Excalibur (Film)


Filmdaten
Deutscher TitelExcalibur
OriginaltitelExcalibur
ProduktionslandUSA, Großbritannien
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr1981
Länge135 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieJohn Boorman
DrehbuchJohn Boorman,
Rospo Pallenberg
ProduktionJohn Boorman
MusikTrevor Jones,
Richard Wagner,
Carl Orff
KameraAlex Thomson
SchnittJohn Merritt
Besetzung
  • Nigel Terry: König Artus
  • Helen Mirren: Morgana
  • Nicholas Clay: Lancelot
  • Cherie Lunghi: Guinevere
  • Paul Geoffrey: Perceval
  • Nicol Williamson: Merlin
  • Robert Addie: Mordred
  • Gabriel Byrne: Uther Pendragon
  • Keith Buckley: Uryens
  • Katrine Boorman: Igraine
  • Liam Neeson: Gawain
  • Corin Redgrave: Herzog von Cornwall
  • Niall O’Brien: Kay
  • Patrick Stewart: Leondegrance
  • Clive Swift: Sir Hector
  • Ciarán Hinds: Lot von Orkney
  • Liam O’Callaghan: Sadok
  • Michael Muldoon: Astamor
  • Charley Boorman: junger Mordred

Excalibur (auch: Excalibor – Das Schwert des Königs) ist ein Fantasyfilm des britischen Regisseurs John Boorman aus dem Jahr 1981. Der Film behandelt die Artus-Legende, basierend auf dem Roman Die Geschichte von König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde von Thomas Malory aus dem 15. Jahrhundert. Der Film war einer der erfolgreichsten Fantasy-Filme der 1980er-Jahre und kann als stilistisches Vorbild vieler weiterer bekannter Werke wie der Verfilmungen von Der Herr der Ringe und Die Chroniken von Narnia genannt werden.

Handlung

Lange schon herrscht Krieg um die Vormacht im Lande. Uther Pendragon, der mit seiner Streitmacht gegen den Herzog von Cornwall kämpft, kommt der Zauberer Merlin zu Hilfe, indem dieser ihm das magische Schwert Excalibur übergibt, „geschmiedet als die Welt noch jung war, als Vogel, Tier und Pflanze eins waren mit dem Menschen”. Wegen seiner Legitimation als Besitzer des mythischen Königsschwertes und der großzügigen Überlassung weiter Landstriche an seinen Gegner verspricht ihm der Herzog Gefolgschaft. Uther kann König sein, der Friede ist geschlossen.

Beim Feiern dieses Friedensschlusses auf der Burg des Herzogs tanzt dessen attraktive Frau Igraine vor den Gästen. Uther wird von heftigem Verlangen nach ihr ergriffen, so dass er sogleich offen und wütend zeigt, dass er willens ist, dem Gastgeber seine Frau streitig zu machen. Um die Frau zu rauben, greift er kurz darauf die herzogliche Burg mit seinen Kriegern und Belagerungswaffen an. Als Merlin im Kriegslager vor der Burg auftaucht und Uther von ihm fordert, ihm Zugang zu der Frau zu verschaffen, hat Merlin, der kurz widerstrebt, eine augenblickhafte Vision. Deshalb findet er sich bereit, zu bewerkstelligen, was Uther verlangt. Uther jedoch muss Merlin schwören: „Was geboren wird aus deines Fleisches Lust, soll mir gehören.” Nachdem Uther dies blind vor Gier geschworen und den Schwur feierlich im Namen Excaliburs bekräftigt hat, sorgt Merlin dafür, dass Uther, während Cornwall zu einem Ausfall seine Burg verlassen hat, die Gestalt des Herzogs annimmt, über den See reitet („der Atem des Drachen wird dich hinübertragen”) und unerkannt in die Burg gelangt. Igraine fügt sich der Forderung ihres vermeintlichen Gatten nach Sex; lediglich ihre Tochter Morgana durchschaut den Zauber und erkennt Uther. Unterdessen stürzt der Herzog im gegnerischen Lager vom Pferd, fällt in mehrere aufgestellte Lanzen und stirbt.

Tatsächlich geht, wie von Merlin vorhergesehen, aus dieser Beiwohnung ein Kind hervor. Neun Monate später kommt Merlin zu der inzwischen Uther unterstellten Burg und fordert das Kind ein. Hin und her gerissen zwischen dem Widerstand der Mutter und seinem Schwur, überreicht Uther Merlin das Baby, bereut dies aber kurz darauf. Während er Merlin, der das Kind davonträgt, hinterher reitet, um ihm seinen Sohn wieder abzunehmen, gerät Uther im Wald in einen Hinterhalt. Schwer verwundet flieht er – zu Fuß nur noch – Merlin hinterher. Verfolgt von den Angreifern ruft Uther nach Merlin und bittet, ihn in einen magischen Nebel zu hüllen. Als Uther stattdessen die Verfolger nahen und zugleich sein Leben schwinden sieht, gibt er seinem letzten Willen die Worte „Niemand soll das Schwert besitzen, niemand soll Excalibur tragen – außer mir!“ und stößt die Klinge mit letzter Kraft bis zur Hälfte ihrer Länge in einen Felsen, aus dem es keiner der Verfolger herauszuziehen vermag.

