Wayapopihíwi


(Weitergeleitet von Híwi)

6.1208333333333-69.450277777778Koordinaten: 6° 7′ 15″ N, 69° 27′ 1″ W

Landschaft am Orinoko

Die Wayapopihíwi sind ein indigener Stamm in Kolumbien und Venezuela. Diese „Menschen der Savanne” gehören zur ethnischen Gruppe der Arawak und werden regional zu den Orinoko-Parima-Kulturen gezählt. Die lange äußerst wanderfreudigen und gegen westliche Einflüsse widerstandsfähigen Híwi, deren Bevölkerung zu Beginn des 3. Jahrtausends auf ca. 20.000 Menschen geschätzt wird, sind mittlerweile überwiegend sesshaft geworden und werden zunehmend, vor allem kulturell mestizisiert. Ihre Weltsicht war ursprünglich animistisch, die religiösen Rituale sind schamanistisch, ihre Sozialstruktur ist immer noch matrilinear geordnet.

Bezeichnung

Sie selbst nennen sich Wayapopihíwi (= „Menschen der Savanne“), wobei „Híwi“ Menschen bedeutet. Die Wayapopihíwi werden in der ethnologischen Literatur als Guahibo oder Guajibo, ansonsten Cuiva, Gaivo, Goahiva, Guagiva, Guaiva, Guajivo, Guaigua, Guayba, Guayva, Híwi, Jivi, Jiwi, Sicuani, Sikuani und Wahibo genannt, – alle sind Fremdbezeichnungen. Die Namen „Guahibo“, „Guajibo“, etc. sind abgeleitet von „guajibear“ oder „cuivear“, womit die sonntäglichen Schießübungen kolumbianischer und venezolanischer Viehzüchter auf die Indigenas gemeint sind, die nach dem Massaker an den Híwi im Dezember 1967 im kolumbianischen Grenzort La Rubiera erst 1972 nach mehreren Gerichtsurteilen verboten wurden. Der Name „Sikuani“ ist abwertend und wird von den Híwi als Beleidigung empfunden.[1] „Cuiva“ werden die „wilden“, nomadisierenden, noch nicht an die Lebensweise der Criollos angepassten Híwi, wie die Rio Tomo Guahibo, genannt. „Híwi“ und „Wahibo“ sind Kurzformen von „Wayapopihíwi“.[2]

Sprache

Guahibo (ISO 639: GUH) gehört zu den Arawak-Sprachen und wird aufgeteilt in Wüinpumuin (nordöstliche Region) und in Wopumuin (südöstliche Region), obwohl sich die beiden Sprachgruppen untereinander verstehen. Es existieren Dialekte wie: Guahibo (Sikuani), Amorua (Río Tomo Guahibo) und Tigrero. Sie haben ihre eigene Sprache bereits weitgehend verloren und durch Spanisch ersetzt.[3] Trotz 55 % Analphabeten, gibt es eine Guahibo-Literatur, eine Zeitung in Guahibo, Wörterbücher und eine Grammatik. Die Sprache der Híwi gehört zu den Idiomen Venezuelas, die bis zum Jahr 2000 nicht eindeutig klassifiziert werden konnten.[4]

Demographie

Llanos-Landschaft in Venezuela

Eine umfassende Volkszählung wurde nie vorgenommen. Es wird angenommen, dass das Volk der Híwi maximal 20.000 Stammesmitglieder umfasst, wovon ca. 6000 in Venezuela leben. Mitte der 1970er Jahre wurden allein 4000 in Puerto Ayacucho gezählt. Die meisten von ihnen leben jedoch an den Flussläufen der grasbewachsenen Savannen (Llanos) des Orinokobeckens. Die Híwi sind somit, neben den Yanomami, eine der bevölkerungsreichsten Ethnien der Region.

Zählungen um die 100.000 Stammesmitglieder beinhalten die Wayúu auf der Guajira-Halbinsel im Norden, die mit den Híwi kulturell eng verwandt sind. In den Jahren 1938 und 1981 wurden ca. 47.000 Híwi und Wayúu in Kolumbien und 60.000 in Venezuela gezählt. Über zwei Drittel leben außerhalb ihres angestammten Siedlungsgebiets, in Maracaibo oder in anderen Gebieten - wobei die verwandten Wayúu und Wayapopihíwi nicht auseinander gehalten werden konnten.

Ihr Gebiet wurde vormals von verschiedenen Ethnien bewohnt, die mittlerweile verschwunden sind oder von den Híwi assimiliert wurden. Die heutigen Untergruppen stellen womöglich die Nachkommen von unterschiedlichen ethnischen Verbindungen dar.[5]

Reservatspolitik in Kolumbien

In Kolumbien zählte man in den Reservaten Anfang der 1990er Jahre: 78 Wayapopihíwi in Cano Negro, 239 in Corocito-Yopalito-Gualabo, 2.500 in San Rafael, Abariba und Ibibi, 241 in Vencedor, Piriri und Guamito y Matanegra, 375 in El Tigre, 82 in Cano Jabòn, 77 in Cano Ovejas, 205 am Rio Siare, 3.500 in El Unuma, 729 in Saracure y Rio Cada, 702 in Cano Cavasi, 877 in Rios Muca y Guarrojo, 580 in Canos Cuna Tsepajibo Warracha, 803 in Santa Teresita del Tuparro, 608 in Rios Tomo Weberi, 259 in San Luis del Tomo, 216 in La Pascua, 149 in La Llamura, 3.347 in Santa Rita, 60 in Gano Claro, 118 in Egua Guariacana, 446 in Atama Pirariami, 68 in Cenareros, 59 in Macarieros, 709 in Roqueros, 26 in Puyeros, 65 in Parreros, 53 in Julieros 7 Velasqueros, 105 in Cano Guaripa, 27 in Cano La Hormiga, 43 in Cano Buchaco, 116 in Merey La Veraita, 294 in Guacamayas-Mamiyare, 158 im Reservat Laguna Anguilla-La Maracena, 102 in Arrecifal, 242 in Barranquito Laguna Colorado, 86 in Carrizal, 350 in Carpintero Palomas, 172 in El Vigía, 91 in Campoalegre y Ripialito, 74 im Reservat La Laguna Curvina-Sapuara, 112 in Sejalito-San Bernio und 70 in La Esmeralda.[6]

Siedlungsgebiet

Caracas (Venezuela)
Caracas
Caracas
ButtonYellow.png Wayapopihíwi    ButtonBlue.png Arawak (Herkunft)
ButtonGreen.png Wayúu
ButtonRed.png Guajira-Halbinsel
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ButtonYellow.png La Urbana
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ButtonYellow.png Puerto Ayacucho
ButtonYellow.png Río Tomo Guahibo

Geographie

Die Wayapopihíwi leben heute überwiegend in Dörfern nordwestlich von Puerto Ayacucho, entlang der venezolanisch-kolumbischen Grenze, am Río Meta, entlang zu den Oberläufen des Río Ariporo, nördlich der Río Apure-Mündung und des Río Capanaparo bis hinauf zur Guajira-Halbinsel, wo die mit ihnen verwandten Wayúu ansässig sind. Kleine Gruppen leben Orinoko-abwärts bei La Urbana, andere nördlich der Mündung des Río Apure oder in einer waldreichen Gegend am Río Manapiare, einem Nebenfluss des Río Ventuari.

