Izmir


Dieser Artikel behandelt die türkische Stadt İzmir, zur gleichnamigen türkischen Provinz siehe İzmir (Provinz).
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Izmir
Wappen von Izmir
Izmir (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): İzmir
Koordinaten: 38° 25′ N, 27° 9′ O38.41666666666727.1525Koordinaten: 38° 25′ 0″ N, 27° 9′ 0″ O
Höhe: 25 m
Einwohner: 3.401.995[1] (2012)
Telefonvorwahl: (+90) 232
Postleitzahl: 35 xxx
Kfz-Kennzeichen: 35
Struktur und Verwaltung (Stand: 2009)
Bürgermeister: Aziz Kocaoğlu (CHP)
Webpräsenz:

Izmir (türkisch: İzmir, griechisch Σμύρνη Smyrni, lateinisch Smyrna), an der türkischen Ägäisküste am Golf von İzmir gelegen, ist mit 3,5 Millionen Einwohnern die drittgrößte Stadt der Türkei und Hauptstadt der Provinz gleichen Namens. Sie beherbergt den nach İstanbul zweitgrößten Hafen des Landes.

Erste Siedlungen auf dem Gebiet des heutigen İzmir datieren ca. 6500–4000 v. Chr.[2] Das Gebiet wurde von Luwiern, Hethitern, Phrygern und Griechen erobert bzw. besiedelt.

Der Name

Übersichtskarte von İzmir

Die Herkunft des Namens Smyrna ist umstritten:

  • Traditionell wurde er auf die griechische Bezeichnung für Myrrhe zurückgeführt.
  • Einige türkische Historiker sind der Meinung, dass die Stadt nach einer Amazone gleichen Namens benannt wurde.
  • Eine andere Theorie besagt, dass der heutige türkische Name İzmir sich aus dem griechischen εἰς Σμύρνα (is Smyrna ‚nach Smyrna‘) ableitet, analog zum Namen İstanbul, der auf griechisch is tin pólin (εἰς τῆν πόλιν [istimˈbɔlin]‚ in die Stadt) zurückgeht.
  • Laut aktuellen Ausgrabungen hieß die Stadt ursprünglich Tismurna, wobei das Ti-Präfix vermutlich eine Person bezeichnet. Die Stadt wurde in assyrischen Schriften mit diesem Namen erwähnt.[3]

Geschichte

Die antike Agora von Smyrna: Blick auf die Säulen der westlichen Stoa

Antike

Eine vorgriechische Besiedlung auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils Bayraklı lässt sich bereits für das 3. Jahrtausend v. Chr. nachweisen. Ende des 9. Jahrhunderts v. Chr. legten hier aiolische Griechen eine befestigte Niederlassung an. Im 8. Jahrhundert v. Chr. wurde diese von ionischen Griechen aus Kolophon übernommen und zur Polis ausgebaut. Zu einer ersten Blüte gelangte (Alt-)Smyrna, das als eine der Wirkungsstätten des Dichters Homer gilt, im 8.–7. Jahrhundert v. Chr.

Der lydische König Alyattes zerstörte (Alt-)Smyrna um 600 v. Chr. In den folgenden drei Jahrhunderten befand sich hier nur eine unbedeutende Ansiedlung. Erst Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. kam es zu einer Neugründung Smyrnas, als Antigonos I. Monophthalmos 20 Stadien (3,5 km) südwestlich der alten Stadt um den Akropolisberg Pagos (dem heutigen Kadifekale) eine neue Siedlung (auf dem Gebiet des heutigen Stadtkerns von İzmir) anlegte, die bald darauf erneut den Status einer Polis erlangte. Der von Antigonos angelegte Hafen legte den Grundstein für Smyrnas Entwicklung zu einer der reichsten Handelsstädte Asiens. Smyrna wurde als 13. Mitglied in den Ionischen Bund aufgenommen und erhielt bald den Beinamen „Zierde von Ionien“. Im Krieg gegen Antiochos III. stand Smyrna auf Seiten des Siegers, Rom, das der Stadt 189 v. Chr. Land zuteilte. Während des italischen Bundesgenossenkrieges stellte die Stadt ein Flottenkontingent zur Unterstützung der Römer; auch in den mithridatischen Kriegen verhielt sie sich römertreu.