Von nun an gilt: Wer das Schwert aus dem Stein zieht, soll König sein. Nach Jahren wird wieder ein Ritterturnier durchgeführt, dessen Gewinner einen Versuch wagen darf. Uthers Sohn Artus ist von einem Mann wie ein eigener Sohn aufgezogen worden; als Artus das Schwert seines Bruders holen soll, es aber nicht findet, läuft er zu Excalibur und zieht es ohne Mühe aus dem Stein. Die Leute sind verblüfft, Artus stößt das Schwert wieder in den Felsen und zieht es zum zweiten Mal heraus. Sein Ziehvater gesteht ihm nun, dass er nicht sein Sohn, sondern ihm von Merlin gebracht worden sei. Die Anwesenden sind uneins über die Frage, ob Artus ihr König sei, und so bricht ein Krieg zwischen den Parteien aus. Artus wird jetzt von Merlin unterwiesen: "Wenn du schwach bist, wird das Land zugrunde gehen, wenn du stark bist, wird das Land blühen und gedeihen." Der Drache „ist überall und in allem zu finden”, woraus Artus folgert: „Excalibur – das Schwert ist auch ein Teil des Drachen.” So unterrichtet, überwindet er seine anfängliche Unentschlossenheit und reitet zu der belagerten Burg seiner Anhänger. Aufgrund seines heldenhaften Einsatzes bei der Entsetzung der Burg zieht er schnell die bewundernden Blicke der schönen Guinevere auf sich. Artus kann Uriens, dem Anführer der Angreifer, dessen Schwert entreißen und bietet ihm an, sich ihm, dem wahren König, zu unterwerfen. Uriens wendet ein, Artus sei nur ein Knappe – da reicht ihm Artus Excalibur und fordert seinen verblüfften Gegner auf, ihn zum Ritter zu schlagen. Uriens kommt dem nach und unterwirft sich Artus.

Jahre später: Artus, König von England, begegnet einem Ritter in silberner Rüstung, der eine Brücke nicht freigeben will. Artus fordert ihn zum Duell um die Freigabe der Brücke heraus. Der Fremde, der sich als „Lanzelot, ein Ritter von jenseits des Meeres” (d.h. aus Frankreich) vorstellt, ist Artus jedoch im Kampf überlegen. Um dennoch zu siegen, ruft Artus angesichts der drohenden Niederlage sein Schwert an: „Excalibur! Steh´ mir bei mit deiner Macht!” Durch den folgenden Schwertschlag verliert Lanzelot das Bewusstsein, Excalibur zerbricht jedoch auf dessen Rüstung. Artus erkennt, dass dies die Strafe dafür ist, dass er auf eigensüchtige Weise den Sieg über den edlen und fair kämpfenden Lanzelot erzwingen wollte und ist enttäuscht von seinem eigenen Handeln („Mein Stolz hat es zerbrochen”). Bedingt durch diese Reue erneuert die Königin vom See das Schwert. Der wieder zu Bewusstsein gekommene Lanzelot schließt sich Artus an, der ihn zu seinem ersten Ritter macht. Als später das Land befriedet ist, verkündet Merlin den Rittern: „Seid euch dieses Augenblicks bewusst! … Es ist ein Freudentag! Bewahrt ihn immer in eurem Herzen! Denn in dieser Stunde seid ihr alle eins!” Artus begründet die Tafelrunde. Doch wenig später kommt das erste Moment der Zwietracht auf, als Lanzelot Guenevere sieht und beide sich auf den ersten Blick ineinander verlieben. Wie vorgesehen heiratet indes Artus seine Braut. Unterdessen gesteht Merlin Morgana: "Die Tage sind gezählt für Menschen, wie wir es sind. … Es ist eine Welt, in der für uns kein Platz mehr ist." - Immer häufiger bleibt Lanzelot nun der Tafelrunde fern, bringt aber von einem seiner Ausflüge den jungen Parzival mit nach Artus´ Burg Camelot, wo Merlin mahnt: „Das Gute und das Böse – niemals wird es das eine ohne das andere geben.” Tatsächlich behauptet Gawain in der Tafelrunde: Lanzelot „bleibt uns fern, weil dein Weib ihn begehrt.” Unterdessen kämpft Lanzelot im Wald gegen einen Ritter, der er selber ist, und zieht sich auf der linken Leibseite eine Verletzung zu. Zur Ehrenrettung der Königin erscheint er auf Camelot und besiegt Gawain im Zweikampf, der ausruft: „Die Königin ist unschuldig!” Dennoch treffen und lieben sich Lanzelot und Guenevere bald darauf im Wald. Als Artus sie schlafend beieinander findet, rammt er Excalibur zwischen beide in den Boden. Damit ist "der König ohne Schwert". – Inzwischen gelingt es Artus´ Halbschwester Morgana, Merlin den Zauberspruch zu entlocken. Sie bannt Merlin mit seinem eigenen Spruch in einen Eiskristall. Danach verzaubert sie Artus, der glaubt bei Guenevere zu sein, und empfängt von ihm einen Sohn. In der Folge wird Artus krank, dem ganzen Land geht es schlecht. Nur der heilige Gral kann jetzt noch helfen. Artus schickt die Ritter der Tafelrunde aus, um den Gral zu finden.

