Harnblase


Lage der Harnblase und der Harnorgane beim Mann

Die Harnblase (lat. Vesica urinaria) ist als Teil des Harntrakts ein Organ bei Tieren, in dem der Urin zwischengespeichert wird. Sie ermöglicht, den Harn willentlich und nur von Zeit zu Zeit abzugeben, obwohl aus der Niere ununterbrochen Harn abfließt. Das muskuläre, von Urothel ausgekleidete Hohlorgan liegt beim Menschen relativ gut geschützt im kleinen Becken.

Der Urin gelangt bei den Wirbeltieren von den Nieren über die Harnleiter (Ureter) in die Harnblase. Beim Entleeren werden die Schließmuskeln am Blasenboden entspannt, so dass der Urin über die Harnröhre (Urethra) abfließt.

Bei Männern tritt bei etwa 350–750 ml Füllmenge starker Harndrang ein, bei Frauen bei 250–550 ml.[1] In Abhängigkeit von äußeren und inneren Reizen kann es auch schon bei deutlich geringerer Füllung zu Harndrang oder auch zu unwillkürlicher Entleerung kommen. Das maximale Fassungsvermögen der Harnblase beträgt beim erwachsenen Menschen je nach Körpergröße zwischen 900 und 1500 ml.

Säugetiere

Anatomie

Aufbau der Harnblase

Die Harnblase ist ein Hohlorgan, das beim Menschen auf dem Beckenboden aufliegt. Es befindet sich direkt hinter der Schambeinfuge, vor der Vagina bei Frauen bzw. dem Mastdarm bei Männern, wobei es bei Frauen etwas kaudaler (niedriger) liegt. Nach oben erstreckt sich die Harnblase bis zur Oberkante des Beckens. Mit zunehmender Füllung kann sie bis zum Bauchnabel reichen.

Ihre Vorderseite heißt Apex, der Raum zwischen Schambein und Blasenvorderwand (Spatium retropubicum) wird als „Cavum Retzii“[2] bezeichnet; die posteroinferiore (untere hintere) Seite Fundus. Der Blasenhals (Cervix vesicae) befindet sich bei Primaten (und damit auch beim Menschen) auf der Unterseite, bei anderen Tieren an der Hinterseite und führt zur Harnröhre.

Die Harnblase empfängt auf ihrer hinteren unteren Seite die paarigen Harnleiter (Ureter) von den beiden Nieren. Die Harnleiter verlaufen über eine kurze Distanz innerhalb der Blasenwand, so dass sie bei stärkerer Füllung der Harnblase abknicken und der Rückfluss (physiologisch generell) damit verhindert wird. Außerdem werden die Ureter durch die Kontraktion der glatten Muskulatur in der Blasenwand beim Harnlassen zusammengedrückt. Dies wirkt ebenso dem Rückfließen des Urins entgegen.

Das Trigonum vesicae ist die dreieckige Fläche, die von Eingängen der beiden Harnleiter und vom Ausgang der Harnröhre gebildet wird. Das Trigonum vesicae dient außerdem bei einer endoskopischen Untersuchung dem Arzt als Orientierung zum schnelleren Auffinden der Uretermündungen.

Die Harnblase besitzt an ihrem Ausgang zwei Schließmuskeln (Sphinkter), einen inneren und einen äußeren. Der Innere besteht aus glatter Muskulatur und unterliegt der Kontrolle des vegetativen Nervensystems, was bedeutet, dass er nicht willentlich gesteuert werden kann. Der äußere Schließmuskel, der auch Musculus urethralis heißt, ist ein ringförmiger Skelettmuskel, der bewusst gesteuert werden kann.

Neben der Einbettung der Harnröhre in den Beckenboden wird die Harnblase über drei Bauchfellfalten (sog. Serosa-Duplikaturen) befestigt. Von der Seitenwand der Harnblase zieht beidseits ein seitliches Harnblasenband (Ligamentum vesicae laterale), von der Bauchseite das mittlere Harnblasenband (Ligamentum vesicae medianum) zur Innenwand der Bauchhöhle. Das mediane (mittlere) Band ist ein Überbleibsel des Urachus. In den seitlichen Harnblasenbändern verläuft jeweils ein rundlicher Strang, das runde Harnblasenband (Ligamentum teres vesicae), welches den Überrest der verschlossenen Nabelarterie (Arteria umbilicalis) darstellt. Alle drei Bänder laufen nach dem Verlassen des kleinen Beckens als Teil des Peritoneum parietale anterior zum Bauchnabel.

