Franzosen


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu weiteren Bedeutungen siehe Franzose (Begriffsklärung).
Frankophone im Westen Europas

Die Franzosen sind eine romanischsprachige Nation in Westeuropa. Im Selbstverständnis der Französischen Republik ist die Nation keine ethnische Gruppe, die französische Verfassung lehnt den Gedanken an eine über die Staatsbürgerschaft hinausgehende ethnische Zuordnung ab.[1] Dem stehen nationalistische beziehungsweise rassistische Auffassungen entgegen, die französischen Staatsbürgern, die aus Gebieten außerhalb des europäischen Frankreich stammen, aufgrund ihrer Hautfarbe, Religion oder ethnischen Herkunft die Zugehörigkeit zum Staatsvolk absprechen.

Einige Minderheiten in Frankreich bezeichnen sich selbst etwa als Bretonen, Okzitanier,[2] Elsässer oder Korsen. Sie beanspruchen damit für ihre jeweilige Gruppe den Status einer eigenen ethnischen Gruppe und grenzen sich auf diese Weise von der Titularnation der „Franzosen“ im ethnischen Sinne ab.

Französische Ethnogenese

Moderne Mythen über antike Vorfahren

Vercingetorix wirft Caesar seine Waffen zu Füßen

Der französische Nationalmythos beginnt bereits mit den Kelten (Gallier), jenem indoeuropäischen Stamm, der sich am frühesten gelöst hatte und am weitesten nach Westen vorgedrungen war, und in den fünf Jahrhunderten bis zur Eroberung durch Caesar (seit 58 v. Chr.) eine eigene Kultur entwickelt hatte. Zu den mächtigsten Stämmen gehörten die Arverner im Gebirgsland der Auvergne und die Äduer zwischen Saône und Loire.[3][4][5] Die indoeuropäischen Kelten hatten zuvor die Urbevölkerung (z. B. Ligurer) in den Süden abgedrängt, nur ein Zweig der Iberer, die Aquitaner, hat sich bis heute in geringen Resten in den westlichen Tälern der Pyrenäen erhalten. Der Name Gascogne (vasconia) erinnert an die frühere weitere Ausbreitung der Basken, die in Frankreich aber nicht – wie in Spanien – ihre nationale Sonderstellung bewahrt haben.

Nach der römischen Eroberung hatte sich der Großteil des keltischen Adels akkulturisiert bzw. assimiliert, große Teile der keltischen Bevölkerung waren daraufhin mit Römern zu einer galloromanischen Bevölkerung verschmolzen oder zumindest vermischt und romanisiert. Sie genossen römische Bürgerrechte und waren spätestens im 4. Jahrhundert christianisiert worden.

Gallien wurde rasch romanisiert, nach zwei Generationen fügten gallische Edle ihrem keltischen einen römischen Namen hinzu. Vercingetorix, im romanisierten Gallien ein keltischer Barbar, wurde vergessen und erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt[6]

Ein Nationaldenkmal für den legendären Gallierfürsten Vercingetorix wurde erst 1864 von Napoleon III. errichtet, seine trotzige Kapitulation vor Caesar wurde nach der französischen Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg (1870/71) zum nationalen Mythos überhöht.

Vermischungen der Völkerwanderungszeit

Chlodwigs Taufe als fränkisch-galloromanische Symbiose

Die christianisierte galloromanische Bevölkerung wurde im Zuge der Völkerwanderung im Südosten zunächst von Burgundern, im Südwesten von Westgoten und allesamt schließlich von toxandrischen Franken unterworfen. Der Sieg der Franken über die Alemannen in der Schlacht von Zülpich wurde später im Louvre als Beginn der französischen Geschichte herausgestellt. Die Franken waren ihrerseits allerdings selbst ein buntes Gemisch „freier“ Stämme. Gegenüber sechs bis zehn Millionen unterworfener Galloromanen zählte die Oberschicht der fränkischen Eroberer nur einige Hunderttausend,[7] mit der (katholischen) Taufe des Frankenkönigs Chlodwigs (um 500) verband sie sich mit dem einheimischen Adel, allmählich bildete sich eine neue Mischbevölkerung heraus. Zu den germanischen Völkern der Völkerwanderung kamen ab dem 10. Jahrhundert noch die Normannen in der Normandie hinzu. Bei diesen zeigte sich die Assimilationsfähigkeit der galloromanischen Mehrheit am deutlichsten: Innerhalb weniger Generationen waren die Normannen ganz in ihr aufgegangen und francophone Normannen eroberten England sowie Süditalien.