Viele Jahre suchen die Ritter. Parzival stößt dabei auf einen reitenden, spöttisch lachenden Knaben in goldener Rüstung, der ihn scheinbar zu dem Gral bringen kann. Doch der Junge ist Mordred, der Sohn Morganas und Artus´, der letztlich befiehlt, dass Parzival an einen Baum gehängt wird, an dem bereits zahlreiche tote Ritter der Tafelrunde hängen. Dem Tode nahe hat Parzival eine Vision: Er betritt eine Zugbrücke und sieht den Gral, der über einer Treppe schwebt. Eine Stimme fragt: „Was ist das Geheimnis des Grals? Wem dient der Gral?” Da reißt der Strick, an dem Parzival hängt, und er stürzt zu Boden.

Wieder vergehen Jahre, Mordred ist jetzt ein junger Mann, seine Mutter legt ihm einen goldenen Harnisch an: „Kein Speer, kein Dolch, … keine Waffe von Menschenhand geschmiedet wird dich verletzen können, solange du diese Rüstung trägst.” So ausgestattet, begibt sich Mordred nach Camelot und erklärt seinem Vater: „Ich bin gekommen, um zu nehmen, was mein ist.” Artus jedoch entgegnet: „Ich kann dir das Land nicht geben, nur meine Liebe.” Sein Sohn erklärt ihm daraufhin den Krieg. Nach einer zweiten Todeserfahrung – bei der er im Fluss fast ertrinkt – schaut Parzival erneut den Gral, die Stimme fragt: „Was ist das Geheimnis des Grals? Wem dient der Gral?” Parzival antwortet: „Dir, mein König.” Die Stimme fragt: „Wer bin ich?" Parzival antwortet: "Du bist mein Herr und König, du bist König Artus!", worauf die Stimme fragt: "Hast du das Geheimnis gefunden, das ich verloren habe?” Parzival antwortet: „Ja! Du und das Land, ihr seid eins!” Schließlich erreicht Parzival Camelot und labt Artus aus dem Gral: „Trink aus dem Kelch und du wirst wiedergeboren.” Artus trinkt und kommt wieder zu Kräften: "Ich wusste nicht, wie leer meine Seele war bis zu diesem Augenblick." Er sucht zunächst Guenevre im Kloster auf; sie gibt ihm Excalibur, das sie all die Jahre aufbewahrt hat. Sodann zieht er mit einer kleinen Schar ihm treu Gebliebener gegen die Truppen seines Sohnes in den Kampf. Vor der Schlacht erscheint ihm Merlin, der nur noch als Traum existiert: "Es gibt andere Welten, in diese Welt gehöre ich nicht mehr." Auch andere Ritter der Tafelrunde träumen in dieser Nacht von Merlin. Nach seiner Ankündigung, er sei „ein Traum für manche, ein Albtraum für andere”, erscheint Merlin auch in Morganas Traum und bringt sie dazu, Nebel zu erzeugen, der ihr all ihre Zauberkraft entzieht. Ihr eigener Sohn sieht sie jetzt als das alte, verschrumpelte, fast zahnlose Weib, das sie tatsächlich ist, schlägt sie nieder und erwürgt sie. Im Nebel sieht Artus seine Chance und greift an. Auch Lanzelot kämpft noch einmal für Artus, niederschlagend, was sich ihm an Gegnern in den Weg stellt; schließlich findet ihn Artus gekrümmt am Boden: „Es ist die alte Wunde, mein König, sie ist nicht verheilt.” Am Ende sind nur noch Artus, Parzival und Mordred übrig, der mit den Worten: „Komm, Vater, umarmen wir uns endlich!” seinen Vater mit der Lanze durchbohrt. Artus durchdringt mit Excalibur seines Sohnes goldenen Harnisch und tötet ihn. Der schwerverletzte Artus erteilt Parzival den letzten Auftrag: „Nimm Excalibur! Wirf dieses Schwert in ein tiefes Wasser, in einen tiefen See hinein!” Parzival kommt noch einmal zurück und bedeutet seinem König, dass er es nicht konnte, worauf Artus darauf beharrt: „Tu, was ich dir befohlen habe! Eines Tages wird ein König kommen und das Schwert wird wieder aus der Tiefe aufsteigen.” Als Parzival in einem zweiten Versuch widerwillig das Schwert ins Wasser wirft, taucht aus dem See eine Hand auf und nimmt Excalibur entgegen. Zurückgekehrt, sieht Parzival nur noch, wie der König auf dem See auf einer Barke liegt, drei Priesterinnen stehen um ihn.

