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Crawford-Feldzug


Crawford-Feldzug
Teil von: Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg
Route des Crawford-Feldzugs
Route des Crawford-Feldzugs
Datum 25. Mai 1782 bis 12. Juni 1782
Ort Ohio-Gebiet (heutiger Bundesstaat Ohio), USA
Ausgang Sieg der Briten und indianischen Alliierten
Konfliktparteien
Indianische Krieger, Großbritannien Pennsylvania-Miliz (Vereinigte Staaten)
Befehlshaber
William Caldwell, Captain Pipe, Matthew Elliot, Blacksnake, Alexander McKee William Crawford †, David Williamson, Gustave Rosenthal
Truppenstärke
340–640 Indianer, 100 britische Ranger ca. 500 Milizionäre
Verluste
6 Tote, 11 Verwundete ca. 70 Tote, einschließlich später getöteter Gefangene

Der Crawford-Feldzug, Sandusky-Feldzug oder auch Crawfords Niederlage war eine militärische Operation, die kurz vor Ende des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs stattfand. Im Mai 1782 führte Colonel William Crawford eine rund 500 Mann[1] starke Freiwilligentruppe aus Pennsylvania zum Sandusky River, um die dortigen Indianerdörfer zu zerstören.

Die Indianer und ihre britischen Verbündeten aus Detroit hatten jedoch die anrückenden Amerikaner entdeckt und sammelten ihre Kräfte zur Verteidigung. In der Nähe der Dörfer kam es zu einem Gefecht, in dessen Verlauf die Amerikaner eingekesselt wurden. Crawfords Truppe brach im Schutz der Nacht aus und trat den Rückzug an, der alsbald in eine wilde Flucht überging. Eine Anzahl der Amerikaner geriet in Gefangenschaft. Die anderen kehrten nach Pennsylvania zurück. Etwa 70 Amerikaner jedoch, darunter auch die Gefangenen, fanden den Tod.

Im März des gleichen Jahres waren fast 100 christliche Indianer im Dorf Gnadenhütten von der Pennsylvania-Miliz getötet worden. Crawford hatte persönlich nichts mit diesem Vorfall zu tun. Die Indianer, unter ihnen viele Lenni Lenape, töteten die meisten Gefangenen als Vergeltung für das Massaker an ihren Angehörigen. Crawford wurde fast zwei Stunden lang am Marterpfahl gequält, bevor er lebendig verbrannte. Sein Tod fand ein großes Echo in der amerikanischen Presse und sorgte für eine weitere Belastung der ohnehin schlechten Beziehungen zwischen Indianern und Weißen.[2]

Geschichtlicher Hintergrund

Der Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs 1775 erwies sich nach anfänglichen Hoffnungen für die im Ohiogebiet lebenden Indianerstämme, den Shawnee, Mingo, Lenni Lenape und Wyandot, als Desaster, denn sie lebten zwischen den Fronten. Auf der einen Seite gab es den amerikanischen Außenposten Fort Pitt, auf der anderen Seite befand sich das britische Fort Detroit mit seinen alliierten Indianern. Einige Mitglieder der Ohio-Stämme wollten gegen die Amerikaner kämpfen, zogen in die Nähe von Detroit und schlugen ihr Lager am Scioto und Sandusky River auf. Eine zweite Gruppe blieb in Cocoshton und sympathisierte mit den Amerikanern. Sie unterzeichnete 1778 mit den Vereinigten Staaten einen Vertrag, in der Hoffnung, in Ohio einen indianischen Staat errichten zu können.[3]

Der Krieg an der Grenze eskalierte 1777, als die britische Armee mit der Anwerbung und Bewaffnung von Indianern begann, die daraufhin amerikanische Siedlungen überfielen. Eine unbekannte Zahl an Siedlern in den heutigen Bundesstaaten Kentucky, West Virginia und Pennsylvania fiel diesen Überfällen zum Opfer.

Das Ohiogebiet und Gefechte zwischen Indianern und US-Amerikanern zwischen 1775 und 1811.
General William Irvine, Robert Edgar Pine 1789

Im September 1781 wurde General William Irvine zum Oberkommandierenden des westlichen Frontabschnitts der Kontinentalarmee ernannt, dessen Hauptquartier in Fort Pitt lag. Die an der Siedlungsgrenze lebenden Amerikaner forderten die Regierung auf, die Armee solle einen Feldzug gegen die Briten in Detroit führen, um die Versorgung der Indianer mit Waffen zu beenden. Irvine ließ die Sachlage prüfen und schrieb am 2. Dezember 1781 an General George Washington, den Oberbefehlshaber, dass die Indianer in ihren Wohngebieten angegriffen und vernichtet werden müssten. Außerdem sollten die Briten aus dem Land verjagt und Detroit zerstört werden, um die Lage zu verbessern.[2]

Washington teilte Irvines Beurteilung, dass Detroit angegriffen und zerstört werden müsste, um den Krieg im Westen zu beenden. Im Februar 1782 unterbreitete Irvine seinem Vorgesetzten einen detaillierten Angriffsplan. Irvine schätzte, dass zur Eroberung Detroits etwa 2.000 Soldaten, fünf Kanonen und eine Nachschubkolonne notwendig wären. Washington war bekannt, dass eine derartige Kampagne vom Kongress aus finanziellen Gründen nicht genehmigt würde und schrieb zurück: Zur Zeit können wir keine großangelegten Offensiven in Erwägung ziehen sondern nur kleinere Operationen.

Anfang März 1782 suchten 160 Pennsylvania-Milizionäre unter Oberstleutnant David Williamson in Ohio nach Indianern, die zuvor Siedler in Pennsylvania überfallen hatten. Williamsons Leute nahmen eine Gruppe von etwa 100 christlichen Lenape, zumeist Frauen und Kinder, im Dorf Gnadenhütten gefangen und er ließ sie als Vergeltung mit einem Böttcherschlägel[4] töten. Das Gnadenhütten-Massaker hatte verhängnisvolle Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen Indianern und Weißen an der Siedlungsgrenze.

