Genetik des Hauskaninchens


Die Genetik des Hauskaninchens im Sinne der Rassekaninchenzucht beschäftigt sich vor allem mit der Vererbung äußerer, rassetypischer Merkmale, besonders der Fellfarbe, der Haarlänge und Haarstruktur sowie der Körpergröße des Hauskaninchens.

Die Vererbung dieser Merkmale wurde vor der Entdeckung der Struktur der DNA durch Zuchtexperimente untersucht. Die entsprechende Nomenklatur stammt aus jener Zeit, wird aber, da praktisch gut handhabbar, von Züchtern und in der entsprechenden Fachliteratur noch immer in dieser Form benutzt.

Die Erbsymbole und Erbformeln

Bedingt durch die Arbeiten von Nachtsheim, der entsprechende Untersuchungen in den dreißiger Jahren in Deutschland durchführte, wird in Deutschland eine vom internationalen Gebrauch abweichende Bezeichnung der so genannten Erbfaktoren verwendet. Die internationale (englische) Nomenklatur hat sich in Deutschland nicht durchgesetzt, obwohl ihre Verwendung auch im Hinblick auf die Vergleichbarkeit mit anderen Tierarten von Vorteil wäre. In diesem Artikel wird ebenfalls die deutsche Nomenklatur benutzt, die internationale parallel dazu angegeben. Bei anderen Tierarten (Katzen, Hunde, Farbmaus etc) werden homologe Mutationen beobachtet, dort wird in aller Regel die englische Nomenklatur verwendet. Die verschiedenen für die Fellfärbung verantwortlichen Gene werden mit Buchstaben gekennzeichnet, wobei dominante Allele mit Groß-, rezessive Allele mit Kleinbuchstaben gekennzeichnet werden (siehe dazu auch mendelsche Regeln). Der Genotyp des betreffenden Tieres wird in der Regel in Form eines Bruches angegeben, dabei stehen die von der Mutter vererbten Genvarianten im Zähler, die vom Vater vererbten im Nenner. Durch Vergleich der Dominanz der einzelnen Allele kann, bekannter Genotyp der Elterntiere vorausgesetzt, die Fellfarbe und Haarstruktur vorausgesagt werden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird die Bruchschreibweise hier nur benutzt, wenn Spalterbigkeit angegeben werden soll, wenn nicht anders vermerkt, wird nach dem Schrägstrich das englische Symbol genannt.

Färbung des Wildkaninchens

Wildkaninchen

Die Färbung des Kaninchenfells wird bestimmt durch drei Farbzonen, die beim Hineinblasen in ein entsprechend gefärbtes Kaninchenfell als Unter-, Zwischen- und Deckfarbe sichtbar wird. Die unterschiedliche Färbung der Hauskaninchen wird dadurch bestimmt, ob diese Zonierung überhaupt ausgebildet wird und welche Pigmente in den einzelnen Zonen vorhanden sind. Beim Wildkaninchen bzw.wildfarbigen Hauskaninchen findet man eine dunkelblaue Unterfarbe und eine gelbräunliche Zwischenfarbe. Schwarze, braune und gelbe Haarspitzen bilden die Deckfarbe. Die Bauchunterseite und die Unterseite der Blume sind hell mit blauer Bauchunterfarbe, die Ohren sind durch einen dunklen Rand eingefasst (Wildfarbigkeitsabzeichen). Der Färbung des Wildkaninchen entsprechen die grauen Kaninchenrassen (z. B. Grauer Riese, Grauer Wiener im hasengrauen Farbenschlag).

Vererbung der Fellfarbe

Die Gensymbole für die Fellfärbung des Hauskaninchen (verändert nach Schlohlaut und Sandford)
Merkmal Deutsches Symbol Internationales Symbol
Ausbildung des Pigmentes (Vorhandensein von Tyrosinase)
volle Ausbildung der Pigmentierung A C
Dunkelchinchilla ad cch3
Chinchilla achi cch2
Marder am cch1
Russe an cH
Albino a c
Ausprägung von Schwarz
dunkeleisengrau Bee ED
eisengrau Be ES
schwarz (normale Ausprägung) B E
Japaner bj ej
gelb b e
Schwarz (Pigmentierung)
normale Ausprägung C B
braun c b
Verdünnungsfaktor
normale Pigmentdichte D D
verminderte Pigmentdichte d d
Wildfarbigkeitsfaktor (Agouti)
wildfarbig (normale Farbzonenbildung im Haar) G A
lohfarbig (Abzeichenerhaltung) go at
nicht wildfarbig (einfarbig, Zonenbildung des Haares komplett aufgehoben) g a
Silberung
nicht gesilbert p Si
gesilbert P1…3 si
Scheckung
Nichtscheckung (Punkt) k en
Punktscheckung K En
Nichtscheckung (Plattenscheckung) S Du
Plattenscheckung (Holländerkaninchen) s1…3 dud…duw
Pigmentierung
volle Pigmentierung X V
Leuzismus (weiß) x v
Breite der Zwischenfarbe (Band)
normales Band W W
weites Band w w
Gelb
normales Gelb y kein Symbol vorhanden
Gelbverstärker Y kein Symbol vorhanden
Lutinofaktor (red eye dilution)
Wildtyp Lu (?) P (?) Re
verdünnt, rotes Auge lu p, re

Der Autor Dr. Gerhardt Hochstrasser, Würzburg, hat sich um die Weiterentwicklung dieser Symbolik (dem deutschen System folgend) verdient gemacht und konnte teilweise zeigen, das die bisher vertretenen Auffassungen nicht unbedingt zutreffend sind. Im folgenden werden seine Auffassungen und Anmerkungen parallel zum konventionellen Verständnis angegeben.

Albinoserie

Die Albinoserie A ( C) ist der Grundfaktor für die Pigmentierung des Haares. Tiere mit diesem Gen im Wildtyp besitzen die volle Fähigkeit, Pigment auszubilden. Die einzelnen Mutationen dieses Gens führen zu einer abnehmenden Pigmentierung des Felles. Ursache dafür ist die Ausbildung des Enzyms Tyrosinase. Der zunehmende Farbverlust wird besonders deutlich, wenn man die Abstufung der Färbung bei wildfarbigen Tieren betrachtet, d. h. Wildkaninchenfärbung- Dunkelchinchilla- Chinchilla- Chinchillafarbiger Marder- Wildfarbiges Russenkaninchen (Abzeichen chinchillafarbig)-Albino. Die verschiedenen Mutationsstufen des Gens verkörpern unterschiedliche Verluststufen dieses Enzyms, vom teilweisen Verlust (Dunkelchinchilla, Chinchilla, Marder), über die hitzelabile Form (Russenzeichnung) bis zum vollständigen Verlust(Albino). Für eine detaillierte Darstellung siehe unter Albinismus. Demzufolge schlägt Hochstrasser vor, diesen Faktor „maximale Präsenz / maximales Fehlen von Tyrosinase“ zu nennen.

Die erste Mutationsstufe dieses Gens ist der Faktor für Dunkelchinchilla ad (cch3). In Deutschland ist keine Kaninchenrasse mit diesem Faktor bekannt, es handelt sich um aschgraue Tiere, die dunkler als die Standardchinchilla gefärbt sind. Der Dunkelchinchillafaktor ist rezessiv gegenüber dem Wildtyp (A/C), aber dominant gegenüber den restlichen Varianten der Albinoserie.

Großchinchilla

Der Chinchillafaktor achi (cch2) führt bei seinem Träger dazu, dass das gelbe Pigment ((Phäomelanin) des Wildkaninchenfells nicht ausgebildet wird, anstelle der gelben Zwischenfarbe tritt ein reinweißes Band, das Fell des Kaninchen erscheint dadurch bläulich-aschgrau. Die Krallen sind dunkel hornfarbig. Aufgrund der Ähnlichkeit dieser Fellfarbe mit der des südamerikanischen Chinchillas erfolgte die Namensgebung der Rasse. Typischer Vertreter dieses Mutationstyps sind die Groß- und Kleinchinchillakaninchen.

siamfarbenes Widderkaninchen

Der Marderfaktor am ist als alleiniger Faktor in Deutschland ebenfalls nicht als einzelne Rasse anerkannt. Standardgemäße Marderkaninchen (Typmarder) sind spalterbige Tiere die durch Kreuzungen von Russenkaninchen mit den reinerbigen, so genannten Dunkelmardern erzielt werden. Damit wird deutlich, dass diese Mutation zusammen mit dem Russenfaktor und dem Albinofaktor einen intermediären Erbgang zeigt. Bei den Rassetieren ist zusätzlich durch die Aufhebung des Wildfarbigkeitsfaktor (g/a statt G/A) keine Zonierung der Fellfarben mehr vorhanden. Der Marderfaktor zeigt sich in der Fellfarbe durch eine dunklere Färbung des Kopfes, der Ohren, der Extremitäten und des Schwanzes (Blume), ein breiter Streifen des Rückens ist ebenfalls dunkler gefärbt. Die Unterfarbe des Fells ist bläulich.Ist der Marderfaktor mit dem Wildfarbigkeitsfaktore kombiniert, entstehen so genannte Chinchillamarder. Genetisch zu den Marderkaninchen gehören die Siamesenkaninchen, die Zeichnung dieser Tiere entspricht der der bekannten Siamkatze, mit einer hellen, beim Gelbsiamesen hellgelblichen Deckfarbe, Schultern und Hinterpartie sind etwas dunkler. Die Siamkaninchen besitzen eine dunkle, die Augen umfassende Schnauzenzeichnung (Maske, dunkle Ohren und Läufe, die Blume ist ebenfalls dunkel).

