ziegelbrenner / CC BY-SA 3.0

Kastell Alzey


Kastell Alzey
Alternativname Alteium/Altinum
Limes Donau-Iller-Rhein-Limes Germania I,
rückwärtige Linie,
Strecke 1
Datierung (Belegung) valentinianisch
370-496?
Typ Kohortenkastell?
Einheit Burgundische Foederaten?
Größe 2,6 ha
Bauweise Steinbauweise
Erhaltungszustand rechteckige Anlage mit vorkragenden Rechteck- und Halbrundtürmen,
einige konservierte Fundamente (an der Westmauer) sind obertägig sichtbar
Ort Alzey
Geographische Lage 49° 44′ 34,7″ N, 8° 7′ 2,5″ O49.742978.11737194Koordinaten: 49° 44′ 34,7″ N, 8° 7′ 2,5″ O
Höhe 194 m ü. NHN
Anschließend Kastell Worms (Vangiones) (südlich)
Vorgelagert Mogontiacum (nordöstlich)
Lage des Kastells am DIRL (Rheinlinie)
Befundplan nach W. Weber von 1909

Das Kastell Alzey, antiker Name Alteium,[1] ist ein ehemaliges römisches Grenzkastell des spätantiken Donau-Iller-Rhein-Limes (DIRL) und liegt auf dem Gebiet der verbandsfreien Stadt Alzey, Landkreis Alzey-Worms/Rheinhessen, im Südosten des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, Bundesrepublik Deutschland. Es wurde vermutlich im Zuge der letzten Ausbaumaßnahmen am Rheinlimes zwischen 367 und 370 n. Chr. unter dem weströmischen Kaiser Valentinian I. errichtet. Vorher bestand hier eine römische Zivilsiedlung (Vicus), Altiaia, die im Jahr 352 von alamannischen Stämmen verheert wurde. Auch das Kastell wurde zweimal zerstört und vermutlich gegen Ende des 5. Jahrhunderts endgültig aufgegeben.

Name

Altiaia geht möglicherweise auf die Bezeichnung einer - schon vor der römischen Okkupation bestehenden - keltischen Niederlassung ab 400 v. Chr. zurück, deren Ortsbezeichnung auf der Weiheinschrift eines Nymphenaltars als

  • vicani Altiaienses,
  • vicus Altiaiensium bzw.
  • vicus Altiaiensis

(= Zivilbevölkerung/Siedlung von Altiaia), datierbar auf das Jahr 223, erstmals aufscheint. Ihre Bedeutung lässt sich aber heute nicht mehr exakt ermitteln. Das spätantike Alteium (oder auch Altinum) wird nur im Codex Theodosianus erwähnt und leitet sich mit ziemlicher Sicherheit vom Namen der Zivilsiedlung ab.[2]

Lage

Alzey liegt in Rheinhessen am Westrand des Nordteils der Oberrheinischen Tiefebene. Es ist vom Nordteil des Alzeyer Hügellands umgeben, an das sich nördlich das Rheinhessische Hügelland und westlich das Pfälzer Bergland anschließt. Die Stadt befindet sich etwa 30 km südwestlich von Mainz und etwa 22 km (je Luftlinie) nordwestlich von Worms. Durch Alzey fließt, teilweise unterirdisch, ein Abschnitt der Selz, ein linker Nebenfluss des Rheins. Die römische Zivilsiedlung gehörte zur Provinz Germania Superior und wurde von der Provinzhauptstadt Mogontiacum (Mainz) aus verwaltet. Das spätantike Castra Alteium stand nach der diokletianischen Reichsreform auf dem Gebiet der neuen Provinz Germania I und befand sich im südwestlichen Bereich des ehemaligen Vicus. Die Kastellruine ist frei zugänglich und befindet sich in der Nähe des Gymnasiums am Römerkastell.