Interpretation

Kamera und Montage

Recht häufig werden distanzierte Einstellungen verwendet, wie die Totale. Großaufnahmen sind selten. Selbst bei Dialogen kommen eher Einstellungsgrößen wie Halbtotale und Halbnah vor. Hiermit wird, der Romanvorlage folgend, der epische Charakter des Films betont.

Excalibur erinnert in der Bildkomposition an die Malerei der Romantik. Dieser Eindruck wird neben den Einstellungsgrößen auch durch Ausstattung (s.u.) hervorgerufen. Zudem sind alle Bilder streng zentralperspektivisch orientiert. Eine Verkantung der Kamera, die in anderen Filmen Boormans häufig vorkommt, wird nicht eingesetzt. Bei den Schlachtszenen findet die Handlung auf mehreren Ebenen statt (Vordergrund, Mitte, Hintergrund).

Größere Bewegungen werden meistens durch Schnitte dargestellt. Fahrten und Schwenks setzt Boorman nur in sehr wenigen Szenen ein. Dann wird die besondere Dramatik der entsprechenden Bewegung betont. In diesen Szenen folgt die Kamera den Bewegungen der Figur, etwa beim Tanz Igraynes in der Burg Tintagil. In einer anderen Szene wird Parzival von Mordred verspottet, er kann ihn nicht finden. Die Desorientierung Parzivals im dichten Wald wird durch mehrfache schnelle Schwenks demonstriert.

Meistens bewegen sich die Figuren innerhalb des Bildraumes. Ausnahmen kommen selten vor. Sie betonen die jeweiligen Handlungsweisen der Figuren. Als Uther beispielsweise über das Meer zur Burg Tintagil reitet, bewegt er sich zunächst aus dem Bild hinaus und dann wieder in eine andere Einstellung hinein. Hierdurch wird die von Merlins Magie hervorgerufene Verwandlung betont. Sie wird noch durch das Stilmittel der Überblendung verstärkt, wenn der Helm Uthers (lange „Schnauze“) plötzlich zum Helm des Herzogs von Cornwall wird (kurze „Schnauze“).

In manchen Szenen ist die Bewegung der Figuren mit der Blickachse des Zuschauers deckungsgleich: In der Burg Tintagil läuft der in den Herzog verwandelte Uther direkt auf die Kamera zu. Hiermit wird seine Entschlossenheit gezeigt, unbedingt zu Igrayne zu gelangen. In einer Szene mit entgegengesetzter Wirkung geht Merlin mit dem jungen Artus im Arm in das Bild hinein. Er ist damit der aktuellen Wahrnehmung der Zuschauer entzogen. Mit dieser Szene endet auch die Vorgeschichte.

Von den eingesetzten Schnittformen sind Parallelmontagen – eigentlich Chiasmen[1] – besonders auffällig. In der Vorgeschichte wird gezeigt, wie Uther und Igrayne miteinander sexuell verkehren und Uther schließlich zum Höhepunkt kommt und dabei vor Lust stöhnt. Diese Szene wird mehrmals unterbrochen durch eine Szene, in der der sterbende Herzog von Cornwall fast in derselben Position wie Uther gezeigt wird. Er stöhnt aber vor Schmerz und haucht schließlich sein Leben aus. Durch diese Parallelisierung wird die Verbundenheit von Leben und Tod gezeigt.

Daneben verwendet Boorman in diesem Film zahlreiche visuelle Metaphern, deren Bedeutung allerdings offensichtlich ist. So steht ein überreich mit Nahrungsmitteln gedeckter Tisch in der Burg Camelot für den Überfluss im Land in der glücklichen Zeit. Im Schwerttraum Lancelots kämpft er gegen sich selbst und verletzt sich selbst, als seine Liebe zu Guenevere und seine Treue zu Artus aufeinanderprallen. Das Zerbrechen der Tafelrunde wird durch das gleichzeitige Auseinandergehen der Ritter symbolisiert.

Licht und Farbgestaltung

Die Außenszenen bei Tag sind gut ausgeleuchtet und sollen das reale Licht simulieren. Um die satte grüne Farbe des Waldes zu erreichen, setzte Boorman teilweise grüne Scheinwerfer ein. Dies gibt dem Wald eine „ätherische, magische Beschaffenheit“, wie Steven D. Segal von Mediascreen schreibt[2].

