Kantabrer


Gebiet des Kantabrischen Krieges
Gebiet der Kantabrer.

Die Kantabrer (lateinisch Cantabri) waren ein antiker, auf der nördlichen Iberischen Halbinsel lebender Stamm im gebirgigen Landstrich Kantabrien zwischen Asturien und dem Baskenland an der Atlantikküste.

Während der Regierungszeit des Augustus wurde das Gebiet von den Römern nach langwierigen Feldzügen (Kantabrischer Krieg, 29–19 v. Chr.) schließlich unterworfen. Römische Quellen nennen als Anlass für die Feldzüge Überfälle der Kantabrer auf ihre Nachbarn und den Versuch ihren Herrschaftsbereich dabei zu erweitern.[1] Das Gebiet der Kantabrer war für die Römer jedoch auch aufgrund seines Erzreichtums von wirtschaftlichem Interesse, so begannen sie bereits kurz nach der Eroberung mit der Ausbeutung von Goldminen.[2]

Literatur

  • Pedro Barceló: Cantabri. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 2, Metzler, Stuttgart 1997, ISBN 3-476-01472-X, Sp. 966.
  • Francisco Diego Santos: Die Integration Nord- und Nordwestspaniens als römische Provinz in der Reichspolitik des Augustus. In Wolfgang Haase, Hildegard Temporini (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt. Band 3, De Gruyter, Berlin 1975, ISBN 3-11-005838-3, S. 523–571 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  • José Ramón Aja Sánchez u.a. (Hrsg.): Los cántabros en la antigüedad. La Historia frente al Mito. Ediciones de la Universidad de Cantabria, Santander 2008, ISBN 978-84-8102-472-2
  • Eutimio Martino: Roma contra cántabros y astures. 2. Auflage, Diputación Provincial de León, León 1995, ISBN 84-87081-93-2

Anmerkungen

  1. Francisco Diego Santos: Die Integration Nord- und Nordwestspaniens als römische Provinz in der Reichspolitik des Augustus. In Wolfgang Haase, Hildegard Temporini (Hrsg.): Aufstieg und Niedergang der römischen Welt Bd. 3. De Gruyter, Berlin 1975, ISBN 3-11-005838-3, S. 528 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)
  2. Meret Strothmann: Augustus − Vater der res publica: zur Funktion der drei Begriffe restitutio-saeculum-pater patriae im augusteischen Principat, Stuttgart 2000, S. 145 (eingeschränkte Online-Version in der Google Buchsuche)

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