Friedrich Rückert


Friedrich Rückert, Stahlstich von seinem »Lieben Freund und Kupferstecher« Carl Barth nach einer Vorzeichnung aus dem Jahre 1843

Friedrich Rückert (* 16. Mai 1788 in Schweinfurt; † 31. Januar 1866 in Neuses (heute Teil von Coburg); Pseudonym Freimund Raimar, Reimar oder Reimer) war ein deutscher Dichter, Übersetzer und einer der Begründer der deutschen Orientalistik. Er ist Namensgeber des Friedrich-Rückert-Preises.

Leben

1788 bis 1819/1820

Geburtshaus Friedrich Rückerts in Schweinfurt
Tafel am Geburtshaus Friedrich Rückerts

Friedrich Rückerts Vater Johann Adam Rückert (* 3. Januar 1763 in Schwarzbach; † 30. Dezember 1835 in Schweinfurt), ein Rentbeamter, wurde 1792 nach Oberlauringen in Unterfranken versetzt. Die Eindrücke seiner dort verlebten Frühjugend hat Rückert in dem 1829 entstandenen Zyklus Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfamtmannssohns in poetisch-humoristischen Genrebildern dargestellt. Nachdem er auf der Lateinschule in Schweinfurt die akademische Vorbildung erhalten hatte, begann er 1805 zunächst ein Studium der Rechte an der Universität Würzburg, wandte sich jedoch bald bis 1809 ausschließlich dem Studium der Philologie und Ästhetik zu. Während dieser Zeit war er auch beim Corps Franconia Würzburg aktiv.[1] 1810 wurde er in Hildburghausen in die Freimaurerloge Karl zum Rautenkranz aufgenommen. Nach einer kurzen Anstellung 1811 als Dozent in Jena und einer darauffolgenden, ebenfalls kurzen Beschäftigung als Gymnasiallehrer zog sich Rückert für eine Weile ganz von amtlicher Tätigkeit zurück und ließ sich als Privatgelehrter in Würzburg nieder. In den folgenden Jahren wechselte er seinen Wohnsitz häufig zwischen Würzburg, Hildburghausen und seinem Elternhaus in Schweinfurt.

Populär wurde Rückert zunächst mit seinen Geharnischten Sonetten, die er unter dem Pseudonym Freimund Raimar gegen die napoleonische Besatzung schrieb. Diese Sonette in vier Abteilungen wurden 1814 ohne Angabe von Verlag und Druckort veröffentlicht.

Rückert 1818 (Zeichnung von Franz Horny)

1815 ging Rückert auf Anregung des Ministers von Wangenheim nach Stuttgart, wo er die Redaktion des poetischen Teils des Cotta’schen Morgenblatts für gebildete Stände übernahm, den Kranz der Zeit (1817) und Napoleon, eine politische Komödie in zwei Stücken (1816–1818) erscheinen ließ. Er trug sich mit dem Plan einer Reihe von Hohenstaufenepopöen, den er später jedoch fallenließ.

Im Herbst 1817 reiste Rückert nach Italien, wo er den größten Teil seiner Zeit Kontakt mit deutschen Künstlern pflegte, die sich in Rom aufhielten, und kehrte 1818/1819 über Wien, wo er bei Joseph von Hammer-Purgstall (1774–1856) Persisch gelernt hatte, in die Heimat zurück. Seit dem Italienaufenthalt war Rückert mit dem Zeichner und Kupferstecher Carl Barth befreundet. Die Redensart „Mein lieber Freund und Kupferstecher“ ist ein Rückert-Zitat.[2]

1819/1820 bis 1866

Wohnhaus von Rückerts Eltern in Ebern
Rückerts Wohn- und Sterbehaus in Neuses, heute ein Stadtteil von Coburg
Das Goldberghaus, Rückerts Wirkungsstätte bei Neuses
Grabstätte Friedrich Rückerts in Neuses
Rückertbrunnen von 1904 im Schlossgarten zu Erlangen
Rückert-Denkmal in Coburg-Neuses
Rückert-Denkmal in Schweinfurt

Von 1820 bis 1826 lebte Rückert als Privatgelehrter vornehmlich in Ebern und Coburg. In dieser Zeit beschäftigte er sich unter anderem mit Teilübersetzungen des Koran, der Übersetzung der Hamasa des Abu Tamman (788–845) sowie der Herausgabe seines ersten großen Gedichtbandes, die Oestlichen Rosen. Die mit Bezug auf den großen persischen Dichter Hafis entstandenen Gedichte erschienen 1822 als Antwort Rückerts auf Goethes West-östlichen Divan.

1821 zieht er nach Neuses bei Coburg ins Haus des Archivars Fischer. Am 26. Dezember 1821 heiratete er dessen Tochter Luise Wiethaus-Fischer. Das Paar hatte zehn Kinder.

Rückert folgte 1826 einem Ruf als Professor der orientalischen Sprachen und Literaturen nach Erlangen.

Erschütternd sind seine Kindertodtenlieder, in denen er den frühen Tod (Winter 1833/1834) seiner beiden Lieblingskinder beklagt.

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen berief ihn 1841 nach Berlin und verlieh ihm am 31. Mai 1842 den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste.[3] Dort wohnte er bis 1848 mit häufigen Unterbrechungen, da er sich dort wenig heimisch fühlte. Der König entließ ihn und gewährte ihm für den Rest seines Lebens die Hälfte seines bisherigen Gehaltes.[4] Ab 1848 wählte er seinen Ruhesitz in Neuses bei Coburg, wo er ein Gut besaß. Dort schuf er sich ein Refugium auf dem nahegelegenen Goldberg.

In den Jahrzehnten vor und nach der Berufung nach Berlin blieb Rückert gleich produktiv, wovon seine Haus- und Jahreslieder zeugen. 1846 erschien nach langjährigen Vorarbeiten die Hamasa.

Friedrich Rückerts Grab befindet sich neben der Dorfkirche von Neuses.

Auszeichnungen

  • 1838 bayerischer Michaelsorden I. Klasse
  • 1841 Regierungsrat
  • 1842 Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste (1842)
  • 1853 bayer. Maximiliansorden (1853)
  • 1859 Ehrenmitglied des Pegnesischen Blumenordens
  • 1863 Ehrenmitglied des Freien Deutschen Hochstifts, Frankfurt/M.
  • 1865 Ehrenbürger von Schweinfurt und im gleichen Jahr Kommandeur des Ordens Unserer Lieben Frau von Guadalupe

Rückert war außerdem ab 1832 korrespondierendes und ab 1859 auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Sprachen

Mit folgenden 44 Sprachen hat sich Friedrich Rückert übersetzend, lehrend oder sprachwissenschaftlich beschäftigt:[5]

Afghanisch, Albanisch, Altkirchenslawisch, Arabisch, Armenisch, Äthiopisch, Avestisch, Azeri, Berberisch, Biblisch-Aramäisch, Englisch, Estnisch, Finnisch, Französisch, Gotisch, Griechisch, Hawaiisch, Hebräisch, Hindustanisch, Italienisch, Kannada, Koptisch, Kurdisch, Latein, Lettisch, Litauisch, Malaiisch, Malayalam, Maltesisch, Neugriechisch, Neupersisch, Pali, Portugiesisch, Prakrit, Russisch, Samaritanisch, Sanskrit, Schwedisch, Spanisch, Syrisch, Tamil, Telugu, Tschagataisch, Türkisch.

Denkmäler

Berlin

Auf dem Berliner Kreuzberg ist eine Herme Rückerts zu finden, die der Berliner Bildhauer Ferdinand Lepcke gepickelt hat. Der Kopf des Dichters ist ein wenig nach rechts gewandt. In der linken Hand hält er ein offenes Schreibheft, in der rechten einen Federkiel. Am Fuße des Sockels steht ein Leier spielender Putto. Dem Gedenken Rückerts war auch der Name einer Straße in Berlin-Köpenick gewidmet (um 1892 bis 1939). Seitdem heißt sie in ganzer Länge Wendenschloßstraße.[6]

Neuses

Bereits im Jahre 1844 stellte der Bildhauer Carl Ernst Conrad aus Hildburghausen in der Berliner Akademieausstellung das Modell einer Friedrich-Rückert-Büste aus, die in den Besitz des bayerischen Königs gelangte.

Ein Bildhauer Müller aus Meiningen schuf nach diesem Modell eine überlebensgroße Büste aus Carrara-Marmor. Auf einen Syenitsockel gestellt, wurde dem Dichter im Garten seines Hauses zu Neuses, dem späteren Rückert-Park, dergestalt ein Denkmal errichtet, das am 28. Oktober 1869 enthüllt wurde.

