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Harald Floss


Harald Floss (* 1960 in Köln) ist ein deutscher Prähistoriker. Seit 1997 arbeitet er an der Eberhard Karls Universität Tübingen, seit 2009 als apl. Professor.

Leben

Floss studierte von 1980 bis 1985 an den Universitäten Köln und Berlin in den Fächern Ur- und Frühgeschichte (Hauptfach), Geologie und Völkerkunde (Nebenfächer). 1985 erlangte er den Abschluss Magister Artium mit seiner Magisterarbeit zum Thema: Das Magdalénien von Andernach. Rohmaterial und Bearbeitungstechnik der Steinartefakte.

Von 1985 bis 1990 folgte ein Promotionsstudium an der Universität zu Köln; zugleich war Floss wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem DFG-Schwerpunktprojekt mit Titel „Quartär der Osteifel“ sowie im Forschungsbereich Altsteinzeit des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM). Seine Promotion schloss er 1990 an der Universität zu Köln mit dem Dissertationsthema Rohmaterialversorgung im Paläolithikum des Mittelrheingebietes ab.

Von 1991 bis 1992 genoss er ein einjähriges Reisestipendium des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). Zwischen 1993 und 1994 erhielt Floss ein Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) mit geographischem Schwerpunkt in der Gemeinde Varennes-lès-Mâcon im Département Saône-et-Loire in Burgund. In den Jahren 1994 bis 1997 arbeitete er mit Hilfe eines Habilitandenstipendiums der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) weiter. Von 1994 bis 1996 war Floss Lehrbeauftragter am Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität zu Köln.

1997 wurde er zum wissenschaftlichen Angestellten in der Abteilung Ältere Urgeschichte und Quartärökologie des Instituts für Ur- und Frühgeschichte und Archäologie des Mittelalters der Eberhard Karls Universität Tübingen ernannt, wo er im September 2000 zum Akademischen Rat ernannt wurde. Im Juli 2003 erlangte er die Lehrbefugnis (Habilitation) im Fach Ur- und Frühgeschichte an der Geowissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Tübingen und wurde im Juli 2006 zum Akademischen Oberrat ernannt. Im Januar 2009 erhielt er eine außerplanmäßige Professur.

Forschung

Grabungen

  • 1998 – 2004: Azé (Saône-et-Loire, Burgund, Frankreich)
  • 2004 - heute: Grotte de la Verpillière I & II in Germolles (Saône-et-Loire, Burgund, Frankreich)

Forschungsschwerpunkte

  • Lithische Rohmaterialressourcen in Südwestdeutschland und in Burgund
  • kulturelle Entwicklungen des südwestdeutschen Jungpaläolithikums
  • Jungpaläolithische Kunst

Schriften

  • 2002 mit T. Terberger: Die Steinartefakte des Magdalénien von Andernach. Die Grabungen 1979-1983. Tübinger Arbeiten zur Urgeschichte 1, Verlag Marie Leidorf, Rahden/ Westf., 232 S., 185 Abb., 17 Tab., 14 Taf.
  • 2003: Varennes-lès-Mâcon und das Endpaläolithikum zwischen Rhône und Rhein. Schriftliche Habilitationsleistungen der Geowissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. 3 Bde., Bd. 1 Text 127 S., Bd. 2 254 Abb., Bd. 3 Kumulative Zusammenstellung von Publikationen

Weblinks


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