Die ebenfalls im Rahmen der Völkerwanderung erst im 5. Jahrhundert eingewanderten, nichtromanischen (keltischen) Bretonen behielten ihre Eigenart hingegen bis heute bei.

Im Zuge der Ausbildung eines christlichen Universalreiches unter Karl dem Großen hatte die galloromanische Kultur eine kosmopolitische Prägung erhalten. Nach der Teilung des Reiches 843 zeigte sich zum ersten Mal die Einheit der galloromanischen Nation im Aufkommen der neuen Sprache.[3] Im Norden und Osten fiel der Großteil des einstigen Siedlungsgebiets der germanischen Franken bei der Reichsteilung an das Ostfrankenreich (das spätere Deutschland), im Westfrankenreich (das spätere Frankreich) dominierte das Galloromanische. Bis ins 10. Jahrhundert wurde jedoch zumindest ideell sowohl von karolingisch-westfränkischen als auch von ostfränkischen Herrschern an der Reichseinheit festgehalten, die Entstehung des ersten französischen Staates wird daher von den meisten Historikern erst mit der Königskrönung Hugo Capets (987) angesetzt.

Nation und Nationalstaat im Mittelalter

Ludwig IX. wurde 1297 heiliggesprochen
Jeanne d'Arc (Paris) wurde 1456 rehabilitiert, 1920 heiliggesprochen
Ballhausschwur in Versailles
Die Freiheit führt das Volk (Julirevolution von 1830)

Die Vermischung von Franken und Galloromanen war von Nord nach Süd in unterschiedlich intensivem Maße erfolgt. Im Süden gab es noch eine Zeitlang burgundische und gotische, im Norden und Osten fränkische Siedlungsreste. Zudem bildete Südfrankreich noch um 1000 eine romanische Sprachbrücke eher nach Spanien (Okzitaner, Katalanen) als nach Nordfrankreich. Diese Unterschiede wurden durch die zwischenzeitliche Schwäche des Pariser Königtums gegenüber regionalen Herzögen und später gegenüber englischen Königen gefördert.

Im Ergebnis mehrerer Schlüsselereignisse des Mittelalters bildete sich schließlich eine französische Nation bzw. ein früher Nationalstaat heraus

  • durch den kombinierten Angriff des deutschen Kaisers Heinrich V. und des englischen Königs Heinrich I. 1124 entstand erstmals ein französisches Nationalgefühl[8], seit 1140 (Historia Karoli Magni et Rotholandi) setzte sich Francia statt Gallia als Selbstbezeichnung des gesamten Königreichs durch[9]
  • während der Kreuzzüge kämpften Nordfranzosen und Südfranzosen gemeinsam[10], ihr Anführer Ludwig der Heilige († 1270) wurde zum französischen Nationalheiligen
  • mit dem Albigenserkreuzzug bzw. der Eroberung der Grafschaft Toulouse wurde die religiöse, kulturelle und staatliche Einigung abgeschlossen, die Südfranzosen standen fortan unter der Herrschaft der Nordfranzosen, das Zusammenwachsen zu einer gesamtfranzösischen Nation begann[11]
  • der Gallikanismus trug zur Herausbildung einer von Rom unabhängigen katholischen Nationalkirche bei
  • im Hundertjährigen Krieg behauptete Frankreich seine nationale Unabhängigkeit gegenüber einer englischen Dynastie, ein französischer Nationalstaat entstand[12][13], das durch den Hass auf die englischen Truppen in breiten Bevölkerungskreisen umfassend belebte Nationalgefühl führte zur Herausbildung einer französischen Nation[14], Jeanne d’Arc († 1431) wurde (neben Ludwig) zur Nationalheiligen (in gegenseitiger Abgrenzung voneinander entstand neben der französischen so auch die englische Nation)
  • die Gefahr eines burgundischen Gegenreiches wurde durch die Aufteilung des burgundischen Erbes abgewendet und der französische Nationalstaat abgerundet

Vor dem Hintergrund einer möglichen Spaltung der Nation in Katholiken und Hugenotten hatte der Dichter Pierre de Ronsard in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts die erst im Mittelalter erfundene Figur des Francus in seinem Nationalepos verewigt, einen vermeintlich von dem antiken Helden Hektor abstammenden Urahn der französischen Könige, und hatte somit eine Legende erfunden, die die französische Nation sowohl von Troja als auch von Rom abstammen ließ.[15]