Bei den Nachtszenen setzt Boorman viel Rauch und Nebel ein. Diese Szenen sind im Allgemeinen viel heller ausgeleuchtet, als dies dem natürlichen Licht entsprechen würde. Dies wird von der Handlung her teilweise durch Feuer erklärt. Bei den Innenszenen kam es darauf an, die Beleuchtung von Räumen zu simulieren, in denen kein elektrisches Licht vorhanden war. Diese Art der Beleuchtung entspricht am ehesten dem „Low-Key-Stil“ mit tiefen Schatten und unregelmäßig ausgeleuchteten Stellen. Sehr auffällig in diesem Film ist die Verwendung einer Grundfarbe, welche die meisten Szenen eines Aktes dominiert.

  1. Vorgeschichte: Rot, Feuer und Flammen. Die Assoziationen mit dieser Farbe sind: Kampf, Wut, Begierde
  2. Aufstieg Artus´: Grün, Natur im Frühling. Die Assoziationen sind: Frieden, Hoffnung, Wohlstand des Landes
  3. Fall und Tod Artus´: Braun, Natur im Herbst. Assoziationen: Tod, „Siechtum“, „Pestilenz“.

Dabei handelt es sich allerdings nur um eine jeweils vorherrschende Farbe. Die Verwendung je einer dieser Farben wird nicht vollständig durchgehalten, wenn dies zum Beispiel aus dramaturgischen Gründen nicht möglich ist.

Die Farben stehen sowohl für den Zustand des Landes als auch für das Befinden der Helden Uther und Artus. Ein Beispiel hierfür ist die Szene, in der Artus mit seinem Gefolge zur Schlacht gegen Mordred ausreitet: Zunächst reiten sie in einer herbstlichen Landschaft, dann tauchen plötzlich erste grüne Knospen auf, schließlich reiten sie durch eine Wiese mit blühenden Obstbäumen. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Continuity-Fehler aussieht, hat im Licht der oben dargestellten Farbsymbolik durchaus Sinn. Denn das Geheimnis des Grals lautet ja: „Der König und das Land sind eins.“ So wie Artus sich von seinem Siechtum erholt, nachdem er aus dem Gral getrunken hat, so wird auch das unfruchtbare Land wieder fruchtbar und grün.

Ausstattung

Die Landschaftsaufnahmen und besonders die scheinbar unberührten Wälder sind sehr aufwendig gestaltet. Das satte Grün in diesen Szenen wurde durch Scheinwerfer mit grünem Licht erreicht (s.o.). Hiermit wird die Bedeutung der Natur für den Film betont.

Bei den Schlachtszenen werden sehr viele Special Effects eingesetzt. Beispielsweise wird gezeigt, wie ein Arm eines Ritters abgehackt wird und Blut aus dem Stumpf herausspritzt. In einer anderen Szene stürzt der Herzog vom Cornwall in einen Speer und stirbt. Hiermit wird die Grausamkeit des Krieges dieser Zeit gezeigt. Damit steht Excalibur im Gegensatz zu den Ritterfilmen aus Hollywood der 1950er-Jahre, die sehr „unblutig“ waren, und wo Schlachten keine weiteren Folgen für die Helden hatten. Hiermit wird einer Idealisierung des Mittelalters entgegengewirkt.

Der Film gilt als der erste Ritterfilm überhaupt, in dem Schlachten tatsächlich realistisch dargestellt wurden. Anfangs der 1980er-Jahre galt Excalibur als einer der brutalsten Filme überhaupt, da man zu dieser Zeit Blut eher selten in Filmen zeigte, auch wenn dies in anderen Filmen ein unrealistisches Kampfgeschehen zur Folge hatte (zum Beispiel wird der Ritter von einer Lanze durchbohrt, blutet aber nicht, sondern fällt einfach um etc.). Weitere sehr realistische Elemente in Excalibur sind: Während sonst die "Helden" auch nach vielen Anstrengungen und Kämpfen keine Ermüdungserscheinungen zeigen, ermüden hier die Ritter im Kampf, sie schwanken und ringen in ihren schweren Rüstungen nach Luft. Die Sex-Szenen (besonders die von Uther mit Igraine, nicht ganz so Lancelot mit Guinevra) wirkten für die Betrachter der 1980er-Jahre derb und realistisch, ohne aber pornographisch zu sein (man sieht niemals den Schritt der Akteure).

Die Kostüme und insbesondere die Rüstungen sind sehr phantasievoll gestaltet und nicht an historischen Vorbildern orientiert. Auch hieran wird deutlich, dass es sich bei Excalibur eher um einen Fantasy- als nur um einen Ritterfilm handelt. Die Rüstungen entsprechen vielleicht den Vorstellungen, die man sich in der Romantik von einem idealisierten Mittelalter machte. Auch die Räume der Burgen, hier insbesondere der Saal mit der Tafelrunde, sind detailliert und glaubwürdig gestaltet.