Blutversorgung

Lage der Harnblase im Becken des Mannes

Die Blutversorgung der Harnblase erfolgt durch die Arteriae vesicales superiores (obere Blasenarterien, bei Tieren ist dies die vordere Blasenarterie Arteria vesicalis cranialis), einer Fortführung der Nabelarterie (Arteria umbilicalis), welche selber aus der Arteria iliaca interna entspringt. Weiterhin wird sie durch die Arteria vesicalis inferior (untere Blasenarterie, bei Tieren ist dies die hintere Blasenarterie Arteria vesicalis caudalis), einen Ast der Arteria iliaca interna versorgt. Bei Frauen gelangt auch Blut von der Arteria vaginalis (Scheidenarterie), einem Ast der Arteria uterina (Gebärmutterarterie) zur Harnblase.

Der Blutabfluss erfolgt durch den Plexus venosus vesicalis (Blasenvenengeflecht) und bei Männern auch durch den Plexus venosus prostaticus (Venengeflecht der Prostata), die in die Vena iliaca interna münden.

Innervation

Die funktionelle Innervation der Harnblase erfolgt durch das vegetative Nervensystem. Dieses unterliegt nicht der bewussten Kontrolle und wird deshalb auch autonomes Nervensystem genannt. Man unterscheidet zwei Anteile: den Sympathikus, der in Stress-, Angriffs- und Fluchtsituationen aktiv wird, und den Parasympathikus, der in Ruhesituationen aktiv wird und der Regeneration und dem Aufbau körpereigener Reserven dient.

Die sympathische Innervation erfolgt durch Nerven von den Plexus vesicalis et prostaticus, die mit dem Nervus hypogastricus in Verbindung stehen. Sie entspannen den Detrusormuskel und kontrahieren den inneren Schließmuskel. Dies verhindert das unwillkürliche Harnlassen.

Die parasympathische Innervation erfolgt durch Nerven, die im sakralen Teil des Rückenmarks (S2–S4) ihren Ursprung nehmen. Sie verursachen die Kontraktion des Detrusormuskels (s. u.) und die Entspannung des inneren Schließmuskels und leiten somit das Harnlassen (Miktion) ein.

Die Innervation des Musculus urethralis erfolgt durch die Nervi perineales (Dammnerven), Äste des Nervus pudendus (Schamnerv).

Feinbau

Urothelzellen

Die Innenwand der Harnblase ist mit Urothel ausgekleidet. Dieses besteht aus vier bis sechs Schichten von Zellen, die ihre Form je nach Füllungszustand der Harnblase verändern können. Die innerste Schicht besteht aus großen sogenannten Deckzellen (auch Superfizialzellen von lat. superficialis, oberflächlich), die die unter ihnen liegenden Schichten schirmartig bedecken. Bei leerer Blase sind sie schirmförmig, bei gefüllter Blase flachen sie sich ab. Sie besitzen polyploide (über mehr als zwei Chromosomensätze verfügende) Zellkerne, es gibt auch Zellen mit zwei Kernen. Auf der dem Inneren der Harnblase zugewandten (apikalen) Seite verdichtet sich das Zytoplasma der Deckzellen. Diese Verdichtung ist die Crusta (Kruste), die aus einem dichten Netz aus Intermediär- und Aktinfilamenten besteht. Direkt darunter schließt sich die Intermediärschicht (Übergangsschicht) an. Die Zellen dieser Schicht sind irregulär geformt und besitzen weite Interzellulärspalten. Unter dieser Schicht liegen die basalen Zellen. Diese innerste Schicht wird auch Mucosa genannt.

Die Lamina propria, die sich außen direkt an die Mucosa anschließt, enthält sowohl lockeres als auch straffes Bindegewebe mit kollagenen und elastischen Fasern.

An die Lamina propria schließt sich die Tunica muscularis oder Muskelschicht an. Sie besteht aus glatter Muskulatur, Musculus detrusor vesicae (oder kurz Detrusor, Austreiber), die sich in alle Richtungen erstreckt. Nur am Blasenhals sind drei Schichten erkennbar: eine innere Schicht, in der die glatten Muskeln längs verlaufen, eine mittlere Schicht, in der sie quer verlaufen, und eine äußere Schicht, in der sie wiederum längs verlaufen. Die Fasern der inneren Schicht beginnen hinter dem Blasenhals quer um die Harnröhre herumzulaufen. Dort bilden sie den inneren, nicht willentlich steuerbaren Schließmuskel der Harnblase.

Außen wird die Harnblase von der Adventitia bedeckt, einer Deckschicht aus lockerem Bindegewebe, außer an ihrer Oberseite, wo sie vom Peritoneum (Bauchfell) bedeckt wird.

Ontogenetische Entwicklung

Die Harnblase entsteht aus der Kloake des Embryos. Die durch die Kloakenmembran verschlossene Kloake wird als gemeinsamer Ursprung der Harnblase und des Rektums in der vierten bis siebten Entwicklungswoche durch Ausbildung einer Trennwand (Septum urorectale) in einen vorderen und einen hinteren Teil unterteilt. Der vordere Teil heißt nun Sinus urogenitalis und wird von der Urogenitalmembran verdeckt.

Der Sinus urogenitalis teilt sich in drei Teile: Die Anlage der Harnblase stellt den obersten und größten Teil dar, die anderen Teile bilden später die Prostata und Teile der Harnröhre beim Mann und bei der Frau die gesamte Harnröhre und die äußeren Geschlechtsorgane.

Die Harnleiter münden in die Harnblase und verlagern sich in der weiteren Entwicklung nach kranial (kopfwärts). Da die Harnleiter von der Niere und diese vom Mesoderm (das mittlere Keimblatt des Embryoblasts) abstammen, ist die Blasenschleimhaut, die durch Einbeziehung dieser Gänge entsteht, ebenfalls mesodermalen Ursprungs. Dieser Anteil entspricht dem Harnblasendreieck (Trigonum vesicae). Im Gegensatz dazu steht der Rest der Blase, der auf Grund seiner Abstammung vom Sinus urogenitalis entodermalen Ursprungs ist. Die mesodermalen Zellen werden jedoch von endodermalen Zellen überwachsen, so dass schlussendlich die gesamte Schleimhaut der Blase dem Entoderm entstammt.

Bei der Entwicklung der Harnblase sind verschiedene Fehlbildungen möglich.

Bei einer Spaltblase (fachlich Ekstrophie der Harnblase) bleibt zwischen Ektoderm und der Kloake die Wanderung des Mesoderms aus, die normalerweise in der vierten Entwicklungswoche stattfindet. Dadurch können sich an der vorderen Bauchwand keine Muskulatur und kein Bindegewebe bilden. Die Blasenvorderwand (aus dem Entoderm) ist deshalb nur mit einer dünnen Hautschicht (diese entwickelt sich aus dem Ektoderm) bedeckt. Da sich diese nur aus zwei Schichten bestehende Wand auflöst, wird die Rückwand der Blase sichtbar. Diese Missbildung tritt mit einer Häufigkeit von 1 je 10.000 bis 40.000 Geburten auf[3] und bei Jungen etwas mehr als doppelt so häufig wie bei Mädchen. Sie erfordert eine chirurgische Korrektur.[4]

Eine Urachuspersistenz ist eine ontogenetische Missbildung, bei der der zwischen Bauchnabel und Harnblase liegende Abschnitt der Allantois sich nicht vollständig zurückbildet. Abhängig davon, in welchem Ausmaß die Allantois persistiert (bestehen bleibt) spricht man von Urachussinus, Urachuszyste, Urachusdivertikel und Urachusfistel. Bei der Urachusfistel bleibt eine Verbindung zwischen Harnblase und Bauchnabel bestehen, so dass Harn aus dem Nabel abfließen kann. Im Gegensatz dazu bleibt beim Urachussinus nur ein kleines Stück der Allantois nahe dem Bauchnabel erhalten. Dies wird auch „äußere Urachusfistel“ genannt und äußert sich durch einen „nässenden Nabel“. Von der „inneren Urachusfistel“ oder Urachusdivertikel spricht man wenn nur der untere, der Harnblase nahe Teil der Allantois übrig bleibt und mit dieser weiterhin in Verbindung steht. Dies äußert sich als „zipfelig“ ausgezogener Blasenscheitel. Es ist möglich, dass von der Allantois nur ein flüssigkeitsgefüllter Hohlraum (Urachuszyste) übrig bleibt. Da es zur Bildung von Abszessen kommen kann, muss diese chirurgisch entfernt werden.

Physiologie

Der Urin wird in den Nieren produziert, dort in den Nierenbecken gesammelt und dann durch die Harnleiter in die Harnblase entleert. Deren Wand wird durch die zunehmende Füllung gedehnt, was durch Dehnungssensoren wahrgenommen wird. Dies löst in parasympathischen Zentren des sakralen Rückenmarks einen Reflex, den sogenannten Miktionsreflex, aus, der die Kontraktion des Musculus detrusor in der Blasenwand und eine Entspannung des inneren Schließmuskels auslöst. Die hierzu gehörenden Reflexbahnen verlaufen im Nervus pelvinus. Erst wenn dann die bewusste Entspannung des äußeren Schließmuskels erfolgt, beginnt das Harnlassen. Diese bewusste Kontrolle des äußeren Schließmuskels kann jedoch bei sehr starker Füllung der Blase durch vom Nervus pudendus stammende hemmende Impulse außer Kraft gesetzt werden.

Das Harnlassen wird durch autonome Reflexe im sakralen Rückenmark kontrolliert, auf die höhere Bereiche des Zentralnervensystems Einfluss nehmen, indem sie entweder hemmen oder stimulieren. Im Hirnstamm, genauer in der Pons (Brücke) finden sich Zentren, die hemmend und stimulierend auf den Miktionsreflex wirken (pontines Miktionszentrum, Teil der Formatio reticularis). Weiterhin finden sich auch in der Großhirnrinde Zentren, die hauptsächlich hemmend wirken, aber unter gewissen Umständen stimulierend eingreifen können. Der Miktionsreflex ist zwar die Hauptursache des Harnlassens, trotzdem obliegt die finale Kontrolle diesen höheren Zentren. Sie hemmen den Reflex, außer wenn das Harnlassen bewusst angestrebt wird, sie können das Harnlassen durch Kontraktion des äußeren Schließmuskels verzögern und sie können das Harnlassen einleiten, indem sie die sakralen Zentren stimulieren.

Willkürliches Harnlassen beginnt, indem die Bauchmuskeln angespannt werden. Dies drückt die Blase zusammen und erhöht den Druck. Dies presst Harn in den Blasenhals und die Harnröhre, was deren Dehnungssensoren erregt, und damit den Miktionsreflex auslöst. Außerdem erfolgt eine Hemmung des äußeren Schließmuskels. Nach ungestörtem, nicht vorzeitig abgebrochenem Harnlassen verbleiben normalerweise nicht mehr als fünf bis zehn Milliliter Harn in der Blase.

Die erste Wahrnehmung der Harnansammlung in der Blase tritt beim Menschen bei etwa 80 ml auf. Bei ca. 300 bis 500 ml wird das Bedürfnis verspürt, die Blase zu entleeren.

Untersuchungsmethoden

Blasendivertikel eines Mannes in der CT-Darstellung; die VR-Darstellung links oben zeigt den mit einem Kreis beschriebenen Bereich

Die Harnblase ist bildgebend mittels Sonografie, Röntgen und endoskopisch darstellbar.

Die Röntgendarstellung der Harnblase heißt Zystographie. Da Weichteile auf Röntgenbildern prinzipiell kaum erkennbar sind, wird beispielsweise zur Füllung triiodiertes Kontrastmittel verwendet. Diese Technik macht Blasendivertikel, Tumore und nicht röntgenkontrastgebende Fremdkörper sichtbar.