Vorbereitung des Feldzugs

General Irvine unterstützte die Bildung einer Truppe, die nur aus freiwilligen Milizionären bestand. Die Ausrüstung eines freiwilligen Milizionärs war im Vergleich zu einem regulären Soldaten nicht allzu kostspielig, denn er benötigte nur ein Pferd, ein Gewehr[5] und ausreichend Munition, Verpflegung und einige weitere Ausrüstungsgegenstände. Als einzige Vergütung bekamen sie eine zweimonatige Freistellung vom Kriegsdienst und die Erlaubnis, die Indianerdörfer zu plündern, für viele ein verlockendes Angebot, denn diese Dörfer waren vergleichsweise wohlhabender als die Siedlungen der Weißen. Detroit war zu mächtig für eine kleinere Operation, ein Feldzug gegen die Indianerdörfer am Sandusky River schien jedoch durchführbar zu sein.[2]

Irvines Instruktionen für das Unternehmen lauteten:

„Das Ziel ist die Zerstörung der indianischen Stadt und Siedlung am Sandusky mit Feuer und Schwert (soweit möglich), wodurch hoffentlich den Bewohnern dieses Landes mehr Sicherheit gegeben wird.“[6]

Colonel William Crawford, nach einer Lithographie aus der Sutro Library, San Franzisko, USA

Am 20. Mai 1782 trafen die ersten Freiwilligen am Treffpunkt bei Mingo Bottom, dem heutigen Mingo Junction, auf der indianischen Seite des Ohio ein. Die jungen Männer waren zumeist irischer oder schottischer Abstammung und kamen überwiegend aus den Countys Washington und Westmoreland in Pennsylvania, von denen viele zuvor in der Kontinentalarmee der Vereinigten Staaten gedient hatten. Die Zahl der Teilnehmer erhöhte sich schließlich auf über 500. Die Risiken des Unternehmens waren allen bekannt und es wurde ihnen empfohlen, vor dem Abmarsch ihr Testament zu machen.

Da die Teilnehmer des Feldzugs Freiwillige waren, durften sie ihre Offiziere im Gegensatz zur regulären Armee selbst auswählen. Die beiden Kandidaten für den Oberbefehl waren David Williamson, der Kommandant beim Gnadenhütten-Massaker, und William Crawford, ein Oberst der Kontinentalarmee im Ruhestand, der kurzfristig reaktiviert worden war. Er war ein langjähriger Freund George Washingtons und ein erfahrener Soldat und Grenzkämpfer.[7] Der 50 Jahre alte Crawford schloss sich nur zögernd der Miliz an, er folgte jedoch dem Ruf von General Irvine. Williamson hatte zwar schon Erfahrung bei der Miliz gesammelt, war jedoch bei den Armee-Offizieren nach dem Gnadenhütten-Massaker in Ungnade gefallen. Irvine wollte auf keinen Fall ein zweites Massaker erleben und favorisierte deshalb die Wahl Crawfords zum Kommandeur. Die Wahl brachte ein sehr knappes Ergebnis: Crawford erhielt 235 gegenüber 230 Stimmen für Williamson. Crawford übernahm das Kommando und Williamson wurde sein Stellvertreter im Rang eines Majors.[2]

Begleitet wurde die Truppe außerdem vom Arzt und Armeeoffizier John Knight. Ein weiterer Teilnehmer war ein junger Leutnant, der sich John Rose nannte und als Adjutant diente. Selbst dem gut mit ihm befreundeten Irvine war nicht bekannt, dass er in Wirklichkeit Baron Gustave Rosenthal oder Gustavus Heinrich de Rosenthal hieß (1753–1829[8]). Er stammte aus dem russischen Reich und hatte nach Amerika fliehen müssen, weil er im Duell einen Gegner getötet hatte.[9] Er ging mittellos nach Baltimore und lernte bei dem deutschen Arzt Wisendorf. 1780 fiel er als Schiffsarzt in britische Gefangenschaft, doch sorgte General Irvine dafür, dass er ausgetauscht wurde.[10] Er überlebte den Feldzug und kehrte 1784 nach Livland zurück, wo er später Großmarschall seines Landes wurde.

Feldzug zum Sandusky River

Am 25. Mai 1782 verließen Crawfords Milizionäre das Lager bei Mingo Bottom mit Proviant für dreißig Tage. General Irvine hatte den Zeitbedarf für die 280 km bis zum Sandusky auf sieben Tage geschätzt. Crawford vermied bekannte Pfade durch die Wildnis, um nicht frühzeitig von indianischen Scouts entdeckt zu werden. Bei den Freiwilligen, die nicht bei der Armee gedient hatten, war militärische Disziplin weitgehend unbekannt. Die Männer verschwendeten ihre Rationen und schossen trotz Verbots mit ihren Musketen auf wilde Tiere. Offenbar besaß Crawford unzureichende Führungsqualitäten. So schrieb Rose später, dass Crawford bei Beratungen zusammenhanglos redete, Tatsachen verwechselte und unfähig war, Leute von seiner Meinung zu überzeugen … Der Marsch wurde einige Male unterbrochen, weil die Kommandeure Meinungsverschiedenheiten über die weitere Vorgehensweise hatten. Mehrere Freiwillige desertierten auf dem Marsch.[2]

Der Weg durch das Ohiogebiet führte überwiegend durch dichte Wälder. Zunächst wurde in Viererreihen geritten, das dichte Unterholz jedoch zwang die Truppe bald, Zweierreihen zu bilden. Am 3. Juni erreichten die Milizionäre offenes Gelände südlich des Sandusky Rivers und durchquerten eine Prärieregion namens Sandusky Plains. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sie keinen einzigen Indianer entdeckt. Früh am nächsten Tag erreichten sie den Sandusky, das in der Nähe liegende Wyandot-Dorf war jedoch verlassen. Unbemerkt von den Amerikanern hatten die Wyandot erst kurz vorher ihr Dorf etwa 12 km weiter nach Norden verlegt.[11]

Crawford diskutierte mit seinen Offizieren und Scouts die neu entstandene Situation. Man war sich bald darüber einig, dass die Indianerdörfer einige Kilometer weiter flussabwärts zu finden seien und die Kommandeure entschieden sich für die Fortsetzung des Marsches um einen Tag. Mittags wurde eine Pause eingelegt und Crawford schickte John Rose mit einem Erkundungstrupp nach Norden. Schon nach kurzer Zeit kehrten zwei der Scouts mit der Nachricht zurück, dass sie auf eine größere Anzahl indianischer Krieger gestoßen seien, die sich den Amerikanern näherten.[2]

Briten und Indianer

Die Briten und ihre verbündeten Indianer hatten schon von dem Feldzug erfahren, noch bevor Crawfords Truppe Mingo Bottom verlassen hatte. Diese Information stammte von einem am 8. April gefangenen amerikanischen Soldaten, über den der britische Agent Simon Girty die Nachricht von Crawfords Mission erfuhr und an seine Vorgesetzten in Detroit meldete.

So vorgewarnt war das britische Indianerministerium (englisch: British Indian Department) in Detroit in der Lage, sich rechtzeitig auf den amerikanischen Angriff vorzubereiten. Der Kommandant in Detroit war Major Arent Schuyler DePeyster, der dem Generalgouverneur von Britisch Nordamerika, Sir Frederick Haldimand, direkt unterstellt war. DePeyster arbeitete mit Agenten wie Simon Girty, Alexander McKee und Matthew Elliott zusammen, die allesamt gute Beziehungen zu den Indianern hatten und die militärischen Aktionen der Briten und Indianer im Ohiogebiet koordinierten. Am 15. Mai fand eine Versammlung in Detroit statt, in der DePeyster und McKee die Indianer über den Sandusky Feldzug informierten und ihnen empfahlen, die Amerikaner mit zahlreichen Kriegern zu empfangen und zurückzuschlagen. McKee wurde zu den Shawnee-Dörfern am Great Miami River geschickt, um Krieger gegen den amerikanischen Angriff zu rekrutieren. Außerdem setzten die Briten eine Kompanie der berittenen Butlers Ranger unter Captain William Caldwell und eine Anzahl Indianer aus der Detroit-Region unter Matthew Elliot in Marsch.

Seit ihrem Abmarsch aus Mingo Bottom wurden die amerikanischen Truppen von indianischen Scouts beobachtet und die Bewohner der Indianerdörfer am Sandusky River alarmiert. Lange bevor Crawford den Sandusky erreichte, wurden die Frauen und Kinder aus den Wyandot- und Lenape-Dörfern in nahe gelegenen Schluchten versteckt, die britischen Händler packten ihre Waren ein und verschwanden nach Norden. Am 4. Juni sammelten sich die Lenape und Wyandot unter ihren Häuptlingen Captain Pipe und Dunquat, sowie einige Mingo, um sich den Amerikanern zum Kampf zu stellen. Die Anzahl der Indianer wurde auf rund 500 Krieger geschätzt. Die britischen Truppen waren in der Nähe und die Ankunft der Shawnee aus dem Süden wurde nicht vor dem nächsten Tag erwartet.[11]

4. Juni: Battle Island

Darstellung der Schlacht bei Battle Island, einem Gehölz am Sandusky River, von Frank Halbedel um 1880 gemalt

Etwa fünf Kilometer nördlich von Upper Sandusky traf der Erkundungstrupp unter John Rose auf Captain Pipes Lenape und zog sich kämpfend in ein Gehölz zurück, wo sie ihre Ausrüstung gelagert hatten. Die amerikanischen Scouts waren einer Niederlage nahe, als Crawfords Hauptstreitmacht eintraf. Crawford ließ die Männer absitzen, um die Indianer aus dem Wäldchen zu vertreiben. Das gelang nach kurzer Zeit und die Baumgruppe wurde später unter dem Namen Battle Island bekannt.

Gegen 16 Uhr entwickelte sich das Geplänkel zu einer regelrechten Schlacht. Die Lenape bekamen Verstärkung von den Wyandot unter Häuptling Dunquat und Captain William Caldwell, der die Aktionen der Lenape und Wyandot koordinierte. Er veranlasste die Lenape, die amerikanische Flanke zu umgehen und ihnen in den Rücken zu fallen. Einige Indianer krochen im hohen Präriegras unbemerkt heran, während die Amerikaner auf die Bäume kletterten, um diese von oben unter Feuer zu nehmen. Pulverqualm verschlechterte die Sicht, so dass der Gegner kaum noch zu erkennen war. Nach dreieinhalb Stunden intensivem Schusswechsel beendeten die Indianer schließlich den Angriff, als die Dunkelheit hereinbrach. In der Nacht schliefen Crawfords Leute mit schussbereiten Gewehren und umgaben ihre Stellungen mit großen Feuern, um einen nächtlichen Angriff zu verhindern.[2]

Die Verluste des ersten Tages beliefen sich bei den Amerikanern auf fünf Tote und dreiundzwanzig Verwundete. Die Verluste der Indianer und Briten sind unbekannt, waren jedoch vermutlich größer als die auf der gegnerischen Seite. Die Amerikaner skalpierten einige der toten Indianer. Die Indianer ihrerseits erbeuteten die Kleidung der toten Amerikaner und skalpierten mindestens einen toten Gegner. Fünfzehn Mann aus Crawfords Truppe desertierten in dieser Nacht und erzählten später in Pennsylvania, ihre Einheit sei in Stücke gehauen worden.

Schauplatz des Geschehens am Sandusky River

5. Juni: Rückzug

Am nächsten Morgen begann das Gefecht aufs neue. Die Indianer blieben auf Distanz und schossen aus etwa 200 bis 300 Meter Entfernung, so dass es bei Crawfords Truppe kaum Verluste gab. Nach Crawfords Plan sollte die Stellung im Wäldchen tagsüber gehalten werden, um die Indianer in der folgenden Nacht überraschend anzugreifen. Zu dieser Zeit waren viele Amerikaner noch zuversichtlich, das Gefecht zu gewinnen, obwohl Munition und Wasser langsam knapp wurden.

Scouts berichteten an Crawford, dass etwa 100 britische Ranger eingetroffen waren und auf der Seite der Indianer kämpften. Crawford war überrascht über das kurzfristige Erscheinen der Briten aus Detroit, nicht ahnend, dass die Expedition von Beginn an verraten worden war. Gleichzeitig näherten sich allen sichtbar von Süden her etwa 140 Shawnee unter Häuptling Blacksnake, die gegenüber der rechten Flanke der Amerikaner Stellung bezogen und die Wyandot verstärkten. Damit war Crawfords Truppe zahlenmäßig unterlegen und ringsum eingeschlossen. Die Shawnee schossen wiederholt mit ihren Musketen in die Luft, eine Zeremonie der Stärke, die als feu de joie (dt.: Freudenfeuer)[12] bekannt war und die Moral der Amerikaner offenbar erschüttern sollte. Von derartig vielen Feinden umringt entschied sich Crawford, im Schutz der Nacht auszubrechen und den Rückzug anzutreten. Die Toten wurden beerdigt und über den Gräbern Feuer angezündet, damit sie nicht entdeckt und entweiht würden. Die Schwerverwundeten legte man auf Tragen für den Abtransport bereit, während die Leichtverwundeten reiten sollten.

Im Dunkel der Nacht begann der heimliche Abzug in vier Abteilungen, doch indianische Wachtposten entdeckten die Truppenbewegung, griffen an und richteten ein großes Chaos unter den Milizionären an. In der Dunkelheit verirrten sich viele Männer und teilten sich in kleine Gruppen auf. In dem Durcheinander machte sich Crawford Sorgen um seine Familienangehörigen, seinen Sohn John, Schwiegersohn William Harrison und seinen Neffen, der ebenfalls William Crawford hieß. Gemeinsam mit Knight blieb Crawford in der Nähe des Schlachtfelds, während seine Leute an ihm vorbeiliefen. Doch er suchte vergeblich seine Verwandten. Crawford wurde wütend, als er bemerkte, dass entgegen seinem ausdrücklichen Befehl einige Schwerverwundete zurückgeblieben waren. Schließlich bestiegen er und Knight zusammen mit zwei Nachzüglern ihre Pferde, konnten jedoch die Hauptgruppe im Dunkeln nicht wiederfinden.[2]

6. Juni: Gefecht am Olentangy River

Am Morgen des 6. Juni sammelten sich etwa 300 Milizionäre beim verlassenen Wyandot-Dorf. Crawford wurde vermisst und man vermutete, dass er gefangen oder tot war. Das Kommando über die Truppe wurde an Williamson übertragen.[13] Es war von Vorteil für die Amerikaner, dass die Verfolgung der flüchtenden Truppen schlecht organisiert war, weil der Kommandeur der Briten und Wyandot, Captain William Caldwell, im Kampf zuvor schwer verletzt wurde. Die Milizionäre versuchten, den schützenden Wald am östlichen Rand der Sandusky-Ebene zu erreichen. Hier am Oberlauf des Olentangy Rivers, einem Nebenfluss des Scioto Rivers, wurde die Hauptgruppe der Amerikaner von den Briten und Wyandot gestellt. Es gelang Williamson, den Verfolgern mit einer kleinen Gruppe erfahrener Kämpfer standzuhalten und sie nach einer Stunde abzuwehren. In der Schlacht am Olentangy wurden drei Amerikaner getötet und acht verwundet; die vermutlich weit höheren Verluste der Indianer und Briten sind unbekannt.

Williamson ließ die Toten bestatten und den Rückzug unter dem Beschuss der verfolgenden Wyandot und britischen Ranger fortsetzen. Williamson und Rose gelang es, ihre Männer zusammenzuhalten, nachdem sie ihnen eingeschärft hatten, dass ein geordneter Rückzug ihre einzige Chance sei, lebend nach Hause zu kommen. Die Amerikaner schlugen etwa 10 km weiter östlich am oberen Sandusky ihr Lager auf. Am folgenden Tag wurden noch zwei Amerikaner gefangen genommen und wahrscheinlich getötet, bevor die Verfolger zu Williamsons Überraschung plötzlich ihre Aktion abbrachen. Die Hauptgruppe der Milizionäre erreichte Mingo Bottom am 13. Juni, einige Nachzügler einzeln oder in kleinen Gruppen erst in den folgenden Tagen und Wochen.[2]

Die Gefangenen

Crawford, Knight und vier weitere Begleiter ritten den Sandusky River aufwärts und trafen am 7. Juni, etwa 45 Kilometer östlich des Schlachtfelds am Sandusky, auf eine Gruppe von Lenape-Kriegern. Crawford befahl seinen Leuten, nicht zu schießen, da er einige der Lenape erkannte. Sie gehörten zu einer von Häuptling Wingenund geführten Gruppe und hatten zuvor Fort Pitt besucht. Crawford und Knight wurden gefangen genommen, während ihren vier Begleitern die Flucht gelang; zwei von ihnen wurden allerdings später tot und skalpiert aufgefunden.

Es war im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg üblich, dass von Indianern gefangene Amerikaner entweder von den Briten in Detroit freigekauft oder vom jeweiligen Stamm adoptiert oder getötet wurden. Das prominenteste Beispiel einer Adoption war Daniel Boone, der 1778 von Shawnee gefangen und anschließend adoptiert wurde. Nach dem Gnadenhütten-Massaker entschlossen sich die Indianer im Ohiogebiet jedoch, alle gefangenen Amerikaner als Vergeltung zu töten. Etwa 17 Männer aus dem Crawford-Feldzug traf dieses Schicksal, Details aus der indianischen Gefangenschaft stammen jedoch nur von einem einzigen Überlebenden.

Einige der Gefangenen wurden sofort getötet, andere vorher gemartert. Das öffentliche Martern von gefangenen Feinden am Marterpfahl war ein traditionelles Ritual der Indianerstämme im amerikanischen Nordosten. Gefangene wurden für Stunden, manchmal sogar für Tage, unerträglichen Schmerzen ausgesetzt. Je größer der Respekt war, den die Indianer ihrem Feind entgegenbrachten, desto unbarmherziger war die Tortur. Das Opfer hingegen verhöhnte seine Peiniger und zeigte sich möglichst unbeeindruckt von den Qualen. Das britische Indianerministerium in Detroit nutzte seinen Einfluss auf die Indianer, um das Töten und Quälen von gefangenen Gegnern zu unterbinden, zunächst erfolgreich, nach dem Gnadenhütten-Massaker jedoch wurde die traditionelle Praxis als Vergeltungsmaßnahme wieder eingeführt.[14]

Crawfords Tod

Crawford am Marterpfahl, von James Boroff (Ausschnitt)

In Wingenunds Lager verbrachten Crawford, Knight und neun weitere Gefangene die nächsten Tage. Am 11. Juni wurden die Gesichter der Gefangenen schwarz gefärbt, das traditionelle Merkmal ihrer baldigen Exekution. Anschließend wurden sie zum Lenape-Dorf am Tymochtee Creek in der Nähe des heutigen Orts Crawford verlegt. Vier der Gefangenen wurden unterwegs mit dem Tomahawk getötet und anschließend skalpiert. Im Dorf angekommen mussten sich die übrigen Gefangenen setzen und eine Schar Lenape-Frauen und Knaben mit Tomahawks töteten alle bis auf Crawford und Knight. Einem Opfer wurde der Kopf abgeschlagen. Danach skalpierten die Lenape-Jungen die Leichen und warfen Crawford und Knight die blutigen Skalps ins Gesicht.[2]