Klima

Klimadiagramm

Die Híwi bewohnen ein Gebiet in einem Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 27 °C in dem sich intensive Regenzeiten und anhaltende Trockenperioden ablösen. Fauna, Flora, Erde und Menschen werden durch diesen extremen Wechsel bestimmt. Von Mai bis Oktober herrscht Regenzeit mit ca. 15 Regentagen pro Monat, von Januar bis März Trockenzeit mit maximal 7 Regentagen pro Monat. Bevor im Mai die Regenfälle einsetzen, ist es heiß und windstill, bald danach wird es schwül und gewittrig und die Wassermassen überfluten alles. Für die Fische und Amphibien ist es eine Zeit der Fruchtbarkeit, doch die restliche Fauna sucht auf dem begrenzten Raum auf Sandbänken und Hügeln Zuflucht. In der Trockenzeit leiden dagegen vor allem Amphibien und Reptilien, wenn dann die letzten Tümpel austrocknen, und viele von Ihnen, vor allem Jungtiere verenden an Dehydration.

Politische Zugehörigkeit

Politisch befindet sich ihr Hauptsiedlungsgebiet in den kolumbianischen Bundesstaaten Arauca, Boyacá, Norte de Santander und Vichada und in den venezolanischen Bundesstaaten Apure und Táchira.

Geschichte

Frühzeit

Die Wayapopihíwi lebten zunächst als Teil der Arawak in der Bergregion Guayana, zogen von dort zur Halbinsel La Guajira, wo heute die mit ihnen vielfältig verwandten Wayúu leben.

Ihr heutiges Siedlungsgebiet wurde einst von verschieden Ethnien bewohnt, die entweder verschwunden sind oder von den Híwi assimiliert wurden.[5]

Spanische Kolonialzeit

Karte der Region aus dem Jahr 1636
Regenzeit in Venezuela

Die ersten Berichte über die Híwi stammten von Nikolaus Federmann, der sie im Jahre 1538 bei einer ersten Expedition durch die Llanos am Río Meta antraf. Er beschrieb sie als kriegerisch und nicht-sesshaft.[7] Dokumente aus dieser frühen Zeit belegen schon die Auflösung der traditionellen Llanosstämme durch die Eroberung und Missionierung. 1650 errichteten die Jesuiten Missionsstationen am Meta und am Casanare. Sie blieben bis 1767, als der Orden aufgelöst wurde.

Die Híwi leisteten sowohl Widerstand gegen die Missionierungsversuche der Jesuiten, als auch ihrer Nachfolger im 18. Jahrhundert, der Franziskaner und Kapuziner. Die Missionsstationen waren dabei überaus erfolgreich in der Viehzucht. Zählte man 1767 noch 44.000 Rinder, so waren es im Jahr 1800 bereits 100.000.[8]

Infolge der fortschreitenden Eroberungen wurden vor allem die sesshaften Stämme der Region ausgerottet oder versklavt, die halbsesshaften und nomadisierenden Gruppen zogen sich in unwegsamere Gegenden zurück. Die bereits partiell sesshaften Híwi waren in der Entwicklung von Widerstandsstrategien gegenüber den Europäern geschickter als z.B. die Achagua oder die Saliva, die in dieser Region sesshaft waren. Sie lösten diese sogar beim Sklavenhandel ab, in dem sie nun selbst eine aktive Rolle übernahmen. Am Ende dieser Entwicklung verschwanden bis zum 18. Jahrhundert die meisten sesshaften Gruppen, vielfach assimiliert an den halb-nomadischen Lebensstil.

Historiker des 17. und 18. Jahrhunderts bezeichneten die Hiwi, die jetzt am Río Meta lebten, als kriegerische, nomadisierende Jäger und Sammler.[9] In dieser Zeit waren sie berüchtigt für ihre Überfälle auf Siedlerdörfer und Missionsstationen. Die Jesuiten hielten die Hìwi für zu unstet, um sie in Missionen anzusiedeln. Auch spielten schon immer Rivalitäten um Frauen zwischen den Sesshaften und den Nomaden der Region eine Rolle, sodass die Híwi seit jeher als aggressiv gelten.[10] Tiefere Ursache dieser Konflikte dürfte jedoch das Vordringen der Viehwirtschaft gewesen sein. Schon vor den ersten Siedlern tauchte die willkommene Jagdbeute im Gebiet der Híwi auf, doch kam es bald zu Konflikten mit den Besitzern, zumal Rinder bald die wichtigste Fleischquelle wurden - auch wenn mindestens sechs verschiedene Säugetierarten bejagt wurden.[11] Noch Alexander von Humboldt schrieb: „Kein Stamm ist schwerer seßhaft zu machen als die Guahibos.“[12]

Industrielles Zeitalter

Fähre am Río Meta

Lange konnten die Híwi, vor allem im venezolanischen Bundesstaat Apure, ihre Lebensweise beibehalten. Ab 1850 begannen sie sich jedoch überwiegend anzusiedeln oder süd- und ostwärts auszuweichen. Eine lange Kette gewaltsamer Konflikte mit den Criollos, die bis ins 20. Jahrhundert reicht, bewirkte dramatische Veränderungen ihrer Lebensweise. Seit dem frühen 19. Jahrhundert wurde ihr Leben von Kautschuk-Sammlern, Siedlern, Viehfarmern und evangelikalen Missionaren beeinflusst, vor allem aber durch eingeschleppte, tödliche Epidemien.

Ab den späten 40er Jahren kamen zahlreiche Siedler in das Gebiet der Wayapopihíwi, viele von ihnen brachten ihr Vieh mit. Dadurch intensivierte sich ihre Einbindung in die Geldwirtschaft, denn viele begannen auf den Farmen Gelegenheitsarbeiten anzunehmen oder in die Städte zu gehen.

Beim Kampf gegen die Rinderherden spielten evangelikale Missionare, bzw. die von ihnen bereits missionierten Stämme, ab den 1960er Jahren eine erhebliche Rolle. So setzte sich Sophie Muller während der Kriege der 1960er Jahre für die Wayapopihíwi ein, indem sie sie 1967 veranlasste, Zäune zu bauen, um die Tiere von ihrem Land fernzuhalten. Andererseits versuchten Missionare oftmals jeden Kontakt mit Weißen unter Hinweis auf die Gefahr für ihre Seelen zu unterbinden. Dies war ein durchaus gängiges Mittel, um die Indigenen von Kooperativen fernzuhalten und von den konkurrierenden katholischen Missionaren. Als Muller 1974 zurückkehrte, ließen sie sie nicht mehr in ihre Siedlung, denn sie fühlten sich von ihr betrogen.[13]

Die Híwi gehören zu denjenigen Stämmen, die sich am stärksten an die Lebensweise der Hispano-Amerikaner angepasst haben.[3] Sie unterscheiden sich kaum noch von der ansässigen Mischbevölkerung. Die Männer tragen Hemden und Hosen und die Frauen bunte Baumwollkleider. Sie sprechen gut Spanisch und verwenden meist industriell hergestellte Haushaltsprodukte. In den Dörfern tragen allerdings immer noch viele Männer das traditionelle Lendentuch aus Tuch oder Rinde (marima).[9] Die „Río Tomo Guahibo“ (am Río Tomo) und die „Cuiva“ im venezolanischen Bundesstaat Apure leben zum Teil immer noch in nomadischer Lebensweise.

Die Indígenas in Kolumbien und Venezuela stellen nur noch etwa 2 % der Bevölkerung, neben 60 % Crillos, 20 % Europäern und 8 % Afrikanern. Die Bevölkerungszahl der Híwi in den für Europäer schwer erreichbaren Regionen ist stabil und ist sogar wieder angestiegen.

Das Massaker von La Rubiera

Vereinzelte sonntägliche Schießübungen kolumbianischer und venezolanischer Viehzüchter auf die Híwi gipfelten im Dezember 1967 im Massaker von La Rubiera.[14]

„Ein klares Beispiel für die Versuche der Siedler die Indígenas auszurotten, war das Massaker von La Rubiera in Arauca im Januar 1968, wo 16 Indígenas getötet wurden, darunter mehrere Kinder. Damals sahen die Siedler der Region einige von Ihnen in Nähe ihres Wohnortes, sie hatten Angst und beschlossen, sie loszuwerden; sie beschlossen sie an einem Ort in der Nähe des Flusses zu ermorden, aber sie dachten, dass dort etliche von ihnen entkommen könnten. Um dies zu verhindern, entwickelten sie eine andere kriminelle Strategie, sie in einen Haus der Finca La Rubiera zusammenzubringen und dort zu töten. Es geschah so, dass sie auf die Finca auf eine Mahlzeit eingeladen wurden, und es kamen insgesamt 18. Als die Gäste am Tisch saßen, zusammen mit ihren Meuchelmördern, wurden 16 von ihnen auf ein vereinbartes Zeichen erschossen und mit Macheten zu Tode gehackt, zwei von ihnen entkamen. Nach begangenem Verbrechens banden die Mörder die Leichen an die Schwänze ihrer Pferde, brachten sie so an einen nahe gelegen Ort und übergossen sie mit Benzin und setzten sie in Brand. Nach mehreren Tagen berichteten die dem Massaker Entkommenen den Behörden von dem Verbrechen.
Als die Behörden an den Tatort gelangten, gestand einer der Mörder, als sei es die normalste Sache der Welt, 40 Indígenas getötet zu haben, während ein anderer sagte, dass für ihn die Indígenas so etwas wie Affen seien, mit dem einzigen Unterschied, dass diese Tiere Schädlinge seien, weil sie Vieh stehlen.
Laut einem Zeitungsinterview mit Carlos Gutierrez Torres, einem ehemaligen Richter in Villavicencio, der die Untersuchung des Massakers von La Rubiera einleitete, resultierte diese Straftat nicht aus der Abartigkeit der Täter, sondern aus ihrer Ignoranz und aus der Angst der Weißen vor der Wut der Indígenas. Laut Gutierrez Torres führe die Spontaneität, mit der die Mörder das Verbrechen begangen hatten, zu dem Schluss, dass sie keine geborenen, gefährlichen oder perversen Verbrecher seien, weil sie ihre Tat nicht bedauern und nicht versuchen, Alibis suchend der Justiz zu entgehen, – kurz gesagt, alles zu versuchen, dass das Verbrechen ungesühnt bleibe.“

Tageszeitung El Periódico, Bogotá: Ausgabe von Samstag, 10. Juni 1972, (Seite 6) [15]

Auch Anfang der 1990er Jahre galten die Indígenas immer noch bei den Criollos als „Tiere“, deren Ausrottung als „Hygienische Maßnahme“ betrachtet wurde.[10]

Prognose

Vertreibung der Híwi und Mordanschläge sind Anfang des 3. Jahrtausends immer noch Tagesrealität. Die zunehmende Verelendung der Híwi-Bevölkerung äußert sich vor allem im Umkreis von Puerto Ayacucho in Tagelöhnerei, Kriminalität und Prostitution.[16]

Wirtschaft

Maniok
Früchte der Pijiguao-Palme
Tapír
Pecari
Paca
Aguti
Botos werden nicht gejagt
Orinoko-Krokodile
Gelbgebänderter Baumsteiger
Peacock-Bass
Säbelzahnsalmler
Curiara
Indianermarkt in Puerto Ayacucho

Ressourcen

Arbeitsteilung

Traditionell erledigen Frauen die Haushaltsarbeiten, sammeln, bewirtschaften überwiegend die Felder, fertigen Textilien.

Männer hingegen fischen, jagen, flechten und beherrschen das soziale System. Jedoch sind einige der Frauen auch politisch tätig und Ende der 1980er Jahre waren 80 % der Schamanen Frauen.

Nahrungsmittelproduktion

Landwirtschaft und Fischfang sind gegenüber Sammeln, Jagd und Viehhaltung vorrangig. Gesammelt werden Früchte, Nüsse, Samen, Wildgemüse, Kräuter, Wurzeln, Pilze, Eier, Honig, auch Schildkröten und deren Eier und Eidechsen. Die Híwi unterscheiden unterschiedliche Böden und nutzen sie entsprechend ihrer Eignung. Grundnahrungsmittel und somit Hauptfeldfrucht ist der Maniok, hinzukommen Bohnen, Süßkartoffeln, Kochbananen, Yams, Pfeffer, Zuckerrohr, Melonen und Ananas, aber auch Baumwolle, Tabak, Barbasco (ein Fischgift) und Pflanzen mit halluzinogenen Wirkstoffen[17]

Ihre Landwirtschaft basiert auf einer Art Dreifelderwirtschaft:

  • Das erste Feld wird mit Maniok bepflanzt, nachdem eine Waldfläche Ende März vor dem Beginn der Regenzeit gerodet wurde.
  • Im zweiten Feld wächst der Maniok heran
  • Das dritte Feld wird abgeerntet, danach je nach Bodenbeschaffenheit entweder verlassen oder mit anderen tauglichen Feldfrüchten bepflanzt.