Kalifornierkaninchen mit der typischen Russenzeichnung

Der Russenfaktor (an bzw. cH ), im englischen Sprachgebrauch als Himalayan bezeichnet, bewirkt teilalbinotische Tiere mit roten Augen. Lediglich die Schnauzenpartie, Ohren, Läufe und Blume sind gefärbt (Akromelanismus). Beim von der Wildfarbe abgeleiteten Mutationstyp ist die Blumenunterseite hell. Dem Standard entsprechende Tiere zeigen einfarbig schwarze, blaue, oder braune Abzeichen. Die dunkle Färbung der Extremitäten wird hervorgerufen durch sogenannte Kälteschwärzung. Lediglich die Körperstellen, an denen eine Hauttemperatur von unter 35 °C (andere Angaben 28 °C) herrscht, bilden eine Farbe aus. Ursache dafür ist, dass bei den betroffenen Tieren eine hitzelabile Form der Tyrosinase ausgebildet wird. Aus diesem Grund zeigen Russen und Kalifornier auch bei Außenhaltung im Winter eine bessere Zeichnung als im Sommer, bei besonderer Kälte bildet sich besonders bei älteren Tiere auch eine dunkle Zone an den Augen, bei Häsinnen auch an der Wamme aus. Wird einem Tier mit Russenfaktor im Winter ein Teil des Felles geschoren, wächst dort dunkles Haar nach, der entstandene Fleck verschwindet beim nächsten Haarwechsel. Die Jungtiere der genannten Rassen werden reinweiß geboren, die Ausbildung der Zeichnung erfolgt erst nach Verlassen des Nestes. Sind die Jungtiere während der Säugeperiode Kälte ausgesetzt, entsteht häufig ein grauer Anflug des Felles, der beim Fellwechsel verschwindet.

albinotisches Hermelinkaninchen

Die Endstufe der Albinoserie ist der Albinofaktor (a bzw. c). Tiere die diesen Erbfaktor besitzen, bilden keine Pigmente aus, da ihnen die Tyrosinase vollständig fehlt. Das Fell erscheint dadurch reinweiß, da auch die Iris des Auges nicht gefärbt ist, erscheint durch das Durchscheinen der Blutgefäße des Augenhintergrundes das Auge rot. Typische Vertreter dieses Mutationstyp sind der Weiße Neuseeländer und das Hermelin Rotauge.

Schwarzserie (B bzw.E-Serie)

Das in der deutschen mit B in der internationalen Literatur mit E (für Extension-Locus) bezeichnet Gen steuert die Ausprägung des schwarzen Pigmentes Eumelanin im Kaninchenhaar. Mutationen dieses Gens führen entsprechend zur Verstärkung oder Verdünnung von Schwarz im Erscheinungsbild.

Dunkeleisengrau (Bee bzw. ED) und Eisengrau (Be bzw. Es) sind Mutationen, die gegenüber dem Wildtyp (B bzw. E) einen dominanten Erbgang zeigen. Die Tiere zeigen die Wildfarbigkeitsabzeichen, sind jedoch deutlich dunkler gefärbt, dunkeleisengraue Tiere sind fast schwarz. Eisengraue Tiere besitzen am ganzen Körper eine dunkle Deckfarbe, die Bauchfarbe ist nur geringfügig heller. Die Zwischenfarbe und der Genickkeil sind nur angedeutet. Während dunkeleisengrau in Deutschland bei keiner Rasse als Farbenschlag zugelassen ist, sind eisengraue Tiere als Farbschläge zum Beispiel beim Deutschen Riesen, dem Grauen Wiener und den grauen Farbenzwergen zugelassen. Dunkeleisengrau ist dominant gegenüber eisengrau, beide sind intermediär gegenüber dem Wildtyp. (siehe hierzu auch den von Hochstrasser vermuteten Schwarzverstärkerfaktor)

Der Wildtyp B/E ist verantwortlich für die normale Ausprägung des schwarzen Pigmentes im Fell. In Kombination mit dem Wildtyp der übrigen Farballele ergibt sich das wildgraue Kaninchenfell. Diese Fellfarbe findet sich bei allen wildgrauen Farbschlägen. Es muss an dieser Stelle bemerkt werden, dass in der Züchterpraxis die grauen Farbschläge nicht im notwendigen Maß getrennt gehalten werden, so das Unklarheiten und Übergänge möglich sind. (s. auch Gelb- und Schwarzverstärkerreihe)

Burgunderkaninchen
Sachsengold

Die Färbung der Japanerkaninchen (Englisch: Harlequin) (bj bzw. ej) stellt ebenfalls eine Mutante der Schwarzserie dar. In dieser Mutation wird das schwarze Pigment ungleichmäßig im Haarkleid verteilt, so das ein schwarz-gelb geschecktes Fell entsteht. Die Verteilung der Flecken kann dabei sowohl in einer kleiner verteilten Struktur auftreten (realisiert beim Rhönkaninchen, dort als weiße Flecken da in Kombination mit den Chinchillafaktor) oder als größere Farbfelder, wie beim standardgemäßen Japanerkaninchen. In der ursprünglichen Ausprägung (Japanerfaktor kombiniert mit dem Wildtyp der übrigen Allele) gehörten auch grauweiße Flecken zum Erscheinungsbild des Tieres. Weiß wurde allerdings, bis auf die Bauchfarbe weitgehend verdrängt, man strebt heute im Genotyp Tiere mit der Kombination des Japanerfaktors und dem Einfarbigkeitsfaktor (g bzw. a) an. Der Japanerfaktor verhält sich rezessiv gegenüber dem Wildtyp.

Die Endstufe der B bzw. E-Reihe stellen gelbwildfarbige Tiere (b/e) dar, die bei einigen Rassen als Farbenschlag zugelassen sind. Diese Mutation ist in Kombination mit anderen Faktoren so als Burgunderkaninchen (y1, laut niederländischem Standard ohne zusätzlichen Gelbverstärker) bzw. Roter Neuseeländer (y1..3) mit zusätzlichem Gelbverstärker, oder als Gelbsilber mit zusätzlicher Silberung des Felles (P1…3/si) beteiligt. In Kombination mit weiteren Farbfaktoren ist b/e an auch der Zeichnung diverser anderer Rassen (z. B. beim Thüringer zusammen mit g / a) beteiligt.

Schwarz-Pigmentierung (C / B-Serie)

Von diesem Gen, welches die Anlage des schwarzen Pigmentes bestimmt, ist neben dem Wildtyp (C bzw. B) die Mutation für das Fehlen des schwarzen Pigmentes (c bzw. b) bekannt. In diesem Fall entsteht ein braunwildfarbiges Tier, d. h. die Zonierung der Farbverteilung im Haar bleibt erhalten, allerdings erscheint das Tier braun. In Kombination mit dem Faktor (g bzw. a – Zonierung des Haares aufgehoben, entsteht die gleichmäßig braune Farbe des Havannakaninchens), in Kombination mit dem Silberfaktor (P1…3/si) die Farbe des Braunsilberkaninchens.

Der Parallele Genort beim Menschen verursacht Oculocutanen Albinismus Typ 3, wird auch als Braun-Locus bezeichnet und ist im Artikel Albinismus beschrieben.

Dichte der Pigmentierung D /D

Marburger Feh

Dieser Faktor, der im Übrigen im deutschen wie im englischen Symbolsystem mit D (für Dilute-Gen) bezeichnet wird (auf doppelte Symbolik wird deshalb hier verzichtet), bestimmt die Dichte der Pigmente im Kaninchenhaar. Seine Mutation zu d bewirkt (durch unregelmäßige Verteilung und Verklumpung) eine Verdünnung des Pigments und eine Veränderung der Fellfarbe zu blauwildfarbig. Diese Farbe zeigen zum Beispiel das Perlfehkaninchen und der Blaugraue Wiener. Wird diese Mutante mit dem Verlust der Farbzonenbildung kombiniert (g bzw. a) entsteht die sattblaue Farbe des Blauen Wieners. Kommt dazu noch die Mutante c (bzw. b) wird die hellblaue Farbe des Marburger Feh erreicht.

Der Wildfarbigkeitsfaktor (Agouti)

wildfarbenes Kaninchen

Der Wildfarbigkeits- oder Agoutifaktor (G bzw. A) bestimmt die Zonenverteilung der Pigmente im Haar. Die englische Bezeichnung dieses Faktors leitet sich vom Aguti ab.

Ist der Wildfarbigkeitsfaktor in seiner ursprünglichen Form G / A vorhanden, zeigt das Tier die typischen Wildfarbigkeitsmerkmale: Dreizonige Farbverteilung des Haares auf dem Rücken, sowie die typischen Wildfarbigkeitsabzeichen: Weiße Bauch – und Blumenunterseite, Innenseite der Schenkel und Kinnbackeneinfassung und bräunlicher Genickkeil. Die Sprenkelung der Rückenfarbe setzt sich als schwarz-weiß gesprenkelte Oberseite auf der Blume fort. Ist der Wildfarbigkeitsfaktor mit Mutationen der anderen Farballele kombiniert, ergeben sich die dort beschriebenen Zeichnungsbilder.

lohfarbenes Kaninchen
Einfarbigkeitsfaktor bei schwarzer Grundfarbe

Die erste Mutationsstufe des Wildfarbigkeitsfaktors ist die Lohfärbung (englisch tan, Symbole go bzw. at). Bei dieser Mutation ist die Zonenbildung des Haares aufgehoben, sind alle anderen Farballele im Wildtyp vorhanden, ergibt sich eine schwarze Farbe des Fells. Die helleren Wildfarbigkeitsabzeichen bleiben als weiße oder cremefarbene Abzeichen erhalten. In dieser Form ist die Lohfarbe nicht als Farbenschlag vertreten, die Lohkaninchen besitzen zusätzlich den Gelbverstärker (y1..3), der zu einer leuchtenden gelben bis roten Bauchunterfarbe führen. In Kombination mit dem Chinchillafaktor (achi / cch2 ) entsteht die Zeichnung des Weißgrannenkaninchens. Nach Hochstrasser sollte dieser Faktor statt Lohfaktor besser „Abzeichenerhaltungsfaktor“ genannt werden, da das typische an dieser Mutation die Erhaltung der Wildfarbigkeitsabzeichen ist, während die das Lohkaninchen kennzeichnende gelb-rote Lohfarbe durch die Wirkung des Gelbverstärkers hervorgerufen wird.

Im Zustand g bzw. a ist die Zonierung der Fellfarbe vollständig aufgehoben, das Kaninchen ist einfarbig. In Kombination mit den übrigen Allelen im Wildtyp resultieren rein schwarze Tiere (Alaska, Schwarzer Wiener). Mutation der übrigen Farbfaktoren führt zu zunehmend heller gefärbten, einfarbigen Tieren, vom blau des Blauen Wieners (ABCdg / aBCdeE) über das hellere Blau des Marburger Feh ABcdg / abCdE, zur Sandfarbe des Separatorkaninchens Abcdg / abCde.

Silberung

Unter Silberung versteht man das Auftreten einzelner, mehr oder minder gleichmäßig im Fell verteilter Haare mit pigmentloser Spitze, die dem Fell zusammen mit den normalen, schwarz gespitzten Grannen eine silberartiges, bereiftes Aussehen geben. Jungtiere der betreffenden Rassen werden ohne diese Silberung geboren, sie erscheint im Laufe des ersten Lebensjahres mit den Haarwechseln. Die Mutation (P1…3 / si) ist dominant gegenüber der Nichtsilberung (p/Si). Die Silberung ist eine der ältesten beim Kaninchen bekannten Mutationen und bereits in englischen Schriften aus dem 17. Jahrhundert beschrieben. Die Vererbung der Silberung ist nicht vollständig verstanden (Sandford).

Scheckung

Es gibt mindestens zwei verschiedene Allele, die die Scheckung des Kaninchen bestimmen. Man unterscheidet zwischen der Punktscheckung, wie bei der Deutschen Riesenschecke oder Englischen Schecke. Ein anderen Typ der Scheckung stellt die Gürtel- oder Plattenscheckung dar, die bei den Holländerkaninchen auftritt.

Die beiden Faktoren unterscheiden sich in ihrer Wirkung, während der Punktscheckenfaktor dadurch wirkt, dass während der Embryonalentwicklung ein „zu spätes“ Abwandern von Melanoblasten aus der Neuralleiste erfolgt, wobei durch die inzwischen eintretende Verhärtung der Hautschichten keine Einlagerung in die Haarwurzeln als Melanozyten mehr erfolgen kann und das Haar entsprechend farblos bleibt. Bei der Plattenscheckung dagegen unterbleibt durch oberflächliche Defekte der Neuralleiste die Bildung von Melanoblasten, die ansonsten, den Blutgefäßen folgend in die Hautflächen und damit die Haarwurzeln einwandern und dort als Melanozyten die Pigmentbildung durchführen.

Punktscheckung

Punktscheckung

Punktscheckung (Deutsche Symbole k/K; Englische Symbole en/En) zeigt sich in reinerbiger Form durch ein kaum gezeichnetes Tier, die so genannten Hellschecken, die im Wesentlichen weiß mit nur wenig dunkler Zeichnung sind (Züchterausdruck: Chaplin). Die Mutation für Scheckung (K bzw. En) zeigt einen intermediären Erbgang mit dem Wildtyp k/en. In den im Standard zugelassen Rassen liegt Punktscheckung stets in Kombination mit Einfarbigkeit vor, eine Ausnahme bildet die Rheinische Schecke, die eine Kombination aus Japanerzeichnung und Punktscheckung darstellt. Zur besseren Übersichtlichkeit wird in den weiteren Ausführungen von der Kombination mit Einfarbigkeit (g bzw.a) ausgegangen. Die als standardtypisch definierten Tiere sind spalterbig, Paarung solcher Tiere untereinander ergibt gemäß der Mendel’schen Regeln 25 % einfarbige Tiere, 50 % Typschecken und 25 % Hellschecken. Prinzipiell ergibt eine Verpaarung von einfarbigen Tieren mit Hellschecken 100 % Typschecken. Allerdings ist der Faktor für Punktscheckung mit einem so genannten Lethalfaktor (nach Majaura besser Semilethalfaktor) verknüpft, der dazu führt, dass Hellschecken eine deutlich verminderte Lebensfähigkeit aufweisen. Aus Gründen des Tierschutzes wird deshalb empfohlen, bevorzugt Paarungen zwischen einfarbigen Tieren und Typschecken vorzunehmen, um das Auftreten reinerbiger Hellschecken zu vermeiden. Allerdings gibt es auch Literaturhinweise, dass diese Semilethalfaktoren, die offenbar vor allem zu Problemen im Verdauungstrakt führen, durch geeignete Ernährung für das Einzeltier und für die Rasse durch entsprechende Selektion überwunden werden könnten. Die Zeichnung der Typschecken ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch Schnauzenzeichnung (Schmetterling), Backenpunkte, vollständig gefärbte Ohren, einen Aalstrich, der sich bis zur Oberseite der Blume zieht und die Seitenflecken gebildet, die als Band, wie bei der Englischen Schecke oder als einzelne Punkte, wie bei der Riesenschecke ausgebildet sein können. Die in den Rassestandards geforderten Idealzeichnungen werden auch bei Typenschecken nicht von allen Tieren erreicht. Schlohlaut gibt an, dass auch die Zeichnung der Mecklenburger Schecke auf die Wirkung des Punktscheckenfaktors zurückzuführen ist.

Platten- oder Gürtelscheckung

Jungtier mit typischer Holländerzeichnung

Die Plattenscheckung (Deutsches Symbol S für Nicht-Scheckung s1..3 für verschiedene Typen der Scheckung, englisches Du (von Dutch = holländisch) für Nichtscheckung und dud (dunkel) und duw (hell) für verschiedene Scheckungstypen. Die Mutanten sind nicht vollständig rezessiv gegenüber Nichtscheckung, die Vererbung ist nicht vollständig geklärt, laut Sandford sind wahrscheinlich mehrere (auch modifizierende) Gene beteiligt. Die Scheckung zeigt sich in Form der Holländerzeichnung in mehr oder weniger standardgemäßer Ausprägung beim Holländerkaninchen (in unterschiedlicher Kombination mit den fünf Farballelen, die zur großen Zahl der Farbenschläge führt) sowie in extremer Ausprägung beim Hototkaninchen, bei dem die weißen Flecken bis auf die schwarzen Augenringe den kompletten Körper des Tieres bedecken. Nach Hochstrasser sollte dieser Faktor „Neuralleistendefektfaktor“ genannt werden, zu den Hintergründen der Entstehung von Scheckungen siehe Artikel Scheckung. Zu beachten ist dabei, dass die Nummerierung der Plattenscheckungsfaktoren nicht einzelnen, sich summierenden Genen, sondern unterschiedliche Mutationsstufen des Faktors entsprechen.

Leuzismus

Leuzistisches Kaninchen

Normalerweise besitzen Kaninchen (auch Albinos) den Faktor für Farbbildung X (deutsches Symbol X, englisches Symbol V). Das englische Symbol bezieht sich auf das Weiße Wienerkaninchen (Vienna White) als dem bekanntesten Träger der mutierten Form x bzw. v, die zur Nichtausbildung von Pigment führt, allerdings bleiben im Gegensatz zum Albino, die Augen gefärbt. Ein weiterer Vertreter dieser Mutation ist das Hermelinkaninchen im blauäugigen Farbenschlag, der also sein weißes Fell einer völlig anderen genetischen Ausstattung verdankt als das albinotische rotäugige Hermelinkaninchen. Kreuzungen zwischen Albinos und leuzistischen Kaninchen ergeben eine gefärbte Nachkommenschaft, da die Nachkommen der F1 Generation vom leuzistischen Elternteil den dominanten Faktor A/C und vom albinotischen Elternteil den Faktor X/V mitbringen. Der Leuzismus verhält sich intermediär mit dem Wildtyp, die Nachkommen besitzen in der Regel weiße Abzeichen an Schnauze oder Läufen.