Etwa 100 Männer, Frauen und Kinder hatten sich im Lenape-Dorf eingefunden, um das Hinrichtungsspektakel der beiden letzten Gefangenen zu erleben. Zeugen der Hinrichtung waren die Häuptlinge Captain Pipe und Wingenund, sowie die Briten Simon Girty und Matthew Elliot. Captain Pipe, der Crawford von den Vertragsverhandlungen her in Fort Pitt im Jahr 1778 kannte, hielt vor der Menge eine Rede. Er betonte, dass viele von Crawfords Männern am Gnadenhütten-Massaker beteiligt waren und er als Führer zur Verantwortung gezogen würde. Er erwähnte, dass Crawford zwar nicht an diesem Massaker teilgenommen hätte, jedoch an der Sqaw-Kampagne, als Pipes Familienmitglieder den Tod fanden.

Nach Pipes Rede wurde Crawford entkleidet, geschlagen und die Hände auf dem Rücken gefesselt, von denen ein kurzes Seil zu einem Pfahl führte. Dann wurde ein großes Feuer angefacht, das etwa fünf bis sechs Meter im Umkreis des Pfahls loderte. Indianer schossen mit Pulver ohne Kugeln auf Crawfords Körper und schnitten ihm die Ohren ab. Man stieß ihm brennende Holzstöcke in den Leib, bewarf ihn mit glühenden Kohlen und zwang ihn, um den Pfahl zu laufen. Crawford flehte Simon Girty an, ihn zu erschießen, der sich jedoch umdrehte und die Bitte ablehnte. Nach zwei Stunden fiel Crawford bewusstlos zu Boden. Er wurde skalpiert und eine Frau häufte glühende Kohlen über seinen Kopf, worauf er aus der Bewusstlosigkeit erwachte. Die Tortur wurde fortgesetzt, bis der Tod ihn schließlich erlöste und sein Leichnam verbrannte. Am nächsten Tag wurde Knight nach dem rund 60 Kilometer entfernten Shawnee-Dorf Wapatomica gebracht, wo er getötet werden sollte. Unterwegs schlug er seinen Bewacher mit einem trockenen Ast nieder und es gelang ihm zu fliehen. Am 5. Juli erreichte er entkräftet Fort Pitt und erstattete seinen Bericht vom Schicksal Crawfords und der übrigen Gefangenen.[2]

Wapatomica

Mindestens sechs gefangene Amerikaner der Shawnee erlitten ein ähnliches Schicksal wie die Gefangenen der Lenape. Man brachte sie in zwei getrennten Gruppen zum Shawnee-Dorf Wapatomica am Mad River im heutigen Logan County. Bei diesen Gefangenen befanden sich Crawfords Schwiegersohn William Harrison und sein Neffe, der jüngere William Crawford. Diesen beiden und zwei weiteren Gefangenen wurden ebenfalls die Gesichter schwarz gefärbt. Die Dorfbewohner bildeten zwei Reihen von etwa 250 Metern Länge, durch die die Gefangenen Spießrutenlaufen mussten. Die Amerikaner wurden mit Keulen geschlagen, besonders diejenigen mit den geschwärzten Gesichtern, die anschließend mit dem Tomahawk in Stücke geschlagen wurden. Ihre Köpfe und Gliedmaßen spießten die Indianer außerhalb des Dorfes auf Pfähle. Einem der Gefangenen, einem Scout namens John Slover, gelang die Flucht aus dem Shawnee-Dorf Mac-a-chak beim heutigen West Liberty. Nackt nahm er sich ein Pferd, ritt soweit es laufen konnte und ging zu Fuß weiter, bis er am 10. Juli als der letzte der Überlebenden Fort Pitt erreichte.[15]

Folgen von Crawfords Tod

Gedenktafel der Ohio Historical Society am Schauplatz von William Crawfords Hinrichtung im Wyandot County, 1996

Das von General Irvine ausgegebene Ziel, die Indianerdörfer am Sandusky River zu zerstören, wurde nicht erreicht. Militärisch gesehen endete der Feldzug mit einer Niederlage. Im Sommer 1782 empfahl General George Washington den Angehörigen seiner Armee, es solle keiner sich einfallen lassen, in diesen Zeiten lebend den Indianern in die Hände zu fallen. Die Nachricht vom grauenhaften Schicksal Colonel William Crawfords lag dieser dringenden Empfehlung zugrunde.[14] Crawfords Tod fand in der Presse der Vereinigten Staaten ein großes Echo. Eine Crawford's Defeat (dt.: Crawfords Niederlage) benannte Ballade wurde sehr populär. 1783 wurde John Knights Augenzeugenbericht von Crawford am Marterpfahl erstmals publiziert. Der Herausgeber, Hugh Henry Brackenridge, unterschlug alle Gründe für Crawfords Hinrichtung und die Tatsache, dass er als Vergeltung für das Gnadenhütten-Massaker getötet worden war. Der Historiker Parker Brown bemerkte, es sei ihm gelungen, ein Stück bösartiger antiindianischer und antibritischer Propaganda gezielt zu verbreiten, um Aufmerksamkeit und Patriotismus zu erzeugen. In einer Einführung stellte Brackenridges Verleger klar, warum dieser Erlebnisbericht veröffentlicht worden sei:

„Aber weil sie (die Indianer) weiterhin an unserer Siedlungsgrenze morden, so mag dieser Bericht unsere Regierung bewegen, wirksame Schritte zu ihrer Bestrafung und Unterwerfung einzuleiten. Sie sollte daraus erkennen, dass das Wesen der Indianer wild und grausam und ihre Ausrottung für die Welt von Nutzen und ehrenhaft für diejenigen ist, die es in die Tat umsetzen.“

Wie geplant förderte Knights Bericht die wachsende rassistische Stimmung gegenüber den Indianern und das Buch wurde in den nächsten achtzig Jahren mehrfach neu aufgelegt, immer dann, wenn in den Zeitungen über Gewalt zwischen Weißen und Indianern berichtet wurde. Obwohl amerikanische Grenzkämpfer oftmals indianische Gefangene getötet haben, sahen viele Amerikaner die indianische Kultur aufgrund der Anwendung von Folter als barbarisch an und Crawfords Tod erneuerte die Wahrnehmung der Indianer als „Wilde“. In der nationalen Erinnerung der Amerikaner überschatteten die grausigen Details von Crawfords Tod am Marterpfahl gewöhnlich ihre eigenen Gräueltaten, wie das Gnadenhütten-Massaker. So war bald nur von den wilden Indianern die Rede und die Leistungen friedliebender indianischer Führer wie Cornstalk und White Eyes gerieten in Vergessenheit.[2]

Im 1873 erschienenen Werk von Consul Wilshire Butterfield, das wiederum auf Aufzeichnungen des Feldzugteilnehmers John Rose basierte, finden sich nicht nur zahlreiche Details, sondern auch die Geschichtsklitterung und Ausdrucksweise, in der mehr als 150 Jahre lang von den Vorgängen um Crawfords Tod berichtet wurde: Der so begonnene Krieg wurde auf Seiten der Wilden durch Raubzüge von Skalpiertrupps begonnen, der Tomahawk und das Skalpiermesser schonten weder Alter noch Geschlecht, während die Fackel die Heime der unglücklichen Grenzmänner verwüstete. Als natürliche Konsequenz folgten Racheexpeditionen.[16]

Literatur

  • James H. Anderson: Colonel William Crawford. Archæological and Historical Publications, Columbus (Ohio) 1898. Erstmals veröffentlicht in Ohio Archæological and Historical Quarterly 6 (1896) 1–34.[17]
  • Consul Wilshire Butterfield: An Historical Account of the Expedition against Sandusky under Col. William Crawford in 1782. Clarke, Cincinnati 1873. Die einzige Sekundärquelle über den Feldzug. Butterfield bekam seine Informationen überwiegend aus dem Tagebuch von John Rose, starb jedoch 1899, bevor er eine neue Fassung veröffentlichen konnte.
  • Gregory Evans Dowd: A Spirited Resistance: The North American Indian Struggle for Unity, 1745–1815. Johns Hopkins University Press, Baltimore 1992, ISBN 0-8018-4609-9.
  • Randolph C. Downes: Council Fires on the Upper Ohio: A Narrative of Indian Affairs in the Upper Ohio Valley until 1795. University of Pittsburgh Press, Pittsburgh 1940, ISBN 0-8229-5201-7 (Nachdruck 1989).
  • Douglas R. Hurt: The Ohio Frontier: Crucible of the Old Northwest, 1720–1830. Indiana University Press, Bloomington 1996, ISBN 0-253-33210-9.
  • Paul O'Neil (Hrsg.): Der Weg nach Westen. Time-Life Books, 1980. (Reihe Der Wilde Westen.)
  • Larry L. Nelson: A Man of Distinction among Them: Alexander McKee and the Ohio Country Frontier, 1754–1799. Kent State University Press, Kent (Ohio) 1999, ISBN 0-87338-620-5.
  • John Rose Rosenthal: Journal of a Volunteer Expedition to Sandusky. New York Times and Arno Press Reprint, New York 1969.

Weblinks

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Nach den Journals von John Rose waren es genau 488 (Journal of a Volunteer Expedition to Sandusky from May 24 to June 13, 1782, in: The Pennsylvania Magazine of History and Biography 18 (1894) 129–328, S. 139).
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 Crawford’s Expedition against Sandusky
  3. Alvin M. Josephy jr.: Die Welt der Indianer. Frederking & Thaler GmbH, München 1994. ISBN 3-89405-331-3
  4. Ein großer Hammer aus hartem Holz, der zum Bearbeiten von Fässern benutzt wurde.
  5. Pferd und Gewehr stammten überwiegend aus dem Privatbesitz des Milizionärs.
  6. Zitiert nach Consul Wilshire Butterfield, S. 69f: „The object of your command is, to destroy with fire and sword (if practicable), the Indian town and settlement at Sandusky, by which we hope to give ease and safety to the inhabitants of this country …“
  7. Grenzkämpfer (Frontiersman auf Englisch) waren Männer, die an der damaligen Siedlungsgrenze in Nordamerika lebten.
  8. Nach Angaben von J. G. Rosengarten: Rosenthal, John Rose, Baron de. Journal of a Volunteer Expedition to Sandusky, Philadelphia 1890, S. 102 starb er erst 1830.
  9. Journal of a Volunteer Expedition to Sandusky from May 24 to June 13, 1782, in: The Pennsylvania Magazine of History and Biography 18 (1894) 129–328, S. 129
  10. Consul Wilshire Butterfield, S. 129f.
  11. 11,0 11,1 Sandusky Expedition
  12. Wurde von den frühen französischen Einwanderern so genannt und von den Briten übernommen.
  13. Andere Berichte über diesen Feldzug erwähnen, dass es Crawford war, der in der Schlacht von Olenganty mit seinen Leuten die Stellung hielt und seine Gefangennahme erst nach diesem Gefecht erfolgte. Die detaillierten Aufzeichnungen von Butterfield und Brown bestätigen jedoch, dass Crawford schon in der Nacht zuvor vermisst wurde und sich nicht bei der Haupttruppe in Olentangy befand.
  14. 14,0 14,1 Paul O'Neil: Der Weg nach Westen. Time-Life Books, 1980, S. 72. (Reihe Der Wilde Westen.)
  15. Die letzte Person, die vom Feldzug zurückkam, könnte allerdings Joseph Pipes gewesen sein, der von den Shawnee bis 1786 festgehalten wurde.
  16. „The warfare thus begun was made up, on the side of the savages, of predatory incursions of scalping parties; the tomahawk and scalping-knife sparing neither age nor sex, while the torch laid waste the homes of the unfortunate bordermen. As a natural consequence, retaliatory expeditions followed.“, zitiert nach Wilshire Butterfield, S. 2.
  17. Die Zeitschrift hat mehrfach ihren Namen gewechselt. Sie hieß zunächst Ohio Archaeological and Historical Quarterly (1887–1934), dann The Ohio State Archaeological and Historical Quarterly (1935–1954), darauf The Ohio Historical Quarterly (1955–1961) und seit 1962 Ohio History.
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12.05.2021
Verstehen ohne Worte - dem Ursprung der Sprache einen Schritt näher
Lautmalereien könnten die entscheidende Rolle bei der Entstehung der menschlichen Sprache gespielt haben. Darauf deuten die Ergebnisse einer weltweit durchgeführten Studie eines internationalen Forscherteams hin.
05.05.2021
Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Eine neue Studie berichtet über die älteste bekannte Bestattung eines modernen Menschen in Afrika.
15.04.2021
Zellkern-Erbgut aus Höhlensedimenten gibt Einblicke in unsere Vergangenheit
Forschern ist es erstmalig gelungen, chromosomale DNA von Neandertalern aus Höhlensedimenten zu isolieren und zu analysieren.
08.04.2021
Gorillamänner bluffen nicht!
Als eines der symbolträchtigsten Geräusche im Tierreich hat das Brusttrommeln Eingang in unsere Umgangssprache gefunden – darunter wird oft eine übertriebene Einschätzung der eigenen Leistungen verstanden.
07.04.2021
Erbgut der frühesten Europäer
Alte Genome werfen neues Licht auf die frühesten Europäer und ihre Beziehungen zu den Neandertalern.
07.04.2021
Bisher ältestes Genom moderner Menschen rekonstruiert
Team zweier Max-Planck-Institute und der Universität Tübingen datiert fossilen Schädel aus Tschechien anhand von eingekreuzten Neandertalergenen. Alter von mehr als 45.000 Jahren bestimmt.
31.03.2021
Auf der Suche nach dem ersten Bakterium
Wie sah der Ahnherr aller Bakterien aus, wo lebte er und wie ernährte er sich Auf diese Fragen fand nun ein Forschungsteam Antworten.
31.03.2021
Menschheitsgeschichte: Früher Homo sapiens im Outback Afrikas
Ein internationales Forschungsteam liefert erstmals mehr als 100.000 Jahre alte Belege für moderne Menschen in der Kalahari-Wüste im Landesinneren Afrikas.
31.03.2021
Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren
Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren.
31.03.2021
Jäger und Sammler, aber keine Fischer
Eine Eiszeit trieb Menschen vor 27.000 Jahren nach Südeuropa – Anhand detaillierter Knochenanalysen konnte nun ihr Speiseplan rekonstruiert werden.

