Comanche (Volk)


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Comanche
Frau der Comanchen mit Baby, Edward Curtis, 1927
Häuptling Quanah Parker
Porträt des Penateka-Comanche Asa Havi bzw. Milky Way, 1872

Die Comanche (auch Komantschen; Eigenbezeichnung: Nömöne oder Nemene = Menschen) gehören zum Shoshone-Zweig der uto-aztekischen Sprachfamilie. Der Name Comanche ist eine spanische Abwandlung des Ute-Wortes Komántcia, Kohmáhts, das wörtlich bedeutet "jemand, der mich stets bekämpfen möchte". Ursprünglich bezeichneten die Ute alle feindlichen Stämme (Arapaho, Cheyenne, Kiowa u.a.) als Komántcia, doch ab 1726, als die Allianz mit den Comanche zerbrach und die beiden Völker zu erbitterten Feinden wurden, begannen die Ute allein die Comanche mit diesem Namen zu bezeichnen.

In der Zeichensprache auf den Plains waren die Comanche als Schlangen bekannt, die Comanche hingegen bezeichneten die Ute und Shoshone als Schlangen.

Die Vorfahren der Comanche stammten aus der Ostkalifornischen Wüste. Gegen 500 n. Chr. drangen sie langsam über das Große Becken in die Great Plains vor und waren wahrscheinlich Träger der Cottonwood- (500 n. Chr.) und Desert-Traditionen (1000 n. Chr.).

Geschichte während spanischer und mexikanischer Herrschaft

Verdrängung der Apachen von den Plains

Nach der Übernahme des Pferdes ab etwa 1650 verdrängten die Comanche zusammen mit den ihnen verwandten Ute sowie mit den Wichita, Caddo, Tonkawa und Hasinai (Stämmen, die unter den Raubzügen der Apachen stark gelitten hatten) die bis dahin dominierenden Apachen aus den Plains. Gegen 1740 hatten die Comanche die Apachen fast vollständig von den Südlichen Plains verdrängt, und das Gebiet zwischen dem Oberlauf des Arkansas in Oklahoma, dem östlichen Teil des Llano Estacado und bis zum Edwards Plateau in Süd-Texas wurde als Comancheria bekannt. Vom Erstarken der Comanche waren besonders die Jicarilla, Mescalero und Lipan betroffen, da jede Bisonjagd auch einen möglichen Konflikt mit den Comanche bedeutete.

Zudem erhöhte sich die Population der Comanche in diesen Jahren stark. Dies hatte verschiedene Gründe, wie den unbeschränkten Zugang zu den reichsten Bisonjagdgründen, die Adoption einer beträchtlichen Anzahl gefangener Frauen und Kinder rivalisierender Stämme, den Zustrom von Shoshone und einiger Arapaho sowie den ertragreichen Handel mit den östlichen Pueblo, von denen sie Wassermelonen, Kürbisse, Mais, Bohnen, Wolle sowie später Weizen und metallene Utensilien erhielten. Im späten 18. Jahrhundert bis ca. 1830 zählten die Comanche ca. 30.000 bis 40.000 Menschen und waren somit das größte Volk auf den Südlichen Plains und im angrenzenden Südwesten.

Pferde als Schlüsselelement der Hegemonie

Der Besitz von Pferden war das zentrale Element in der Entstehung der Comanche als eigenständiges Volk und Kultur (es gibt die Vermutung, dass es nicht die Suche nach reicheren Bisonjagdgründen, sondern die Pferde der Siedler von Neu-Spanien waren, die die Comanche veranlassten, sich von den Shoshone zu lösen).

Mitte des 19. Jahrhunderts versorgten sie französische und amerikanische Händler sowie Siedler und Migranten (auf dem Weg zum kalifornischen Goldrausch) sowie andere indianische Stämme mit Pferden. Viele dieser verkauften Pferde waren gestohlen, da die Comanche berühmte Pferde- und später Viehdiebe waren. Ihre Opfer waren Spanier, Mexikaner, Amerikaner sowie andere Plains-Stämme.

Comancheria um 1850

Zudem hatten die Comanche Zugang zu großen Mustang-Herden, die ungefähr zwei Millionen Tiere in der Comancheria und den angrenzenden Gebieten zählten. Im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert benötigte ihr nomadischer und kriegerischer Lebensstil mindestens ein Pferd pro Person. Bei einer Bevölkerung von mindestens 30.000 besaßen die Comanche Herden, die diesen Bedarf mehrfach übertrafen. Daher hatten die Comanche für den Handel immer einen Pferdeüberschuss von ca. 90.000 bis 120.000 Tieren.

Laut übereinstimmenden Augenzeugenberichten von Spaniern, Mexikanern, Amerikanern sowie gefangenen Weißen wirkten die Comanche, im Gegensatz zu den leichtfüßigen und als besonders ausdauernde Läufer berühmten Apachen, zu Fuß plump und schwerfällig. Saßen sie jedoch erst einmal im Sattel, änderte sich dieser Eindruck sofort - dann boten sie einen eleganten und souveränen Anblick. Die Comanche wurden bald als die Lords of the Plains bezeichnet und galten allgemein als hervorragende Reiter.