Fischfang ist für die Híwi wirtschaftlich relevant und gefischt wird das ganze Jahr in dieser flussreichen, vor allem in der Regenzeit fischreichen Landschaft mit unterschiedlichen Techniken. In der Trockenzeit kommen Angelhaken, Harpunen, sowie Pfeil und Bogen zum Einsatz, in der Regenzeit Reusen und Netze. Auch mit Barbascoextrakt und anderen Pflanzengiften wird gefischt.

Jäger sind hoch geachtet. Der Wildbestand ist jedoch vor allem im Umkreis der besiedelten Regionen stark zurückgegangen und darüber hinaus behindern die Landrechtsansprüche der Criollos und deren aggressive Umsetzung die Jagderfolge. Somit ist die Jagd gegenüber dem Fischfang zurückgegangen. Gejagt wurde traditionell hauptsächlich Kleinwild, wie Vögel (Papageien, Tauben, Tukane), Affen, Leguane und Gürteltiere. Großwild, wie Pecaris (banquiro), Capybara (chiguire), Pakas, Agutís (picure), Hirsche, Ameisenbären, Stachelschweine und Tapire, wird selten erlegt.

Nicht oder nur zur Fertigung von Ritualgegenständen gejagt und auf keinen Fall gegessen werden Jaguare, Süßwasserdelfine (boto), Füchse (maikong}, Schlangen und Kaimane, da sie als Totemtiere gelten. Früher wurden Treibjagden veranstaltet, wobei Frauen und Kinder das Wild mittels Knüppeln (macanas) und Macheten den Jägern zutrieben, die das Wild dann mit Pfeil und Bogen erlegten. Heutzutage sind fast ausschließlich Schusswaffen in Gebrauch um vor Allem Jagderlöse in Form von Fellen und Leder für den Handel zu erzielen, was mittlerweile zu einer ernstzunehmenden Dezimierung des einstmals reichen Wildbestands führt. Auch Hunde werden in neuerer Zeit als Jagdbegleiter eingesetzt.

Haustierhaltung wird, für nomadisierende Gruppen typisch, vernachlässigt, lebend gefangene Agutis, Pakas oder Pecaris werden bis zur Schlachtung gefüttert. Hühner werden von den sesshaften Híwi in eigenen Ställen gehalten.[17]

Handwerk und Kunsthandwerk

Textile Fertigkeiten sind ein wichtiger Teil ihrer materiellen Kultur. Die Frauen fertigen inzwischen Hängematten, Gürtel und Taschen aus Baumwolle, weben mittels einfacher Webstühle und färben ihre Produkte mit geometrischen Mustern. Traditionell waren jedoch die Fasern der Moriche und der Cumare-Palme (Astrocaryum aculeatum) von einzigartiger Bedeutung. Die Beherrschung dieser Palmblättertechnologie war in vielfacher Hinsicht essentiell für ihre bewegliche Lebensweise. Diese erforderte überall verfügbare Grundstoffe und Leichtigkeit des Materials. Aus den Palmen wurden Kleider, Fischnetze, Alkohol, Medizinalien und Waffen, vor allem aber feinste Mosquitonetze hergestellt, die in vielen Gebieten ein Überleben erst möglich machten. Schon 1730 stellte ein Missionar fest, dass die Palme „ihr alles“ war, das Material ihrer Träume, ihrer Lebensfreude und die Grundlage ihres Überlebens.[18]

Die Männer produzieren hauptsächlich Sandalen und bunte Wollteppiche. Traditionell ist die Korbflechterei bei den Hiwi ein Handwerk der Männer. Sie fertigen Körbe, um damit Nahrungsmittel zu transportieren und zu lagern. Diese werden mit roten und schwarzen, geometrischen Mustern dekoriert. Unlängst haben auch Frauen angefangen, Körbe für den kommerziellen Verkauf zu fertigen.

Auf dem Sektor des Kunsthandwerks sind die Híwi mit Töpfereiartikeln recht erfolgreich. Die verwendeten Techniken haben sie von anderen benachbarten Stämmen übernommen.[19] Sie fertigen in der Trockenzeit Töpfereiartikel in Wulsttechnik, die über offenem Feuer gebrannt und mit den traditionellen Mustern mittels Farben aus Cumare und Caruto dekoriert werden. Typisch für die Híwi-Keramiken sind die anthropomorphen Wassergefäße in Frauen- oder Tier-Form, die reich mit geometrischen Mustern verziert werden, deren Muster sich an die traditionellen Gesichtsbemalungen anlehnen.

Typisch für die Holzschnitzkunst der Híwi sind Stabkeulen aus Hartholz in Lanzenform.

Trotz ihres Rufes als weniger ausgezeichnete Navigatoren, fertigen die Híwi Boote (curiaras) und Ruder mit runden und ovalen Griffen. Die Curiaras werden aus einem zedernähnlichen Baum gefertigt. Nach Entfernung der Rinde wird der Stamm mit Feuer, Beilen und Macheten ausgehöhlt.[9] Betrieben werden die Boote heute jedoch mit Außenbordern.

Die Hiwi fertigen Blas- und Schlaginstrumente für Feste und Zeremonien und schamanische Rituale, wie Flöten mit drei Löchern aus großen Hirschknochen, Panflöte (jiwaburü), mit fünf oder sechs Röhren aus Schilfrohr (Kana amarga), und Schädelpfeifen (oweibi), gefertigt aus dem Schädel und Geweih eines Hirsches.[9]

Typisch für die Musikinstrumente der Hìwi sind die Stampfrohre (waana), die in „weiblicher” Form (pesorowato) und „männlicher” Form (pebito) gefertigt und entsprechend bemalt werden. Die Waanas sind hohle Zylinder, obig mit einem vertikalen Griff, gefertigt aus dem leichten Shimbillo-Holz (Inga spp.). Gespielt wird das Waana, indem es mittels obigem Griff in die Höhe gehoben und wieder auf den Boden fallengelassen wird. Dabei klingt das „männliche” Instrument tiefer und durchdringender als das „weibliche”.

Die Hiwi fertigen auch Halsketten aus Glasperlen, schamanische Amulettketten aus tierischen Zähnen, Klauen und Schnäbeln zu zeremoniellen Zwecken und Schamanenrasseln.

Handel

Der Tauschhandel zwischen sesshaften Gruppen und den nomadisierenden, wildbeuterischen Híwi, war für sie schon in vorkolonialer Zeit eine wichtige Überlebensstrategie. Die Híwi versuchen im Kontakt mit der hispano-amerikanischen Bevölkerung eigene Strategien und Möglichkeiten des Austauschs zu entwickeln, wobei unterschiedliche Landnutzungsansprüche immer wieder zu Konflikten führten. [10]

Traditionelle Textilien, Ledererzeugnisse, sowie Keramik- und Holzobjekte, Schmuck und Kopien von schamanistischen Zeremonialgegenständen für den Touristikhandel werden in Puerto Ayacucho und anderen lokalen Märkten angeboten.

Lohnarbeit

Die meisten Híwi leben heute als Pachtbauern oder als Landarbeiter, Viehhirten, Holzarbeiter oder Kautschuksammler in der Nähe der großen Fincas der fruchtbaren Llanos. Viele haben ihr traditionelles Wohngebiet und somit ihre Dorfgemeinschaft verlassen, um in den Criollo-Dörfern ein Auskommen zu finden. Doch dort finden sie weder feste Arbeit noch soziale Integration.

Einkommensmöglichkeiten suchen sie auch in der Nähe von Städten wie Puerto Ayacucho, La Urbana oder Maracaibo, wo sich Männer als Land-, Bau- oder Hafenarbeiter im Tagelohnverhältnis verdingen, während Frauen als Haushaltshilfen arbeiten. Manche Híwi-Familien warten oft monatelang am Rande von Puerto Ayacucho, dass einer aus der Familie sich als Gelegenheitsarbeiter verdingen kann. Kriminalität und Prostitution sind die Folge.[20][21]

Auch bei den noch nicht in Lohnarbeit lebenden Híwi greift das Kreditsystem der Händler („Zuerst Bezahlung, dann Lieferung“), – und so werden sie immer wieder zur Ausbeutung ihrer Ressourcen verleitet.[22]

Sozialstrukturen

Matrilinearität

Die Híwi sind matrilinear organisiert, d.h. die Linie der weiblichen Verwandten ist entscheidend und der Nachname stammt von der Mutter. Die einzelnen Sippen werden mit einem Ahnentier mythologischen Ursprungs assoziiert.[23]

Grundbesitz, Eigentum und Wohnen

Ein Stammesterritorium war ehemals im Besitz kleiner matrilateraler Großfamilien. Die heutigen Dörfer und das diese umgebende Territorium sind immer noch Kollektivbesitz und die Familien haben individuelle Rechte (Nießbrauch und Weiderecht) am Agrarland, an Sammelgebieten und bei den Fischrechten. Es gibt sowohl Familieneigentum als auch individuelles Eigentum. Männer und Frauen besitzen ihre eigenen Tiere.

Erbrecht

Die Vererbung von Eigentum ist ein komplexer Prozess, in dem Abstammung eine bedeutende Rolle spielt. Die Tiere eines männlichen Verstorbenen, die während seines Begräbnisses nicht geopfert wurden, werden unter seinen Brüdern und den Söhnen seiner Schwester (Uterine nephews) verteilt. Die Kinder einer verstorbenen Frau erben bei ihrem Tod deren Viehbestand. Ein Alaüla (Onkel der Mutter) vererbt üblicherweise seine Tiere seinen Neffen. Ein Vater kann auch an seine leiblichen Kinder seinen Viehbestand weitergeben.

Lebensstationen

Kindheit

Eine Geburt findet im Haus der Mutter statt und die Großmutter und nahe weibliche Verwandte unterstützen die Gebärende.

In den ersten Lebensjahren werden die Kinder von der Mutter aufgezogen, anschließend verbringen die Knaben eine Zeit beim „Alaüla“ („Onkel der Mutter“), während Mädchen bei weiblichen Verwandten aufgezogen werden.[24]

Ab einem Alter von sechs Jahren nehmen die Kinder geschlechtsspezifisch an wirtschaftlichen Aktivitäten wie Haushalt, Ackerbau und Viehzucht teil.[25]

Weibliche Initiation

Mädchen werden ab der ersten Monatsblutung abgesondert und verbringen Monate, sogar Jahre verborgen im Haus. Zu Beginn dieser Zeit werden die Haare des Mädchens geschnitten. Je länger die Abgeschiedenheit dauert, desto höher ist der Ruf, und umso länger die Haare. Während dieser Zeit lernen sie Maniokbearbeitung, Kochen, Spinnen und Weben, aber auch die Geheimnisse zwischen Frau und Mann. Hiernach gilt das Mädchen als Frau und wird mit einer Feier an die jungen Männer herangeführt.[24]

Eheliche Verbindung

Cousinenheirat

Die Híwi unterscheiden zwischen Kreuzkusinenheirat und Parallelkusinenheirat. Die Ehe zwischen Kreuzkusinen ist erwünscht, doch die zwischen Parallelkusinen verboten. Eine weiter Ausnahme bilden eheliche Beziehung zu Kognaten, mit denen eine Verbindung als nicht wünschenswert angesehen wird.

Heiratswillige Frauen schicken ihren Alaüla oder ihren leiblichen Vater zur Familie des Mannes, woraufhin der Brautpreis (apan’na) in Form von Vieh oder Arbeit festsetzt wird. Die Höhe des Brautpreises hängt von der sozialen Stellung der Frau, ihren Fertigkeiten (Weben, Handeln), ihrer Jungfräulichkeit und Attraktivität ab. Wenn der Brautpreis in Arbeit geleistet werden muss, verbleibt das Paar, bis alle Leistungen erbracht sind, in der Miichipala (Dorf) der Brautmutter.

Vernachlässigt eine Frau ihre häuslichen Pflichten, kann sich der Mann von ihr scheiden lassen, wobei der Brautpreis zurückbezahlt wird. Stirbt der Mann, so gehen alle Frauen an den Bruder des Ehemanns über. Eine Frau kann sich auch freikaufen, indem sie dem Bruder ihren Brautpreis auszahlt.[25]

Polygynie ist angesehen, aber meist nur wohlhabenden Híwi möglich.

Tod und Bestattung

Verstorbene Híwi werden zunächst individuell erdbestattet. Nach der Reise ihrer Seele nach Jepira und ihrer Rückkehr auf die Erde als Regen oder als Wanülüü werden ihre Überreste exhumiert und in Gemeinschaftsgräbern matrilinearer Vorfahren beigesetzt. Dies beruht auf der Hoffnung, dass sich Verwandte im Jenseits wiedertreffen werden.[26][27]

Die zweite Bestattung hat für die Híwi die größere Bedeutung, weil diese die Reise der Seele in die Anonymität und Vergessenheit zum Abschluss bringt, aber auch, weil eine Zurückführung des Geistes des Ahnen in die Stammeserde (Kollektivgrab) für Erhaltung und die Kraft des Stammes bürgen soll. Das „doppelte Begräbnis“ entspricht dem doppelten Schicksal der Toten.

Glaubensvorstellungen, Religion und Weltsicht

Animismus

Die Weltsicht der Indigenas der Region ist animistisch, was bedeutet, dass jedem auch noch so kleinem Teil ein Kosmos innewohnt, der der menschlichen Seele vergleichbar ist. Für sie ist die spirituelle Welt, die „Welt von Rauch und Feuer“, die eigentliche Realität.

Transformation und Metamorphose

Die ehrfürchtige Erkenntnis von Erscheinen und Verschwinden als alltäglich Erfahrbarem, sowie das Schattenreich der Geisterwelt ist für sie lebensbestimmend und prägt alle Lebensbereiche. Die Geister sind für den stetigen Wandel in der Welt verantwortlich und deshalb zu respektieren, zu ehren und um guten Einfluss auf Geschehnisse milde zu stimmen.

Auch die „Verwandlung“ des giftigen Manioks in essbare Produkte spielt in der Glaubensvorstellung dieser Menschen eine zentrale Rolle.

Dualistische Weltsicht

Ihre Vorstellung der Welt ist dualistisch.

Die dualistische Mythologie der Híwi basiert auf zwei sich gegenüberstehenden und trotzdem miteinander verheirateten Wesen. Auf der einen Seite steht Juya, der hypermaskuline Jäger und auf der Anderen Pulowi, die Herrin der Unterwelt und der Tiere, die mit Dürre und Tod in Verbindung gebracht wird. Pulowi manifestiert sich in zahlreichen Orten wie Erdlöchern oder kleinen Anhöhen, die auch Pulowi heißen und von dem Híwi gemieden werden, aus Furcht davor zu verschwinden oder ernsthaft krank zu werden.[24]

Alle Wesenheiten der Welt und die Phänomene des Alltags werden durch Juya und Pulowi repräsentiert und teilen sich in zwei gleichwertige und ergänzende Bereiche, – in Gegensätze wie männlich-weiblich, Licht-Dunkel, oben-unten, starr-beweglich oder Wildpflanzen-Ackerpflanzen.[28]

Regen ist das Produkt der Vereinigung beider, regnet es eine Weile nicht, besucht Juya seine Frauen, die über die ganze Region verteilt leben. Juya steht für das Phänomen des Regens und der beiden Regenzeiten.[29][30]

Pantheon

Zu den Göttern, Geistern und Dämonen der Híwi gehören:

  • Akalpui
  • Juya (= „Regen“) ist ein hypermaskuliner Jäger
  • Juyain
  • Keeralia
  • Maleiwa (Kúwai) ist der Hauptgott, der Schöpfer der Menschen und ein Kulturheld. Er ist für das Senden von Regen zuständig, spielt aber im Alltag kaum eine Rolle, da sein Name nur selten genannt wird.[25][29]
  • Pulowi ist die Herrin der Unterwelt und der Tiere.
  • Ein Wanulüü ist eine verstorbene Seele, die Krankheit und Tod bringt.
  • „Der Regen“ besteht aus verstorbenen Seelen, die Fruchtbarkeit bringen.
  • „Der Jaguar“ verkörpert die Wildheit der Natur. Nur Jaguare und Menschen können große und gefährliche Tiere, wie Kaimane und Tapire, töten.
  • „Die Wasserschlange“ ist Herrscher über Wind, Donner und Blitz.
  • „Der Fuchs“ kann mit Wanulüüs sprechen.
  • „Der Kaiman“ kann nur von dem Jaguar oder von den Híwi getötet werden.
  • „Der Boto“ (Süßwasserdelfin)
  • „Der Hirsch“ war das erste Tier, das durch Kuwái in die Welt kam.
  • „Die Harpyie“
  • „Málike“ ist ein Hilfsgeist der Schamanen. Von Kuwai geschaffen, erscheint der Geist in der Gestalt eines Vogels.
  • „Málikai“ ist ein auch Hilfsgeist wie „Málike“, der sich auch genauso manifestiert.
  • Die „Geister der Unterwelt“ (Yoluja) spuken durch die Träume, beeinflussen das Verhalten der Menschen und sind die Ursache von vielen Krankheiten.

Schöpfungsmythos

Sonnenuntergang am Orinoko (Venezuela)

Die Welt der Híwi wurde von übernatürlichen Wesen in einem einzigen Schöpfungsakt geschaffen.[31] Der Kulturheld Maleiwa wurde aus den Überresten seiner Mutter, die vom Jaguargott gefressen wurde, geboren. Der Hirsch war das erste Tier, das durch Kúwai (Maleiwa) in die Welt kam. Er sang seinen Namen und da öffnete sich die Welt ein wenig. Dann flog er durch alle Regionen und rief alle Tiere ins Leben, indem er ihren Namen sang.

Nachdem der Jaguargott in den Wald zurückgekehrt war, schuf Maleiwa die Menschen und differenzierte die Welt, die vormals anthropomorph war. Kúwai brauchte mehrere Versuche, die Menschen zu erschaffen. Zunächst versuchte er, sie im Regen aus Lehm zu machen, aber der Lehm zerbröckelte. Daraufhin probierte er es mit Wachs, aber das Wachs schmolz in der Sonne. Schließlich erschuf er sie aus hartem Holz und eine mythische Ratte gab ihnen ihre Geschlechtsorgane und die Zeugungsfähigkeit.[31]

Zwei Seelen wurden den Hiwi gegeben, Yéthis und Húmpe. Die erste ist unsichtbar und verlässt während des Schlafs den Körper, um in den Träumen anderer Menschen zu erscheinen. Die zweite Seele reist nach dem Tod zum Heim von Kúwai (Jepira), wo sie in Reichtum und Nahrungsfülle weiterlebt.[9]

Tod und Jenseits

Nach der Vorstellung der Híwi sind die Menschen Teil eines verhängnisvollen Zyklus. Wenn ein Híwi stirbt ist sein Lebenszyklus noch nicht abgeschlossen. Sein Leichnam wird beerdigt und seine Seele (Húmpe) überquert den „Weg der Toten“, die Milchstraße, hinüber nach Jepira, der Insel der Toten. Zu diesem Zeitpunkt kann seine Seele noch den Lebenden erscheinen, in einer Gestalt (Yoluja) oder in den Träumen (Yéthis). Eine Begegnung mit einem Yoluja wird als verhängnisvoll angesehen, da sie als Verbindung zu Jepira gilt. Der mythische Ort Jepira liegt im Norden am Cabo de Vela.[32] Auf diesem Weg verändert sich sein Dasein vom bisher weltlichen Zustand des Wayúu in den Zustand des Yoluja. In Jepira angekommen, wo Alles zwar vergleichbar, aber doch ganz anders ist als das bisher bekannte Leben, sind sie „Verlorene Seelen“ und es vergeht eine sehr lange Zeit. Alles Weitere hängt dann von Juya und Pulowi ab, ob ihre Seele von einem der beiden akzeptiert wird. Ihre Seele kehrt dann entweder in Form des immer wiederkehrenden, lebensspendendem Regens auf die Erde zurück oder in Form von Wanülüü, der Krankheit und Tod bringt.

