Gallier


Der Begriff Gallier ist eine übergreifende Bezeichnung für die keltischen Stämme auf dem Territorium Galliens (entspricht in etwa dem heutigen Frankreich, Belgien und dem Schweizer Mittelland).

Nach dem Gallischen Krieg durch Iulius Caesar (58–51 v. Chr.) unterschied man zwischen

  • aquitanischen Galliern oder Aquitanern (keine Kelten, sondern Basken im weiteren Sinn), etwa zwischen den Pyrenäen und der Garonne
  • belgischen Galliern oder Belgen, von der Seine und Marne bis zum Rhein (stark mit Germanen durchsetzt)

und den eigentlichen

  • keltischen Galliern oder Kelten, zwischen Garonne und Seine-Marne.

Mythologie

Ihre Herkunft leiteten die Gallier von einem unbekannten – dem römischen Dis Pater gleichgesetzten – Gott der Fülle und des Totenreichs ab. Weitere Gottheiten waren:

Die Priester dieser Kulte, die Druiden, beherrschten das geistige Leben der Gallier und lehrten sie, an Cathubodua, die Schlachtkrähe, zu glauben sowie an die Matronae, die Schicksals- und Fruchtbarkeitsgöttinnen, die meist in Dreigestalt erschienen. Der Totenkult nahm eine herausragende Stellung ein und die Gallier glaubten an ein Leben nach dem Tod in einer anderen jenseitigen Welt. Bestattet wurden die Gallier, indem sie von ihren Hohepriestern verbrannt werden.

Eine gallische Eberstandarte wurde im Jahre 1989 auf einem Strand bei Soulac-sur-Mer gefunden. Der Eber spielt eine große Rolle in der gallischen Mythologie, die Göttin Arduinna wird auf einem Eber reitend dargestellt. Der gallische Hahn wurde erst zu Zeiten der französischen Revolution popularisiert.

Literatur

  • Eydoux: Hommes et Dieux de la Gaule (1961)
  • Caius Iulius Caesar: Commentarii de bello Gallico

Siehe auch


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