Bündnis der Spanier mit den Comanche gegen die Apachen

Gegen 1786 wurden die westlichen Comanche-Bands vernichtend geschlagen und zeigten sich danach bereit, in ein Bündnis mit den Spaniern gegen die Apachen einzutreten. Dieses Bündnis erforderte, dass die Comanche erst Frieden mit den Diné, Pueblo, Jicarilla-Apachen sowie mit ihren ehemaligen Verbündeten, den Ute, schlossen. Im Gegenzug wurden ihnen die spanischen Märkte in New Mexico und im nördlichen Mexiko geöffnet, wo sie ihre Handelsgüter wie Bisonfleisch und Felle gegen Waffen, Munition, Mais, Bohnen, Getreide, Kleidung und anderen Güter eintauschen konnten. Zudem konnten sie nun auch leichter mit den Pueblo Handel treiben, besonders mit Taos, das bis dahin enge Kontakte mit den Jicarilla gepflegt hatte und sich nach dem Friedensschluss zu einem der wichtigsten Handelsstützpunkte entwickelte.

Einzelne Comanche-Häuptlinge bekamen Passierscheine, die sie als Freunde der Spanier auswiesen und sie berechtigten, sich frei in den spanischen Ländereien zu bewegen. Zum Vertragsinhalt, der gemeinsame militärische Aktionen gegen die Apachen vorsah, gehörte auch, dass die Comanche für jeden getöteten Apachen eine Prämie erhielten, für einen getöteten Krieger (ab 14 Jahre) ca. 100 Pesos, für eine Frau 50 Pesos und für ein Kind 25 Pesos (damals entsprach ein Peso in etwa einem Dollar, nach dem Amerikanisch-Mexikanischen Krieg wurden die Prämien für Apachen-Skalps zum Ausgleich der Inflation deutlich erhöht).

Als sich die militärisch und personell schwächeren östlichen Comanche-Bands zuerst weigerten, mit den Spaniern in Texas Frieden zu schließen, wurden sie von mehreren westlichen Comanche teilweise mit Gewalt dazu gedrängt. Die östlichen Comanche gingen größtenteils dazu über, Apachensklavenjagden zu veranstalten, da im französisch besetzten Louisiana eine Nachfrage nach Apachen als Sklaven bestand. Zudem verlangten die Spanier von den Comanche, dass diese von sich aus Unternehmungen gegen die Apachen durchführten.

Da den Apachen im Gegenzug der Zugang zu Waffen und Handelsgütern durch die Spanier streng verwehrt blieb, mussten sie sich immer weiter vor den zahlreicheren und besser bewaffneten Comanche und deren Verbündeten (den Norteños - Wichita, Caddo, Hasinai sowie Tonkawa) von den Südlichen Plains in die Berge zurückziehen und ihre Raubzüge gegen die Spanier und Mexikaner sowie sesshafte, Ackerbau treibende Indianer verstärken, um an dringend benötigte Lebensmittel, Handelsgüter, Pferde sowie Sklaven zu gelangen. Die hierbei erbeuteten Güter reichten die Mescalero- und die südlichen und nördlichen Lipan-Gruppen an die östlichen Gruppen der Lipan weiter, die diese im Austausch gegen Waffen und Munition bei den Biloxi eintauschten, so dass bald auch die Apachen entsprechend bewaffnet waren und ihren indianischen sowie weißen Feinden besser Gegenwehr leisten konnten.

Diese von den Apachen immer brutaler und verzweifelter ausgeführten Raubzüge setzten den Spaniern und den mit ihnen verbündeten Stämmen (Coahuiltec, Jumano und Tobosos im Osten, Sobaipuri, Obere Pima und Opata im Westen) besonders stark zu, so dass die Spanier viele kleinere Stammesgruppen in Missionen ansiedelten und durch Presidios (vergleichbar mit den amerikanischen Forts) vor den Apachen schützen mussten. Die teilweise Vernichtung und Vertreibung einzelner Stämme (sowie die Konzentration von einst nomadisierenden Stammesgruppen in festen Missionssiedlungen durch die Spanier und Mexikaner) durch die nach Süden in die Wüsten und Berge Nordmexikos vor den Comanche ausweichenden Apachen hatte zur Folge, dass diese die Apacheria nach Süden und Südwesten extrem ausdehnten und somit den weißen und indianischen Siedlungen viel näher (und für diese gefährlicher) waren als je zuvor. Da den Spaniern und Mexikanern stets bewusst war, dass sie nicht zugleich gegen Apachen und Comanche erfolgreich vorgehen konnten (und sie die Comanche als potenzielle Gefahr durchaus fürchteten), versuchten sie jegliche Anbahnung von friedlichen Beziehungen zwischen beiden Völkern zu verhindern - und verstärkten und erinnerten die Comanche immer wieder an deren Feindschaft zu den Apachen.

Die Comanchen nannten die Apachen (besonders die Mescalero und Lipan) Esikwita (graue Hintern, graue Scheiße) - dies drückt die Verachtung und den Hass der Comanche gegenüber den Apachen aus. Die Bezeichnung rührt höchstwahrscheinlich von der Gewohnheit der Lipan her, sich eine graue Paste auf die Haut und in die Haare zu schmieren (die Lipan nannten sich Hle-pai-Nde - ‘Hellgraues Volk’). Allgemein bezeichneten die Comanche die Apachen wegen ihrer hohen Stiefel, die vorne eine hochstehende Spitze zum Schutz vor Steinen und Dornen hatten, als Tá´-ashi (= "turned up").