Im Jahr 43 v. Chr. beherbergte die Stadt Gaius Trebonius, einen der Mörder von Julius Caesar. Der römische Konsul Publius Cornelius Dolabella eroberte Smyrna, ließ Trebonius töten und einige Stadtviertel zerstören. Als Erdbeben in den Jahren 178 und 180 n. Chr. die Stadt stark beschädigt hatten, erwirkte der griechische Redner Aelius Aristides bei Kaiser Marcus Aurelius deren Wiederaufbau und erhielt dafür zahlreiche Ehrungen.

Cassius Dio war zeitweilig römischer Curator (Aufseher über die Stadtverwaltung) von Smyrna.

Spätantike – Byzanz

Smyrna war ein wichtiges Zentrum der christlichen Welt. Schon früh etablierte sich eine christliche Gemeinde. Diese Gemeinde ist eine der sieben Gemeinden der Offenbarung des Johannes. Der biblische Verfasser der Offenbarung des Johannes schreibt dazu:

„An den Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: So spricht Er, der Erste und der Letzte, der tot war und wieder lebendig wurde: Ich kenne deine Bedrängnis und deine Armut; und doch bist du reich. Und ich weiß, dass du von solchen geschmäht wirst, die sich als Juden ausgeben; sie sind es aber nicht, sondern sind eine Synagoge des Satans. (Offb 2,8–9)“

Der Kirchenvater Polykarp von Smyrna, Verfasser eines Briefes an die Philipper, war im 2. Jahrhundert Bischof von Smyrna. Auch Ignatius von Antiochien hielt sich in Smyrna auf und soll dort vier der Ignatiusbriefe verfasst haben. Nachdem der Hafen von Ephesos versandete, wuchs die Bedeutung Smyrnas als Hafenstadt.

Smyrna gehörte ab 395 zum Byzantinischen Reich und war als Handelsplatz und Flottenstützpunkt wichtig. 654 n. Chr. wurde die Stadt von den Arabern angegriffen, 672/673 zeitweilig von ihnen besetzt. 1076 eroberten die Seldschuken unter Sultan Suleiman ibn Kutalmiş die Stadt. Der Pirat und Untergebene der Seldschuken Çaka Bey herrschte dann ab 1081 über Smyrna und eroberte von hier aus weitere Gebiete und Inseln. Als er 1092 von seinem Schwiegersohn und Nachfolger Suleimans, Sultan Kılıç Arslan I., getötet wurde, holten sich die Byzantiner unter Kaiser Alexios I. Smyrna zurück. Mit dem Abkommen von Nymphaion erhielt die Republik Genua unter anderem Handelsprivilegien in der Stadt, weil sie Byzanz bei der Rückeroberung Konstantinopels geholfen hatte. So kam Smyrna unter die Kontrolle der genuesischen Handelsfamilie Zaccaria. Die italienischen Händler aus Genua und Venedig siedelten sich vorzugsweise im Fränkischen Viertel Smyrnas an. 1317 griff Mehmet Bey, der Bey der Aydınoğulları, Smyrna an, konnte aber die Stellung der Genueser nicht erobern. Seit dieser Zeit prägte sich bei den Türken für den Hafen und Umgebung der Begriff Gâvur İzmir (Ungläubiges Izmir). Für die Zeit danach wechselte Smyrna zwischen Byzanz und Türken hin und her.

1345 nahmen die Ritter des Johanniterordens einen Teil der Stadt ein, die zuvor ihren Hauptsitz nach Rhodos verlegt hatten. Der andere Teil fiel wieder in die Hände der Türken. Die Aydınoğulları wurden später Teil des Osmanischen Reiches, dessen Sultan Bayezid I. 1390 auch Smyrna übernahm. Die Johanniter kontrollierten immer noch einen kleinen Teil der Stadt. Bayezid I. selbst wurde 1402 bei Ankara durch Tamerlan besiegt und gefangengenommen, der 1403 vor Smyrna stand. Nach der Eroberung tötete dieser viele Einwohner und soll deren Schädel nach dem Historiker Dukas mit Mörtel in Mauern eingefügt haben. Tamerlans Sieg über die Osmanen und die Eroberung der Stadt bescherten Smyrna unruhige Zeiten, die erst 1422 unter dem osmanischen Sultan Murad II. zu Ende gingen. Mit einer Ausnahme - Venedig eroberte 1475 kurzzeitig Smyrna - blieb es bis ins 20. Jahrhundert osmanischer Besitz.

