Donald D. Brown


Donald David Brown (* 30. Dezember 1931 in Cincinnati, Ohio[1]) ist ein US-amerikanischer Embryologe und Entwicklungsbiologe an der Carnegie Institution of Washington und der Johns Hopkins University in Baltimore, Maryland.

Leben

Brown erwarb 1956 an der University of Chicago School of Medicine einen Master in Biochemie (mit einer Arbeit über Virusinvasion) und einen M.D. in Medizin. Im gleichen Jahr absolvierte er auch sein Staatsexamen (State Medical Board Examination) im Bundesstaat Ohio. Als Assistenzarzt arbeitete er zunächst am Charity Hospital in New Orleans, bevor er 1957 als Forschungsassistent an die National Institutes of Health ging, wo er sich mit Aminosäuren beschäftigte. 1959 ging er als Stipendiat (Fellow) des National Cancer Institute an das Institut Pasteur in Frankreich, wo er sich mit der Enzym-Regulation von Bakterien befasste. 1960 wurde er Forscher an der Abteilung für Embryologie der Carnegie Institution of Washington in Baltimore, Maryland. Von 1976 bis 1994 war er der Direktor dieser Abteilung. Seit 1968 war er zusätzlich Professor für Biologie an der Johns Hopkins University, ebenfalls in Baltimore.

Wirken

Bevor die Gentechnik weite Verbreitung fand, war Browns Forschungsgebiet die Entwicklung der Genexpression während der Embryonalentwicklung. Seine Arbeiten bezeichnete er als „Genetik durch Gen-Isolierung“.

Seit 1990 sind Browns wichtigstes Forschungsgebiet die Schilddrüsenhormon-abhängigen Entwicklungsschritte auf dem Weg von der Kaulquappe zum Frosch (Xenopus laevis). Diese dienen als Modellprozess für Metamorphose und Apoptose, aber auch für die Organogenese bei Vertebraten.

Zu den zahlreichen Wissenschaftlern, die in Browns Labor betreut wurden, gehört auch der spätere Nobelpreisträger Andrew Z. Fire. Brown war Mitglied in den wissenschaftlichen Beiräten zahlreicher Fachzeitschriften, darunter das Journal of Cell Biology, Journal of Biological Chemistry, Cell und Current Opinions in Cell Biology.

Auszeichnungen (Auswahl)

  • 1971 Mitgliedschaft in der American Academy of Arts and Sciences[2]
  • 1973 Mitgliedschaft in der National Academy of Sciences
  • 1973 NAS Award in Molecular Biology (For his studies of the structure, regulation, and evolution of genes in animals, particularly the genes specifying ribosomal RNA in Xenopus and silk fibroin in Bombix.)[3]
  • 1981 Mitgliedschaft in der American Philosophical Society[4]
  • 1985 Louisa-Gross-Horwitz-Preis[5]
  • 1985 Rosenstiel Award[6]
  • 1996 E. B. Wilson Medal[7]
  • 2009 Lifetime Achievement Award der Society for Developmental Biology[8]
  • 2012 Lasker~Koshland Special Achievement Award in Medical Science[9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. The Tanner Lectures on Human Values (PDF, 270 kB) bei tannerlectures.utah.edu; abgerufen am 29. April 2011
  2. Book of Members 1780–2010 (PDF, 291 kB) der American Academy of Arts and Sciences (amacad.org); abgerufen am 29. April 2011
  3. NAS Award in Molecular Biology bei nasonline.org; abgerufen am 28. April 2011
  4. Dr. Donald D. Brown bei der American Philosophical Society (amphilsoc.org); abgerufen am 29. April 2011
  5. Past Recipients of the Louisa Gross Horwitz Prize bei columbia.edu; abgerufen am 28. April 2011
  6. Lewis S. Rosenstiel Award for Distinguished Work in Basic Medical Science. Past Winners. bei brandeis.edu; abgerufen am 28. April 2011
  7. E.B. Wilson Medal bei ascb.org; abgerufen am 28. April 2011
  8. Donald Brown Receives Lifetime Achievement Award from Society for Developmental Biology bei carnegiescience.edu; abgerufen am 28. April 2011
  9. Lasker~Koshland Special Achievement Award in Medical Science 2012 Winners bei der Lasker Foundation (laskerfoundation.org); abgerufen am 10. September 2012

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