Claudia Näser


Claudia Näser (* 1970) ist eine deutsche Ägyptologin mit der Spezialisierung auf archäologische Ägyptologie.

Claudia Näser studierte von 1989 bis 1994 Ägyptologie, Sudanarchäologie und Klassische Archäologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB). Bis 1995 folgte ein Aufbaustudium vor allem der Afrikaarchäologie am St. John's College der Universität Cambridge. Dort erlangte sie den Titel Master of Philosophy mit der Arbeit Cemetery 214 at Abu Simbel North. A Case-Study of Patterning in Meroitic Lower Nubian Burial and the Interpretation of the Social Practices.

Von 1996 bis 2001 folgte an der HUB ein Promotionsstudium im Fach Ägyptologie. Thema ihrer Dissertation war Der Alltag des Todes. Archäologische Zeugnisse und Textquellen zu funerären Praktiken und Grabplünderungen in Deir el-Medine im Neuen Reich. Daran schloss sich bis 2004 eine Tätigkeit beim Teilprojekt „Eine Archäologie der Interaktionen. Nomadische Gruppen, rurale Bevölkerungen und ägyptische Eroberer in Unternubien im Neuen Reich“ des Sonderforschungsbereiches 586 („Differenz und Integration“)[1] der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Ägyptologischen Institut der Universität Leipzig. Derzeit lehrt Näser als Juniorprofessorin an der HUB.

Ausgrabungen führten sie nach Dar al-Manasir, wo sie zusammen mit Frank Kammerzell Grabungsleiterin einer Rettungsgrabung in einem vom neuen Staudamm bedrohten Gebiet am 4. Nilkatarakt ist (H.U.N.E.-Humboldt-University Nubian Expedition)[2]. Außerdem ist sie an Ausgrabungen in al-Musawwarat as-sufra im Sudan beteiligt. Näser ist aktuelle Vorsitzende der Sudanarchäologischen Gesellschaft zu Berlin[3].

Weblinks

Anmerkungen

  1. http://www.nomadsed.de/
  2. http://www.heute.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,2278721,00.html - Seite nicht mehr online
  3. http://www.sag-online.de

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