Halbnomadismus

Semi-, Teil- oder Halbnomadismus ist eine Zwischenstufe zwischen dem Nomadismus und der Sesshaftigkeit. Meist stellt der Halbnomadismus eine Kombination von nomadischer Viehzucht mit sesshaftem Feldbau dar. Zu finden ist das Halbnomadentum vor allem in den Gebirgsregionen Zentralasiens, Nordafrikas (siehe: Agadire) und Europas[1], wo es die bestmögliche Nutzung der Ressourcen ermöglicht.

Charakteristikum des Halbnomadismus sind die Kombination von (sesshaftem) Feldbau und nomadischer Viehzucht. Dabei sind die klimatischen Umstände der Region und die Bodenbeschaffenheit (Fruchtbarkeit, Relief, ...) ausschlaggebend für die Lebensweise seminomadischer Gemeinschaften. Häufig dominiert im Sommer die Viehzucht; das heißt, dass die gesamte Gruppe in mobilen Wohnstätten, wie Zelte, Jurten oder in nicht ganzjährig bewohnten fixen Wohnstätten mit ihrem Vieh umherzieht und dabei unter Umständen bei längeren Aufenthalten an einem Ort Regenfeldbau betreibt. Im Winterhalbjahr dominieren fixe Behausungen in Dörfern, wo Bewässerungsfeldbau zum Lebensunterhalt beitragen kann. Die zurückzulegenden Distanzen zwischen Sommerweiden und Winterdörfern sind oft gering, dafür existiert oft ein größerer Höhenunterschied.

Spezielle Formen des Halbnomadismus sind Agropastoralismus und Transhumanz[2].

Einzelnachweise

  1. Hans Haldimann:Bergauf, bergab - Dokumentarfilm über die letzten Halbnomaden der Schweiz
  2. wissen.de:Transhumanz

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