Julius Landsberger (1819–1890)


Julius Landsberger (* 10. August 1819 in Zülz, Landkreis Neustadt O.S., Oberschlesien; † 3. März 1890 in Berlin) war ein jüdischer Gelehrter, Orientalist und Rabbiner.

Leben

Julius Landsberger studierte in Breslau, Berlin und Halle, ging 1849 als Rabbiner nach Brieg, im August 1854 zur jüdischen Brüdergemeinde in Posen und wirkte von April 1859 bis 1888 als Landesrabbiner der Provinz Starkenburg in Darmstadt.

Am 3. August 1852 heiratete Landsberger Pauline Löwe, Tochter des Rabbiners Simon Löwe in Ratibor. Aus der Ehe gingen zwei Söhne, darunter Richard Landsberger (1864–nach 1936), der Begründer einer biologischen Zahnheilkunde, und eine Tochter hervor.[1]

Werke (Auswahl)

  • Fabulae aliquot Aramaeae / interpretando correctae adnotationibusque instructae a J. L. Berlin 1846. (Text lateinisch und aramäisch).
  • Die Fabeln des Sophos. Posen 1859.
  • Liebe, Traum und Teufel: 3 Vorträge aus dem Gebiete der Mythologie, Psychologie und Dämonologie. Darmstadt: Jonghaus, 1869.
  • Zur Abwehr (1871); Das Buch Hiob und Goethes Faust (das. 1882).

Ferner die mit wissenschaftlichen und textkritischen Noten versehene Übersetzung der Iggeret baale Chajim von Kalonymos ben Kalonymos (das. 1882), eines arabischen Märchens, das einen Rechtsstreit zwischen Mensch und Tier vor dem Gerichtshof des Königs der Genien enthält.

Einzelnachweise

  1. In verschiedenen Quellen, so der NDB (Vgl. Klaus Siebenhaar: Landsberger, Hugo. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 13. Duncker & Humblot, Berlin 1982, ISBN 3-428-00194-X, S. 518 (Digitalisat).) und der DBE, findet sich die Angabe, dass der Schriftsteller Hugo Landsberger (1861–nach 1935), Pseudonym Hans Land, ein Sohn dieses Julius Landsberger gewesen sein soll. Diese Angabe ist falsch; Hugo Landsbergers Vater war ein anderer Rabbiner Julius Landsberger (1822–1894).

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