Claudius James Rich


Claudius James Rich (1786–1821)
Claudius James Rich (* 28. März 1786 in Dijon (Burgund) in Frankreich; † 5. Oktober 1820 in Shiraz (Persien)) war einer der ersten Europäer, die ernsthafte archäologische Forschungen in Mesopotamien unternahmen. Er war Resident (entspricht in etwa einem Konsul) der East India Company in Bagdad sowie Reisender, Linguist, Antiquitätensammler und Autor.

Kindheit und Ausbildung

Claudius James Rich wurde am 28. März 1786 in Dijon (Burgund) in Frankreich als uneheliches Kind geboren. Sein Vater war Colonel Charles Coburn († 1809), über seine Mutter ist nichts bekannt. Er nahm den Namen seiner Großmutter, Martha Rich, an und wurde von einer Tante in Bristol (England) aufgezogen. wo er auch seine Schulausbildung erhielt. Rich war außerordentlich sprachbegabt. Mit neun Jahren lernte er bereits von einem Verwandten Latein und Griechisch. Als er per Zufall arabische Schriftzeichen sah, wollte er diese Sprache unbedingt lernen. Mr. Fox aus Bristol half ihm mit Grammatik und Wörterbuch, so dass er diese Sprache bald schreiben und lesen und sogar ziemlich flüssig sprechen konnte. Als er 15 war, hatte er bereits gute Kenntnisse in Hebräisch, Syrisch, Persisch und Türkisch.

Datei:New India House.jpg
Hauptquartier der East India Company in London, Leadenhall Street – Thomas H. Shepherd

Im Alter von 16 Jahren begann er seinen Dienst als Kadett bei der East India Company, die damals die einzige Möglichkeit für einen jungen Mann bot, in ein fernes Land zu gelangen. Der Freund, der ihm diesen Platz gesichert hatte, bedauerte, dass er nicht mehr für ihn tun könne, doch Rich erwiderte „Lass mich man erst in Indien sein, für den Rest sorge ich selbst“.

Während seiner Ausbildung im India House, Leadenhall Street, in London lernte Rich den dortigen Bibliothekar, Charles Wilkins, kennen, einen bekannten Sanskrit-Forscher und Kenner der orientalischen Sprachen. Dieser entdeckte das „sprachliche Wunder“ in dem Jugendlichen und überzeugte die Direktoren der Company, Richs militärische Laufbahn in eine zivile (schriftkundige -writership) umzuwandeln. Da in Bombay derzeit keine Stelle frei war, wurde er zum Sekretär von Mr. Charles Lock ernannt, der soeben zum Generalkonsul über den Mittelmeerraum mit Sitz in Kairo ernannt worden war.

Auf dem Weg in den Osten

Am 8. Februar 1804 ging Rich an Bord der „Hindustan“, die mit Gütern nach Gibraltar und für Nelsons Flotte beladen war. Vor der Nordküste Spaniens fing das Schiff Feuer und die Mannschaft musste das Schiff in der Bucht von Rosas an Land bringen. Die Besatzung wurde von einer Fregatte aufgenommen. Aber Rich, der ein Zivilangestellter war, wurde dort gelassen, bis ein englischer Kaufmann aus Bristol ihn nach Barcelona holte.

Von dort reiste er auf langsamen Küstenbooten nach Italien, wo er drei Monate verbrachte, hauptsächlich in Neapel. In dieser Zeit freundete er sich mit der Musik an und lernte auch etwas Italienisch.

Als er Malta erreicht hatte, erfuhr Rich, dass sein zukünftiger Chef kürzlich hier verstorben war. Mr. Lock hatte sich auf der Rückreise von Konstantinopel ein Fieber zugezogen. Dadurch waren Richs Pläne hinfällig geworden und die Direktoren schlugen ihm vor, nach Konstantinopel zu reisen, um dort seine Kenntnisse in Türkisch und Arabisch zu vervollkommnen. Nach einigen Wochen in der Hauptstadt ging er jedoch nach Smyrna (heute Izmir), wo er Vorlesungen besuchte und sich unter die türkischen Studenten mischte. Es heißt, dass er 1805 als „Geheimagent“ eingesetzt wurde und Aleppo und Antiochia besuchte. Auch weiter nördlich bis Bolu, Amasya und Tokat reiste er in dieser Zeit.

Schließlich wurde das Generalkonsulat in Kairo mit Colonel Missett neu besetzt und Rich wurde dessen Assistent. Hier arbeitete er hart an seinem Arabisch, schloss aber auch Freundschaft mit einigen Mamelucken, die in Kairo sehr mächtig waren. Von ihnen lernte er auch ihre Reitertricks und den Umgang mit Lanze und Krummsäbel, ebenso wie das richtige Tragen ihrer Kleidung.

Als er Ende 1806 den Befehl erhielt, nach Bombay zu reisen, wählte er den Weg über Damaskus, Aleppo, Mosul, Bagdad nach Basra, wobei er sich in Mamelucken-Tracht kleidete für die lange Reise. Er hatte seine Rolle so gut einstudiert, dass er überall im osmanischen Reich mit Hochachtung empfangen wurde.

Im September 1807 kam er mit dem Schiff in Bombay an. Hier wohnte er im Haus von Sir James Mackintosh (1765–1834). Dieser war bereits von Robert Hall während Richs Ausbildung in London über dessen Fähigkeiten unterrichtet und ihm ans Herz gelegt worden. So wurde er warmherzig empfangen und obwohl Rich weder Vermögen noch eine Anstellung hatte, gab ihm Mackintosh seine älteste Tochter Mary zur Frau.

Resident der East India Company in Bagdad

Datei:Marktplatz in Bagdad-Mitte 19 Jhdt.jpg
Marktplatz in Bagdad, Mitte 19. Jh.

Im Januar 1808 wurde Rich zum Resident (entspricht in etwa einem Konsul) der East India Company in Bagdad ernannt. Am 22. Mai trat er dort seinen Posten an. Obwohl er für diese besondere Stellung keine Vorbereitung erfahren hatte, so brachte er doch genügend Erfahrungen von seinen Reisen mit. Die Aufgaben eines Konsuls waren damals, gute Handelsbeziehungen mit dem Osmanischen Reich zu unterhalten, sowie Reisende und englische Kaufleute zu beherbergen, die Mesopotamien besuchten. Mit großem Erfolg baute er die Residenz um, führte ein großes Haus mit vielen Dienstboten und Wachen, um die osmanischen Paschas zu beeindrucken. Er nutze seine Bewegungsfreiheit und seine Freizeit, um historische Stätten zu besuchen. Am Anfang war Mr. Hine, der Arzt in der Residenzschaft, neben seiner Frau seine einzige Gesellschaft.

Zu Beginn seiner Amtszeit in Bagdad schien er sehr an der Stadt und ihrer unmittelbaren Umgebung interessiert und er begann mit einer Materialsammlung über die Geschichte ihrer Paschas.

Die Ruinen von Babylon

Ansicht der Ruinenberge von Babylon – Zeichnung Claudius James Rich 1811
Datei:Richs Karte von Babylon.jpg
Richs Plan von Babylon – Zeichnung Rich 1812

Als er am 10. Dezember 1811 die Ruinen des alten Babylons besuchte, erwachte in ihm eine neue Leidenschaft zum Altertum, in die er all seine Energie stecken würde.

Im Jahr 1812 führte er Vermessungen und Grabungen in Babylon und Umgebung durch, die er zwei Jahre später in Form einer topografischen Studie in den „Fundgruben“ publizierte, einer Zeitschrift, die sein persönlicher Freund Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall in Wien herausgab. Nach einem Disput mit Major Rennell einigten sie sich auf die Lage der Ruinen von Babylon am Ostufer des Euphrats und Rich nahm seine Anregungen in "A Second Narrative" auf. Die Abmessungen des Ruinenhügels werden von Rich wie folgt angegeben:

  • Northern face 200 yards Länge
  • Southern 219 yards
  • Eastern 182 yards
  • Western 136 yards
  • Erhebung am Nord-Ost Winkel 141 feet

Rich entdeckte einige kleinere Objekte aus Sarkophagen in der Nähe des "Mujelibé" (Palast) und grub den „Löwen von Babylon“ aus, den Austen Henry Layard 40 Jahre später wiederfinden sollte. Auch trieb er einen Schacht in den Hügel von Tell Ibrahim Khalil und sammelte Lehmziegel mit Inschriften.