Nationalbewusstsein der Neuzeit

Zur endgültigen Herausbildung eines Nationalbewusstseins kam es bei den Franzosen infolge der Französischen Revolution ab 1789. Die Nation definierte sich nicht im ethnischen Sinn als Abgrenzung von Nachbarvölkern sondern im demokratischen Sinn als Vertreter des Volkswillens und somit als souveräner Gegenspieler gegen ein absolutes Königtum. Nicht die Einwohner von Paris oder die französischsprachigen Katholiken, sondern die Delegierten des Dritten Stands proklamierten sich daher zur Nationalversammlung (Ballhausschwur). Die Nation wurde eine Staatsnation, sie bestand nicht primär aus ethnischen Franzosen, sondern aus Citoyen bzw. dem Wahlvolk mit staatsbürgerlichen Rechten und republikanischen Idealen.

Die nicht-französischsprachigen Staatsbürger wurden allerdings durch die Wehrpflicht und später durch die Schulpflicht bzw. die damit verbundene obligatorische Verwendung und Verbreitung der offiziellen Amtssprache assimiliert und französisiert, das Hochfranzösische verdrängte z. B. das Okzitanische fast völlig. Das mit dem Papsttum geschlossene Konkordat von 1801 bestätigte die Mehrheitsstellung des Katholizismus und führte gleichzeitig die Trennung von Staat und Religion ein, bis 1905 mit dem Gesetz zur Trennung von Religion und Staat der Laizismus gesetzlich festgelegt wurde.

Das neue Selbstbewusstsein des sich auf die römische Republik (z. B. Brutus) berufende Bürgertums, das schließlich in der Hinrichtung des Königs (1793) kulminierte, griff in den Revolutionskriegen auch auf die französische Bauernschaft über (die damals 90 % der Bevölkerung ausmachte) und entwickelte sich zu einem Sendungsbewusstsein. Die Grande Nation sah sich fortan als Vorkämpfer für Demokratie und Freiheit und die Einigung Europas unter französischer Vorherrschaft, was auch nach der Niederlage Napoleons anhielt (Julirevolution von 1830, Februarrevolution 1848, Pariser Kommune 1871, Studentenrevolte 1968). Marianne wurde zum Symbol der Freiheit und zum idealistischen Prototyp der französischen Frau.

Napoleon I. allerdings hatte schon 1799 das römisch-republikanische Vorbild durch das römisch-imperiale Vorbild (Caesar) ersetzt und eine französische Vorherrschaft wie schon unter Karl dem Großen und dem Sonnenkönig Ludwig XIV. angestrebt. Als Repräsentant der Volkssouveränität krönte sich Napoleon zum Kaiser der Franzosen (empereur des Français), nicht zum Kaiser von Frankreich. Das 50-Millionen-Einwohner-Kaiserreich schloss Millionen Deutsche, Niederländer, Italiener und Kroaten als französische Staatsbürger ein. Die bourbonische Restauration bemühte sich, die bürgerlich-freiheitlich-republikanischen Ideale durch religiös-monarchistische Inhalte zu ersetzen, (so wurden die 1823 zur Niederschlagung der liberalen Revolution in Spanien einfallenden bourbonischen Truppen als die „100.000 Söhne des heiligen Ludwig“ bezeichnet, die Dominikanische und Jesuitische Mission in Übersee wurde gefördert). Doch spätestens seit der Orientkrise bzw. der Rheinkrise von 1840 kam wieder eine nationalistische Note hinzu, die religiöse Komponente geriet spätestens mit dem Ende der Monarchie und der französisch-spanischen Intervention zugunsten des Papstes in Rom ins Hintertreffen. Ab 1852 propagierte Napoleon III. zudem Panlatinismus. So entstand auch auf kolonialistischem Gebiet ein zivilisatorisches und missionarisches Sendungsbewusstsein, welches nach der Niederlage im Deutsch-Französischen Krieg auch einen revanchistischen Chauvinismus hervorbrachte und kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs (1919) in einem erneuten französischen Hegemonieanspruch über Europa führte.

Eine Erneuerung des französischen Nationalbewusstseins auf der Rechten bewirkte in der Nachkriegszeit der Gaullismus: Anstelle der katholisch-konservativen oder faschistischen Ideen trat ein positiver Bezug auf die Errungenschaften der Französischen Revolution (und in deren Gefolge der republikanischen Staatsform und des Laizismus) und die Leistungen der Résistance, der beiden modernen Gründungsmythen Frankreichs.[16]

Hundert Millionen Franzosen

Bereits 1868 hatte der amerikanophile Publizist und Frankreichs späterer US-Botschafter Lucien-Anatole Prévost-Paradol seinen Kaiser Napoleon III. auf Frankreichs Bedeutung im Mittelmeerraum hingewiesen und gemahnt, dass es bis zu 100 Millionen Franzosen auf beiden Seiten des Mittelmeeres bedürfe, um einem weltpolitischen Hegemonieanspruch gegenüber angelsächsischen, deutschen und russischen Rivalen ausreichend Geltung zu verschaffen. Die koloniale Expansion (nach Marokko und Tunesien) sollte „Lebensraum“ und „Volkskraft“ für ein entsprechendes Bevölkerungswachstum bereiten.[17][18]

Zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung (zwischen den beiden Weltkriegen) hatte das (Zweite) Französische Kolonialreich etwa 45 Millionen Einwohner, das französische Mutterland (France métropolitaine) zählte etwa 40 Millionen, während der „Erbfeind“ Deutschland bzw. das zusammenhängende Siedlungsgebiet der Deutschen in Mitteleuropa etwa 80 Millionen Einwohner zählte. Bis 1960 war die Bevölkerung Frankreichs auf knapp 46 Millionen angestiegen, doch hatte Frankreich inzwischen einige Kolonien verloren (Syrien/Libanon 1943/46, Indochina 1953/54, Französisch-Indien 1949/56, Marokko und Tunesien 1956/57, Guinea 1958). Die Bevölkerung der verbliebenen Kolonien war auf knapp 54 Millionen gewachsen.[19]

Assimilationspolitik

Félix Éboué mit de Gaulle (1940)

Bereits 1848 bzw. 1871 hatte Frankreich Algerien und 1916 die vier wichtigsten Städte des Senegal (Quatre Communes) zu integralen Bestandteilen Frankreichs erklärt, ein Teil der Einwohner erhielt französische Bürgerrechte, mit denen vor allem auch die Wehrpflicht verbunden war. So wurde Blaise Diagne, der Bürgermeister von Dakar, in die französische Nationalversammlung gewählt, während Hunderttausende Algerier und Senegalesen in beiden Weltkriegen auf französischem Boden für Frankreich kämpften und fielen. Insgesamt 1,5 Millionen zusätzliche Soldaten hielt Frankreich so in seinen Kolonien in Reserve.[20]

Im Rahmen einer „Assimilationspolitik“ band Frankreich stärker als etwa Großbritannien, Belgien oder Portugal einheimische Eliten in die Verwaltung seiner Kolonien ein, um das kolonialistische System zu ergänzen und zu verschleiern. So gab es auf Guadeloupe bzw. im Tschad erstmals einen schwarzafrikanischen Gouverneur, Félix Éboué, der sich dann 1940 als erste französische Kolonie dem „Freien Frankreich“ um General Charles de Gaulle anschloss und damit die Tradition des republikanischen Frankreich gegen die der konservativen Restauration unterstützte. Der ehemalige Kolonialminister Jacques Stern warb für die Assimilation der „farbigen“ Franzosen.

Doch die der einheimischen Bevölkerung gewährten Bürgerrechte blieben zunächst eingeschränkt und wenigen vorbehalten, die laizistische Republik enthielt z. B. der Mehrheit der algerischen Muslime die vollen Bürgerrechte vor, was letztlich zum Scheitern der „Assimilationspolitik“ mit beitrug.[21] Nach 1945 versprach die Französische Vierte Republik eine gleichberechtigte Integration, neben Algeriern und Senegalesen wurden 1945 alle Einwohner der Kolonien formal gleichberechtigte Citoyens, doch erst 1957 ersetzte das allgemeine Wahlrecht eine die Einheimischen der Kolonien benachteiligende Wahlrechtsordnung.[22]