Die Plattenscheckung und der Leuzismus als Teile der Neuralleistendefektreihe

Folgt man Hochstrasser, existiert kein „Leuzismusfaktor“ X/V beim Kaninchen sondern dieser Faktor ist als weitere Mutation (bis zum totalen Pigmentverlust) der Plattenscheckungsreihe aufzufassen. Die Abstufung dieser Neuralleistendefektreihe sieht damit folgendermaßen aus:

  • S - vollständige Ausbildung des Pigmentes
  • sa - sb- sc- sd .....erste Anzeichen für Scheckung in Form einzelner weißer Haare, weiße Büschel, Stirnfleck, etc.
  • si .... ideale Ausbildung der Holländerzeichnung
  • sn..... unbekannte Mutationsstufen des Gens die zu starker Scheckung mit vollständigem Überwiegen von Weiß führen (z. B. beim Hotot und Husumer Blauauge.
  • sx..... vollständiger Verlust des Pigmentes wie beim Weißen Wiener.
  • sxe.....weitere Mutationsstufe die beim Weißen Wiener neben dem vollständigen Pigmentverlust darüber hinaus zu Epilepsie führt.

Eine interessante Synthese der Hochstrasserschen Arbeiten gibt Majaura, der die die angeführten Modifizierungsfaktoren quasi ordnet. Neben der von Hochstrasser postulierten Schwarzverstärkerreihe und den schon länger bekannten Gelbverstärker und Holländerscheckungsreihe gibt dieser Autor noch einen Faktor Z an, dessen Mutationen die Stärke und die Ausprägung der Punktscheckung bestimmen (von blanknasigen Schecken, über die typische Scheckung der Punktscheckenrassen bis zur Mantelzeichnung.

Da bei anderen Tierarten mehrere unterschiedliche Gene für Leuzismus und Scheckungen verantwortlich sein können, ist es unwahrscheinlich, daß es sich bei all diesen Scheckmustern um Mutationen desselben Gens handelt.

Außerdem liegen laut Castle die Gene für Leuzismus und Plattenscheckungen auf verschiedenen Chromosomen.[1]

Der Breitband-Faktor

Dieser, die Breite die Zwischenfarbe bestimmende Faktor, wird in beiden Symbolsystem mit W bzw. in der Mutation (breites Band) mit w bezeichnet. Aus diesem Grund wird auch hier auf die doppelte Angabe der Symbole verzichtet. Der Wildtyp W bezeichnet die normale Ausbildung der Zwischenfarbe, w führt zur Verbreiterung des Bandes, eine entsprechende Rasse ist Verfasser nicht bekannt. Sandford gibt für die im englischen System w genannte Mutante die deutsche Entsprechung y1..3 an. Gemäß den von Rudolph/Kalinowski und Schlohlaut gemachten Angaben ist der Gelbverstärker im englischen System nicht aufgeführt.

Gelbverstärker (Die Phäomelaninkontrollreihe)

Roter Neuseeländer, Die Fellfärbung zeigt deutlich die Wirkung des Gelbverstärkers
.

Verstärkte Ausprägung der gelben bzw. roten Farbe im Kaninchenfell wird im deutschen System mit y1..3 bezeichnet, im englischen System fehlt dieser Faktor. Der Niederländische Rassestandard, der zu jeder Rasse die englischen und deutschen Erbformeln angibt, verwendet das y-Symbol bei den entsprechenden Rassen auch im englischen System. Der unmutierte Typ wird mit Y bezeichnet. Zu finden ist dieser Faktor bei Hasenkaninchen und Deilenaar, er sorgt für eine satte kastanienbraune Färbung des wildfarbigen Fells. Gelbwildfarbige (Einfarbigkeit angestrebt) Rassen mit zusätzlichen Gelbverstärkern sind Sachsengold und Roter Neuseeländer. Dem Lohkaninchen geben Gelbverstärker die leuchtende Lohfarbe. Wie Hochstrasser zeigen konnte, sind die Gelbverstärkervarianten dominant gegenüber dem Wildtyp und müssten mit großen Buchstaben gekennzeichnet werden. Teilweise wird diesem Vorschlag in der Fachliteratur gefolgt. Der Wildtyp wird dabei mit Y1, die Mutationstufen, die zur verstärkten Ausprägung der gelbroten Farbe führen werden mit Y2, Y3, etc. gekennzeichnet. Da Gelbverstärker üblicherweise nur aufgeführt werden, wenn sie für die Färbung der jeweiligen Kaninchen relevant sind, ist kaum mit Missverständnissen zu rechnen. In diesem Artikel und den Artikeln zu den einzelnen Kaninchenrassen wird der konventionellen Darstellung gefolgt. Im Gegensatz zu der häufig zu findenden Darstellung, wonach die gelbroten Rassen scheinbar unterschiedliche Mengen dieser Gelbverstärker besitzen sollen, konnte Hochstrasser nachweisen, dass es sich um Allele, d. h. Mutationsstufen eines Gens handelt, das heißt, das sich Rassen mit der unterschiedlicher Gelb- oder Rotfärbung sich nicht in der Zahl der Gelbvertärker sondern in der Mutationsstufe des Gens unterscheiden. Es handelt sich um Allele der Phäomelaninkontrollreihe, d. h. das Gen kontrolliert die Einlagerung des Farbstoffs Phäomelanin in das Haar der Kaninchen.

Die Eumelanin-Kontrolle (Schwarzverstärker)

Hochstrasser erklärt die unterschiedlichen Ausprägungen von wildfarbigen Kaninchen (in Form der Farbschläge Hell-, Hasen- und Dunkelgrau) bei nach Nachtsheim gleicher Erbformel ABCDG mit dem Vorhandensein eines Faktors für die Kontrolle des schwarzen Pigments Eumelanin, der in Analogie zur Phäomelaninreihe (Gelbverstärker) als Schwarzverstärker bezeichnet wird, als Symbol wird dafür E vorgeschlagen. Auch hier wird der Wildtyp mit E1, die ihm gegenüber dominanten Mutanten als E2, E3, etc. angegeben. Hochstrasser erklärt mit diesem Schwarzverstärkerfaktor auch die Farbschläge Eisengrau und Dunkeleisengrau, die in der bisherigen Systematik als Mutanten der Schwarzserie (Bee und Be nach Nachtsheim, Ed und Es nach der internationalen Systematik) betrachtet wurden. Analog dazu werden auch rezessive Formen in Form einer Schwarzverminderung (e1,e2,...etc.)

Red eyed dilution factor (Lutino-Faktor)

Diese Mutation ist erst in neuerer Zeit aufgetreten (laut Regitz 1985 in Dänemark). Tiere mit dieser Mutation zeigen ein recht helles, gelbwildfarbiges Fell, vergleichbar einem hellen Burgunder oder der Grundfarbe des Gelbsilbers. Die Zucht in den skandinavischen Ländern erfolgt in den Farbschlägen „shadow“ (cremegelbe Deckfarbe mit lichtem blau, Unterfarbe und Wildfarbigkeitsabzeichen helles blau) und „lutino“ mit gelber bis oranger Deckfarbe und weißen bis cremefarbigen Bauch und Wildfarbigkeitsabzeichen. (zitiert nach Regitz). Regitz gibt als Symbol für den Verdünnungsfaktor beim Kaninchen u (an anderer Stelle lu??) an (Wildtyp dann U bzw. Lu?). Bemerkenswert ist, dass diese Mutante rote Augen, anolog einem Albino zeigt, wenn auch nicht komplett pigmentlos. Die Mutation könnte in Kombination mit den bisher bekannten Farballelen die Zucht neuer Fellfarben beim Kaninchen ermöglichen. Rudolph und Kalinowski zitieren bereits 1982 eine Arbeit von Fox, (in Handbook of Genetics, 1975), und führen die (englischen) Symbole Re für normale Farbausbildung und re für Aufhellung und rote Augen an, machen aber keine weiteren Angaben. Beim Menschen entspricht diese Mutation dem Oculocutanem Albinismus Typ 2 und wird Artübergreifend als Rosa-Augen-Serie bezeichnet. 1960 wurde von einer 1949 erstmals in Bremen beobachteten Mutation berichtet, die rote Augen ohne Aufhellung der Fellfarbe bewirkte und mit ra symbolisiert wurde.

Haarstruktur

Faktoren zur Haarbildung (verändert nach Schlohlaut und Sandfort)
Merkmal Deutsches Symbol Internationales Symbol
Langhaar
Normalhaar V L
Langhaar (Angora) v l
Kurzhaar
Normalhaar Rex R1
Rex-Kurzhaar rex r1
Normalhaar Dek R2
Deutsch-Kurzhaar dek r2
Normalhaar Nok R3
Normannen-Kurzhaar nok r3
Satin (Seidenhaar)
Normalhaar Sa Sa
Satinhaar sa sa
Bartbildung
keine Bartbildung ? ?
Bartbildung/Mähne ? ?