Sein erstes Buch “Narrative of a Journey to the Site of Babylon”, das 1818 in England erschien, erregte Aufsehen und war der Auslöser für mehr als ein Jahrhundert Ausgrabungen in dieser Region.

Obwohl er sich nur 10 Tage in Babylon aufhielt, lieferte er zahlreiche Funde, die die Wissenschaft lange Zeit beschäftigen sollten.

Reise nach Europa und Einstellung von Bellino

Da Rich nun des Öfteren krank wurde, beschlossen er und seine Frau, dass er sich in Konstantinopel erholen und behandeln lassen müsse. 1813 reisten sie dorthin und wohnten beim britischen Botschafter Sir Robert Liston. Ein Jahr später traten sie eine Reise über die Provinzen des Balkans nach Wien an. Hier stellte ihm Freiherr von Hammer–Purgstall den jungen Orientalisten Karl Bellino vor, den Rich als Privatsekretär und Dolmetscher der britischen Regierung, mit Hauptmanns-Rang einstellte. 1815 traten sie in Gesellschaft von Bellino über Italien, Griechenland, Konstantinopel und Kleinasien die Rückreise nach Bagdad an.

Prominente Besucher in Bagdad

Auf seiner Reise nach Indien besuchte 1816 auch James Silk Buckingham Bagdad. In seinem Buch „Travels in Mesopotamia”, London 1827, hat er einige Siegel beschrieben, die Rich gesammelt hatte.

Am 14. Oktober 1818 erhielt Rich den Besuch von seinem Landsmannes Robert Ker Porter[1], einem Reisenden und Maler. Dieser hatte Persepolis besucht und einige Inschriften kopiert. So war es selbstverständlich, dass sie Richs Untersuchungen in Babylon und sein Buch diskutierten. Ker Porter wollte diese Stätte ebenfalls besuchen und Rich gab ihm seinen Sekretär, Karl (Charles) Bellino, als Reiseführer mit. Er malte die Ruinen von Babylon und auch von Borsippa (die man damals als „Turm von Babel“ ansah). 1822 gab Kerr Porter ein Buch mit vielen Zeichnungen und Keilschrift-Texten (auch mit Abschriften von Karl Bellino) heraus unter dem Titel „Travels in Georgia, Persia, Armenia, Ancient Babylonia“.

Ker Porter schließt sein Buch mit einer Widmung an Rich: „Ein Mann, dessen brillianter Geist und sofortiges Wohlwollen den Weg aller Reisenden erleuchtete und ebnete, die in seinen Einflussbereich kamen, während er die täglichen Aufgaben eines diplomatischen Dienstes gewissenhaft erfüllte, die voll seiner allgemeinen Menschenfreundlichkeit entsprachen."

In Ninive

Rich war zwischen 1808 und 1820 viermal in Mosul. Bereits auf der ersten Durchreise 1808 hatte er Skizzen von den gegenüber liegenden ungewöhnlichen Hugeln angefertigt.

Er besuchte dort alle großen Ruinenhügel und zeichnete sie, von denen er glaubte, dass sie das alte Ninive sein könnten. Den ersten Hügel, den er besuchte, nannten die Bewohner „Neby Yunus“, weil man glaubte, dass sich dort das Grab es Propheten Jonas befindet. Rich verfügte neben seinen Sprachkenntnissen über die besondere Gabe, sich mit den Einheimischen zu unterhalten. Hier erfuhr er, dass sogar ein flüchtiges Graben mit einem Spaten bereits Fragmente mit Inschriften bloßlegte, die ihm auch die Dorfbewohnter zeigten. Sie waren in Keilschrift verfasst, die Rich nicht lesen konnte. Er stellte jedoch fest, dass die Inschriften mit denen, die er in Babylon gefunden hatte, identisch waren. Man zeigte ihm auch unterirdische Räume und Korridore in der Nähe des Grabes. Rich überzeugte die Einheimischen davon, dass er an ihren Funden interessiert sei und beauftragte einen „Kuriositäten-Jäger“, Belli Samaan, mit dem Ankauf interessanter Stücke.

Danach untersuchte Rich den Hügel von Kuyunjik, von dem er eine ausführliche Beschreibung mit Plan erstellte. Von den Einheimischen erfuhr er, dass die meisten Inschriften in Neby Yunis zu finden seien. In Kuyunschik erhielt er einige Fragmente von beschriebenen Tontafeln und Ziegelsteinen.

Maßangaben von Ninive

Rich führte die erste systematische Untersuchung der Ruinen durch. Nach seinen Angaben

  • ist das Gelände von Ninive bis zu 2 Meilen breit und 4 Meilen lang. An den Nord-, Süd- und Westseiten sind Überreste von nur einer Mauer, jedoch an der Ostseite gibt es Überreste von drei Mauern.
  • Die höchste Erhebung von Nabi Yunis ist ungefähr 50 Fuß und vor diesem Hügel lief die West-Mauer. Der Hügel von Kujundschik hat eine unregelmäßige Form, seine Seiten sind sehr steil und die Oberfläche beinahe flach. Seine senkrechte Höhe beträgt 43 Fuß und der Gesamtumfang 7.691 Fuß.

Bis zu der topografischen Vermessung von Felix Jones im Jahre 1852 sollten diese Maßangaben von Rich die einzigen bleiben.

Durch die Dokumentierung seiner Reise in seinem Buch „Narrative of a Residence in Kurdistan and on the Site of Ancient Niniveh“ lieferte er sowohl die erste geologische als auch eine archäologische Beschreibung dieser Gegend mit sehr wertvollen Informationen. Dieses Buch wurde später die „Bibel“ für Austen Henry Layard. Hierdurch wurde nicht nur der Wunsch nach Ausgrabungen gelegt, sondern Layard übernahm auch die Art und Weise mit den Bewohnern an den verschiedenen Orten seiner Reisen zu reden und ihnen zuzuhören, um von ihren Sitten und Gebräuchen zu erfahren.

Der Bellino-Zylinder von Senneharib aus Ninive

Der größte Schatz, den er aus Nabi Yunis erhielt, war ein hohles Tonfässchen (Zylinder). In einem Brief an Joseph Freiherr von Hammer-Purgstall in Wien vom 5. April 1819 berichtete Rich aus Bagdad über den Fund des Zylinders:

„I have made very curious discoveries among the ruins of Niniveh, where I have a person employed in collecting antiques. The most curious article I have as yet found is a small earthern vase, covered with cuneiform writing. I send you a copy of the inscription, which you entirely owe to the zeal and perseverance of Mr. Bellino, who copied all with admirable ease and correctness.”

Übersetzung: „Ich habe sehr seltsame Entdeckungen in den Ruinen von Ninive gemacht, wo ich eine Person angestellt habe, Antiquitäten zu sammeln. Der seltsamste Gegenstand, den ich bisher gefunden habe, ist eine kleine Tonvase, die mit Keilschrift bedeckt ist. Ich sende Ihnen eine Kopie der Inschrift, die Sie ganz dem Eifer und Ausdauer von Herrn Bellino verdanken, der sie mit bewundernswerter Leichtigkeit und Korrektheit kopiert hat.“

Der Zylinder aus gebranntem Ton in leicht konkaver Form wurde nach Karl Belloni benannt, der die Inschrift kopierte. Er stammt aus dem Nachlass von Claudius James Rich. Die Sammlung wurde 1825 vom Britischen Museum von seiner Witwe Mary käuflich erworben.[2]

Länge: 25,4 cm, Breite: 12,06 cm (maximum), Breite: 8 cm (an jedem Ende), Loch an einem Ende mit einem Durchmesser: 1,4 cm

64 Zeilen in akkadischer Keilschrift, enthalten den Bericht des Königs Sanherib (705/704 – 681 v.u.Z.) von Ninive (Assyrien).

Georg Friedrich Grotefend erhielt von Bellino am 22. Mai und im Juli 1818 die Kopien von Inschriften, welche dieser in Göttingen 1848 veröffentlichte.[3] Erst durch die Entzifferung durch Georg Friedrich Grotefend wurde bekannt, dass es sich hierbei um einen Bericht von König Sanherib (B.C. 705-681) über die ersten beiden Jahre seiner Bautätigkeiten in Ninive handelt. Auch William Fox Talbot bestätigte in seiner Übersetzung des Zylinders,[4] dass die Abschrift von Bellino äußerst korrekt war.