Französische Union und Französische Gemeinschaft

An die Stelle des Kolonialreichs trat 1946 eine Union Française (Französische Union) zwischen dem Mutterland und den in autonome Tochterrepubliken umgewandelten verbliebenen Kolonien, 1958 dann die Communauté française (Französische Gemeinschaft). Bereits die Volksfrontregierung Léon Blum hatte 1937 eine solche Union angestrebt. Außenpolitik, Verteidigung, Finanzwesen, langfristige Wirtschaftsplanung, strategische Rohstoffe, die Kontrolle des Justiz- und des Bildungswesens sowie der Kommunikationssysteme sollten unter Zuständigkeit der Union bzw. der Gemeinschaft bleiben. Statt Staatsbürgerschaften der einzelnen Mitgliedsrepubliken gab es nur die Staatsbürgerschaft der Union, die allerdings nicht identisch mit der französischen Staatsbürgerschaft war. Amtssprache war Französisch.[23]

Die Flagge der Frankophonie symbolisiert die fünf Kontinente
  • Das Kolonialreich ist tot. An seiner Stelle errichteten wir die Union. Frankreich bereichert, geadelt und vergrößert, wird morgen 100 Millionen Bürger und freie Menschen besitzen. (Pierre Cot)[24]
  • Frankreich hat seinen Traum eines Imperiums von 100 Millionen Franzosen nicht aufgegeben. (Ralph Bunche)[25]

Doch 1960 brach die angestrebte Gemeinschaft von 100 Millionen frankophonen Staatsbürgern endgültig zusammen, die autonomen Republiken wurden unabhängige Nationalstaaten, Algerien folgte 1962. Bis 1980 lösten sich auch noch die Komoren, Dschibuti und Vanuatu von Frankreich. Zumindest einen ideellen (und ansatzweise auch wirtschaftlichen) Zusammenhalt versuchen Frankreich, Kanada, Belgien und die ehemaligen Kolonien seit 1970 in der Frankophonie weiterhin zu pflegen.[26]

Geburtenrate und Immigration

Dennoch wurde das Schlagwort von „Hundert Millionen Franzosen“ auch in der Folgezeit immer wieder von französischen und afrikanischen Politikern aufgegriffen und neu abgewandelt. Eine alternative Deutung kam dem Nachkriegsplan de Gaulles und Michel Debrés zu, durch zahlreiche staatliche Vergünstigungen und Erleichterungen die Geburtenrate bzw. das Bevölkerungswachstum Frankreichs zu fördern.[27] Dies war auch eine Erfahrung aus der militärischen Niederlage gegen Nazi-Deutschland 1940. Schon das Vichy-Regime unter Marschall Pétain hatte eine Steigerung der Geburtenrate, damals die niedrigste in Europa, zu erreichen versucht, eine Politik, die in der Nachkriegszeit – begünstigt durch zunehmenden wirtschaftlichen Wohlstand – beibehalten wurde, ab ca. 1960 verstärkt durch Einwanderung.

  • Es müssen 100 Millionen Franzosen sein. Wenn das nicht durch Geburten zustande kommt, dann durch Einwanderung. (Michel Debré)[28]

Tatsächlich haben zwischen 14[29] und 15[30] Millionen (22–23 %) der heute 64 Millionen Einwohner Frankreichs einen Migrationshintergrund, deren Elternteile und Vorfahren sind aber größtenteils Einwanderer aus anderen europäischen Ländern. Seit der Unabhängigkeit der Kolonien sind in mehreren Wellen Millionen nordafrikanische und westafrikanische Einwanderer in das ehemalige Mutterland gekommen, als Kinder von Unionsstaatsbürgern haben viele von ihnen laut Gesetz Ansprüche auf die französische Staatsbürgerschaft. Viele Immigranten wohnen in seit den 1970er Jahren entstandenen Neubausiedlungen in der Banlieue am Rande der französischen Großstädte. Die Integration dieser Immigranten ist bisher nur unvollständig gelungen, was Unbehagen über Einwanderung und Überfremdungsängste unter den einheimischen Franzosen fördert, die u.a. zu Wahlerfolgen rechtsextremer Parteien wie des Front national führten.

Nach Ansicht des britischen Historikers und Autors Paul Johnson würde die französische Nation, sollte sie denn jemals 100 Millionen erreichen, zur Hälfte aus nordafrikanischen Muslimen bestehen. Dem müsse Westeuropa durch höhere Geburtenraten entgegenwirken, polemisierte Johnson 2006 in der Jewish World Review.[31] Ähnlich rassistische Polemik hatte bereits Adolf Hitler in Mein Kampf geäußert, als er Frankreich wegen seiner Assimilationspolitik als „vernegert“ geißelte.[32] Doch auch der satirische Simplicissimus hatte schon 1904 die französische Kolonialpolitik als „Rassenvermischung“ karikiert.

Erst 1995 wurde die inhaltslos gewordene Communauté auch formaljuristisch aufgelöst. Alle ehemaligen Mitgliedstaaten (Frankreich und die Tochterrepubliken, einschließlich Togo und Kamerun) zusammen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits fast 200 Millionen Einwohner, die ehemaligen Staaten der Union sogar über 330 Millionen. Weltweit gibt es jedoch nur etwa 131 Millionen frankophone Muttersprachler, etwa 60 Millionen davon in Afrika (Haarmann). In jenen 32 Staaten der Welt, in denen Französisch Amtssprache ist, leben 88 Mio. Muttersprachler.[33]

Frankreich hat heute etwa 64 Millionen Einwohner, 94 % davon sind französische Staatsbürger (MSN Encarta). Für 86 %[33] bzw. 88 % (Haarmann) von ihnen ist Französisch die Muttersprache.

Religion

Die Mehrheit der Bevölkerung ist katholisch, wobei die Angaben von 51 % (Le Monde des religions) über 64 % (Auswärtiges Amt[34]) und 75 % (Fischer Weltalmanach 2010) bis 88 % (CIA[35]) reichen. Etwa 5 Millionen (8 %) sind Muslime vor allem aus Nord- und Westafrika. Daneben gibt es 1–3 % Protestanten und Juden, der Rest sind vor allem Atheisten und Konfessionslose. Nach einer Studie des PewResearch Center aus dem Jahr 2008 bezeichnet sich nur eine Minderheit von 37 % der Franzosen als „religiös“ (darunter 9 % als „sehr religiös“). Beides sind unter den untersuchten Staaten die niedrigsten Werte. Die Studie offenbart zudem Vorurteile gegenüber Muslimen und Juden.[36]

Die nichtkatholischen Franzosen waren bereits durch die Hugenottenkriege (bis 1598) bzw. durch die Aufhebung des Edikts von Nantes durch das Edikt von Fontainebleau (1685) faktisch ausgeschlossen und vertrieben worden. Francophone Schweizer, die mehrheitlich calvinistisch bzw. reformiert sind, bezeichnen sich daher selbst selten als Franzosen. Die katholischen Wallonen gelten jedoch als Französische Gemeinschaft Belgiens.

Bis 1960 hatten (katholische) Christen etwa 45 % und Muslime über 30 % der 100 Millionen Franzosen ausgemacht (über 30 Millionen Muslime und 10 Millionen Christen allein in den afrikanischen Tochterrepubliken), vor 1958 (Verlust Marokkos, Tunesiens und Guineas) war der Anteil der Muslime noch höher. (Hinzu kamen die Buddhisten aus Indochina.)

Sonstige Einwanderung

Im 19. und 20. Jahrhundert kamen viele Einwanderer aus Osteuropa, Westasien und Indochina, unter anderem Polen, Armenier und Libanesen, die in der Bevölkerung aufgingen. Berühmte Beispiele sind hier Marie Curie und der armenischstämmige Chansonsänger Charles Aznavour.[3] Schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts kamen zahlreiche Italiener, seit den 1960er Jahren auch Portugiesen als Gastarbeiter ins Land und blieben oft auch dauerhaft, italienische Vorfahren hat u.a. die Fußballlegende Michel Platini. Vor allem im Süden Frankreichs siedelten sich nach der Niederlage der Linken im Spanischen Bürgerkrieg zahlreiche politisch verfolgte Spanier und Katalanen an („Rotspanier“), u.a. der Vater von Raymond Domenech. Auch als Söldner in der Fremdenlegion haben zahlreiche Ausländer die französische Staatsbürgerschaft erworben.

Bevölkerungsgruppen französischer Abstammung

Erstes (grün) und zweites (blau) Kolonialreich
Der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane war hugenottischer Abstammung

Bereits im 17. und 18. Jahrhundert hatten französische Auswanderer Kolonien in Übersee gegründet, die Siedlungen bestanden auch nach dem Verlust des (Ersten) Kolonialreichs (1763) fort. Nachfahren französischer Auswanderer sind in Kanada die Québécois,[37] die Akadier[38] und die frankophonen Kanadier („Franko-Kanadier“) der anderen Provinzen, zusammen über 7 Millionen frankophone Muttersprachler.[33] Die Staatsbürger der Vereinigten Staaten, die französische Vorfahren haben, nennt man Franko-Amerikaner. Ein Großteil sind Französische Kanadier, die in der Industrialisierung nach Neuengland eingewandert sind. Zudem gibt es von franko-kanadischen Auswanderern abstammende Cajuns und frankophone Kreolen im US-Bundesstaat Louisiana, wo eine Mehrheit der US-Amerikaner dieses Staates französische bzw. kreolische Vorfahren hat,[39] aber nur noch 4,7 % Französisch als Muttersprache sprechen.[40]