Dagegen fällt die Qualität der architektonischen Gestaltung der Gebäude von außen durch den Einsatz von Visual Effects sehr stark ab. Die Burg Tintagel ist nur während der Nacht und sehr kurz einmal vollständig im Bild zu sehen. Camelot wird nur einmal sehr kurz und aus weiter Ferne vollständig gezeigt. Die Darstellung der Architektur ist in dem Film Der erste Ritter dagegen viel eindrucksvoller. Auch der Turnierplatz vor der Burg wirkt in Excalibur im Vergleich zu dem Film Die Ritter der Tafelrunde aus den 1950er-Jahren sehr bescheiden. Ursache hierfür war das wohl vergleichsweise geringe Budget des Films, das weder aufwendige Matte Paintings noch Massenszenen zuließ.

Musik

Wie Georg Seeßlen schreibt, kann der Einsatz von Musik in Excalibur durch „viel Wagner und ein wenig Orff“ charakterisiert werden.[3] Zwei Szenen illustrieren diesen Einsatz von Musik besonders gut: Merlin und Morgana stehen während der Heirat von Arthus und Guenevere außerhalb der Kirche, in der das Kyrie eleison (Herr erbarme dich) gesungen wird. Sowohl der Text dieses Gesangs als auch sein geradezu hypnotischer Rhythmus symbolisieren die Ersetzung der alten Naturreligion durch das Christentum, das immer mehr Anhänger gewinnt. Die Mächte der Magie und Mystik verlassen dagegen diese Welt, was auch im Dialog zwischen Merlin und Morgana deutlich wird.

Der Ausritt von Artus mit seinen Rittern zum Kampf gegen Mordred wird durch die Musik der Carmina Burana von Carl Orff begleitet.

Aus Werken von Richard Wagner werden vor allem verwendet: ein Teil von Siegfrieds Trauermarsch aus Götterdämmerung als Hauptthema, Einleitungs- und Schlussmusik, das Vorspiel zu Tristan und Isolde als Liebesthema zwischen Lancelot und Guinevere und das Vorspiel zu Parsifal als Thema zu Perceval und der Gral.

Dramaturgie

Der Film Excalibur ist von der Handlung her wenig geschlossen. Diese umfasst praktisch ein Menschenleben und reicht von der Vorgeschichte und Zeugung über den Aufstieg bis zum Tod Artus´. Demnach kann der Film in drei Akte eingeteilt werden:

  1. Vorgeschichte, Zeugung und Geburt Artus´
  2. Aufstieg Artus´ bis zum Umschlag ins Unglück: Merlin wird im Kristall eingeschlossen, Lancelot und Guenevere lieben einander, Artus verfällt in Siechtum
  3. Fall und Tod Artus´

Den jeweiligen Akten sind entsprechend dominierende Farben zugeordnet (rot, grün, braun). Insbesondere der erste und der zweite Akt werden durch die Figur Merlins zusammengehalten; er sorgt für Kontinuität.

Die Personenkonstellation wechselt mehrfach im Verlauf des Films: Während der Vorgeschichte werden Uther und Merlin als Helden dargestellt, die in einer Art von Lehrer–Schüler-Verhältnis zueinander stehen. Im zweiten Akt sind zunächst Artus und Merlin die Hauptpersonen, deren Verhältnis demjenigen von Uther und Merlin ähnelt. Später wird eine klassische Dreiecksgeschichte zwischen Artus, Lancelot und Guenevere gezeigt, während Merlin in den Hintergrund tritt. Während der Zeit der Gralssuche am Beginn des dritten Aktes tritt Artus völlig zurück und Parzival ist der einzige Held. Am Ende des Films ist wieder Artus die Hauptperson.

Der Point-of-View dieses Films ist der des auktorialen Erzählers, wobei identifikatorische Nähe zu bestimmten Personen hergestellt wird, zu Uther, Artus, Lancelot und Parzival.

Obwohl Merlin eine entscheidende Rolle in diesem Film spielt, wird keine identifikatorische Nähe zu ihm hergestellt. Seine Handlungsmotivation wird nur selten erläutert, er taucht überraschend auf und verschwindet wieder. Dies zeigt sich besonders im Vergleich zum TV-Film Merlin (USA 1998), wo tatsächlich eine identifikatorische Nähe zu dieser Figur hergestellt wird. Daher ist die häufig in Rezensionen geäußerte Meinung falsch, dass Merlin die eigentliche Hauptperson dieses Film sei.

Der Wechsel der Hauptpersonen und des Point-of-View mag dazu beigetragen haben, dass der Film beim ersten Sehen wenig geschlossen erscheint und eher wie eine Ansammlung von Episoden wirkt.