Die Reise nach Kurdistan

1820 zwang Rich sein schlechter Gesundheitszustand wieder zu einer Luftveränderung, so dass er eine Reise durch die Berge von Kurdistan antrat. Er reiste nach Sulimania, weiter östlich nach Sinna und westlich von Ninive und dann auf einem Floß den Tigris abwärts nach Bagdad. Auf dieser Reise mit dem Floß hat er alle markanten Punkte an den Ufern dokumentiert.

Der Tod von Bellino

Bellino verließ Rich in Sina, von wo aus dieser auf einem Umweg nach Salimania ging, während Bellino nach Hamadan reiste, wo er Inschriften kopieren wollte. Dort bekam er ein bösartiges Gallenfieber, das ihn zur Rückkehr nach Salimania zwang. In Richs Begleitung befand sich Mr. Bell, der Arzt der Residenzschaft, der eine Besserung seines Zustands erreichte, so dass Bellino sich nach einiger Zeit in der Lage fühlte, die Reise nach Mosul anzutreten, wo die Luft zu dieser Jahreszeit sehr gut war. Er machte die Reise zum Teil in der Sänfte von Richs Frau, teils auch in einer gedeckten Sänfte und schien auf dem Weg der Genesung. Jedoch nach kurzer Zeit in Mosul, fing er an, den Mut zu verlieren und eine weitere Diarrhö schwächte ihn beträchtlich. Rich besuchte ihn täglich und seine Frau umsorgte ihn und ging mit ihm spazieren. Auch Mr. Bell verließ ihn weder bei Tag noch bei Nacht einen Augenblick. Bellino erlitt jedoch einen Rückfall und starb am 13. November.

Rich sorgte für die Beisetzung auf dem katholischen Friedhof in Mosul und ließ einen Grabstein errichten. Bellino hatte fünf Jahre für Rich gearbeitet und entsprechend groß war die Trauer über sein Ableben. Über Freiherr von Hammer-Purgstall in Wien richtete Rich einen Beileidsbrief an Bellinos Eltern (siehe hierzu Karl Bellino).

Die Reise nach Shiraz in Persien

Inschriften und Abbildungen in Persepolis – Zeichnung Rich 1821

Aufgrund eines Angriffs auf die Residenzschaft im Frühjahr 1821, den er nur mit Waffengewalt abwehren konnte, und der drohenden Konfrontation mit dem Gouverneur der Provinz Bagdad, Dawud Pasha, sah sich Rich gezwungen, die Residenzschaft vorübergehend zu schließen und so reiste er mit dem kelek am 11. Mai nach Basra, wo er am 19. Mai 1821 ankam. Er informierte den britischen Botschafter in Konstantinopel und die Regierung in Bombay über den Zwischenfall.

Inzwischen war Rich für eine wichtige Stelle im Büro des Gouverneurs Mountstuart Elphinstone in Bombay ernannt worden und wartete nun auf weitere Anweisungen seiner Company.

Seine Frau Mary litt unter Fieberanfällen und ihr wurde eine Schiffsreise empfohlen, da man von der Seeluft eine Besserung erhoffte. So reiste sie mit dem Schiff von Bushire (Bushehr) am Persischen Golf voraus nach Bombay.

Die Hitze in Bushire wurde unerträglich, so dass Rich am 24. Juli nach Shiraz aufbrach. Er reiste über Persepolis, das er unbedingt noch sehen wollte. Als er am 22. August ankam, fügte er seinen Namen als Graffiti dem „Tor aller Nationen“ hinzu.[5] Er machte begrenzte Grabungen und fertigte Kopien von Inschriften an.

Ca. 40 km nördlich von Persepolis befindet sich die Ruinenstadt Pasargadae. Das wichtigste Denkmal hier ist das Grab von Kyros dem Großen. Die Ruinen waren zum großen Teil immer sichtbar geblieben, teilweise lagen sie aber auch unter Schutt und Sand verborgen. Manche waren jahrhundertelang Regen, Wind und Sonne ausgesetzt und haben dadurch stark gelitten. Zur Zeit von Richs Besuch müssten noch 40 Säulen ganz oder in Teilen aufrecht gestanden haben.

Nun war es nicht mehr weit bis Shiraz. Dort war eine Choleraepidemie ausgebrochen. Statt umgehend abzureisen, hoffte Rich, mit der Autorität seines Amtes im Rücken, die medizinische Versorgung beschleunigen zu können. Leider steckte er sich an und erlag dieser Krankheit am 5. Oktober 1821. Er wurde in der armenischen Kirche von Julfa in Isfahan beigesetzt.

Die Sammlung Rich

Die Sammlung Rich verkaufte seine Witwe Mary 1815 an das Britische Museum für £7,500. Dafür erteilte das Parlament eine besondere Bewilligung. Neben vielen Siegeln hatte Rich auch Ziegel und Münzen gesammelt.[6]

Sein Ölporträt von Thomas Phillips wurde von dem Museum an die British Library gegeben, wo sich auch seine Tagebücher und Papiere befinden.

Rich hatte eine bedeutende Sammlung von arabischen, persischen, türkischen, armenischen, griechischen und „carshuni“ Manuskripten, die sich ebenfalls dort befinden. Unter den türkischen Manuskripten sind einige in Chaghatay verfasst, der klassischen Literatensprache der Osttürkei.[7]

Quellenangaben

  • Constance M. Alexander: Baghdad in Bygone Days. From the journals and correspondence of Claudius Rich, traveller, artist, linguist, antiquary and British resident at Baghdad, 1808–1821. John Murray, London 1928 (Ur-Großnichte von Claudius J. Rich).
  • J. R. Fawcett Thompson: The Rich Manuscripts. In: The British Museum Quarterly. Vol. 27, No. 1/2, 1963, ISSN 0007151X, S. 18–23.
  • C. J. Gadd: Assyrien Antiquities, 1825–56. In: The British Museum Quarterly. Vol. 18, No. 2, Juni 1953, S. 56–57.
  • M. K.: Claudius Rich: Scholar and Pioneer. Review. In: The Geographical Journal. Vol. 72, Nr. 3, Sept. 1928, ISSN 0016-7398, S. 275–277.

Veröffentlichungen

Das einzige von Rich geschriebene Buch:

  • Narrative of a Journey to the Site of Babylon. Longman, Hurst, Rees, Orme, and Brown u. a., London 1818.

Die anderen Bücher wurden posthum herausgegeben:

  1. von seiner Frau Mary auf der Grundlage seiner Tagebücher und Briefe
    • Narrative of a Residence in Koordistan and on the Site of ancient Niniveh. With Journal of a Voyage down the Tigris to Bagdad and an Account of a Visit to Shirauz and Persepolis. Duncan, London 1836.
    • Narrative of a Journey to the site of Babylon in 1811, [...] Memoir on the Ruins [...] Remarks on the Topography of ancient Babylon, by Major Rennell. In Reference to the memoir: Second Memoir on the Ruins. In reference to Major Rennell's remarks: With Narrative of a Journey to Persepolis. Now first printed, with hitherto unpublished Cuneiform Inscriptions copied at Persepolis. By the late Claudius James Rich, Esq, formerly the resident of the Hon East India Company at Bagdad. Duncan and Malcolm, London 1839.
  2. Von seiner Ur-Großnichte:
    • Constance M. Alexander: Baghdad in Bygone Days. From the Journals and Correspondence of Claudius Rich, Traveller, Artist, Linguist, Antiquary and British Resident at Baghdad, 1808–1821. John Murray, London 1928.