Schweinfurt

In dem Geburtsort des Dichters wurde auf dem Marktplatz am 18. Oktober 1890 ein Denkmal enthüllt, das Rückert in einem Lehnstuhl sitzend darstellt. Zu seinen Füßen ruhen zwei weibliche Figuren, die als Allegorien für Rückerts Gedichtzyklen "Geharnischte Sonette" und "Die Weisheit des Brahmanen" stehen.[7]
Die architektonischen Teile entwarf Prof. Friedrich Thiersch, die plastischen Teile sind von Bildhauer Prof. Wilhelm von Rümann gestaltet. Der Bronzeguss wurde von der Münchener Erzgießerei Wilhelm Rupp ausgeführt.

» Angaben zu den Denkmälern aus dem Denkmal-Zentralregister des Preußischen Denkmal-Institutes e. V.

Bildnisse

Bildnisse von Friedrich Rückert haben unter anderem Carl Barth, Bertha Froriep und Carl August Hohnbaum d.J. angefertigt.

Nachleben

Sehr bekannt ist die Vertonung der Kindertotenlieder und der Fünf Rückertlieder durch Gustav Mahler. Bereits 1859 vertonte Robert Radecke das bekannte Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit.

Aber auch Komponisten wie Franz Schubert, Robert Schumann, Clara Schumann, Johannes Brahms, Carl Loewe, Heinrich Kaspar Schmid, Richard Strauss und Felix Draeseke vertonten Texte von Rückert. Der Komponist Heinrich Kaspar Schmid vertonte in op. 8 So wandl' ich in Gedanken für Bariton und Klavier. Im Liederspiel zur Laute, oder auch Klavier op. 31 vertonte er sieben Lieder (Hüter, spät und früh; Im Frühling; Die nickende Mutter: Liebe im Kleinen; Lockvogel; All Liebe; Herbsthauch). 1993 vertonte Anne Clark mehrere Gedichte Rückerts (u. a. Ich bin der Welt abhanden gekommen) in ihrem Album The law is an Anagram of Wealth.

Es existieren mehrere öffentliche Denkmäler des Dichters an den Orten seiner Lebensstationen, z. B. in Coburg und Schweinfurt. Das Brunnen-Denkmal im Erlanger Schlossgarten wurde 1904 in gedrungenen Jugendstilformen errichtet. Viele Straßen wurden nach Rückert benannt, u. a. in Bremen. In Berlin-Schöneberg trägt das Rückert-Gymnasium seinen Namen.

Nachlass

Rückerts umfangreicher Nachlass ist auf mehrere Standorte verstreut (z. B. Münster, Schweinfurt, Erlangen, Berlin, Weimar).

Werke

Auswahl:

  • Geharnischte Sonette [unter dem Pseudonym Freimund Raimar], 1814 [Heidelberg, Engelmann].
  • Kranz der Zeit, Stuttgart 1817.
  • Napoleon, eine politische Komödie in zwei Stücken, Stuttgart 1816–1818.
  • Oestliche Rosen, Leipzig: Brockhaus, 1822.
  • Die Verwandlungen des Ebu Seid von Serûg oder die Makâmen des Hariri, in freier Nachbildung.
    • Teil 1. Stuttgart und Tübingen: Johann Friedrich Cotta 1826.
    • 2. vervollständigte Auflage, 2 Bde., Stuttgart und Tübingen: Johann Friedrich Cotta 1837.
  • Die Weisheit des Brahmanen. Ein Lehrgedicht in Bruchstücken (Faksimiles und Volltexte im Deutschen Textarchiv: Band 1, 1836, Band 2, 1837, Band 3, 1837, Band 4, 1838, Band 5, 1839, Band 6, 1839)
  • Rostem und Suhrab. Eine Heldengeschichte in 12 Büchern, Erlangen: Theodor Bläsing 1838.
  • Hamâsa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmâm, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert, 2 Bde., 1846.
  • Firdosi’s Königsbuch (Schahname) / übers. von Friedrich Rückert. Aus d. Nachl. hrsg. von E. A. Bayer
    • Sage I–XIII Berlin: Reimer, 1890 LII, 439 S.
    • Sage XV–XIX Berlin: Reimer, 1894 X, 590 S.
    • Sage XX–XXVI. Nebst einem Anhang: Rostem und Suhrab im Nibelungenmaß. Alexander und der Philosoph. Reimer, Berlin 1895, XI + 367 S.
  • Der Koran, in der Übersetzung von Friedrich Rückert, herausgegeben von Hartmut Bobzin, mit erklärenden Anmerkungen von Wolfdietrich Fischer. Ergon, Würzburg 2000.
  • Im Evangelischen Gesangbuch (Nr. 14) ist das Adventslied Dein König kommt in niedern Hüllen abgedruckt. Das Lied wurde 1834 erstmals veröffentlicht. Die Melodie stammt von Johannes Zahn.