Schamanismus

Die Schamanen der Híwi sind die Hüter der Glaubensvorstellungen und der Riten, sind Wahrsager, heilen Krankheiten bei Mensch und Tier unter Zuhilferufung des medizinkundigen Wanülüü, der die Erkrankungen und Verletzungen hervorgerufen hat. Sie bestimmen den Ort für den Neubau eines Hauses nach kosmologischen Grundsätzen.[24] Ende der 1980er Jahre waren 80 % der Schamanen Frauen.[33]

Um ein Schamane zu werden, wird der Initiand von einem anderen Schamanen unterrichtet und er muss ihn dafür mit Vieh bezahlen. Ist die Lehrzeit abgeschlossen, findet die Initiation in einer öffentlichen Feier statt, bei der ein Geist in den Körper des Initianden fährt. Schamanen haben zwar einen besseren Zugang zur Geisterwelt als Nicht-Schamanen, doch beeinflussen sie den Alltag spirituell kaum.[25][34]

Ritualwerkzeuge der Híwi-Schamanen

Schamane mit der typischen Schilfrohr-Panflöte (jiwaburü) der Híwi

Das wichtigste Ritualwerkzeug ist die Schamanenrassel (tsiitsiito). Dieses Beschwörungsinstrument besteht aus einem Griff an dem oben eine bemalte Kalebasse, die mit Samenkörnern und magischen Kristallen (wánali-Steinchen) gefüllt ist. Oberhalb der Kalebasse befindet sich ein weiterer verzierter Holzstab, der obig mit einer Federkrone aus den schwarzen Federn des Hokko geschmückt ist.
Der Schamane benutzt die Rassel für Wildbeschwörung, Pflanzzauber und zur Krankenheilung. Bei schweren Krankheiten versetzt sich der Schamane mittels eines hallizugenen Schnupftabaks gefertigt aus Yopo (Anadenanthera peregrina) in Trance, um den Grund für die Krankheit zu erkennen. Die Hilfsgeister Málike und Málikai, in ihrer Manifestation als Vögel, stehen ihm dabei zur Seite. Der leichte Luftzug, den die Rassel hervorruft, ist der Atem beider Hilfsgeister, die die Krankheit „fortblasen”.

Schamanenamulette (puwonobürü) werden gefertigt aus Samenkernen, Jaguarzähnen, Pecarizähnen, Gürteltierkrallen, Federn und Baumwolle.

Jagdamulette (puwonobürü) bestehen aus Samenkernen, Jaguarzähnen, Kaimanzähnen, Pecarizähnen, Gürteltierkrallen, Tapir-Zähnen und -Klauen, Federn, Perlen aus blauem und rotem Glas, der Palmfrucht der Chiqui-Chiqui-Palme (Leopoldina piassaba) und Baumwolle. Zähne und Klauen sind im Gegensatz zu den Schamanenamuletten mit magischen Zeichen bemalt, den sogenannten „pinta del tigre”, mit denen sich der Schamane auch für wichtige Rituale schmückt. Diese Amulette werden von den Schamanen an erfolgreiche Jäger und zur Stärkung des Jagderfolgs verliehen.

Die Panflöte (jiwaburü) besteht aus zwei Teilen. Fünf der Rohre werden mit einem Bastband miteinander verbunden, das sechste, längste Rohr wird nicht mit den fünf anderen verbunden. Um die typischen Melodien zu spielen sind zwei Flöten nötig, eine „männliche” und eine „weibliche”. Diese Flöten umfassen eine Terz mit Halbtönen und beide ergänzen sich so, dass sie eine diatonische Tonleiter ergeben.

Die Kürbisflöte (maraca) ist des Schamanen wichtigstes Musikinstrument. Sie wird traditionell zur Heilung verwendet. Sie besteht aus einem getrockneten Kürbis, der mit geometrischen Mustern bemalt wurde und ist oft mit einem Büschel Hokko-Federn geschmückt.[9]

Die Schädelpfeife (oweibi) wird aus dem Schädel eines Hirsches hergestellt. Dieser wird gesäubert und bis auf eine kleine Öffnung mit Harz und Bienenwachs verschlossen. Das Geweih dient dem Spieler als Griff.

Feste, Riten und Zeremonien

Die Híwi rufen ihre Götter selten an und selten werden religiöse Rituale ausgeführt. Sie wenden sich vor allem an die Ahnen und ihren Kulturheros Maleiwa, der manchmal mit dem „Gott der Weißen“ verwechselt wird, aber geringe Bedeutung hat. Eine Festlichkeit zu Ereignissen in der Landwirtschaft, wie Aussaat und Ernte, war der Kaa’ülayawaa (Ziegentanz). Zu dieser Zeremonie gehören oft Geschicklichkeitsspiele, Wettbewerbe und die Möglichkeit für junge Frauen und Männer sich zu treffen. Der Yonna-Tanz ist ein Paartanz zum Taktschlag einer Trommel, der bei glücklichen Ereignissen, wie der Ernte oder der Heilung durch einen Schamanen oder beim Besuch angesehener Persönlichkeiten getanzt wird. Die wichtigsten Zeremonien der Híwi sind jedoch die Begräbnisfeierlichkeiten, sowohl das Erste Begräbnis, aber vor allem das Zweite Begräbnis.

Christliche Missionierung

Obwohl ihre Vorstellung der Welt dualistisch ist, hatte die Vorstellung von Himmel und Hölle der christlichen Religion geringe Auswirkung auf sie. Jedoch können ihre mündliche Überlieferung, ihre Rituale und ihre Spiritualität nicht gegen die „Racionales“ („Die Vernünftigen“), wie sich die Weißen in Abgrenzung zu den Híwi nennen, bestehen.