Einzelnachweise

  1. R. D. Barnett: Sir Robert Ker Porter: Regency Artist and Traveller. In: Iran. Vol. 10, 1972, ISSN 0578-6967, S. 19–24.
  2. Der Bellino Cylinder im Britischen Museum
  3. Bemerkungen zur Inschrift eines Thongefässes mit babylonischer Keilschrift. In: Abhandlungen der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften in Göttingen. Bd. 4, 1848/1850, ZDB-ID 210028-9, S. 175–193 (Sonderabdruck. Dietrich, Göttingen 1848, hier S. 18–22 und 1850, S. 41, Digitalisat).
  4. Übersetzung des Zylinders: H. Fox Talbot: Translation of Some Assyrian Inscriptions. In: The Journal of the Royal Asiatic Society. Vol. 18, 1861, ISSN 1356-1863, S. 35–105, hier S. 76ff.
  5. Foto Tor der Nationen
  6. 362 Objekte im Britischen Museum
  7. Rich in British Library

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Stabile Isotopendaten von Menschen- und Tierknochen zeigen eine sehr effektive Nutzung des vielfältigen Nahrungsangebots im nördlichen Kaukasus und den vorgelagerten Steppen durch bronzezeitliche Viehhalter im heutigen Süden Russlands.
16.10.2020
Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben
Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet.
16.10.2020
Chemische Evolution - Am Anfang war der Zucker
Der Ursprung allen Lebens liegt in organischen Molekülen.
14.10.2020
Der moderne Mensch kam auf Umwegen nach Europa
Klimatische Bedingungen leiteten die geographische Ausbreitung von Homo sapiens in der Levante vor 43.000 Jahren.
12.10.2020
Reiter wetteiferten vor 3000 Jahren um die ältesten Lederbälle Eurasiens
Wissenschaftler haben in Gräbern von Reitern in Nordwest-China die ältesten Bälle Eurasiens untersucht.
08.10.2020
Forscher rekonstruieren Käfer aus der Kreidezeit
Ein internationales Forscherteam hat vier neu gefundene Exemplare der fossilen Käfer Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können.

18.09.2020
Vor 120.000 Jahren: Älteste sicher datierte Nachweise von Menschen auf der arabischen Halbinsel
Unter Verwendung hochauflösender paläoökologischer Informationen, die aus versteinerten Fußabdrücken gewonnen wurden, präsentiert eine neue, in der Zeitschrift Science Advances, veröffentlichte Studie ca.
24.09.2020
Neandertaler haben männliches Geschlechtschromosom vom modernen Menschen übernommen
E
21.09.2020
Versteinerte Bäume im Thüringer Wald: Forscherteam entschlüsselt fossile Mikrowelten
Paläontologen des Museums für Naturkunde Chemnitz und der TU Bergakademie Freiberg führen aktuell in Manebach bei Ilmenau wissenschaftliche Grabungen durch.
18.09.2020
Auch Schimpansen leiden ein Leben lang, wenn sie im Kindesalter die Mutter verlieren
Der Tod eines Elternteils ist für ein Kind traumatisch und Waisenkinder leiden häufig für den Rest ihres Lebens unter diesem Verlust – ein verzögertes Wachstum und gesundheitliche Probleme können die Folgen sein.
16.09.2020
Älteste Spermien der Welt
In einem Bernstein entdeckte ein internationales Team von Paläontologen im Inneren eines weiblichen Muschelkrebses 100 Millionen Jahre alte Riesenspermien.
15.09.2020
Schimpansenverhalten und -kultur sind in variabler Umwelt am vielfältigsten
Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie und dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) hat den Einfluss der Umweltvariabilität auf das Verhaltensrepertoire von 144 sozialen Gruppen untersucht.
15.09.2020
Weinpresse aus der Eisenzeit gibt Aufschluss über Bautechnik der Phönizier
Forschungsteam der Universität Tübingen entdeckt seltenen Nachweis der frühen Weinherstellung an der Ausgrabungsstätte Tell el-Burak im Libanon.
08.09.2020
Die älteste Neandertaler-DNA Mittelosteuropas
Ein internationales Team berichtet in einer neuen Studie über das älteste mitochondriale Genom eines Neandertalers aus Mittelosteuropa.
07.09.2020
Das letzte Zucken der Eiszeit
Ein internationales Team von Forschenden blickt präzise wie nie in das Ende der letzten Eiszeit.
03.09.2020
Milchverträglichkeit hat sich in wenigen Tausend Jahren in Mitteleuropa verbreitet
Paläogenetiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz finden nur in wenigen Knochen vom bronzezeitlichen Schlachfeld an der Tollense Hinweise auf Laktasepersistenz
03.09.2020
Himmelsscheibe von Nebra wird neu datiert
Bisher galt die Himmelsscheibe von Nebra als frühbronzezeitlich und damit als älteste Himmelsdarstellung der Welt.
01.09.2020
Künstliche Intelligenz hilft in der Archäologie
Künstliche Intelligenz ist besser als bisherige Softwareanwendungen in der Lage, den Ursprung archäologischer Funde aus naturwissenschaftlichen Untersuchungsdaten abzuleiten.
14.08.2020
Bronzezeit: Fremde Ernährungstraditionen in Europa
Nicht nur Metalle, hierarchische Gesellschaften und befestigte Siedlungen: In der Bronzezeit beeinflusste auch ein neues Lebensmittel die ökonomischen Transformationen vor ca.
26.08.2020
Wie sich Neandertaler an das Klima anpassten
Klimaveränderungen kurz vor ihrem Verschwinden lösten bei den späten Neandertalern in Europa eine komplexe Verhaltensänderung aus: Sie entwickelten ihre Werkzeuge weiter.
17.08.2020
Radiokarbonuhr zur C-14 Datierung neu geeicht
Die Radiokarbondatierung wird genauer als je zuvor: Als Teil eines internationales Forschungsteam trug die Universität Hohenheim dazu bei die Technik zur Altersbestimmung archäologischer Fundstücke weiter zu verfeinern.
06.08.2020
Langer Hals half Saurier bei Unterwasserjagd
Sein Hals bestand aus dreizehn extrem verlängerten Wirbeln und war dreimal so lang wie sein Rumpf: Der Giraffenhalssaurier Tanystropheus lebte vor 242 Millionen Jahren und hat mit seinem bizarren Körperbau schon viele Paläontologen ins Grübeln gebracht.
06.08.2020
Ein Riesenkranich aus dem Allgäu
Forschungsteam beschreibt rund elf Millionen Jahre alten Vogelschädel von der Fundstelle Hammerschmiede als frühesten Nachweis eines großen Kranichs in Europa
27.07.2020
Jonah’s Mausmaki: Internationales Forscherteam entdeckt in Madagaskar neue Primatenart
Ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sechs Ländern hat in Madagaskar eine neue Mausmaki-Art entdeckt.
30.07.2020
Wie die Landwirtschaft ins Ammertal einzog
Forschungsprojekt erstellt geoarchäologisches Archiv der ersten Mensch-Umwelt Interaktionen in Tübinger Region: Landschaft wandelte sich vom Feuchtgebiet zur Flussaue und zog Siedler an.
28.07.2020
55 Millionen Jahre altes Skelett einer Eule
Senckenberg-Wissenschaftler Gerald Mayr hat mit Kollegen aus Belgien und den USA eine neue fossile Eulenart beschrieben.
24.07.2020
Kluge Köpfe entwickeln geschickte Hände
Affenarten mit grossen Gehirnen beherrschen schwierigere Handgriffe als solche mit kleinen Hirnen.
23.07.2020
Neandertaler besaßen niedrigere Schmerzschwelle
Schmerz wird durch spezielle Nervenzellen übertragen, die aktiviert werden, wenn potenziell schädliche Einflüsse auf verschiedene Teile unseres Körpers treffen.
20.07.2020
Werkzeug-Satz aus Elfenbein
Meißel aus Mammutstoßzähnen wurden vor 38.000 Jahren multifunktional eingesetzt – Archäologen der Universität Tübingen präsentieren im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren neue Funde.
16.07.2020
Schwanz wog zweieinhalb Tonnen
Ein Forscherteam unter der Leitung von Vernica Dez Daz, Postdoktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Museum für Naturkunde Berlin, hat zum ersten Mal den dreidimensionalen Bewegungsapparat des Schwanzes von Giraffatitan brancai rekonstruiert.
14.07.2020
Katzen: Unabhängig seit 6000 Jahren
Forschende des Senckenberg Centers for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universität Tübingen haben mit einem internationalen Team die Nahrungsgewohnheiten der Vorfahren heutiger Hauskatzen untersucht.
14.07.2020
Dem Vergessen entrissen – 57 Jura-Muschelarten in fränkischer Tongrube entdeckt
Paläontologen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) in München und der Universität Erlangen untersuchten 7.000 Muschelfossilien aus einer Tongrube in Buttenheim, Franken.
09.07.2020
Seidenstraße: Auch Hirten hielten Katzen als Haustiere
Hauskatzen, wie wir sie heute kennen, haben kasachische Hirten schon vor über 1.000 Jahren als Haustiere begleitet.
06.07.2020
Süditalien: Neandertaler starben nicht wegen Kälte aus
Klimaschwankungen werden dafür häufig als Auslöser vermutet – für Süditalien konnte diese Ursache nun ausgeschlossen werden.