Forschungsgeschichte

Die ersten bekannten Berichte über römischen Funde wurde 1783 vom Pfarrer von Dautenheim, Johann Philipp Walther verfasst, der auf einem kircheneigenen Acker alte Fundamente (vermutlich die Ostmauer des Kastells) ausgraben ließ und dabei auf drei römische Weiheinschriften stieß.[3] 1869 wurden vom Mainzer Altertumsmuseum spätantike bzw. frühmittelalterliche Funde aus Alzey erworben. Es handelte sich um ein vergoldetes silbernes Bügelfibelpaar, eine silberne Nadel, Ohrringe, zwei kleine Scheibenfibeln mit Almandineinlagen und Anhänger, die jeweils reich mit goldenem Filigrandraht verziert waren. Solche Bügelfibeln wurden ausschließlich paarig an den Schultern getragen. Zusammen mit zwei Kleinfibeln, wie beispielsweise kleine Scheibenfibeln, bildeten sie die „Vierfibeltracht“, die typisch für die Frauenmode des 6. Jahrhunderts war. In den 1870er Jahren legte der Lehrer Gustav Schwabe eine Sammlung von römischen Funden an die aber später verloren ging. 1871/1872 kam an der Nordmauer ein Weihealtar der Göttin Sul zum Vorschein.[4]

Die Professoren Karl Schuhmacher und Jacob Curschmann erkannten 1902 einen Teil der Mauer und die Fundamente eines Rundturmes an der Südwest-Ecke. Gärtnereibesitzer Jean Braun, der damalige Eigentümer des Kastellgeländes und späterer Mitbegründer des Museums Alzey, setzte die Nachforschungen fort und entdeckte weitere Mauerreste an der Westseite. Bis 1904 kamen bei Baumaßnahmen weitere Reste der Kastellmauer und beim Friedhof der ehemaligen St. Georgskirche antike Sandsteinplatten und Sarkophagbestandteile zum Vorschein. 1904 grub der Großherzogliche Denkmalpfleger Soltan große Teile der Ostmauer aus. Das Osttor war nur mehr sehr schlecht erhalten, es konnte nur festgestellt werden, dass die Tortürme hinter und vor die Mauer vorsprangen. 1906 wurden weitere Fundamente des Kastells entdeckt und teilweise restauriert. 1909 übernahm Eduard Anthes die Aufsicht über die vom Landkreis und Stadt Alzey, vom Historischen Verein des Großherzogtum Hessen und der Römisch-Germanischen Kommission unterstützten Grabungen. Im selben Jahr entdeckte Jean Braun auch das Westtor, dessen Durchfahrt größtenteils mit Steinschutt ausgefüllt war. Der südöstliche Eckturm war von hoher baulicher Qualität und sein aufgehendes Mauerwerk noch in mehreren Schichten erhalten. An der Südmauer entdeckte Braun noch zwei gut erhaltene Räume einer an die Kastellmauer angebauten Kaserne. Die beiden Räume wurden bis auf eine Tiefe von 11,5 m ausgehoben. An der Sohle der östlichen Kammer fanden sich viele Tierknochen, vermutlich diente dieser Teil des Gebäudes als Schlachterei, in der westlichen Eisenfragmente und Werkzeuge sowie zwei Steine die möglicherweise als Ambosse gedient haben. Vor dem Gebäude lag ein Brunnenschacht, der mit Sandsteinplatten abgedeckt war. Bis 1909 waren etwa 62 m der Umfassungsmauer aufgedeckt worden. An den meisten der untersuchten Stellen lag sie nur 20 bis 30 cm unter der Oberfläche. Ihr aufgehendes Mauerwerk war teilweise noch bis zu einer Höhe von 50 bis 60 cm erhalten.

Der Komplex der völkerwanderungszeitlichen Keramik der Ausgrabungen wird in der Forschung heute noch als Hilfsmittel zur Datierung anderer Fundplätze dieser Epoche herangezogen.[5] Mehrere Ausgrabungskampagnen im Kastellbereich wurden auch vom Institut für Vor- und Frühgeschichte der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vorgenommen.