Insgesamt haben 9.616.700 US-Amerikaner (2,8 %) französische oder kreolische und weitere 2.184.200 (0,6 %) franko-kanadische Vorfahren,[41] doch nur noch 1.355.800 (0,5 %) sprechen Französisch und weitere 629.000 (0,2 %) kreolisch als Muttersprache. Von diesen Französisch-Muttersprachlern beherrschen nur 21,8 % Englisch gegenüber 43,3 % der Kreolen[42] Zudem leben 600.000 französische Staatsbürger als Ausländer in den USA.[43]

Daneben gibt es viele Ethnien, die teilweise französischer Herkunft sind, wie die Métis in Nordamerika (indianischer Abstammung), Kreolen der Karibik und Afrikas (französischer und afrikanischer Abstammung, in der Karibik auch indianische Wurzeln) und die Europolynesier (französischer und polynesischer Abstammung).

Ein Gefühl der Nähe und Verbundenheit empfinden viele Franzosen gegenüber anderen frankophonen Nationen und Ethnien auf der Welt, wie den belgischen Wallonen, den schweizerischen Romands oder den kanadischen Québécois. Letztere werden oft als „Cousins“ bezeichnet, was jenseits des Atlantiks als abwertend empfunden wird. Zwischen Romands und Wallonen leben noch 120.000 französische Staatsbürger in Belgien und 75.000 in der Schweiz. Weitere 300.000 Franzosen leben in Italien[43], hinzu kommen 200.000 frankophone Valdostaner im italienischen Aostatal.

Auch nach Deutschland kamen französische Einwanderer, die mit der Zeit assimiliert wurden. Eine wichtige solche Einwanderergruppe waren im 17. und 18. Jahrhundert die Hugenotten, die außer in den Niederlanden und England und deren Kolonien auch in der Schweiz und in den protestantischen deutschen Staaten, vor allem in Brandenburg-Preußen, Zuflucht fanden.[44] Der Anteil der Hugenotten in Berlin machte um 1700 etwa 20 %, um 1800 etwa 10 % und um 1900 noch gut 1 % aus.[45]


Siehe auch

  • Académie française
  • Französische Sprachpolitik
  • Négritude

Literatur

  • Harald Haarmann: Kleines Lexikon der Völker: von Aborigines bis Zapoteken. (Google books ab S. 132).
  • Detlev Wahl: Lexikon der Völker Europas und des Kaukasus. Rostock 1999, S. 74–83.
  • Willi Stegner: Taschenatlas Völker und Sprachen. Klett, Gotha 2006, S. 47.
  • H. Köller, B. Töpfer: Frankreich. Ein historischer Abriß. 2 Bände. Berlin 1973.
  • Fuchs und Henseke: Das Französische Kolonialreich. Berlin 1988.
  • Jacques Stern: The French Colonies. Past and Future. New York 1944, S. 25–26.
  • J. W. Bromlej: народы мира – историко-этнографический справочник. Moskau 1988, S. 483–486.
  • Hermann Kinder, Werner Hilgemann: dtv-Atlas zur Weltgeschichte. Teil 1. München 1996.