Bei einer Zystoskopie (Harnröhren- und Blasenspiegelung) wird mit Hilfe eines Endoskops die Harnblase (bei Männern auch die Harnröhre) betrachtet und auf Tumore und andere Erkrankungen untersucht.

Soll Harn zur Untersuchung gewonnen, wegen einer Harninkontinenz oder aus anderen Gründen abgeleitet werden, so kann ein Blasenkatheter gelegt werden. Dies ist ein Kunststoffschlauch, der entweder über die Harnröhre (transurethral) oder die Bauchdecke (suprapubische Blasenfistel oder Bauchdeckenkatheter) in die Harnblase eingebracht wird. Manchmal wird auch die Punktion der Harnblase mit einer Kanüle, zumeist unter Ultraschallkontrolle, zur Gewinnung sterilen Urins zur Untersuchung durchgeführt.

Die Funktion der Harnblase wird mittels einer Urodynamik untersucht. Bei dieser Untersuchung wird ermittelt, wie sich die Blase mit ihrem Schließmuskel bei Füllung und Entleerung verhält. Hierzu wird ein Katheter in die Harnblase gelegt, durch den einerseits die Blase mit körperwarmer Flüssigkeit gefüllt, andererseits der Druck innerhalb der Blase gemessen wird. Ein weiterer Drucksensor im After, sowie Elektroden zur Muskelaktivitätsmessung am Damm werden ebenfalls benötigt. Wenn möglich, wird auch noch der Harnstrahl mit einem Uroflow gemessen.

Bei Hunden und Katzen lässt sich die Harnblase durch die Bauchwand ertasten, da sie bereits bei mäßiger Füllung vor dem Becken liegt.

Erkrankungen

Eine der häufigsten Erkrankungen der Blase ist die Blasenentzündung (Cystitis), bei der es zu einer über die Harnröhre aufsteigenden Infektion kommt, die weiter bis zu den Nieren aufsteigen kann. Diese Erkrankung kommt bei Frauen aufgrund der kürzeren Harnröhre häufiger vor.

Eine Reizblase ist ein ständiger Reizzustand der Blase. Sie wird zum Beispiel durch Unterkühlung verursacht und äußert sich durch ständigen Harndrang bei nur geringen Harnmengen. Ist der Schließmechanismus, an dem z. B. auch die Beckenbodenmuskulatur beteiligt ist, gestört, kommt es zu unwillkürlichem Harnabgang (Harninkontinenz). Bei Hündinnen kann eine Blasenhalsschwäche und damit Inkontinenz nach einer Kastration auftreten. Harninkontinenz ist die Unfähigkeit zur willkürlichen Kontrolle des Harnlassens. Dies kann psychologische (z. B. Stress) oder physiologische Ursachen (z. B. nach einer Querschnittlähmung) haben. Bei der Harninkontinenz ist die Kontrolle über den äußeren Schließmuskel und die Hemmung der parasympathischen Innervation kurzzeitig oder ständig ausgefallen. In den Vereinigten Staaten kennt man daneben auch die volkstümlich so genannte Teacher's bladder („Lehrerinnen-Blase”), ein Problem, von dem vor allem Frauen im mittleren Alter befallen sind, die als Grundschullehrerinnen oder Krankenschwestern arbeiten und aufgrund ihrer Arbeitsweise tagsüber nur selten zur Toilette gehen können. Die Folge ist eine stark überdehnte Harnblase, deren Sensorik und Muskeltonus nicht mehr normal funktioniert. Die betroffenen Frauen können den Harn zwar lange zurückhalten, merken aber nicht rechtzeitig, wenn die Grenze erreicht ist. Das Problem ist gravierend und führt gelegentlich bis zur Berufsunfähigkeit.[5] Bei einer Beckenbodenschwäche kann es auch zu einer Senkung und Vorwölbung der Blase in die Vagina (Zystozele) kommen.

Krebserkrankungen der Blase gehören mit einer Inzidenz von 25.950 pro Jahr (2006[6]) in Deutschland zu den häufigen Krebsarten. In 95 % der Fälle handelt es sich um einen Tumor der Blasenschleimhaut, ein sogenanntes Urothelkarzinom. Der Blasenkrebs ist durch eine hohe Rezidivrate (erneutes Auftreten) und eine eher niedrige Progressionsrate (Fortschreiten) ausgezeichnet.

Die Balkenblase ist eine balkenartige Verdickung der Muskulatur (sogenannte Hypertrophie). Sie führt zu einer unregelmäßigen Innenkontur und letztendlich zu einer verminderten Kontraktionsfähigkeit der Blase. Dies läuft zumeist unbemerkt ab, da keine Schmerzen und nur eine geringfügige Beeinträchtigung des Harnlassens auftreten. Erst durch weitere Beschwerden, wie Restharnbildung, vermehrte Harnwegsinfekte oder einen Nierenaufstau äußert sich das Problem und wird behandlungsbedürftig.

Blasenhalsobstruktion ist eine Verstopfung des Blasenhalses, die zum erschwerten Harnlassen führt. Als Blasenhalsstenose wird die Unfähigkeit des unwillkürlichen (inneren) Schließmuskels bezeichnet, zu erschlaffen. Ist dies angeboren, spricht man von der Marion-Krankheit.

Wird das Rückenmark oberhalb des zwölften Brustsegments (Th12) durchtrennt, zum Beispiel bei einer Querschnittlähmung, kommt es zur sogenannten Reflexblase. Da die willkürliche Kontrolle des äußeren Schließmuskels entfällt, findet die Regulation des Harnlassens nur noch unwillkürlich, in den zweiten bis vierten Kreuzsegmenten (S2 bis S4) Abschnitten des Rückenmarks statt, die unterhalb der Verletzung liegen. Wenn sich die Blase füllt und die Blasenwand gedehnt wird, kommt es zur reflektorischen Entspannung des inneren Schließmuskels und zur teilweisen Blasenentleerung.

Blasensteine beim Hund, OP-Situs

Bei einer Blasenruptur (auch Harnblasenriss) kommt es durch Gewalteinfluss von außen zu einer traumatischen Zerreißung der Harnblase. Dabei wird zwischen der intraperitonealen Blasenruptur, die bei Gewalteinwirkung auf den Unterbauch bei gleichzeitig stark gefüllter Blase erfolgt, und der extraperitonealen Blasenruptur, die häufig infolge eines Beckenbruchs auftritt, unterschieden. Als Symptome treten starker Harndrang bei gleichzeitiger Unfähigkeit zur Miktion auf.

Am 4. April 2006 gaben Forscher der Wake Forest University School of Medicine in North Carolina, USA um Professor Anthony Atala bekannt, es sei ihnen gelungen, im Labor gezüchtete Harnblasen in Menschen zu transplantieren. Dies ist das erste Mal, dass es gelungen ist, Organe komplett im Labor zu züchten. Da diese Transplantate aus Zellen der Patienten gezüchtet wurden, besteht keine Gefahr von Abstoßungsreaktionen.[7]

Bei Säugetieren (v. a. Haushund, Hauskatze, Hausmeerschweinchen, Hauskaninchen) bilden sich in der Harnblase häufig Harnsteine („Blasensteine“) oder kleinere Kristallanhäufungen („Blasengrieß“), die bei einem hohen Gehalt schwer löslicher Verbindungen und Verschiebungen des pH-Werts (Fütterungsfehler) sowie um Entzündungszellen entstehen können. Beim Menschen sind Blasensteine selten.

Bei Hauskatzen ist eine idiopathische Entzündung der Harnblase häufig, die als Feline Lower Urinary Tract Disease (FLUTD) bezeichnet wird.

Harnblase bei Nichtsäugern

Bei Wirbellosen mit Nephridien erweitern sich diese harnbildenden Organe in ihrem Endabschnitt zur Harnblase.

Bei den Wirbeltieren gibt es im Wesentlichen zwei Formen. Bei einigen weiblichen Haien (Neoselachia) und vielen Echten Knochenfischen (Teleostei) bilden die beiden Harnleiter eine blasenartige Verwachsung, die als „Harnblase“ wirkt.