Entwicklung

Erste Besiedlungsspuren im Raum Alzey finden sich bereits ab der Jungsteinzeit. Als die Römer um das Jahr 50 v. Chr. auch diese Region besetzten, fanden sie hier eine kleine keltische Siedlung vor, die vermutlich von Angehörigen des Stammes der Treverer bewohnt war. Ihr folgte der römische vicus Altiaia, der etwa Mitte des ersten vorchristlichen Jahrhunderts angelegt wurde. Er wurde Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. von den Alamannen niedergebrannt. Auf seinen Ruinen wurde schließlich um 370, im Zuge der letzten römischen Verstärkungsmaßmahmen am Rheinlimes, das spätantike Castrum Alteium errichtet, dessen Name im Zusammenhang mit einem zweimaligen Aufenthalt Kaiser Valentinians I. (370 und 373) belegt ist, der hier wohl einige Gesetze bzw. Edikte erließ.[6] Trotz der aufwendig konstruierten Verteidigungsanlagen war die Festung nur wenige Jahre von römischen Truppen besetzt. Um 400 wurden die Limitanei aus den Rheinkastellen abgezogen, als Kaiser Honorius die Residenz von Trier nach Arles zurückverlegte und auch das Kernland Italien zunehmend von Barbareneinfällen bedroht wurde. Vermutlich im Winter 406/407 überschritten zahlreiche Germanenstämme, darunter auch die Burgunder, zeitgleich den anscheinend unbewachten Limes zwischen Mogontiacum (Mainz) und Borbetomagus (Worms) und verwüsten die Rheinprovinzen und Gallien. Dabei zerstörten die Vandalen auch das - vermutlich bereits schon sechs Jahre zuvor aufgegebene - Kastell. Danach ließen sich die Burgunder als römische Bundesgenossen (Foederati) in den Kastellen Mainz, Alzey und Worms nieder, die ihnen vertraglich von der Regierung in Ravenna zur Besiedlung zugewiesen wurden. Als Gegenleistung mussten sie u.a. die Grenzverteidigung an diesem Abschnitt übernehmen und zusammen mit anderen verbündeten Germanen und den Resten der Limitanei die Rheingrenze sichern.

Ab 407 sind im Kastell Angehörige ostgermanischer Stämme auch archäologisch nachweisbar, vermutlich handelte es sich um eine burgundische Militärtruppe und ihre Familien. Der Vertrag mit den Burgunden hielt etwa 20 Jahre, 436/437 wurde das zunehmend nach Unabhängigkeit strebende Burgunderreich unter seinem König Gundahar (auch Gundicharius oder Gunther genannt) im Auftrag des weströmischen Heermeisters und Regenten Aëtius durch hunnische Hilfstruppen verheert und die Überlebenden danach in die Region der Sapaudia (dem heutigen Savoyen) umgesiedelt. In diese Zeit fiel auch das Ende der zweiten Phase von Alteium. Offenbar wurden dabei auch die Befestigungsanlagen unbrauchbar gemacht und die Fachwerkhäuser im Innenbereich abgebrannt. Diese Ereignisse fanden auch im mittelalterlichen Epos des Nibelungenliedes ihren Niederschlag und bildeten die Vorlage für die Sagenfigur des Barden Volker von Alzey.

Nach 450 fiel Alteium an die Alamannen und im Kastell bezog noch einmal - für kurze Zeit - eine militärische Truppe ihr Quartier, wahrscheinlich alamannische Krieger. Nach der Schlacht von Zülpich im Jahr 496 wurde auch die Alamannia ein Teil des fränkischen Herrschaftsbereiches und das Lager wurde erneut niedergebrannt. In den Kulturschichten des 6. Jahrhunderts waren nur mehr vereinzelt Besiedlungsspuren zu finden.[7] Nach dem Tod seines Gründers Chlodwigs I. 511 zerfiel das Fränkische Reich in zwei Teile. Alzey gehörte nun dem östlichen Reichsteil Austrasia mit der Hauptstadt Mediomatricum (Metz) an. Nach 843 zählte Alzey mit Abschluss des Vertrages von Verdun zum Ostfrankenreich. 897 wird Alzey erstmals als deutsches Reichslehen erwähnt. Die Ruine des Kastells prägte die Silhouette der Stadt wohl noch bis um 1620, da sie die Kupferstecher des frühen 17. Jahrhunderts bis zu dieser Zeit noch auf Vignetten darstellten. Danach wurde sie zur Gewinnung von Baumaterial von der Stadtbevölkerung fast restlos abgetragen.

Kastell

Das Kastell stammt wohl mit ziemlicher Sicherheit aus dem späten 4. Jahrhundert n. Chr. und zeigte die typischen Baumerkmale spätrömischer Befestigungsanlagen, wie sie sich seit dem 3. Jahrhundert n. Chr. durchgesetzt hatten. Seine Ecken ware nicht abgerundet, sondern mit Türmen in Dreiviertelkreisform verstärkt. Im Inneren fand sich keine Wallaufschüttung (Intervallum) mehr, stattdessen wurden die Kasernen und Wirtschaftsgebäude platzsparend direkt an die sehr breit aufgeführte Wehrmauer gesetzt. Die Mauer selbst war sehr tief fundamentiert, um ihr Unterwühlen bei Belagerungen zu erschweren. Eck-, Zwischen- und Tortürme kragten ins Glacis vor. Vergleichbare Lager standen in Bad Kreuznach, Köln-Deutz (Kastell Divitia) und Mainz-Kastel und vor allem im Osten des Römischen Reiches. Bei Altineum waren grob drei Nutzungsperioden zu unterscheiden:

  • valentinianisch,
  • burgundisch und
  • alamannisch.

Der leicht nach Nordwesten verzogene quadratische Lagergrundriss maß 163,5 × 159 m und bedeckte eine Fläche von 2,6 ha. Die Umwehrung bestand aus einer bis zu 3,50 m dicken Mauer, die sich nach oben auf 2,8 bis 2,4 m verjüngte und in regelmäßigen Abständen durch vermutlich 14, etwa 12 m hohe Türme verstärkt wurde. Im Osten reichte das Fundament der Mauer bis zu 3 m tief in den Boden. Nach oben schloss es mit einem 25 bis 30 cm breiten, nicht abgeschrägten Sockelvorsprung ab. Die Mauer bestand im Wesentlichen aus Bruchsteingussmauerwerk ohne Ziegelschuttbeisatz. Die äußere Verschalung setzte sich beidseitig aus handgerecht zugehauenen Kalkstein zusammen, der aus der unmittelbaren Umgebung des Kastells stammte. Zugänglich war es durch zwei Tore, eines im Osten, das andere im Westen. Das Westtor ruhte auf einem 1,50 m starken Fundament, besaß eine rund 2,50 m breite Durchfahrt und war nach den Befunden von 1909 an seiner Ostseite von einem 4,80 m breiten langrechteckigen Turm flankiert, der nach außen 3,20 m und nach innen 3,10 m vorsprang. Die Durchfahrt und ein Teil der nach Westen führenden Ausfallstraße waren mit Steinplatten gepflastert, auf denen sich auch Geleisspuren fanden. 1909 konnte auch der Zwischenturm zwischen Westtor und Südwest-Ecke genauer untersucht werden. Seine Front kragte halbrund aus der Kastellmauer vor und besaß einen Durchmesser von 6,30 m. Das aufgehende Mauerwerk war noch auf bis zu vier Steinreihen (Höhe 60 cm) erhalten. Das Fundament war quadratisch und mit der Kastellmauer verbunden, die an der Innenseite noch durch ein 10 cm starkes Risalit verstärkt wurde.[8]

Als Annäherungshinderniss hatten die römischen Baumeister rund elf Meter vor der Wehrmauer einen 7,8 Meter breiten und etwa drei Meter tiefen Spitzgraben angelegt. Er wurde später von den Burgunden teilweise in einen acht Meter breiten Sohlgraben umgewandelt.[7]

Innenbebauung

Die Innenbebauung der valentinianischen Bauperiode war sehr sorgfältig ausgeführt worden und bestand aus langgestreckten, mehrstöckigen, in einzelne Kammern unterteilte Gebäuden, die an ihrer Rückseite direkt an die Wehrmauer angebaut waren. Sieben von Eduard Anthes aufgedeckte Kammern (Plan 1909: I-VI) südlich des Westtores maßen in der Länge 8,5 bis 8,18 m. die Frontmauer war 0,93 m, die Zwischenwände 0,73  m stark. Raum Nr. I maß 10,94 × 4,5 m. Die Zugänge zu den Gebäude befanden sich zwischen den Räumen V und VI. Zwischen ihm und der Kastellmauer fanden sich drei massive Steinblöcke, die vermutlich als Aufsatz für eine Treppe zum Wehrgang der Mauer dienten. Raum I verfügte auch über eine einfache Hypokaustenheizung. Das Treppenhaus war von einer 0,45 m breiten Pforte an der Rückseite des Torturmes zugänglich. Die Fundamente dieser Kammern an der Westmauer sind heute noch sichtbar. An der Südmauer fanden sich auch Spuren eines von Holzpfosten abgestützten Daches für einen umlaufenden Wandelgang, der an den Kasernenfronten angebaut war. Der Innenhof war, wie oft an spätantiken Kastellen zu beobachten, völlig von Bebauung freigehalten worden. Die freistehende Lagerkommandatur (Principia) befand sich in der Nordostecke.[9]

Der Wiederaufbau des Kastells in der burgundischen Zeitperiode folgte speziell im Innenbereich nicht mehr dem vorgegebenen Muster. Die neuen Bauten bestanden größtenteils aus Fachwerk, doch wurde teilweise auch der valentinianische Altbestand weiterverwendet. Die Burgunder stellten in unregelmäßiger Anordnung ihre Fachwerkhäuser auf den bis dahin unbebauten Innenhof. Die Dächer waren mit Stroh oder Holzschindeln gedeckt. Die Kommandantur wurde zu einem dreischiffigen, basilikaähnlichen Gebäude umgestaltet.