Osmanisches Reich

Deutsches Konsulat in İzmir

Smyrna war in der Seldschuken-Zeit und im Osmanischen Reich der wichtigste Handelsplatz Kleinasiens. Im 16. Jahrhundert hatte die Stadt eine überwiegend muslimische Bevölkerung. Das änderte sich im 17. Jahrhundert. Neben den alteingesessenen Griechen und Juden, die nach 1492 aus Spanien kamen, kamen ab 1605 vermehrt Armenier nach Smyrna. Die Armenier kontrollierten den Handel mit Waren und Produkten aus dem Iran. So wurde iranische Seide über Izmir nach ganz Europa verkauft. Die Armenier hatten in Städten wie Marseille, Livorno und Amsterdam Handelskolonien, die alle Smyrna unterstanden. Mit der Zeit kamen auch Armenier aus Tiflis, Naxçıvan und Culfa in die Stadt. Die Bevölkerungsgruppen bewohnten nach ihrem Millet (Nation) jeweils eigene Stadtviertel. So lebten die muslimischen Türken im alten Stadtzentrum Kadifekale, die Juden in Güzelyalı und İkiçeşmelik, die Armenier im Haynots-Viertel, die Griechen zwischen İtfaiye und Alsancak (Mortakiya) und die restlichen Europäer (Franken oder auch Levantiner) in Bornova, Buca und Seydiköy. Der Handel und die verschiedenen Völker gaben der Stadt einen besonderes Flair, von dem auch Mark Twain, der 1867 hier durchkam, angetan war. Smyrna war ein Zentrum des Teppichhandels, siehe Smyrnateppich. 1828 eröffnete Konstantin Fotinow hier die erste weltliche bulgarische Schule. Smyrna war Sitz des Generalgouverneurs des Vilâyet Aydın, eines Metropoliten sowie je eines katholischen, griechischen und armenischen Erzbischofs. Der kosmopolitische Charakter zeigte sich Anfang des 20. Jahrhunderts auch im Vorhandensein von 35 Buchverlagen, 30 Casinos, 57 Hotels, 150 Schulen, 81 Apotheken, 15 Krankenhäusern und 269 Kneipen (Meyhane). Es erschienen insgesamt 11 Zeitungen (3 türkische, 3 griechische, 4 französische, eine spanische) und zwei Magazine (griechisch, armenisch).

Die osmanische Politik gegenüber Smyrna änderte sich mit der Machtübernahme der Jungtürken und des Komitees für Einheit und Fortschritt 1909. Diese strebten unter anderem eine Türkifizierung der Ägäis und des Handels an und vertrieben über die Jahre hinweg durch unterschiedliche Methoden und Maßnahmen mehrere hunderttausende Griechen. Diese wanderten entweder nach Griechenland aus oder wurde ins Innere Anatoliens deportiert. Ein Teil der armenischen Bevölkerung wurde im Zuge des Völkermordes 1915 deportiert und getötet.

Massaker 1919 und 1922

Griechische Truppen in Smyrna, 15. Mai 1919

Die Stadt war hauptsächlich von Griechen und Armeniern bewohnt (1918 lebten hier laut Archivangaben 155.000 griechisch-Orthodoxe, 44.000 Türken, 21.000 Juden, 10.000 Armenier, 50.000 Ausländer – hauptsächlich Briten, Franzosen, Deutsche und Italiener).

Am 15. Mai 1919 besetzten griechische Truppen die Stadt und stießen von hier aus weiter nach Anatolien vor. Unmittelbar nach Beginn der Invasion wurden türkische und andere muslimische Zivilisten der Region durch die griechischen Truppen umgebracht. Allein am ersten Tag der Invasion wurden etwa 1.000 Zivilisten getötet. Auf Drängen der osmanischen Regierung reiste eine Untersuchungskommission der Pariser Verhandlungsdelegationen ein, die später Griechenland für schuldig befand.[4][5][6] Im folgenden Jahr wurde die Stadt im Vertrag von Sèvres Griechenland zugesprochen, aber im Zuge der griechischen Niederlage im Griechisch-Türkischen Krieg („Kleinasiatische Katastrophe“) am 9. September 1922 von den Türken zurückerobert. Am 13. September 1922 brach im Armenierviertel ein Feuer aus (Brand von Smyrna), das sich rasch über die Viertel der Griechen und Ausländer („Franken“) ausbreitete und einen großen Teil der Stadt vernichtete. Bei den damit einhergehenden Auseinandersetzungen wurden mindestens 25.000 meist griechische und armenische Zivilisten getötet und etwa 200.000 vertrieben (vergleiche hierzu beispielsweise die Augenzeugenberichte des armenischen Arztes Garabed Hatscherian[7], des amerikanischen Diplomaten George Horton[8] oder des Franzosen René Puaux[9]). Ein Teil der griechischen Bevölkerungsmehrheit wurde noch von den Engländern aus der Stadt evakuiert, die meisten verbliebenen Zivilisten, darunter auch der orthodoxe Erzbischof Chrysostomos Kalafatis, fielen anschließenden Gewalthandlungen zum Opfer. Viele der Griechen emigrierten nach Athen, wo heute noch der Stadtteil Nea Smyrni an ihre Herkunft erinnert.

