Jerusalem


Dieser Artikel behandelt die Stadt Jerusalem im Nahen Osten. Für andere Bedeutungen siehe Jerusalem (Begriffsklärung).
Jerusalem
Wappen von Jerusalem Flagge von Jerusalem
Jerusalem
Basisdaten
hebräisch: ירושלים
Staat: Israel Israel
Bezirk: Jerusalem
Koordinaten: 31° 47′ N, 35° 13′ O31.77916666666735.223611111111Koordinaten: 31° 46′ 45″ N, 35° 13′ 25″ O
 
Einwohner: 933.200 (2012)
– Metropolregion: 1.700.000 (2012)
 
Zeitzone: UTC+2
Telefonvorwahl: (+972) 02
 
Gemeindeart: Großstadt
Bürgermeister: Nir Barkat
Website:
Jerusalem (Israel)
Jerusalem
Jerusalem

Jerusalem (hebräisch ירושלים?/i Jeruschalajim [jɛruʃa'lajim], altgriechisch Ἱεροσόλυμα, lateinisch Hierosolyma, arabisch ‏القدس‎ al-Quds (asch-Scharif) „die Heilige“, türkisch Kudüs) ist die Hauptstadt des Staates Israel. Sie liegt in den Judäischen Bergen zwischen Mittelmeer und Totem Meer und hat 804.355 Einwohner. Dort befinden sich der Sitz des israelischen Präsidenten, die Knesset und das Oberste Gericht als Teil des politischen Systems Israels, die 1918 gegründete Hebräische Universität sowie die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem.

In Jerusalem begegnen sich viele Kulturen der Antike und Moderne. Die Altstadt ist in das jüdische, christliche, armenische und muslimische Viertel gegliedert und von einer Mauer umgeben.

Der politische Status der Stadt ist international umstritten und Teil des Nahost-Konflikts. Ostjerusalem, das bedeutende religiöse Stätten des Judentums, Christentums und des Islam beherbergt, wird von gemäßigteren Palästinenser-Organisationen als Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates beansprucht, während radikalere Palästinenser-Organisationen die gesamte Stadt als Hauptstadt fordern.

Name

Älteste erhaltene kartografische Darstellung Jerusalems auf der Mosaikkarte von Madaba, 6. Jh.

Die Stadt trug historisch verschiedene Namen. In ägyptischen Ächtungstexten aus dem 19. und 18. Jahrhundert v. Chr. erscheint erstmals die Buchstabenfolge yrwšlm als Name dieser Stadt. Sie wurde vermutlich (j oder u)ruschalimum ausgesprochen. In den Amarnabriefen aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. ist ú-ru-sa-lim belegt, in den assyrischen Annalen des Sanherib, der die Stadt im 8. Jahrhundert v. Chr. belagerte, ur-sa-li-im-mu. Die im Hebräischen und Aramäischen gebräuchlichste und auch älteste Form ist yrwšlm, jeruschalem, daneben ist eine Kurzform yršlm und noch kürzer šlm, schalem belegt.

Die Bedeutung des Namens ist wahrscheinlich „Gründung (yru) des (Gottes) Schalim“ oder eventuell „Palast/Stadt (ūru) des Schalim“. Schalim ist die kanaanitische Gottheit der Abenddämmerung, möglicherweise der Patron der Stadt. Die von den Rabbinen gegebene, nach wie vor populäre Deutung des Namens als „Stadt des Friedens (šalom)“ ist eine Volksetymologie. Danach soll die Kurzform des Stadtnamens Salem (Gen 14,18 EU) mit dem hebräischen Wort Schalom („Frieden, Heil“) verwandt sein. Der heute übliche hebräische Name Jeruschalajim ist eine feierliche Dualform und kam erst in der Zeit des zweiten Tempels auf. Diese Form wurde später von den Masoreten nachträglich als biblische Lesart festgelegt.[1]

Poetische und religiöse Titel wie der biblische Name Zion oder Heilige Stadt bezeichnen Jerusalem als Wohnsitz des einen, einzigen Gottes, den Juden, Christen und Muslime verehren.

Geschichte

Frühzeit

Die ältesten bisher nachgewiesenen Spuren menschlicher Besiedlung des heutigen Stadtgebiets sind keramische Ausgrabungsfunde von 5000 v. Chr. auf dem Berg Ophel. Dort wurden Jerusalems Vorläufer erbaut.

Die ältesten literarischen Angaben zu Jerusalem stammen aus dem Tanach, der hebräischen Bibel. Für sie fehlt oft eine außerbiblische Bestätigung. Nach Ri 1,21 EU und Jos 15,63 EU gehörte die Stadt zur Zeit der Landnahme Kanaans (etwa 1200–1000 v. Chr.) den Jebusitern, in deren Nachbarschaft die Israeliten vom Stamm Benjamin und Juda siedelten. Der Ort hieß damals auch Jebus; die Israeliten bezeichneten ihn als Jebusiterstadt oder „Stadt der Fremden“ (Ri 19,10ff). Deren Könige bildeten nach Jos 10 und Jos 18,16 mit anderen Gegnern der Zwölf Stämme Israels Kriegskoalitionen. Nach Ri 1,8 EU eroberte und zerstörte der Stamm Juda die Stadt als Auftakt zur Eroberung Kanaans. Diese Angabe widerspricht Ri 1,21 EU, wonach die Benjaminiter die Jebusiter nicht vertrieben, sondern friedlich neben ihnen wohnen blieben, und 2 Sam 5,6ff. EU, wonach erst König David Jerusalem von den Jebusitern eroberte. Ri 1,8 gilt daher als ahistorische, später vorangestellte redaktionelle Notiz.[2]

David eroberte Jerusalem laut 1 Sam 16ff. erst, nachdem er seinen Vorgänger König Saul entmachtet, die Nachbarvölker der Amalekiter und Philister besiegt hatte und dann auch von den daran unbeteiligten Stämmen der Israeliten als ihr König anerkannt worden war (2 Sam 5,1-5). Daraufhin verlegte er seinen Regierungssitz um 1000 v. Chr. von Hebron nach Jerusalem, das etwa in der Mitte zwischen Norden und Süden Israels lag und auf das bisher kein Stamm der Israeliten Besitzansprüche erhoben hatte. Er nannte den eroberten Bereich seines Regierungssitzes fortan die „Davidsstadt“. So machte er Jerusalem zur Hauptstadt des Königreichs Israel. Indem er die Bundeslade, die als beweglicher JHWH-Thron die früheren Verteidigungsfeldzüge der Israeliten begleitet hatte, dorthin überführte, machte er die Stadt auch zum religiösen Mittelpunkt seines Reichs. Damals befand sich das Stadtzentrum südlich der heutigen Altstadt im Hinnomtal, der Platz des späteren Tempels auf einer Anhöhe nördlich der damaligen Stadt.

Zeit des ersten Tempels

Die älteste gedruckte Stadtansicht von Jerusalem von Hartmann Schedel, Nürnberg 1493

Davids Sohn Salomo (um 969–930) erbaute laut 1 Kön 8 EU einen Palast und den ersten Tempel für JHWH, den David geplant hatte. Als Tempelstadt wurde Jerusalem das Zentrum des Judentums in und außerhalb Israels. Nach Salomos Tod 926 v. Chr. und der Spaltung des Königreichs in die Staaten Juda (Süden) und Israel (Norden) wurde Jerusalem die Hauptstadt des Südreiches Juda.

Königin Atalja (845–840) führte den Baalskult im Tempel ein. Unter König Ahas (741–725) wurden vielleicht auch assyrische Götter verehrt. Erst Hiskija (725–697) weihte den Tempel wieder JHWH und sicherte die Stadt durch Mauern und einen Tunnel zur Wasserversorgung. Joschija machte 628 v. Chr. Jerusalem zur alleinigen legitimen israelitischen Kultstätte, indem er die übrigen Heiligtümer zerstören ließ. Im Nordreich Israel wurde der Jerusalemer Tempelkult abgelehnt: Unter den Omriden war Israel mit dem Zentrum in Samaria wirtschaftlich und militärisch dem Südreich überlegen.

Nebukadnezar II. eroberte Jerusalem erstmals 597, nochmals 586 v. Chr.;[3] beim zweiten Mal führte er die jüdische Oberschicht in die Gefangenschaft und setzte Zedekia als Vasallenkönig ein. Nach dessen Bruch mit den Babyloniern ließ Nebukadnezar 586 v. Chr. Jerusalem und seinen Tempel zerstören und führte die Reste der Führungsschicht, darunter Zedekia, in das babylonische Exil.[4]

Zeit des zweiten Tempels

Nach der Einnahme Babylons erlaubte Kyros II. mit dem Kyros-Edikt den dort exilierten Juden 538 v. Chr. die Heimkehr und den Wiederaufbau ihres Tempels, der mehrere Jahrzehnte dauerte. Dabei trennten sich die Judäer von den Samaritanern, die sie als mit den Nachbarn blutvermischt und häretisch ansahen. Daraufhin bauten diese sich ihr eigenes Heiligtum auf dem Garizim.

Jerusalem im 1. Jahrhundert
Rekonstruktion des herodianischen Tempels
Hartmann Schedel: Die Zerstörung von Jerusalem (1493)

Unter römischer Herrschaft wurde der von Herodes dem Großen ausgestattete zweite Tempel im Jahre 70 n. Chr. am Ende des Jüdischen Krieges durch Titus zerstört. Die Römer und Byzantiner, sechshundert Jahre die Herrscher über Palästina, machten Caesarea zur Hauptstadt.

Unter römischer und byzantinischer Herrschaft

Hadrian verbot nach dem Bar-Kochba-Aufstand Juden unter Androhung der Todesstrafe den Zutritt zur Stadt und benannte sie in (Colonia) Aelia Capitolina um, wobei Aelius Hadrians Mittelname war und Capitolina sich auf den römischen Kapitolhügel bezog, das Zentrum der Verehrung des römischen Hauptgottes Jupiter. Auf dem Tempelberg wurde denn auch ein Jupitertempel errichtet. Die jüdischen Bewohner emigrierten in die jüdische Diaspora rund ums Mittelmeer, viele wanderten ins Perserreich aus.

Nachdem Kaiserin Helena im Heiligen Land Grabungen veranlasst hatte, ließen sie und ihr Sohn Konstantin am Ort der vermuteten Kreuzauffindung die Grabeskirche erbauen.

Nach der Reichsteilung von 395 fiel Jerusalem an das Oströmische Reich. Die Stadt durchlebte unter oströmischer („byzantinischer“) Herrschaft eine anhaltende, Friedensperiode, so dass der Übergang von der Spätantike zum Mittelalter sehr viel unmerklicher verlief als in Europa. Erst durch die Eroberungspolitik Chosraus II. geriet die Stadt wieder in Gefahr, als sie 614 im Zuge des Römisch-Persischen Kriegs von 602-628 von den persischen Sassaniden belagert wurde. Auf die nach 21tägiger Belagerung erfolgreiche Eroberung durch die Perser und ihre jüdischen Verbündeten 614, bei der angeblich bis zu 90.000 Christen ermordet wurden,[5] folgte eine kurze sassanidische Besetzungsphase der Stadt bis 628, als Jerusalem nach dem Sieg des oströmischen Kaisers Herakleios an Byzanz zurückging.

Eroberung durch die Araber

Im Zuge der Islamischen Eroberung der Levante gelangten Armeen des wenige Jahre zuvor begründeten Islams nach Palästina. Im Jahre 637 belagerte eine arabische Armee unter dem General Abu Ubaidah ibn al-Jarrah im Auftrag des Kalifen Umar die Stadt, die auch der jüngsten abrahamitischen Religion als heilig galt, und konnte sie nach sechs Monaten durch die Kapitulation der byzantinischen Verteidiger einnehmen. Dem Patriarchen von Jerusalem Sophronius (560–638) war nämlich zugesichert worden, dass die christliche Bevölkerung der Stadt diese verlassen durfte, auch wenn dies tatsächlich nur wenige taten. Die auf die Eroberung Jerusalems folgende Besatzung durch moslemische Herrscher bis zu den Kreuzzügen ist keine durchgängige Herrschaft, sondern in verschiedene Phasen unter der Herrschaft verschiedener verfeindeter sunnitischer und schiitischer Stämme zu unterteilen.

Abbasidische Herrschaft

Zunächst stand Jerusalem unter der Herrschaft der Umayyaden, die in schweren inneren Kämpfen von den Abbasiden verdrängt wurden. Unter der muslimischen Herrschaft der Abbasiden gab es sowohl Phasen einer explizit christen- bzw. judenfeindlichen Haltung als auch Phasen von Toleranz gegenüber christlichen und jüdischen Pilgern und Bewohnern. So wurde Kaiser Karl der Große (9. Jahrhundert) vom muslimischen Herrscher als Schirmherr der heiligen Stätten eingesetzt.

Fatimidische Herrschaft

Der Felsendom

Im Jahre 979 eroberten die schiitischen Fatimiden Jerusalem erneut in einem blutigen Feldzug von den Abbasiden. Schon bei diesem Blutbad, das nicht nur unter den verfeindeten Moslems stattfand, sondern auch die christlich-jüdische Zivilbevölkerung einschloss, wurde die Grabeskirche in Brand gesteckt und beschädigt. Zahlreiche Synagogen und Kirchen wurden ebenfalls Opfer der Auseinandersetzung.

Im Jahr 1009 wurde die Grabeskirche auf Befehl des Fatimiden-Kalifen al-Hakim zerstört. Mit dem Pogrom gegen Juden und Christen begann eine fünf Jahre andauernde Verfolgung der „Ungläubigen“. „Er verbot ihnen Wein und Schweinefleisch, führte die diskriminierenden Kleidervorschriften wieder ein, nach denen die Juden z.B. eine Glocke um den Hals tragen mussten, ja er verbot den Muslimen jeden geschäftlichen Verkehr mit ihnen, zog die Besitzungen aller Kirchen und Synagogen ein und ließ mehrere von ihnen zerstören, ja sogar Hand an die Kirche des Heiligen Grabes legen“ (Claude Cahen: Der Islam. Vom Ursprung bis zu den Anfängen des Osmanenreiches. Bd. 14 von Fischer Weltgeschichte, Frankfurt a. M. 1987, S. 265.)

Christen und Juden waren auch nach dem Ende der Verfolgung noch geächtet. Christen durften weiter kein Pferd besteigen, kein Schwert oder eine sonstige Waffe führen, keinen Turban und keine landesüblichen Schuhe tragen. Sie mussten sich an der Stirne scheren und an einem Gürtel und zwei gelben Stoffbändern an der Schulter erkennbar sein. An der Haustür mussten sie die hölzerne Darstellung eines Dämons anbringen.

Erst 19 Jahre nach der Zerstörung der Felsenkirche erlaubte der Nachfolger von Al-Hakim Kalif Al-Zahir (1021–1036) den Wiederaufbau der Grabeskirche und lockerte die Auflagen für die Ungläubigen, nachdem der byzantinische Kaiser Romanos III. dem Bau einer Moschee in Konstantinopel zugestimmt hatte.