Langhaarfaktor

Langhaariges Kaninchen, vermutlich ein Fuchszwerg
Angorakaninchen

Der Langhaarfaktor (Deutsch V, in der Mutation v, Englisch L/l) tritt beim Angora- und beim Fuchskaninchen (einschließlich der Zwergformen auf). Während das Haar beim Angora ständig nachwächst und geschoren wird, unterliegt das lange Haar des Fuchskaninchens, dem auch der angoratypische Ohrbehang fehlt, dem normalen Fellwechsel und muss nicht geschoren werden. Da bei der Herauszüchtung des Fuchskaninchens Angoras verwendet wurden, wird die Langhaarigkeit der Fuchskaninchen auf denselben Langhaarfaktor wie beim Angora zurückgeführt, was nach Schlohlaut allerdings auch angezweifelt wird.

Kurzhaarigkeit (Rexe)

Hauptartikel: Rexkaninchen

Es sind (mindestens) drei Genloci bekannt, die beim Kaninchen zur Kurzhaarigkeit (Rex-Fell führen). Laut Literatur sind diese Tiere phänotypisch nicht zu unterscheiden, führen aber bei Kreuzung untereinander in der F1-Generation zu normalhaariger Nachkommenschaft. Die heute zumindest in Deutschland, laut Sandfort auch in Großbritannien zu findenden Rexkaninchen gehören alle zum Castor-Rex-Typ (rex bzw. r1). Allerdings beschreibt Joppich, der die deutschen Kurzhaarkaninchen (dek bzw. r2) selbst gezüchtet hat, dass Unterschiede zum französischen Rex insofern bestanden, als dass die Deutsch-Kurzhaar am ganzen Körper persianerartig gelockt war. Die Tiere dieser Linie wurden auch Nachtsheim zur Verfügung gestellt. Die Rasse ist offenbar bereits in der dreißiger Jahren wieder ausgestorben. Joppich erwähnt in diesem Zusammenhang einen Astrex oder Astrachanrex mit ähnlich gekräuselter Haarstruktur. Auch dieser Typ ist offenbar ausgestorben. Zu welchem der drei Kurzhaartypen sie gehörten, oder ob sie eine weitere Mutation darstellten, ist nicht bekannt. Sandford erwähnt diesen Astrex ebenfalls, allerdings auch dort als wahrscheinlich ausgestorben. Der Normannenrex (nok bzw. r3) war in Frankreich als Mutation in Zuchten großer Russenkaninchen hervorgegangen. Obwohl Joppich diese Tiere in Haarstruktur und Gesundheit als den Castor-Rexen und dem Deutschen Kurzhaar für überlegen beschreibt, ist auch diese Rasse offenbar ausgestorben. Vor wenigen Jahren ist eine als Astrex-Kaninchen bezeichnete Rasse in Kanada aufgetaucht, ob diese Tiere mit den ursprünglichen Astrachan-Rexen identisch ist, ist unbekannt.

Satin

Hauptartikel: Satinkaninchen

Die Satinstruktur des Kaninchenhaares ist eine Mutation des normalen Faktors (Sa) zu (sa). Das Haar der Tiere hat eine normale Länge, allerdings eine besonders weiche, seidenartige Struktur (Name), die auch zu einer leicht veränderten Erscheinung der Fellfarbe führt (weiß wird zu Elfenbein). Das Fellhaar der Satin ist ca. 3,5 cm lang, die Grannen sind fein und überragen das Haar nur wenig. Das Unterhaar ist sehr dünn. Das einzelne Haar ist von einem dünnen, durchsichtigen mit sehr feiner schuppen- oder schindelartiger Oberflächenhäutchen überzogen. Durch die besondere Haarstruktur werden die Fellfarben beim Satinkaninchen besonders deutlich sichtbar.

Weitere Haarstrukturen beim Kaninchen

Bartkaninchen

Belgisches Bartkaninchen

Bartkaninchen (genetisch identisch mit Löwenköpfchen?) zeigen eine deutliche Bart oder Mähnenbildung, d. h. die Haare am Kopf und der Unterseite des Rumpfes sind deutlich länger. Vertreter dieses Typs ist das Belgische Bartkaninchen.

Opossum

Bei Sandford und Joppich wird das Opossumkaninchen erwähnt. Sandford beschreibt es als Rexkaninchen, dessen ganzer Körper mit gekräuselten, weißgespitzten Haaren bedeckt ist, die rechtwinklig vom Körper abstehen und dem Tier ein wolliges Aussehen geben. Der Autor erwähnt auch, dass der Oposumcharakter rezessiv zum „normalen Rex“ vererbt wird. (rex/r1?). Das bei Joppich erwähnte Opossumkaninchen ist ebenfalls eine Weiterzüchtung Rex-Kaninchen, hier aus Deutsch-Kurzhaar (dek / r2), eine Weiterzucht scheint nicht erfolgt zu sein. Folgt man der bei Sandford dargestellten Entwicklung des britischen Opossumkaninchens, handelt es sich bei dieser Mutation um eine Kombination eines der Kurzhaarfaktoren mit dem Langhaarfaktor.

Der Zwergfaktor

Die Erscheinung der bekannten Zwergkaninchen (Hermelin und Farbenzwerge) mit dem gedrungenen Körperbau und den kurzen eng zusammenstehenden, straff aufrechten Ohren wird hervorgerufen vom Zwergfaktor Dw (Wildtyp) bzw. dw in der Mutation, die einen intermediären Erbgang zeigen. Die Typzwerge stellen einen spalterbigen Genotyp (Dw/dw) dar. Die Verpaarung dieser Tiere untereinander ergibt 25 % größere, im Typ nicht dem Hermelinkaninchen entsprechende Kaninchen mit etwas längeren Ohren („untypischer, großer Farbenzwerg, Dw/Dw), 50 % Typzwerge (Dw/dw) und 25 % reinerbige Tiere vom Typ (dw/dw), die allerdings nicht lebensfähig sind und bereits bei der Geburt ein deutlich geringeres Gewicht aufweisen. Einige Autoren verwenden die Symbolik umgekehrt (Wildtyp dw/Zwergwuchs Dw). Der Zwergfaktor ist somit ein homozygoter Letalfaktor.

Die neben den Farbenzwergen gezüchteten Zwergwidderkaninchen besitzen den Zwergfaktor in seiner mutierten Form nicht.

Siehe auch

Literatur

  • William E. Castle, Paul B. Sawin: Contributions to the genetics of the domestic rabbit. Carnegie institution of Washington, 1932
  • F.K. Dorn, G. März: Rassekaninchenzucht. 5. Auflage. Neumann, Leipzig-Radebeul 1981
  • W. Rudolph, T. Kalinowski: Das Hauskaninchen. Die neue Brehm-Bücherei, A. Ziemsen Verlag, Lutherstadt Wittenberg 1982, ISSN 0138-1423
  • W. Schlohlaut: Das große Buch vom Kaninchen. 2. Auflage, DLG-Verlag, Frankfurt 1998, ISBN 3-7690-0554-6
  • J.C. Sandfort: The domestic rabbit. 5th edition, Blackwell Science, Oxford 1996, ISBN 0-632-03894-2
  • L. Thormann: Farbenzwerge. Oertel und Spörer, Reutlingen 1997, ISBN 3-88627-203-6
  • J. Broekhuis, D.W.H. Krooshof: Rasbeschrijfing van de Rus, Californian, Nieuwzeelander, Nederlandse Russen. Californian & Witte Nieuwzeelander Club, 1996
  • R. Regitz: Das Lutino-Kaninchen, Ein farbiges Kaninchen mit roten Augen. In: Kaninchen, 1/2007, S. 50, ISSN 1613-6537
  • Standard van de in Nederland erkendeKonijnenrassen, Cavia’s en kleine Knaagdieren. Nederlandse Konijnenfokkersbond, Venlo 1990
  • F. Joppich: Das Kaninchen. VEB Deutscher Landwirtschaftsverlag, Berlin 1967
  • G. Hochstrasser: Untersuchungen zur Geschichte der frühen Lohkaninchen in Deutschland I. In: Kaninchen, 10/1999, ISSN 0941-0848
  • G. Hochstrasser: Untersuchungen zur Geschichte der frühen Lohkaninchen in Deutschland II. In: Kaninchen,11/1999, ISSN 0941-0848
  • G. Hochstrasser: Untersuchungen zur Geschichte der frühen Lohkaninchen in Deutschland III. In: Kaninchen, 12/1999, ISSN 0941-0848
  • G. Hochstrasser: Die Varianten der Farbe Wildkaninchengrau und deren symbolische Darstellung I. In: Kaninchen, 6/1998, ISSN 0941-0848
  • G. Hochstrasser: Die Varianten der Farbe Wildkaninchengrau und deren symbolische Darstellung II. In: Kaninchen, 7/1998, ISSN 0941-0848
  • G. Hochstrasser: Die Varianten der Farbe Wildkaninchengrau und deren symbolische Darstellung III. In: Kaninchen, 8/1998, ISSN 0941-0848
  • G. Hochstrasser: Färbungsfaktoren bei wild(kaninchen)grauen Rassen. In: Das Blaue Jahrbuch 2000 – Ein praktischer Wegweise für den Kaninchenzüchter. Oertel und Spörer, Reutlingen 2000, S. 251–260
  • G. Hochstrasser: Der x-Faktor und die s-Faktoren sind Teile derselben s-Reihe, der Neuralleistendefektreihe!. In: Das Blaue Jahrbuch 2000 – Ein praktischer Wegweise für den Kaninchenzüchter. Oertel und Spörer, Reutlingen 2002, S. 308–326
  • G. Hochstrasser: Dominante Gelbverstärkerfaktoren als Allele der Phäomelaninkontrollreihe. In: Der Kleintier-Züchter-Kaninchen, 2/2006, ISSN 1613-6357
  • H. Majaura: Über Farbverstärker und Modifikationsgene. In: Der Kleintier-Züchter-Kaninchen, 1/2005, ISSN 1613-6357
  • H. Majaura: Hermelinkaninchen – Beliebte und umstrittene Kobolde. In: Der Kleintier-Züchter-Kaninchen, 24/2006, ISSN 1613-6357
  • J. Kapp: Chinchillafarbige Marderkaninchen. In: Kaninchen, 10/1999, ISSN 0941-0848 (K. Magnussen: Erblicher isolierter Augenalbinismus mit Nystagmus und Kopfpendeln beim Kaninchen im Vergleich mit den entsprechenden Anomalien beim Menschen. In: Graefe’s Archive for Clinical and Experimental Ophthalmology. 161, Nr. 5, 1960, S. 502-518. doi:10.1007/BF00683788.)

