Dolmen von Resmo


Schema Ganggrab (Querschnitt) 1=Trag-, 2= Deckstein, 3=Erdhügel, 4=Dichtung, 5=Verkeilsteine, 6=Zugang, 7= Schwellenstein. 8=Bodenplatten, 9=Unterbodendepots, 10=Zwischenmauerwerk 11=Randsteine

Die Dolmen von Resmo auf Öland, östlich von Mörbylånga, sind vier völlig isolierte Ganggräber und das einzige Vorkommen von Großsteingräbern auf der schwedischen Insel und die östlichsten in Europa. Die Dolmen entstanden zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Megalithanlagen der Trichterbecherkultur (TBK). Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften. Ihre Entstehung und Funktion gelten als Kennzeichen der sozialen Entwicklung.[1]

Die 1908 untersuchten ovalen Kammern zeigen eine Verwandtschaft mit den schonischen Megalithgräbern von Hagestad Carlshögen (Hagestad No. 14) und Ramshög (Hagestad No. 8). Eine vertikale Steinplatte im Zwischenmauerwerk kommt in ähnlicher Form bei der Anlage von Carlshögen, aber auch bei einigen inseldänischen und rügener Anlagen vor. Zwei der Anlagen sind weitestgehend zerstört. Die anderen beiden sind zumindest teilweise erhalten. In der Nähe befindet sich ein Treudd.

Ganggrab bei Mysinge
Der Treudd von Resmo

Der Dolmen Resmo 84:1

Koordinaten: 56° 31′ 20,08″ N, 16° 26′ 24,84″ O56.52224444444416.440233333333

Der Dolmen liegt westlich der Straße 136 in Mysinge. Die umliegenden Steine lassen sich nicht genau zuordnen. Die nördlichen großen Steine sind vermutlich ehemalige Tragsteine. Etwas abseits liegt ein ehemaliger Deckstein. Der andere befindet sich noch halbwegs auf der Kammer.

Der Dolmen Resmo 32:1

Koordinaten: 56° 32′ 34,35″ N, 16° 26′ 38,91″ O56.54287516.444141666667

Der Dolmen liegt westlich der Straße 136 am Ortsausgang von Resmo in Richtung Norden, etwa 170 m nördlich der Kirche von Resmo. Da ein Schlussstein fehlt, lässt sich die Größe der Kammer nicht feststellen. Von dem Dolmen sind noch sechs Tragsteine erhalten, während alle Decksteine fehlen.

Siehe auch

Literatur

  • Märta Strömberg: Die Megalithgräber von Hagestad. Zur Problematik von Grabbauten und Grabriten. Acta Archaeologica Lundensia Band 8. Bonn und Lund 1971.

Einzelnachweis

  1. J. Müller In: Varia neolithica VI 2009 S. 15

Weblinks


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