Einzelnachweise

  1. Artikel 1 der Französischen Verfassung vom 4. Oktober 1958: „Frankreich ist eine unteilbare, laizistische, demokratische und soziale Republik. Sie gewährleistet die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz ohne Unterschied der Herkunft, Rasse oder Religion. Sie achtet jeden Glauben.“
  2. Ostal d'Occitània
  3. 3,0 3,1 3,2 Diercke Länderlexikon, Augsburg 1989, ISBN 3-89350-211-4
  4. Éric Gailledrat: Les Ibères de l'Èbre à l'Hérault (VIe-IVe s. avant J.-C.), Lattes, Sociétés de la Protohistoire et de l'Antiquité en France Méditerranéenne, Monographies d'Archéologie Méditerranéenne - 1, 1997
  5. Dominique Garcia: Entre Ibères et Ligures. Lodévois et moyenne vallée de l'Hérault protohistoriques. CNRS éd., Paris 1993; Les Ibères dans le midi de la France. L'Archéologue, n°32, 1997, S. 38–40
  6. Michael Zick: Stillstand nach dem Sieg. In: bild der wissenschaft, S. 69. Ausgabe 3/2009
  7. Rigobert Günther: Vom Untergang Westroms bis zum Reich der Merowinger, S. 152. Dietz Verlag Berlin 1987
  8. dtv-Atlas, S. 158
  9. Köller/Töpfer, Teil 1, S. 84f
  10. Walter Zöllner: Geschichte der Kreuzzüge, S. 33. Deutscher Verlag der Wissenschaften, Berlin 1978
  11. Köller/Töpfer, Teil 1, S. 96f, 103 und 106
  12. dtv-Atlas, S. 191(Das Werden des französischen Nationalstaates 1285-1453)
  13. Köller/Töpfer, Teil 1, S. 198
  14. Köller/Töpfer, Teil 1, S. 188f
  15. Köller/Töpfer, Teil 1, S. 240f
  16. Herfried Münkler: Die Deutschen und ihre Mythen, Berlin 2009, S. 9.
  17. Heinz Gollwitzer: Vom Zeitalter der Entdeckungen bis zum Beginn des Imperialismus. Göttingen 1972, S. 487ff.
  18. Prévost-Paradol, 1868: Frankreichs Bedeutung im Mittelmeerraum
  19. Fischer Weltalmanach 2010. Frankfurt am Main 2009, S. 11–14 (Entwicklung der Welt seit 1960)
  20. Heinrich Loth (Hrsg.): Geschichte Afrikas. Band 2, Berlin 1976, S. 70 und 166f.
  21. Herbert Lüthy: Das überseeische Frankreich. Ein Kolonialreich in der Krise. In: The Month. 14/1949, S. 175–186
  22. Franz Ansprenger: Geschichte Afrikas. München 2007, S. 93–97
  23. Christian Mährdel (Hrsg.): Geschichte Afrikas. Band 3, Berlin 1983, S. 130–141
  24.  100 Millionen Franzosen. In: Der Spiegel. Nr. 17, 1947, S. 11 (26. April 1947, online).
  25. Die Entkolonisierung der französischen Territorien
  26. Algerien ist allerdings weder Mitglied noch Beobachter der Organisation
  27. Kinderkriegen ist keine Privatsache. In: taz.de vom 6. April 2001
  28. Michel Debré: Au service de la nation - Essai d'un programme politique. Paris 1963
  29. Gilbert Charles, Besma Lahouri: Les vrais chiffres. In: L'Express. 4. Dezember 2003
  30. French people
  31. Paul Johnson in Jewish World Review: Let´s Have More Babies!
  32. Cornelia Schmitz-Berning: Vokabular des Nationalsozialismus, S. 633f. de Gruyter Berlin/New York 2000
  33. 33,0 33,1 33,2 John W. Wright (Hrsg.): The New York Times 2010 Almanac, S. 505. New York 2009
  34. Länderinformationen des Auswärtigen Amtes über Frankreich
  35. CIA World Factbook, France, September 2009
  36. pewglobal (PDF; 495 kB).
  37. Gérard Bouchard: Genèse des nations et cultures du nouveau monde. Essai d'histoire comparée. Boréal, Montréal 2001
  38. Ingo Kolboom, Roberto Mann: Akadien. Ein französischer Traum in Amerika. Vier Jahrhunderte Geschichte und Literatur der Akadier. Synchron Wissenschaftsverlag der Autoren, Heidelberg 2005, ISBN 3-935025-54-8
  39. Prof. Dr. Wolfgang Viereck: dtv-Atlas Englische Sprache. München 2002, S. 160
  40. US Census 2000
  41. New York Times The World Almanac and book of facts 2009, S. 601
  42. New York Times The World Almanac and book of facts 2009, S. 596
  43. 43,0 43,1 J. W. Bromlej: народы мира - историко-этнографический справочник. Moskau 1988, S. 484
  44. Jochen Desel: Hugenotten. Französische Glaubensflüchtlinge in aller Welt. 2. Auflage, Dt. Hugenotten-Gesellschaft, Bad Karlshafen 2005, ISBN 3-930481-18-9.
  45. Ewaldt Harndt: Französisch im Berliner Jargon. Berlin 1998, S. 17

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08.04.2021
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Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
31.03.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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