Bei Amphibien (bei bestimmten Fröschen mit Trockenheitsanpassungen als Wasserspeicherorgan; vgl. Wasserreservoirfrosch), einer Reihe von Eidechsen, Schildkröten, Brückenechsen sowie den Straußen münden die Harnleiter in die Kloake. Von der Kloake führt ein kurzer Gang in die Harnblase, manchmal auch als Harnbeutel bezeichnet. Bei Schlangen, Krokodilen sowie allen weiteren Vögeln ist keine Harnblase ausgebildet.

Kulturgeschichte

Da präparierte Harnblasen von geschlachteten Tieren stabil und wasserdicht sind, dienten sie in der Kulturgeschichte der Menschheit zahlreichen Zwecken, zum Beispiel als eines der ersten gezielt eingesetzten Behältnisse für die Aufbewahrung und den Transport von Flüssigkeiten, Käse oder auch von wichtigen Dokumenten. In Europa wurden vor allem Schweinsblasen, die bei der Hausschlachtung anfielen, gereinigt und verwendet.

Im Mittelalter wurden als Ersatz für echte Glasfenster mit Schweinsblasen bespannte Holzrahmen verwendet.[8]

Kind mit Schweinsblase.
Ausschnitt aus Pieter Brueghel d. Ä. – Kinderspielbild

Kindern dienten getrocknete und aufgeblasene Harnblasen als Spielzeug: So wird von Heinrich VIII., König von England, überliefert, dass er gerne mit einer solchen Schweinsblase Fußball spielte[9], Kinder auf dem Land nutzten die aufgeblasenen Schweinsblasen als frühe Luftballons.[10] Auch kulinarisch fanden die Blasen von Schlachttieren Verwendung. So berichtet Vincenzo Tanaras «L’Economia del Cittadino in Villa» (Die Wirtschaft im Stadthaus) aus dem Jahre 1687 von einem Rezept, das bei Banketten Verwendung fand. Dabei wurde eine kleine Schweinsblase mit dem Eigelb von ca. 25 Eiern gefüllt, dann in kochendes Wasser getaucht, bis das Eigelb fest war. Die so entstandene Kugel wurde dann in eine größere, mit dem Eiweiß der Eier gefüllte Blase gelegt. Diese wurde nun ebenso in kochendes Wasser getaucht, bis auch das Eiweiß fest geworden war. So erhielt man ein „Riesenei“.[11]

Tycho Brahe wird nachgesagt, dass er bei einem Festbankett des Kaisers einen Harnblasenriss erlitt, da die Hofetikette den Gästen das Aufstehen von der Tafel vor dem Kaiser verbot.

Bis ins 19. Jahrhundert waren Blasensteine aufgrund der Ernährung eine häufige Erkrankung. Da der Eid des Hippokrates Ärzten deren Behandlung untersagte, bildete sich ein eigenes Berufsbild, das des Lithotomus (Steinschneiders) heraus. Der bekannteste Vertreter dieses Berufszweiges war Johann Andreas Eisenbarth („Doktor Eisenbarth“).

Die Inuit in Alaska glaubten, dass der Sitz der Seele in der Blase sei. Aus diesem Grund wurden übers Jahr die Blasen von erlegten Robben gesammelt. Einmal jährlich wurden diese künstlerisch verziert und beim Blasenfest dem Meer zurückgeben, so dass sich neue Tiere aus ihnen bilden konnten, die dann im kommenden Jahr gejagt werden konnten.[12] Außerdem bespannten die Inuit Trommeln mit den Harnblasen von Walen.