Datum Bild Autoren Titel der Abeit
18.06.2020 Dannemann et al. Neandertalergene in der Petrischale
DOI: 10.1016/j.stemcr.2020.05.018
17.06.2020 Fabrizio Mafessoni et al. Ein Neandertaler aus der Tschagyrskaja-Höhle
DOI: 10.1073/pnas.2004944117
17.06.2020 Dr. Anke Sauter Beeindruckende Zeugnisse des Krieges
DOI:
17.06.2020 Berihuete-Azorín, M, Stika, H-P, Hallama M, Valamoti SM Historisches Superfood: Grünkern wussten schon die Kelten zu schätzen
DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143
29.05.2020 Agranat-Tamir et al. Wer waren die Kanaaniter
DOI: 10.1016/j.cell.2020.04.024
29.05.2020 Hugo Zeberg, Janet Kelso, Svante Pääbo Frauen mit Neandertal-Gen bringen mehr Kinder zur Welt
DOI: 10.1093/molbev/msaa119
20.05.2020 Jordi Serangeli, Ivo Verheijen, Bárbara Rodríguez Álvarez, Flavio Altamura, Jens Lehmann und Nicholas J. Conard 300.000 Jahre alter Elefant aus Schöningen fast vollständig erhalten
DOI:
12.05.2020 Jean-Jacques Hublin et al. Ältester Homo sapiens Europas lebte im Jungpaläolithikum
DOI: 10.1038/s41586-020-2259-z
23.04.2020 Fabien Balezeau, Benjamin Wilson, Guillermo Gallardo, Fred Dick, William Hopkins, Alfred Anwander, Angela D. Friederici, Timothy D. Griffiths & Christopher I. Petkov Evolutionäre Wurzeln des Sprachnetzwerks im Gehirn entdeckt
DOI: 10.1038/s41593-020-0623-9
21.04.2020 Hannes Rathmann and Hugo Reyes-Centeno Das menschliche Gebiss als Spiegel unserer Evolution
DOI: 10.1073/pnas.1914330117
21.04.2020 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Gerlinde Bigga and Veerle Rots 300.000 Jahre alter Wurfstock dokumentiert die Evolution der Jagd
DOI: 10.1038/s41559-020-1139-0
09.04.2020 U. Lombardo, J. Iriarte, L. Hilbert, J. Ruiz-Pérez, JM Capriles and H. Veit Landwirtschaft begann im Amazonas vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41586-020-2162-7
27.03.2020 J. Zilhão et al. Auch Neandertaler aßen Muscheln, Fisch und Robben
DOI: 10.1126/science.aaz7943
03.03.2020 Verena Müller Affen kommunizieren, Menschen haben Sprache
DOI:
25.02.2020 Kseniya A. et al. Ausgewandert
DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1918047117
25.02.2020 Fernandes, Daniel M. et al. Jede Mittelmeerinsel hat eigenes genetisches Muster
DOI:
18.02.2020 Nicolas Bourgon et al. Die Ernährungsweise fossiler Wirbeltiere rekonstruieren
DOI: 10.1073/pnas.1911744117
18.02.2020 Nicole Kehrer 2.700 Jahre alter Tempel im äthiopischen Hochland entdeckt
DOI:
05.02.2020 W. Stinnesbeck, S.R. Rennie, J. Avilés Olguín, S.R. Stinnesbeck, S. González, N. Frank, S. Warken, N. Schorndorf, T. Krengel, A. Velázquez Morlet und A.H. González González Prähistorisches Skelett in Südmexiko entdeckt
DOI: 10.1371/journal.pone.0227984
28.01.2020 Paola Villa, Sylvain Soriano, Luca Pollarolo, Carlo Smriglio, Mario Gaeta, Massimo D’Orazio, Jacopo Conforti, Carlo Tozzi Neandertaler gingen für ihre Werkzeuge ins Wasser
DOI: 10.1371/journal.pone.0226690
06.01.2020 Yan Rizal, Kira E. Westaway, Yahdi Zaim, Gerrit D. van den Bergh, E. Arthur Bettis, Michael J. Morwood, O. Frank Huffman, Rainer Grün, Renaud Joannes-Boyau, Richard M. Bailey, Michael C. Westaway, Iwan Kurniawan, Mark W. Moore, Michael Storey, Fachroel Aziz, Jian-xin Zhao, Aswan, Maija E. Sipola, Roy Larick, John-Paul Zonneveld, Robert Scott, Shelby Putt, Russell L. Ciochon Forscher bestimmen das Alter des letzten bekannten Lagerplatzes von Homo erectus
DOI: 10.1038/s41586-019-1863-2
29.11.2019 Alexander Mielke, Catherine Crockford, Roman Wittig Affen informieren Gruppenmitglieder über Gefahren
DOI: 10.1016/j.anbehav.2019.10.001
25.11.2019 W. Tecumseh Fitch, Tudor Popescu Menschliche Musikalität verbindet alle Kulturen: Kognitionsbiologen erforschen universelle Eigenschaften der Weltmusik
DOI: 10.1126/science.aay2214
07.11.2019 Madelaine Böhme, Nikolai Spassov, Jochen Fuss, Adrian Tröscher, Andrew S. Deane, Jérôme Prieto, Uwe Kirscher, Thomas Lechner & David R. Begun Neuer Vorfahr des Menschen in Europa entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1731-0
02.11.2019 Dickson JH, Oeggl KD, Kofler W, Hofbauer WK, Porley R, Rothero GP, et al. Gletschermumie Ötzi: Neue Erkenntnisse über seine letzte Reise
DOI: 10.1371/journal.pone.0223752
23.10.2019 Regen, A., Naak, W., Wettengl, S., Fröhle, S., Floss, H. Neue Kunst aus der Eiszeit
DOI:
16.10.2019 José Luis Alatorre Warren, Marcia S. Ponce de León, William D. Hopkins, and Christoph P. E. Zollikofer Hirn und Schädel entwickelten sich unabhängig voneinander
DOI: 10.1073/pnas.1905071116
15.10.2019 Tobias Uhlig et al. Im Kampf verloren
DOI: 10.15184/aqy.2019.137
15.10.2019 Dr. Karl Guido Rijkhoek Neue Erkenntnisse zur frühen Jungsteinzeit in Württemberg
DOI:
11.10.2019 Alissa Mittnik, Ken Massy, Corina Knipper, Fabian Wittenborn, Ronny Friedrich, Saskia Pfrengle, Marta Burri, Nadine Carlichi-Witjes, Heidi Deeg, Anja Furtwängler, Michaela Harbeck, Kristin von Heyking, Catharina Kociumaka, Isil Kucukkalipci, Susanne Lindauer, Stephanie Metz, Anja Staskiewicz, Andreas Thiel, Joachim Wahl, Wolfgang Haak, Ernst Pernicka, Stephan Schiffels, Philipp W. Stockhammer, Johannes Krause Archäogenetik - Soziale Ungleichheit in bronzezeitlichen Haushalten
DOI: 10.1126/science.aax6219
30.09.2019 Hofmann R, Müller J, Shatilo L, Videiko M, Ohlrau R, Rud V, Burdo N, Dal Corso M, Dreibrodt S, Kirleis W Zentralismus in den ältesten vorstädtischen Siedlungen Europas: Kollaps erklärbar
DOI: 10.1371/journal.pone.0222243
14.09.2019 Liza R. Moscovice, Martin Surbeck, Barbara Fruth, Gottfried Hohmann, Adrian Jaeggi, Tobias Deschner Dank Sex mehr Kooperation
DOI: 10.1016/j.yhbeh.2019.104581
13.09.2019 D. Berger, J. S. Soles, A. R. Giumlia-Mair, G. Brügmann, E. Galili, N. Lockhoff, E. Pernicka Das Rätsel des bronzezeitlichen Zinns
DOI: 10.1371/journal.pone.0218326
12.09.2019 Marie L. Manguette, Andrew M. Robbins, Thomas Breuer, Emma J. Stokes, Richard J. Parnell, Martha M. Robbins Weggehen oder dableiben
DOI: 10.1007/s00265-019-2727-3
09.09.2019 Hofman-Kamińska E., Bocherens H., Drucker G.D., Fyfe R.M. Gumiński W., Makowiecki D., Pacher M., Piličiauskienė G., Samojlik T., Woodbridge J., Kowalczyk R. Pflanzenfresser im Holozän – ene, mene, muh und tot bist Du!
DOI: 10.1111/gcb.14733
06.09.2019 Narasimhan et al. Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Steppe
DOI: 10.1126/science.aat7487
29.08.2019 Yohannes Haile-Selassie, Stephanie M. Melillo, Antonino Vazzana, Stefano Benazzi, Timothy M. Ryan Ein Gesicht für Lucys Ahnen
DOI: 10.1038/s41586-019-1513-8
22.08.2019 Kantapon Suraprasit, Sutee Jongautchariyakul, Chotima Yamee, Cherdchan Pothichaiya, and Hervé Bocherens Savannenkorridor in der Eiszeit förderte die Ausbreitung großer Säugetiere in Südostasien