Literatur

  • John M. Armstrong, Alfred Métraux: The Goajiro, In: Julian Steward (Hrsg.): Handbook of South American Indians, Smithsonian Institute Bureau of American Ethnology Government Printing Office, Cooper Square Publishers, Washington 1948, (Bulletin 143, Band 4: The Circum-Caribbean Tribes)
  • Lajos Boglár: Wahari. Eine südamerikanische Urwaldkultur, Gustav Kiepenheuer Verlag, Leipzig/Weimar 1982
  • Ronald Daus: La Guajira. Wie ein wildes Land erzählt wird, Babylon Metropolis Studies, Ursula Opitz Verlag, Berlin 2006
  • Nikolaus Federmann: Indianische Historia. Ein schöne kurtzweilige Historia Niclaus Federmanns des Jüngern von Ulm erster raise, Sigmund Bund, Hagenau 1557 – Leseprobe
  • Jean-Guy Goulet: Guajiro Social Organization and Religion (Dissertation), Yale University, New Haven (Connecticut) 1978, (Spanische Version: El universo social y reliqioso guajiro, Universidad Católica Andrés Bello, Caracas/Maracaibo 1982)
  • Virginia Gutiérrez de Pineda: Organización social en La Guajira, In: Revista del Instituto Etnológico Nacional, Bogatá 1950 (Englische Version: Social Organization in La Guajira -, Human Relations Area Files, New Haven 1960)
  • Richard A. Mansen: Dispute Negotiations among the Guajiro of Colombia and Venezuela: Dynamics of Compensation and Status, University Microfilms International, Michigan 1988
  • Donald J. Metzger & Robert V. Morey: The Guahibo: People of the Savannah , Verlag E. Stiglmayr, Wien 1974
  • Donald J. Metzger & Robert V. Morey: Los Híwis, In: Los Aborígenes de Venezuela, Caracas 1983, (Band 2, Seite 125f)
  • Wolfgang Müller: Die Indianer Amazoniens. Völker und Kulturen im Regenwald, C. H. Beck, München 1995, ISBN 978-3-406-39756-1
  • Mark Münzel: Mittel- und Südamerika. Von Yucatán bis Feuerland, In: Wolfgang Lindig & Mark Münzel (Hrsg.): Die Indianer. Kulturen und Geschichte, München 1978, (Band 2)
  • Michel Perrin: The Way of the Dead Indians. Guajiro Myths and Symbols, In: Texas Press Sourcebooks in Anthropology 13, University of Texas Press, Austin 1987
  • Gerardo Reichel-Dolmatoff: La cultura material de los indio Guahibo, In: Reviste del Instituto Etnológico Nacional, Bogota 1944, (Seite 437ff)
  • A. Rivera Gutierrez: Material Life and Social Metaphor: Change and Local Models among the Wayúu Indians of Colombia and Venezuela, University of Minnesota 1986
  • Jochen Schulz & Heinz Dieter Heinen (Hrsg.): Indianerpolitik in Venezuela: Ansätze zur Mitsprache der Betroffenen?, Münster/Hamburg 1994, ISBN 3-88660-408-x(Leseprobe)
  • Gloria Triana: Efectos de contacto en la adaptación y patrones de substencia tradicionales: Los Puinave del Inírida. In: Boletín de Antropología, Medellin 1983
  • Bernhard Wörrle: Vom Kochen bis zum Schadenszauber. Das Salz bei Indianern und Mestizen Lateinamerikas, In: Münchener Amerikanistik-Beiträge 3, Akademischer Verlag, München 1996
  • Otto Zerries: Beiträge zur Ethnographie der Guahibo-Indianer des Territorio Amazonas, In: Paideuma, Caracas 1956, (Band 6, Seite 224-234) – Leseprobe
  • Otto Zerries: Algunas Noticias Etnológicas Acerca de los Indígenas Puinave, In: Boletín Indigenista Venezolano 9, Caracas 1965

Einzelnachweise

Hauptreferenz: Metzger & Morey
  1. Zerries (1965, Seite 37)
  2. Zum Thema Namensvarianten bei amerikanischen Indigenen vgl. Patricia Roberts Clark: Tribal Names of the Americas. Spelling Variants and Alternative Forms, Cross-Referenced, Jefferson, North Carolina 2009 – Leseprobe
  3. 3,0 3,1 Pressemappe „Orinoko-Parima“ (2000, Seite 17)
  4. Marie-Claude Mattéi-Müller: Yoroko – Vertrauliche Mitteilungen eines Schamanen der Panaré, Caracas 1992, (Seite 5)
  5. 5,0 5,1 Reichel-Dolmatoff (1944, Seite 437)
  6. James S. Olson: The Indians of Central and South America. An Ethnohistorical Dictionary, Westport, Connecticut 1991, S. 132f.
  7. Federmann (1557)
  8. Frank Salomon, Stuart B. Schwartz (Hrsg.): The Cambridge History of the Native Peoples of the Americas, Bd.3,2, Cambridge University Press 1999, S. 718.
  9. 9,0 9,1 9,2 9,3 9,4 9,5 Orinoco Online: Híwi
  10. 10,0 10,1 10,2 Müller (1995, Seite 220)
  11. Alf Hornborg, John Robert McNeill, Juan Martínez Alier: Rethinking Environmental History. World-system History and Global Environmental Change, Lantham 2007, S. 167f.
  12. Alexander von Humboldt: Reise in die Äcquinoctial-Gegenden: (1799-1804), Bd. 3, Nachdruck, Salzwasser-Verlag 2009, S. 86.
  13. Robin Wright: Cosmos, Self, and History in Baniwa Religion. For Those Unborn, University of Texas Press 1998, S. 242f.
  14. Schulz (1994, Seite 12)
  15. Colombia Nunca Más: Violencia contra los Indígenas (spanisch)
  16. Boglár
  17. 17,0 17,1 Zerries (1956; Seite 227)
  18. Nach: Douglas John McConnel: The Forest Farms of Kandy and other gardens of complete design, Aldershot: Ashgate Publishing Company 2003, S. 188.
  19. Pressemappe „Orinoko-Parima“ (2000, Seite 13)
  20. Mansen (1988; Seite 87)
  21. Münzel (1978; Seite 160)
  22. Triana (1983; Seite 689f)
  23. Mansen (1988; Seite 106f)
  24. 24,0 24,1 24,2 24,3 Perrin (Kapitel 14) Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Perrin“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert. Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Perrin“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  25. 25,0 25,1 25,2 25,3 Armstrong & Métraux (Seite 378f) Referenzfehler: Ungültiges <ref>-Tag. Der Name „Armstrong“ wurde mehrere Male mit einem unterschiedlichen Inhalt definiert.
  26. Mansen (Seite 138)
  27. Perrin (Seite 110f)
  28. Perrin (Seite 95)
  29. 29,0 29,1 Mansen (Seite 135f)
  30. Perrin (Seite 78f)
  31. 31,0 31,1 Pressemappe „Orinoko-Parima“ (2000, Seite 22)
  32. Perrin (Seite 97)
  33. Mansen (Seite 148)
  34. Perrin (Seite 75)

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Wayapopihíwi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
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16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
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15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
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15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
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11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
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12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
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DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
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02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
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03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
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20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
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27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
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04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
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29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
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29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
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19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
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15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
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15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
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27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
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23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
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23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
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17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
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04.06.2013 Matt Sponheimer, Zeresenay Alemseged, Thure E. Cerling, Frederick E. Grine, William H. Kimbel, Meave G. Leakey, Julia A. Lee-Thorp, Fredrick Kyalo Manthi, Kaye E. Reed, Bernard A. Wood, and Jonathan G. Wynn Ernährungswandel vor 3,5 Millionen Jahren
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31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
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14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
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13.09.2012 Volpato V, Macchiarelli R, Guatelli-Steinberg D, Fiore I, Bondioli L, et al. Das geht doch mit rechts!
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23.03.2012 Love Dalen et al. Neandertalern drohte schon vor 50.000 Jahren das Aus
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20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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