Die Handlung wird streng linear erzählt, Vorgriffe und Rückblenden kommen nicht vor. Da der Film ein ganzes Menschenalter umfasst, muss die erzählte Zeit mittels Auslassungen stark gerafft werden. Die nicht gezeigten Ereignisse werden durch Dialoge erläutert, so dass der Zuschauer weiß, wie viel Zeit vergangen ist und was passiert ist. Beispiele hierfür sind die Kindheit und Jugend Artus´, sein Kampf gegen seine zahlreichen Feinde und die langen friedlichen Jahre. Teilweise werden auch filmische Metaphern eingesetzt, um die ausgelassenen Ereignisse zu verdeutlichen. In einer Szene jubeln bewaffnete Ritter Artus zu, wo er dann erläutert, dass sie jetzt alle ihre Feinde besiegt haben. In einer anderen Szene steht ein reich gedeckter Tisch für Wohlstand und Frieden im Land (s.o.).

Fazit

Die Handlungen der Figuren können in zweifacher Weise erklärt werden, auf einer psychologischen und einer mythologischen Ebene.

Psychologische Interpretation

Einerseits werden die Figuren im Drehbuch so dargestellt, dass ihre Handlungen psychologisch stimmig sind. So ist beispielsweise das Motiv für Morgana, Unfrieden zu stiften, Rache. Denn sie musste als Kind den Tod ihres Vaters, des Herzogs von Cornwall, mit ansehen. Da sie sich nicht mehr an Uther rächen kann, tut sie dies an Artus, seinem Sohn. So entzweit sie Artus und Lancelot und belegt Artus schließlich mit demselben Zauber, dem auch ihre Mutter unterworfen war, als sie Artus empfing. Auf dieser psychologischen Ebene ist offensichtlich, dass Artus in Trübsal verfällt, wegen des „Verrats“ von Lancelot und Guenevere an ihm. Demnach wäre die Gralssuche nur ein blinder Aktionismus, um ebendiese Trauer zu überspielen. Wie Seeßlen meint, ist sie eigentlich sinnlos, da das Geheimnis des Grals nur eine Banalität offenbart: „Der König und das Land sind Eins“[4]

Mythologische Interpretation

Daneben existiert in diesem Film aber auch noch eine mythologische Ebene, die nicht vollständig in der psychologischen aufgeht. So sind zum Beispiel die Erlebnisse Parzivals auf der Gralssuche, die Gesundung Artus´ und sein Kampf gegen Mordred nicht vollständig durch die Psychologie zu erklären. Für die Erklärung dieser Ebene können literaturwissenschaftliche Untersuchungen zum Komplex der Arthussage herangezogen werden. Wie die Anglistik nachgewiesen hat, besteht diese aus mehreren Schichten. Die ältesten gehen auf keltische Mythen zurück, die später christianisiert wurden[5]. Dort ist der Gral ein Symbol für die Fruchtbarkeit des Landes an sich, der dem Heiligen König überreicht wurde, der zugleich oberster Priester ist und die Fruchtbarkeit des Landes repräsentiert. Er wird nur für eine bestimmte Zeit in sein Amt eingesetzt und muss dann seinem Nachfolger weichen, wenn dieser ihn im Kampf besiegen kann. Nach dieser Interpretation hat der teilweise christianisierte König Artus den Zeitpunkt der Machtübergabe verpasst. Aus diesem Grund siechen er und das Land dahin. Er sagt selbst einmal im Film: „Ich kann nicht leben und ich kann nicht sterben“. Erst als Parzival ihm das Geheimnis des Grals mitteilt „Der König und das Land sind eins“, weiß Artus, was er zu tun hat: Er muss sich dem Kampf mit seinem potenziellen Nachfolger und Sohn Mordred stellen. Jetzt blüht auch das Land wieder auf. Da aber die Zeit der alten Naturreligion unwiderruflich vorbei ist, sterben beide Kontrahenten.

In zahlreichen Filmen thematisiert Boorman den Verlust der Verbundenheit des Menschen mit der Natur, zum Beispiel in Deliverance (USA 1971) und Der Smaragdwald (USA 1985). Daher ist die Annahme plausibel, dass auch Excalibur in dieser Hinsicht interpretiert werden kann.

Dieser Verlust manifestiert sich in Excalibur in zweierlei Hinsicht:

  1. Im Verschwinden der Magie aus der Welt (Merlin, Morgana). Merlins Magie des „Drachen“ wird als eine Art pantheistische Religion bzw. Naturvorstellung gedeutet.
  2. Im Aufkommen des Christentums

Allerdings kommt es in Excalibur auch nicht zu einer Idealisierung der Natur bzw. der „alten Zeit“ der Magie, die ein naturverbundenes Leben repräsentieren.

Insbesondere die Grausamkeit der Menschen, die exemplarisch durch Einsatz von Special Effects in den Schlachtszenen gezeigt wird, macht deutlich, dass diese Zeit durchaus nicht idyllisch war. Dies entspricht dem Film Deliverance, wo zwar einerseits der Verlust der Verbundenheit des Menschen mit der Natur beklagt wurde, aber andererseits auch die eher naturverbundenen „Hinterwäldler“ nicht positiv dargestellt werden.

Hintergrund

Der britische Regisseur John Boorman wählte damals weithin unbekannte Darsteller aus, die mittlerweile international bekannt sind, darunter Liam Neeson, Helen Mirren, Patrick Stewart und Gabriel Byrne.

Der Film gilt auch als Familienprojekt, da Boorman drei seiner vier Kinder – Charley Boorman, Katrine Boorman und Telsche Boorman – als Darsteller gewinnen konnte.

Ursprünglich wollte Boorman Der Herr der Ringe von Tolkien verfilmen, doch aufgrund der technischen und finanziellen Anforderungen sowie Problemen mit den Rechteinhabern konnte er dieses Vorhaben nicht realisieren.

Bryan Singer (Operation Walküre und Superman Returns) soll für Warner Brothers ein Remake des Films von Boorman inszenieren.[6]

Excalibur hatte am 10. April 1981 seine Premiere.[7] Die bundesdeutsche Erstaufführung erfuhr der Film am 29. Oktober 1981. In den Kinos der DDR lief er am 16. Mai 1986 an.[8]

Auszeichnungen

Excalibur war für die Goldene Palme der Internationalen Filmfestspiele von Cannes 1981 als „Bester Film” nominiert, gewonnen hat Der Mann aus Eisen von Andrzej Wajda. Regisseur John Boorman wurde aber für den besten künstlerischen Beitrag ausgezeichnet.

Ein Jahr später erhielt Excalibur eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Kamera”.

Kritiken

„‚Excalibur‘ wurde in den herben, düsteren Landschaften Irlands gedreht, die ihren Teil zu der mystischen Aura des Stoffes beitragen. Seinem Hang zu opernhaften Inszenierungen frönte Regisseur John Boorman in lichtgewaltigen Wunder- und Schreckensbildern.“

TV Spielfilm[9]

„Spannender, brillant fotografierter Abenteuerfilm um König Arthur und die Ritter.“

Lexikon des internationalen Films[8]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Vgl. Silbermann/Schaaf/Adam: Filmanalyse, München 1980, S. 54
  2. Vgl. Steven D. Segal: Excalibur, in Mediascreen, http://www.mediascreen.com/ef/excalibur_dvd.htm
  3. Vgl. Georg Seeßlen: Der Filmemacher als Magier: John Boorman, in: EPD-Film 7/95, S. 24.
  4. Vgl. Georg Seeßlen: Der Filmemacher als Magier: John Boorman, in: EPD-Film 7/95, S. 25.
  5. Vgl. Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros, München 1984, S. 197.
  6. Bryan Singer macht Excalibur-Remake, http://www.kino.de/news/bryan-singer-macht-excalibur-remake/278559.html
  7. Excalibur in der Internet Movie Database (englisch)
  8. 8,0 8,1 Excalibur im Lexikon des Internationalen Films.
  9. http://suche.tvspielfilm.de/sendungssuche/finder/?sendungs_id=13945698

Literatur

  • Thomas Malory: Die Geschichte von König Artus und den Rittern seiner Tafelrunde (OT: Le Morte d'Arthur). 3 Bände, 9. Auflage, Insel Verlag, Frankfurt/M 1998, ISBN 3458319395.
  • Georg Seeßlen: Der Filmemacher als Magier: John Boorman, in: EPD-Film 7/95

Weblinks


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31.03.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
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08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
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07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
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01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
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22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
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04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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21.07.2016 Martin Mascher, Verena Schuenemann et al. Steinzeitliches Getreide
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13.07.2016 Kevin G. Hatala, Neil T. Roach, Kelly R. Ostrofsky, Roshna E. Wunderlich, Heather L. Dingwall, Brian A. Villmoare, David J. Green, John W. K. Harris, David R. Braun & Brian G. Richmond. Homo erectus ging wie wir
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
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18.02.2015 Keilschrift: Tontafeln am Computer rekonstruiert
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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23.09.2014 Philip R. Nigst, Paul Haesaerts, Freddy Damblon, Christa Frank-Fellner, Carolina Mallol, Bence Viola, Michael Götzinger, Laura Niven, Gerhard Trnka, and Jean-Jacques Hublin Frühe Besiedlung Zentraleuropas durch moderne Menschen
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06.09.2014 J. Rodriguez-Vidal, F. d'Errico, F. Giles Pacheco, R. Blasco, J. Rosell, R. P. Jennings, A. Queffelec, G. Finlayson, D. A. Fa, J. M. Gutierrez Lopez, J. S. Carrion, J. J. Negro, S. Finlayson, L. M. Caceres, M. A. Bernal, S. Fernandez Jimenez, C. Finlayson Erste Felsgravur von Neandertalern auf Gibraltar gefunden
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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