DOI: 10.1016/j.quascirev.2019.105861
21.08.2019 Patrick Schmidt, Matthias Blessing, Maxime Rageot, Radu Iovita, Johannes Pfleging, Klaus G. Nickel, Ludovic Righetti, Claudio Tennie Pech für den Neandertaler
DOI: 10.1073/pnas.1911137116
15.08.2019 Joscha Gretzinger et al. Menschen mitverantwortlich für das Aussterben der Höhlenbären
DOI: 10.1038/s41598-019-47073-z
08.08.2019 Ossendorf G. et al. Entdeckung der bisher ältesten bekannten Hochgebirgssiedlung
DOI: 10.1126/science.aaw8942
08.08.2019 Adam van Casteren, Edward Wright, Kornelius Kupczik, Martha Robbins Gorillas als Nussknacker
DOI: 10.1002/ajpa.23911
02.08.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Simone D. Ban, Karline R. L. Janmaat Wie Menschen und Schimpansen im Regenwald ihr Ziel erreichen
DOI: 10.1038/s41598-019-47247-9
25.07.2019 Nicholas J. Conard, Maria Malina Neue Einblicke in die Nutzung von Ocker in der Altsteinzeit
DOI:
24.07.2019 Haneul Jang, Christophe Boesch, Roger Mundry, Vidrige Kandza, Karline R. L. Janmaat Im Regenwald den Weg finden
DOI: 10.1098/rspb.2019.0934
24.07.2019 Völter C. J., Mundry R., Call J., Seed A. M. Arbeitsgedächtnis von Schimpansen ähnelt unserem
DOI: 10.1098/rspb.2019.0715
15.07.2019 Renaud Joannes-Boyau, Justin W. Adams, Christine Austin, Manish Arora, Ian Moffat, Andy I. R. Herries,Matthew P. Tonge, Stefano Benazzi, Alistair R. Evans, Ottmar Kullmer, Stephen Wroe, Anthony Dosseto & Luca Fiorenza Mutter-Kind-Bindung vor 2 Millionen Jahren
DOI: 10.1038/s41586-019-1370-5
11.07.2019 Katerina Harvati, Carolin Röding, Abel M. Bosman, Fotios A. Karakostis, Rainer Grün, Chris Stringer, Panagiotis Karkanas, Nicholas C. Thompson, Vassilis Koutoulidis, Lia A. Moulop-oulos, Vassilis G. Gorgoulis & Mirsini Kouloukoussa Frühester Homo sapiens außerhalb Afrikas in Griechenland gefunden
DOI: 10.1038/s41586-019-1376-z
04.07.2019 Kranioti EF, Grigorescu D, Harvati K 30.000 Jahre alter Mord geklärt / Frühester moderner Europäer war Opfer einer Gewalttat
DOI: 10.1371/journal.pone.0216718
02.07.2019 Gottfried Hohmann, Sylvia Ortmann, Thomas Remer, Barbara Fruth Bonobos decken Jodbedarf durch Wasserpflanzen
DOI: 10.1186/s40850-019-0043-z
27.06.2019 Holowka, N.B., Wynands, B., Drechsel, T., Yegian, A., Tobolsky, V.P., Okutoyi, R., Ojiambo Mang’Eni, Haile, D.K., Sigei, T., Zippenfennig, C., Milani, T.L. & Lieberman, D.E. Sensibel trotz dicker Hornhaut
DOI: 10.1038/s41586-019-1345-6
26.06.2019 Peyrégne Stéphane et al. Die frühe Geschichte der Neandertaler in Europa
DOI: 10.1126/sciadv.aaw5873
20.06.2019 M. Rageot, A. Mötsch, B. Schorer, D. Bardel, A. Winkler, F. Sacchetti, B. Chaume, P. Della Casa, S. Buckley, S. Cafisso, J. Fries-Knoblach, D. Krausse, T. Hoppe, P. W. Stockhammer, C. Spiteri Was die Kelten tranken
DOI: 10.1371/journal.pone.0218001
08.06.2019 Dorothea S. Macholdt, Klaus Peter Jochum, Abdullah Al-Amri, Meinrat O. Andreae Das Geheimnis der Felsbilder
DOI: 10.1177/0959683619846979
06.06.2019 Martin Sikora et. al. Uralte Zähne führen zur Entdeckung einer Bevölkerungsgruppe
DOI: 10.1038/s41586-019-1279-z
03.06.2019 Braun, David R., et al. Menschliche Vorfahren haben Steinwerkzeuge mehrmals erfunden
DOI: 10.1073/pnas.1820177116
07.05.2019 Laura Dietrich, Julia Meister, Oliver Dietrich, Jens Notroff, Janika Kiep, Julia Heeb, André Beuger, Brigitta Schütt Ein Festgelage vor 10.000 Jahren
DOI: 10.1371/journal.pone.0215214
01.05.2019 Fahu Chen, Frido Welker, Chuan-Chou Shen, Shara E. Bailey, Inga Bergmann, Simon Davis, Huan Xia, Hui Wang, Roman Fischer, Sarah e. Freidline, Tsai-Luen Yu, Matthew M. Skinner, Stefanie Stelzer, Guangrong Dong, Qiaomei Fu, Guanghui Dong, Jian Wang, Dongju Zhang & Jean-Jacques Hublin Denisovaner waren erste Menschenform im Hochland von Tibet
DOI: 10.1038/s41586-019-1139-x
22.04.2019 Kramell A. E. et al. Früher trug man bunt: Chemiker erforschen Jahrtausende alte Stoffe
DOI: 10.1038/s41598-019-38706-4
11.04.2019 Jacobs et al. Papua haben mehrere Denisovaner-Vorfahren
DOI: 10.1016/j.cell.2019.02.035
11.04.2019 Florent Détroit, Armand Salvador Mijares, Julien Corny, Guillaume Daver, Clément Zanolli, Eusebio Dizon, Emil Robles, Rainer Grün, Philip J. Piper Neue Menschenart auf den Philippinen entdeckt
DOI: 10.1038/s41586-019-1067-9
10.04.2019 Clément Zanolli, Ottmar Kullmer, Jay Kelley, Anne-Marie Bacon, Fabrice Demeter, Jean Dumoncel, Luca Fiorenza, Frederick E. Grine, Jean-Jacques Hublin, Nguyen Anh Tuan, Nguyen Thi Mai Huong, Lei Pan, Burkhard Schillinger, Friedemann Schrenk, Matthew M. Skinner, Xueping Ji & Roberto Macchiarelli Mysteriöser Menschenaffe aus Java entlarvt
DOI: 10.1038/s41559-019-0860-z
10.04.2019 D. E. Blasi, S. Moran, S. R. Moisik, P. Widmer, D. Dediu, B. Bickel Veränderte Essgewohnheiten begünstigten die Entstehung neuer Sprachlaute
DOI: 10.1126/science.aav3218
14.03.2019 Christoph Wißing, Hélène Rougier, Chris Baumann, Alexander Comeyne, Isabelle Crevecoeur, Dorothée G. Drucker, Sabine Gaudzinski-Windheuser, Mietje Germonpré, Asier Gómez-Olivencia, Johannes Krause, Tim Matthies, Yuichi I. Naito, Cosimo Posth, Patrick Semal, Martin Street, Hervé Bocherens Neandertaler und moderne Menschen hatten ähnliche Speisezettel
DOI: 10.1038/s41598-019-41033-3
05.03.2019 Schmidt I, Zimmermann A In Europa lebten im frühen Jungpaläolithikum im Schnitt nur 1.500 Menschen
DOI: 10.1371/journal.pone.0211562
27.02.2019 Haeusler M, Trinkaus E, Fornai C, Müller J, Bonneau N, Boeni T, Frater NT Neandertaler gingen gleich aufrecht wie moderne Menschen
DOI: 10.1073/pnas.1820745116
18.02.2019 Klervia Jaouen, Adeline Le Cabec, Frido Welker, Jean-Jacques Hublin, Marie Soressi, Sahra Talamo Neandertaler ernährten sich wirklich hauptsächlich von Fleisch
DOI: 10.1073/pnas.1814087116
20.12.2018 Philipp Gunz et al. Neandertaler Gene geben Aufschluss über Gehirnevolution
DOI: 10.1016/j.cub.2018.10.065
20.12.2018 Lüdecke, T. et al. Du bist, was du isst: Frühe Urmenschen ernährten sich äußerst flexibel
DOI: 10.1073/pnas.1809439115
20.12.2018 Anna Shevchenko, Andrea Schuhmann, Henrik Thomas, Günter Wetzel Entschlüsselung von 6000 Jahre alten Rezepten
DOI: https://doi.org/10.1371/journal.pone.0206483
20.12.2018 Was uns Töpfe und Schalen über Migration im prähistorischen Ägypten erzählen können
DOI:
20.12.2018 Harald Floss, Andreas Pastoors (Eds.) Höhlenkunst aus der Eiszeit
DOI:
27.09.2018 F. A. Karakostis, G. Hotz, V. Tourloukis, K. Harvati Urmenschen mit Fingerspitzengefühl
DOI: 10.1126/sciadv.aat2369
04.09.2018 Fuss, J., Uhlig, G., Böhme, M. Schon unsere Vorfahren vor 12,5 Millionen Jahren aßen Süßes und entwickelten Fettleibigkeit
DOI: 10.1371/journal.pone.0203307
04.09.2018 Kornelius Kupczik, Viviana Toro-Ibacache, Gabriele A. Macho Die Zahnwurzeln unserer Vorfahren
DOI: 10.1098/rsos.180825
23.08.2018 Viviane Slon, Fabrizio Mafessoni, Benjamin Vernot, Cesare de Filippo, Steffi Grote, Bence Viola, Mateja Hajdinjak, Stéphane Peyrégne, Sarah Nagel, Samantha Brown, Katerina Douka, Tom Higham, Maxim B. Kozlikin, Michael V. Shunkov, Anatoly P. Derevianko, Janet Kelso, Matthias Meyer, Kay Prüfer, Svante Pääbo Mutter Neandertalerin, Vater Denisovaner!
DOI: https://www.doi.org/10.1038/s41586-018-0455-x
27.07.2018 Nicholas J. Conard, Alexander Janas Ritzungen auf Mammutrippe aus Welterbe-Höhle geben Rätsel auf
DOI:
29.06.2018 Sabine Gaudzinski-Windheuser et al. Hieb- und Stichfest: So jagten Neandertaler vor 120.000 Jahren
DOI: 10.1038/s41559-018-0596-1
29.06.2018 C. Meyer, C. Knipper, N. Nicklisch, A. Münster, O. Kürbis, V. Dresely, H. Meller, K. W. Alt Massengrab aus Halberstadt belegt neue Facette jungsteinzeitlicher Gewalt
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19.06.2018 Estrada, A. et al. (2018) Primaten in Gefahr
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19.06.2018 Sabine E. Hammer, Barbara Tautscher, Erich Pucher, Kerstin Kowarik, Hans Reschreiter, Anton Kern und Elisabeth Haring Auf den archäologischen Zahn gefühlt: genetische Spurensuche was für ein Schwein Hallstatt hatte
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19.06.2018 David Stott, Søren Munch Kristiansen, Achim Lichtenberger, and Rubina Raja Archäologen erforschen Antike mit Laserscanning - Projekt zur antiken Stadt Gerasa
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18.06.2018 Mark Lipson et al. Fenster in die Vergangenheit
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15.05.2018 Ralph L. Holloway, Shawn D. Hurst, Heather M. Garvin, P. Thomas Schoenemann, William B. Vanti, Lee R. Berger, and John Hawks Betreffend Hominidengehirne: Größe spielt keine Rolle
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15.05.2018 Ben Krause-Kyora, Julian Susat, Felix M. Key, Denise Kühnert, Esther Bosse, Alexander Immel, Christoph Rinne, Sabin-Christin Kornell, Diego Yepes, Sören Franzenburg, Henrike O. Heyne, Thomas Meier, Sandra Lösch, Harald Meller, Susanne Friederich, Nicole Nicklisch, Kurt Werner Alt, Stefan Schreiber, Andreas Tholey, Alexander Herbig, Almut Nebel, Johannes Krause Steinzeitliches Hepatitis-B-Virus genetisch entschlüsselt
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15.05.2018 Antje Karbe Keilschrifttafeln von Bassetki lüften Geheimnis um Königsstadt Mardaman
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15.05.2018 Mikhail Zhilin et al. Älteste Holzskulptur der Welt ist 11.500 Jahre alt
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15.05.2018 DAI Margiana – Aktuelle Forschungen zu einer bronzezeitlichen Hochkultur im heutigen Turkmenistan
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15.05.2018 Landkreis Prignitz Siedlung am Königsgrab von Seddin war größer als gedacht
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15.05.2018 Sabine Ranke-Heinemann Das Rätsel um die langen Nasen: Fortschritt in der Neandertalerforschung
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15.05.2018 Ludwig D. Morenz, Beryl Büma Gesichter im Alten Ägypten und der Steinzeit
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15.05.2018 Marcia S. Ponce de León, Toetik Koesbardiati, John David Weissmann, Marco Milella, Carlos S. Reyna-Blanco, Gen Suwa, Osamu Kondo, Anna-Sapfo Malaspinas, Tim D. White, and Christoph P. E. Zollikofer Das Innenohr ist ein Kompass für die Ausbreitung des Menschen
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29.03.2018 Taylor R. Hermes, Michael D. Frachetti, Elissa A. Bullion, Farhod Maksudov, Samariddin Mustafokulov & Cheryl A. Makarewicz Nomaden setzten Nahrungsmitteltrends entlang der Seidenstraße
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29.03.2018 Tobias Lauer & Marcel Weiss Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt
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21.03.2018 Sandra Jacob Neue Einblicke in die späte Geschichte des Neandertalers
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24.02.2018 D. L. Hoffmann, C. D. Standish, M. García-Diez, P. B. Pettitt, J. A. Milton, J. Zilhão, J. Alcolea, P. Cantalejo-Duarte, H. Collado, R. de Balbín, M. Lorblanchet, J. Ramos-Muñoz, G.-Ch. Weniger, A. W. G. Pike Neandertaler dachten wie wir
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24.02.2018 Iain Mathieson, Ron Pinhasi, David Reich et al. Als Jäger und Sammler auf Migranten trafen
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01.12.2017 A.A. Macintosh; J.T. Stock, R. Pinhasi Prähistorische Frauen hatten kräftigere Arme als heutige Spitzensportlerinnen
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08.12.2016 Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner Mini-Mutation mit riesigen Folgen
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06.10.2016 Christopher Krupenye, Fumihiro Kano, Satoshi Hirata, Josep Call, Michael Tomasello Menschenaffen erkennen bei anderen falsche Erwartungen
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20.09.2016 Laura Defranceschi Ötzi - Ein heimtückischer Mord und Kontakte nach Mittelitalien
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17.06.2016 Julia Gresky, Elena Batieva, Alexandra Kitova, Alexey Kalmykov, Andrey Belinskiy, Sabine Reinhold and Nataliya Berezina Deutsch-russisches Team entdeckt 6.000 Jahre alte Schädel mit chirurgischen Schädeleröffnungen
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08.06.2016 Nicole Boivin, Melinda Zeder, Dorian Fuller, Alison Crowther, Greger Larson, Jon Erlandson, Tim Denham, and Michael Petraglia Seit Jahrtausenden beeinflusst der Mensch das Ökosystem
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02.06.2016 Jacques Jaubert, Sophie Verheyden, Dominique Genty, Michel Soulier, Hai Cheng, Dominique Blamart, Christian Burlet, Hubert Camus, Serge Delaby, Damien Deldicque, R. Lawrence Edwards, Catherine Ferrier, François Lacrampe-Cuyaubère, François Lévêque, Frédéric Maksud, Pascal Mora, Xavier Muth, Édouard Régnier, Jean-Noël Rouzaud, Frédéric Santos Feuer in Höhlen: Neues Licht auf die Lebensweise der Neandertaler
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31.05.2016 Alison Crowther, Leilani Lucas, Richard Helm, Mark Horton, Ceri Shipton, Henry T. Wright, Sarah Walshaw, Matthew Pawlowicz, Chantal Radimilahy, Katerina Douka, Llorenç Picornell-Gelaber, Dorian Q Fuller, and Nicole Boivin Die Besiedlung Madagaskars: Reis und Mungobohnen als archäologische Quellen
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25.05.2016 Marlen Fröhlich, Paul Kuchenbuch, Gudrun Müller, Barbara Fruth, Takeshi Furuichi, Roman M. Wittig, Simone Pika Menschenaffen kommunizieren kooperativ
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02.05.2016 Qiaomei Fu et al. Forscherteam belegt eine bewegte Geschichte Europas vor und während der letzten Eiszeit
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29.04.2016 Sireen El Zaatari, Frederick E. Grine, Peter S. Ungar, and Jean-Jacques Hublin Neandertaler und moderne Menschen setzten auf unterschiedliche Ernährungsstrategien
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20.03.2016 Felix M. Key, Qiaomei Fu, Frédéric Romagné, Michael Lachmann and Aida M. Andrés Jäger und Sammler der Steinzeit trugen zur besseren Anpassung der Europäer bei
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14.03.2016 Matthias Meyer, Juan-Luis Arsuaga, Cesare de Filippo, Sarah Nagel, Ayinuer Aximu-Petri, Birgit Nickel, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell, Bence Viola, Janet Kelso, Kay Prüfer and Svante Pääbo Frühester Nachweis von Neandertaler-DNA in 400.000 Jahre alten Hominiden aus Spanien
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17.02.2016 Shigehiro Katoh, Yonas Beyene, Tetsumaru Itaya, Hironobu Hyodo, Masayuki Hyodo, Koshi Yagi, Chitaro Gouzu, Giday WoldeGabriel, William K. Hart, Stanley H. Ambrose, Hideo Nakaya, Raymond L. Bernor, Jean-Renaud Boisserie, Faysal Bibi, Haruo Saegusa, Tomohiko Sasaki, Katsuhiro Sano, Berhane Asfaw, Gen Suwa Neue Fossilanalyse verlegt die Trennung der Menschenlinie von anderen Primaten um 2 Millionen Jahre zurück
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29.01.2016 Nicholas J. Conard, Jordi Serangeli, Utz Böhner, Britt M. Starkovich, Christopher E. Miller, Brigitte Urban, Thijs Van Kolfschoten Der frühe Mensch wurde lange unterschätzt
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14.01.2016 V. Coia, G. Cipollini, P. Anagnostou, F. Maixner, C. Battaggia, F. Brisighelli, A Gómez-Carballa, G. Destro Bisol, A. Salas & A. Zink Neue Erkenntnisse zu Ötzis genetischer Geschichte
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03.12.2015 Lüdecke, T. et al. Anpassen ist menschlich - Evolution der Frühmenschen fand in verschiedenen Lebensräumen statt
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25.11.2015 Eleni Panagopoulou, Vangelis Tourloukis, Nicholas Thompson, Athanassios Athanassiou, Georgia Tsartsidou, George E. Konidaris, Domenico Giusti, Panagiotis Karkanas & Katerina Harvati Altsteinzeitlicher Schlachtplatz für Elefanten in Griechenland entdeckt
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06.07.2015 L. Gonzales, B. Benefit, M. McCrossin and F. Spoor Ausgestorbener Altweltaffe hatte ein winziges aber komplexes Gehirn
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26.06.2015 Qiaomei Fu, Mateja Hajdinjak, Oana Teodora Moldovan, Silviu Constantin, Swapan Mallick, Pontus Skoglund, Nick Patterson, Iosif Lazaridis, Birgit Nickel, Bence Viola, Kay Prüfer, Matthias Meyer, Janet Kelso, David Reich, Svante Pääbo Frühe Europäer haben sich mit Neandertalern vermischt
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23.06.2015 Morten Rasmussen et al. Herkunft des «Kennewick Man» geklärt
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08.06.2015 Yohannes Haile-Selassie, Luis Gibert, Stephanie M. Melillo, Timothy M. Ryan, Mulugeta Alene, Alan Deino, Naomi E. Levin, Gary Scott, Beverly Z. Saylor. Neuer Vorfahre des Menschen lebte Seite an Seite mit Lucys Art
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03.04.2014 Serangeli, J., T. van Kolfschoten, Nicholas J. Conard Säbelzahnkatze am Fundort der Schöninger Speere entdeckt
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01.04.2014 Ekaterina E. Khrameeva, Katarzyna Bozek, Liu He, Zheng Yan, Xi Jiang, Yuning Wei, Kun Tang, Mikhail S. Gelfand, Kay Prufer, Janet Kelso, Svante Paabo, Patrick Giavalisco, Michael Lachmann and Philipp Khaitovich Der Neandertaler steckt in unseren Genen
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17.03.2014 Travis Rayne Pickering, Ron J. Clarke, Jason L. Heaton »Little Foot« ist ältester südafrikanischer Australopithecus
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11.03.2014 Sandra Wilde, Adrian Timpson, Karola Kirsanow, Elke Kaiser, Manfred Kayser, Martina Unterländer, Nina Hollfelder, Inna D. Potekhina, Wolfram Schier, Mark G. Thomas and Joachim Burger Starke positive Selektion hat Aussehen der Europäer in den letzten 5.000 Jahren verändert
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03.03.2014 Ruggero D’Anastasio, Stephen Wroe, Claudio Tuniz, Lucia Mancini, Deneb T. Cesana, Diego Dreossi, Mayoorendra Ravichandiran, Marie Attard, William C. H. Parr, Anne Agur, Luigi Capasso Neandertaler konnten definitiv sprechen
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03.03.2014 J. F. Hoffecker, S. A. Elias, D. H. O´Rourke 10.000 Jahre auf der Bering-Landbrücke
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12.12.2013 Laurent Marivaux, Anusha Ramdarshan, El Mabrouk Essid, Wissem Marzougui, Hayet Khayati Ammar, Renaud Lebrun, Bernard Marandat, Gilles Merzeraud, Rodolphe Tabuce, Monique Vianey-Liaud Ein neues Fossil bringt die Evolution der Feuchtnasenaffen durcheinander
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05.12.2013 Sergio Almécija, Melissa Tallman, David M. Alba, Marta Pina, Salvador Moyà-Solà, William L. Jungers Millenium-Mann war ein baumlebender Zweibeiner
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05.12.2013 Matthias Meyer, Qiaomei Fu, Ayinuer Aximu-Petri, Isabelle Glocke, Birgit Nickel, Juan-Luis Arsuaga, Ignacio Martínez, Ana Gracia, José María Bermúdez de Castro, Eudald Carbonell and Svante Pääbo Älteste menschliche DNA entziffert
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18.10.2013 David Lordkipanidze, Marcia S. Ponce de León, Ann Margvelashvili, Yoel Rak, G. Philip Rightmire, Abesalom Vekua, and Christoph P.E. Zollikofer Einzigartiger Schädelfund widerlegt frühmenschliche Artenvielfalt
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20.07.2013 Kopf für Eiszeitfigur gefunden
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12.07.2013 Baab, Karen L.; Mc Nulty, Kieran P.; Harvati, Katerina Homo floresiensis doch eine eigene Spezies
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04.07.2013 Neil T. Roach, Madhusudhan Venkadesan, Michael J. Rainbow, Daniel E. Lieberman Wie das Werfen uns zum Menschen machte
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02.10.2009 Wissenschaftsjournal Science Lang ersehnte Veröffentlichung: Neues vom Ardipithecus ramidus
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