Heinrich Dressel (* 16. Juni 1845 in Rom; † 17. Juli 1920 in Teisendorf) war ein deutscher Epigraphiker und Numismatiker.

Dressel war ein Schüler von Theodor Mommsen und zunächst überwiegend auf dem Gebiet der Epigraphik tätig. Seit 1885 arbeitete er am Münzkabinett Berlin, 1886 wurde er Direktorialassistent, von 1898-1919 war er gemeinsam mit Julius Menadier dessen Direktor. Am 24. April 1902 wurde er Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften, von 1902 bis 1911 war er Leiter des Griechischen Münzwerks der Akademie.

Auf Heinrich Dressel und seine Arbeit für das Corpus Inscriptionum Latinarum geht die Benennung zahlreicher Amphorenformen der römischen Kaiserzeit zurück. Er bearbeitete die stadtrömischen Inschriften, darunter zahlreiche Kleininschriften auf amphorae vom Monte Testaccio.

Literatur

  • Kurt Regling: Heinrich Dressel. In Zeitschrift für Numismatik 33, 1922, S. 1–18.
  • Carina Weiß: Die antiken Gemmen der Sammlung Heinrich Dressel in der Antikensammlung Berlin. Würzburg 2007, ISBN 978-3-89913-552-7.

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