In der alamannischen Nutzungsperiode errichtete man neue Fachwerkbauten, deren Dächer diesmal mit Ziegeln gedeckt waren. In die Ruine einer valentinianischen Kaserne wurde eine ebenfalls ziegelgedeckte Fabrica eingebaut, in der Bruchglas und Altmetall zur Wiederverwendung eingeschmolzen wurde. Die Principia wurden zu einer einfachen Saalkirche umgebaut, der direkte Vorgängerbau der bis 1800 bestehenden St. Georgskirche. Sie war bis ins 15. Jahrhundert auch die Pfarrkirche von Alzey.

Für die Wasserversorgung verfügte das Lager über mindestens zwei Brunnen.[10]

Garnison

Welche Einheit der Frühzeit des Kastells die Besatzung stellte, ist bisher unbekannt geblieben. Im Zuge der diokletianischen Reichsreform, insbesondere nach der ab 297 erfolgten Neugliederung der römischen Provinzen, ging der nördliche Teil der Germania superior in der neuen Provinz Germania prima auf. Mogontiacum fungierte ab da auch als Sitz des neuen militärischen Befehlshabers, des Dux Mogontiacensis, dem das Grenzheer (Limitanei) in diesem Abschnitt unterstand. Die Amtsbezeichnung ist nur aus der Notitia Dignitatum[11] bekannt. Der Befehlsbereich des Dux umfasste die Rheingrenze zwischen Saletio (Seltz) und Antunnacum (Andernach).[12] In der älteren Forschung wurde zumeist die Auffassung vertreten, dass die römische Grenzverteidigung im Bereich des Mainzer Dukats durch die im Jahr 406/407 eingedrungenen Germanenstämme weitgehend vernichtet und die verbliebenen Einheiten der Limitanei dem mobilen Comitatenses (Feldheer) eingegliedert wurden. In der jüngeren Forschung wird hingegen zum Teil die Meinung geäußert, dass die örtliche römische Verwaltung, gestützt auf die burgundischen Föderaten, bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts, möglicherweise sogar bis zum Ende des Weströmischen Reiches 476/480 handlungsfähig blieb. Die Truppenliste des Dux in der westlichen Notitia stellt wahrscheinlich den Mannschaftsstand unter Konstantin III. (407–411) oder Constantius III. (ab 412) dar. Die Herkunft der Einheiten ist - ebenso wie der Zeitpunkt ihrer Stationierung in der Germania I - umstritten. Die Garnisonen der Kastelle wie Alteium, in denen zu diesen Zeitpunkt offensichtlich nur mehr foederati stationiert waren, scheinen als irreguläre Truppenverbände in der Notitia Dignitatum nicht auf.

Denkmalschutz

Das Kastell ist ein Bodendenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz. Nachforschungen und gezieltes Sammeln von Funden sind genehmigungspflichtig, Zufallsfunde an die Denkmalbehörden zu melden.

