Tydeus und Ismene, korinthische schwarzfigurige Amphora, um 560 v. Chr., Louvre (E 640)

Ismene ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:ISO15924:97: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Person der griechischen Mythologie. Sie war die Tochter von Ödipus und Schwester der Antigone. Als ihre Mutter werden Iokaste oder Euryganeia genannt.

Nachdem Ödipus als König von Theben zurückgetreten oder verstorben war, kamen seine beiden Söhnen Eteokles und Polyneikes an die Macht, die vereinbarten, jährlich abwechselnd zu regieren. Nach dem ersten Jahr aber verweigerte Eteokles den Rücktritt, weshalb Polyneikes Theben mit seinen Verbündeten aus der Argolis angriff (die Sieben gegen Theben).

Ismene war in den thebanischen Helden Periklymenos verliebt. Eines Nachts schlich ihr Tydeus – ein Feldherr der Angreifer – auf Betreiben Athenes nach und überraschte die beiden. Periklymenos floh, Ismene aber wurde von Tydeus getötet. Eine Quelle am Ort dieses Zusammentreffens trägt seither ihren Namen.

Einer weiteren Erzählung zufolge wurden Antigone und Ismene von ihrem Neffen Laodamas, dem Sohn ihres Bruders Eteokles, im Tempel der Hera verbrannt.

Literatur

  • Heinrich Wilhelm Stoll: Ismene 3). In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 550 (Digitalisat).
  • Erich Bethe: Ismene 2. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IX,2, Stuttgart 1916, Sp. 2135 f.