Im Vertrag von Lausanne wurden İzmir und die gesamte Westküste Kleinasiens der Türkei zugesprochen.

Modernes İzmir

Küste İzmirs
Saat Kulesi (Uhr-Turm), Wahrzeichen İzmirs im späten maurischen Stil
Fußgängerzone Alsancaks

Auf einem Teil der zerstörten Stadtteile wurde der sogenannte Kulturpark mit dem Messegelände (mit 420.000 m² Grundfläche) errichtet.

Das Stadtzentrum mit der Gemeindeverwaltung (Belediye) und dem Sitz des Provinzgouverneurs (Valilik) befindet sich in Konak. Im benachbarten Alsancak befindet sich das Geschäfts- und Einkaufszentrum, Karşıyaka, Bornova, Hatay, Buca und Göztepe sind die größten Wohngebiete.

Die Provinz beherbergt 4,6 % der landesweiten Landwirtschaft und 9 % der gesamten Industrie. Die Ökonomie basiert auf 30,5 % Industrie, 22,9 % Handel, 13,5 % Transportgewerbe und Telekommunikation und 7,8 % Landwirtschaft. Die wichtigsten Exportgüter der Stadt sind Erdölprodukte und Chemikalien, Metall, Textilien, Autos, Lebensmittel (Feigen, Trauben, Oliven und Olivenöl), Bier der Marken Efes und Tuborg, Tabak und Wolle.

Die meisten Unterhaltungs- und Einkaufskomplexe sind in Konak, Karşıyaka und Bornova, wobei die Industrie in Bornova, Çiğli und Gaziemir konzentriert ist. Im nordöstlichen Teil von İzmir erstreckt sich der etwa 46 Hektar große Kulturpark mit Zoologischem Garten, Freilufttheater und Messegelände.

Seit Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre lebt in Izmir die Mehrheit der Bulgarien-Türken (Bulgaristan Türkleri).

In der Stadt befinden sich heute vier Universitäten und ein Institut für Technologie.

Als Wahrzeichen der Stadt gelten der Saat Kulesi (Uhrturm) auf dem Konak-Platz und das Atatürk-Denkmal auf dem Cumhuriyet-Platz (Platz der Republik).

Infrastruktur

S-Bahn İzmir (İZBAN) am Flughafen Adnan Menderes (Baureihe E22000 des spanischen Herstellers CAF)

Verkehr

Die neue Teilringautobahn Otoyol 30 (O30) und die erst vor wenigen Jahren eröffnete U-Bahn entlasten die städtischen Straßen, jedoch konnten sie das in den letzten Jahren ständig gestiegene Verkehrsaufkommen nicht kompensieren. Die „İzmir Metro“ bietet für viele Berufspendler keine echte Alternative, da ihre einzige Linie nur wenige Stadtgebiete versorgt. Am 30. August 2010 wurde die aus zwei Linien bestehende S-Bahn namens İzban (Banliyö Trenleri) in Betrieb genommen. Eine Linie hält auch am Adnan-Menderes-Flughafen. Beide Linien führen vom Hauptbahnhof Alsancak in der Stadtmitte aus der Stadt ins Umland. Außerdem verkehren Regionalzüge von/nach Ödemiş, Tire, Söke, Aydın, Nazilli, Manisa und Denizli.

İzmir besitzt den zweitgrößten Hafen der Türkei. Der Hafen diente außerdem zur Zeit des Kalten Krieges als größte NATO-Marinebasis der Türkei. Von dort verkehren zahlreiche Auto- und Personenfähren.

