Ein Genealogieprogramm ist ein Computerprogramm und ein Hilfsmittel bei genealogischer Forschung. Es unterstützt den Genealogen bei der Verwaltung und Aufbereitung genealogischer Daten. So übernimmt es

  • die Datenspeicherung
  • die Auswertung und
  • die Darstellung der Daten z. B. in Form von Berichten, Listen, Diagrammen und Tafeln

sowie die Vorbereitung und Erstellung von Veröffentlichungen z. B. in Form von Ortsfamilienbüchern, genealogischen Websites und CD-ROMs.

Funktionen

Gute Software ermöglicht schon bei der Dateneingabe das Erkennen bereits gespeicherter Personen (Vermeidung von Dubletten). Sinnvoll erscheint besonders die Verknüpfung relevanter Daten, audiovisueller Medien und Urkunden mit den zugehörigen Ereignissen und Personen. Auch kann die Software dem Forscher stereotype Arbeit abnehmen, z. B. Plausibilitätsprüfungen:

  • Eingabefehler (Geburt oder Heirat nach Tod)
  • Mindest-Heiratsalter
  • Höchst-Heiratsalter
  • Höchst-Lebensalter
  • Mindest-Alter beim ersten Kind
  • Höchst-Alter beim letzten Kind

Weblink

Geschichte

Um 1980 wurde das erste, damals noch DOS-basierte, genealogische Computerprogramm im Auftrag der Genealogical Society of Utah realisiert. PAF (Personal Ancestral File) wurde ständig weiterentwickelt. Seit Juli 2013 kann es jedoch nicht mehr heruntergeladen werden und es wird kein Support mehr dafür angeboten. Zeitgleich wurde ein Format für den Datenaustausch GEDCOM entwickelt, das auf Grund verschiedenster Vorbehalte nicht von allen Anbietern von Genealogieprogrammen unterstützt wird. Manche Programme gestatten keinen elektronischen Export oder Import von Daten, andere begrenzen die Zeichenzahl in den Eingabefeldern oder vermengen ereignisbezogene Angabe zu einer Art Sammelnotiz.

Freie Software




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