Weblinks

 <Lang> Commons: Kaninchenfellfarben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. William E. Castle, Paul B. Sawin: Contributions to the genetics of the domestic rabbit. Carnegie institution of Washington, 1932.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die News der letzten 14 Tage


29.07.2021
Patagonischer Langhalssaurier neu beleuchtet
Ein Team der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) untersuchte im Rahmen einer Neubeschreibung die Überreste des Langhalssauriers Patagosaurus fariasi (175 Mio Jahre) aus Argentinien.
24.07.2021
Ein neuer, der Wissenschaft unbekannter Homo-Typ
Die Knochen eines der Wissenschaft unbekannten frühen Menschen, der mindestens bis vor 130000 Jahren in der Levante lebte, wurden bei Ausgrabungen an der Stätte Nesher Ramla in der Nähe der Stadt Ramla entdeckt.
22.07.2021
Feuerstein-Artefakt belegt Großwildjagd der Neandertaler am Hohle Fels
Schon in der Mittleren Altsteinzeit jagten die Neandertaler auf der Schwäbischen Alb mit komplex hergestellten Waffen nach Großwild.
21.07.2021
Tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet
Schimpansen sind in Ost- und Zentralafrika verbreitet und leben in einigen Gebieten, wie dem Loango-Nationalpark in Gabun, mit Gorillas gemeinsam im gleichen Habitat.
21.07.2021
25.000 Jahre altes menschliches Umweltgenom wiederhergestellt
Uralte Sedimente aus Höhlen können DNA über Jahrtausende konservieren.
21.07.2021
Gebrauch von Steinwerkzeugen: Schimpansen leben vor der Steinzeit
Anders als frühe Menschenarten scheinen Schimpansen nicht in der Lage zu sein, spontan scharfe Steinwerkzeuge herzustellen und zu nutzen.
21.07.2021
Klima formte die Größe unserer Körper und Gehirne unterschiedlich
Fossilien aus einer Million Jahre zeigen: Je kälter eine Region desto schwerer die Menschen. Die Gehirngröße hängt von anderen Herausforderungen ab.