Der Adnan-Menderes-Flughafen befindet sich 18 Kilometer außerhalb der Stadt. 2006 wurde ein neues internationales Terminal fertiggestellt und seit jenem Jahr besitzt die Stadt mit IzAir ihre erste (private) Fluggesellschaft. Seit kurzem ist er auch mit der S-Bahn erreichbar.

Universitäten, Hochschulen

  • Ägäis-Universität (Ege Üniversitesi)
  • Universität des 9. September (Dokuz Eylül Üniversitesi)
  • Institut für Hochtechnologie İzmir (İzmir Yüksek Teknoloji Enstitüsü)
  • Wirtschaftsuniversität İzmir (İzmir Ekonomi Üniversitesi)
  • Yaşar-Universität (Yaşar Üniversitesi)
  • Rüştü-Ünsal-Polizei-Akademie (Polis Meslek Yüksek Okulu)

Klima

Das Frühjahr und der Herbst sind angenehm temperiert und daher die besten Zeiten, der Stadt einen Besuch abzustatten. Relativ hohe Temperaturen bestimmen die Sommermonate.

Izmir
Klimadiagramm
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8
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Turkish State Meteorological Service; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Izmir
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 12,2 13,4 15,8 20,7 25,9 30,6 33,0 32,7 29,0 23,8 18,4 14,0 Ø 22,5
Min. Temperatur (°C) 5,6 5,9 7,2 10,9 15,1 19,4 22,0 21,8 18,3 14,3 10,6 7,5 Ø 13,3
Niederschlag (mm) 131,2 98,8 76,7 44,1 31,8 7,9 2,1 2,2 10,7 37,9 92,1 150,8 Σ 686,3
Sonnenstunden (h/d) 4,2 4,9 6,4 7,7 9,8 11,5 12,1 12,0 10,3 7,6 5,4 4,1 Ø 8
Regentage (d) 12,7 10,7 9,3 8,1 5,2 2,1 0,7 0,7 2,0 5,6 9,0 13,0 Σ 79,1
Wassertemperatur (°C) 15 13 14 15 18 21 23 23 22 20 17 16 Ø 18,1
Luftfeuchtigkeit (%) 72 69 65 63 60 52 49 49 55 64 70 72 Ø 61,6
T
e
m
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e
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t
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12,2
5,6
13,4
5,9
15,8
7,2
20,7
10,9
25,9
15,1
30,6
19,4
33,0
22,0
32,7
21,8
29,0
18,3
23,8
14,3
18,4
10,6
14,0
7,5
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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131,2
98,8
76,7
44,1
31,8
7,9
2,1
2,2
10,7
37,9
92,1
150,8
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geologie

İzmir und die Region ist wie die gesamte Türkei erdbebengefährdet. Seit 1900 kam es zu drei Erdbeben, welche die Richterskalenstärke 7,0 erreichten. Zuletzt ereigneten sich am 17. Oktober 2005 verschiedene Beben mit Stärken von 5,6 bis 5,9, bei denen mindestens 30 Menschen verletzt wurden und Sachschäden entstanden.

Sport

Die beliebteste Sportart in İzmir ist der Fußball. Die erfolgreichsten Mannschaften sind: Altay, Göztepe, Karşıyaka, İzmirspor, Altınordu und Bucaspor.

Die Fußballvereine Izmirs sind in der Ultraszene über die Grenzen der Türkei hinweg bekannt. Nicht jedoch für ihre sportlichen Erfolge, sondern wegen der Stadtderbies zwischen Karşıyaka SK und Göztepe GK, die, oft begleitet von gewalttätigen Auseinandersetzungen, Teil einer langen Rivalität zwischen den Vereinen sind.[10][11][12]

Sportliche Einrichtungen
  • İzmir Alsancak Stadı
  • İzmir Atatürk Spor Salonu
  • Atatürk-Stadion
  • Bostanlı Spor Tesisleri
  • Buca Hasanağa Bahçesi
  • Evka-4 Spor Tesisleri
  • İnciraltı Spor Tesisleri
  • İzmir Büyükşehir Belediyesi Celal Atik Spor Salonu
  • İzmir Olimpik Buz Pateni
Internationale Sport Events
  • 1971: Mittelmeerspiele
  • 2005: Sommer-Universiade 2005
  • 2005: Eurobasket 2005 Frauen
  • 2006: European Senioren Fechten
  • 2006: U20 Basketball Europameisterschaft
  • 2007: Weltmeisterschaft Bogen Halle

Verschiedenes

  • Drei der in der Bibel (Offenbarung 2) erwähnten Sieben Kirchen der Apokalypse befinden sich in der Region İzmir: Ephesos (Efes ca. 75 km von İzmir entfernt), Smyrna (İzmir), Pergamon (Bergama ca. 105 km von İzmir entfernt)
  • Der Vater und Designer des legendären Mini, Sir Alec Issigonis (1906–1988), wurde hier geboren, auch seine Familie wurde während der Kleinasiatischen Katastrophe vertrieben.

Tourismus

Neben den zahlreichen historischen Stätten besitzt İzmir in der näheren Umgebung die berühmten Badeorte Çeşme und Kuşadası, welche mittlerweile bequem per Autobahn zu erreichen sind. Ebenfalls besteht die Möglichkeit für Kurzausflüge zu griechischen Inseln wie Samos und Chios. Türkische Staatsbürger benötigen hierfür keine EU-Visa, für kurzzeitige Aufenthalte stellen die griechischen Behörden Touristenvisa aus.

Im Bazar von „Kemeraltı“ finden Touristen nicht nur orientalische Kuriositäten, sondern auch jede Menge Goldschmuck.

Sehenswürdigkeiten

  • die Agora
  • Kadifekale
  • Kemeraltı Bazaar
  • Balçova Thermalbäder
  • Belkahve
  • Asansör
  • Teleferik (Seilbahn) und Sperrtalsee
  • Kültürpark (Messegelände)

In der weiteren Umgebung befinden sich folgende bedeutende Ruinenstätten und Naturschönheiten:

Bekannte Persönlichkeiten

Folgende bekannte Personen wurden in chronologischer Reihenfolge in İzmir bzw. Smyrna geboren:

  • möglicherweise Homer im achten Jahrhundert v. Chr.
  • Theon von Smyrna († nach 132), Philosoph, Mathematiker und Astronom
  • Schabbtai Zvi (1626–1676), Religionsgelehrter und selbsterklärter Messias
  • Adamantios Korais (1748–1833), Gelehrter und Schriftsteller
  • James Justinian Morier (1780–1848), britischer Diplomat, Reisender und Schriftsteller
  • Manolis Kalomiris (1883–1962), Komponist
  • Philipp Meyer (1883–1963), deutscher lutherischer Theologe und Kirchenhistoriker
  • Ishak Algazi (1889–1950), Komponist und Interpret türkisch-klassischer und sefardischer Musik
  • Latife Uşşaki (1898–1976), Ehefrau von Mustafa Kemal Atatürk
  • Giorgos Seferis (1900–1971), Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger
  • Aristoteles Onassis (1906–1975), Reeder
  • Alec Issigonis (1906–1988), Autodesigner
  • Ahmed Adnan Saygun (1907–1991), Komponist, Musiker und Musikwissenschaftler
  • Nejat Eczacıbaşı (1913–1993), Pharmaunternehmer und Kunstförderer
  • Bahadır Alkım (1915–1981), Archäologe
  • Yakovos Bilek (1917–2005), Basketballtrainer
  • Darío Moreno (1921–1968), Schauspieler und Sänger
  • Muharrem Candaş (1921–2009), Ringer
  • Reşat Karakuyu (* 1928), Autor
  • Édouard Balladur (* 1929), Politiker, französischer Staats- und Premierminister
  • Magali Noël (* 1932), Schauspielerin und Sängerin
  • Alparslan Yenal (* 1935), Politikwissenschaftler
  • Metin Oktay (1936–1991), Fußballspieler
  • Yüksel Pazarkaya (* 1940), Schriftsteller
  • Hüsnü Özyeğin (* 1944), Bankier
  • Kayahan Açar (* 1949), Sänger, Komponist und Liedtexter
  • Alev Tekinay (* 1951), Linguistin und Schriftstellerin
  • Haluk Bilginer (* 1954), Theater- und Filmschauspieler
  • Maria Rita Epik (* 1958), Musikerin
  • Semih Kaplanoğlu (* 1963), Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
  • Yıldız Tilbe (* 1966), Musikerin und Popsängerin
  • Erkut Kızılırmak (* 1969), Autorennfahrer
  • Meltem Cumbul (* 1970), Schauspielerin
  • Alpay Özalan (* 1973), Fußballspieler
  • Necati Ateş (* 1980), Fußballspieler
  • Recep Biler (* 1981), Fußballspieler
  • Ayhan Tuna Üzümcü (* 1982), Fußballspieler
  • Semih Şentürk (* 1983), Fußballspieler
  • İbrahim Akın (* 1984), Fußballspieler
  • Elif Turan (* 1984), Musikerin und Popsängerin
  • Yekta Kurtuluş (* 1985), Fußballspieler
  • Mehmet Batdal (* 1986), Fußballspieler
  • Cenk Gönen (* 1988), Fußballspieler

Städtepartnerschaften

  • AserbaidschanAserbaidschan Baku, Aserbaidschan, seit 1985
  • PakistanPakistan Karatschi, Pakistan, seit 1985
  • AlgerienAlgerien Algier (Algerien), seit 1988
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Seattle USA-WashingtonWashington Washington (USA), seit 1990
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Tampa USA-FloridaFlorida Florida (USA), seit 1990
  • China VolksrepublikChina Tianjin (Volksrepublik China), seit 1990
  • DanemarkDänemark Odense (Dänemark), seit 1991
  • KirgisistanKirgisistan Bischkek (Kirgisistan), seit 1991
  • AustralienAustralien Melbourne (Australien), seit 1992
  • ItalienItalien Neapel (Italien), seit 1992
  • UsbekistanUsbekistan Buchara (Usbekistan), seit 1992
  • SyrienSyrien Aleppo (Syrien), seit 1993
  • AserbaidschanAserbaidschan Gäncä (Aserbaidschan), seit 1994
  • AlbanienAlbanien Vlora (Albanien), seit 1994
  • UsbekistanUsbekistan Samarkand (Usbekistan), seit 1994
  • NordzypernTürkische Republik Nordzypern Gazimağusa (Türkische Republik Nordzypern), seit 1994
  • KasachstanKasachstan Astana (Kasachstan), seit 1994
  • KirgisistanKirgisistan Dschalalabat (Kirgisistan), seit 1994
  • DeutschlandDeutschland Bremen (Deutschland), seit 1995
  • ArgentinienArgentinien Córdoba (Argentinien), seit 1995
  • KubaKuba Havanna (Kuba), seit 1995
  • MarokkoMarokko Fès (Marokko), seit 1995
  • RumänienRumänien Constanța (Rumänien), seit 1995
  • Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Mostar (Bosnien und Herzegowina), seit 1996
  • IsraelIsrael Tel Aviv (Israel), seit 1996
  • IndonesienIndonesien Surabaya (Indonesien), seit 1996
  • KroatienKroatien Split (Kroatien), seit 1996
  • LibanonLibanon Tripoli (Libanon), seit 1996
  • MoldawienMoldawien Bălți (Moldawien), seit 1996
  • AgyptenÄgypten Alexandria (Ägypten), seit 1996
  • ChileChile Viña del Mar (Chile), seit 1996
  • IndienIndien Mumbai (Indien), seit 1997
  • SlowakeiSlowakei Žilina (Slowakei), seit 1997
  • BrasilienBrasilien Salvador da Bahia (Brasilien), seit 1998
  • VietnamVietnam Đà Nẵng (Vietnam), seit 1998
  • MarokkoMarokko Casablanca (Marokko), seit 1999
  • TunesienTunesien Sousse (Tunesien), seit 2002
  • SlowakeiSlowakei Bratislava (Slowakei), seit 2003
  • Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Long Beach USA-KalifornienKalifornien Kalifornien (USA), seit 2004
  • ItalienItalien Ancona (Italien), seit 2005

Literatur

zum antiken und byzantinischen Smyrna

  • Der Kleine Pauly Bd. 5, 1979, Sp. 244
  • Der Neue Pauly Bd. 11, 2001, Sp. 661–663
  • Ekrem Akurgal: Eski Izmir. 1. Yerleşme katları ve Athena tapınağı. Türk Tarih Kurumu Basımevi, Ankara 1983, (Türk Tarih Kurumu yayınları. 5. dizi, 40) (Dt. Ausg.: Alt-Smyrna. Bd. 1: Wohnschichten und Athenatempel. ebenda).
  • Ludwig Bürchner: Smyrna 3. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band III A,1, Stuttgart 1927, Sp. 730–764.
  • Thomas Ihnken: Die Inschriften von Magnesia am Sipylos. Mit einem Kommentar zum Sympolitievertrag mit Smyrna. Habrlt, Bonn, 1978 (Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien, Bd. 8), ISBN 3-7749-1485-0,
  • Dieter O. Klose: Die Münzprägung von Smyrna in der römischen Kaiserzeit. de Gruyter, Berlin 1987, ISBN 3-11-010620-5 (Antike Münzen und geschnittene Steine. 10) (Teilw. zugl.: Saarbrücken, Univ., Diss., 1983).
  • Rudolf Naumann / Selahattin Katar: Die Agora von Smyrna, In: Istanbuler Forschungen. 17, Tübingen 1950, ISSN 0723-4333 S. 69–114.
  • Georg Petzl: Die Inschriften von Smyrna. Habelt, Bonn 1982–1990 (Inschriften griechischer Städte aus Kleinasien, Bd. 23-24. 2 Bde. in 3 Teilen) (Zugl.: Köln, Univ., Habil.-Schr.), ISBN 3-7749-1808-2.
  • Yasemin Tuna-Nörling: Die attisch-schwarzfigurige Keramik und der attische Keramikexport nach Kleinasien. Die Ausgrabungen von Alt-Smyrna und Pitane. Wasmuth , Tübingen 1995, ISBN 3-8030-1762-9. (Istanbuler Forschungen. 41). ISSN 0723-4333 (Zugl.: Heidelberg, Univ., Diss., 1991).

zum osmanisch-türkischen Izmir

  • Garabed Hatscherian: Smyrna 1922. Das Tagebuch des Arztes Garabed Hatscherian. Hrsg. u. aus dem Armenischen übersetzt von Dora Sakayan. Mit einer Einleitung von Tessa Hofmann. KITAB, Klagenfurt 2006, ISBN 3-902005-87-4.
  • George Horton: The Blight of Asia. An Account of the Systematic Extermination of Christian Populations by Mohammedans and of the Culpability of Certain Great Powers; with the True Story of the Burning of Smyrna. Bobbs-Merrill Company, Indianapolis 1926, (ND: Taderon, Reading 2003. auch: neugriechisch: Έςτα, Αθήνα 1996. (Σείρα Μαρτύριες)). Text english
  • René Puaux: Les derniers jours de Smyrne. Soc. Gén. d'Impr., Paris 1923.
  • Jürgen W. Schmidt: Reichskanzler Fürst Bismarck und eine Matrosenschlägerei in Smyrna im Jahre 1877. Die erfolgreiche Entschärfung eines drohenden deutsch-französischen Konflikts. In: Deutsches Schiffahrtsarchiv - Wissenschaftliches Jahrbuch des Deutschen Schiffahrtsmuseums Bd.33 (2010) Wiefelstede 2011 S.323-348

Weblinks

 <Lang> Commons: Izmir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 28. Januar 2013
  2. Offizielle Webseite des Yeşilova Grabhügels
  3.  Ekrem Akurgal: Old Smyrna's 1st Settlement Layer and the Artemis Sanctuary. Turkish Historical Society, 1983.
  4. Paul C. Helmreich From Paris to Sèvres. The Partition of the Ottoman Empire at the Peace Conference of 1919–1920, Ohio 1974, S. 169 ff.
  5. Cemil Bilsel Lozan, Bd. I, S. 261–272
  6. Taner Akcam Armenien und der Völkermord, Hamburg 2004, S. 108
  7. Smyrna 1922. Das Tagebuch des Arztes Garabed Hatscherian. Hrsg. u. aus dem Armenischen übersetzt von Dora Sakayan. Mit einer Einleitung von Tessa Hofmann. KITAB, Klagenfurt 2006, ISBN 3-902005-87-4 (Tagebuch eines armenischen Arztes und Einwohners von İzmir über Massaker an der dortigen armenischen Bevölkerung während des türkisch-griechischen Krieges). Siehe hierzu auch: Wilhelm Baum: HATSCHERIAN, Garabed. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 27, Bautz, Nordhausen 2007, ISBN 978-3-88309-393-2, Sp. 623–624.
  8. George Horton: The Blight of Asia, 1926.
  9. René Puaux: Les derniers jours de Smyrne, 1923.
  10. footballderbies.com
  11. karsiyakausa.com (türk.)
  12. Yali.org (türk.)

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