Herrschaft der Seldschuken

1078 wurde Jerusalem erneut blutig erobert. Die sunnitischen Seldschuken, geführt von Emir Atsiz bin Uwaq, nahmen Jerusalem von den Fatimiden ein und richteten erneut ein entsetzliches Blutbad nicht nur unter den verfeindeten schiitischen Fatimiden (3000 moslemische Zivilisten wurden durch ihre Glaubensbrüder ermordet), sondern auch unter den christlichen und jüdischen Bewohnern an. Die Seldschuken verboten danach jede Reparatur an Synagogen und Kirchen und erschwerten den Zugang zu den heiligen Stätten erheblich. Pilgerfahrten ins Heilige Land wurden wegen der andauernden Kriege zwischen Seldschuken und Byzanz fast unmöglich.

Im August 1098 stießen die Fatimiden erneut gegen Jerusalem vor und warfen die verfeindeten Seldschuken bis nach Syrien zurück. In extrem blutigen Kämpfen eroberten sie auch Jerusalem von den sunnitischen Seldschuken. Die Berichte über die fortdauernden Gemetzel in Jerusalem sowie die Hilferufe des Byzantinischen Kaisers, der sich als Schutzpatron des christlichen Patriarchen verstand, erreichten auch Europa, was den Anstoß zum Ersten Kreuzzug gab. Nur wenige Monate, nachdem die moslemischen Fatimiden Jerusalem erobert hatten, konnte Jerusalem durch das christliche Kreuzfahrerheer zurückgenommen werden.

Jerusalem während der Kreuzzüge und danach

Im Verlauf des 1. Kreuzzuges eroberten die Kreuzritter unter Gottfried von Bouillon 1099 Jerusalem und töteten in drei Tagen bis zu 20.000 Bewohner. Zu dieser Eroberung schrieb der anwesende Zeitzeuge Raimund von Aguilers:

„In allen Straßen und auf allen Plätzen waren Berge abgeschlagener Köpfe, Hände und Beine zu sehen. Die Menschen liefen über die Leichen und Pferdekadaver. Aber ich habe bis jetzt nur die kleineren Schrecken beschrieben […] beschreibe ich was ich tatsächlich gesehen habe, würdest du mir nicht glauben […]“[6]

Außer ihm beschrieb der islamische Historiker Ibn al-Atir die Bluttat wie folgt:

„Die Franken nahmen sie (gemeint die Stadt) tatsächlich von der Nordseite, morgens am 22. Schaʿban 492. (15. Juli 1099). Die Einwohner wurden ans Schwert geliefert, und die Franken blieben eine Woche in der Stadt, während sie die Einwohner mordeten […]“[6]

Nach der christlichen Eroberung von Jerusalem gründeten die Kreuzritter das Königreich Jerusalem.

Im Jahre 1187 gelang es Saladin (arabisch Salah ad-Din Yusuf ibn Ayub), dem Sultan von Ägypten, Jerusalem nach kurzer Belagerung zu erobern. Er ließ nach seinem Sieg über die Kreuzfahrer das von ihnen errichtete goldene Kreuz auf der Kuppel des Felsendoms, des Templum Domini – der Kirche der Kreuzfahrer –, und die Marmorverkleidung des Felsens samt Altar entfernen. Im Verlauf des dritten Kreuzzuges plante Richard Löwenherz die neuerliche Rückeroberung der Stadt, führte aber den Angriff aufgrund militärischer Aussichtslosigkeit nicht aus. Ein kurzes Intermezzo bildete die Herrschaft Kaiser Friedrichs II. als selbst proklamierten König von Jerusalem von 1229 bis 1244, der die Stadt ohne militärische Aktion, durch Verhandlung mit dem Ayyubiden-Sultan al-Kamil, erhalten hatte.

1244 eroberten choresmische Söldner im Dienste des Ayyubiden-Sultans As-Salih die Stadt. 1260 wurde die Ayyubiden-Dynastie von den Mamluken abgelöst, die Jerusalem bis ins frühe 16. Jahrhundert beherrschten. Jerusalem hatte damals weniger als 10.000 Einwohner und keine politische Bedeutung. Unter muslimischer Herrschaft galten nur die Muslime als vollgültige Bürger. Christen und Juden mussten sich durch ihre Kleidung kenntlich machen. Sie durften ihre Religion als Anhänger einer Buch-Religion zwar im Allgemeinen ausüben, wurden aber rechtlich in fast allen Lebensbereichen diskriminiert und mussten eine Zusatzsteuer zahlen. Dennoch existierten in dieser Zeit immer ein christliches und ein jüdisches Viertel in der Stadt und ein ständiger, wenn auch kleiner Strom von christlichen und jüdischen Besuchern und Pilgern.

Unter osmanischer Herrschaft

Sultan Süleyman I. ließ nach der Eroberung Jerusalems eine neue Stadtmauer sowie die Zitadelle errichten, beide stehen heute unter Denkmalschutz und sind UNESCO-Weltkulturerbe.

Im Jahre 1516 besiegte die Osmanische Armee unter der Führung Sultan Selim I. (1470–1520) die Mamluken in Syrien. In weiterer Folge wurde Ägypten und Arabien durch die Osmanen erobert. Jerusalem wurde zum Verwaltungssitz eines osmanischen Sandschaks (Regierungsbezirk). Die ersten Jahrzehnte der türkischen Herrschaft brachten Jerusalem einen deutlichen Aufschwung.

Nach 1535 ließ Sultan Süleyman I. (1496–1566) die Befestigungen der Stadt in zum Teil veränderter Linie erneut errichten, so wie sie gegenwärtig zu sehen sind. Durch diese Mauern erhielt die Altstadt ihre heutige Struktur. Die viel zu großen neuen Mauern um den heiligen Symbolort sollten für die neue Herrschaft ein Zeichen setzen. Jerusalem gewann in der Folgezeit viel an Bedeutung. Die osmanische Verwaltung war sich uneinig in ihrer Haltung gegenüber den Juden sowie Christen und schwankte zwischen Gewaltherrschaft und Toleranz.

Die verarmten Juden und Christen lebten überwiegend vom Pilgergewerbe. Der Besitz der Heiligtümer Jerusalems war wegen der damit verbundenen Almosen eine lebenswichtige Einnahmequelle. Aus diesem Grund kam es damals teilweise zu erbitterten, manchmal gewaltsamen Konflikten unter den christlichen Kirchen um einzelne Besitzrechte. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, also vor den vom Zionismus geprägten Alijas (Einwanderungswellen) ab 1882, kamen immer mehr Juden in die Stadt, und es wurden erste Wohngebiete[7] außerhalb der Stadtmauern gegründet (beginnend mit Moses Montefioris Mishkenot Sha'ananim/später Yemin Moshe (1857/1860)[8], gefolgt von Mahane Yisrael (1867), Nahalat Shiv'a (1869), Mea Shearim (1874[9]), Even Yisrael (1875), Mishkenot Yisrael (1875), Shimon HaZadiq (1876), Beit David (1877) und Beit Ya'aqov (1877)). Um 1880 war etwa die Hälfte der rund 30.000 Einwohner Jerusalems jüdisch.[10]

Am 9. Dezember 1917 übergab der osmanische Gouverneur der Stadt auf Befehl der Führung der osmanischen Streitkräfte Jerusalem kampflos an die Briten, da man Kämpfe in und um der Stadt verhindern wollte, um die historischen Stätten nicht zu beschädigen. General Edmund Allenby marschierte an jenem Tag in die Stadt ein.

Britische Mandatszeit

In der Altstadt von Jerusalem
Datei:Mahane Yehuda Market.jpg
Mahane Yehuda Market

Nach dem Ersten Weltkrieg unterstand Jerusalem dem Völkerbundsmandat für Palästina und wurde Sitz des Hohen Kommissars und der britischen Mandatsverwaltung.

