Joseph Vonderau


Joseph Vonderau (* 2. April 1863 in Fulda; † 21. April 1951 ebenda) war ein deutscher Prähistorischer Archäologe, Fuldaer Lehrer, Heimatforscher und Nestor der hessischen Vorgeschichtsforschung.

Leben

Professor Joseph Vonderau erblickte am 2. April 1863 als ältestes von 16 Kindern des Webermeisters und Färbers Damian Vonderau und seiner Ehefrau Auguste, geb. Bader das Licht der Welt. Sein Elternhaus - ein fuldatypisches "5-Fenster-Häuschen" - stand in der Fuldaer Königstraße (ab 1896 Nr. 28) und wurde 1953 abgebrochen. Zwischen 1900 und 1906 untersuchte Joseph Vonderau die prähistorischen Befestigungsanlagen an der Milseburg, wo er bei seinen Ausgrabungen zahlreiche Siedlungsspuren nachweisen konnte. Er entdeckte neben Lanzen- und Pfeilspitzen und anderen Gegenständen aus Eisen vor allem eine Unmenge an Keramikbruchstücken, so dass von einer langanhaltenden Besiedlung der Milseburg ausgegangen werden kann. Später hat Vonderau für die Siedlungs- und Baugeschichte Osthessens bedeutsame Grabungen am Dom zu Fulda und 1921–1922 an der Stiftskirche in Hersfeld durchgeführt. Von 1926 bis 1931 folgten die Ausgrabungen auf der Büraburg.

Nach ihm ist das Vonderau Museum in Fulda benannt, wo sich (wie auch im Landesmuseum Kassel) viele Funde seiner Ausgrabungen befinden.

Literatur

  • Michael Mott: Einst die Geburtsstätte des "Spatenprofessors" / In einem typischen "5-Fenster-Häuschen" kam Joseph Vonderau zur Welt, in: Fuldaer Zeitung, 12. August 1998, S. 10 (Serie: Fulda einst und jetzt).

Weblinks


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