Comanche-Raubzüge in Mexiko

Da sich die westlichen und östlichen Comanche-Bands vertraglich nur an den Frieden in New Mexico und Texas gebunden fühlten, konnten sie kein Unrecht darin sehen, wenn sie im nördlichen Mexiko neben Apachen auch Spanier und Mexikaner töteten und beraubten. Besonders die nördlich, am Arkansas River lebenden Yamparika sowie die im Llano Estacado lebenden Kwahadi, die beide niemals einen Vertrag unterschrieben hatten, traten immer wieder tief in Mexiko als Räuber auf.

Hierbei errangen sich die Comanche den Ruf gefürchteter und grausamer Krieger und es gelang ihnen, den Vormarsch der Spanier zu stoppen und sie sogar aus ihren Plainsgebieten zu vertreiben. Ihre Raubzüge führten sie bis tief nach Mexiko in die heutigen mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Durango und Zacatecas. Größtenteils plünderten sie hierbei alles östlich einer Linie am Rio Conchos, westlich traten meist Apachen als Räuber auf. Die Raubzüge der Comanche waren so gewaltig und brutal, dass die Mexikaner den September Comanche Moon nannten, da diese kurz vor Einbruch des Winters besonders aktiv waren. Durch das Trans-Pecos-Gebiet sowie über das Edwards Plateau führte der berühmt-berüchtigte "Comanche Plunder Trail" (auch Great Comanche Trail genannt) und teilte sich dann nochmals in Mexiko in verschiedene Richtungen auf.

Da das Trans-Pecos-Gebiet, die Mapimi (auch als Bolsón de Mapimi bekannt), das nördliche Chihuahua, Coahuila, Tamaulipas sowie das südliche Texas zu den Stammesgebieten der Mescalero und Lipan zählten, war es nicht ohne Gefahr für zurückkehrende Kriegstrupps, diese Gebiete zu durchqueren. Oft nahmen die Apachen den Comanche die erbeuteten Güter einfach wieder ab, indem sie diese überfielen, beraubten und sich sofort wieder in ihre Bergfestungen zurückzogen.

Unabhängigkeit Mexikos und Zusammenbruch der Nordgrenze

Nachdem 1820 Mexiko seine Unabhängigkeit von Spanien erlangt hatte, kollabierte zunächst die gesamte Nordgrenze. Die neue Regierung hatte nicht das nötige Geld und Material, auch nicht die nötige Anzahl an Soldaten, um die Presidios entlang der Nordgrenze zu besetzen. Zudem hatten auch die Apachen wieder ihre Raubzüge verstärkt und ausgeweitet. In den 1840er Jahren (besonders im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg) waren diese Plünderungen für den Norden Mexikos so gravierend, dass ganze Regionen aufgegeben werden mussten. Tausende Menschen wurden getötet und verschleppt sowie Vieh gestohlen. Niemals waren Kiowa, Comanche und Apachen so tief nach Mexiko plündernd eingefallen und noch niemals wurde ihnen so wenig Widerstand geleistet.

Bereits in den 1830er Jahren hatten Mexikaner berichtet, dass sich Mescalero (wahrscheinlich Guhlkahéndé) manchmal mit Comanche und Kiowa zusammenfanden, um in Mexiko gemeinsam Raubzüge zu unternehmen. 1846 vermittelten Kiowa und Gruppen der südlichen Comanche in einer großen Zusammenkunft einen dauerhaften Frieden zwischen Mescalero und Comanche. Die Lipan ihrerseits hatten seit 1811 größtenteils friedliche Kontakte zu den Comanche aufgebaut. Somit konnten die Comanche ungestört durch die dauernden Überfälle der Mescalero und Lipan auf ihrem berühmt-berüchtigten "Comanche War Trail" nach Süden auf Raub ausziehen und ihre Beute sicher nach Norden heim bringen. Der Friede stellte den Comanche das enorme, in vielen Raubzügen (Raids) übernommene Wissen der Mescalero über Nordmexiko zur Verfügung und führte so sogar zu gemeinsam unternommenen Raub- und Kriegszügen, wobei die Apachen oft als Scouts dienten.

Geschichte während texanischer und amerikanischer Herrschaft

Ambivalentes Verhältnis zu Siedlern und Indianern

Die Comanche hatten ein zwiespältiges Verhältnis zu den Europäern und Siedlern, die versuchten, ihr Territorium zu kolonisieren. Einerseits waren die Comanche bei den Siedlern und Militärs als Handelspartner geschätzt, andererseits waren sie wegen ihrer Raubzüge äußerst gefürchtet. Zudem befanden sich die Comanche fast immer mit den meisten Stämmen der Südlichen Plains im Kriegszustand, was es den Texanern und später den Amerikanern ermöglichte, Bündnisse gegen die Comanche zu schließen.

Beinahe gelang es Sam Houston, Präsident der neu gegründeten Republik von Texas, mit den Comanche einen dauerhaften Friedensvertrag zu schließen. Der Vertrag sah vor, eine offizielle Linie zwischen Texas (und den weißen Siedlungen) im Osten und Südosten und der Comancheria im Westen und Nordwesten festzulegen. Die Comanche wollten hierdurch ihre Bisonjagdgründe sichern und jede militärische Konfrontation mit den Texanern vermeiden. Doch dieser mögliche Friedensvertrag scheiterte am texanischen Parlament, da sich die Abgeordneten nicht auf eine offizielle Grenzlinie zwischen Texas und der Comancheria einigen konnten. Zudem hätte man durch diesen Vertrag die Comancheria quasi auf die gleiche Ebene wie die Republik von Texas gehoben, was mit dem Selbstverständnis der Texaner als vernunftbegabte und zivilisierte Menschen gegenüber den Comanche als „Wilde“ nicht zu vereinbaren war.