14.06.2021
Klimabedingungen während der Wanderung des Homo sapiens aus Afrika rekonstruiert
Eine Klimarekonstruktion der letzten 200.000 Jahre aus Ostafrika veranschaulicht die Lebensbedingungen des Homo sapiens als er aus Afrika auswanderte.
16.06.2021
Gesamtes Genom von Pestera Muierii 1 sequenziert
Forschern ist es gelungen, das gesamte Genom aus dem Schädel von Pestera Muierii 1 zu sequenzieren, einer Frau, die vor 35.000 Jahren im heutigen Rumänien lebte.
23.06.2021
Erbgut aus Höhlensedimenten aus dem Pleistozän
In der bisher umfangreichsten Studie von Sediment-DNA ist es gelungen neue Details über die Besiedlung der Denisova-Höhle durch archaische und moderne Menschen zu rekonstruieren.
31.05.2021
Eiszeit-Zyklen kaum Antreiber der menschlichen Evolution
Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass frühe El Nio-artige Klimamuster der primäre Antrieb für Umweltveränderungen im Afrika südlich der Sahara über die letzten 620 tausend Jahren waren.
18.05.2021
Wüstenbildung trieb Säugetiere aus Eurasien nach Afrika
Die Entstehung von Wüsten auf der Arabischen Halbinsel hatte in den vergangenen Jahrmillionen entscheidende Auswirkungen auf die Wanderungsbewegungen und Evolution großer Säugetiere und unserer menschlichen Vorfahren.
18.05.2021
Schweizer Bauern trugen zur Domestizierung des Schlafmohns bei
Wo heute Zürichs Opernparkhaus steht, blühten einst Schlafmohnfelder.
12.05.2021
Verstehen ohne Worte - dem Ursprung der Sprache einen Schritt näher
Lautmalereien könnten die entscheidende Rolle bei der Entstehung der menschlichen Sprache gespielt haben. Darauf deuten die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Studie eines internationalen Forscherteams hin.
05.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
15.04.2021
Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten gibt Einblicke in unsere Vergangenheit
Forschern ist es erstmalig gelungen, chromosomale DNA von Neandertalern aus Höhlensedimenten zu isolieren und zu analysieren.
08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
25.09.2020 Mathew Stewart, Richard Clark-Wilson, Paul S. Breeze, Klint Janulis, Ian Candy, Simon J. Armitage, David B. Ryves, Julien Louys, Mathieu Duval, Gilbert J. Price, Patrick Cuthbertson, Marco A. Bernal, Nick A. Drake, Abdullah M. Alsharekh, Badr Zahrani, Abdulaziz Al-Omari, Patrick Roberts, Huw S. Groucutt, Michael D. Petraglia. Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
DOI: 10.1126/science.abe8476
25.09.2020 Martin Petr, Mateja Hajdinjak, Qiaomei Fu, Elena Essel, Hélène Rougier, Isabelle Crevecoeur, Patrick Semal, Liubov V. Golovanova, Vladimir B. Doronichev, Carles Lalueza-Fox, Marco de la Rasilla, Antonio Rosas, Michael V. Shunkov, Maxim B. Kozlikin, Anatoli P. Derevianko, Benjamin Vernot, Matthias Meyer, Janet Kelso Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
DOI: 10.1101/2020.03.09.983445
21.09.2020 Philomena Konstantinidis Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
DOI:
21.09.2020 Catherine Crockford, Liran Samuni, Linda Vigilant, Roman M. Wittig Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
DOI: 10.1126/sciadv.aaz5746
21.09.2020 Wang H, Matzke-Karasz R, Horne DJ, Zhao X, Cao M, Zhang H, Wang B Älteste Spermien der Welt
DOI: 10.1098/rspb.2020.1661
17.09.2020 Ammie K. Kalan et al. Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
DOI: 10.1038/s41467-020-18176-3
15.09.2020 Adriano Orsingher, Silvia Amicone, Jens Kamlah, Hélène Sader & Christoph Berthold Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
DOI: 10.15184/aqy.2020.4
09.09.2020 Andrea Picin et al. Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
DOI: 10.1038/s41598-020-71504-x
09.09.2020 Hai Cheng, Haiwei Zhang, Christoph Spötl, Jonathan Baker, Ashish Sinha, Hanying Li, Miguel Bartolomé, Ana Moreno, Gayatri Kathayat, Jingyao Zhao, Xiyu Dong, Youwei Li, Youfeng Ning, Xue Jia, Baoyun Zong, Yassine Ait Brahim, Carlos Pérez-Mejías, Yanjun Cai, Valdir F. Novello, Francisco W. Cruz, Jeffrey P. Severinghaus, Zhisheng An, R. Lawrence Edwards Das letzte Zucken der Eiszeit
DOI: 10.1073/pnas.2007869117
03.09.2020 J. Burger et al. Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
DOI: 10.1016/j.cub.2020.08.033
03.09.2020 Rupert Gebhard & Rüdiger Krause Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
DOI:
03.09.2020 Pedro A. López-García, Denisse L. Argote & Michael C. Thrun Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
DOI: 10.1109/ACCESS.2020.3016244
26.08.2020 Dragana Filipović, John Meadows, Marta Dal Corso, Wiebke Kirleis et al. Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
DOI: 10.1038/s41598-020-70495-z
26.08.2020 Davide Delpian, Thorsten Uthmeier Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
DOI: 10.1371/journal.pone.0236548
17.08.2020 Paula J Reimer, William E N Austin, Edouard Bard, Alex Bayliss et al. Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
DOI: 10.1017/RDC.2020.41
06.08.2020 Spiekman Stephan N.F. et al. Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
DOI: 10.1016/j.cub.2020.07.025
06.08.2020 Gerald Mayr, Thomas Lechner, Madelaine Böhme Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
DOI: 10.1007/s10336-020-01799-0
04.08.2020 Schüßler, D., Blanco, M.B., Salmona, J., Poelstra, J., Andriambeloson, J.B., Miller, A., Randrianambinina, B., Rasolofoson, D.W., Mantilla-Contreras, J., Chikhi, L., Louis, E.E. Jr., Yoder, A.D., Radespiel, U. Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
DOI: 10.1002/ajp.23180
31.07.2020 Felix J. Augustin & Andreas T. Matzke & Michael W. Maisch & Juliane K. Hinz & Hans-Ulrich Pfretzschner Bisher älteste Bissspuren von Säugetieren auf Dinosaurierknochen entdeckt
DOI: 10.1007/s00114-020-01688-9
30.07.2020 Shaddai Heidgen, Elena Marinova, Raiko Krauß, Oliver Nelle, Martin Ebner, Tanja Märkle, Tatiana Miranda, Jörg Bofinger, Stefan Klingler, Annett Junginger Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
DOI: 10.1016/j.quaint.2020.05.038
30.07.2020 Mayr, G., P. D. Gingerich, and T. Smith 55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
DOI: 10.1080/02724634.2020.1769116
25.07.2020 Sandra A. Heldstab, Karin Isler, Caroline Schuppli, Carel P. van Schaik Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
DOI: 10.1126/sciadv.abb4685
25.07.2020 Hugo Zeberg, Michael Dannemann, Kristoffer Sahlholm, Kristin Tsuo, Tomislav Maricic, Victor Wiebe, Wulf Hevers, Hugh P.C. Robinson, Janet Kelso and Svante Pääbo Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
DOI: 10.1016/j.cub.2020.06.045
20.07.2020 Nicholas J. Conard, Maria Malina Werkzeug-Satz aus Elfenbein
DOI:
16.07.2020 Díez Díaz et al. Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
DOI: 10.3389/feart.2020.00160
14.07.2020 Magdalena Krajcarz, Maciej T. Krajcarz, Mateusz Baca, Chris Baumann, Wim Van Neer, Danijela Popović, Magdalena Sudoł-Procyk, Bartosz Wach, Jarosław Wilczyński, Michał Wojenka, Hervé Bocherens Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1918884117
14.07.2020 Karapunar, B., Werner, W., Fürsich, F. T. & Nützel, A. Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
DOI: 10.1127/pala/2020/0098
09.07.2020 Haruda A. et al. Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
DOI: 10.1038/s41598-020-67798-6
07.07.2020 Columbu Andrea, Chiarini Veronica, Spötl Christoph, Benazzi Stefano, Hellstrom John, Cheng Hai and De Waele Jo Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
DOI: 10.1038/s41559-020-1243-1
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
DOI:
29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
DOI: 10.1038/s41467-018-04773-w
19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
DOI: 10.7717/peerj.4869
19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
DOI: 10.1186/s13104-018-3340-7
19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
DOI: 10.1073/pnas.1721509115
18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
DOI: 10.1126/science.aat3188
15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
DOI: 10.1073/pnas.1720842115
15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
DOI: 10.7554/eLife.36666
15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
DOI:
15.05.2018 Long, T.W., Leipe, C., Jin, G.Y., Wagner, M., Guo, R.Z., Schroeder, O., Tarasov, P. E. Neue Fakten zur Ankunft des Weizens in China
DOI: 10.1038/s41477-018-0141-x
15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
DOI: 10.15184/aqy.2018.48
15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
DOI:
15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
DOI:
15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
DOI:
15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
DOI:
15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1717873115
29.03.2018 Herrle, J.O. et al. Rasanter Meeresspiegelanstieg verzögerte Übergang zum Ackerbau in Südosteuropa
DOI: 10.1038/s41598-018-22453-z
29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
DOI: 10.1038/s41598-018-22995-2
29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
DOI: 10.1038/s41598-018-23541-w
21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
DOI:
24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
DOI: 10.1126/science.aap7778
24.02.2018 Mathieson et al. Alte Genome beleuchten Vorgeschichte Südosteuropas
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Olalde et al. Bislang größte Studie alter DNA beleuchtet das Glockenbecherphänomen im vorgeschichtlichen Europa
DOI: 10.1038/nature25738
24.02.2018 David Reich, Ron Pinhasi, Wolgang Haak, et al. Wie der Glockenbecher durch Europa wanderte
DOI: 10.1038/nature25778
24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
DOI: 10.1038/nature25778
01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
DOI: 10.1126/sciadv.aao3893
20.11.2017 Anna Szécsényi-Nagy et al. DNA-Analysen geben Aufschluss über die Besiedlung der Iberischen Halbinsel
DOI: 10.1038/s41598-017-15480-9
06.09.2017 Gerard D. Gierlińskia et al. 5,7 Millionen Jahre alte fossile Fußabdrücke fordern etablierte Theorien über die menschliche Evolution heraus
DOI: 10.1016/j.pgeola.2017.07.006
03.08.2017 Dorothée G. Drucker et al. Auf dem Teller: Mammut und viel Rohkost
DOI: 10.1038/s41598-017-07065-3
27.07.2017 Claudia Gerling, Thomas Doppler, Volker Heyd, Corina Knipper, Thomas Kuhn, Moritz F. Lehmann, Alistair W.G. Pike, Jörg Schibler Bauern der Jungsteinzeit betrieben spezialisierte Rinderhaltung
DOI: 10.1371/journal.pone.0180164
27.07.2017 Andre Carlo Colonese, Jessica Hendy, Alexandre Lucquin, Camilla F. Speller, Matthew J. Collins, Francesco Carrer, Regula Gubler, Marlu Kühn, Roman Fischer, Oliver E. Craig Seltener Weizenfund in bronzezeitlicher Lunch-Box aus dem Schweizer Hochgebirge
DOI: 10.1038/s41598-017-06390-x
29.06.2017 Gresky et al. Rätselhaftes Totenritual am Göbekli Tepe
DOI: 10.1126/sciadv.1700564
08.06.2017 Jean-Jacques Hublin et al. Der Homo sapiens ist älter als gedacht
DOI: 10.1038/nature22336
23.05.2017 Jochen Fuss, Nikolai Spassov, David Begun, Madelaine Böhme Ältester Vormensch lebte möglicherweise in Europa
DOI: 10.1371/journal.pone.0177127
27.04.2017 Viviane Slon et al. Urmenschen-Erbgut in Höhlensedimenten entdeckt
DOI: 10.1126/science.aam9695
24.04.2017 Antje Karbe Musikinstrument aus der Eiszeit
DOI:
23.03.2017 Johannes Seiler Ägyptische Ritualbilder aus der Jungsteinzeit
DOI:
17.01.2017 Kaplan JO, Pfeiffer M, Kolen JCA, Davis BAS Spiel mit dem Feuer – wie Eiszeitjäger das Landschaftsbild Europas prägten
DOI: 10.1371/journal.pone.0166726
06.01.2017 M.C. Meyer, M.S. Aldenderfer, Z. Wang,1 D.L. Hoffmann, J.A. Dahl, D. Degering, W.R. Haas, F. Schlütz Älteste tibetische Hand- und Fußabdrücke
DOI: 10.1126/science.aag0357
08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
DOI: 10.1126/sciadv.1601941
28.11.2016 Hervé Bocherens, Marta Díaz-Zorita Bonilla, Camille Daujeard, Paul Fernandes, Jean-Paul Raynal, Marie-Hélène Moncel Moderner als gedacht - Neandertaler passten ihre Überlebensstrategien aktiv an
DOI: 10.1016/j.quascirev.2016.11.004
06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
DOI: 10.1126/science.aaf8110
20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
DOI:
26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
DOI:
21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
DOI: 10.1038/ng.3611
13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
DOI: 10.1038/srep28766
06.07.2016 Kannibalismus unter den späten Neandertalern im nördlichen Europa
DOI:
17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
DOI: 10.1002/ajpa.22996
08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
DOI: 10.1073/pnas.1525200113
07.06.2016 Zuzana Hofmanová, Susanne Kreutzer et al. Erste jungsteinzeitliche Bauern Europas stammen aus der Ägäis
DOI: 10.1073/pnas.1523951113
02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
DOI: 10.1038/nature18291
31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
DOI:
25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
DOI: 10.1038/srep25887
02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
DOI: 10.1038/nature17993
29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
DOI: 10.1371/journal.pone.0153277
20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
DOI: 10.1038/NCOMMS10775
14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
DOI: 10.1038/nature17405
11.03.2016 Naito, Y.I., Chikaraishi, Y., Drucker, D.G., Ohkouchi, N., Semal, P., Wißing, C., Bocherens, H. Neandertaler: Zu 20 Prozent Vegetarier
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.09.091
17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
DOI: 10.1038/nature16510
08.02.2016 Ledogar, J.A. et al. Früher menschlicher Vorfahre konnte nicht mehr kräftig zubeißen
DOI: 10.1038/ncomms10596
04.02.2016 Cosimo Posth et al. Eiszeitliche DNA gibt Hinweise auf beträchtliche Bevölkerungsumwälzung am Ende des Pleistozäns
DOI: 10.1016/j.cub.2016.01.037
29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.003
14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
DOI: 10.1038/srep18932
08.01.2016 Maixner et al. Krankheitserreger in Ötzis Magen entdeckt
DOI: 10.1126/science.aad2545
06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
DOI: 10.1016/j.quaint.2015.11.059
03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.10.014
25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
DOI:
17.11.2015 Eppie R. Jones et al. Eine vierte Abstammungsgruppe der Europäer geht auf isolierte Jäger und Sammler der Eiszeit zurück
DOI: 10.1038/ncomms9912
14.10.2015 Pietschnig, J., Penke, L., Wicherts, J. M., Zeiler, M., & Voracek, M. Ein großes Gehirn ist kein Garant für Intelligenz
DOI: 10.1016/j.neubiorev.2015.09.017
02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
DOI: 10.1038/srep13999
11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
DOI: 10.7554/eLife.09560
19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1504365112
23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
DOI:
17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
DOI: 10.1038/srep12150
06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
DOI: 10.1038/ncomms8580
26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
DOI: 10.1038/nature14558
23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
DOI: 10.1038/nature14625
08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
DOI: 10.1038/nature14448
02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
DOI: 10.1073/pnas.1501529112
22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
DOI: 10.1038/nature14464
14.05.2015 N. E. Holton, L. L. Bonner, J. E. Scott, S. D. Marshall, R. G. Franciscus, T. E. Southard Warum moderne Menschen ein Kinn haben
DOI: 10.1111/joa.12307
05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
DOI: 10.1126/science.aaa1343
04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
DOI: 10.1038/nature14224
18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
DOI:
05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
DOI: 10.1016/j.cub.2014.12.032
29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
DOI: 10.1038/nature14134
27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
DOI: 10.1016/j.culher.2014.12.005
23.01.2015 Matthew M. Skinner, Nicholas B. Stephens, Zewdi J. Tsegai, Alexandra C. Foote, N. Huynh Nguyen, Thomas Gross, Dieter H. Pahr, Jean-Jacques Hublin, Tracy L. Kivell Australopithecus africanus - Kräftige Hände zum präzisen Zupacken
DOI: 10.1126/science.1261735
16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.11.028
12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.10.007
08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
DOI: 10.1016/j.jhevol.2014.09.007
24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.09.044
08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
DOI:
24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
DOI: 10.1126/science.1258260
23.10.2014 Qiaomei Fu, Heng Li, Priya Moorjani et al. Erbgut des bisher ältesten modernen Menschen entschlüsselt
DOI: 10.1038/nature13810
23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1412201111
17.09.2014 Iosif Lazaridis et al. Die genetische Herkunft der Europäer
DOI: 10.1038/nature13673
06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
DOI: 10.1073/pnas.1411529111
21.08.2014 Tom Higham et al. Neandertaler starben vor spätestens 39.000 Jahren aus
DOI: 10.1038/nature13621
05.08.2014 Eiszeitfigur vervollständigt
DOI:
25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
DOI: 10.1073/pnas.1410735111
24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
DOI: 10.1371/journal.pone.0099994
17.07.2014 Guadalupe Sanchez, Vance T. Holliday, Edmund P. Gaines, Joaquín Arroyo-Cabrales, Natalia Martínez-Tagüeña, Andrew Kowler, Todd Lange, Gregory W. L. Hodgins, Susan M. Mentzer, and Ismael Sanchez-Morales Frühe Nordamerikaner machten Jagd auf elefantenartige Rüsseltiere
DOI: 10.1073/pnas.1404546111
03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
DOI: 10.1016/j.quaint.2014.04.056
23.05.2014 J. C. Chatters, D. J. Kennett, Y. Asmerom, B. M. Kemp, V. Polyak, A. N. Blank, P. A. Beddows, E. Reinhardt, J. Arroyo-Cabrales, D. A. Bolnick, R. S. Malhi, B. J. Culleton, P. L. Erreguerena, D. Rissolo, S. Morell-Hart, T. W. Stafford Ältestes vollständige und genetisch intakte menschliche Skelett der Neuen Welt
DOI: 10.1126/science.1252619
22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
DOI:
03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
DOI:
01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
DOI: 10.1038/ncomms4584
17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
DOI: 10.1016/j.jhevol.2003.12.001
11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
DOI: 10.1073/pnas.1316513111
03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
DOI: 10.1371/journal.pone.0082261
03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
DOI: 10.1126/science.1250768
19.02.2014 Michel L. A., Peppe D. J., Lutz J. A., Driese S. G., Dunsworth H. M., Harcourt-Smith W. E.H., Horner W. H., Lehmann T., Nightingale S., McNulty K. P. Damals in den Bäumen
DOI: 10.1038/ncomms4236
08.01.2014 William H. Kimbel, Gen Suwa, Berhane Asfaw, Yoel Rak, and Tim D. White »Ardi«-Schädel zeigt Verbindungen zur Menschenlinie
DOI: 10.1073/pnas.1322639111
12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
DOI: 10.1371/journal.pone.0080778
05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
DOI: 10.1038/ncomms3888
05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
DOI: 10.1038/nature12788
15.11.2013 Thalmann et al. Europäer sind als Erste auf den Hund gekommen
DOI: 10.1126.1243650
18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
DOI: 10.1126/science.1238484
11.10.2013 Ruth Bollongino et al. Jäger-Sammler und eingewanderte Ackerbauern lebten 2.000 Jahre lang gemeinsam in Mitteleuropa
DOI:
18.09.2013 Bocherens, H., Baryshnikov, G., van Neer, W. Wer hat vor 45.000 Jahren im Kaukasus den Lachs verspeist
DOI: 10.1016/j.quaint.2013.06.026
04.09.2013 Ben Krause-Kyora, Cheryl Makarewicz et al. Vom Hausschwein zum Sozialkontakt
DOI: 10.1038/ncomms3348
22.08.2013 Andrew Curry Die Milch-Revolution
DOI: 10.1038/500020a
12.08.2013 Soressi M., McPherron, S. P., Lenoir M., Dogandžić T., Goldberg P., Jacobs Z., Maigrot Y., Martisius N., Miller C. E., Rendu W., Richards M. P., Skinner M. M., Steele T. E., Talamo S., Texier J.-P. Neandertaler schufen die ersten Spezialwerkzeuge Europas aus Knochen
DOI:
29.07.2013 Gabrielle A. Russo, Liza J. Shapiro Ausgestorbener Menschenaffe Oreopithecus war kein Zweibeiner
DOI: 10.1016/j.jhevol.2013.05.004
20.07.2013 Kopf für Eiszeitfigur gefunden
DOI:
12.07.2013 Baab, Karen L.; Mc Nulty, Kieran P.; Harvati, Katerina Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
DOI: 10.1371/journal.pone.0069119
04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
DOI: 10.1038/nature12267
13.06.2013 Alt K. Benz M., Müller W., Berner M., Schultz M., Schmidt-Schultz T. H., Knipper C., Gebel H.-G. K., Nissen H. J., Vach W. Partnerwahl vor 9.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0065649
10.06.2013 Xijun Ni, Daniel L. Gebo, Marian Dagosto, Jin Meng, Paul Tafforeau, John J. Flynn, K. Christopher Beard Archicebus achilles - ein 55 Millionen Jahre alter Primat
DOI: 10.1038/nature12200
04.06.2013 Matt Sponheimer, Zeresenay Alemseged, Thure E. Cerling, Frederick E. Grine, William H. Kimbel, Meave G. Leakey, Julia A. Lee-Thorp, Fredrick Kyalo Manthi, Kaye E. Reed, Bernard A. Wood, and Jonathan G. Wynn Ernährungswandel vor 3,5 Millionen Jahren
DOI: 10.1073/pnas.1222579110
31.05.2013 Beltrán Martínez, A. „Tracking in Caves“ ist den Urmenschen auf der Spur
DOI:
14.04.2013 Roger Seiler, Andrew I. Spielman, Albert Zink, Frank Rühli Ötzi hatte schlechte Zähne
DOI: 10.1111/eos.12037
13.09.2012 Volpato V, Macchiarelli R, Guatelli-Steinberg D, Fiore I, Bondioli L, et al. Das geht doch mit rechts!
DOI: 10.1371/journal.pone.0043949
23.03.2012 Love Dalen et al. Neandertalern drohte schon vor 50.000 Jahren das Aus
DOI: 10.1093/molbev/mss074
26.06.2011 Madelaine Böhme et al. Ältester Menschenaffe Eurasiens lebte in Schwaben
DOI: 10.1016/j.jhevol.2011.04.012
03.03.2011 Älteste Ureinwohner Nordamerikas entdeckt
DOI:
20.08.2010 Judy R.M. Allen, Thomas Hickler, Joy S. Singarayer, Martin T. Sykes, Paul J. Valdes, Brian Huntley Klimawandel wurde Mammuts zum Verhängnis
DOI: 10.1016/j.quascirev.2010.05.031
29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
DOI:
09.04.2010 Berger et al. Neuer Australopithecus entdeckt
DOI: 10.1126/science.328.5975.154
25.03.2010 Krause, J. et al. Neue Menschenform entdeckt
DOI: 10.1038/nature08976
02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
DOI: