Arnoldius / CC BY-SA 2.5

Haus Crange


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Haus Crange
Die Ruine (Nordseite)

Die Ruine (Nordseite)

Entstehungszeit: vor 1441
Burgentyp: Wasserburg
Erhaltungszustand: Mauerreste
Ort: Herne-Crange
Geographische Lage 51° 32′ 46,5″ N, 7° 9′ 51,5″ O51.546257.1643055555556Koordinaten: 51° 32′ 46,5″ N, 7° 9′ 51,5″ O
Haus Crange (Nordrhein-Westfalen)
Haus Crange

Haus Crange war eine ehemalige Wasserburg im heutigen Ortsteil Crange in Herne.

Infotafel nahe der Ruine


Herzog Adolf II. von Kleve ließ es um 1440 auf einer Insel in der Niederung der Emscher errichten und belehnte vermutlich am Laurentiustag (10. August) des Jahres 1441 Derick van Eykel, Drost des märkischen Amtes Bochum, mit dem Haus „geheiten ten Krangh“. Krang bedeutete Flussschleife.

Nördlich der Burg befand sich die Kapelle des Hauses Crange, die Laurentiuskapelle, welche 1449 geweiht wurde. Sie wurde bereits 1873 abgebrochen. Ihr Dreiflügelaltar aus der Soester Malerschule befindet sich heute im Schloss Ahausen.

Nach der Familie von Eickel zu Crange erbte die Familie v. Rump 1637 den Besitz. 1761 brannte das Gebäude und wurde mit einer klassizistischen Raumgestaltung erneuert. 1812 zogen die Besitzer aus und die Burg wurde verpachtet. Durch Erbfolge gelangten die Grafen von Landsberg-Velen an den Besitz, den sie 1905 an die Kanalbaugesellschaft verkaufen. Über die Essener Steinkohle AG gelangte das Haus 1962 an den Industriellen Robert Heitkamp.

Das Gebäude verfiel zusehends, und 1991 gründete sich ein Förderverein Haus Crange e.V. zur Rettung des Gebäudes. Trotz vielfältiger Planungen und behälfsmäßiger Maßnahmen (Denkmalschutz 1984, Erwerb des Bauwerks durch die Stadt Herne 1992, Ideeenwettbewerb einer Restaurierung/Neu- bzw. Anbauten) ist das Haus heute verfallen. Die Ruinen sollen in Zukunft Teil eines Parks werden, sind aber derzeit aufgrund von baulichen Mängeln unzugänglich.

Einige Meter von der Ruine entfernt findet die Cranger Kirmes statt, die auf den Pferdemarkt am Laurentiustag zurückgeht, auf dem seit dem 16. Jahrhundert Wildpferde aus dem Emscherbruch verkauft wurden.

Weblinks

Literatur

  • Haus Crange. Förderverein Haus Crange e.V., Herne 2001. ISBN 3000089861
  • Hildebrandt, Manfred: Haus Crange. In: Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes NRW / Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Burgen AufRuhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion. Essen: Klartext Verlag, 2010, S. 239-242



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