Durch die erfolglosen Friedensbemühungen nahmen die Comanche ihre Raubüberfälle an der texanischen Grenze sowie gegen die texanischen Siedlungen wieder auf, was in Texas zu einer unerbittlichen Haltung gegenüber allen noch in der Republik lebenden Stämmen führte.

Ewiger Friedensvertrag zwischen Comanche und Deutschen

Trotz der ständigen Kriege gegen Spanier, Mexikaner sowie Texaner konnten die Comanche ihre Unabhängigkeit bewahren und sogar ihr Territorium nochmals erweitern. Daher stellten sie eine ernst zu nehmende militärische Macht in Texas dar, mit der man rechnen musste. Zum Schutz speziell der von deutschen Einwanderern in Texas gegründeten Siedlungen schloss daher der Deutsche John O. Meusebach (1812–1897), Generalsekretär des „Mainzer Adelsvereins“, im Frühjahr 1847 mit dem Comanchen-Häuptling Santa Anna einen Friedensvertrag, der niemals gebrochen wurde und dessen Jahrestag deshalb noch heute von den Nachkommen beider Parteien - von deutschstämmigen Siedlern und von Comanchen - gemeinsam im Rahmen eines Volksfestes gefeiert wird.

Texanisch-Indianischer Krieg

Versuche, die Comanche in Reservate anzusiedeln, begannen in den späten 1860er mit dem Vertrag von Medicine Lodge (1867), der ihnen Kirchen, Schulen und Nahrungsmittelversorgung versprach, wenn diese im Gegenzug ein großes Stück Land aufgaben (über 160.000 Quadratmeilen). Zudem versprach die Regierung, die Bisonjäger zu stoppen, die unablässig die großen Herden auf den Plains abschlachteten, um die Nahrungsgrundlage der Stämme zu vernichten und diese wehrlos zu machen. Hierfür sollten die Comanche, zusammen mit den Kiowa-Apachen, Kiowa, Cheyenne und Arapaho, auf eine weniger als 13.000 Quadratmeilen große Reservation ziehen.

Trotz ihres Versprechens verhinderte die Regierung die weitere Abschlachtung der Bisonherden nicht, was die Comanche unter Anführung des Medizinmanns Isa-tai ("Weißer Adler") 1874 dazu provozierte, eine Gruppe von Bisonjägern im Texas Panhandle anzugreifen (sogenannte zweite Schlacht von Adobe Walls). Der Angriff war eine Katastrophe für die Comanche und deren Verbündete, zudem wurde die Armee gerufen, um die verbliebenen Comanche auf die Reservation zu bringen. Innerhalb von nur zehn Jahren waren die Bisons fast ausgelöscht, die Mustangs zudem von der Armee zu Tausenden abgeschossen. Somit war die Lebensweise der Plains-Stämme als nomadisierende Jäger und Krieger endgültig beendet. 1875 ergab sich die letzte freie Gruppe der Comanche unter Führung von Quanah Parker, die Quahadi vom Llano Estacado, und zog zur Fort Sill Reservation in Oklahoma.

Des Reservatslebens überdrüssig und unglücklich, verließen 170 Krieger mit ihren Familien unter Führung von Black Horse die Reservation. Sie zogen sich auf den Llano Estacado zurück und attackierten hierbei Camps der ihnen verhassten Bisonjäger. Dies führte zum sogenannten Buffalo Hunters' War von 1877. Bei den Attacken töteten und verwundeten die Comanche einige Jäger und stahlen Pferde. Die Jäger verfolgten die Comanche und überfielen diese im Yellow House Canyon, Lubbock in Texas, wurden aber von den Comanche zurückgeschlagen. Unter den Jägern waren vier Verwundete und ein tödlich Verletzter, die Indianer hatten 35 Tote sowie 22 Verwundete zu beklagen. Die Comanche konnten zusammen mit ihrem berühmten weißen Gefangenen, Hermann Lehmann, der ebenfalls verwundet war, entkommen. Dies war einer der letzten größeren bewaffneten Konflikte mit Comanche-Kriegern.

Letzte freie Jahre

Nachdem Victorio, Häuptling der Chihenne, einer östlichen Gruppe der Chiricahua-Apachen und oftmals Verbündete der Mescalero, aus der Reservation ausgebrochen war, schlossen sich diesem 80 Krieger der Mescalero sowie einige Lipan und versprengte Comanche an und bekriegten gemeinsam Mexikaner und Amerikaner in Nordmexiko und Texas. Letzte freie Comanche-Gruppen schlossen sich den Mescalero-und Lipan in ihren Bergfestungen in Coahuila und Chihuahua an und verübten 1881 den letzten gemeldeten Indianerüberfall in Texas. 1883 unternahmen verzweifelte Gruppen von Mescalero, Lipan und ein paar Comanche entlang des Rio Penasco und Rio Pecos letzte Überfälle.

Demographie

Anfang 1700 schätzte man die Comanche auf ca. 6.000 bis 8.000 Menschen. Nachdem sie gegen 1740 die meisten östlichen Apachen-Gruppen aus den Südlichen Plains verdrängt hatten und somit ungestörten Zugang zu den Bisonjagdgründen und den Pueblo-Handelsposten in New Mexico hatten, wuchs ihre Bevölkerung rasch an. Verstärkt wurde dieser Bevölkerungszuwachs nicht nur durch die bessere Nahrungsmittelversorgung durch Handel und die Bisonjagd, sondern auch durch den besseren militärischen Schutz ihrer Dörfer, indem sie feste Allianzen auf den Südlichen Plains mit den Wichita, Caddo und später den Kiowa sowie Kiowa-Apachen schlossen. Durch die weit verzweigte spanisch-indianische Allianz gegen die Apachen, der die Comanche seit 1786 vertraglich angehörten, fingen sie auch immer mehr Frauen und Kinder der Apachen, die sie in ihre Dörfer integrierten und als Comanche großzogen. Später, als die Allianz mit den Spaniern und Mexikanern zusammenbrach, kamen spanische und mexikanische Gefangene hinzu. Den Comanche gehörten somit auf dem Höhepunkt ihrer Macht gegen 1830 ca. 40.000 Menschen an. Sie waren hierdurch bei weitem der größte Stamm auf den Südlichen Plains. Während mehrerer Epidemien, der Pocken (1817 und 1848) sowie der Cholera (1849), wurden die Comanche erheblich dezimiert. Durch die Epidemien, die Vernichtung der Bisons, die daraus resultierenden Hungersnöte sowie durch den Krieg fiel die Bevölkerungszahl in den 1870er Jahren auf weniger als ein paar Tausend. 1866 schätzte man die Population der Comanche auf ca. 4.700, im Jahr 1884 gab es nur noch 1.382. 1910 lebten nur noch 1.171.

Heute leben wieder über 14.000 Comanche, von welchen aber nur noch wenige die eigene Sprache sprechen.[1]

Gesellschaft und interne Struktur

Sozio-Politische Organisation

Die soziale und politische Interaktion und Organisation der Comanche bestand aus vier verschiedenen Graden von Integration von Gruppen und deren Abgrenzung und Identität nach außen. Diese waren wiederum durch Medizin-Gesellschaften [Mitglieder dieser Gesellschaften besaßen eine einzige besondere Kraft (Puha genannt) die sich nur ihnen offenbarte], Kriegs-Gesellschaften (diese organisierten die Kriegs- und Raubzüge, die Verteidigung des Lagers sowie die Jagd), durch Handel (unter den verschiedenen Gruppen sowie mit benachbarten Völkern) sowie durch eine gegenüber benachbarten Stämmen (und später Europäern) gemeinsam betriebenen "Außenpolitik" miteinander verbunden.[2]

Die vier sozial-politischen Einheiten der Comanche waren folgende:

  • die patrilineare und patrilokale (das Ehepaar zog zur Familie des Mannes) Kernfamilie (engl. nuclear family)
  • die Numunahkahni (="the people who live together in a household", "die Menschen, die gemeinsam in einem Haushalt leben", engl. extended family)
  • die Lokalgruppe (engl. local [residential] band, span. rancheria, bestand aus einer oder mehreren Numunahkahni, daher waren die meisten Mitglieder miteinander verwandt)
  • die Gruppe oder Division (engl. band, manchmal tribe, span. nación, manchmal auch tribú, waren ein durch gemeinsame Ressourcen sowie gemeinsam genutzte Gebiete, als auch durch die Kriegs- und Medizin-Gesellschaften geprägter politischer Zusammenschluss einander (meist) verwandter Lokalgruppen)

Als Beispiel seien hierbei die Yaparuhka genannt, die eine Gruppe oder Division bildete, die sich kulturell von anderen Comanche unterschied und somit eine gemeinsame Identität als (Yap)Wurzelesser entwickelte. Zudem bestanden die Yaparuhka aus mehreren Lokalgruppen, wie den Ketahtoh Tu, Motso Tu und Pibianigwai.

Im Gegensatz zu den Cheyenne und Arapaho auf den zentralen und nördlichen Plains, entwickelten jedoch die Comanche nie eine politische Idee von einer Nation oder einem Stamm. Sie erkannten sich zwar anhand von Sprache und Kultur gegenseitig als Nemene an (und führten fast nie Krieg untereinander), dies bedeutete aber nicht, dass die Kwaaru Nuu gegenüber den Siedlungen in New Mexico die gleiche Politik verfolgten, wie die Kuhtsutuuka. Dies konnte später, als die Comanche-Gesellschaft vor der Zerschlagung stand, sogar dazu führen, dass sich die einst geachteten und gefürchteten Penatuka Nuu als Scouts den Amerikanern und Texanern gegen noch freie Comanche zur Verfügung stellten.