UN-Teilungsplan

Seit Beginn des Nahostkonflikts war Jerusalem zentraler Streitpunkt. Vertreter beider Gruppen beanspruchen die Stadt oder zumindest Teile davon als Hauptstadt Israels beziehungsweise Palästinas. Deshalb sah der Teilungsvorschlag der Vereinten Nationen von 1947 vor, auf dem Gebiet des heutigen Israel einen vorwiegend jüdischen und einen palästinensischen Staat zu schaffen und Jerusalem unter internationale Verwaltung zu stellen. Die Stadt sollte als corpus separatum von den UN durch einen Treuhänderrat und einen Gouverneur regiert werden. Lokaler Gesetzgeber sollte ein Rat sein, den die Stadtbewohner nach den Regeln der Verhältniswahl wählen sollten. Gegen seine Entscheidungen – sofern sie den Status der Stadt beträfen – behielten sich die UN ein Vetorecht vor. Die Stadt sollte demilitarisiert, neutral und von einer aus ausländischen Truppen rekrutierten Polizei geschützt werden. Sie sollte Teil eines gemeinsamen Handelsraums sein, den Bürger beider Staaten betreten und bewohnen durften. So sollte der gleichberechtigte Zugang zu den heiligen Stätten der drei Weltreligionen gesichert werden.

Am 29. November 1947 nahmen mehr als zwei Drittel der UN-Vollversammlung mit der Resolution 181 diesen Plan an. Es folgten die Resolutionen 194 vom 11. Dezember 1948 und 303 vom 9. Dezember 1949.[11] Der Teilungsplan wurde jedoch nie umgesetzt: Die arabischen Staaten betrachteten ihn als unzumutbaren Verzicht auf einen Teil des „Dar al Islam“. Bis 1952 versuchten die Vereinten Nationen mehrmals ergebnislos, den Status Jerusalems zu klären.

Unabhängigkeitskrieg

Die Israelische Unabhängigkeitserklärung von 1948 erwähnte Jerusalem nicht, versprach aber, dass Israel die heiligen Stätten aller Religionen beschützen werde. Am Folgetag griffen die arabischen Staaten Israel an. Im Israelischen Unabhängigkeitskrieg eroberten die Israelischen Streitkräfte große Gebiete des Landes, verloren jedoch das jüdische Viertel der Altstadt Jerusalems und den Osten der Stadt an die Arabische Legion Jordaniens. Jerusalem blieb deshalb bis 1967 in das israelische Westjerusalem und das jordanische Ostjerusalem geteilt. Dessen jüdische Bevölkerung wurde vertrieben, das jüdische Viertel in der Altstadt zerstört, und der Zugang zur Klagemauer, dem heiligsten Ort des Judentums, blieb Juden fortan versperrt.

1948 erließ der israelische Verteidigungsminister eine Verordnung, dass im Westen der Stadt wie in jedem Teil Palästinas, den er als von israelischen Truppen gehalten erkläre, israelisches Gesetz gelte. Ende 1949 erklärte Premierminister David Ben Gurion vor der Knesset Jerusalem zum untrennbaren Teil Israels und seiner ewigen Hauptstadt. Diese Position bestätigte das Parlament.

Erklärung zur Hauptstadt Israels

Am 4. Januar 1950 erklärte Israel Jerusalem zu seiner Hauptstadt. Dies erkannten nur wenige Staaten an. König Abdallah ibn Husain I. von Jordanien annektierte daraufhin das von seinen Truppen eroberte Westjordanland und Ostjerusalem. Nur Pakistan erkannte dies an, Großbritannien erkannte nur die Annexion des Westjordanlandes an.

Seit 1952 akzeptierte die internationale Staatengemeinschaft die De-facto-Anwendung israelischen Rechts in Westjerusalem. Die Forderung, die Stadt zu internationalisieren, war immer weniger mit der Realität zu vereinbaren und wurde deshalb im Laufe der Zeit nicht mehr von den UN erhoben. Die israelische Position besagt, dass der Westen der Stadt ohne Souverän gewesen sei, als sich Großbritannien 1948 aus seinem vormaligen Mandatsgebiet zurückgezogen hatte, und Israel so in einem Akt der Selbstverteidigung gegen die angreifenden arabischen Armeen die rechtmäßige Souveränität über das Gebiet erhalten habe.

Sechstagekrieg und die Folgen

Jerusalem 1949–1967
Jerusalem nach 1967

Im Sechstagekrieg 1967 war die Strategie der israelischen Armee ursprünglich rein defensiv. Israel wollte Jordanien aus dem Krieg heraushalten, auch noch nachdem das jordanische Militär am Morgen des 5. Juni mit dem Artilleriebeschuss Westjerusalems begonnen hatte. Erst nachdem Jordanien das neutrale Hauptquartier der Vereinten Nationen eroberte, entschloss man sich zu handeln. In den nächsten drei Tagen wurde erst das UN-Hauptquartier, dann der jordanische Militärstützpunkt auf dem Giv’at HaTahmoschet („Munitionshügel“) und schließlich die Altstadt erobert. Dabei verzichteten die israelischen Streitkräfte zur Schonung von Moscheen und Kirchen auf den Einsatz schwerer Waffen und nahmen dafür erhebliche Verluste in Kauf: Von insgesamt rund 800 israelischen Kriegstoten fielen 183 in Jerusalem. Erstmals seit der Staatsgründung konnten Juden fortan an der Klagemauer beten. Anders als die arabische Seite 1949 den Juden verweigerte Israel den Muslimen nicht den Zugang zu ihren heiligen Stätten, sondern unterstellte den Tempelberg einer autonomen muslimischen Verwaltung (Waqf).

Nach dem Ende des Krieges verabschiedete die Knesset das Law-and-Administration-Ordinance-Gesetz, das es der Regierung erlaubte, das israelische Gesetz, Israels Jurisdiktion und Verwaltung auf alle Gebiete des ehemaligen Mandatsgebiets auszuweiten. Gleichzeitig wurde die Gemeindeverwaltungsordnung geändert, wodurch es möglich wurde, die Verwaltungsgrenzen Jerusalems auf den Osten der Stadt auszuweiten. Das Stadtgebiet wurde im Süden, Osten und Norden erheblich erweitert, im Norden bis an die Grenze von Ramallah einschließlich des Flughafens Kalandia (siehe Karte). Allerdings wurden bestimmte gesetzliche Arrangements zugunsten der arabischen Bewohner der Stadt beschlossen, die im Legal and Administrative Matters (Regulation) Law von 1970 festgeschrieben sind. Die arabischen Stadtbürger wurden auch nicht automatisch Israelis, es wurde ihnen jedoch ermöglicht, recht unkompliziert die israelische Staatsbürgerschaft zu erwerben, wovon allerdings nur wenige Gebrauch machten. Der Außenminister Israels, Abba Eban, erklärte daraufhin in einem Brief vom Juli 1967 an den UN-Generalsekretär, dass Israel Ostjerusalem nicht annektiert, sondern nur verwaltungstechnisch integriert habe. Trotzdem wurde dieser Schritt von UN-Einrichtungen kritisiert. In der Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates wird Jerusalem nicht explizit erwähnt.

Die Position der israelischen Regierung ist, dass weder Jordanien und noch ein anderer Staat außer Israel jemals Souveränität über die Stadt erhalten habe. Jordanien habe Jerusalem 1948 in einem Akt der Aggression unter seine Kontrolle gebracht, wogegen Israel 1967 in Selbstverteidigung gehandelt habe und schon deshalb bessere Ansprüche geltend machen könne. Die israelische Position besagt, dass die Resolution 181 der Vollversammlung als völkerrechtlich nicht bindendes Dokument keine Gültigkeit besitze und aufgrund der arabischen Ablehnung niemals relevant gewesen sei, weshalb der Status Jerusalems als corpus separatum obsolet worden sei. Darüber hinaus gebe es weder einen völkerrechtlichen Vertrag dahingehend, noch sei der Status Jerusalems als corpus separatum Völkergewohnheitsrecht.

