Deutschtumsbund zur Wahrung der Minderheitenrechte


Die Deutsche Vereinigung für Posen und Pommerellen und Deutschtumsbund zur Wahrung der Minderheitenrechte überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss bitte nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Karsten11 21:21, 7. Feb. 2010 (CET)

Der Deutschtumsbund zur Wahrung der Minderheitenrechte (DB) war eine Partei der deutschen Minderheit in der Zweiten Polnischen Republik 1921 bis 1923. Nach dem Verbot der Partei wurde mit der Deutschen Vereinigung im Sejm und Senat für Posen, Netzegau und Pommerellen (DV) eine Nachfolgeorganisation gegründet.

Der DB wurde am 8. Mai 1921 gegründet. Sie vertrat rechtsorientierte Positionen und war überwiegend vom Großgrundbesitz geprägt und geführt. Vorsitzender war 1921 bis 1923 Dr. Eugen Naumann. Die Partei wurde am 23. August 1923 verboten und behördlich aufgelöst.

Nach dem Verbot wurde 1923 die Deutschen Vereinigung im Sejm und Senat für Posen, Netzegau und Pommerellen gegründet. Diese Gruppierung war formell überparteilich, setzte aber die konservative, rechtsstehende Politik der DB fort. Eugen Naumann blieb bis 1939 Vorsitzender.

Als Parteiorgan gab sie die „Deutsche Rundschau“ in Bromberg heraus.

Nationale Wahlen

Zu den Wahlen zum Sejm und Senat trat der DB 1922 auf einer gemeinsamen Liste des Blocks der Nationalen Minderheiten (BNM) an. 1922 konnte die Partei sechs Sejm-Abgeordnete und zwei Senator stellen. Die Abgeordneten gehörten der Fraktion der Deutschen Vereinigung an.

1928 trat die DV erneut im Rahmen des BNM an. Nun konnten neun Sejm-Abgeordnete und drei Senatoren gestellt werden. 1930 trat die DV im Rahmen des Deutschen Wahlblocks an und erhielt zwei Sitze im Sejm und einen im Senat.

Wahlperiode Abgeordneter Kammer Anmerkung
I. Wahlperiode Karl Daczko Sejm
I. Wahlperiode Kurt Graebe Sejm
I. Wahlperiode Joseph Klinke Sejm
I. Wahlperiode Berthold Moritz Sejm
I. Wahlperiode Eugen Naumann Sejm
I. Wahlperiode Otto Somschor Sejm
I. Wahlperiode Georg Busse Senat
I. Wahlperiode Erwin Hasbach Senat
II. Wahlperiode Walter Birschel Sejm
II. Wahlperiode Kurt Graebe Sejm
II. Wahlperiode Nordewin von Diest-Koerber Sejm
II. Wahlperiode Ferdinand Lang Sejm
II. Wahlperiode Berthold Moritz Sejm
II. Wahlperiode Eugen Naumann Sejm
II. Wahlperiode Bernd von Saenger Sejm
II. Wahlperiode Wilhelm Spitzer Sejm
II. Wahlperiode Anton Tatulinski Sejm
II. Wahlperiode Ernst Barczewski Senat
II. Wahlperiode Georg Busse Senat
II. Wahlperiode Erwin Hasbach Senat
III. Wahlperiode Kurt Graebe Sejm
III. Wahlperiode Bernd von Saenger Sejm
III. Wahlperiode Georg Busse Senat

Literatur

  •  Mads Ole Balling: Von Reval bis Bukarest - Statistisch-Biographisches Handbuch der Parlamentarier der deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa 1919-1945, Band 1, 2. Auflage. Kopenhagen 1991, ISBN 87-983829-3-4, S. 184, 188.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen