 Hans Ulrich Nuber: Ausgrabungen auf dem Schirenhof (Schwäbisch Gmünd). In: Studien zu den Militärgrenzen Roms II Kommissionsverlag Rudolf Habelt, Bonn 1977, ISBN 3-7927-0270-3, S. 226.
  13. Dieter Planck: Neue Ausgrabungen am Limes, Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands (Schriften des Limesmuseums Aalen) 12, A. W. Gentner Verlag, Stuttgart 1975, S. 22.
  14. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 310.
  15. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 112.
  16. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 138.
  17. Anne Johnson (dt. Bearbeitung von Dietwulf Baatz): Römische Kastelle. Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1987, ISBN 3-8053-0868-X, S. 152.
  18. 18,0 18,1 Germania – Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts, Jahrgang 75, Verlag Philipp von Zabern, Mainz 1997. ISBN 3805318065, S. 615.
  19. Barbara Pferdehirt: Die Keramik des Kastells Holzhausen. Limesforschungen 16, Mann, Berlin 1976. ISBN 3-7861-1070-0, S. 18.
  20. Günter Ulbert, Thomas Fischer: Der Limes in Bayern. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0-351-2.
  21. 21,0 21,1 21,2 Hans Ulrich Nuber: Ausgrabungen auf dem Schirenhof (Schwäbisch Gmünd). In: Studien zu den Militärgrenzen Roms II Kommissionsverlag Rudolf Habelt, Bonn 1977, ISBN 3-7927-0270-3, S. 229.
  22. Hans Ulrich Nuber: Schwäbisch Gmünd in frühgeschichtlicher Zeit. In: Geschichte der Stadt Schwäbisch Gmünd. Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0399-7, S. 36.
  23. 23,0 23,1 23,2 23,3 23,4 Hans Ulrich Nuber: Ausgrabungen auf dem Schirenhof (Schwäbisch Gmünd). In: Studien zu den Militärgrenzen Roms II Kommissionsverlag Rudolf Habelt, Bonn 1977, ISBN 3-7927-0270-3, S. 228.
  24. 24,0 24,1 24,2 Dieter Planck: Neue Ausgrabungen am Limes, Kleine Schriften zur Kenntnis der römischen Besetzungsgeschichte Südwestdeutschlands (Schriften des Limesmuseums Aalen) 12, A. W. Gentner Verlag, Stuttgart 1975, S. 23.
  25. Dieter Planck, Willi Beck: Der Limes in Südwestdeutschland. 2., völlig neubearbeitete Auflage, Konrad Theiss Verlag, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0496-9, S. 109.
  26. Susanne Biegert, Johannes Lauber, Klaus Kortüm: Töpferstempel auf glatter Sigillata vom vorderen/westrätischen Limes. In: Fundberichte aus Baden-Württemberg 20. Landesdenkmalamt Baden-Württemberg, 1995. S. 547–666, hier: S. 656, 661 und 664.