Ghasel

Ausgaben

Datei:Friedrich Rückert - Werke in 6 Bänden.jpg
Friedrich Rückert: Werke in 6 Bänden, Leipzig um 1890

Im 19. Jahrhundert sind mehrere Auswahlausgaben erschienen, die als Leseausgaben noch immer eine gewisse Bedeutung haben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind einige seiner Übersetzungen aus dem Nachlass herausgegeben worden.

Seit 1998 erscheint die Historisch-kritische Ausgabe in Einzelbänden.

Werkausgaben

  • Rudolf Kreutner, Claudia Wiener, Hartmut Bobzin (Hrsg.): Historisch-kritische Ausgabe in Einzelbänden Begründet von Hans Wollschläger † und Rudolf Kreutner, Schweinfurt 1998ff.; bislang 9 Bände in 12 Einzelbänden (Stand Dezember 2004, sortiert nach den Erscheinungsjahren):
    • Zeitgedichte, 2009 (= Werke 1813–1816 Bd. 1/2)
    • Gedichte von Rom, 2000 (= Werke 1817–1818)
    • Kindertodtenlieder und andere Texte des Jahres 1834, 2007 (= Werke 1834)
    • Die Weisheit des Brahmanen, 1998 (= Werke 1835–1836 Bd. 1/2)
    • Liedertagebuch I/II, 1846–1847, 2001 (= Werke 1846–1847 Bd. 1)
    • Hamâsa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmâm, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert, bearb. v. Wolfdietrich Fischer, 2004 (= Werke 1846–1847 Bd. 2/3)
    • Liedertagebuch III/IV, 1848–1849, 2002 (= Werke 1848–1849)
    • Liedertagebuch V/VI, 1850–1851, 2003 (= Werke 1850–1851 Bd. 1)
    • Liedertagebuch VII-IX, 1852–1854, 2007 (= Werke 1852–1854 Bd. 1)

Einzelausgaben

  • Hartmut Bobzin (Hrsg.): Der Koran in der Übersetzung von Friedrich Rückert. 4. Aufl., Würzburg 2001.
  • Wolfgang von Keitz (Hrsg.): Oestliche Rosen. epubli, Berlin 2012, ISBN 978-3-8442-0415-5. (Details)
  • Friedrich Rückert: Firdosi’s Königsbuch (Schahname) Sage I-XIII. Aus dem Nachlaß herausgegeben von E. A. Bayer. Nachdruck der Erstausgabe. epubli, Berlin 2010, ISBN 978-3-86931-356-6. (Details)
  • Friedrich Rückert: Firdosi’s Königsbuch (Schahname) Sage XV-XIX. Aus dem Nachlaß herausgegeben von E. A. Bayer. Nachdruck der Erstausgabe. epubli Berlin, 2010, ISBN 978-3-86931-407-5. (Details)
  • Friedrich Rückert: Firdosi’s Königsbuch (Schahname) Sage XX-XXVI. Aus dem Nachlaß herausgegeben von E. A. Bayer. Nachdruck der Erstausgabe. epubli Berlin, 2010, ISBN 978-3-86931-555-3. (Details)
  • Friedrich Rückert: Rostem und Suhrab. Eine Heldengeschichte in 12 Büchern. Nachdruck der Erstausgabe. epubli, Berlin, 2010, ISBN 978-3-86931-571-3. (Details)
  • Friedrich Rückert: Rostam und Sohrab. Neuausgabe. Epubli, 2010 ISBN 978-3-86931-684-0. (Details)
  • Friedrich Rückert: Rostam und Sohrab. Neuausgabe e-book. Epubli, 2011 ISBN 978-3-86931-939-1. (Details)
  • Friedrich Rückert’s Liebesfrühling. Frankfurt a. M: Sauerländer, zw. 1861 u. 1874. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Hans Wollschläger (Hrsg.): Kindertodtenlieder. (1993 auch als insel taschenbuch 1545)
Friedrich Rückert, Bildnis von Bertha Froriep 1864