Literatur

  • Eduard Anthes: Das Kastell Alzei. O. V., Darmstadt 1909. (Quartalsblätter des Historischen Vereins für das Grossherzogtum Hessen; 4,16).
  • Peter Haupt, Patrick Jung (Hrsg.): Alzey und Umgebung in römischer Zeit. Alzeyer Geschichtsblätter Sonderheft 20, Alzey 2006.
  • Angelika Hunold: Der römische vicus von Alzey. Archäologische Schriften des Instituts für Vor- und Frühgeschichte der Universität Mainz 5, Mainz 1997.
  • Jürgen Oldenstein: Alzey. Siedlung und spätantikes Kastell. In: Heinz Cüppers (Hrsg.): Die Römer in Rheinland-Pfalz. Lizenzausgabe der Auflage von 1990, Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-60-0, S. 302–303.
  •  Jürgen Oldenstein: Kastell Alzey. Archäologische Untersuchungen im spätrömischen Lager und Studien zur Grenzverteidigung im Mainzer Dukat. 2009 (Habilitationsschrift Universität Mainz 1992, PDF, 14,9 MB).
  • Claudia Theune: Germanen und Romanen in der Alamannia: Strukturveränderungen aufgrund der archäologischen Quellen vom 3. bis zum 7. Jahrhundert (= Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Ergänzungsbände. Band 45). Walter de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-017866-4.
  • Wilhelm Unverzagt: Die Keramik des Kastells Alzei. 2. Nachdr. d. Ausg. Frankfurt am Main, 1916, Habelt, Bonn 1976, ISBN 3-7749-0686-6 (Materialien zur römisch-germanischen Keramik H 2).

Weblinks

Anmerkungen

  1. Codex Theodosianus 10, 4. 3.
  2. Codex Theodosianus: X, 4.4 und XI, 31.5
  3. CIL 13, 6262, CIL 13, 6264 und CIL 13, 6265.
  4. CIL 13, 6266.
  5. Wilhelm Unverzagt: Die Keramik des Kastells Alzei. 2. Nachdr. d. Ausg. Frankfurt a.M., 1916, Habelt, Bonn 1976, ISBN 3-7749-0686-6 (Materialien zur römisch-germanischen Keramik H 2).
  6. Heinz Cüppers: Die Römer in Rheinland-Pfalz. S. 303.
  7. 7,0 7,1 Jürgen Oldenstein: Kastell Alzey. Archäologische Untersuchungen im spätrömischen Lager und Studien zur Grenzverteidigung im Mainzer Dukat. 2009 (Habilitationsschrift Universität Mainz 1992), S. 16–17.
  8. Eduard Anthes: 1909, S. 4–5.
  9. Eduard Anthes: 1909, S. 5–6.
  10. Jürgen Oldenstein: Kastell Alzey. Archäologische Untersuchungen im spätrömischen Lager und Studien zur Grenzverteidigung im Mainzer Dukat, 2009 (Habilitationsschrift Universität Mainz 1992), S. 15–16.
  11. Notitia Dignitatum Occ.I, VI und XLI.
  12. Ralf Scharf: Der Dux Mogontiacensis und die Notitia Dignitatum, S. 1.

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Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
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20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
DOI: 10.7717/peerj.4869
19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
DOI: 10.1126/science.aat3188
15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
DOI: 10.1073/pnas.1720842115
15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
DOI:
15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
DOI: 10.1038/s41477-018-0141-x
15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
DOI: 10.15184/aqy.2018.48
15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
DOI:
15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
DOI:
15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
DOI:
15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
DOI:
15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1717873115
29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
DOI: 10.1038/s41598-018-22995-2
29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
DOI: 10.1038/s41598-018-23541-w
21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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24.02.2018 Mathieson et al. Alte Genome beleuchten Vorgeschichte Südosteuropas
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24.02.2018 Olalde et al. Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
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24.02.2018 David Reich, Ron Pinhasi, Wolgang Haak, et al. Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
DOI: 10.1038/nature25778
01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
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20.11.2017 Anna Szécsényi-Nagy et al. DNA-Analysen geben Aufschluss über die Besiedlung der Iberischen Halbinsel
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06.09.2017 Gerard D. Gierlińskia et al. 5,7 Millionen Jahre alte fossile Fußabdrücke fordern etablierte Theorien über die menschliche Evolution heraus
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03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
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27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
DOI: 10.1371/journal.pone.0180164
27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
DOI: 10.1038/s41598-017-06390-x
29.06.2017 Gresky et al. Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe
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08.06.2017 Jean-Jacques Hublin et al. Der Homo sapiens ist älter als gedacht
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23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
DOI: 10.1371/journal.pone.0177127
27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
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24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
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23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
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17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
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06.01.2017 M.C. Meyer, M.S. Aldenderfer, Z. Wang,1 D.L. Hoffmann, J.A. Dahl, D. Degering, W.R. Haas, F. Schlütz Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
DOI: 10.1126/science.aag0357
08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
DOI: 10.1126/sciadv.1601941
28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
DOI: 10.1016/j.quascirev.2016.11.004
06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
DOI:
17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
DOI: 10.1073/pnas.1525200113
07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
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22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
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05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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