In der schwäbisch-alemannischen Fastnacht sind aufgeblasene Schweinsblasen (Saubloodere), die an Stecken oder Schnüren geschwenkt werden, ein traditionelles Narrengerät. Mit den Saublodere kann Lärm erzeugt werden, sie dienen aber auch dazu, Passanten oder andere Narren zu schlagen.[13]


Literatur

  • Nadja Mobjerg: Organe der Osmoregulation und Exkretion in: W. Westheide, R. Rieger: Spezielle Zoologie. Teil 2. Wirbel- oder Schädeltiere. Spektrum, München 2004, ISBN 3-8274-0307-3
  • Frank H. Netter, Eckehard Renner: Farbatlanten der Medizin. Bd. 2. Niere und Harnwege. Thieme, Stuttgart 1983, ISBN 3-13-524102-5
  • Uwe Gille: Harn- und Geschlechtssystem, Apparatus urogenitalis. In: Salomon, Geyer, Gille (Hrsg.): Anatomie für die Tiermedizin. Enke-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-8304-1007-7

Weblinks

 <Lang> Commons: Harnblasen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. urologielehrbuch.de:Urodynamik (Harnblasendruckmessung): Zystometrie. Abgerufen am 11. Januar 2010
  2. P. Reuter: Der Große Reuter. Springer Universalwörterbuch Medizin, Pharmakologie und Zahnmedizin., Springer, Berlin 2005, ISBN 3-540-25104-9, S. 234
  3. Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie AWMF (Version vom 30. März 2008 im Internet Archive)
  4. Humanembryologieskript der Universitäten Freiburg, Lausanne und Bern
  5. Eroding the quality of life; Kerri Durnell Schuiling, Frances E. Likis: Women's gynecologic health, Jones and Bartlett, 2006, ISBN 0-7637-4717-3, S. 643; Prevalence of lower urinary tract symptoms among female elementary school teachers in Taipei
  6. Robert Koch-Institut: Krebs in Deutschland. Saarbrücken 2006 (5. Aufl., PDF), ISBN 3-9808880-3-7 (Version vom 29. September 2007 im Internet Archive)
  7. A. Atala, S. B. Bauer, S. Soker, J. J. Yoo, A. B. Retik: Tissue-engineered autologous bladders for patients needing cystoplasty. in: Lancet. Elsevier, London 2006 (15. Apr.). PMID 16631879 ISSN 0023-7507
  8. Regionalgeschichte.net
  9. Stern - Fußballgeschichte: Kicken bei Hofe
  10. Von der Schweinsblase zum Gummitwist. in: Gezetera. GermanistInnenzeitung. Deutsches Seminar der Universität Basel (Online) (Version vom 7. August 2007 im Internet Archive).
  11. Die italienische Küche. Kochrezepte aus Venetien (Veneto). (Version vom 14. Juli 2011 im Internet Archive)
  12. Hans Himmelheber: Eskimokünstler. Strecker & Schröder, Stuttgart 1938, Röth, Eisenach 1953.
  13. Narrenspiegel (Version vom 23. Januar 2009 im Internet Archive)
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09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
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27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
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19.02.2014 Michel L. A., Peppe D. J., Lutz J. A., Driese S. G., Dunsworth H. M., Harcourt-Smith W. E.H., Horner W. H., Lehmann T., Nightingale S., McNulty K. P. Damals in den Bäumen
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08.01.2014 William H. Kimbel, Gen Suwa, Berhane Asfaw, Yoel Rak, and Tim D. White »Ardi«-Schädel zeigt Verbindungen zur Menschenlinie
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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15.11.2013 Thalmann et al. Europäer sind als Erste auf den Hund gekommen
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18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
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29.07.2013 Gabrielle A. Russo, Liza J. Shapiro Ausgestorbener Menschenaffe Oreopithecus war kein Zweibeiner
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20.07.2013 Kopf für Eiszeitfigur gefunden
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12.07.2013 Baab, Karen L.; Mc Nulty, Kieran P.; Harvati, Katerina Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
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04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
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10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
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04.06.2013 Matt Sponheimer, Zeresenay Alemseged, Thure E. Cerling, Frederick E. Grine, William H. Kimbel, Meave G. Leakey, Julia A. Lee-Thorp, Fredrick Kyalo Manthi, Kaye E. Reed, Bernard A. Wood, and Jonathan G. Wynn Ernährungswandel vor 3,5 Millionen Jahren
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31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
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14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
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03.03.2011 Älteste Ureinwohner Nordamerikas entdeckt
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20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
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25.03.2010 Krause, J. et al. Neue Menschenform entdeckt
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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