Literatur

  • Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft. Zuletzt ist Band 17 (2006/2007) 2008 erschienen (Stand 2008).
  • Rückert, 1) Friedrich. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1892, S. 6–7.
  • Mahmoud Al-Ali: Rückerts patriotische Dichtungen. Eine Untersuchung der „Geharnischten Sonette“. In: Kairoer Germanistische Studien, 14, 2004, S. 45–63.
  • Robert Boxberger: Rückert, Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 29, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 445–453.
  • Richard Dove: Rückert, (Johann Michael) Friedrich. In: Walther Killy (Hrsg.): Literatur-Lexikon. Band 10. Bertelsmann, Gütersloh / München 1991, S. 59–61.
  • Albert Duncker: F. Rückert als Professor am Gymnasium zu Hanau. Eine Episode aus den Wanderjahren des Dichters. 2. Aufl. Wiesbaden 1880.
  • Jürgen Erdmann (Hrsg.): 200 Jahre Friedrich Rückert. Katalog der Ausstellung. Coburg 1988.
  • Wolfdietrich Fischer, Rainer Gömmel (Hrsg.): Friedrich Rückert. Dichter und Sprachgelehrter in Erlangen. Degener, Neustadt/Aisch 1990, ISBN 3-7686-9105-5
  • Rudolf Kreutner: Friedrich Rückert Briefe. Neufunde und Nachträge 1996–2005. In: Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft, 16, 2004/2005, S. 65 ff.
  • Rudolf Kreutner: Rückert, Johann Michael Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 208–210 (Digitalisat).
  • Hermann Leupold: Friedrich Rückert. Ein Gedenkblatt zum 200. Geburtstag des Dichters und Gelehrten am 16. Mai 1988. In: Einst und Jetzt, Bd. 33, 1988, S. 105–132.
  • Ingo Müller: Dichtung und Musik im Spannungsfeld zwischen Vermittlung und Unmittelbarkeit. Gustav Mahlers „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“. In: Gustav Mahler: Lieder (= Musik-Konzepte Neue Folge, hrsg. von Ulrich Tadday, H. 136), München 2007, S. 51–76.
  • Reuter: F. Rückert in Erlangen. Hamburg 1888.
  • Friedrich Rückert. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 7, E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. 309
  • Max-Rainer Uhrig (Hrsg.): Gestörte Idylle. Vergleichende Interpretationen zur Lyrik Friedrich Rückerts. Würzburg: Ergon Verlag 1995.

Literatur zu den Bildnissen

  • Erich Schneider: … wie eine Schleiereule. In: Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft, Band 14 (2002, 2003 erschienen), S. 7 ff.

Weblinks

 Wikisource: Friedrich Rückert – Quellen und Volltexte
 <Lang> Commons: Friedrich Rückert – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kösener Korps-Listen 1910, 202, 26
  2. Deutsche Welle: Scholli und seine Freunde
  3. Orden Pour le Mérite für Wissenschaft und Künste, Band I: Die Mitglieder des Ordens v. 1842–1881. Gebr. Mann-Verlag, Limburg, S. 86.
  4. Rudolph Genée: Zeiten und Menschen – Erlebnisse und Meinungen. Mittler und Sohn, Berlin 1897, S. 175.
  5. Jürgen Erdmann (Hrsg.): 200 Jahre Friedrich Rückert. Katalog der Ausstellung, Coburg 1988. S. 22.
  6. Rückertstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
  7. Die Gestalten sind durch Inschriften am Denkmal selbst ausgewiesen.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen



Die letzten News


Knochen des Tages

Elemente:

,

22.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen. Dies haben Sprachwissenschaftler du...
21.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und ...
18.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde...
17.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen. Doch wie sind diese aus anorganischen Stoffen entstanden? Der LMU-Chemiker Oliver Trapp ber...
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht. Gemäss dem internationalen Forscherteam so...
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht un...
01.10.2020
Jagdverhalten säbelzahntragender Raubtiere erforscht
Ein internationales Team von Forschenden aus dem Vereinigten Königreich und Spanien sowie unter Beteiligung vom Museum für Naturkunde in Berlin, unt...
25.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in ...
25.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Martin Petr und Janet Kelso vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipz...
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabung...
21.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzö...
21.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspe...
17.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrat...
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
09.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa. Das aus eine...
09.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit. Wann und wo genau die Jüngere Dryaszeit begann und ...
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf ...
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt. Archäologen der Goethe-Universit...
03.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Unte...
26.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomische...
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelte...
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik...
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 24...
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranich...