Blatobulgium


(Weitergeleitet von Kastell Blatobulgium)
hf
Kastell Birrens
Alternativname Blatobulgium/Baltobulgio
Limes Britannien
Abschnitt Strecke 2, Hadrianswall (Außenposten)
Datierung (Belegung) 2. bis 3. Jahrhundert n. Chr.
Einheit a) legio XX ?,
b) legio VI ?,
c) cohors I Nerviorum Germanorum mill equ cR,
d) cohors II Tungrorum mill equ
Größe 1,32 – 2,1 ha
Bauweise Holz und Torfziegel,
quadratische Anlage
mit abgerundeten Ecken
Erhaltungszustand stark erodierte
Teile des Nordwalles und Gräben
noch oberirdisch sichtbar
Ort Birrens
Geographische Lage 55° 3′ 53,7″ N, 3° 13′ 27,9″ W55.064922-3.22442Koordinaten: 55° 3′ 53,7″ N, 3° 13′ 27,9″ W
Vorhergehend Castra Exploratorum (Netherby) östlich
Datei:Kastellplan Blatobulgium.jpg
Schematische Skizze des antoninischen Kastells mit Innenbauten, das Gebäude in der Mitte sind die Principia
Blick auf das Kastellareal und die Überreste der Westmauer

Blatobulgium (Birrens oder Birrens Fort, auch Birrenwork Fort) war ein römisches Kastell in Schottland (Caledonia) in der Grafschaft (County) Dumfries-Shire (Council Dumfries and Galloway). In der Nähe wurden auch die Reste von vier, nur temporär genutzten, römischen Marschlagern entdeckt, noch weitere, nur kurzzeitig verwendete Lager gab es in einiger Entfernung.

Lage und Funktion

Das Kastell liegt in den Central Lowlands, nördlich von Bowness-on-Solway, 2,5 Kilometer östlich Ecclefechan auf dem Gebiet der Gemeinde (Parish) Middlebie.[B 1] Das Areal wurde nie modern überbaut und ist daher im Gelände noch sehr gut auszumachen. Vom Südwall ist heute nichts mehr sichtbar, nähert man sich der Kastellfläche vom Süden, kann man aber die Überreste der nördlichen Befestigungen des Kastells immer noch leicht erkennen, die sich hinter einer mit Ginsterbüschen bewachsenen Böschung oberhalb des Flussufers entlangziehen.

Nördlich des Hadrianswall angelegt, diente es als Beobachtungsposten sowie zur Überwachung einer Römerstraße, die von Carlisle/Luguvalium aus ins südliche Schottland und in Richtung Osten nach Rutupiae führte. Das Kastell lag dadurch an einer entscheidenden stratregischen Position, die es ermöglichte, das Vorfeld am westlichen Ende des Hadrianswalles und damit auch die Küste des Solway Firth zu kontrollieren.

Name

Der antike Name des Kastells, Blatobulgium, bedeutet übersetzt wahrscheinlich „Blumenhügel“ oder auch „Mehlsack“.[1] Er findet sich im Itinerarium Antonini aus dem 2. Jahrhundert n. Chr., in dem es u.a.heißt:

„:...an der Route von den Verschanzungen bis zum Hafen von Rutupiae, 481 milia passum...“,

d. h. 481 römische Meilen vom Hadrianswall bis nach Richborough am Ärmelkanal, im heutigen County of Kent. Laut Itinerarium befand sich Blatobulgio rund zwölf römische Meilen von Castra Exploratorum (Netherby, Cumbria) entfernt, ebenfalls ein Stützpunkt der noch in den Lowlands lag.

Eventuell steht auch der heutige Ortsname Birrens mit dem Kastell oder einer keltischen Hügelfestung (sog. Hill fort) im ursächlichen Zusammenhang. Dieser Name kommt in verschiedenen Varianten (Birren, Burran, Burrance, Burian) in dieser Region recht häufig vor und bezeichnet meist befestigte Siedlungen, 14 davon alleine in Dumfries-Shire. Der Ursprung des Wortes selbst könnte sich aus dem irischen boirean, ausgesprochen als „burran“, ableiten, das „großer Felsen“ oder auch „steiniger, felsiger Platz“ bedeutet.[2] Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es vom angelsächsischen Wort byrgene oder byrigen für „Grabstätte, -monument“ oder auch „Grabhügel“ (Tumulus) herrührt.

Forschungsgeschichte

Das Kastell ist heute zum größten Teil erforscht. Einzelne Inschriftenfunde sind schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Der erste Bericht über das Kastell stammt von seinem Entdecker Alexander Gordon. Er beschreibt die Anlage darin als rechteckig, befestigt durch vier Gräben und Erdwälle. Ein Teil sei aber vom Fluss (Water of Mein-and Haughill Burn) weggerissen worden. Weiters fand er ausgehöhlte langrechteckige Steinblöcke vor, die wohl einst Bestandteile einer Abflussrinne für die Ableitung von Regen- oder Grundwasser waren. Die Reste eines Gewölbes waren an der Südseite des Areals erkennbar, wahrscheinlich der Keller eines größeren Gebäudes. Gordon fand auch einen Stein mit einer, allerdings stark verwitterten, Inschrift vor. Die ersten systematischen Ausgrabungen wurde von der Scottish Society of Antiquaries, im Sommer und Herbst 1895 durchgeführt.[3] Weitere Kampagnen fanden in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts statt.[4] Die bislang umfangreichsten Untersuchungen wurden in den Jahren 1960 bis 1967 initiiert.[5] Während der Ausgrabungen in Birrens kamen u. a. Bestandteile einer Balliste zutage, die vermutlich in die Mitte des 2. Jahrhunderts zu datieren sind. Man nimmt an, dass die Garnison auch an diesen Waffen ausgebildet wurde, wahrscheinlich in Burnswark, das unmittelbar in der Nähe lag und als Ausbildungslager diente. Weiters wurde eine große Anzahl an reich dekorierter südgallischer Keramik geborgen, die ausnahmslos in die antoninische Periode datiert werden konnte, Keramik aus flavischer Zeit konnte hingegen nicht nachgewiesen werden.

Kastell

Das frühe, ca. 1,32 ha große, Kastell könnte schon unter Gnaeus Iulius Agricola im späten 1. Jahrhundert gegründet worden sein, wahrscheinlich im Zuge seiner Feldzüge in Schottland. Zur Zeit Hadrians (117–138 n. Chr.) vergrößerte man es auf ca. 1,65 ha, nach einer undatierten Inschrift zu schließen möglicherweise von Soldaten der Legio XX.[A 1] Um 150 n. Chr. wurde es abermals durch ein Feuer zerstört. Sein Nachfolgerbau wurde 158 n. Chr. von der II. Tungrerkohorte unter Iulius Verus[A 2] mehrmals umgebaut und dabei auf 2,1 ha vergrößert, möglicherweise war daran auch ein Bautrupp der in Eboracum/York stationierten Legio VI Victrix beteiligt. Die neuen Gebäude waren allerdings von schlechterer Qualität als ihre Vorgänger, wurden aber bis in das späte 2. Jahrhundert kontinuierlich genutzt.[6] Im Gegensatz zu den benachbarten Lagern bei High Rochester und Bewcastle wurde es Ende des 2. Jahrhunderts wieder aufgegeben, vermutlich um 184 n.Chr. Epigraphische Funde und Münzfunde deuten an, dass es aber im frühen 3. Jahrhundert n. Chr. wieder für kurze Zeit von römischen Soldaten besetzt wurde.[7]

Das Lager hatte einen standardmäßigen, im Norden leicht nach Südwesten verzogenen, quadratischen Grundriss mit abgerundeten Ecken. Der Wall war von insgesamt vier Toren durchbrochen. Die Befestigungen waren ausschließlich in Holz-Torf-Bauweise errichtet, eine spätere Verstärkung durch eine vorgesetzte Steinmauer konnte nicht nachgewiesen werden. Das Kastell war zusätzlich mit bis zu sechs Gräben umgeben. Die südöstliche Lagerecke wurde im Laufe der Jahrhunderte von einem nahen Fluss, den Middlebie Burn, abgeschwemmt. Das ausgedehnte Grabensystem und der Erddamm eines Torweges sind im Nordteil noch erkennbar, einzelne verstreute Bausteine markieren die Position des einstigen Westtores.

Innenbauten

Die meisten Überreste der Innenbebauung sind heute wieder verschüttet, ausgenommen an der Süd-Ost-Ecke, hier sind noch die Reste von steinernen Fundamenten erkennbar; sie gehören zu Gebäuden der retentura (d. h. der hintere Teil des Lagers). Nachgewiesen werden konnten die Principia, das Praetorium, Mannschaftsbaracken sowie drei Lagerhäuser (Horreum) und - wahrscheinlich - auch die Reste des Lagerhospitals. Im Kastell der hadrianischen Periode waren fast alle Innenbauten aus Holz, mit Ausnahme der Zentralgebäude, die in Steinbauweise errichtet wurden.

Marschlager

Vier weitere römische Marschlager konnten rund um Birrens nachgewiesen werden, zwei nahe Middlebie und die anderen beiden bei Kirkpatrick-Fleming nicht weit von der heutigen Straße entfernt, in Richtung Süd-Ost.[8]

  • Birrens 1, Broadlee (? × 114 m),
  • Birrens 2, Mein Water (290 × ? m),
  • Birrens 3, Johnstone Hall (229 × 335 m, 18,9 ha),
  • Birrens 4, (Abmessungen unbekannt)

Eine weitere römische Befestigung befand sich bei Burnswark auf dem Brunswark Hill über der Straße Richtung Nordwesten. (55° 5′ 49″ N, 3° 16′ 41″ W55.096911-3.278089)[B 2]

Garnison

Folgende Besatzungseinheiten sind für Blatobulgium bekannt bzw. wahrscheinlich:

Zeitstellung Truppenname Bemerkung
1. Jahrhundert n.Chr.
  • Legio octāvia Augusta ("die achte Legion des Augustus"),
  • Legio vīgintī secunda Primigenia ("die zweiundzwanzigste Legion, die Erstgeborene")
Nur ein Inschriftenstein aus Birrens nennt diese zwei Legionen, die nur für eine kurze Zeitspanne auf der Insel stationiert waren.[9] Man weiß, dass die VIII. Augusta im Jahre 43 n. Chr. Kaiser Claudius bei seinem zweiwöchigem Aufenthalt in Britannien begleitete und dann mit ihm wieder auf den Kontinent zurückkehrte. Sie wird auch auf einem Militärdiplom aus Britannien genannt.[10] Über die Aktivitäten der XXII. Primigenia in Britannien ist ansonsten nichts bekannt, sie wird aber auch noch auf einem anderen Inschriftenstein erwähnt, der an einen unbekannten Fundort in Schottland geborgen wurde.[11]
Münzprägung (As) des Claudius zu Ehren der Legio V Alaudae und Legio VIII Augusta
1. Jahrhundert n.Chr. Die Garnison der flavischen Zeitperiode ist unbekannt.
1. Jahrhundert n.Chr. cohors prima Nerviorum Germanorum Equitata
("die erste teilberittene Kohorte der Germanen des Nerva")
Diese Einheit war die erste (durch eine Inschrift) im frühantoninischen Blatobulgium nachweisbare Garnisonseinheit. Es handelte eine 1000 Mann starke gemischte Truppe aus Infanteristen und Reitern. Sie wurde während der Regierungszeit des Kaiser Nerva (96–98 n. Chr.) aus verschiedenen germanischen Stämmen rekrutiert. Diese Einheit stiftete einen Weihealtar für die Göttin Fortuna.[A 3] und einen Altar für Jupiter.[A 4] Ein weiterer stark beschädigter Altarstein trägt ebenfalls eine Widmung dieser Einheit.[12] Diese Einheit ist auch bekannt von einem nicht exakt zu datierenden Altarstein[13] aus Aballava (Burgh-by-Sands, Cumbria) und einem Altar des Cocidius[14] aus Castra Exploratorum (Netherby, Cumbria) der auch noch auf einen anderen Stationierungsort, Fanum Cocidii (Bewcastle, Cumbria), hinweist.
Datei:Altar Blatobulgium coh I Nerv Germ.jpg
Skizze des Fortuna-Weihesteins
1. bis 2. Jahrhundert n.Chr. cohors secunda Augusta Tungrorum Millaria Equitata civium Romanorum
("die zweite teilberittene augusteische Kohorte der Tungrer, römische Bürger, 1000 Mann stark")
Sie ist die zweite, sicher nachgewiesene, Einheit für das Kastell Birrens und zählte ca. 1000 Mann. Ursprünglich rekrutierte sie sich wohl aus den Stamm der Tungerer, der zur damaligen Zeit im östlichen Belgien ansässig war. Die Tungrerkohorte wird auf nicht weniger als neun Inschriften aus dem Kastell oder seinem Umfeld erwähnt.[A 5] Die Truppe dürfte also über eine längere Zeit hier stationiert gewesen sein, bevor sie entweder in einer Schlacht aufgerieben oder wieder abgezogen und an einen anderen Ort versetzt wurde. Die Einheit wurde in dieser Zeit auch immer wieder durch Rekruten aus anderen Stämmen aufgefüllt; viele von ihnen (z.B. Raeter) werden ebenfalls in den Inschriften erwähnt.[15] Zwei mutmaßliche Inschriften aus Birrens wurden auch in der Abtei von Hoddom, ca. 5 km entfernt, entdeckt.

Vicus

Bei einer geophysikalischen Untersuchung im nördlichen Umfeld des Kastells im Jahre 1996 konnten die Reste eines Gebäudes mit Innenhof, wahrscheinlich eine Herberge (mansio), nachgewiesen werden. Es gibt auch Hinweise dafür, dass das Lagerbad außerhalb der Befestigungen im Süden am Ufer des Flusses lag.[16] Die meisten Spuren des Vicus konnten nördlich des Kastells nachgewiesen werden, römerzeitliche Kulturschichten fanden sich auch noch unterhalb des Erdwalles des antoninischen Kastells, direkt neben dem Areal des hadrianischen Kastells.[17] Weitere zivile Spuren wurden auch noch im Nordwesten des Areals beobachtet.[18]

Einige Inschriften aus Birrens erwähnen auch Zivilisten, wie z.B. den Freigelassenen Celer[19] und Flavia Baetica, Ehefrau des Bassus, ein Zenturio der cohors II Tungorum, dessen Grabstein von seinem Sohn Afutianus, der im Kastell lebte, gesetzt wurde. Eine Frau namens Magunna (dem Namen nach vermutlich eine Einheimische) stiftete einen Altar für Iupiter Dolichenus.[20] Vermutlich lebte sie im Lagerdorf. Weiters ist ein Mann namens Cistumucus bekannt, der ursprünglich aus Locus Maponi stammte, ca. 16 km westlich von Birrens entfernt, das heutige Lochmaben. Dort stand ein Tempel für den Gott Maponus (Cistumuci lo(co) Maboni); allerdings ist nicht ganz geklärt, ob die Erwähnung des Maponus lediglich die Herkunft des Stifters angeben, oder die Gottheit als Begünstigten nennen soll.[21] Cistumucus war vielleicht ein einheimischer Händler. Die hier sicherlich auch vorhandenen Gräberfelder wurden bis dato noch nicht lokalisiert.

Tempelbezirk

Ein Plan aus dem Jahre 1793[22] zeigt eine etwas höher gelegene Einfriedung (Annexe) westlich des Kastells. 1939 durchgeführte Bodenuntersuchungen brachten insgesamt zwei, von Doppelgräben umgebene Areale zum Vorschein.[23] Wahrscheinlich durchlief dieser Komplex – ähnlich wie beim Kastell – mehrere Bauphasen. Während der Ausgrabungen von 1962 bis 1967 konnten an der Ostseite des Kastells keinerlei Befestigungen entdeckt werden.[24] Eines der vier rund um Birrens nachgewiesenen Marschlager lag zwar etwas weiter nördlich der Anlage, scheint mit dem Annexe aber in keinerlei Zusammenhang stehen. Beide dürften zeitgleich mit dem Lager entstanden sein. Im 19. Jahrhundert wurden auch Fundamente eines Steingebäudes im südlichen Teil der Anlage beobachtet.[25] Die ersten drei Inschriftensteine wurden 1731 gefunden.[26] Eine dieser Inschriften befand sich auf einem Altar, der von einem gewissen Amandus, einem Architekten, der Brigantia, der Schutzgöttin des nordbritannischen Stammes der Briganten, gewidmet worden war.[27] Die anderen beiden waren Basen von Statuen des Gottes Mercurius.[28] Fragmente einer etwas größeren Statue konnten ebenfalls entdeckt werden.[29] Die Figurengruppe stand offensichtlich in einem Tempelbau,[30] der ca. 36 × 12 englische Fuß maß.[31] Ein weiterer, von Soldaten der cohors II Tungrorum gestifteter, 1810 aufgefundener Altar war der Göttin Minerva geweiht.[32]. Drei weitere Altäre wurden zwei Jahre später entdeckt. Sie waren den Gottheiten Ricagambeda[33], Mars sowie dem Siegerglück des Kaisers[15] und „allen Göttern und Göttinnen“[34] gewidmet. Andere Weihealtäre, wahrscheinlich ebenfalls aus diesem Annexe, waren Harimella[35] und Viradecthis[36] geweiht. Es handelt sich bei diesem Gelände mit ziemlicher Sicherheit um den Tempelbezirk des Kastells.

Denkmalschutz und Fundverbleib

Die Fundstelle steht unter dem Schutz der Royal Commission on the Ancient and Historical Monuments of Scotland und wird von der Solway Heritage Archaeologist betreut. Der Lagerbereich ist ein Bodendenkmal. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde sind an die o.a. Denkmalbehörde zu melden. Statuen und Inschriftensteine – wie z.B. der Grabstein des Afutianus – sind im Dumfries-Museum zu besichtigen, andere Funde werden im National Museum of Antiquities of Scotland ausgestellt.

Literatur

  • Eric Birley: The excavations in Birrens, 1936-37. 1938, PSAS 72, S. 275–347.
  • B.Y.D. Christison: An account of the excavations at Birrens. 1896, PSAS 30, S. 81–204.
  • O.G.S.Crawford: The Topography of Roman Scotland North of the Antonine Wall. Cambridge 1949.
  • Robin George Collingwood, R.P. Wright: The Roman Inscriptions of Britain. Oxford 1965.
  • Guy de la Bedoyere: Hadrians Wall, History and Guide. Tempus 1998, ISBN 0-7524-1407-0, S. 125–126.
  • Nic Fields: Hadrian's Wall AD 122 - 410. Osprey, Fortress.2, Oxford 2003, ISBN 1-84176-430-2, S. 44.
  • B.R. Hartley: The Roman Occupation of Scotland. In: Britannia. III, 1972, S. 1–55.
  • Michael Rathmann, Wahrnehmung und Erfassung geographischer Räume in der Antike. Zabern, 2007, ISBN 978-3-8053-3749-6, S. 186.
  • A. & R. Ritchie: Scotland - An Oxford Archaeological Guide. 1998.
  • Anne S. Robertson: Birrens (Blatobulgium). Dumfriesshire and Galloway Natural History and Antiquarian Society, 1975, ISBN 0-9504521-0-6.
  • Anne S. Robertson: The Roman in North Britain, the coin evidence. Edinburgh 1975.
  • Chris Scarre: Chronicle of the Roman Emperors. Thames & Hudson, London, 1995.
  • J.K. St.Joseph: Air reconnaissance of Northern Britain. 1951, JRS 41, S. 52 ff.
  • A.L.F. Smith, Colin: The Place-Names of Roman Britain. London 1979, S. 268–269.

