Diosphos-Maler


Eos und Memnon. Lekythos in Halbumrisstechnik, um 500/490 v. Chr. Aus Spata, heute im Louvre

Als Diosphos-Maler wird ein attischer Vasenmaler bezeichnet, der im schwarzfigurigen Stil in der ersten Hälfte des 5. Jahrhunderts v. Chr. tätig war.

Herakles kämpft mit Kyknos auf einer Halsamphora. Um 500/490 v. Chr. Gefunden in Nola, heute im Louvre

Der Diosphos-Maler war ein Nachfolger des Edinburgh-Malers. Er verzierte vor allem kleinere und altertümliche Lekythen im schwarzfigurig-weißgrundigen Stil. Im Vergleich zu anderen Künstlern seiner Zeit und Stilrichtung wie dem Sappho-Maler ist er ein Künstler schwächerer Qualität. Auch sein künstlerisches Repertoire ist eher von bescheidender Natur. Seine lebendigen Figuren haben meist recht große Köpfe und wirken recht mager. Trotz allem kann er auf einigen Lekythen kraftvolle Bilder zeigen. Unter seinen besonders guten Arbeiten finden sich auch Alabastra und kleine Halsamphoren. Mit fortschreitender Zeit werden die Lekythen, die der Diosphos-Maler verziert immer schlanker. Manchmal zeigt er Figuren zwischen großen Palmetten, Teile seiner Figuren können auch in Umrisszeichnung wiedergegeben sein. Bei dieser „Halbumrisstechnik“ ist er von zeitgleichen rotfigurigen Malern, vor allem aber dem Athena-Maler beeinflusst. Möglicherweise erfand er die Verzierung mit zwei ausgesparten Streifen im unteren schwarz gedeckten Teil des Gefäßes. Er war noch bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. tätig. Manchmal nutzte er auch die Sixsche Technik.

Literatur

Weblinks


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