29.03.2021
Menschenaffen erfinden das Rad immer wieder neu
Menschenaffen geben ihre Verhaltensweisen nicht an die nächste Generation weiter. Forschungsteam der Universität Tübingen weist nach, dass Menschenaffen ihre Verhaltensmuster in jeder Generation neu erlernen müssen.
26.03.2021
Das Hirnareal, mit dem wir die Welt interpretieren
Sprache, Einfühlungsvermögen, Aufmerksamkeit – so unterschiedlich diese Fähigkeiten auch sein mögen, eine Hirnregion ist eingebunden in all diese Prozesse: Der Lobus parietalis inferior, kurz IPL.
19.03.2021
Knie und Hüfte – Muskeluntersuchungen bei Dinosauriern und ihren Verwandten
Eine neue Studie erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Beinmuskeln von Dinosauriern.
22.03.2021
Neue Beweise: Neandertaler begruben ihre Toten
Wurden Verstorbene von Neandertalern bestattet oder handelt es sich dabei um eine Praktik, die nur unserer Spezies eigen ist Es gibt neue Hinweise für die Bestattungshypothese, doch einige Wissenschaftler bleiben skeptisch.
01.03.2021
Neue Studie über die Sprechfähigkeit der Neandertaler
Neandertaler - die engsten Verwandten des heutigen Menschen - besaßen die Fähigkeit, modern-menschliche Sprache hervorzubringen und zu verstehen.
24.02.2021
Fossile Homininen-Hand könnte evolutionäre Geheimnisse lüften
Ein 4,4 Millionen Jahre altes Skelett könnte zeigen, wann Vormenschen begannen aufrecht zu gehen, so eine neue Studie von Forschern der Texas A M Universität.
03.03.2021
Werkzeugkulturen von Neandertalern und modernen Menschen existierten über 100.000 Jahre nebeneinander
Untersuchungen von Forschenden haben ergeben, dass eine der frühesten Steinwerkzeugkulturen wahrscheinlich Zehntausende von Jahren länger bestand als bisher angenommen. Gemein ist die Werkzeugtradition, die als Acheuleen bekannt ist.
04.03.2021
Ursprung des europäischen Haushundes im Südwesten Deutschlands vermutet
Ein Team der Universität Tübingen hat gemeinsam mit internationalen Forschenden die Anfänge der Domestizierung von Wölfen in Europa untersucht.
23.02.2021
Wie sind Hunde nach Amerika gekommen?
Forscher analysierten das mitochondriale Genom des Hundes und kamen zu dem Schluss, dass das Tier zu einer Linie von Hunden gehörte, deren Entwicklungsgeschichte bereits vor 16.700 Jahren von der der sibirischen Hunde abwich.
17.02.2021
Neandertaler-Gene und Covid-19 Verläufe
Letztes Jahr entdeckten Forscher, dass wir den wichtigsten genetischen Risikofaktor für einen schweren Verlauf der Krankheit Covid-19 vom Neandertaler geerbt haben.
28.01.2021
Als Flüsse durch eine grüne Sahara flossen
Große Teile der heutigen Sahara-Wüste waren vor Tausenden von Jahren grün.
28.01.2021
Beweglicher Daumen ebnete den Weg zur menschlichen Kultur
Präzise Greifen und grazilere Werkzeuge herstellen: Vor rund zwei Millionen Jahren verschaffte ihre bessere Feinmotorik den ersten Menschen einen evolutionären Vorteil
22.01.2021
Befreundete Schimpansen kämpfen gemeinsam gegen Rivalen
Menschen kooperieren in großen Gruppen miteinander, um Territorien zu verteidigen oder Krieg zu führen.
20.01.2021
Über 18.000 Funde: Forschungsgrabung in Untermaßfeld abgeschlossen
Seit vier Jahrzehnten wird in der thüringischen Wirbeltierfundstelle Untermaßfeld regelmäßig ausgegraben.
18.01.2021
Was das Genom des Lungenfischs über die Landeroberung der Wirbeltiere verrät
Das vollständig sequenzierte Genom des Australischen Lungenfisches ist das größte sequenzierte Tiergenom.
19.01.2021
Alte DNA gibt Aufschluss über die Besiedlung der Marianeninseln
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden.
19.01.2021
Asiatische Gewürze erreichten den Mittelmeerraum vor mehr als 3000 Jahren
Der LMU-Archäologe Philipp Stockhammer fand Hinweise über asiatische Gewürze wie Kurkuma und Früchte wie die Banane im Mittelmeerraum schon viel früher als bislang gedacht.