Anmerkungen

  1. 48° 47′ 29,44″ N, 9° 45′ 49,42″ O48.7915111111119.7637277777778

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Datum Bild Autoren Titel der Abeit
25.09.2020 Mathew Stewart, Richard Clark-Wilson, Paul S. Breeze, Klint Janulis, Ian Candy, Simon J. Armitage, David B. Ryves, Julien Louys, Mathieu Duval, Gilbert J. Price, Patrick Cuthbertson, Marco A. Bernal, Nick A. Drake, Abdullah M. Alsharekh, Badr Zahrani, Abdulaziz Al-Omari, Patrick Roberts, Huw S. Groucutt, Michael D. Petraglia. Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
DOI: 10.1126/science.abe8476
25.09.2020 Martin Petr, Mateja Hajdinjak, Qiaomei Fu, Elena Essel, Hélène Rougier, Isabelle Crevecoeur, Patrick Semal, Liubov V. Golovanova, Vladimir B. Doronichev, Carles Lalueza-Fox, Marco de la Rasilla, Antonio Rosas, Michael V. Shunkov, Maxim B. Kozlikin, Anatoli P. Derevianko, Benjamin Vernot, Matthias Meyer, Janet Kelso Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
DOI: 10.1101/2020.03.09.983445
21.09.2020 Philomena Konstantinidis Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
DOI:
21.09.2020 Catherine Crockford, Liran Samuni, Linda Vigilant, Roman M. Wittig Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
DOI: 10.1126/sciadv.aaz5746
21.09.2020 Wang H, Matzke-Karasz R, Horne DJ, Zhao X, Cao M, Zhang H, Wang B Älteste Spermien der Welt
DOI: 10.1098/rspb.2020.1661
17.09.2020 Ammie K. Kalan et al. Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
DOI: 10.1038/s41467-020-18176-3
15.09.2020 Adriano Orsingher, Silvia Amicone, Jens Kamlah, Hélène Sader & Christoph Berthold Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
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09.09.2020 Andrea Picin et al. Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
DOI: 10.1038/s41598-020-71504-x
09.09.2020 Hai Cheng, Haiwei Zhang, Christoph Spötl, Jonathan Baker, Ashish Sinha, Hanying Li, Miguel Bartolomé, Ana Moreno, Gayatri Kathayat, Jingyao Zhao, Xiyu Dong, Youwei Li, Youfeng Ning, Xue Jia, Baoyun Zong, Yassine Ait Brahim, Carlos Pérez-Mejías, Yanjun Cai, Valdir F. Novello, Francisco W. Cruz, Jeffrey P. Severinghaus, Zhisheng An, R. Lawrence Edwards Das letzte Zucken der Eiszeit
DOI: 10.1073/pnas.2007869117
03.09.2020 J. Burger et al. Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
DOI: 10.1016/j.cub.2020.08.033
03.09.2020 Rupert Gebhard & Rüdiger Krause Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
DOI:
03.09.2020 Pedro A. López-García, Denisse L. Argote & Michael C. Thrun Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
DOI: 10.1109/ACCESS.2020.3016244
26.08.2020 Dragana Filipović, John Meadows, Marta Dal Corso, Wiebke Kirleis et al. Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
DOI: 10.1038/s41598-020-70495-z
26.08.2020 Davide Delpian, Thorsten Uthmeier Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
DOI: 10.1371/journal.pone.0236548
17.08.2020 Paula J Reimer, William E N Austin, Edouard Bard, Alex Bayliss et al. Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
DOI: 10.1017/RDC.2020.41
06.08.2020 Spiekman Stephan N.F. et al. Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
DOI: 10.1016/j.cub.2020.07.025
06.08.2020 Gerald Mayr, Thomas Lechner, Madelaine Böhme Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
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04.08.2020 Schüßler, D., Blanco, M.B., Salmona, J., Poelstra, J., Andriambeloson, J.B., Miller, A., Randrianambinina, B., Rasolofoson, D.W., Mantilla-Contreras, J., Chikhi, L., Louis, E.E. Jr., Yoder, A.D., Radespiel, U. Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
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30.07.2020 Shaddai Heidgen, Elena Marinova, Raiko Krauß, Oliver Nelle, Martin Ebner, Tanja Märkle, Tatiana Miranda, Jörg Bofinger, Stefan Klingler, Annett Junginger Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
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30.07.2020 Mayr, G., P. D. Gingerich, and T. Smith 55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
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16.07.2020 Díez Díaz et al. Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
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14.07.2020 Magdalena Krajcarz, Maciej T. Krajcarz, Mateusz Baca, Chris Baumann, Wim Van Neer, Danijela Popović, Magdalena Sudoł-Procyk, Bartosz Wach, Jarosław Wilczyński, Michał Wojenka, Hervé Bocherens Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
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14.07.2020 Karapunar, B., Werner, W., Fürsich, F. T. & Nützel, A. Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
DOI: 10.1127/pala/2020/0098
09.07.2020 Haruda A. et al. Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
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07.07.2020 Columbu Andrea, Chiarini Veronica, Spötl Christoph, Benazzi Stefano, Hellstrom John, Cheng Hai and De Waele Jo Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
DOI: 10.1038/s41559-020-1243-1
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
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17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
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17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
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29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
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29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
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20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
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23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
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18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
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28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
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06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
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29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
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25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
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07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
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02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
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15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
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11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
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13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
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12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
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09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
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29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
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22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
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22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
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16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
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23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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