Bezüglich der heiligen Stätten wurde von der Knesset 1967 das Preservation of the Holy Places Law erlassen, das den freien Zugang zu diesen und deren Schutz vor Entweihung gewährleistet. In Berufung auf dieses Gesetz verhindert die israelische Polizei, um die öffentliche Ordnung und die Sicherheit zu gewährleisten, dass nationalreligiöse Juden wie die in der Nationalist Groups Association organisierten auf dem Tempelberg öffentliche Gottesdienste abhalten.

Siedlungsbau

Die größte jüdische Siedlung bei Jerusalem ist die 1975 gegründete Trabantenstadt Ma'ale Adumim, die von rund 34.000 Menschen bewohnt wird (Stand Januar 2008).

Um Platz für den Sicherheitszaun östlich von Jerusalem zu schaffen, wurden verschiedene Häuser abgebrochen, die hauptsächlich von Palästinensern bewohnt waren.

Im Jahr 2012 startete die israelische Regierung neue Siedlungsprojekte in dem in Ost-Jerusalem gelegenen Wohnquartier Gilo. Geplant ist in Gilo 940 Wohnungen zu errichten.[12]

Jerusalemgesetz und Camp David

Umgebung von Jerusalem; Karte von 1888
Jerusalem; Karte von 1888

Im Vertragswerk von Camp David wurde Jerusalem ausgeklammert. In den beigefügten Briefen an den Gastgeber von Camp David, den Präsidenten der USA, Jimmy Carter, erklärte Menachem Begin für Israel, dass Jerusalem die unteilbare Hauptstadt Israels sei. Sadat erklärte, dass das „arabische Jerusalem ein integraler Teil des Westjordanlands“ sei und „unter arabischer Souveränität stehen“ solle. Er sprach sich jedoch gleichzeitig dafür aus, bestimmte Funktionen der Stadt einem gemeinsamen Rat zu überantworten. In diesem Sinne solle die Stadt ungeteilt sein, schrieb Sadat.

Das Jerusalemgesetz vom 30. Juli 1980 fasste beide Stadtteile und einige Umlandgemeinden zusammen und erklärte die Stadt zur untrennbaren Hauptstadt Israels. Darin sieht die palästinensische Seite ein Haupthindernis auf dem Weg zum Frieden. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärte die Annexion Ostjerusalems für nichtig (UN-Resolution 478). Die Resolution empfiehlt allen Staaten, deren Botschaften ihren Sitz in Jerusalem hatten, diese aus Jerusalem abzuziehen.

Zu diesem Zeitpunkt hatten von 45 Staaten 13 den Sitz ihrer Botschaften in Jerusalem: Bolivien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Haiti, die Niederlande, Panama, Uruguay und Venezuela. Alle anderen Botschaften hatten ihren Sitz in Tel Aviv. Alle 13 betroffenen Staaten folgten der Resolution. 1982 verlegten zwei Staaten, Costa Rica und El Salvador, ihre Botschaften zurück nach Jerusalem, revidierten diese Entscheidung im Spätsommer 2006 jedoch wiederum und verlegten ihre Botschaften erneut zurück nach Tel Aviv. Es befinden sich Generalkonsulate von Griechenland, Großbritannien, Frankreich und den USA in Jerusalem. Der US-Kongress beschloss 1995, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, da Israel – wie alle Staaten – das Recht habe, seine Hauptstadt selbst zu bestimmen. Diese Willenserklärung wurde jedoch bis heute (2013) nicht umgesetzt.

Erklärung zur Hauptstadt Palästinas

1988 gab Jordanien seinen Anspruch auf Souveränität über das Westjordanland und damit auch auf Ostjerusalem auf. Im selben Jahr rief die PLO den Staat Palästina aus und erklärte Jerusalem zu seiner Hauptstadt, was zu diesem Zeitpunkt – obwohl diese Unabhängigkeitserklärung von vielen arabischen Staaten anerkannt wurde – reine Fiktion war. Völkerrechtlich müssen neben der Ausrufung eines Staates vier Voraussetzungen erfüllt sein, um einen Staat entstehen zu lassen: Es muss ein Staatsgebiet sowie ein Staatsvolk geben, über die es eine effektive Regierung und Kontrolle gibt. Außerdem muss der neue Staat die Fähigkeit besitzen, internationale Beziehungen einzugehen. Die PLO war zu diesem Zeitpunkt weit davon entfernt, effektive Kontrolle über irgendeinen Teil der umstrittenen Gebiete auszuüben.

Oslo-Prozess

In der Prinzipienerklärung über die vorübergehende Selbstverwaltung, die Israel und die PLO am 13. September 1993 unterzeichneten, wird die palästinensische Selbstverwaltung, wie sie in zwei Formen für das Westjordanland festgeschrieben wurde (Gebiete A und Gebiete B), für keinen Teil Jerusalems bestimmt. Der Endstatus der Stadt soll im Zuge des Oslo-Friedensprozesses in einem endgültigen Vertrag bestimmt werden. Die Declaration of Principles erlaubt es den palästinensischen Bürgern Jerusalems, nach einem Abkommen zwischen den beiden Seiten an den Wahlen zur Palästinensischen Autonomiebehörde teilzunehmen.

Tempelberg

Der Tempelberg ist heute dem islamischen Waqf unterstellt, Ausgrabungen sind dort nicht möglich. Der Waqf erstellte in den vergangenen Jahren eine neue Moschee in den so genannten Ställen Salomos, was wegen der möglichen unbemerkten Zerstörung von Resten der beiden jüdischen Tempel auf israelische Ablehnung stieß. Allerdings dürfte bereits der Bau des herodianischen Tempels zu einer weitgehenden Beseitigung früherer Spuren geführt haben. Ebenso dürften dessen nochmalige Zerstörung, die Errichtung eines römischen Heiligtums und schließlich die islamischen Bauarbeiten wenig Überreste früherer Zeiten übrig gelassen haben.

Klima

Jerusalem
Klimadiagramm
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19
12
 
 
106
 
14
8
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Israel Meteorological Service
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Jerusalem
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 11,8 12,6 15,4 21,5 25,3 27,6 29,0 29,4 28,2 24,7 18,8 14,0 Ø 21,6
Min. Temperatur (°C) 6,4 6,4 8,4 12,6 15,7 17,8 19,4 19,5 18,6 16,6 12,3 8,4 Ø 13,5
Niederschlag (mm) 133,2 118,3 92,7 24,5 3,2 0,0 0,0 0,0 0,3 15,4 60,8 105,7 Σ 554,1
Regentage (d) 12,9 11,7 9,6 4,4 1,3 0,0 0,0 0,0 0,3 3,6 7,3 10,9 Σ 62
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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15,4
60,8
105,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Einwohnerentwicklung

1979 lebten bereits wieder 50.000 Juden in Ostjerusalem, 1993 waren es schon 160.000. Der Anteil der jüdischen Bewohner in Jerusalem lag 2005 bei 65 %, der arabische Anteil bei 32 % und der christliche Anteil bei 2 %.[13]

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

        Jahr         Einwohner
1525 4.700
1538 7.900
1553 12.384
1562 12.650
1800 8.750
1838 11.000
1844 15.510
1876 25.030
1896 45.430
1905 60.000
1913 75.200
1917 53.410
        Jahr         Einwohner
1922 62.053
1931 90.451
1946 205.100
1948 164.440
1967 262.609
1977 345.600
1980 407.100
1985 457.700
1990 524.400
1995 617.042
2000 657.500
2005 718.900

Religionen

Altstadt von Jerusalem
Die Klagemauer
Das Portal der Grabeskirche

Heilige Stadt für Juden, Christen und Muslime

Jerusalem wird von Christen, Juden und Muslimen als Heilige Stadt angesehen. Für alle drei dieser Religionen ist Jerusalem als Wirkungsort verschiedener Propheten beziehungsweise Heiliger wie Abraham, Salomon, David, Zacharias und anderen bedeutend. Das statistische Jahrbuch von Jerusalem listet 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen im Stadtgebiet.[14] Orte, wie der Tempelberg, sind seit je umstritten und Ursache für Konflikte.

Seit dem 10. vorchristlichen Jahrhundert ist Jerusalem den Juden als Ort des Salomonischen und Zweiten Tempels heilig (siehe Israelitischer Tempel). Im Alten Testament wird die Stadt 632-mal erwähnt. Immer wieder steht die Stadt im Mittelpunkt der Heils- und Gerichtsankündigungen des biblischen Gottes, so vor allem bei den Propheten Daniel, Jeremia, Jesaja, Ezechiel, Sacharja und den Psalmen.

Beispiele
„So spricht Gott der Herr: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher! Ez 5,5 EU
„Und ihr sollt’s erfahren, dass ich, der Herr, euer Gott, zu Zion auf meinem heiligen Berge wohne. Joel 4,17 EU
„Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte. Ps 137,5 EU

Sowohl die Stadt Jerusalem als auch das Land und Volk Israels stellt die Bibel als Gottes Eigentum dar. Bedeutsam ist hier die literarische Darstellung Jerusalems als ein Findelkind, das von Gott aufgezogen wird (Ezechiel 16), sowie die Zusagen Gottes an die Stadt in den Psalmen, die wie Eheversprechen formuliert sind. Heute ist die Klagemauer, die westliche Umfassungsmauer des Tempelbezirks, ein heiliger Ort für Juden, nur der Tempelberg selbst übertrifft sie an Bedeutung.[15] Der Toraschrein von Synagogen weltweit befindet sich traditionell an der Wand, die Jerusalem zugewandt ist.[16] Der Ort des Toraschreins von Synagogen in Jerusalem selbst richtet sich nach dem Allerheiligsten. Wie in der Mischna beschrieben und im Schulchan Aruch kodifiziert, werden die täglichen Gebete im Judentum in Richtung Jerusalems und des Tempelberges verrichtet.

Den Christen ist Jerusalem heilig, da es der Ort der Leidensgeschichte, Kreuzigung und Auferstehung von Jesus Christus ist. Über 100-mal wird Jerusalem im Neuen Testament erwähnt, nach der Bibel wurde Jesus kurz nach seiner Geburt in die Stadt gebracht, hier hat er Opfertierhändler und Geldwechsler aus dem Tempel vertrieben, hier fand das Abendmahl statt. Gleich außerhalb der Stadt soll Jesus gekreuzigt und begraben worden sein. Der wahrscheinliche Ort liegt heute innerhalb der Stadtmauern.

Im Gegensatz zur Bibel und dem Tanach erwähnt der Koran Jerusalem kein einziges Mal namentlich, aber die Stadt gilt traditionell als die drittheiligste des Islam. Bevor in Richtung der Kaaba in Mekka gebetet wurde, war für etwa ein Jahr Jerusalem Richtungsort des Gebetes.[17] Moslems glauben darüber hinaus, dass Mohammed in einer nächtlichen Reise auf dem Ross Buraq zur „am weitesten entfernten Moschee“ gereist ist, wo er in den Himmel aufstieg, um sich mit anderen Propheten des Islam zu treffen. Der Ort dieser Moschee wird nicht explizit genannt, doch traditionell mit der Al-Aqsa-Moschee identifiziert.[18][19]

Konfessionen

In Jerusalem findet sich eine große Anzahl von Religionen und religiösen Bewegungen.

Die wichtigste religiöse Gruppierung in der Stadt ist das Judentum. Stärker als in anderen Landesteilen Israels sind die ultraorthodoxen nicht-zionistischen Juden und die orthodoxen zionistischen Juden in der Stadt vertreten.

Vom Islam sind Sunniten, Schiiten, Alawiten und Drusen vertreten. Zum Christentum in Jerusalem gehören Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Georgisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Griechische Katholiken, Altkatholiken, Römische Katholiken, Lutheraner, Anglikaner, Armenier und Äthiopier.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

In Jerusalem befindet sich die Holocaustgedenkstätte Yad Vashem.

Historische Museen sind unter anderem das Israel-Museum mit dem „Schrein des Buches“ und dem Model Jerusalems zur Zeit Jesu,[20] das Bible Lands Museum, das Tower of David-Museum of the History of Jerusalem,[21] das Ariel-Center for Jerusalem in the First Temple Period,[22], der archäologische Park „Durch die Zeiten“ unter der Erlöserkirche und das Rockefeller-Museum für Archäologie.

Museen, die Ausgrabungen aus der biblischen Antike zeigen, sind das Burnt House,[23] die City of David,[24](ältester Teil Jerusalems, auch vorisraelitisch) der Jerusalem Archaelogical Park,[25] (südlich der Altstadtmauer beim Dung Gate) The Israelite Tower,[26] und das Wohl-Museum.[27]

Weiterhin gibt es das Naturhistorische Museum und das Bazabel-Museum für Volkskunst und Folklore. Museen zur Geschichte und Vorgeschichte des modernen Staates Israel sind das Ammunition Hill Museum,[28] das Herzl Museum,[29] das Old City-Museum,[30] das Menachem Begin Heritage Center,[31] und die Mount Zion Cable Car.[32]

Bauwerke

Die Klagemauer, im Hintergrund der Felsendom
Historischer jüdischer Friedhof von Jerusalem

Die Altstadt von Jerusalem wurde 1981 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt. Sie ist seit dem Mittelalter in das armenische Viertel im Südwesten, das christliche im Nordwesten, das jüdische im Südosten und das muslimische Viertel im Nordosten unterteilt und wird von einer aus dem 16. Jahrhundert stammenden, fast vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben. Die Mauer der alten Stadt Davids umfasst mehrere Türme sowie ursprünglich sieben Tore, davon drei große und vier kleine, und wurde 1889 durch ein achtes ergänzt.

Im christlichen Teil der Altstadt befindet sich das Neue Tor, an der Grenze zum armenischen Teil das Jaffator und zum muslimischen Teil das Damaskustor. In den muslimischen Teil führen das Herodestor, Goldene Tor (durch die Türken versiegelt) und das Stephanstor. Im jüdischen Teil steht das Zionstor und das Dungtor. Südwestlich davon erhebt sich der Berg Zion mit dem mutmaßlichen Grab König Davids. Östlich der Altstadt liegt der Ölberg mit dem Garten Getsemani. Wichtige christliche Stätten sind die auf den Grundmauern einer Basilika aus dem 4. Jahrhundert erbaute Grabeskirche und die Via Dolorosa.

Die circa 400 Meter lange, von den Juden „Westliche Mauer“ genannte Klagemauer ist ein Teil der Stützmauer des Plateaus, auf dem der große Tempel Herodes des Großen stand. Wichtige muslimische Bauwerke auf dem Tempelberg sind heute der Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee.

Weitere bedeutende Bauwerke in der Altstadt oder ihrer unmittelbaren Umgebung sind der Cardo (Säulengang), die Dormitio-Kirche, die Erlöserkirche, die vier sephardischen Synagogen und die Zitadelle.

Nahe der südwestlichen Ecke der Altstadtmauer befindet sich an der Fußgängerbrücke ein berühmtes Friedensdenkmal, auf dem der bekannte biblische Satz aus Jesaja 2,4 („Schwerter zu Pflugscharen“) modern dargestellt wird.[33]

Im Norden, Westen und Süden der Altstadt breitet sich die Neustadt von Jerusalem aus, die sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hat. Sie erstreckt sich über die umliegenden Hügel und weiter bis in das wüstenhafte Umland der Stadt. Die modernen Wohn- und Geschäftsgebäude und die breiten Straßen der Neustadt bilden einen starken Kontrast zu den ärmlichen Behausungen und engen Gassen der Altstadt. In der Neustadt befinden sich die Knesset (das israelische Parlament), die Synagoge des Hadassa-Klinikums mit ihren Chagallfenstern und zahlreiche bedeutende staatliche Einrichtungen. Dazu gehören unter anderem das Finanzministerium, das Außenministerium, das Innenministerium und der Sitz des Premierministers.

Musikleben

Jerusalem ist unter anderem Sitz des Jerusalem Symphony Orchestra.

Stadtviertel

Karte von Jerusalem
  • Abu Tor
  • Altstadt
  • At-Tur
  • Atarot
  • Bab a-Zahara
  • Baka
  • Bayit VeGan
  • Beit HaKerem
  • En Kerem
  • French Hill (auch Giv'at Shapira)
  • Gilo
  • Giva Ram
  • Har Choma
  • Mea Shearim
  • Mishkenot Sha’ananim
  • Nof Zion
  • Pisgat Ze`ev
  • Ramat Eshkol
  • Ramat Rachel
  • Rehavia
  • Scheich Dscharrah
  • Silwan
  • Talpiot
  • Talpiot Ost
  • Umm Tuba
  • Yemin Moshe

Wirtschaft und Infrastruktur

Das wirtschaftliche Leben der Stadt Jerusalem basiert zum überwiegenden Teil auf ihrer religiösen und kulturellen Bedeutung sowie auf ihrer Funktion als Verwaltungszentrum. Der Dienstleistungssektor ist dementsprechend gut ausgebaut. Viele Bewohner von Jerusalem sind in der staatlichen und städtischen Verwaltung sowie im Bildungswesen beschäftigt.

Eine eher untergeordnete Rolle spielt demgegenüber das produzierende Gewerbe. Die Industriebetriebe der Stadt stellen unter anderem Glas-, Metall- und Lederwaren, Druckerzeugnisse, Schuhe und Zigaretten her. Die Produktionsbetriebe sind vorwiegend in den äußeren Bezirken von Jerusalem angesiedelt. Der Tourismus ist jedoch der mit Abstand bedeutendste Wirtschaftsfaktor, da die Altstadt ein bedeutendes Ziel für Touristen ist.

Die Entwicklung des jüdisch-israelischen und des arabisch-palästinensischen Teils der Stadt ist sehr unterschiedlich: Obwohl die Palästinenser ein Drittel der Stadtbevölkerung stellen, kommt ihnen nur ein Zehntel der Ausgaben für öffentliche Dienstleistungen zugute, was sich erheblich auf die städtische Infrastruktur auswirkt.[34]

Die Stadt ist der Sitz von etwa 180 Hightech-Firmen mit rund 12.000 Beschäftigten.[35]

Verkehr

IC3-Dreiwagendieseltriebzug-Garnitur der Bahnstrecke Jaffa–Jerusalem im Bahnhof Jerusalem-Malha
Bahnhofsschild: Jerusalem-Malha
Jerusalem Entrance Bridge.JPG
Stadtbahn Jerusalem

Wegen der Berglage liegt Jerusalem abseits der wichtigsten Verkehrsströme Israels, die vor allem in der Küstenebene und dem dahinter liegenden Landstreifen fließen. Innerhalb der Stadt muss sich die Straßenführung der hügeligen Landschaft anpassen.

Der öffentliche Verkehr von Bussen und Eisenbahn ruht von Freitagmittag bis Samstagabend auf Grund des Schabbat.

Straßenverkehr

Die zentrale Straßenverbindung Jerusalems ist die Autobahn, auf der man in rund einer Stunde nach Tel Aviv gelangt. In andere Richtungen bestehen Landstraßen. Besonders bemerkenswert ist die Straße zum Toten Meer, die auf ihrem Weg durch das Westjordanland 1200 Höhenmeter abfällt.

Busverkehr

Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgt in erster Linie durch die staatliche Busgesellschaft Egged.

Schienenverkehr

Die Israelische Eisenbahn hat nur eine untergeordnete Bedeutung. Seit April 2005 verkehren immerhin nach siebenjähriger Unterbrechung wieder Züge bis Jerusalem. Die historische, gebirgige Bahnstrecke nach Tel Aviv über Bet Schemesch wurde seit Juli 1998 saniert. Die Fahrzeiten sind im Vergleich zur Straße nicht attraktiv, die beiden noch betriebenen Jerusalemer Bahnhöfe (Biblischer Zoo und Malcha) liegen mehrere Kilometer vom Stadtzentrum entfernt im Süden der Stadt. Der historische, stadtnähere ehemalige Endbahnhof der Strecke, Jerusalem, wird nicht mehr angefahren. Der Bahnhof Jerusalem Malcha ist die Endstation der Strecke und erhielt eine neue, sehr moderne Anlage. Eine Hochgeschwindigkeitstraße zwischen Jerusalem und Tel Aviv ist im Bau. Der letzte Abschnitt der Strecke bis Jerusalem soll voraussichtlich 2017 eröffnet.[36] Der Endbahnhof soll unterirdisch in der Nähe des zentralen Busbahnhofs entstehen.

Stadtbahn

Die Stadtbahn Jerusalem, ist eine von den Unternehmen Alstom und Connex erbaute und am 19. August 2011 eröffnete Straßenbahn in Jerusalem. Sie besteht derzeit aus einer einzigen Linie (L1) zwischen Pisgat Ze'ev und Herzlberg, mit einer Länge von 13,8 Kilometern und 23 Haltestellen. Wahrzeichen der Strecke ist die vom spanischen Architekten Santiago Calatrava erbaute 118 Meter hohe Calatrava-Brücke. Diese Hängebrücke, genannt Weiße Harfe, wurde bereits drei Jahre früher, am 25. Juni 2008, eingeweiht und ist für die Straßenbahn und die Fußgänger reserviert

Flugverkehr

Nördlich der Stadt befindet sich der Flughafen Atarot, der nur Ziel innerisraelischer Flugverbindungen war und seit 2001 geschlossen ist. Der internationale Flughafen für Jerusalem ist der Flughafen Ben Gurion rund 60 Kilometer nordwestlich.

Innerstädtischer Verkehr

Eine der bekanntesten innerstädtischen Straßen ist die Jaffastraße, die vom Jaffator zum zentralen Busbahnhof führt. Sie ist eine wichtige Einkaufsstraße und war bereits mehrfach Schauplatz blutiger Attentate.

Eine erste Straßenbahnlinie, die Jerusalem Light Rail Transit, mit einer Länge von 13,28 km und 23 Haltestellen ist am 19. August 2011 mit 14 Zügen und einem 12-Minuten-Takt für die Benutzung durch die Öffentlichkeit in Betrieb genommen worden.

Erste Versuchsfahrten für diese Linie hatten am 24. Februar 2010 stattgefunden.[37] Die Strecke sollte noch im Jahr 2010 in Betrieb gehen, der Termin wurde wegen des schleppenden Baufortschritts allerdings mehrfach, zuletzt auf den 19. August 2011 verschoben.[38] Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch technische Probleme innerhalb der Kontroll- und Steuerungssysteme bestanden, konnte die beschränkte Betriebsaufnahme für die Öffentlichkeit freigegeben werden, die jedoch ohne offizielle Eröffnungsfeierlichkeiten stattfand.[39]

Inwieweit geplante Erweiterungen des Netzes, z.B. zum Mount Scopus (dem Universitätscampus) oder nach Givat Ram (dem Regierungsviertel) stattfinden, ist heute noch nicht absehbar.

Bildung

Zu den bekannten Bildungseinrichtungen in der Stadt gehören die 1918 eröffnete Hebräische Universität von Jerusalem, die 1959 gegründete Israelische Akademie, das Planetarium, das Zionistische Zentralarchiv, die Gulbenkian-Bibliothek und die Jüdische National- und Universitätsbibliothek. In der Stadt befinden sich zahlreiche religiöse Lehr- und Forschungsinstitute. Dazu gehören unter anderem die 1890 eröffnete École Biblique et École Archéologique Française, das 1927 gegründete Päpstliche Bibelinstitut und das 1963 eröffnete Institut der Jüdischen Religion.

Söhne und Töchter der Stadt

Berühmte Persönlichkeiten aus Jerusalem sind unter anderem der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin, die Schriftsteller Amos Oz und David Grossman, der Bürgermeister Nir Barkat sowie die Schauspielerin Natalie Portman.

Städtepartnerschaften

  • MarokkoMarokko Fès, Marokko, seit 1982
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New York, USA, seit 1992
  • ArgentinienArgentinien Buenos Aires, Argentinien
  • TschechienTschechien Prag, Tschechien

Galerie

Panorama

Panorámica de Jerusalén desde el Monte de los Olivos.jpg
Tempelberg nachts - Panorama vom Jerusalem und Tempelberg in der Nacht

Siehe auch

 Portal: Jerusalem – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Jerusalem

  • Liste der Kirchen in Jerusalem
  • Flagge Jerusalems
  • Wappen Jerusalems

Literatur

  •  Michael Bade: Jerusalem: Die heilige Stadt. Ein Lesebuch. Herder, Freiburg 2009, ISBN 978-3-451-06058-8.
  •  Simon Goldhill: Jerusalem: City of Longing. Harvard University Press, Bonn 2008, ISBN 0-674-02866-X (Auszug in der Google Buchsuche).
  •  Helmut Hubel, Tilman Seidensticker (Hrsg.): Jerusalem im Widerstreit politischer und religiöser Interessen. Die „Heilige Stadt“ aus interdisziplinärer Sicht. Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main 2004, ISBN 3-631-51057-8.
  •  Gerhard Konzelmann: Jerusalem. 4000 Jahre Kampf um eine heilige Stadt. erweiterte Neuauflage Auflage. dtv, München 1998, ISBN 978-3-423-10738-9.
  •  Max Küchler: Art. Jerusalem. In: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibellexikon Band II H-N. Benziger, Zürich und Düsseldorf 1995, ISBN 3-545-23075-9, Sp. 294-314.
  •  Gil Yaron: Jerusalem: ein historisch-politischer Stadtführer. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 2008, ISBN 978-3-89331-836-0 (Auszug in der Google Buchsuche).
  •  Simon Sebag Montefiore: Jerusalem. Die Biographie. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3-10-050611-5.
  •  Guy Delisle: Chroniques de Jérusalem, Delcourt; dt. Aufzeichnungen aus Jerusalem. Reprodukt, 2011, ISBN 978-3-943143-04-1.

Weblinks

 <Lang> Commons: Jerusalem – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Jerusalem – Reiseführer
Wiktionary Wiktionary: Jerusalem – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikiquote: Jerusalem – Zitate

Einzelnachweise

  1.  Max Küchler: Jerusalem. In: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibellexikon. Band II, Benziger, Zürich 1991, S. 294–295.
  2. Werner H. Schmidt: Alttestamentlicher Glaube in seiner Geschichte, 4. Auflage 1982, S. 216
  3. Eckart Otto: Jerusalem. In: Evangelisches Kirchenlexikon, Bd. 2. Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1989, Sp. 810
  4. siehe Fritz Rienecker: Lexikon zur Bibel. Brockhaus, Wuppertal 2001, S. 683. ISBN 3-417-36076-5
  5. Vgl. Elliott Horowitz: Reckless rites. Purim and the legacy of Jewish violence. Princeton University Press, Princeton 2006, ISBN 0-691-12491-4, S. 213–247. Horowitz untersucht die ausführliche Debatte, die sich in der Neuzeit um die Eroberung von 614 dreht.
  6. 6,0 6,1 Dieter H. Wolf: Internationales Templerlexikon. ISBN 978-3-902509-39-0, Seite 165. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „wolf“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  7. Carta's Historical Atlas of Israel. 2.Aufl., Jerusalem 1996 (ISBN 965-220-342-4), S.22.
  8. Michael Krupp: Zionismus und Staat Israel. Ein geschichtlicher Abriss. 3.Auflage, Gütersloh 1992, S.20
  9. Wolfgang Scheel: Lexikon biblischer Ortsbenennungen im modernen Israel. 3. Aufl., Hammerbrücke 2003, ISBN 3-933750-32-6, S. 102.
  10. Israel von A-Z. Daten, Fakten, Hintergründe. Neuhausen-Stuttgart 1993, S.24, und Benny Morris: Righteous Victims - A History of the Zionist - Arab Conflict, 1881–2001. Vintage Books, New York, 2001, S. 6.
  11. Resolutionen der Generalversammlung der Vereinten Nationen sind im Unterschied zu Resolutionen des Sicherheitsrats nicht verbindlich.
  12. http://www.spiegel.de/politik/ausland/siedlungsbau-israel-plant-1000-neue-wohnungen-im-westjordanland-a-874643.html
  13. Presseaussendung, The Central Bureau of Statistics, May 2006, PDF
  14. David E. Guinn: Protecting Jerusalem's Holy Sites. A Strategy for Negotiating a Sacred Peace. Cambridge University Press, Cambridge 2006, 142. ISBN 0-521-86662-6
  15. The Kotel. What is the Western Wall?
  16. Schechter Institute of Jewish Studies
  17. Anthony H. Cordesman: The Final Settlement Issues. Asymmetric Values & Asymmetric Warfare. in: The Israeli-Palestinian War. Escalating to Nowhere. Praeger Security International, Washington 2005, 62. ISBN 0-275-98758-2
  18. Francis E. Peters: Muhammad the Prophet of God. in: The Monotheists. The Peoples of God. University Press, Princeton NJ 2003, 95-96. ISBN 0-691-11460-9
  19. Sahih Bukhari: Compendium of Muslim Texts. University of Southern California. Aufgerufen am 3. November 2007. (aus einer englischen Übersetzung von Sahih Bukhari, Volume IX, Book 93, Number 608)
  20. Model Jerusalems zur Zeit Jesu
  21. Tower of David-Museum of the History of Jerusalem
  22. Ariel-Center for Jerusalem in the First Temple Period
  23. Burnt House
  24. City of David
  25. Jerusalem Archaelogical Park
  26. The Israelite Tower
  27. Herodian Quater (Wohl-Museum)
  28. Ammunition Hill Museum
  29. Herzl Museum
  30. The Last Battle for the Old City-Museum
  31. The Menachem Begin Heritage Center
  32. Mount Zion Cable Car
  33. Der Online-Israelreiseführer mit besonderer Berücksichtigung der biblisch-religiösen Thematik
  34. Juliane von Mittelstadt: Ein privater Dschihad. In: Der Spiegel 30, 21. Juli 2008, S. 107.
  35. Gil Zohar: Bet your bottom dollar?, The Jerusalem Post. 28. Juni 2007. Archiviert vom Original am 3. Februar 2008. Abgerufen am 10. Juli 2007. 
  36. Informationen des Transportministeriums, 2012 (engl.), abgerufen am 20. Februar 2013
  37. HaRakevet Nr. 88 (2010), S. 9f; Eisenbahn-Revue International 5/2010, S. 244, gaz: Erste Fahrten bei der Jerusalemer Stadtbahn.
  38. Eisenbahn-Revue International 5/2010, S. 244, gaz: Erste Fahrten bei der Jerusalemer Stadtbahn.
  39. Gerhard Beckendorff: Stadtbahn Jerusalem in Betrieb. In: Stadtverkehr. Fachzeitschrift für den öffentlichen Personennahverkehr auf Schiene und Straße. Heft 10/2011, S. 43.

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