09.12.2020
Fossilien zeigen Folgen der Ozeanerwärmung auf
Forschende aus Berlin und Großbritannien haben die ökologischen Auswirkungen einer raschen und ungewöhnlich intensiven Phase der Klimaerwärmung während der Jurazeit vor etwa 182 Millionen Jahren auf die Meeresfauna erforscht.
03.12.2020
Das älteste “Ortsnamenschild” der Welt
Wissenschaftler der Universität Bonn haben zusammen mit dem Ägyptischen Antikenministerium das älteste Ortsnamenschild der Welt entschlüsselt.
02.12.2020
Der Popa-Langur: ein neu entdeckter Affe aus Asien
Erbgutanalysen, unter anderem an hundert Jahre altem Museumsexemplar, erlauben Einblick in die Evolutionsgeschichte der Haubenlanguren.
02.12.2020
Treue Paare im Regenwald
Rote Springaffen verzichten auf Seitensprünge.
02.12.2020
Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier
Ein internationales Paläontologen-Team findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden).
02.11.2020
Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab
Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten.
30.10.2020
Populationsgeschichte der Hunde deckt sich nur teilweise mit der des Menschen
Wissenschaftler haben die Genome von bis zu 10.900 Jahre alten Hunden untersucht. Sie zeigen, dass die Populationsgeschichte der prähistorischen Hunde sich nur teilweise mit der des Menschen deckt.
29.10.2020
Denisovaner-DNA im Erbgut früher Ostasiaten
Forschende haben das Genom des ältesten menschlichen Fossils, das bis jetzt in der Mongolei gefunden wurde, analysiert: Die 34.000 Jahre alte Frau hatte rund 25 Prozent ihrer DNA von Westeurasiern geerbt.
22.10.2020
Bissspuren und ausgefallene Zähne bringen Licht ins Fressverhalten von Dinosauriern
Forscherteam der Universität Tübingen untersucht 160 Millionen Jahre alten Fressplatz im Nordwesten Chinas.
21.10.2020
Kognitive Bausteine der Sprache existierten schon vor 40 Millionen Jahren
Nicht nur Menschen, sondern auch Affen und Menschenaffen erkennen Regeln in komplexen sprachlichen Konstruktionen.
20.10.2020
Mehr noch als Fleisch und Milch
Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
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09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
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21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
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08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
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22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
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14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
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05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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26.07.2016 Nicholas J. Conard, Maria Malina Menschen nutzten schon vor 40.000 Jahren spezielles Werkzeug zur Seilherstellung
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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06.01.2016 Bocherens, H. et al. King Kong war unflexibel
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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02.06.2015 Marjolein D. Bosch, Marcello A. Mannino, Amy L. Prendergast, Tamsin C. O’Connell, Beatrice Demarchi, Sheila Taylor, Laura B. Niven, Johannes van der Plicht, Jean-Jacques Hublin Der moderne Mensch wanderte über den Nahen Osten nach Europa ein
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22.05.2015 Sonia Harmand, Jason E. Lewis, Craig S. Feibel, Christopher J. Lepre, Sandrine Prat, Arnaud Lenoble, Xavier Boës, Rhonda L. Quinn, Michel Brenet, Adrian Arroyo, Nicholas Taylor, Sophie Clément, Guillaume Daver, Jean-Philip Brugal, Louise Leakey, Richard A. Mortlock, James D. Wright, Sammy Lokorodi, Christopher Kirwa, Dennis V. Kent, Hélène Roche Bislang älteste Steinwerkzeuge gefunden
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05.04.2015 Darryl E. Granger, Ryan J. Gibbon, Kathleen Kuman, Ronald J. Clarke, Laurent Bruxelles, Marc W. Caffee Neue Methode datiert altes Skelett vor Lucy - Little Foot ist 3,67 Millionen Jahre alt
DOI: 10.1038/nature14268
27.03.2015 Will, M., Stock, J.T. Körpergröße war schon immer individuell
DOI: 10.1016/j.jhevol.2015.02.009
06.03.2015 Brian Villmoare, William H. Kimbel, Chalachew Seyoum, Christopher J. Campisano, Erin Dimaggio, John Rowan, David R. Braun, J. Ramon Arrowsmith, Kaye E. Reed Ein 2,8 Millionen Jahre alter Unterkiefer wirft neues Licht auf früheste Menschen
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04.03.2015 Spoor F, Gunz P, Neubauer S, Stelzer S, Scott N, Kwekason A, Dean MC Digitale Wiedergeburt des Homo habilis
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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29.01.2015 Hershkovitz, I., Marder, O., Ayalon, A., Boaretto, E., Caracuta, V., Alex, B., Frumkin, A., Goder-Goldberger, M., Gunz, P., Holloway, R., Latimer, B., Lavi, R., Matthews, A., Sloan, V., Bar-Yosef Mayer, D., Berna, F., Bar-Oz, G., May, H., Hans, M., Weber, G.W., Barzilai, O. Fossiler Schädel verbindet Kontinente
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27.01.2015 Marco Samadelli et al. Neue Tätowierung auf Ötzis Körper entdeckt
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16.12.2014 Dorothee G. Drucker, Carole Vercoutere, Laurent Chiotti, Roland Nespoulet, Laurent Crepin, Nicholas J. Conard, Susanne C. Münzel, Thomas Higham, Johannes van der Plicht, Martina Laznickova-Galetova, Herve Bocherens Jäger drängten Mammuts schon vor 30.000 Jahren zurück
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12.12.2014 G. M. Smith Mammut als Nahrungsergänzung bei Neandertalern
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08.12.2014 L. Moreau, B. Odar, T. Higham, A. Horvat, D. Pirkmajer, P. Turk Mitteleuropa wohl keine Kontaktzone von Neandertalern und modernen Menschen
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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08.11.2014 F. Moseler Energieeffizienz vor 16.000 Jahren
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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25.07.2014 Xiu-Jie Wu, Isabelle Crevecoeur, Wu Liu, Song Xing, and Erik Trinkaus Neandertaler Merkmal bei frühem menschlichen Schädel entdeckt
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24.07.2014 Frank Maixner, Anton Thomma, Giovanna Cipollini, Stefanie Widder, Thomas Rattei, Albert Zink Ötzis „nichtmenschliche“ DNA analysiert
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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29.06.2010 Vormenschenfund: „Lucys Großvater“ ging schon aufrecht
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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