Heinrich Forschner der Jüngere


Karl Heinrich Forschner (der Jüngere; * 15. Juli 1880 in Biberach an der Riß; † 27. Dezember 1959 ebenda) war Zahnarzt und Prähistoriker (Amateur) in seinem Heimatort.

Leben und Werk

Forschner wurde als Sohn vom älteren Heinrich Forschner geboren. Er erhielt am 21. Juni 1955 den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland in Anerkennung seiner Verdienste um die geologischen und archäologischen Forschungen im süddeutschen Raum (u. a. 1920 Entdeckung der Siedlung Forschner, ein bronzezeitlicher Fundplatz im Federseeried mit Pfahlbauten, der auch ein Raum in der Außenstelle Konstanz des Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg gewidmet ist). Seine archäologische Sammlung, die das Regierungspräsidium Tübingen wegen ihrer besonderen wissenschaftlichen Bedeutung in das Denkmalbuch eingetragen hat, umfasst rund 15 000 Fundgegenstände von mehr als 300 Fundplätzen, vor allem aus Oberschwaben und dem Donautal, aber auch aus Belgien und Frankreich. Sie wird in einer Abteilung des Braith-Mali-Museums in Biberach an der Riß präsentiert. Er war verheiratet und hatte drei Söhne.

Literatur

  • Andreas Gut: Die Sammlung Forschner und die weiteren archäologischen Sammlungsbestände im Braith-Mali-Museum Biberach. Janus-Verlag Freiburg. ISBN 3-927714-46-1
  • Andreas Gut; Michael Strobel: Neue Erkenntnisse aus einer alten Ausgrabung. Die Untersuchungen des Biberacher Zahnarztes Heinrich Forschner in Aichbühl (Kreis Biberach), in: Heimatkundliche Blätter für den Kreis Biberach 19, H. 1, 1996, S. 57-72.

Weblinks


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