Gruppen der Comanche (Numunu)[3]

  • Jupe (im Spanischen Hupe, Hoipi ausgesprochen =‘Wald’ gegen 1800 nicht mehr erwähnt, wahrscheinlich die Vorfahren der Nokoninuu, der Kwahare sowie der namensverwandten Hois-Penatuka Nuu-Lokalgruppe)[4]
  • Kuhtsutuuka (meistens Kotsoteka - ‘Büffelesser’)
  • Kwaaru Nuu/Kwahare (meistens Kwahadi/Quahada - ‘Antilopenesser’ , auch als Kwahihuu ki - ‘Sonnenschirme auf ihrem Rücken’ bekannt, da sie auf ihrem Rücken ein quadratisches Stück Rohleder trugen, das sie über den Kopf hielten, um sich vor der Sonne auf den wüstenartigen Hochebenen des Llano Estacado zu schützen)
  • Mutsahne (meist Motsai - ‘Undercut Bank’, ‘Unterhöhlte Anhöhe’, da sie bevorzugt unter überhängenden Felswänden lebten, wurden ca. 1845 in einer Schlacht gegen die Mexikaner ausgelöscht)
  • Nokoninuu (meistens Nokoni - ‘Die (Um-)Herumreisenden’ oder ‘Jene, die immer umkehren (umherziehen)’, auch Noyuhkanuu, Nawyehkah - ‘Jene, die stets herumziehen’ , später als Tutsu Noyukanuu,Detsanayuka - ‘Jene, die schmutzige Behausungen errichten’, ‘Arme Wanderer’ bezeichnet)
    • Nokoninuu (die größte und mächtigste Gruppe, denen sich die Tahnahwah und Tanimuu oft bei Entscheidungen über Krieg und Frieden anschlossen)
    • Tahnahwah (meistens Tenawa, auch Tenahwit - ‘Die, welche flussabwärts leben’, eine südwärts gezogene Splittergruppe der Yaparuhka, wurden 1845 in einer Schlacht gegen die Mexikaner praktisch ausgelöscht)
    • Tanimuu (meistens Tanima, auch Dahaui, Tevawish - ‘Leberesser’)
  • Pagatsu (auch Pa'káh'tsa - ‘Am Oberlauf des Flusses’, auch als Pahnaixte - ‘Jene, die flussaufwärts leben’)
  • Pekwi Tuhka (‘Fischesser’)
  • Penatuka Nuu (meistens Penateka, , Pihnaatuka - ‘Honigesser’ , auch als Penanuu, Pehnahterkuh - ‘Schnell zuschlagend’, auch Wasps oder Quick-Stinger - ‘Jene, die so schnell stechen [zuschlagen] wie Wespen’ bezeichnet)
    • Penatuka Nuu (die einst führende Lokalgruppe und daher namensgebend für die gesamte Division / Gruppe)
    • Hois (auch Hupenuu - ‘Waldholz-Menschen’)
    • Tayuuwit (meistens Teyuwit - ‘Die Gastfreundlichen’)
    • Kuvahrahtpaht (Steep Climbers - ‘steil, jäh kletternd’)
    • Taykahpwai (Tekapwai - ‘Jene, ohne Fleisch’)
  • Pikaatamu (Buckskin Sewing People - ‘Jene, die Bockhaut nähen’)
  • Saria Tuhka (auch Chariticas, Sata Teichas - ‘Hundeesser’, ursprünglich eine Gruppe der Arapaho)
  • Yaparuhka (meistens Yamparika, auch Yapai Nuu, Yapuruhka - ‘(Yap)Wurzelesser’, früher als Widyunuu, Widyu, auch Widyu Yapa - ‘Volk der Ahle’, später als Ditsahkanah - ‘die Näher’ bezeichnet)[5]
    • Ketahtoh Tu (auch Ketatore - ‘Jene, die keine Schuhe tragen’ , auch bekannt als Napwat Tu - ‘Keine Schuhe tragend’)
    • Motso Tu (von motso - ‘Bart’, daher angebliche Bedeutung ‘die Bärtigen’, nicht mit den Mutsahne/Motsai zu verwechseln)
    • Pibianigwai (‘Jene, die laut sprechen’, ‘Jene, die laut fragen’)
    • Suhmuhtuhka (‘Jene, die alles essen’)
    • Titchahkaynah (‘Jene, die Beutel herstellen, während sie umherziehen’, waren ursprünglich unabhängig, schlossen sich aber später den Yaparuhka an)
    • Wahkoh (=Shell Ornament - ‘Muschel-Ornament’)
    • Waw'ai (auch Wohoi = ‘Maden auf dem Penis’, auch Nahmahe'enah = Something Together - ‘Irgendwie (sexuell) zusammen’, (Sexual) Intercourse - ‘Sexualverkehr’, sie standen im Verdacht, inzestuöse Beziehungen zu führen, und wurden daher von den anderen Gruppen verachtet)

Weitere kleinere Gruppen:

  • Hai'ne'na'une (‘Jene, die Mais essen’, nicht mit der Bezeichnung Hanitaibo für die Penatuka Nuu zu verwechseln)
  • It'chit'a'bud'ah (‘Volk der Kälte’, ‘Volk im Norden’)
  • Itehtah'o (‘Verbrauchtes, verbranntes Fleisch’, da sie stets zu viel Pemmikan für den Winter fertigten und den Überschuss einfach in die Büsche und Bäume am Wegesrand warfen)
  • Nau'niem (auch No'na'um =Ridge People - ‘Bergrücken-Volk’, ‘Höhenzug-Volk’)
  • Ohnonuu (auch Ohnununuu, Onahununuu)
  • Pahuraix (‘Wasser-Pferd’, auch Parkeenaum - ‘Wasser-Volk ’ genannt, da sie bevorzugt, entlang von Seen lebten; sie waren als die besten Läufer und Lacrosse-Spieler der Comanche bekannt)
  • Pohoi (auch Pohoee - ‘Wilder Salbei’, ursprünglich eine Gruppe der Wind River Shoshone)
  • Tutsanoo Yehku (höchstwahrscheinlich Kuhtsutuuka)
  • Wianuu (auch Wianu, Wia'ne = Hill Wearing Away - ‘in sich zusammenbrechender Hügel’)