Weblinks

Quellen

Anmerkungen

  1. RIB 2114: Legio XX vict(rix) „Die 20. [tapfere und] siegreiche Legion (hat dies erbaut)“.
  2. RIB 2110 = AE 1897, 59, Weihinschrift aus der Zeit des Antoninus Pius (157/158 n. Chr.): Imp(eratori) Caes(ari) T(ito) A[el(io)] Hadr(iano) / An[to]nino Aug(usto) [P(io) po]nt(ifici) / max(imo) [tr]ib(unicia) pot(estate) XXI co(n)s(uli) IIII / coh(ors) II T[ung]r(orum) m[i]l(iaria) eq(uitata) c(ivium) L(atinorum) / sub Iu[lio Vero] leg(ato) Aug(usti) pr(o) pr(aetore) „Für den Imperator Caesar Titus Aelius Hadrianus Antoninus Augustus Pius, Pontifex Maximus, im 21. Jahr seiner tribunizischen Gewalt, viermal Konsul, die zweite Kohorte der Tungrer, 1000 Mann stark, teilberitten, römische Bürger, [haben ihm dies gewidmet] unter dem kaiserlichen Statthalter Iulius Verus“. Gnaeus Iulius Verus war 158 n. Chr. Statthalter von Britannien.
  3. RIB 2093 (Altarstein; Foto): Fortunae / coh(ors) I / Nervana / Germanor(um) / |(milliaria) eq(uitata) „An Fortuna, von der I. Kohorte der nervischen Germanen, 1000 Mann stark, teilberitten“.
  4. RIB 2097: I(ovi) O(ptimo) M(aximo) / coh(ors) I / Nervana / Germanor(um) / m(illiaria) eq(uitata) cui / praeest L(ucius) Faeni/us Felix trib(unus) „Für Jupiter den Größten und Besten, die I. nervische Kohorte der Germanen, 1000 Mann stark, teilberitten, unter dem Kommando des Tribunen Lucius Faenius Felix (hat diesen Altar gestiftet)“.
  5. RIB 2092: Discip(linae) / Aug(usti) / coh(ors) II / Tungr(orum) / mil(liaria) eq(uitata) c(oram?) l(audata?) „Der Tugend der Disziplin, die II. Kohorte der Tungrier, 1000 Mann stark, teilberitten, römische Bürger (haben dies gestiftet)“.

