Gwydion (Buchreihe)


Gwydion ist eine Kinderbuchreihe mit vier Bänden von Peter Schwindt. Die ersten beiden Bände erschienen 2006, die nächsten 2007, alle bei Ravensburger. 2008 kamen sie erneut als Ravensburger Taschenbuch heraus.

Inhalt

Gwydion, ein Schweinehüter, lebt in der Zeit König Artus in Britannien. Die Bücher handeln vom heiligen Gral, Camelot und den Rittern der Tafelrunde, insbesondere Lancelot und auch Merlin. Gwydion erkennt, dass er als der Fischerkönig der Erbe zweier alter Blutlinien ist, und er den Gral finden muss, um Britannien zu retten.

Bände

Handlung

Gwydion – Der Weg nach Camelot

Der Bauernjunge Gwydion, genannt Gwyn, reist nach einem Angriff der Sachsen auf seine Heimat zur Burg Camelot, um bei König Artur um Aufnahme als Knappe an dessen Hof zu bitten. Bei sich trägt er das Einhornmedaillon seiner unbekannten Mutter. Sein bisheriger Begleiter Humbert von Lanwick wird von den Rittern Mordreds gefangen genommen.

Gwyn wird in Camelot zuerst nicht hineingelassen, rettet im Wald am Fuße des Hügels die Prinzessin Aileen, Tochter Mordreds und damit Enkelin Arturs, und ihre Zofe Katlyn. Diese verschaffen ihm Eintritt nach Camelot wo er den König über den Angriff der Sachsen und die Entführung Sir Humberts durch Mordres Männer unterrichtet.

Während der Überfall der Sachsen dem König bereits bekannt ist beunruhigt ihn das Wiederauftreten des tot geglaubten "Grünen Drachen" wie Mordred und seine Männer auch genannt werden.

Gwyn wird Knappe von Sir Urfin und freundet sich mit Rowan, dem Knappen (und Sohn) Sir Kays, und Merlin, dem Berater des Königs, an.

Der alte Magier erzeugt bei ihrem ersten Treffen eine Vision in Gwyn der sich selbst auf einer Brücke im Nebel sah. Von ein und derselben Lanze durchbohrt lagen dort Artur und ein ihm ähnlicher Mann (Mordred) in den Armen. Daraufhin mahnte Merlin, niemandem auf Camelot sein Medaillon zu zeigen, da eine alte Legende besagt: "Das Einhorn wird den Drachen töten" Und Artur führt den roten Drachen im Schild. Allerdings ist man sich nicht sicher welcher Drache (Mordred oder Artur) gemeint ist.

Gwyn belauscht ein geheimes Gespräch, über den Aufenthaltsorts des Grals woraufhin Merlin gleich aufbricht, um ihn zu schützen.

Rowan und Gwyn werden nach einem Streit mit anderen Knappen in den Kerker gesperrt. In der Nacht werden die beiden von ihren Herren geweckt, um sich mit ihnen auf die Suche nach Merlin zu machen, dessen Pferd herrenlos nach Camelot zurückgekommen ist. Bei einer Furt gerät er ins Wasser und begegnet der geheimnisvollen Dame vom See. Von ihr erfährt er, dass Merlin nach Westen geritten ist und Camelots größter Feind, Mordred, Arturs Sohn, wiederauferstanden ist.

Sie werden bei Tintagel von Mordred gefangen genommen und mit Merlin und Sir Humbert in eine Zelle gesperrt, aus der sie jedoch flüchten können. Ritter Humbert, sein Förderer und Freund, stirbt in einer Druidenstätte durch den Verrat von Sir Urfin, der das Buch des Josef von Arimäthäa, das laut Merlin notwendig ist um den Gral zu erkennen, stehlen will.

Zurück auf Camelot schafft es Gwyn durch seine beim Schweinehüten erfahrenen Techniken und durch die strategischem Empfehlungen von Sir Earthing die Belagerungsarmee Mordreds und der Sachsen - die ein geheimes Bündnis geschlossen hatten- zu besiegen. Während Mordred selbst flieht und Sir Earthing freigelassen wird, da er bei der Befreiung Camelots half, kehrt Gwyn nach Hause zurück.

Gwydion – Die Macht des Grals

Auf seiner Reise nach Hause fühlt sich Gwyn verfolgt. Zuhause angekommen begegnet er beim Schweinehüten einem kranken Mann, den er nach Hause bringt, dort pflegt und dann nach Camelot transportieren will, der sich dann aber als Lancelot, den erste Ritter des Königs, entpuppt. Zurück in Camelot findet Merlin heraus, dass man Lancelot vergiftet hatte und schickt Gwydion mit seinem Freund Rowan zur Kräuterbeschaffung bei einer Heilerin aus. Beide werden von Mordred verfolgt, und nach dem sie die Burg Dinas Emrys im Wüsten Land von einem Fluch befreien, sehen die Einwohner Gwyn als ihren neuen Herrscher. Im späteren Verlauf erfährt Gwyn, dass er der Erbe des Herrn von Dinas Emrys, Goon Desert, ist, der damit der Herr der Gralsburg war, und dass seine Mutter Valeria die Gralshüterin war. Somit ist Gwyn, der die Linie der Deserts und die Linie seiner Mutter wieder vereint, der letzte Fischerkönig, der Gralswächter und Herr von Dinas Emrys, und damit eigentlich auch der mächtigste König Brittaniens - sofern er den Gral besitzen würde. Darüber hinaus treffen Rowan und Gwydion die Überreste einer alten römischen Legion, unter dem blinden General Decimus der sich später als wichtiger Verbündeter zeigen wird.

Zurück auf Camelot soll der genesene Lancelot wieder in die Tafelrunde aufgenommen werden, wogegen sich Sir Kay jedoch wehrt, sodass Lancelot ihn im Kampf besiegen muss, was ihm auch mit Gwyns Amulett am Hals gelingt. Nach dem Kampf wird auf Sir Kay ein Attentat verübt, bei dem er fast umkam. Rowan war nach dem Ereignis unauffindbar, wodurch der Verdacht natürlich auf ihn viel. Nicht zuletzt weil Rowan und Sir Kay (der sein Vater ist) starke Meinungsverschiedenheiten hatten.

Gwydion – König Arthurs Verrat

König Artur kümmert sich nicht mehr um Camelot und seine Regierung. Die Ritter der Tafelrunde haben sich zu betrunkenen Raufbolden entwickelt. Artur ist der Suche nach dem Gral müde und depressiv. Gwyn, der ehemalige Schweinehirt, sucht mit Lancelot Sir Kays Attentäter. Dabei wird er mit seiner Vergangenheit als letzter Fischerkönig konfrontiert.

Gwydion – Merlins Vermächtnis

Gwyn weiß nun, dass er als Fischerkönig einer der Hüter des Grals ist. In der verborgenen Festung Dinas Emrys hat er seine Verbündeten, die ihm helfen sollen, das drohende Unheil aufzuhalten. Sie reisen umher, um Gwyns verschwundenes Amulett zu suchen, ohne das sie den Gral nicht finden können. Katlyn und Gwyn werden ein Paar, bevor Gwyn zur Schlacht zieht. Mordred greift Camelot an, und Gwydion muss sich entscheiden, Artur, der die Sache verraten hatte, zu helfen. Mit der Lanze des Longinus und seinen Getreuen kämpft er gegen die Feinde des Reiches. Er ist reifer geworden und hat nun als Erwachsener Stellung zu beziehen. Doch der Kampf endet mit einer großen Enttäuschung.

Rezensionen

  • Im Fantasyguide schreibt Carsten Kuhr unter anderem: „… was hat es mit dem geheimnisvollen Amulett, das sie [die Mutter] ihm vererbt hat, auf sich, und warum kennt Merlin seinen Namen? Mysterien, die beim Leser Interesse wecken, der Spannungsbogen selbst ist sauber angelegt, die Lektüre ohne Brüche …“[1]
  • Christel Scheja schreibt über die Reihe: „Insgesamt ist „Die Macht des Grals“ zwar kein Roman, der sonderlich in die Tiefe geht und Wissen über Kultur und Geschichte vermittelt, es gelingt ihm aber, junge wie auch ältere Leser angenehm zu unterhalten. Peter Schwindt gelingt es, die Gralssuche anders zu schildern als man es gewohnt ist und doch ein wenig Magie mitschwingen zu lassen. Gerade durch den etwas kritischen Blick auf Artus und seine Ritter zeichnet er ein Bild des Sagenkreises, das man so bisher nur selten kennengelernt hat.“[2]

Einzelnachweise

  1. Carsten Kuhr: Gwydion - Der Weg nach Camelot von Peter Schwindt. FantasyGuide.de, abgerufen am 8. Februar 2011.
  2. Christel Scheja: Gwydion - Die Macht des Grals von Peter Schwindt. FantasyGuide.de, abgerufen am 8. Februar 2011.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


Knochen des Tages

Elemente:

,

18.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
29.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
29.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
23.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
21.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
21.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom und hilft, den Landgang der Wirbeltiere besser zu verstehen – Evolutionsbiologen der Universität Konstanz sind maßgeblich beteiligt
21.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
21.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.
10.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
30.11.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
25.11.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
24.11.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team, zu dem auch SNSB-Forscher Oliver Rauhut gehört, findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
03.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
31.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht und zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
30.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und der Mongolischen Akademie der Wissenschaften haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
24.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
22.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen. Dies haben Sprachwissenschaftler durch Experimente mit einer künstlichen Grammatik herausgefunden. Daraus lässt sich schliessen, dass diese Fähigkeit auf gemeinsame Vorfahren zurückgeht.
21.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
18.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
17.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen. Doch wie sind diese aus anorganischen Stoffen entstanden? Der LMU-Chemiker Oliver Trapp berichtet über einen Reaktionsweg, bei dem sich Zucker an Mineralien ohne Wasser bilden.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die Evolution der Arten während der Kreidezeit zu.
01.10.2020
Jagdverhalten säbelzahntragender Raubtiere erforscht
Ein internationales Team von Forschenden aus dem Vereinigten Königreich und Spanien sowie unter Beteiligung vom Museum für Naturkunde in Berlin, untersuchten über 60 verschiedene säbelzahntragende Tierarten.