Oft werden auch folgende Comanche-Stämme genannt, hier nur die wichtigsten:

  • Kewatsana
  • Kotsai
  • Kotsoteka
  • Kwahadi
  • Motsai
  • Nokoni
  • Pagatsu
  • Penateka
  • Tanima
  • Tenawa
  • Widyu
  • Yamparika

Es ist umstritten, ob Nokoninuu und Noyuhkanuu zwei autonome Gruppen bezeichnen oder nur Abwandlungen des Namens einer Gruppe sind. Später verschwanden die beiden oben genannten Bezeichnungen völlig und wurden durch den Namen Detsanayuka ersetzt, was sich aus ihren immerwährenden Wanderungen ergab. Zudem werden oft die Tanimuu (Tanima) mit den Tahnahwah (Tenawa) verwechselt und nicht selten als eine Gruppe behandelt. Die Tanimuu und Tahnahwah bewohnten das gleiche Gebiet wie die Nokoninuu und bildeten höchstwahrscheinlich eine der Lokalgruppen dieser Bande. Die größte und ehemals mächtigste Gruppe der Comanche, die Penatuka Nuu, waren zudem noch unter folgenden Namen bekannt: Hois, Tayuuwit (meistens Teyuwit), Kuvahrahtpaht und trotz (oder gar wegen?) ihrer Gastfreundlichkeit wurden sie auch als Taykahpwai (Tekapwai - ‘Jene, ohne Fleisch’) bezeichnet. Es ist aber heute davon auszugehen, dass diese Namen einzelne bedeutende Lokalgruppen der Penatuka Nuu bezeichneten. Später als sich die Penatuka Nuu den Weißen als Scouts gegen andere Comanche (meist nördliche und westliche Gruppen) zur Verfügung stellten, wurden sie von diesen als Hanitaibo (Mais [essende] weiße Menschen) bezeichnet.

Vor 1750 unterschieden die Spanier drei große Verbände von Stämmen und Gruppen: die Yaparuhka, Jupe und Kuhtsutuuka. Als zwischen 1750 und 1760 eine große Gruppe der Kuhtsutuuka nach Südosten auf die Plains zog, da die Apachen wegen des Drucks der Comanche und deren Verbündeter sich langsam aus den Plains zurückzogen, wurde zwischen Westliche Comanche und Östliche Comanche (den südöstlich gewanderten Kuhtsutuuka) unterschieden.

Die Cross Timbers

Die Westlichen Comanche lebten entlang des oberen Arkansas River, Canadian River, Red River und des Llano Estacado. Das Stammesgebiet der Östlichen Comanche erstreckte sich vom Edwards Plateau und der Plains entlang des Brazos und Colorado River östlich bis zu den Cross Timbers. Die West-Ost-Unterscheidung wurde im Laufe des 19. Jahrhunderts aufgegeben. Stattdessen unterteilte man die Comanche zuerst in Nördliche, Mittlere und Südliche, um schließlich nur noch zwischen Nördlichen Comanche und Südlichen Comanche zu unterscheiden. Eine der südlichsten und mächtigsten Gruppen waren hierbei die Penatuka Nuu.

Häuptlinge und Anführer der Comanche

  • Quanah Parker (Häuptling der Kwahare, ergab sich als letzter der Armee)
  • Black Horse (Häuptling der Kwahare, der 1877 aus der Reservation ausbrach und einen der letzten Kriegszüge der Comanche unternahm)
  • Isa-tai ("Weißer Adler") (Schamane der Kwahare und spiritueller Führer bei der sog. zweiten Schlacht von Adobe Walls)
  • Buffalo Hump (* ?; † 1870) (führender Häuptling der Penatuka Nuu, zerstörte 1840 im Great Raid, aus Rache für den Council House Fight, die texanischen Küstenstädte Victoria und Linnville, zog nach mehreren Friedensverhandlungen 1856 in die Reservation)

Aktuelle Situation

Die Comanche Nation, wie andere von der US-Regierung anerkannte Stämme eine souveräne Nation innerhalb der USA, zählte 2008 etwa 14.000 Mitglieder, von welchen etwa die Hälfte in Oklahoma (Stammeszentrum in Lawton) lebt. Fort Sill ist nach wie vor ein Armeestützpunkt, allerdings nimmt die U.S. Army auf die heiligen Stätten der Comanche wenig Rücksicht, obwohl es entsprechende gesetzliche Grundlagen und Urteile gibt. So setzte sich 2010 ein mehrjähriger Streit um den Ausbau eines Service-Zentrums am Medicine Bluff fort, eine Stelle, die Comanche, Kiowa, Wichita und Apachen gleichermaßen heilig ist.[6]