Karten

  1. Karte Blatobulgium mit den 4 Marschlagern "Mein Water", "Broadlee" und "Jonstone Hall"
  2. Karte Brunswark Hill

Einzelnachweise

  1. Guy da Bedoyere, 1998, S. 126.
  2. Christinson, 1896.
  3. D. Christison, 1896, S. 81–204.
  4. Eric Birley, 1938, S. 275–347.
  5. A. Robertson, 1975a.
  6. RIB 2112/3 und RIB 2113: Leg(io) VI vic(trix) „Die VI. siegreiche Legion (hat dies erbaut)“.
  7. A. Robertson 1975b, S. 382, Tafel A II, RIB 2091, E. Birley 1938, S. 279, Toynbee 1964, S. 175–176.
  8. St. Joseph, Air Reconnaissance of North Britain in J.R.S. XLI (1951) S. 57/8; sowie Britannia 28, 1997, S. 410–11 & Fig.8.
  9. ...VIII AVG ...XXIIPR[...] = die [Legio] VIII. Augusta [und] XXII. [Legio] Primigenia (RIB 2116a; Britannia 23, 1992, S. 318).
  10. RIB 2426.1
  11. RIB 2216.
  12. RIB 2116.B
  13. RIB 2041.
  14. RIB 966.
  15. 15,0 15,1 RIB 2100 (Weihealtar): Marti et Victo/riae Aug(usti) c(ives) Rae/ti milit(antes) in coh(orte) / II Tungr(orum) cui / praeest Silvius / Auspex praef(ectus) / v(otum) s(olverunt) l(ibentes) m(erito) „Für Mars und den siegreichen Augustus, die rätischen Stammesangehörigen, die in der II. Kohorte der Tungrier unter dem Kommando des Präfekten Silvius Auspex dienen, haben bereitwillig und verdientermaßen ihr Gelübde erfüllt“.
  16. R. Stuart, 1965, S. 123–124.
  17. A. Robertson 1975a, S. 78.
  18. St. Joseph, 1951, S. 57.
  19. RIB 2094: Fortunae [pro] / salute P(ubli) Campa[ni] / Italici praef(ecti) coh(ortis) I[I] / Tun(grorum) Celer libertus / v(otum) s(olvit) l(ibens) l(aetus) m(erito).
  20. RIB 2099: [I(ovi) O(ptimo) M(aximo)] / Dol[iche]/no sacr(um) / Magun/na v(otum) s(olvit).
  21. AE 1968, 254. A. S Robertson 1964; 1965; 1966; 1967; R P Wright 1968
  22. Roy, 1793, Pl. XXIV.
  23. Crawford 1949, S. 285–6; 1946, St. Joseph 1951, S. 57–8.
  24. A. Robertson 1975a, S. 78–80.
  25. Lukis 1887, S. 392.
  26. RIB 2091, 2102, 2103.
  27. RIB 2091: Brigantiae s(acrum) Amandus / arc(h)itectus ex imperio imp(eratum) [f(ecit)].
  28. RIB 2102: Deo Mercu/rio Iul(ius) Cres/cens sigill(um) / colli<e=I>g{n}(io) cult(orum) / eius d(e) s(uo) d(edit) / v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito). RIB 2103: Num(ini) Aug(usti) / deo Merc(urio) / sign(um) posu/erunt cu[l]/[t]ores col/lig{n}i(!) eius/dem dei cur(ante) / Ing(enuo) Rufo / v(otum) s(olverunt) l(ibentes) m(erito).
  29. Gough’s edit Camden, III, 1789, S. 323, Pl. XXIII.3 und IV, 1806, S. 61, Pl. 14.
  30. Lukis 1887, S. 395.
  31. Clerk, Dissertatio 1750, S. 5–6.
  32. RIB 2104: Deae / Minervae / coh(ors) II Tun/grorum / mil(liaria) eq(uitata) c(oram?) l(audata?) / cui praeest C(aius) Silv(ius) / Auspex praef(ectus). Foto eines Abklatsches.
  33. CIL 8, 1072 ; RIB 2107: Deae Ricagam/bedae pagus / Vella(v)us milit(ans) / coh(orte) II Tung(rorum) / v(otum) s(olvit) l(ibens) m(erito).
  34. RIB 2109: Dib(us!) de/ab(us)q(ue) / omnib(us) / Frument/ius mil(es) coh(ortis) II / Tungr(orum).
  35. CIL 7, 1065 ; RIB 2096: Deae / Harimel/lae sac(rum) Ga/midiahus / arc(h)it(ectus) v(otum) s(olvit) l(ibens) l(aetus) m(erito).
  36. CIL 7, 1073 ; RIB 2108: Deae Viradec/thi pa[g]us Con/drustis milit(ans) / in coh(orte) II Tun/gror(um) sub Silvi/o Auspice praef(ecto).

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


Knochen des Tages

Elemente:

,