Literatur

  • T. R. Fehrenbach: Comanchen, Fackelträger-Verlag Schmidt-Küster Hannover, 1975. (Originaltitel: Comanches, Verlag Alfred A. Knopf Inc. erschienen 1974)
  • Thomas W. Kavanagh:The Comanches, A History 1706–1875, University of Nebraska Press, Lincoln, ISBN 0-8032-7792-X, 1996
  • W. W. Newcomb: The Indians of Texas, Austin: University of Texas Press, 1961, 13. Auflage 2002
  • William C. Meadows: The Comanche Code Talkers of World War II, University of Texas Press 2003
  • F. Todd Smith: From Dominance to Disappearance: The Indians of Texas and the Near Southwest, 1786–1859, University of Nebraska Press, Norman and London, 2005, ISBN 0-8032-4313-8
  • Ernest Wallace und E. Adamson Hoebel: The Comanches, Lords of the South Plains, University of Oklahoma Press, Norman and London, erschienen 1952, Wiederauflage 1986, ISBN 0-8061-2040-1
  • Scott Zesch: The Captured: A True Story of Abduction by Indians on the Texas Frontier, St. Martin's Press, New York, 2004, ISBN 0-312-31789-1
  • Thomas A. Britton: The Lipan Apaches: People of Wind and Lightning, University of New Mexico Press, 2009, ISBN 978-0-8263-4586-8
  • Nancy McGown Minor: The Light Gray People: An Ethno-History of the Lipan Apaches of Texas and northern Mexico, University Press of America, Inc., 2009, ISBN 978-0-7618-4854-7
  • Nancy McGown Minor: Turning Adversity to Advantage: A History of the Lipan Apaches of Texas and northern Mexico, 1700 - 1900, University of America, Inc., 2009, ISBN 978-0-7618-4859-2
  • C. L. Sonnichsen: The Mescalero Apaches, University of Oklahoma Press, 1973, ISBN 0-8061-1615-3
  • José Cortéz: Views from the Apache Frontier: Report on the northern Provinces of New Spain, Hrsg.: Elizabeth A. H. John, University of Oklahoma Press, 1989, ISBN 978-0-8061-2609-8
  • Maria F. Wade: The Native Americans of the Edwards Plateau, 1582 - 1799, University of Texas Press, 2003, ISBN 0-292-79156-9
  • F. Todd Smith: From Dominance to Disappearance: The Indians of Texas and the Near Southwest, 1786 - 1859, University of Nebraska Press, 2005, ISBN 978-0-8032-4313-2
  • Pekka Hämäläinen: L'empire comanche (The Comanche Empire), traduit de l'anglais par Frédéric Cotton, Anacharsis, 736 p., 2012, ISBN 978-2914777841

Einzelnachweise

  1. About the Oklahoma Indian Affairs Commission, Pocket Pictorial, S. 12 (PDF, 9,4 MB). Hier wird die Zahl von 14.105 Stammesmitgliedern in der Stammesrolle angegeben.
  2. T. W. Kavanagh: The Comanches: A History 1706–1875, Seite 41
  3. E. Wallace, E. A. Hoebel: The Comanches: Lords of the South Plains, Seite 25-31
  4. T.W. Kavanagh: The Comanches: A History 1706-1875, Seite 493
  5. T.W. Kavanagh: The Comanches: A History 1706-1875, Seite 497
  6. Army still threatens sacred site, in: Indian Country today, 14. Dezember 2009

Siehe auch

Indianer Nordamerikas, Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Weblinks

 <Lang> Commons: Comanche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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14.10.2020
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Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
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23.07.2020
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20.07.2020
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16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
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14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
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23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
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15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
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15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
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14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
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13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
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12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
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09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
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24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
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11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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02.10.2015 Pamela Heidi, Douglas and Liza R. Moscovice Bonobos zeigen, wo es lang geht
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11.09.2015 L. R. Berger et al. Homo naledi - ein neuer Verwandter des modernen Menschen
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19.08.2015 C. Meyer, C. Lohr, D. Gronenborn, K. W. Alt Ein Massaker vor 7000 Jahren
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23.07.2015 Nicholas J. Conard, Maria Malina Zweite Venus aus dem Hohle Fels
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17.07.2015 Gregorio Oxilia et al. Zahnmedizin ist 5000 Jahre älter als gedacht
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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05.02.2015 Stuart K. Watson, Simon W. Townsend, Anne M. Schel, Claudia Wilke, Emma K. Wallace, Leveda Cheng, Victoria West and Katie E. Slocombe Schimpansen lernen «Nahrungsrufe»
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24.11.2014 Hervé Bocherens, Dorothée G. Drucker, Mietje Germonpré, Martina Láznicková-Galetová, Yuichi I. Naito, Christoph Wissing, Jaroslav Bruzek, Martin Oliva Mammut für die Menschen, Rentier für die Hunde
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24.10.2014 Kurt Rademaker, Gregory Hodgins, Katherine Moore, Sonia Zarrillo, Christopher Miller, Gordon R. M. Bromley, Peter Leach, David A. Reid, Willy Yépez Álvarez, Daniel H. Sandweiss Höchste Siedlungsplätze eiszeitlicher Menschen in den peruanischen Anden entdeckt
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03.06.2014 Ulrike Beck, Mayke Wagner, Xiao Li, Desmond Durkin-Meisterernst, Pavel E. Tarasov Reiter in den Steppen Eurasiens erfinden vor 3.200 Jahren die Hose
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22.04.2014 Hugo Reyes-Centeno, Silvia Ghirotto, Florent Détroit, Dominique Grimaud-Hervé, Guido Barbujani, Katerina Harvati Homo sapiens zog früher aus Afrika aus als gedacht
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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